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Februar 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Deutschland: Fördermittelabruf für den Bau von Radschnell- bzw. Radwegen in den Bundesländern

Frage des Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst (FDP): "In welchem Umfang wurden die im Bundeshaushalt 2018 und 2019 für den Bau von Radschnellwegen bereitgestellten Mittel (Haushaltstitel 882 02 – 692) bisher abgerufen, und wie viele Bundesmittel aus anderen Haushaltstiteln sind im Jahr 2019 pro Bundesland in den Bau von Radwegen investiert worden?"

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann vom 12. Februar 2020: "Die 2017 bzw. 2018 begonnene Förderung von Radschnellwegen wird gut angenommen. 2018 trafen die Antragsteller mit Machbarkeitsstudien zu ihren Projekten die notwendigen Vorarbeiten, sodass 2019 die entsprechenden Bewilligungen ausgesprochen und die ersten Mittel abfließen konnten. Für das Jahr 2019 wurden von den beantragten und bewilligten Mitteln für RSW 450.000 Euro vom Land Baden-Württemberg abgerufen."

Bundesfernstraßenmittel für Radwege - 2019 Ist -

BW - Radwege - 9,6 Mio.
BY - Radwege - 17,7 Mio.
BE - Radwege - 0,8 Mio.
BB - Radwege - 7,2 Mio.
HE - Radwege - 4,2 Mio.
MV - Radwege - 11,9 Mio.
NI - Radwege - 9,8 Mio.
NW - Radwege - 7,1 Mio.
RP - Radwege - 5,1 Mio.
SL - Radwege - 0,2 Mio.
SN - Radwege - 3,6 Mio.
ST - Radwege - 3,9 Mio.
SH - Radwege - 3,0 Mio.
TH - Radwege - 0,8 Mio.
 
Quelle: Deutscher Bundestag, Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 10. Februar 2020 eingegangenen Antworten der Bundesregierung Drucksache 19/17175 (Seite 96/97)

Deutschland: Bund fördert auf Antrag radverkehrstauglichen Ausbau von Wegen entlang der Bundeswasserstraßen

Um das Interesse der Kommunen und Gemeinden zu erhöhen, wurde ab dem Haushalt 2020 der Förderanteil des Bundes auf 90 Prozent erhöht wie aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/16261 – Radwege an Bundeswasserstraßen, hervorgeht.

Quelle: Deutscher Bundestag / Fahrradportal am 29.02.2020

Deutschland: Änderung des Bundesfernstraßengesetzes (8. FStrÄndG) - Radverkehr auf Betriebswegen im Zuge von Schnellstraßen wird möglich

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 14. Februar 2020 beschlossen, gegen den Gesetzentwurf gemäß Artikel 76 Absatz 2 des Grundgesetzes keine Einwendungen zu erheben. Dem § 3 Absatz 1 im Bundesfernstraßengesetz (8. FStrÄndG) wurde folgender Satz 3 angefügt:

"Betriebswege auf Brücken im Zuge von Bundesautobahnen und Betriebswege auf Brücken im Zuge von Bundesstraßen, die als Kraftfahrstraßen ausgewiesen sind, sind bedarfsabhängig durch den Träger der Straßenbaulast so zu bauen und zu unterhalten, dass auf ihnen auch öffentlicher Radverkehr abgewickelt werden kann."

Quelle: Bundesrat am 14.02.2020

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Baden-Württemberg: Faktenblatt "Schutzstreifen für den Radverkehr" hält Einzug in die Faktenblatt-Reihe der AGFK-BW.

Schutzstreifen machen den Radverkehr sichtbarer und somit sicherer. Das Faktenblatt "Schutzstreifen" gibt einen Überblick darüber, welche Vorteile Schutzstreifen in der Verkehrsführung bieten und was es bei der Anlage zu beachten gibt. Abgerundet wird das Faktenblatt mit Empfehlungen aus der kommunalen Praxis. Das Faktenblatt soll komunalen Vertretern und Planern bei der internen und externen Überzeugungsarbeit direkt unterstützen.

Die Inhalte dieses AGFK-Faktenblatts sind mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg abgestimmt.

Bayern: AGFK unterstützt Ziel des Freistaates den Radverkehrsanteil bis 2025 auf 20 Prozent zu steigern

Im Rahmen des AGFK Bayern Fachgesprächs zur Radverkehrsförderung im Freistaat diskutierten am 19. Februar 2020 Landräte, Bürgermeister und Vertreter aus kommunalen Verwaltungen mit Staatssekretär Klaus Holetschek auf der Messe f.re.e. zur zukünftigen Radverkehrsförderung in Bayern.

Das bayerische Radverkehrsprogramm hat sich 2017 das Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil am Modal Split bis 2025 auf landesweit 20 Prozent zu steigern. "Die letzte Erhebung der Studie 'Mobilität in Deutschland' (MiD) kommt aber nur auf 11 Prozent. Hier ist also noch viel Luft für mehr Radreifen im Verkehr", so Landrat Matthias Dießl, Vorsitzender der AGFK Bayern. "Wir unterstützen das Radverkehrsprogramm, fordern zudem aber weitere Maßnahmen, um die darin genannten Ziele zu erreichen", so Dießl weiter. Die 15 Forderungen der AGFK Bayern beinhalten u.a. Vereinfachungen und Unterstützung in der Radverkehrsplanung und bei dem Ausbau von Abstellanlagen. Bestandteile sind aber auch eine kosten- und barrierefreie Fahrradmitnahme im Schienenpersonennahverkehr, die Erleichterung der Anordnung von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen, die Anhebung des bayerischen Höchstsatzes für Parkgebühren und das Aufstellen von deutlich mehr Fahrradstaffeln der Polizei.

In Gespräch mit den kommunalen Entscheidern plädierte Staatssekretär Klaus Holetschek für praktikable Lösungen, die im Einzelfall auch mal von den Standards abweichen könnten, um ein gutes Ergebnis für den Radverkehr herbeiführen zu können. Auch seitens der kommunalen Planer wird mehr Flexibilität für die Entscheider vor Ort gefordert. "Radfahren darf nicht nur mit Worten gefördert werden, sondern auch mit Taten", so Staatssekretär Klaus Holetschek. Um dies auch symbolisch zu unterstreichen, übergab er den Vertretern der AGFK Bayern den Förderbescheid, der eine Aufstockung von bisher 250.000 auf 300.000 EURO vorsieht.

Quelle: AGFK Bayern am 19.02.2020

Bayern: Fünf neue Zählstellen für den Radverkehr in Augsburg

Wann und wo sind die Fahradfahrenden in der Stadt unterwegs? Die Stadt Augsburg das bisher aus drei Erhebungsstellen bestehende Zählstellennetz erweitert. Mit den jetzt insgesamt 8 Radzählstellen können räumlich und zeitlich differenzierte Aussagen über den Radverkehr getroffen werden. Die dabei entstehenden detaillierten Analysen helfen dann bei der Radverkehrsplanung...

Quelle: Stadt Augsburg am 22.02.2020

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Berlin: Routenvarianten für Radschnellverbindung durch Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf vorgestellt

Erste Erkenntnisse der Machbarkeitsuntersuchungen für den östlichen Abschnitt der "Ost-Route" wurden am 26-02.2020 mit interessierten Bürger*innen erörtert. Die geplante Route von der Landsberger Allee bis nach Marzahn-Hellersdorf ist Teil der "Ost-Route", eine von bisher elf geplanten Radschnellverbindungen, die in den nächsten Jahren in Berlin entstehen werden.

Bei der öffentlichen Informations- und Dialogveranstaltung am 26. Februar wurde der Stand der Planungen für den 13 Kilometer langen Teilabschnitt vorgestellt. Der Streckenabschnitt beginnt im Bereich der Ringbahn auf Höhe der S-Bahnhöfe Storkower Straße und Landsberger Allee und endet an der Berliner Stadtgrenze am U-Bahnhof Hönow. Die beste Streckenführung wird derzeit im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung erarbeitet. Die Route wird innerhalb eines Korridors entlang oder südlich der Landsberger Allee und parallel zur U-Bahnlinie 5 bis zur Stadtgrenze verlaufen.

Nach einer Einführung von Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese, von Bezirksstadträtin Nadja Zivkovic (Marzahn-Hellersdorf) und Bezirksstadtrat Martin Schaefer (Lichtenberg) diskutierten rund 80 interessierte Bürger*innen mit den Fachplaner*innen an drei Dialogtischen über die Vor- und Nachteile der möglichen Streckenvarianten. Zahlreiche Ideen, Vorschläge und Hinweise wurden vom Planungsteam aufgenommen und werden in der weiteren Planung geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt.

Wie alle Radschnellverbindungen ist diese Trasse für den Radverkehr im Alltag und insbesondere für Berufspendler*innen attraktiv: Lange Wege können mit zügigem Tempo gefahren werden.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr sagte: "Die 'Ost-Route' und die 'West-Route' werden Berlin auf einer Länge von insgesamt 38 Kilometern durchqueren. Damit entsteht eine der längsten Radschnellverbindungen Deutschlands. Die Strecke, die von der östlichen Stadtgrenze in Marzahn-Hellersdorf bis nach Spandau führen wird, wird vor allem Wohn- und Arbeitsquartiere anbinden. Damit schaffen wir eine komfortable, verkehrssichere und schnelle Verbindung von den Außenbezirken in die Stadtmitte. Das macht es für Berufspendler*innen und für andere Alltagsfahrten attraktiv, auf das Fahrrad umzusteigen."

Intensiv diskutiert wurden die Erschließungspotenziale für mehr Radverkehr bei den unterschiedlichen Routenvarianten, also die Frage, welche Routenführung für Radfahrende insgesamt am attraktivsten ist. Erörtert wurden zudem die Möglichkeiten getrennter Wege für Rad-, Auto- und Fußverkehr. Auch Anforderungen des Naturschutzes bei einer potenziellen Streckenführung durch Grünbereiche wie den Wuhlepark und die notwendigen Anschlüsse von Radwegen an die Radschnellverbindung spielten in der Diskussion eine große Rolle.

Über Radschnellverbindungen

Berlins Radschnellverbindungen, die strahlenförmig von den Außenbezirken in Richtung Stadtzentrum führen, sollen das Radfahren auch auf längeren Strecken attraktiver machen – etwa für Pendlerinnen und Pendler, die vom Auto auf das Rad umsteigen wollen. Hierbei geht es nicht primär um die Fahrgeschwindigkeit, sondern um optimierte Reisezeiten mit möglichst wenig Stopps. Entlang von Hauptverkehrsstraßen messen Radschnellverbindungen je Fahrtrichtung mindestens drei Meter, sodass Überholen gut und sicher möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen sind in der Dämmerung und nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und die Reisezeit kürzer. Nutzen viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs.

Weitere Informationen zu Radschnellverbindungen finden Sie unter:

Quelle: SenUVK am 27.02.2020

Berlin: Durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung im Nord-Süd-Grünzug zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Flaschenhalspark fertig gestellt

Am 20. Februar 2020, ab 7:00 Uhr, wurde die Yorckbrücke 10 wieder in Betrieb genommen und steht dem Fuß- und Radverkehr zur Verfügung. Der Übergang über die zwischenzeitig hergerichtete Brücke 17 ist dann vorübergehend nicht möglich.

Brücke 10 diente seit der Eröffnung des Ostparks 2013 provisorisch als Querung der Yorckstraße. Im Sommer 2019 wurde sie demontiert, zur Sanierung abtransportiert und im Oktober 2019 wieder eingehängt. Anschließend erhielt die Brücke eine zusätzliche Gehbahn aus Gussasphalt auf Leichtbeton. Nach Beendigung der erforderlichen Restarbeiten wird die Yorckbrücke 10 am kommenden Donnerstag wieder in Betrieb genommen.

Im Gegenzug wird dafür die Yorckbrücke 17 vorübergehend gesperrt und mit den endgültigen Wegebelägen versehen. Die Fertigstellung und Wiederfreigabe erfolgt voraussichtlich noch in diesem Frühling.

Mit der Beendigung der Baumaßnahme werden die durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung im Nord-Süd-Grünzug zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Flaschenhalspark fertig gestellt. Damit ist gleichzeitig eine Vernetzung mit der Schöneberger Schleife erreicht. Der Nord-Süd-Grünzug ist Bestandteil des überregionalen Fernradweges Berlin-Leipzig.

Das Projekt wird anteilig aus Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und vom Land Berlin finanziert. Weitere Infos.

Quelle: SenUVK am 17.02.2020

Hamburg: St. Georgs Einkaufs-und Restaurantmeile Steindamm bekommt eine neue Aufenthaltsqualität - Veloroute 7 wird weiter ausgebaut

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) beginnt am 2. März 2020 mit der Neugestaltung des Steindamms zwischen den Kreuzungen Steindamm/Kreuzweg/Pulverteich und Steindamm Lohmühlenstraße/Berliner Tor. Gleichzeitig wird die Veloroute 7 weiter ausgebaut.

Beidseitige Radfahrstreifen, mehr Lieferzonen für die Gewerbetreibenden und eine Baumallee sollen dem Steindamm in St. Georg ein neues Gesicht und eine neue Aufenthaltsqualität geben. Der Ausbau eines weiteren Teilstücks der Veloroute 7, die vom Rathausmarkt über die Mönckebergstraße/Steintordamm weiter über den Steindamm in Richtung Wandsbek und Rahlstedt verläuft, wird damit außerdem bis Ende 2020 fertiggestellt sein.

Die Bauarbeiten beginnen auf der südlichen Fahrbahnseite ( Polizei ) und wechseln voraussichtlich im Sommer 2020 auf die nördliche Seite. Der Kfz-Verkehr wird während der gesamten Bauzeit stadteinwärts größtenteils mit zwei Fahrspuren, stadtauswärts mit einer Spur geführt.

Der Fuß- und Radverkehr kann in Abhängigkeit des Baufortschritts die bestehenden Geh- und Radwege nutzen, wird gemeinsam in den Nebenflächen geführt oder auf einem abgesperrten gemeinsamen Bereich auf die Fahrbahn bzw. die Parkplätze geleitet. Zusätzlich wird es ein Umleitungsangebot für den Radverkehr geben.

Während der Bauzeit sind alle Geschäfte und Restaurants jederzeit erreichbar. Die Anwohnenden und Gewerbetreibenden wurden im Vorwege mehrfach vom LSBG, zuletzt auf einer öffentlichen Veranstaltung Anfang Februar, über die Baumaßnahme informiert.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 26.02.2020

Niedersachsen: Radwegneubau zwischen Sibbesse und Petze (Landkreis Hildesheim)

Der Radweg an der L 482 zwischen Sibbesse und Petze (Landkreis Hildesheim) ist Teil des Radwegeprogramms 2019/2020 an Landesstraßen im Geschäftsbereich Hannover.

Die Baumaßnahme befindet sich zwischen dem Kreisverkehrsplatz L482/L485/K415 und der Ortschaft Petze. Der Einbau der Asphalttrag- und -deckschicht (etwa zwei Wochen) erfolgt mit einem Beschicker von der Fahrbahn aus. Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite insbesondere vor der Ortschaft Petze ist eine Vollsperrung der Fahrbahn erforderlich. Der Zeitraum der Vollsperrung einschließlich Umleitungskonzept wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Arbeiten sollen bei anhaltend guter Witterung Mitte April abgeschlossen sein. Die ausführende Baufirma und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover sind bemüht, alle Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Die Landesbehörde dankt allen Verkehrsteilnehmern und Anliegern für ihre Rücksichtnahme und ihr Verständnis.

Quelle: Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover am 18.02.2020

Nordrhein-Westfalen: Ansprechpartner für planerische Fragen beim Thema Radwegebau - Landesbetrieb Straßen.NRW benennt acht Radverkehrsbeauftragte

Mobilität wandelt sich – also muss sich auch die Planung den neuen Anforderungen an Infrastruktur anpassen. Straßen.NRW bündelt jetzt seine Expertise beim Thema Radverkehrsplanung und installiert acht Radverkehrsbeauftragte in den landesweiten Niederlassungen.

"Nur mit einem gelungenen Mix aus unterschiedlichen, nachhaltigen Verkehrsträgern und -strategien lässt sich der Mobilitätsbedarf der Bürgerinnen und Bürger in Zukunft bewältigen", sagt Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek. "Eine sichere und leistungsfähige Radinfrastruktur gehört als tragende Säule zum Verkehr der Zukunft. Planung und Bau dieser Radinfrastruktur wird darum für den Landesbetrieb ein wachsendes Themenfeld werden." Für Straßen.NRW geht es dabei nicht nur um Ausbau und Erhalt des vorhandenen Radwegenetzes, sondern auch um die Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger.

Quelle: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen am 05.02.2020

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Nordrhein-Westfalen: Bau des Radschnellwegs Ruhr - Spatenstich für Abschnitt des RS 1 in Bochum

Verkehrsminister Hendrik Wüst hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den ersten Spatenstich für den Bau des Radschnellwegs Ruhr (RS 1) über Bochumer Stadtgebiet gesetzt. Im Abschnitt "Grüner Rahmen" entsteht ein 900 Meter langes Teilstück des RS 1 zwischen Stahlhauser Straße/Windhausstraße und Bessemer Straße. Dafür gibt es vom Land rund 2,1 Millionen Euro Förderung.
 
"Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Gerade in einer Stadt wie Bochum schaffen bessere Radwege ein alternatives Mobilitätsangebot für viele Menschen, die hier täglich mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Durch Pedelecs und E-Bikes wird Radverkehr zunehmend zum Pendlerverkehr, weil damit auch längere Strecken zurückgelegt werden können", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.
 
"Der RS 1 bedeutet einen enormen Qualitätsschub für den Radverkehr im Ruhrgebiet", so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. "Wir freuen uns, dass es nun auch in Bochum losgeht und das Land der Aufwertung der Fahrrad-Infrastruktur einen hohen Stellenwert beimisst."
 
Die Gesamtausgaben für den RS 1 in diesem Abschnitt betragen voraussichtlich rund 2,5 Millionen Euro. Die Bauzeit ist mit 24 bis 28 Monaten veranschlagt.
 
Der Radschnellweg Ruhr (RS 1) ist eines der wichtigsten und nachhaltigsten Projekte im Ruhrgebiet. Zwischen Duisburg und Hamm entsteht eine insgesamt 101 Kilometer lange Verbindung für den Radverkehr mitten durchs Ruhrgebiet. Die Strecke auf Bochumer Stadtgebiet ist etwa 17 Kilometer lang und wird von Wattenscheid auf der Trasse der Rheinischen Bahn über die Bochumer Innenstadt bis zur Dortmunder Stadtgrenze führen.
 
Der nun begonnene Abschnitt des RS 1 verläuft auf der Stahlhauser Straße und Windhausstraße über bestehende Straßen, die in diesen Bereichen zur Fahrradstraße umgebaut werden. Auf dem ehemaligen Gelände von thyssenkrupp (untere Stahlindustrie) - genannt "Grüner Rahmen" - wird der RS 1 als selbstständig geführter Radschnellweg im Zweirichtungsverkehr angelegt. Vor dem historischen Torhaus 7 der Krupp-Werke verläuft die Fahrradtrasse auf dem ehemaligen Industriegelände als reiner Radweg mit einer Breite von vier Metern bis zu einem früheren Luftschutzunterstand. Der zum RS 1- Standard gehörende Fußweg wird in diesem Bereich weiter nördlich angelegt. Vom Bunker aus wird der RS 1 bis zur Bessemer Straße im Standardquerschnitt einschließlich eines zwei Meter breiten Gehweges weitergeführt.
 
Hintergrund Radschnellwege: Das Land hat Radschnellwege als neue Wegekategorie "Radschnellverbindungen des Landes" im Straßen- und Wegegesetz verankert. Mit dem Gesetz ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter. Es stellt Radschnellwege mit Landesstraßen gleich: Dadurch übernimmt das Land die Baulastträgerschaft für Radschnellwege auf der freien Strecke außerhalb der Ortsdurchfahren und innerhalb der Ortsdurchfahrten bei Kommunen mit weniger als 80.000 Einwohnern. Bei Kommunen mit mehr als 80.000 Einwohnern liegen die Ortsdurchfahrten wie bei Landesstraßen in der Baulast der Kommunen.  Radschnellwege sollen als Premiumprodukt der Radinfrastruktur klar definierte Qualitätskriterien erfüllen. Dazu gehören die durchgängige Trennung zwischen Rad- und Fußgängerverkehr, eine Mindestbreite von vier Metern, Beleuchtung, wenig Steigungen, Wegweisung, Reinigung und geregelter Winterdienst.

Quelle: Ministerium für Verkehr NRW am 06.02.2020

Nordrhein-Westfalen: NRW-Verkehrsministerium und RVR starten Bau einer neuen Brücke als Teil des Radschnellwegs Ruhr in Essen

Sicher und zügig gelangen Radfahrer und Fußgänger künftig über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen: Dafür sorgt eine Brücke als Teil des Radschnellwegs Ruhr (RS 1), mit deren Bau der Regionalverband Ruhr (RVR) im Februar beginnt. Den ersten Spatenstich setzen am 7. Februar 2020 RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen. Bislang müssen Radfahrer, die den Radschnellweg Ruhr zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr nutzen, die Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn verlassen und den stark frequentierten Berthold-Beitz-Boulevard überqueren. Die Brücke verbindet künftig den Krupp-Park mit der Universität Essen und ist ein wichtiger Lückenschluss auf dem RS 1.

"Das Fahrrad ist als Verkehrsmittel nicht mehr wegzudenken. Wir wollen den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen verbessern, um Mobilität besser und sauberer zu machen. Mit der neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer hier in Essen kommen wir beim RS 1 wieder ein Stück voran. Das Land unterstützt das gerne", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel betonte: "Das Projekt in unmittelbarer Nähe zur Universität und dem Stadtzentrum stärkt den Alltagsradverkehr in Essen und dem mittleren Ruhrgebiet. Zudem fügt es sich hervorragend ein in das regional-touristische Konzept der Metropole Ruhr."

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, ergänzte: "Die Definition des RS1 als Radschnellweg garantiert die hohe Qualität der Strecke. Diesen Standard wird die zukünftige Rad-Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard erfüllen. Sie wird den Radpendler-Verkehr in Essen sicherer, komfortabler und schneller machen. Damit hat der Radschnellweg das Potenzial, die Alltagsmobilität in Essen zu verändern."

Die geplante Stahlbrücke ist 82 Meter lang und kann auf mehr als sechs Metern Breite genutzt werden. Sie kommt ohne Mittelstütze aus, damit der vorhandene Mittelstreifen in Zukunft auch als Straßenbahntrasse genutzt werden kann.

Die Brücke ist eine Verbundkonstruktion mit Stahlbetonwiderlagern und Stahlverbundfertigteilen. Die Fahrbahndecke wird asphaltiert. Zudem wird der vier Meter breite Radweg durch einen Trennstreifen von dem zwei Meter breiten Fußweg abgeteilt. Die Brücke erfüllt somit die Qualitätsstandards für Radschnellwege.

Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro. Das Land NRW übernimmt 80 Prozent der Aufwendungen im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP). Der Regionalverband Ruhr steuert Eigenmittel in Höhe von 600.000 Euro bei. Die Brücke soll Mitte 2021 für Radfahrer und Fußgänger freigegeben werden.

Quelle: Metropole Ruhr am 07.02.2020

Nordrhein-Westfalen: RadEntscheid Essen hat BürgerInnenbegehren offiziell zur Kostenschätzung bei der Stadt eingereicht

Die Unterschriftenlisten des RadEntscheids müssen als BürgerInnenbegehren eine Kostenschätzung enthalten. Damit sollen alle UnterzeichnerInnen transparent über die Kosten informiert werden, die mit der Umsetzung auf die Kommune zukommen. Die Kostenschätzung wird von der jeweiligen Gemeindeverwaltung erstellt, in diesem Fall also von der Stadt Essen.

Am 28.02.2020 trafen sich die AktivistInnen deshalb mit Oberbürgermeister Thomas Kufen und Baudezernentin Simone Raskob am Rathaus Essen, um das BürgerInnenbegehren offiziell zur Kostenschätzung bei der Stadt einzureichen.

Quelle: RadEntscheid Essen am 29.02.2020

Rheinland-Pfalz: Umfrage "Mobilitätskonsens" zeigt, dass die Menschen – insbesondere in den Städten – mehr und bessere Radwege sowie Rad-Stellplätze wollen – Das Land will Unterstützung und Beratung der Kommunen zu verstärken

"Mobilität ist eines der Themen unserer Zeit. Das zeigt die hohe Beteiligung an unserer Umfrage: über 7.000 Menschen haben mitgemacht. Wir haben einen Nerv getroffen: Mobilitätspolitik kann nicht verordnet werden, sie muss gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt werden. Das haben wir mit dem Mobilitätskonsens gemacht. Die Ergebnisse der Befragung sind für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich und werden in  künftige Planungen einfließen", sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing bei der Vorstellung der Ergebnisse der Online-Umfrage zum Mobilitätskonsens.

Die Umfrage zeige zum Teil deutliche Unterschiede in der Mobilität sowie den Mobilitätswünschen zwischen den Bewohnern der Städte und der ländlichen Räume, so Wissing. "Die Befragten aus der Stadt möchten weniger Autoverkehr, weniger parkende Autos im öffentlichen Raum und befürworten auch stärker längere Rotphasen für Autos zugunsten von Fußgängern und Radfahrern. Für die Befragten aus den ländlichen Räumen ist dagegen das Auto das Verkehrsmittel Nummer eins. Ein Verzicht auf individuelle Mobilität ist hier kaum vorstellbar. Dementsprechend sehen die Menschen weniger Parkplätze und längere Rotphasen von Ampeln skeptisch", erläuterte der Minister.

"Die autofreie Stadt ist für Stadtbewohner eine Verheißung, für Landbewohner eine Drohung. Es ist das Signal: Wir wollen euch nicht.", sagte Wissing und fügte hinzu: "Wir müssen aufpassen, dass Stadt und Land nicht auseinanderfallen. Wir brauchen einen Konsens finden zwischen den Städten und ihrem Umland. Wer die Städte vom Verkehr entlasten möchte, muss den Menschen im Umland ein Angebot machen, wie sie dennoch Arbeit, Einkauf oder Theaterbesuch in der Stadt realisieren können", sagte Wissing. Die Entscheidungsgewalt liege hier bei den Kommunen. "Ich sehe aber, dass wir uns in diesem Bereich insgesamt alle stärker engagieren müssen", so der Minister.

Wissing kündigte an, die Unterstützung und Beratung der Kommunen zu verstärken. Die Umfrage zeige: Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer wollen – insbesondere in den Städten – mehr und bessere Radwege sowie Rad-Stellplätze. "Das Land stellt für Radwege und Par-&-Ride-Anlagen mehr Fördermittel bereit als abgerufen werden. Wir werden künftig verstärkt die Kommunen unterstützen und beraten, wie sie die Fördermittel bestmöglich für sich nutzen können", sagte Wissing.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 05.02.2020

Sachsen-Anhalt: Neuer Radweg soll Lostau und Hohenwarthe (Jerichower Land) verbinden

Heute haben im Landkreis Jerichower Land die Bauarbeiten für einen neuen Radweg zwischen Hohenwarthe und Lostau begonnen. "Das Vorhaben wird die Verkehrssicherheit in diesem Bereich deutlich erhöhen, weil Radfahrer nicht mehr die Straße nutzen müssen", erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor dem Baustart. Darüber hinaus führe der neue Radweg durch die schöne Landschaft an der Elbe, ergänzte der Minister.

Nach Webels Worten werden gut 600.000 Euro in den ersten, rund drei Kilometer langen Streckenabschnitt – beginnend in Höhe der Lungenklinik Lostau bis in den nördlichen Ortsbereich von Hohenwarthe – investiert. Die künftige Rad-Trasse wird in Asphaltbauweise errichtet und 2,50 Meter breit sein. Sie führt an der Elbe unter der Autobahnbrücke der A2 hindurch.

Planmäßig wird der Radweg, der nicht zuletzt auf Initiative der Gemeinden gebaut wird, am 30. Oktober 2020 zur Nutzung frei gegeben. Im nächsten Jahr soll die Trasse durch den Bau eines weiteren, rund 800 Meter langen Abschnitts entlang der Landesstraße (L) 52 komplettiert werden.

Hintergrund: Die Baumaßnahme umfasst den Neubau eines Radweges im Zuge der L 52 von Lostau nach Hohenwarthe in der Gemeinde Möser. Dieser soll unter Nutzung vorhandener ländlicher Wege, Radverbindungen und Betriebswege in westlicher Richtung verschwenkt, an der Elbe die Strombrücke der A2 unterqueren und dann in nordöstlicher Richtung auf die Möserstraße der Ortschaft Hohenwarthe geführt werden. Durch den Neubau des Radweges wird die Lücke auf der freien Strecke zwischen den Ortslagen geschlossen. Im Zuge des Bauvorhabens soll das Brückenbauwerk über den Mühlgraben erneuert werden. Für den 2. Bauabschnitt (rd. 800 m) wird die Fahrbahn der L 52 im Bereich der Anbindung entsprechend verbreitert. Derzeit wird von Baukosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro ausgegangen.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 11.02.2020

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29. Februar 2020
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