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Januar 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Öffnung weiterer Einbahnstraßen für den gegengerichteten Radverkehr in Offenburg

Für Radfahrer sind Umwege deutlich lästiger als für Autofahrer. Deshalb sollen, sofern keine Sicherheitsgründe dagegen sprechen, grundsätzlich alle Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden; so die entsprechende Richtlinie. Diese Forderung wurde auch schon mehrmals im Verkehrsausschuss an die Verwaltung heran getragen.

Nun wurden alle 50 Einbahnstraßen in Offenburg von der Verwaltung zusammen mit der Polizei überprüft. 18 Einbahnstraßen waren bereits für den gegengerichteten Radverkehr geöffnet. Weitere 9 Einbahnstraßen werden hinzukommen, so dass bald 27 Einbahnstraßen (54 Prozent) geöffnet sein werden.

Dies ist eine deutliche Erleichterung für den Radverkehr, da die Durchlässigkeit des Radnetzes verfeinert wird. Als Beispiele sind die Straße Im Pfählerpark und Lihlstraße zu nennen.

Die häufigsten Gründe, die gegen eine Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung sprechen, sind eine zu schmale Fahrbahn sowie eine zu hohe KfZ-Verkehrsbelastung. Für diese Straßen gibt es aber in Offenburg immer attraktive Alternativen.

Die Technischen Betriebe Offenburg werden in den nächsten Wochen die Beschilderung sukzessive entsprechend ändern. Mit dieser Maßnahme werden dem Radverkehr in Offenburg künftig noch direktere, kürzere Wege zur Verfügung gestellt. Sie ist ein weiteres Element der Radverkehrsförderung, die Bestandteil des Fahrradförderprogramms ist.

Quelle: Stadt Offenburg am 23.01.2020

Baden-Württemberg: Radverkehr in Heidelberg nimmt zu - Studie "Mobilität in Städten"

Der Radverkehr in Heidelberg hat von 2013 bis 2018 um sieben Prozentpunkte zugenommen. Das hat die bundesweite Studie "Mobilität in Städten – System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV)" der Technischen Universität Dresden ergeben. 2018 nutzen demnach 33 Prozent der Heidelbergerinnen und Heidelberger das Fahrrad, um sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. 2013 waren es noch 26 Prozent. Der Fußverkehr und Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) haben im gleichen Zeitraum im Binnenverkehr um jeweils drei Prozentpunkte abgenommen. Der Autoverkehr ist bei 22 Prozent konstant geblieben. Die Entwicklung zeigt, dass Heidelbergerinnen und Heidelberger innerhalb des Umweltverbundes – also beispielsweise vom ÖPNV auf das Fahrrad – nicht jedoch vom Auto auf den Umweltverbund umgestiegen sind. Die Ergebnisse der Studie wurden am Mittwoch, 22. Januar 2020, im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss diskutiert.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: "Die Studie zeigt, dass der Verkehrsmix in Heidelberg ausgeglichen und umweltfreundlich ist und sich leicht verbessert hat. Das Fahrrad wird immer mehr genutzt – Investitionen in die innerstädtische Radinfrastruktur zeigen Wirkung und spielen auch bei der künftigen Verkehrsplanung eine zentrale Rolle. Der Anteil an Autofahrern ist mit 22 Prozent kaum zu verbessern. Die Studie zeigt jedoch auch, dass ab einer Weglänge von zehn Kilometer 70 Prozent der Heidelbergerinnen und Heidelberger das Auto nutzen. Eine wichtige Aufgabe wird es deshalb sein, den ÖPNV und Radverkehr vor allem für Pendler noch attraktiver zu gestalten. Großes Potenzial sehe ich hier im Ausbau von regionalen Radschnellwegen sowie im Ausbau einer Hauptradachse im Neckartal."

Das Fahrrad ist bei Strecken zwischen einem und fünf Kilometer Hauptverkehrsmittel

Die Studie untersuchte auch die Wahl des Verkehrsmittels nach Entfernungsklassen: Bei Weglängen von einem bis fünf Kilometer ist das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel in Heidelberg. Dabei punktet es besonders bei Strecken zwischen einem und drei Kilometer: Mit 47 Prozent nutzt hier fast die Hälfte der Heidelberger das Fahrrad. Bei Wegen ab fünf Kilometer nehmen die meisten das Auto (58 Prozent). Kurze Entfernungen bis zu einem Kilometer werden vor allem zu Fuß (70 Prozent) und mit dem Fahrrad (23 Prozent) zurückgelegt. Ab zehn Kilometer kehrt sich dieses Verhältnis zwischen Umweltverbund und motorisiertem Individualverkehr genau um: Ab dieser Entfernung fahren 70 Prozent der Heidelberger mit dem Auto, 24 Prozent nutzen den ÖPNV und sieben Prozent sind mit dem Fahrrad unterwegs.

Hintergrund zur Studie: Im Jahr 2018 wurden in Heidelberg repräsentativ 2.319 Personen befragt. Die Adressen der Haushalte wurden aus dem Einwohnermelderegister per Zufallsverfahren gezogen. Einpendler, Touristen und Besucher berücksichtigt die Studie nicht. Heidelberg nimmt seit 2013 an der Befragung der Technischen Universität Dresden teil, die kontinuierlich alle fünf Jahr durchgeführt wird. Die Daten aus der Befragung helfen das Verkehrsverhalten der Heidelberger Bevölkerung besser analysieren, bewerten und vergleichen zu können und fließen in die Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans 2035 ein. Die SrV-Daten aus 2013 sind zur Aufstellung des städtischen Verkehrsmodells verwendet worden.

Quelle: Stadt Heidelberg am 21.01.2020

Baden-Württemberg: Steuerkreis des Mobilitätspaktes Walldorf-Wiesloch tagte - Viel Feedback zum Thema Radverkehr

Nachhaltige Verbesserungen für die Mobilität in der Region Walldorf/Wiesloch kommen voran. Am 30. Januar 2020 tagte zum dritten Mal der Steuerkreis des Mobilitätspaktes Walldorf-Wiesloch unter der Leitung des Ministeriums für Verkehr in Stuttgart unter dem Vorsitz von Landesverkehrsminister Winfried Hermann.

Hauptthema war der Abschluss der Online-Beteiligung, die das Regierungspräsidium Karlsruhe im Sommer 2019 durchgeführt hat. Innerhalb eines Monats konnten die Bürgerinnen und Bürger online Verbesserungsvorschläge für den Verkehr im Bereich Walldorf-Wiesloch machen und die bisher geplanten Maßnahmen des Paktes kommentieren. Dabei nahmen mehr als eintausend Personen an der Online-Beteiligung teil.

Die meisten Hinweise der Bürgerinnen und Bürger wurden zum Thema Radverkehr aufgenommen. Hier kamen insgesamt mehr als 550 Ideen zusammen, die eine wertvolle Grundlage für die Weiterentwicklung der Radinfrastruktur bieten. Um möglichst viele Ideen in die Tat umzusetzen, treten die Projektpartner nun in Aktion. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Radweg entlang der L 546 zwischen St. Leon-Rot und Malsch, dessen Verbesserung in der Beteiligungskarte großen Zuspruch erhalten hat. Aufgrund der Hinweise der Bürger erfolgte nun eine umfassende Überprüfung des Radweges durch den Landkreis und den ADFC. Im Rahmen des Mobilitätspakts wird nun weiter nach Lösungen gesucht, den Radweg zu verbreitern. Auch der motorisierte Individualverkehr (252 Ideen), der öffentliche Personennahverkehr (141 Ideen), sowie der Fußverkehr (122 Ideen) wurden seitens der Bürger tiefergehend thematisiert. Die ersten Ergebnisse der Online-Beteiligung können bereits im Internet in einem dafür eingerichtetes Portal eingesehen werden: www.mobipakt-wa-wi.de/beteiligung

Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg am 30.01.2020

Bayern: Bundesumweltministerium fördert Radweg im Landkreis Dingolfing-Landau über die Kommunalrichtlinie der NKI

Florian Pronold hat dem Landkreis Dingolfing-Landau ein Klimaschutz-Zertifikat für das erfolgreich abgeschlossene Projekt überreicht. Gefördert wurde der Radweg über die Kommunalrichtlinie der NKI.

Neuer Radweg zwischen den Gemeinden Mamming und Bubach: Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, hat heute Heinrich Trapp, dem Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau, ein Klimaschutz-Zertifikat für das erfolgreich abgeschlossene Projekt überreicht. Gefördert wurde der Radweg über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).

Florian Pronold: "Radfahren lohnt sich gleich mehrfach: Es ist klimafreundlich, kostengünstig und gesund. Damit in Zukunft noch mehr Menschen aufs Rad statt ins Auto steigen, braucht es eine gute Infrastruktur. Mit dem neuen Radweg trägt der Landkreis Dingolfing-Landau aktiv dazu bei, die Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern und den Fahrradanteil am Verkehrsaufkommen zu erhöhen."

Der Radweg wurde von Juli 2017 bis Juni 2019 auf einer Strecke von circa 1,7 Kilometer zwischen den Gemeinden Mamming und Bubach erbaut. Er verläuft entlang der Kreisstraße DGF 20 und ist 2,5 Meter breit. Die Gesamtausgaben des Projekts betrugen rund 450.000 Euro.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums baute der Landkreis von 2017 bis 2018 bereits einen Radweg von Wallersdorf bis Kleegarten und sanierte 2016 die Innenbeleuchtung im Gymnasium Dingolfing.

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Bis Ende 2018 wurden bereits mehr als 28.750 Projekte durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur und die Sanierung der Innen- und Straßenbeleuchtung wird im Rahmen der NKI durch die Kommunalrichtlinie gefördert. Anträge für die Kommunalrichtlinie können ganzjährig gestellt werden.

Quelle: BMU/Nationale Klimaschutzinitiative am 20.01.2020

Berlin: Planungen für den Spree-Rad- und Wanderweg kommen voran

In seiner Sitzung vom 14. Januar 2020 hat der Senat auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus zum aktuellen Planungsstand des Spree-Rad- und Wanderweges beschlossen.

Der Planungsauftrag für die Routenabschnitte in Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau wurde bereits vergeben, die europaweite Ausschreibung der neuen Spandauer Rad- und Fußwegbrücke über die Spree folgt in den nächsten Wochen.

2018 hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz der landeseigenen infraVelo GmbH die bezirksübergreifende Projektsteuerung für den westlichen Abschnitt des Rad- und Wanderwegs an der Spree mit dem Ziel einer beschleunigten Planung und Umsetzung übertragen.

Seither wurden mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die zu bearbeitenden Abschnitte festgelegt und Planungsinhalte abgestimmt. Weiterführende Gespräche, insbesondere zu grundstücksrechtlichen Fragen wurden begonnen. Aktuell sind insbesondere Übereinkünfte über noch offene Leistungen aus dem Planfeststellungsverfahren Schleuse Charlottenburg mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu schließen.

In Abstimmung mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf begleitet die infraVelo GmbH auch die Planungen zur Radverkehrsinfrastruktur in Charlottenburg-Nord im Rahmen des Stadtumbaus. Hier geht es neben weiteren möglichen Anschlüssen für den Radverkehr um den Ausbau der Siemensbahn mit einer Radwegeverbindung. Mit dem Bezirk Spandau wurden die Rahmenbedingungen für die betreffenden Abschnitte abgestimmt. Schnittstellen zu anderen Verkehrsprojekten (bezirkliche Radwegeplanung, Radschnellverbindungen) wurden definiert und vorhandene Synergien identifiziert.

Im Zuge der Voruntersuchung zur Radverkehrsplanung, die die infraVelo beauftragt hat, erfolgt in Abstimmung mit allen Beteiligten auch eine vertiefte Prüfung des Verlaufs des Spree-Rad- und Wanderwegs am Böschungsfuß, abseits des stark mit Lkw befahrenen Sophienwerderweges.

Für die Abschnitte wurden mehrere Aufgabenbereiche definiert und in Arbeitspaketen zusammengefasst. Da die Planungsleistungen oberhalb des EU-Schwellenwertes liegen, sind europaweite Ausschreibungen erforderlich.

Das erste Arbeitspaket umfasst sämtliche Planungsleistungen für die Abschnitte mit der Führung am Spreeufer durch Grünzüge und Kleingartenanlagen. Hierfür wurden im Mai 2019 freiraumplanerische Leistungen ausgeschrieben; ein Zuschlag konnte im September 2019 erteilt werden. Ende des ersten Quartals 2020 ist für die landschaftlichen Bereiche mit ersten Planungsergebnissen zu rechnen.

Das zweite Arbeitspaket umfasst die Planungsleistungen für den Spree-Rad- und Wanderweg im Bereich der Straßen sowie für die neue Spandauer Fuß- und Radwegbrücke über die Spreebrücke. Diese Planungsleistungen werden in den nächsten Wochen ausgeschrieben.

Quelle: Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 14.01.2020

Hamburg: Autofreier Alter Elbtunnel in Haburg zieht gehende- und radelnde Menschen magisch an

Seit der im Juni  2019 erfolgten Kfz-Sperrung des Alten Elbtunnels ist der Fuß- und Radverkehr dort sprunghaft angestiegen. Laut einem NDR-Bericht querten 2019 rund 1,5 Millionen Menschen die Elbe zu Fuß - das war eine Steigerung von 41,5 Prozent gegenüber 2018. Bei den Radlern und Radlerinnen war der Zuwachs sogar noch größer, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. Statt 291.000 im Jahr 2018 waren es 2019 schon 480.000 Radfahrende. Zukünftig wird auch die Veloroute 11 nach Harburg den Alten Elbtunnel nutzen.

Quelle: NDR am 30.01.2019

Zur Original-NDR-Mitteilung

Hessen: Darmstädter Magistrat beschließt Weiterbau der Raddirektverbindung nach Frankfurt

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung die Fertigstellung des zweiten Teils im ersten Bauabschnitt der Raddirektverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt auf Darmstädter Gemarkung beschlossen.  "Die weitere Erhöhung des Radverkehr-Anteils an der Verteilung der verschiedenen Verkehrsmittel in Darmstadt ist ein zentrales Anliegen des Magistrats, das mit dem Bau neuer Radwege Jahr für Jahr weiter vorangetrieben und umgesetzt wird. Ein Eckpfeiler für unsere Strategie einer zukunftsfähigen, ökologisch sinnvollen urbanen und inter-urbanen Mobilität ist der Raddirektweg Frankfurt-Darmstadt. Mit den noch im ersten Quartal 2020 beginnenden Arbeiten in Wixhausen schaffen wir einen weiteren wichtigen Abschnitt an der Fortführung des Raddirektweges Frankfurt-Darmstadt", so Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Der erste Teil des ersten Bauabschnittes der breiten und beleuchteten Raddirektverbindung nach Frankfurt ist fertiggestellt und im Juni 2019 eröffnet worden. Dieses Teilstück reicht von Egelsbach bis nach Wixhausen. Zwischen dem jetzigen Ausbauende nördlich der Bebauung und dem Bahnhof Wixhausen wurde ein 700 Meter langer Abschnitt zurückgestellt, weil die benötigten Grundstücke noch zu erwerben waren. Die Grundstücksverhandlungen sind inzwischen abgeschlossen, die Trasse kann auf direktem Weg entlang der Bahn weitergeführt werden. Auf etwa 70 Meter Länge im nördlichen Bereich wurde mit den Anliegern keine Einigung erzielt, dort wird die Raddirektverbindung nicht mit der geplanten Breite ausgebaut werden können. Dies stellt jedoch weder die Umsetzbarkeit noch die Förderfähigkeit in Frage.

Die Raddirektverbindung wird durchgehend beleuchtet. Geplant sind 17 insektenfreundliche Solarleuchten mit warmweißem LED-Licht. Mit Radarerkennung wird jede Leuchte einzeln ausgelöst, so dass der Weg nur bei tatsächlicher Nutzung beleuchtet wird. Zwischen 23 und 5 Uhr morgens sollen die Leuchten nur eine sehr niedrige Leuchtdichte aufweisen. 

Die Maßnahme wurde Bürgerinnen und Bürgern zweimal im Ortsbeirat Wixhausen vorgestellt, dabei wurde auch eine Begehung der Wegscheide und des Bahnhofsbereichs durchgeführt. Das Projekt wird durch das Land Hessen mit bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert. Abhängig von der Förderquote wird sich der Eigenanteil der Wissenschaftsstadt Darmstadt für den jetzt geplanten Streckenabschnitt auf etwa 160.000 Euro belaufen. Die Bauarbeiten sollen nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung noch im ersten Quartal 2020 begonnen und bis Sommer 2020 abgeschlossen werden.

Im Herbst 2015 hatte der Regionalverband eine Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung vom Holbeinsteg in Frankfurt am Main über Neu-Isenburg, Dreieich, Langen, Egelsbach und Erzhausen bis nach Darmstadt vorgelegt. Projektleiterin  für die gesamte Strecke ist die Regionalpark Rhein Main Südwest gGmbH in inhaltlicher und vertraglicher Kooperation mit den jeweilig betroffenen Kommunen und Landkreisen.

Die Strecke wurde der leichteren Umsetzbarkeit wegen in mehrere Bauabschnitte unterteilt. In Wixhausen wird im ersten und dritten Bauabschnitt der Gesamtstrecke gebaut, wobei der erste Bauabschnitt nochmals geteilt ist. Im zweiten Bauabschnitt der Gesamtstrecke wird nicht auf Darmstädter Gemarkung gebaut. Im dritten Bauabschnitt wird die Raddirektverbindung vom Bahnhof Wixhausen bis zur B3 in Arheilgen weitergeführt. Dafür wurde seitens der Regionalpark Rhein Main Südwest gGmbH die Planungsleistung vergeben, erste Entwürfe werden voraussichtlich im Frühjahr mit den Bürgerinnen und Bürgern im Ortsbeirat Wixhausen diskutiert werden.

Für die weitere Führung von Arheilgen Richtung Innenstadt und Eberstadt wurde seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Machbarkeitsstudie mit Bürgerbeteiligung in Auftrag gegeben. Die Auftaktveranstaltung dazu fand im September 2019 statt; zwei weitere Veranstaltungen sind  2020 geplant. Zudem wird es eine Online-Bürgerbefragung geben. In den Prozess ebenfalls involviert ist eine Begleitgruppe, der neben der Fachverwaltung unter anderem der ADFC, der VCD, FUSS e. V., die Initiative Radentscheid sowie drei Bürger und Bürgerinnen angehören.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 15.01.2020

Hessen: 8 Mio. Euro für den Bau von Radwegen entlang von Landesstraßen und Einstellung von Ingenieuren für den Radwegebau

"Wir werden in diesem Jahr erneut in hessische Straßen, Schienen und Radwege investieren – so viel wie noch nie. Das ist wichtig, denn es gibt hier viel aufzuholen", sagte der Wirtschafts- und Verkehrsminister in der Haushaltsdebatte des Landtags am 29.01.2020. Allein für den Erhalt und Ausbau von Landesstraßen sind im Haushalt zehn Millionen Euro mehr vorgesehen. Hinzu kommen erstmals acht Millionen Euro für den Bau von Radwegen entlang von Landesstraßen – im Jahr 2019 waren es sechs Millionen.

"Bereits 2019 haben wir Rekordsummen im Straßen- und Radwegebau investiert. Daran wollen wir anknüpfen. Darum haben wir die Mittel für Ingenieurdienstleistungen ebenfalls um zehn Millionen angehoben"", sagte Al-Wazir und verwies darauf, dass damit immer auch mehr Beeinträchtigungen im Straßenverkehr einhergehen. "Mehr Geld für Straßen und Radwege bedeutet auch, dass der Planungsaufwand steigt. Darum soll es bei Hessen Mobil und auch im Verkehrsministerium zusätzliches Personal geben", so der Minister. "Wir werden daher explizit Ingenieure für den Radwegebau einstellen."

Quelle: Wirtschaftsministerium Hessen am 29.01.2020

Hessen: Radverkehrs-Infrastruktur in Darmstadt - 4. Quartalsbericht 2019 über umgesetzte Maßnahmen veröffentlicht

"Mit dem Radverkehrs-Investitionsprogramm 4x4 haben wir eine hervorragende Grundlage geschaffen, durch die wir die Entwicklung der Radmobilität im Stadtgebiet forcieren können. Mit den im 4. Quartalsbericht 2019 beschriebenen Maßnahmen können sich die Bürgerinnen und Bürger auch direkt auf der Straße davon überzeugen, dass wir die Infrastruktur für den Radverkehr stetig und zielstrebig ausbauen und die für Darmstadt dringend notwendige Verkehrswende vorantreiben", erklärt Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. 

Im Zuge der Brückenneubauten über die Rhein-Main-Bahn in der Hilpertstraße wurden neue Radverkehrsanlagen umgesetzt, die bisher fehlten. Auch in der Holzhofallee wurde im Zulauf zum Knoten Haardtring/Hilpertstraße die Situation für Radfahrende verbessert: mit Radstreifen, Fahrradweiche und Radschutzstreifen. Für über die Brücke Hilpertstraße linksabbiegenden Radverkehr aus dem Haardtring wurde mit einer eigenen Aufstellfläche indirektes Linksabbiegen berücksichtigt. Hier soll noch mit einem eigenen Signalgeber für den Radverkehr nachgerüstet werden.

Durch die Aufwertung des Straßenraums und die Einrichtung einer geschützten Führung des Radverkehrs auf Fahrbahnniveau in der Rheinstraße zwischen Neckarstraße und Grafenstraße sind Flächen im Seitenraum der Rheinstraße für die Installation von Fahrradbügeln frei geworden. Daher wurden im Oktober und November 15 Anlehnbügel zum Abstellen von 30 Fahrrädern installiert.

Angeregt durch die Bürgerschaft wurde in Darmstadt-Eberstadt die Anrampung zur Fuß- und Radwegbrücke über die B426 (südlich des August-Metz-Wegs) erneuert. Durch die verlängerte Asphaltrampe ist eine komfortable Überfahrt über die Brücke möglich und eine Gefahrenstelle beseitigt worden.

An der Fuß- und Radwegebrücke über die Kranichsteiner Straße im Wohngebiet K6 wurde ein Höhenversprung durch Pflasterarbeiten nivelliert, sodass die Überfahrt erleichtert und eine potentielle Unfallquelle beseitigt wurde.

Um die Gehwege besser nutzbar zu machen, wurden in der Alexanderstraße, Höhe Ballonplatz, in der Dieburger Straße, Höhe Anwesen Nr. 19, in der Heinrich-Fuhr-Straße, Ecke Beckstraße und am Freiberger Platz, Sperrpfosten gegen illegales Gehwegparken aufgestellt.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 17.01.2020

Hessen: B 42: Nächster Bauabschnitt des Geh- und Radwegs zwischen Lorch und Rüdesheim-Assmannshausen (Rheingau-Taunus-Kreis)

Am 13. Januar 2020 begannen die Arbeiten im Bauabschnitt 2b des Geh- und Radwegs zwischen Lorch und Rüdesheim-Assmannshausen. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die B 42 weiter ausgebaut. Der betreffende Streckenabschnitt verläuft auf einer Länge von ca. 2,5 km zwischen der Abfahrt Bächergrund und dem Campingplatz "Suleika".

Nach Einrichtung der Baustelle wird zunächst die Bohrebene aufgeschüttet. Anschließend beginnen die Arbeiten zur Herstellung der ersten ca. 560 m langen Bohrpfahlwand in diesem Abschnitt. Nach Abschluss der Bohrarbeiten wird planmäßig mit dem Betonieren des Kopfbalkens sowie mit der Natursteinverblendung der Bohrpfahlwand begonnen. Darüber hinaus starten die Bohrarbeiten für die Fundamentpfähle des rheinseitigen Kragarms.

Der Abschluss des gesamten Bauabschnitts 2b ist für Februar 2023 geplant. Der letzte Bauabschnitt (2c) der Maßnahme beginnt voraussichtlich im Mai 2020.

Quelle: Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement Rhein-Main am 09.01.2020

Hessen: Land unterstützt Kassel beim Ausbau der Rad- und Gehwege im Bereich der Kreuzung "Katzensprung"

Mit rund 1 Mio. Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Kassel beim Ausbau der Rad- und Gehwege im Bereich der Kreuzung "Katzensprung". Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf über 1,5 Mio. Euro.  

Die Kreuzung "Katzensprung" hat eine wichtige Funktion im Kasseler Straßennetz. Hier treffen die Weserstraße (B 3) und die Schützenstraße / Kurt-Wolters-Straße (B 7 / B 83) aufeinander. Die Straßenzüge sind im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt als Hauptrouten für den Fahrradverkehr definiert.  

Die Kurt-Wolters-Straße soll deshalb auf beiden Straßenseiten getrennte Geh- und Radwege erhalten. Ihre Breite soll jeweils zwei Meter oder mehr betragen. Die Bushaltestellen werden mit 20 Zentimeter hohen Spezialbordsteinen ausgestattet, um Rollstuhlfahrern und Rollatorbenutzern sowie Fahrgästen mit Kinderwagen oder Gepäck den Einstieg in die Niederflurbusse zu erleichtern.  

Bauarbeiten bis von Juni bis September 2020: An der Kreuzung selbst werden gemeinsame Geh- und Radwege mit Breiten von teilweise über vier Meter eingerichtet. Außerdem ist dort die Erneuerung der Fahrbahn geplant. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Juni 2020 und sollen im September abgeschlossen sein. 

Quelle: Wirtschaftsministerium Hessen am 03.01.2020

Hessen: Kreis und Stadt Stadtallendorf bringen Radverkehrskonzept auf den Weg

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf möchte im Rahmen seines kreisweiten Radverkehrskonzeptes auch den Radverkehr in der Stadtallendorfer Innenstadt stärken. Der Kreis hat dabei das Kölner Planungsbüro "VIA eG" damit beauftragt, das Radverkehrskonzept durch die Analyse von Potentialen für den Radverkehr, bei der Optimierung der Infrastruktur, mit Facharbeitskreisen sowie mit Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Dabei sollen auch Musterlösungen für weitere Radverkehrskonzepte in Kreis-Kommunen entwickelt werden. 

Bereits 2018 hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinen Kommunen ein kreisweites Radverkehrskonzept mit 181 Infrastrukturausbaumaßnahmen abgestimmt: Auch eine detaillierte Betrachtung und Bewertung der vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur und Radroutenverbindungen in Stadtallendorf wurde als eine der Maßnahmen des Radverkehrsentwicklungsplans identifiziert. Der Kreis möchte nun gemeinsam mit der Stadt und dem Planungsbüro die Radverkehrsinfrastruktur in der Stadtallendorfer Innenstadt auf Stärken, Schwächen und eventuelle Handlungsbedarfe prüfen und gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Stadtallendorfer Zivilgesellschaft und dem Radverkehrsplaner des Landkreises wichtige Rahmenbedingungen zugunsten des Radverkehrs schaffen. 28.917 Euro investiert der Kreis für diesen Entwicklungsprozess von Januar bis Oktober 2020. 

"Mit dem kreisweiten Radverkehrsentwicklungsplan wollen wir das Fahrrad als eine echte Alternative zum Auto im Landkreis stärken. Gerade für einen so bedeutenden Wirtschaftsstandort wie Stadtallendorf ist es wichtig, Radverkehr, Fußverkehr und öffentliche Verkehrsmittel eng miteinander zu verzahnen und bei der Radverkehrsplanung zu berücksichtigen. Ich freue mich, dass wir mit kompetenter Beratung die Potentiale für den Radverkehr in Stadtallendorf und darüber hinaus noch erhöhen können", so Landrätin Kirsten Fründt. 

"Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit dem Landkreis ein Radwegekonzept erarbeiten konnten und mit den entsprechenden finanziellen Mitteln in absehbarer Zeit umsetzen werden. Eine gute Struktur im Radwegenetz ist ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Mobilität und für das Freizeitangebot der Bevölkerung", machte der Stadtallendorfer Bürgermeister Christian Somogyi deutlich. 

Ziel des Innenstadtkonzeptes für Stadtallendorf ist es, Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern, die innerörtliche Infrastruktur für den Radverkehr zu stärken und bei Bedarf auszubauen, Potentiale für den Radverkehr zu analysieren sowie das Thema Radfahren vor Ort öffentlichkeitswirksam ins Gespräch zu bringen. Auch der Transfer von fachlichem Wissen in die Stadtverwaltung sowie die Entwicklung von Musterlösungen innerstädtischer Konzepte für den Radverkehr anderer Städte im Kreis sind Teil der Zielsetzung. 

Das Planungsbüro prüft dabei beispielsweise mit einer Stärken- und Schwächenanalyse, ob die Fahrradwege vor Ort aktuellen Ansprüchen an Radwege genügen. Dafür soll im Frühjahr unter anderem ein Mitarbeiter des Planungsbüros "VIA eG" sämtliche Radwege in der Stadtallendorfer Innenstadt mit dem Fahrrad abfahren und Problemstellen ausfindig machen. Außerdem untersucht das Planungsbüro die Sicherheit von Radfahrenden in der Stadt (Unfallanalyse), plant Maßnahmen für Strecken- und Knotenpunkte für den Radverkehr, ermittelt günstige Stellen für Fahrradabstellanlagen und erstellt ein Maßnahmenprogramm. 

"Damit wollen wir die Bürgerinnen und Bürger auch für den Wert des Fahrrads sensibilisieren und zeigen, dass nicht immer ein Auto bei einem Aufenthalt in der Kernstadt und darüber hinaus von Nöten ist", verdeutlichte der Radverkehrsplaner des Kreises, Thomas Meyer.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf am 15.01.2020

Hessen: Öffnung von Einbahnstraßen in Eltville zur Förderung des Radverkehrs

Die Stadt Eltville hat sich die Förderung des Radverkehrs zum Ziel gesetzt. In den kommenden Jahren sollen im Stadtgebiet zahlreiche kleine und größere Maßnahmen ergriffen werden, die das Radfahren attraktiver und sicherer machen.  

In einem ersten Schritt werden nun etliche Einbahnstraßen, darunter etwa die Wilhelm-Kreis-Straße in der Kernstadt oder die Rheinstraße in Erbach, entgegen der Fahrtrichtung für Radfahrer geöffnet. So können den Radfahrern zum einen mitunter längere Umwege erspart werden. Zum anderen werden so auch Routen geöffnet, die nun als Alternative zu zum Teil stärker von Kraftfahrzeugen befahrenen und somit gefährlicheren Straßen dienen können. "Auf diese Weise tragen die Öffnungen neben dem Komfort vor allem zur Verkehrssicherheit für Radfahrer bei", so Bürgermeister Patrick Kunkel. 

Die jeweiligen Einbahnstraßen werden mit entsprechenden Hinweisschildern am Anfang und Ende markiert. Zusätzlich sollen dort, sobald die Witterung es zulässt, auch Piktogramme auf den Asphalt aufgebracht werden, um so den Autofahrern noch deutlicher zu signalisieren, dass nun mit Gegenverkehr durch Fahrräder zu rechnen ist. 

"Die Öffnung der Einbahnstraßen ist ein erster kleiner Schritt, mit dem wir den Radverkehr ein Stück voranbringen möchten", erläutert Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Hans-Walter Pnischeck. "Wir werden diesen Weg in den kommenden Monaten und Jahren konsequent weiter gehen, um das Fahrrad als gleichwertiges Verkehrsmittel im Eltviller Straßenverkehr zu etablieren", kündigt Pnischeck an. Die Sicherheit sei dabei oberstes Gebot, der wichtigste Faktor für Sicherheit im Straßenverkehr sei immer der Mensch: "Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz bewirken wir mehr als mit jeder baulichen oder verkehrsrechtlichen Maßnahme." Gerade in den Einbahnstraßen werde es auch mal zu Situationen kommen, warnt Pnischeck, in denen man sich zurücknehmen und vor oder in einer Ausweichmöglichkeit auf den Entgegenkommenden warten sollte. "Das wird ein Lernprozess für alle Beteiligten. Aber wir Eltviller können das!", ist sich Bürgermeister Kunkel sicher.

Quelle: Eltville am Rhein am 20.01.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Bau einer barrierefreien Fuß- und Radweg-Promenade in Wismar vom Bahnhof bis zur Rostocker Straße

Die Hansestadt Wismar erhält vom Landesbauministerium einen Zustimmungsbescheid für Finanzhilfen von Bund und Land in Höhe von ca. 180.000 Euro  im Rahmen der Städtebauförderung für den Bau einer Promenade vom Bahnhof bis zur Rostocker Straße. Die Promenade soll als barrierefreier Fuß- und Radweg auf einer Länge von 195 Metern vom Bahnhof bis zur Rostocker Straße neu gebaut werden. Grundlage für den Bau ist der Bebauungsplan Nr. 80/11 "Bahnhofsvorplatz – Rostocker Straße".

Das Plangebiet liegt im Norden des Lindengartens entlang des fertigstellten Großparkplatzes und des Spielplatzes im Lindengarten, der im Rahmen der Stadtsanierung geplant ist. Dieser soll ebenfalls anteilig aus der Städtebauförderung finanziert werden.

Die Promenade soll mit insektenfreundlicher LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Bei der Baumaßnahme werden auch Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt. Die Gesamtkosten für den Bau betragen gut 311.000 Euro. Die nicht zuwendungsfähigen Kosten sowie den Eigenanteil in Höhe von insgesamt ca. 131.000 Euro trägt die Hansestadt Wismar. Die Maßnahme soll im zweiten Quartal 2020 begonnen und voraussichtlich im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 16.01.2020

Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin erhält Fördermittel für den weiteren Ausbau der Rogahner Straße

Die Landeshauptstadt erhält vom Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern für den grundhaften Ausbau der Rogahner Straße von der Kreuzung Schulzenweg bis zum Obotritenring einen Zuschuss in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 8,3 Millionen Euro.

Nachdem der erste Bauabschnitt der Rogahner Straße von September 2018 bis September 2019 fertiggestellt wurde, plant die Stadt Schwerin den grundhaften Ausbau des zweiten Bauabschnitts. Dieser soll mit Geh- und Radweg hergestellt werden. Auch die Entwässerungseinrichtungen werden erneuert. Die Fahrbahn wird auf einer Länge von ca. 1,3 Kilometern mit Asphalt befestigt.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 27.01.2020

Niedersachsen: Radwegebau zwischen Seelze und Altgarbsen entlang der L 390 im Rahmen des Radwegeprogramms 2019/2020 an Landesstraßen

Der Radweg an der L 390 zwischen Seelze und Altgarbsen ist Teil des Radwegeprogramms 2019/2020 an Landesstraßen im Geschäftsbereich Hannover. Die Baumaßnahme zwischen Seelze und Altgarbsen ist in zwei Abschnitte unterteilt:

Der Abschnitt 1 befindet sich zwischen dem Knotenpunkt L 390 / K 356 und der Leinebrücke. In dem Abschnitt sind derzeit noch etwa 100 m² Pflaster zu verlegen sowie kleinere Restarbeiten zu erledigen. Der Abschnitt 2 schließt an den 1. Bauabschnitt an und geht bis zum Knotenpunkt L 390 / K 321. Die Vorarbeiten dazu haben begonnen.

Für die Dauer der Arbeiten wird der Fußgänger- und Radfahrerverkehr innerörtlich entlang des Mittellandkanals umgeleitet. Zudem ist eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn erforderlich. Die Arbeiten in dem Abschnitt werden bei anhaltend guter Witterung voraussichtlich bis Ende Februar dauern.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover am 17.01.2020

Niedersachsen: Änderung der Radverkehrs-, Liefer- und Ladezeiten in Fußgängerzonen in Osnabrück

Die Stadt Osnabrück hat die bisher gültigen Regelungen für Fahrrad-, Liefer- und Ladeverkehr in Osnabrücker Fußgängerzonen überprüft. In den Bereichen Altstadt/Heger-Tor, Altstadt/Markt, Johannisstraße und Redlinger Straße bleiben die bestehenden Regelungen erhalten. Änderungen ergeben sich für den Adolf-Reichwein-Platz und die Große Straße.

Im Bereich Adolf-Reichwein-Platz hat sich mit der Außengastronomie und dem Spielplatz ein Ort mit hoher Verweildauer etabliert. Zudem sind dort viele Fußgänger mit Kindern zu finden. Daher wird der Rad-, Liefer- und Ladeverkehr in den Straßen Osterberger Reihe und Alte Münze zum Schutz der Fußgänger auf die Morgenstunden, von 6 bis 10.30 Uhr, begrenzt.

Im Bereich der Großen Straße sind Rad-, Liefer- und Ladeverkehre aktuell zu unterschiedlichen Zeiten zulässig. Mittlerweile erfolgen mit dem Pilotprojekt "VeloCarrier" Paketzustellungen mit dem Lastenrad. Gerade für diese ist zurzeit nicht ganz eindeutig, ob sie der Beschilderung Radverkehr oder Liefer- und Ladeverkehr folgen sollen. Zur Vereinfachung werden zukünftig die zulässigen Radverkehrszeiten in den Morgenstunden ausgeweitet und an die bestehenden Ladezeiten angepasst, so dass der Liefer- und Ladeverkehr dort von 6 bis 10.30 Uhr fahren kann und der Radverkehr von 20 bis 10.30 Uhr. 

Alle Änderungen sind der Mitteilungsvorlage des Ratsinformationssytems der Stadt Osnabrück zu entnehmen.

Quelle: Stadt Osnabrück am 29.01.2020

Rheinland-Pfalz: Land investierte 2019 rund 5,1 Millionen in Radwege an Bundesstraßen

"Wir treiben die Modernisierung der Infrastruktur weiter mit aller Kraft voran", betonte Verkehrsminister Wissing. Der Landesbetrieb Mobilität verbaute im Jahr 2019 rund 438,7 Millionen Euro an Bundesautobahnen und Bundesstraßen und damit mehr als ursprünglich vom Bund vorgesehen. Dieser hatte für Rheinland-Pfalz Mittel in Höhe von 431,7 Millionen eingeplant. "Rheinland-Pfalz hat mehr Mittel verbaut als ursprünglich vorgesehen. Das ist der Beleg für die Leistungsfähigkeit des Landesbetriebs Mobilität und die Entschlossenheit der Landesregierung bei der Modernisierung der Infrastruktur", sagte Wissing. "Die Einstellung von neuen Ingenieuren trägt Früchte. Wir planen und bauen unsere Infrastruktur aus, wo wir nur können. Die Mitarbeiter des LBM leisten hervorragende Arbeit. Das haben sie einmal mehr unter Beweis gestellt", so Wissing.

Von den insgesamt verbauten 438,7 Millionen Euro flossen 287,5 Millionen Euro in den Erhalt der Bundesstraßen und Autobahnen, 112 Millionen Euro in den Neubau, 34,1 Millionen Euro in den Um- und Ausbau und weitere 5,1 Millionen in Radwege an Bundesstraßen. Zu den großen Projekten im Jahr 2019 gehörten der im November eröffnete Hochmoselübergang, der Ausbau der B 10, der A 6 bei Kaiserslautern und der A 61. "Ein moderner Wirtschaftsstandort wie Rheinland-Pfalz braucht eine moderne Infrastruktur. Wir arbeiten mit aller Kraft daran", so Wissing.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, am 15.01.2020

Saarland: Fahrradgipfel, AGFK und Radverkehrskonzepte - Land und Kommunen sollen beim Radverkehr noch enger zusammenarbeiten

Radverkehr sollen Land und Kommunen noch enger zusammenarbeiten. Rehlinger: "Das Land macht bereits Tempo vorne im Wind. Viele Kommunen sind auch bereits in die Führungsarbeit eingestiegen. Aber nur wenn das ganze Peloton zusammenhält, wird es wirklich gut." Landesseitig habe man mit Fördergeldern, mehr Personal und mit Kampagnen wie STADTRADELN und SCHULRADELN vorgelegt. Es komme aber zur Steigerung des Radverkehrs auch auf den innerörtlichen Radverkehr an. Daher bezuschusst das Land kommunale Radverkehrskonzepte mit 80 Prozent. Eine "Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen" mit eigener Geschäftsstelle soll künftig mehr Verbindlichkeit in die Zusammenarbeit bringen. Auf einem Fahrradgipfel am 2. April 2020 soll dies auf den Weg gebracht werden.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 17.01.2020

Sachsen: Historischer Körnerweg in Dresden entlang der Elbe erhält temporäre Asphaltschicht

Das Straßen- und Tiefbauamt bringt bis bis Ende Januar 2020 eine provisorische Asphaltschicht auf dem Körnerweg zwischen Heilstättenweg und dem Hafen Loschwitz auf. Zwischen dem historischen Pflaster und der temporären Asphaltdecke wird zum Schutz ein Trennvlies eingebaut.

"Diese Maßnahme steht in Zusammenhang mit der weiteren Sanierung des Blauen Wunders, bei dem wir für das Arbeitsgerüst eine Fahrspur für längere Zeit sperren müssen. Wir wollen den Radfahrern rechtselbisch eine Alternative anbieten, die sie sicherer und angenehmer befahren können als das historische unebene Pflaster", erläutert Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird die denkmalgerechte Instandsetzung des Körnerweges fortgeführt. Die provisorische Asphaltschicht wird dann wieder ausgebaut und Sandsteinpflaster neu verlegt.

In der Bauzeit ist der betroffene Abschnitt sowohl für den Rad- als auch für den Fußgängerverkehr voll gesperrt. Die Umleitung für Fußgänger erfolgt in beiden Richtungen über Heilstättenweg/Schevenstraße und Schillerstraße. Der Radverkehr wird ab der Waldschlößchenbrücke und im Bereich Körnerplatz auf den linksseitigen Elberadweg umgeleitet. Die Bauarbeiten werden von der Firma Richard Schulz Tiefbau GmbH aus Schwarzheide ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 60 000 Euro.

Quelle: Stadt Dresden am 15.01.2020

Sachsen: Kabinett beschließt Regierungsprogramm »Start 2020«

Die neue Staatsregierung beschloss auf der auswärtigen Kabinettssitzung am 25. Januar 2020 in Oberwiesenthal das Regierungsprogramm »Start 2020«. Zusätzlich zu den noch in der vergangenen Legislaturperiode auf den Weg gebrachten Vorhaben umfasst das Programm rund 170 Projekte, die bereits im Jahr 2020 umgesetzt werden. Dafür stehen in diesem Jahr 220 Millionen Euro bereit.

Mit »Start 2020« greift die Staatsregierung viele Ideen der sächsischen Bürgerinnen und Bürger auf und schaftt damit neue Gestaltungsspielräume für eine sicheres und stabiles Sachsen. Das Programm »Start 2020« umfasst drei große Schwerpunkte: »Erreichtes bewahren«, »Neues ermöglichen« und »Menschen verbinden«.

Im Baustein »Neues ermöglichen« heißt es unter "Mobilität für Alle im Freistaat": Wir unterstützen den Ausbau der Infrastruktur für die E-Mobilität. Zudem sorgen wir für eine bessere finanzielle Ausstattung zur Förderung des kommunalen Radverkehrs, sanieren Radwege im Wald und fördern die Fahrradinfrastruktur mit Fahrradabstellanlagen an öffentlichen Gebäuden. Der Freistaat wird außerdem die Anschaffung von Bürgerbussen fördern, um das Busangebot in Sachsen zu ergänzen und die flächendeckende Versorgung mit ÖPNV-Angeboten sicherzustellen.

Im Baustein »Menschen verbinden« heißt es unter "Mobilität für Alle in unserem Freistaat": Wir wollen eine flächendeckende, nachhaltige und bezahlbare Mobilität in Sachsen schaffen. Darum werden wir spürbar in Sachsens Mobilität investieren und für den kommunalen Straßenbau 15 Millionen Euro bereitstellen. Zugleich werden wir in den öffentlichen Nahverkehr investieren und den Aufbau des PlusBus- und Taktbus-Grundnetzes fortsetzen. Das Azubi-Ticket werden auch für diejenigen ausgeweiten, die in Sachsen für den Freiwillegendienst engagieren. Dafür investiert der Freistaat mehr als 8 Millionen Euro.

Quelle: Staatsregierung Sachsen am 25.01.2030

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31. Januar 2020
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