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Dezember 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Für drei Radschnellwegprojekte liegen Förderzusagen des Bundes vor

Das Vorhaben der Landesregierung, für den Bau mehrerer Radschnellwege in Baden-Württemberg zu sorgen, kommt zügig voran. Inzwischen hat der Bund schon drei Projekten Fördermittel bewilligt. Nach der Förderzusage für den Radschnellweg Heidelberg-Mannheim kommen auch zwei weitere entsprechende Projekte in den Genuss von Bundeszuschüssen für die Planung: Die Radschnellwege im Rems-Murr-Kreis sowie von Heilbronn über Neckarsulm nach Bad Wimpfen. 

Verkehrsminister Winfried Hermann ist darüber sehr erfreut: "Mit der Förderzusage des Bundes in Höhe von 1,3 Mio. Euro können nun auch die Planungen für den südlichen Bauabschnitt des Radschnellwegs zwischen Heilbronn, Neckarsulm und Bad Wimpfen beginnen. Zudem freut es mich besonders, dass auch der Rems-Murr-Kreis jetzt in die konkrete Planung für den Radschnellweg zwischen Fellbach und Schorndorf einsteigen kann. Dazu bekommt der Landkreis vom Bund und vom Land eine Förderung von insgesamt rund 1,8 Mio. Euro." Der Minister unterstrich: "Wir tun alles, um dafür zu sorgen, dass die Fördermittel des Bundes zeitnah abgerufen werden."

Die Planungen des Rems-Murr-Kreises umfassen neben eigenen Streckenabschnitten auch solche in Zuständigkeit des Landes und der Stadt Waiblingen. "Beim Thema Radschnellweg treten wir kräftig in die Pedale. Aus gutem Grund: Das Fahrrad wird als umweltfreundliches Verkehrsmittel immer wichtiger. Allerdings bleibt die Planung und Umsetzung einer gut ausgebauten Schnellradstrecke im dicht bebauten Remstal eine große Herausforderung. Das darf man bei aller Freude über die Förderung nicht vergessen", erläuterte Landrat Dr. Richard Sigel. Im August 2019 hatte das Land den Förderantrag für die Planung der beiden Radschnellwege beim Bundesverkehrsministerium gestellt. Beide wurden nun mit einer Förderzusage von 75 Prozent bewilligt. Die Planung nimmt erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch, danach beginnt der Bau. Es wird daher noch mehrere Jahre dauern, bis die Wege tatsächlich durchgängig befahrbar sind.

"Wir als Regierungspräsidium Stuttgart leisten engagiert unseren Beitrag, um das Ziel des Landes, in den kommenden Jahren mehrere Radschnellwege in Baden-Württemberg zu planen und umzusetzen, zu erreichen. Beim Landespilotvorhaben Heilbronn – Bad Wimpfen haben wir im Raum Heilbronn bereits die Vorplanung für den nördlichen Abschnitt abgeschlossen. Mit der nun zugesagten Förderung des Bundes kann unsere Entwurfsplanung starten, an deren Ende die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens steht", sagte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Die Entwurfsplanung werde nun europaweit ausgeschrieben, so Reimer.

Die etwa 20 Kilometer lange Strecke von Heilbronn über Neckarsulm bis nach Bad Wimpfen teilt sich in einen nördlichen und einen südlichen Abschnitt. Beide Abschnitte liegen in Landesbaulast und werden vom Land mit Unterstützung des Bundes vollständig finanziert, wobei der nördliche Teil vom Regierungspräsidium und der südliche Teil von der Stadt Heilbronn realisiert werden soll. Das Projekt mit Gesamtkosten von etwa 1,8 Mio. Euro ist Teil des Mobilitätspakts im Raum Heilbronn, um die stauanfällige Verkehrsachse B27 zu entlasten und gleichzeitig eine umweltfreundliche Alternative für Pendlerinnen und Pendler zu schaffen. Als attraktiver Wirtschaftsraum mit enger Pendlerverflechtung zu den großen Arbeitsplatzschwerpunkten in der Region bietet die Verbindung ein großes Verlagerungspotenzial vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den Radverkehr.

Der geplante Radschnellweg zwischen Fellbach und Schorndorf mit Gesamtkosten von gut zwei Mio. Euro ist knapp 22 Kilometer lang und bietet zukünftig auch einen Anschluss an die Landeshauptstadt Stuttgart. Der Fördersatz liegt insgesamt bei 87,5 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, davon trägt der Bund 75 Prozent und das Land weitere 12,5 Prozent. 

Quelle: VM Baden-Württemberg am 10.12.2019

Baden-Württemberg: Heilbronn erstmals für vorbildliche Radverkehrsförderung prämiert – Landkreis Göppingen erhält Auszeichnung erneut

Das Landesverkehrsministerium hat die Kommunen im Land aufgerufen, mit mehr Personal und politischen Engagement in die nächste Stufe der Radverkehrsförderung einzutreten. So sagte der Leiter der Abteilung Nachhaltige Mobilität des Ministeriums für Verkehr, Christoph Erdmenger, anlässlich der Überreichung der Landesauszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune" an die Stadt Heilbronn und den Landkreis Göppingen am 13. Dezember 2019 in Ulm: "Baden-Württemberg hat das Ziel, dass bis 2030 jeder zweite Weg selbstaktiv, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wird. Auf diesem Weg brauchen wir vorbildhafte Städte wie Heilbronn und Landkreise wie Göppingen, die mit uns vorangehen und die Verkehrswende Realität werden lassen. Damit wir das Landesziel gemeinsam erreichen, brauchen die Kommunen vor allem genug Personal und mehr politischen Mut."

Die Stadt Heilbronn wurde mit der Landesauszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune" zum ersten Mal geehrt. Der Landkreis Göppingen erhielt die Auszeichnung bereits 2013 und konnte die sehr gute Bewertung der Radverkehrsförderung jetzt bestätigen. Die Auszeichnung wurde im Anschluss an die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) an die Gewinner übergeben. 

Mit dem Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune" zeichnet das Land seit 2011 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einer vorbildlichen Radverkehrsförderung aus. Mit der Stadt Heilbronn und dem Landkreis Göppingen gibt es in Baden-Württemberg nun insgesamt zehn fahrradfreundliche Städte und Landkreise.

In Heilbronn steht die Radverkehrsförderung noch nicht lange auf der verkehrspolitischen Agenda. Die Stadt liegt mit einem Radverkehrsanteil von 12 Prozent im Modal Split zwei Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt. Baubürgermeister Wilfried Hajek hat sein Ziel klar vor Augen: "In Heilbronn ist das Umdenken und Handeln hin zu einer nachhaltigen Mobilität endgültig angekommen. Bis 2025 möchten wir den Radverkehrsanteil auf 15 Prozent erhöhen und ergreifen dazu alle erforderlichen Maßnahmen. In den letzten Jahren haben wir viele infrastrukturelle Neuerungen in die Tat umgesetzt, wie beispielsweise die Ausweisung von Fahrradstraßen oder das Errichten von Radservice-Stationen, unter anderem an Schulen. Diese Maßnahmen führen schon jetzt zu mehr Radverkehr und tragen damit zu mehr Lebensqualität und Klimaschutz bei. Die Auszeichnung motiviert uns noch mehr, unsere gesteckten Ziele zu erreichen."

Mit drei Planstellen für den Radverkehr sowie einer Verwaltung, die sich für den Radverkehr engagiert, sind die personellen Vorkehrungen in Heilbronn gut und wurden von der Prüfkommission entsprechend gewürdigt. In den Handlungsfeldern "Strukturen und Rahmenbedingungen", "Kommunikation, Verhalten und Service" sowie beim "Radtourismus und Freizeitradverkehr" ist die Stadt gut aufgestellt. In den Handlungsfeldern "Infrastruktur", "Fahrradparken und Verknüpfung" sowie dem noch vergleichsweise neuen Handlungsfeld "Soziale Dimension" werden hingegen noch Defizite deutlich, die Heilbronn zukünftig angehen muss, wenn sie nach Ablauf von fünf Jahren wieder als "Fahrradfreundliche Kommune" zertifiziert werden möchte.

Im Landkreis Göppingen ist die systematische Radverkehrsförderung schon länger verankert und wurde 2013 mit der Landesauszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune" erstmals gewürdigt. Damit war und ist der Landkreis Göppingen der bislang einzige zertifizierte Landkreis in Baden-Württemberg. Mit der nun erfolgten Rezertifizierung hat der Landkreis unter Beweis gestellt, dass die Radverkehrsförderung weiterentwickelt und dauerhaft verankert wurde. Als herausragend sieht die Prüfkommission die Unterstützung des Landkreises für die kreisangehörigen Kommunen an.

Jochen Heinz, Erster Landesbeamter im Landkreis Göppingen, freute sich über die Auszeichnung: "Bei uns werden schon jetzt 14 Prozent aller Wege im Landkreis mit dem Rad zurückgelegt, aber mit diesem Modal Split geben wir uns noch lange nicht zufrieden. Unsere Radverkehrskonzeption aus dem Jahr 2012 wird systematisch fortgeschrieben und zukunftsfähig gestaltet. Der Landkreis bindet seine Gemeinden in den Prozess ein und unterstützt sie mit einem eigenen Förderprogramm zur Umsetzung ihrer Maßnahmen. Auch das Thema Radschnellverbindung wird in diesem Zusammenhang vorangetrieben."

Radverkehrsförderung ist eine Daueraufgabe. Daher wird das Zertifikat jeweils für nur fünf Jahre vergeben. In diesem Zeitraum sollen sich die Kommunen in der Radverkehrsförderung weiterentwickeln. Anregungen und Hinweise dazu erhalten sie durch die Prüfkommissionen der Landesauszeichnung. Weitere Informationen.

Quelle: VM Baden-Württemberg am 13.12.2019

Baden-Württemberg: Neue Fahrradbarometer in Stuttgart geplant - bisher erfasste Daten dokumentieren weitere Radverkehrszunahme

Zu Spitzenzeiten fahren über 6.000 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer pro Tag über die König-Karls-Brücke. Zum ersten Mal seit der Aufzeichnung könnten in diesem Jahr eine Million Fahrten gezählt werden. Eva Adam, die Fahrradbeauftragte der Stadt, wirbt dafür, die noch fehlenden Fahrten gemeinsam zu meistern.

Bis zur Millionen-Marke nicht mehr weit: Mehr als 992.000 Radfahrer haben die Zählstelle auf der König-Karls-Brücke in diesem Jahr bereits passiert. Adam sagte am 12. Dezember: "Dieses Jahr wurden auf der Hauptradroute 1 so viele Radler gezählt wie noch nie. Es fehlen nicht mehr viele Fahrten und wir haben die Millionen-Marke geknackt. Gemeinsam werden wir diese Zahl erreichen. Seit Jahren steigt die Zahl der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer in Stuttgart. Das ist eine tolle Entwicklung."

In 2019 haben bisher über 992.000 Radfahrer die Zählstelle auf der König-Karls-Brücke passiert. Neben der Zählstelle auf der Brücke befindet sich eine weitere Zählstelle in Stuttgart-Süd in der Böblinger Straße. Diese zählte in diesem Jahr bereits über 320.000 Fahrten. Von 2014 bis 2018 steigerte sich der Radverkehr an beiden Zählstellen um zirka acht Prozent. Auch die bisher für 2019 vorliegenden Daten dokumentieren eine weitere Steigerung um rund fünf Prozent.

Die Landeshauptstadt Stuttgart plant, in 2020 weitere Zählstellen mit sogenannten Fahrradbarometern einzurichten. Sie zeigen an, wie viele Radfahrer am Tag, im laufenden Jahr und im vergangenen Jahr an der Messstelle vorbeigefahren sind. Die Zahlen helfen dabei, die Radverkehrsplanung und Verkehrsinfrastruktur für die Zukunft anzupassen. So können unter anderem Einflüsse durch Wetter, Ferienzeiten und jährliche Schwankungen analysiert werden.

Weitere Informationen rund ums Radfahren in Stuttgart gibt es unter: www.stuttgart.de/fahrrad

Quelle: Stadt Stutttgart am 12.12.2019

Baden-Württemberg: Radweg L 333 zwischen Tettnang-Tannau und Neukirch-Elmenau freigegeben

Nach rund einjähriger Bautätigkeit ist der Radweg zwischen Tannau und Elmenau nun für den Radverkehr befahrbar. Verkehrsminister Winfried Hermann MdL hat am 30.11.2012 gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser und den Bürgermeistern Bruno Walter (Stadt Tettnang) und Reinhold Schnell (Gemeinde Neukirch) den Radweg zwischen Tannau und Elmenau offiziell freigegeben. Die Radwegeverbindung hat in der Radwegenetzkonzeption des Bodenseekreises eine sehr hohe Priorität und stellt einen wichtigen überörtlichen Lückenschluss zwischen Wangen und Tettnang dar.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte: "Mit den fertiggestellten Abschnitten im Landesradwegenetz ist nun eine wichtige Verkehrsachse für Radler zwischen dem Bodenseekreis und dem schwäbischen Allgäu besser befahrbar. Sowohl für den Tourismus als auch für Arbeitspendler ist dieses Wegstück hochattraktiv. Wir haben damit einen weiteren wichtigen Lückenschluss realisiert, der klimafreundliche Fortbewegung in der Region wieder ein Stück attraktiver macht."

Regierungspräsident Tappeser: "Ich danke meinen Mitarbeitern und den beteiligten Firmen, dass die Planung und der Bau hier so zügig vorangegangen sind. Für die Stadt Tettnang und die Gemeinde Neukirch ist es ein Tag zur Freude! Viele Radfahrerinnen und Radfahrer werden diesen Radweg von heute an nutzen, ohne vom Autoverkehr gefährdet zu werden."

Bürgermeister Schnell, welcher die Maßnahme bereits im Planungsprozess begleitet hatte und das Regierungspräsidium auch bei der Durchführung des Grunderwerbs tatkräftig unterstützte, dankte dem Regierungspräsidium Tübingen für die rasche Umsetzung der Baumaßnahme.

Die Landesstraße 333, welcher der Radweg folgt, ist mit einem Verkehrsaufkommen von circa 7.000 Fahrzeugen pro Tag ist im Vergleich zum Landesdurchschnitt überdurchschnittlich hoch belastet. Mit Blick auf die Sicherheit der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer wurde deshalb nun ein separater Radweg an der Landesstraße gebaut, der für den Bodenseekreis eine überörtliche Funktion im Radverkehr erfüllt. 

"Es ist unser erklärtes Ziel, den Radverkehr im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrspolitik auch und gerade im ländlichen Raum aufzuwerten. Der Radweg an der L 333 ist hierfür ein wesentlicher Beitrag", betonte der Minister. 

Hintergrund: Die Bauarbeiten für den Radweg starteten im November 2018. Der Streckenabschnitt ist in zwei Bauabschnitte unterteilt worden. Der Baubeginn am zweiten Abschnitt erfolgte im Juli 2019. Die Arbeiten am Radweg konnten nun nach rund zwölfmonatiger Bauzeit zum Abschluss gebracht werden.

Die Radwegeabschnitte mit einer Gesamtlänge von circa 2,4 Kilometern verlaufen auf der Südseite der L 333. Im ersten Abschnitt wurde der Radweg zwischen Tannau und Dietmannsweiler mit einer Länge von circa 1,6 Kilometern fertiggestellt. Der Radweg beginnt in Tannau an der Kreuzung L 333/K 7716 und verläuft auf der rechten Seite der L 333 bis nach Baldensweiler. Danach führt er ein kurzes Stück entlang der K 7709 bis zur Einmündung der Gemeindestraße nach Dietmannsweiler. Ab dort wird die Gemeindestraße für die Radverbindung mitbenutzt. 

Im zweiten Abschnitt wurde der Radweg zwischen Dietmannsweiler und Elmenau gebaut. Dieser verläuft südlich der L 333 und bindet dort an den bestehenden Radweg in Richtung Neukirch an. Infolge der örtlichen Randbedingungen war in diesem Abschnitt eine circa 100 Meter lange und circa 2,50 Meter hohe Stützwand aus Gabionen erforderlich. In Elmenau wurde der vorhandene bordsteingeführte Gehweg auf 2,75 Meter zu einem Geh- und Radweg verbreitert und in diesem Bereich die Fahrbahn um circa 1,30 Meter verlegt.

Für die Eingriffe in die Natur und den vorhandenen Bewuchs werden verschiedene Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, so unter anderem Heckenstreifen aus verschiedenen standortgerechten Sträuchern, Pflanzung von Laubbäumen und einer Extensivierung bisher intensiv genutzten Grünlandes. Der restliche Ausgleich erfolgt vom Ökokonto des Regierungspräsidiums Tübingen.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme einschließlich Grunderwerb und Bepflanzung betragen rund 1,4 Millionen Euro. Baulastträger ist das Land Baden- Württemberg. Der Bodenseekreis beteiligt sich an den Kosten mit rund 45.000 Euro, die Gemeinde Neukirch mit rund 44.000 Euro und die Stadt Tettnang mit rund 35.000 Euro. Dank dem im Landeshaushalt vom Land eingeführten separaten Titel für den Radwegebau konnte das Vorhaben 2018 eingeplant werden.

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) am 01.12.2019

Bayern: Wichtige Schritte für den Radverkehr in München beschlossen − Meilenstein für Verkehrswende

Die Landeshauptstadt München macht einen wichtigen Schritt in Richtung Verkehrswende: Die Vollversammlung des Stadtrats hat die ersten Schritte für einen durchgängigen und sicheren Radlring rund um die Altstadt veranlasst. Außerdem hat sich das Gremium auf ein erstes Bündel aus zehn Maßnahmen verständigt, mit denen die Rad-Infrastruktur massiv gestärkt werden soll. Damit wird mit der Umsetzung der Forderungen der beiden Bürgerbegehren "Altstadt-Radlring" und "Radentscheid" begonnen.

Los geht es in der Blumenstraße: Ab Sommer 2020 werden zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Papa-Schmid-Straße beidseitig 2,80 Meter breite Radwege mit einem je 50 Zentimeter breiten Sicherheitstrennstreifen angelegt. Außerdem wird der schmale Gehweg auf der Südseite der Blumenstraße verbreitert. Für den Autoverkehr wird es dann stadteinwärts nur noch eine Fahrspur geben und 17 Längsparkplätze fallen weg. Die Kosten für diesen ersten Teilabschnitt des Altstadt-Radlrings belaufen sich auf 5,5 Millionen Euro, weitere Abschnitte werden folgen.

Außerdem sollen in den folgenden zehn Straßen auf beiden Seiten neue oder breitere Radwege geplant werden: in der Schwanthalerstraße zwischen Sonnen- und Paul-Heyse-Straße, in der Brienner Straße zwischen Richard-Wagner-Straße und Karolinenplatz, in der Elisenstraße, in der Pfeuferstraße zwischen Lindwurmstraße und Herzog-Ernst-Platz, in der Ridler- und Domagkstraße, in der Sankt-Magnus-Straße zwischen Grünwalder und Naupliastraße, in der Boschetsrieder Straße zwischen Aidenbach- und Plinganserstraße, auf der Reichenbachbrücke und in der Lindwurmstraße. Dieses erste Maßnahmenbündel wurde bereits mit Vertreterinnen und Vertretern des Bürgerbegehrens "Radentscheid" abgestimmt. Anwohnende, Gewerbetreibende und Bezirksausschüsse werden in die weiteren Planungen einbezogen, ehe der Stadtrat 2020 darüber entscheidet. Weitere Maßnahmenbündel werden ab dem 1. Quartal 2020 folgen, damit die Forderungen des "Radentscheids" bis 2025 weitestgehend realisiert werden. Bereits laufende Projekte werden an die darin genannten Ziele angepasst, etwa Radwege eben zu gestalten, sie rot zu markieren, mehr Fahrradabstellplätze zu schaffen oder mehr Grüne Wellen auf wichtigen Radrouten zu installieren.

Im Juli hatte sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, die Forderungen der beiden Bürgerbegehren "Altstadt-Radlring" und "Radentscheid" zu übernehmen, da sich deren Ziele in weiten Teilen mit den Plänen der Stadt zum Ausbau des Radverkehrs decken und immer mehr Menschen das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel nutzen.

Quelle: Rathaus Umschau München 242 / 2019  am 19.12.2019

Bayern: Planung und Steuerung der Mobilität in München wird ab 2021 in einem Mobilitätsreferat gebündelt

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat auf seiner Vollversammlung am 18.12.2019 beschlossen, ab  1. Januar 2021 zu gründen. In dem neuen Referat sollen die bislang auf verschiedene Referate verteilten Kompetenzen und Zuständigkeiten für die Planung und Steuerung der Mobilität in München gebündelt werden.

Durch die Zusammenlegung der Kompetenzen und Ressourcen unter einem zentralen Dach können ganzheitliche Mobilitätskonzepte erarbeitet, die Prozesse und Entscheidungswege verkürzt und Projekte schneller realisiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mobilitätsbedürfnisse der Münchner Bürgerinnen und Bürger.

Mit dem neuen Referat entsteht ein einheitlicher Ansprechpartner, der sich um alle strategischen Belange in Sachen Mobilität und Verkehr im Münchner Raum kümmern wird.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: "München und das Umland wachsen weiter und damit auch die Anforderungen an die Verkehrssysteme in München. Mit der Bündelung der Zuständigkeiten schaffen wir ein schlagkräftiges Referat, das Ideen für die planerischen, ökologischen, sozialen und technischen Herausforderungen aus einer Hand entwickeln und umsetzen kann. In einem neu geschaffenen Referat erhält das zentrale politische Thema Mobilität in München den Stellenwert, den es in der heutigen Zeit verdient."

Quelle: Stadt München am 19.12.2019

Bayern: Stadt Würzburg trifft weitere wegweisende Entscheidungen für den Radverkehr

Der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss der Stadt Würzburg hat am Dienstag wegweisende Entscheidungen für einen besseren Radverkehr in Würzburg getroffen. Damit trägt die Stadt Würzburg nicht nur dem Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Radverkehrs Rechnung, sondern auch dem Aktionsprogramm Sauber Mobil, das eine nachhaltige Mobilität und weniger Luftschadstoffe in Würzburg zum Ziel hat.

Neue Fahrradstraßen: In der Burkarderstraße und in der Peter- und Münzstraße, die sich auf Hauptradachsen befinden, werden die nächsten Fahrradstraßen Würzburgs eingerichtet. In der Burkarderstraße wird der Kfz-Verkehr auf Anlieger beschränkt werden. Durch die Peter- und Münzstraße werden weiterhin Kfz fahren, aber dem Radverkehr untergeordnet. In diesen neuen Fahrradstraßen werden die Radfahrer Vorrang haben und nebeneinander fahren dürfen. Andere Fahrzeuge müssen sich dem Tempo des Radverkehrs anpassen, als Höchstgeschwindigkeit gilt Tempo 30, auch für Radfahrer. Die Fahrradstraße fördert den Radverkehr und ist für Radler sicherer, da Autos nur langsam und mit besonderer Rücksicht fahren dürfen.

Eine Busspur wird für Radfahrer geöffnet: In der Ludwigstraße soll eine Busspur mit einer Breite von 3,50 m in Richtung Berliner Ring eingerichtet werden. Dies bietet nicht nur die Chance, Verspätungen im Busverkehr zu reduzieren. Denn auf dem Fahrstreifen werden Radfahrer stadtauswärts an den Autos vorbeigeschleust werden. Damit besteht für den Radverkehr eine bessere Verbindung aus der Innenstadt in die östlichen Stadtteile. Stadteinwärts wird zunächst der Radverkehr wie bisher über die Radachse Semmelstraße oder über die Kapuzinerstraße geführt werden.

Radachse 6a: In der Gerberstraße wird ein Radweg geplant und als Radachse 6a das östliche Mainufer erschließen. Radfahrende werden dort einen Radfahrstreifen mit angenehmer Breite erhalten und kommen so sicherer und bequemer von der Innenstadt in Richtung Schlachthofkreuzung, Kulturspeicherroute und Friedensbrücke.

Eine Brücke für den Radverkehr über die Nürnberger Straße: Eine Grundsatzentscheidung wurde für eine Radwegebrücke über die Nürnberger Straße getroffen. Vorgesehen ist, den Radverkehr sicher vom Parkplatzgelände des real Kaufhauses über die Nürnberger Straße auf den Bestand in den Aumühlweg zu führen. Die Länge der Brücke wird etwa 280 m betragen und eine Steigung von etwa 5 % haben. Mit dieser Planung werden die Radachsen nach Versbach, Lindleinsmühle und Lengfeld besser angebunden. Auch den Einmündungsbereich Raiffeisenstraße-Schweinfurter Straße wird diese Entscheidung betreffen: Die ursprünglich von der Schweinfurter Straße stadteinwärts geplante Linksabbiegespur in Richtung Raiffeisenstraße wird nun nicht mehr notwendig sein. Die so frei werdende Fläche wird für den Geh- und Radweg unterhalb des Überführungsbauwerks der Bahn vorgesehen, mit einer Radwegbreite bis 3,50 m.

"Mit diesem ganzen Bündel an Maßnahmen wird der Radverkehr in Würzburg weiter deutlich gestärkt", freut sich Stadtbaurat Benjamin Schneider über die richtungsweisenden Entscheidungen. "Dies sind weitere Bausteine, das Radverkehrsnetz attraktiver, leistungsfähiger und sicherer zu machen."

Quelle: Stadt Würzburg am 05.12.2019

Bayern: Zehntstraße in Schweinfurt mit Schutzstreifen für gegenläufigen Radverkehr

Die Zehntstraße ist wieder für den Verkehr geöffnet. Im Zuge des ersten Bauabschnittes wurde ein Schutzstreifen entgegen der Einbahnstraße eingerichtet, der im weiteren Verlauf zunächst provisorisch weitergeführt wird. Die Maßnahme dient der sicheren Führung des Radverkehrs und soll eine Ost-West-Querung durch die Innenstadt ermöglichen. 

Der Schutzstreifen darf dabei nur in eine Richtung, entgegen dem Auto-Verkehr, genutzt werden. Radfahrer mit anderer Fahrtrichtung fahren mit dem Auto-Verkehr. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist in der Zehntstraße auf 30 km/h reduziert.

Einbahnstraßen stellen für die Durchgängigkeit des Radverkehrs ein großes Hindernis dar. Aus diesem Grund werden durch das "Öffnen von Einbahnstraßen entgegen der Einbahnrichtung" neue und möglichst kurze Wege geschaffen. Die Stadt Schweinfurt hat daher bereits viele Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben.

Das Befahren von Einbahnstraßen in beiden Richtungen ist nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) aber nur dort erlaubt, wo Fahrbahnbreite und Autoaufkommen dies zulassen, maximal 30 km/h gilt und Verkehrszeichen dies erlauben. Gekennzeichnet sind geöffnete Einbahnstraßen durch das Zusatzschild "Rad frei". Wo erforderlich, werden zusätzlich Radfahrpiktogramme auf der Straße markiert und Sicherungsvorkehrungen im Bereich von Kreuzungen ausgeführt. Schutzstreifen kommen in seltenen Ausnahmefällen zum Einsatz. Alle Verkehrsteilnehmer/innen sollten trotzdem stets gegenseitige Rücksicht walten lassen. 

Eine endgültige Innenstadtdurchfahrung über die Zehntstraße ist dann möglich, wenn im nächsten Jahr auch der zweite Bauabschnitt im westlichen Straßenteil umgesetzt ist. Bis dahin wird es noch einmal baustellenbedingte Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer geben.

Der Umbau der Zehnstraße soll als Teil der Innenstadtsanierung das Quartier städtebaulich aufwerten und fügt sich nahtlos in die bereits erfolgte Sanierung der Oberen Straße und des Platzes Am Zeughaus ein. Attraktive Seitenräume, eine Neuordnung des Parkens, zeitgemäße Straßenbeleuchtung sowie Sitzmöglichkeiten sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die Verlegung der Zufahrt zum Parkplatz am Rückert-Bau vereinfacht den Verkehr und macht damit auch den gegenläufigen Radverkehr sicherer. Durch die Umkehr der Fahrtrichtung des südlichen Teilstücks der Straße „Graben“ (zwischen der Zehntstraße und der Einmündung Graben/Kirchgasse) wurde eine bessere Sichtbeziehung auf den Radfahrstreifen geschaffen, was wiederum der Sicherheit des Radverkehrs dient.

Quelle: Stadt Schweinfurt am 05.12.2019

Berlin: Vom Tiergarten bis zur Landsberger Allee: Bürger*innen diskutierten über ersten Teil des geplanten Radschnellwegs "Ost-Route"

Planer stellen Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchungen vor – Anregungen, Ideen und Kritik werden aufgenommen, bewertet und eingearbeitet: Rund neun Kilometer misst dieser erste westliche Abschnitt der neuen "Ost-Route", der vom Tiergarten bis zum Brandenburger Tor, dann über die historische Mitte bis zur Landsberger Allee in Friedrichshain-Kreuzberg führen soll. Allein für diese neun Kilometer wurden bei der öffentlichen Informations- und Dialogveranstaltung am 9.12.2019 insgesamt rund 50 Kilometer lange Routenvarianten vorgestellt.

Das Teilstück "Tiergarten – Landsberger Allee" gehört zur "Ost-Route" – eine von bisher elf geplanten Radschnellverbindungen, die in den nächsten Jahren in Berlin entstehen werden.

Die etwa 70 interessierten Bürger*innen diskutierten mit den Fachplaner*innen in drei Dialoginseln über die Vor- und Nachteile der möglichen Streckenvarianten. Zahlreiche Ideen, Vorschläge, aber auch Bedenken wurden vom Planungsteam aufgegriffen und werden in der weiteren Planung geprüft und berücksichtigt. Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese und die Bezirksstadträtinnen Sabine Weißler (Mitte) und Clara Herrmann (Friedrichshain-Kreuzberg) verfolgten die Themen und nahmen an den Gesprächen teil.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sagte: "Die Radschnellverbindungen sind ein Berliner Großprojekt, das eine ganz neue Qualität von Fahrradinfrastruktur in die Stadt bringen wird. Über jede Strecke und ihre Varianten reden wir frühzeitig mit interessierten Bürger*innen und Bürgern, damit wir die Erfahrung und das Wissen der Zivilgesellschaft für unsere Pläne optimal nutzen können."

Intensiv diskutiert wurden die gerechte Verteilung von Flächen für alle Verkehrsteilnehmenden und mögliche Konflikte zwischen Fußgänger*innen und Radfahrenden, die Herausforderungen bei der Steuerung von Lichtsignalanlagen für eine "grüne Welle" für Radfahrer*innen sowie der Wunsch von zwei Routenvarianten in östliche Richtung.

Wie alle Radschnellverbindungen soll diese Trasse für den Radverkehr im Alltag und insbesondere für Pendler*innen attraktiv sein: Lange Wege können bequem und möglichst ohne längere Wartezeiten zurückgelegt werden. Dadurch verkürzen sich Reisezeiten und setzen einen Anreiz, für den Weg zur Arbeit auf das Rad umzusteigen.

Im 1. Quartal 2020 wird es eine weitere Bürgerveranstaltung für den östlichen Abschnitt "Landsberger Allee – Marzahn-Hellersdorf" der "Ost-Route" geben. Gemeinsam mit der "West-Route", die von Spandau nach Charlottenburg-Wilmersdorf führt, wird diese Strecke künftig auf 35 Kilometern durch sechs Bezirke von der westlichen bis zur östlichen Stadtgrenze führen.

Über Radschnellverbindungen: Berlins Radschnellverbindungen, die strahlenförmig von den Außenbezirken in Richtung Stadtzentrum führen, sollen das Radfahren auch auf längeren Strecken attraktiver machen – etwa für Pendlerinnen und Pendler, die auf das Auto verzichten wollen. Hierbei geht es nicht primär um die Fahrgeschwindigkeit, sondern um optimierte Reisezeiten mit möglichst wenig Stopps. Entlang von Hauptverkehrsstraßen messen Radschnellverbindungen je Fahrtrichtung mindestens drei Meter, sodass Überholen gut und sicher möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen haben hochwertige Straßenbeläge und sind in der Dämmerung und nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt* im Regelfall Vorrang für den Radverkehr*. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und die Reisezeit kürzer. Nutzen viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs.

Quelle: SenUVK am 10.12.2019 (siehe auch bei InfraVELO)

Berlin: Neue Abteilung für Verkehrsmanagement startet am 1. Januar 2020 - Umstrukturierung reduziert Schnittstellen

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erhält ab dem 1. Januar 2020 eine neue Abteilung: die Abteilung Verkehrsmanagement. Die Abteilung übernimmt im Zuge der Neustrukturierung künftig die Aufgaben der bisher nachgeordneten Behörde Verkehrslenkung Berlin (VLB) und zugleich die der obersten Straßenverkehrsbehörde, die bisher in der Abteilung IV (Verkehr) angesiedelt war.

Dieser neue Aufbau reduziert Schnittstellen und ermöglicht schnellere Abstimmungen etwa mit den Bezirken und der Polizei. Die Restrukturierung, unterstützt von der Beratungsfirma Kienbaum und abgestimmt mit dem Personalrat, ist die entscheidende Konsequenz aus einer umfangreichen Organisationsuntersuchung der Straßenverkehrsbehörden, insbesondere der Verkehrslenkung Berlin (VLB), die strukturelle Defizite und eine personelle Unterausstattung festgestellt hatte.

Die Abteilungsleitung übernimmt der Diplom-Verwaltungswirt (FH), Christian Haegele. Haegele (45) war früher Chef der polizeilichen Organisationsstelle und leitete bisher die Berliner Bußgeldstelle. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Verfahrensoptimierung, Verkehrssicherheit, Verwaltungsreform sowie Digitalisierung. Sein Tätigkeitsschwerpunkt wird in den kommenden Monaten die stufenweise Transformation und Integration der Abteilung Verkehrsmanagement als wichtige Akteurin der im Mobilitätsgesetz verankerten Verkehrswende sein.

Quelle: SenUVK am 30.12.2019

Hamburg: Veloroute 4 - Alsterfahrradachsen Planung für ein weiteres Stück am Westufer - Lösung für Fahrradstraße im Abschnitt von Fontenay bis Alsterterrasse gefunden

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hat am Montag, 02. Dezember 2019, im Kerngebietsausschuss Eimsbüttel seine geänderten Planungen für ein weiteres Stück der Alsterfahrradachsen vorgestellt. Das Stück von Fontenay bis Alsterterrasse soll voraussichtlich ab Herbst 2020 zur Fahrradstraße umgebaut werden. Dafür werden auch zwei neue Kehren für den Autoverkehr eingerichtet. Die Bauzeit beträgt inklusive Winterpause voraussichtlich etwa ein dreiviertel Jahr und soll im Sommer 2021 beendet sein.

Planung für ein weiteres Stück am Westufer: Ursprünglich existierte für den Abschnitt Alte Rabenstraße bis Alsterterrasse eine Gesamtplanung, die aber bisher nur teilweise (von Alter Rabenstraße bis Fontenay) umgesetzt werden konnte. Für den südlichen Abschnitt bis zur Alsterterrasse musste der LSBG seine ursprüngliche Planung aufgrund des eigentlich geplanten aber bisher nicht realisierten Umzugs des US-Generalkonsulats etwas anpassen. Die für das Konsulat notwendige Schutzzone nimmt Einfluss auf die mögliche Gestaltung der Alsterfahrradachsen in dem Bereich.

Die Arbeiten werden jetzt zunächst abweichend von der ursprünglichen Planung so geplant, dass möglichst bald eine gute, durchgehende Fahrradachse auf der Westseite der Außenalster existiert. Die Umbauten sind so angelegt, dass sie bei einem späteren Umzug des Konsulats kurzfristig der ursprünglichen Planung angepasst werden könnten. Die geänderte Planung finden Sie demnächst unter: www.lsbg.hamburg.de/aktuelle-planungen

Quelle: Stadt Hamburg, Bezirk Eimsbüttel am 05.12.2019

Hessen: Land Hessen unterstützt die Stadt Kassel beim Bau von Radfahrstreifen

Mit rund 450.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Kassel beim Bau von Radfahrstreifen an der vierspurigen Druseltalstraße (L 3218). Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 630.000 Euro.

Hohes Verkehrsaufkommen macht Radfahrstreifen erforderlich: In dem rund 1.300 Meter langen Ausbauabschnitt zwischen Hasselweg und Baunsbergstraße findet der Fahrradverkehr auf der Fahrbahn statt. Das Verkehrsaufkommen von etwa 20.000 Kraftfahrzeugen pro Tag macht einen Radfahrstreifen erforderlich.

Auf beiden Seiten wird ein zwei Meter breiter Radfahrstreifen angelegt, dem Kraftverkehr stehen damit weiterhin 6,5 Meter auf zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Kassel für 2030 ist die Druseltalstraße als Hauptroute für den Fahrradverkehr ausgewiesen.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im August 2020 und sollen bis Oktober abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 19.12.2019

Hessen: Land Hessen unterstützt den Kreis Groß-Gerau bei der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Untersuchung von Radschnellverbindungen

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 175.000 Euro.

Hohes Potential für Radverkehr: Im Kreisgebiet Groß-Gerau bieten sich drei Korridore für Radschnellverbindungen an: Zwischen dem Frankfurter Flughafen und Groß-Gerau, Rüsselsheim und Darmstadt sowie Kelsterbach und Mainz bieten sich dem Radverkehr besonders hohe Potenzial. Für die Machbarkeitsstudie wird der Kreis ein Planungsbüro beauftragen.

Entwicklung attraktiver Radschnellverbindungen: Eine Machbarkeitsstudie ist der erste Schritt für die Entwicklung attraktiver Radschnellverbindungen, die dazu beitragen, zukünftig mehr Pendler für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad zu motivieren - auch in Kombination mit dem Öffentlichen Personennahverkehr.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 18.12.2019

Hessen: Ausbau und Analyse von Radwegen in Ahnatal

Mit rund 250.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Ahnatal bei drei Projekten zur Verbesserung der Bedingungen für die Nahmobilität. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 340.000 Euro.

Bei zwei Projekten geht es um den Ausbau der Radverbindungen zwischen den Straßen "Im Kreuzfeld" und "Berliner Straße" sowie den "Roten Weg" zwischen dem Wohngebiet "Am Kammerberg" und dem Radweg nach Calden-Wilhelmsthal. Beide Wege weisen erhebliche Mängel auf und sollen 2,5 Meter breit ausgebaut werden.

In einem dritten Projekt soll die Radverkehrsführung an der Kreisstraße 31 "Hauptstraße"/"Obervellmarsche Straße" bis zur Gemarkungsgrenze Vellmar analysiert werden. Alle drei Vorhaben verfolgen das Ziel, den Anteil der Radfahrenden im Gemeindegebiet zu erhöhen.

Die Zuwendung der Bau- und Planungskosten erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 04.12.2019

Hessen: Förderung für Rad- und Gehweg in Baunatal

Mit 21.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Baunatal beim Ausbau des Rad- und Gehwegs der Albert-Einstein-Straße. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al‑Wazir in Wiesbaden mit. Damit trägt das Land einen Großteil der Projektkosten von 35.000 Euro.

Der rund 55 Meter lange Abschnitt zwischen Lise-Meitner-Straße und der Straßenbahnhaltestelle Albert-Einstein-Straße soll zu einen kombinierten Rad- und Gehweg ausgebaut werden. Damit schließt die Stadt eine Lücke in der Verbindung zweier Naherholungsgebiete. Mit Rücksicht auf den vorhandenen Baumbestand wird der Weg 2,5 Meter breit angelegt.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 02.12.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Radweg an der L 19 zwischen Langsdorf und der Stadtrandsiedlung Bad Sülze (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Am 19. Dezember 2019 gab Landesinfrastrukturminister Christian Pegel mit Hartmut Kolschewski, Bürgermeister der Gemeinde Lindholz, den Radweg an der Landesstraße 19 zwischen Langsdorf und der Stadtrandsiedlung Bad Sülze (Landkreis Vorpommern-Rügen) feierlich für den Verkehr frei.

Der etwa 1,8 Kilometer lange Asphaltradweg schließt die Lücke zwischen Bad Sülze als ältestem Sole- und Moorbad Norddeutschlands und Langsdorf. Der Radweg ist auch touristisch von überregionaler Bedeutung, da er im weiteren Verlauf den Anschluss an den östlichen Backstein-Rundweg, den Recknitztal- und den Trebeltal-Rundweg ermöglicht. Der ca. 2,5 Meter breite, neu gebaute Radweg führt an der Nordostseite der L 19 über den Damm einer still gelegten Kleinbahn, der parallel zur Straße verläuft.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 539.000 Euro. Davon wurden ca. 377.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung für den Radwegebau an Landesstraßen, die übrigen Kosten aus Landesmitteln finanziert.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 19.12.2019

Niedersachsen: Brücke Osterhausen (Aurich) über die Sagter Ems für den Fuß- und Radverkehr freigegeben

Seit Mitte Dezember 2019 ist die Brücke über die Sagter Ems in Osterhausen wieder für den Straßenverkehr freigegeben. Nach der Abnahme der Waagebalkenbrücke wurde die Umleitungsstrecke aufgelöst und der Verkehr auf der Kreisstraße K 145 fließt wieder über die normale Route. Im Gegensatz zur Vorgängeranlage bietet der Neubau neben der Autofahrbahn auch einen Fuß- und Radweg über die Sagter Ems.

Der Baufortschritt an der Brücke kam im Frühsommer längerfristig zum Erliegen. Grund hierfür waren unvorhergesehene Verhältnisse des Untergrundes, die Verformungen am Bauwerk verursachten. Um Schäden zu vermeiden und einen fachgerechten Weiterbau zu gewährleisten, gab der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) daraufhin genauere Untersuchungen des Baugrundes in Auftrag, die schließlich in einem Sanierungskonzept mündeten. "Im Kern mussten wir aufgrund der sehr unterschiedlichen Bodenverhältnisse im Baufeld die Tiefgründung nachbessern", ergänzte Kieseling.

Im Januar erfolgen die elektronisch-mechanischen Feineinstellungen zum Öffnen und Schließen der Brücke für den Schiffsverkehr. Mit der dann durchzuführenden Funktionsprüfung im Kreise der zuständigen Firmen und Behörden wird die Anlage dann auch für den Schiffsverkehr zur Verfügung stehen. Restliche Maler- und Beschichtungsarbeiten sind im Frühjahr kommenden Jahres bei durchgängig zweistelligen Temperaturen vorgesehen. Die Kosten der Gesamtmaßnahme beziffert der Landesbetrieb auf ca. zwei Millionen Euro.

Quelle: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz am 19.12.2019

Nordrhein-Westfalen: Landtag beauftragt die Landesregierung, noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zu erarbeiten und in den Landtag einzubringen, das die Forderungen der Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" aufgreift

In seiner Sitzung am 18. Dezember 2019 hat der Landtag NRW mit großer Mehrheit die Forderungen der Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" gemäß Artikel 67 der Landesverfassung angenommen. Im Vorfeld hatte der Vermittlungsausschuss die Beschlussempfehlung auf den Weg gebracht. In der Entschließungsantrag vom 22.11.2019 der Regierungsparteien CDU und FDP heißt es unter anderem:

Der Landtag stellt fest:

  • Die Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" hat ein wichtiges Thema aufgegriffen, das für eine große Zahl der nordrhein-westfälischen Bürgerinnen und Bürger von hoher Bedeutung ist.
  • Nordrhein-Westfalen hat sein Radwegenetz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt.
  • Vor dem Hintergrund sich zukünftig ändernder Mobilitätspräferenzen und dem verstärkten Bedarf zur Nutzung umwelt- und klimafreundlicher Verkehrsmittel spielt das Fahrrad für die Alltagsmobilität der Menschen eine bedeutende Rolle.
  • Damit zukünftig mehr Menschen das Fahrrad nutzen, wird ein insgesamt besseres Angebot benötigt – insbesondere durch eine bessere Radverkehrsinfrastruktur mit schnellerer Planung, schnellerer Genehmigung und schnellerem Bau sowie eine bessere Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern.

Der Landtag beauftragt die Landesregierung, noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zu erarbeiten und in den Landtag einzubringen, das die Forderungen der Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" aufgreift. Dabei ist insbesondere darauf Wert zu legen, wie die Aspekte der Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen, der Werbung für die verstärkte Nutzung des Rads, des Ausbaus der Fahrrad- und Fahrradwegeinfrastruktur inklusive Abstellmöglichkeiten, der Aufstellung eines Radwege-Bedarfplans für ein überregionales Radwegenetz, des Aktionsplans Nahmobilität sowie der Förderung von Lastenrädern zukünftig eine gesetzliche Grundlage erhalten können. Die Belange des Radverkehrs sind dabei im Kontext mit anderen Formen der Nahmobilität zu sehen.

Quelle: Landtag NRW – Dokumente zur Volksinitiative gemäß Artikel 67 der Landesverfassung: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" am 18.12.2019

Nordrhein-Westfalen: Mettmanns neuer Klimaschutzbeauftragter wird sich um Radverkehrsangelegenheiten kümmern

Seit dem 1. Dezember 2019 ist Marcel Alpkaya Mettmanns Klimaschutzbeauftragter. Er wird sich um die Bereiche Klimaschutz und Radverkehrsangelegenheiten kümmern. Der gebürtige Mettmanner ist seit sieben Jahren in der Stadtverwaltung beschäftigt, hat im dualen Studiengang seinen Bachelor of Laws in der Mettmanner Stadtverwaltung gemacht und arbeitete in den vergangenen vier Jahre in der Verkehrsinfrastruktur. "Als Mettmanner kenne ich die Besonderheiten dieser Stadt ganz gut", sagt Alpkaya.

Bislang war er zuständig  für Genehmigungsverfahren von Großveranstaltungen, war Mitglied der Unfallkommission und anordnende Stelle für sämtliche Verkehrsmaßnahmen im Stadtgebiet. Außerdem wirkte er bei Planungen zahlreicher Bauprojekte mit. 

"Ich bin froh, dass wir mit Herrn Alpkaya einen engagierten und kompetenten Mitarbeiter sowie einen ausgezeichneten Kenner der Stadt und ihrer Liegenschaften für die Stelle des Klimaschutzbeauftragten gewonnen haben", sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Mit der Besetzung der Stelle sei Mettmann nun auf einem guten Weg zur klimafreundlichen Stadt. "Mir war es immer wichtig, den Klimaschutz als dauerhafte Aufgabe in der Verwaltung zu verankern und nicht nur auf eine zeitlich befristete Lösung zu setzen. Das haben wir jetzt geschafft", so Bürgermeister Dinkelmann. Mit der Besetzung der Stelle könne nun auch das Klimaschutzkonzept der Stadt fortgeschrieben und aktuellen Entwicklungen angepasst werden.

Alpkaya freut sich auf sein neues Betätigungsfeld. "Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit, der wir uns stellen müssen. An dieser großen Aufgabe möchte ich gerne mitwirken, natürlich in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen in der Verwaltung, aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt." Eine seiner ersten großen Aufgaben als Klimaschutzbeauftragter wird es sein, an dem Radverkehrskonzept für Mettmann, mit dem ein Fachbüro beauftragt wird, mitzuarbeiten und den Prozess maßgeblich für die Stadt zu begleiten und zu steuern. "Darüber hinaus sind die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie die E-Mobilität weitere Schwerpunktthemen in meinem neuen Aufgabenbereich", sagt Alpkaya.

Auf Wunsch von Bürgermeister Dinkelmann soll Alpkaya eine Rückkehr Mettmanns ins Klimabündnis prüfen und das Projekt Ökoprofit in Mettmann umsetzen. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und lokalen Unternehmen mit dem Ziel, Betriebskosten zu senken und gleichzeitig natürliche Ressourcen zu schonen. Alpkaya hat bereits Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen in anderen Städten des Kreises aufgenommen. "Ich möchte mit den Klimaschutzbeauftragten und dem Klimaschutzmanagement des Kreises Mettmann eng zusammenarbeiten", sagt er.

Quelle: Stadt Mettmann am 13.12.2019

Nordrhein-Westfalen: "RadPendlerRouten im Rechtsrheinischen" haben im Qualifizierungsprozess der "REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand" den B-Status erreicht

Somit macht das Gemeinschaftsvorhaben des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Städte Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen, Niederkassel, Rösrath und Troisdorf einen wichtigen Schritt in Richtung Umsetzung. Mit den RadPendlerrouten im Rechtrheinischen soll ein Netz an hochwertigen Radpendler-Routen zwischen Köln-Deutz und den umliegenden rechtsrheinischen Kommunen geschaffen werden. Damit soll eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Siedlungs- und Arbeitsschwerpunkten an der Schnittstelle zwischen der Rheinschiene und Teilen des Bergischen RheinLandes geschaffen werden.

Die Projektträger können im nächsten Schritt einen Wechsel in den A-Status beantragen und erhalten dann eine Empfehlung zur Umsetzung und - so Förderbedarf besteht - eine Förder- und Finanzierungszusage. Sie werden von der Landesregierung bei der Fördermittelvergabe prioritär behandelt. Derzeit befinden sich insgesamt 30 Projekte in der aktiven Qualifizierung für das Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: AGFS NRW am 18.12.2019

Rheinland-Pfalz: Pendlerradroute Mainz – Ingelheim – Bingen kommt voran

Mit dem Ausbau des Radweges an der Landesstraße 422 zwischen Ingelheim und Heidesheim wird ein weiteres Teilstück der Pendlerradroute Mainz – Bingen umgesetzt. Dies hat Verkehrsstaatssekretär Andy Becht mitgeteilt.

"Wir wollen mit der Pendler-Radroute für unsere Bürgerinnen und Bürger eine echte Mobilitätsalternative schaffen: einen sicheren schnellen Weg, auf dem die Radfahrenden Vorrang haben", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht. Der Radverkehr spiele eine immer wichtigere Rolle im Mobilitätsmix, so Becht. "Besonders Pedelecs machen das Pendeln mit dem Rad immer attraktiver. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern in Rheinland-Pfalz ein breites Angebot für ihren Weg zur Arbeit bieten. Mit dem Ausbau dieses Teilstücks ist ein weiterer Meilenstein für die Pendler-Radroute Mainz-Ingelheim-Bingen gesetzt", sagte Becht.

Der nun beginnende Ausbau des Radwegs an der Landesstraße 422 zwischen Ingelheim und Heidesheim ist ein weiteres Teilstück der Pendlerradroute Mainz – Ingelheim – Bingen. Die Baukosten in Höhe von rund 220.000 Euro übernimmt das Land Rheinland-Pfalz.

Noch vor Weihnachten beginnen die vorbereitenden Arbeiten und Rodungsarbeiten für den Ausbau der Radwegverbindung. Die Radstrecke beginnt in Heidesheim in Höhe der vorhandenen Bahnunterführung südlich des Sportplatzes und verläuft südlich der Landesstraße in Richtung Ingelheim.

Im Januar 2020 sollen abhängig von der Witterung die Bauarbeiten beginnen. Der Radweg wird teilweise verbreitert, modernisiert und er wird in Abschnitten im Hocheinbau ausgebaut. Geplant ist eine Bauzeit von rund 6 Wochen. Der neu ausgebaute Weg soll im März unter Verkehr gehen. Während der Bauzeit ist der bereits vorhandene, befestigte Weg ab der Bahnunterführung Heidesheim auf einer Länge von 1810 Meter in Richtung Ingelheim gesperrt.

Die Bauarbeiten müssen nach einer Auflage der Unteren Naturschutzbehörde auf Ebene der Kreisverwaltung zum Schutz der in unmittelbarer Nähe befindlichen Natur- und Vogelschutzgebieten in den Wintermonaten ausgeführt werden.

Im April 2019 hatte der Bau der Pendlerradroute mit ersten Maßnahmen in Heidesheim begonnen. Die Ortsgemeinde war die erste Kommune, die einen Zuwendungsantrag für die neue Pendler-Radroute gestellt hatte.

Verkehrsminister Dr. Volker Wissing hatte Anfang des Jahres die Förderanteile des Landes für den Ausbau von Straßen und Radwegen um 10 Prozent erhöht, für Pendler-Radrouten mit einem "Turbo-Zuschlag" um weitere 10 Prozent. Pendlerradrouten können demzufolge in Rheinland-Pfalz mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten finanziert werden.

Pendlerradrouten sind ein Gemeinschaftsprojekt von Land, Kreisen und Kommunen. Die Pendlerradroute Mainz-Bingen ist ein Pilotprojekt, das wichtige Erkenntnisse für sechs weitere in einer Potenzialstudie ermittelte Pendlerradrouten in Rheinland-Pfalz liefern soll.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 10.12.2019

Rheinland-Pfalz: Bau eines neuen Geh- und Radwegs an der Kreisstraße 5 zwischen Eckelsheim und der L 409 bei Wendelsheim

Der Landkreis Alzey-Worms erhält für den Bau eines neuen Geh- und Radwegs an der Kreisstraße 5 zwischen Eckelsheim und der L 409 bei Wendelsheim eine Zuwendung in Höhe von 1,15 Millionen Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat.

"Die Landesregierung unterstützt damit nachhaltig die Modernisierung der kommunalen Straßen im Land, davon profitiert auch der Landkreis Alzey-Worms", stellt Verkehrsminister Dr. Volker Wissing fest. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid versenden. 

Der Ausbau erfolgt auf einer Länge von rund 2,2 Kilometern zwischen dem bereits fertig gestellten Knotenpunkt L 409 / K 5 und dem Ortseingang von Eckelsheim. Der geplante Lückenschluss verbessert nachhaltig und verkehrssicher die Radverkehrsanbindung auf der Grundlage der Planungskonzeption des Großräumigen Radwegenetzes. Das Gesamtkonzept trägt in besonderem Maße einer verbesserten und sicheren Verkehrsabwicklung Rechnung. 

Durch das hohe Geschwindigkeitsniveau vor Ort kommt es immer wieder zu kritischen Situationen zwischen dem motorisierten Verkehr und dem Radverkehr. Eine Trennung der Verkehrsarten ist daher aus Verkehrssicherheitsgründen dringend erforderlich. "Mit der Maßnahme wird der Verkehr vor Ort besser und vor allem auch sicherer organisiert", zeigte sich Verkehrsminister Wissing überzeugt.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 16.12.2019

Sachsen-Anhalt: Neue Ortsumfahrung Halberstadt-Harsleben + Radweg zwischen dem Abzweig Westerhausen und der A 36-Anschlussstelle Quedlinburg-Mitte

Nach einer Bauzeit von knapp zweieinhalb Jahren wurde heute die neugebaute Ortsumfahrung (OU) Halberstadt-Harsleben (Landkreis Harz) im Zuge der Bundesstraße (B) 79 komplett für den Verkehr freigegeben. „Die neue Trasse wird eine deutliche Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger von Halberstadt und Harsleben mit sich bringen", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bei der Verkehrsfreigabe. "Von weniger Lärm und Erschütterungen, dafür aber mehr Sicherheit, profitieren Kraftfahrer und Anwohner gleichermaßen", betonte der Minister. Doch nicht zuletzt auch für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region sei die optimale Verkehrsanbindung ein Gewinn.

Webel zufolge sind insgesamt knapp 37 Millionen Euro in die rund 7,3 Kilometer lange Strecke investiert worden. Neben dem eigentlichen Neubau der Strecke wurden unter anderem elf Brückenbauwerke über Straßen und Schienen errichtet, die die Trasse kreuzen. Vier neue, nach modernsten Regelwerken ausgebaute Knotenpunkte, binden die Ortsumfahrung an das umliegende Straßennetz an. Mit der Anlage eines straßenbegleitenden Radweges zwischen dem Abzweig Westerhausen und der A 36-Anschlussstelle Quedlinburg-Mitte (Länge: rd. 4,5 km; Kosten: rd. 1,2 Mio. Euro) sind auch die Bedürfnisse der schwächeren Verkehrsteilnehmer berücksichtigt worden.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 13.12.2019

Thüringen: Wichtiger Wirtschafts- und Radweg im Flurbereinigungsverfahren Schlotheim in Rekordbauzeit fertiggestellt

Nicht nur die ortsansässigen Landwirte freuen sich über den im Flurbereinigungsverfahren Schlotheim neu geschaffenen Hauptwirtschaftsweg, der nach einer Rekordbauzeitzeit von acht Wochen seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Auf einer Länge von insgesamt 2,8 km verbindet dieser Flurbereinigungsweg Schlotheim und Großmehlra, einen Ortsteil von Obermehler. Der Weg ist 3,50 m breit, asphaltiert und dient sowohl der Erschließung der landwirtschaftlichen Flächen als auch als Rad- und Wanderweg. Zudem ermöglicht er den zahlreichen Asylbewerbern von Schlotheim abseits der bisher stark befahrenen Landesstraße ihre Unterkunft in Großmehlra zu erreichen.

Träger der Baumaßnahme ist die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Schlotheim. Sie wurde vom Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation entsprechend der Richtlinie zur Förderung der Integrierten Ländlichen Entwicklung mit einer neunzigprozentigen Förderung unterstützt. Eine Baumreihe entlang des Weges sowie die Pflanzung einer Streuobstwiese sind als Ausgleichs und Ersatzmaßnahmen für den Wegebau vorgesehen und sollen 2020 realisiert werden.

Quelle: Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation am 13.12.2019

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31. Dezember 2019
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