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November 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Bayern: Übernahme der Forderung des Bürgerbegehrens Radentscheid Regensburg

Am 21.11.2019 hat der Stadtrat der Stadt Regensburg die Entscheidung des Ausschusses für Verwaltung, Finanzen und Beteiligungen bestätigt, die Forderung des Bürgerbegehrens "Radentscheid Regensburg" zu übernehmen. Einstimmig wurde zunächst die Zulässigkeit des Begehrens beschlossen und anschließend mit einer großen Mehrheit die Übernahme der Forderung beschlossen. Michael Achmann, Sprecher der Initative, kommentiert: "Wir freuen uns, dass sich die Koalition dazu entschlossen hat, unsere Forderung zu übernehmen. Nun warten wir gespannt auf die Einladung zu einem ersten Treffen mit den Vertretern der Verwaltung, um sich über das weitere Vorgehen abzustimmen."

Der Stadtratsbeschluss sieht vor, dass die Verwaltung nun unter Federführung des Nahmobilitätskoordinators einen Plan ausarbeitet, wie die Forderungen des Begehrens umgesetzt werden können und welche Priorität einzelne Maßnahmen einnehmen. "Wir sind optimistisch, dass unter Miteinbeziehung unserer Initiative und weiterer relevanter Akteure ein Maßnahmenkatalog zustandekommt, der teils auch kurzfristig umgesetzt werden kann. Gerade Umwidmungen zu Fahrradstraßen können zügig vorgenommen werden: deshalb hoffen wir, dass die Unterstützer unseres Begehrens auch zeitnah erste Ergebnisse wahrnehmen können" führt Ingolf Radcke, ein weiterer Sprecher der Initiative aus.

Im Vorfeld gab es zwei Treffen zwischen den Initiatoren des Begehrens und Vertretern der Koalition und relevanter Vertreter der Verwaltung. Bei diesen Treffen wurde sich darauf verständigt, dass die Schaffung eines Netzes von durchgängigen Hauptrouten für den Fahrradverkehr als vorrangiges verkehrspolitisches Ziel der Stadtentwicklung in der Regel nicht auf Kosten der Flächen für den Fußverkehr, den öffentlichen Personennahverkehr und des Stadtgrüns umgesetzt werden soll. Heinz Stumpe kommentiert diese Ergänzung: "Wir waren vom Vorschlag der Koalition diesen Passus zu ergänzen positiv überrascht. Innerhalb unserer Initiative waren wir uns immer einig, dass Fuß-, Rad- und öffentlicher Personennahverkehr nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Entsprechend haben wir den Vorschlag angenommen."

Aufgrund des Stadtratsbeschlusses mit der Übernahme der Forderung des Bürgerbegehrens entfällt ein Bürgerentscheid.

Quelle: Radentscheid Regensburg n. e. V. am 21.11.2019

Berlin: Radfahrstreifen auf der Rheinstraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg – zwischen Guthmutsstraße und Saarstraße – wird grün markiert.

Die Arbeiten auf einer Länge von insgesamt ca. 900 Metern werden voraussichtlich schon bis Ende der Woche abgeschlossen. Es ist der erste grün markierte Radweg im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Beschichtet werden die grünen und roten Abschnitte auf der Rheinstraße mit Kaltplastik. Vorteil dieses Materials ist, dass die Strecke bereits nach einer Stunde ausgehärtet und wieder befahrbar ist. Dabei spielen Witterungsverhältnisse eine wichtige Rolle. Gutes Wetter mit hohen Temperaturen verkürzt die Aushärtezeit. Entsprechend verlängert sie sich bei niedrigeren Temperaturen.

Quelle: GB infraVelo GmbH am 13.11.2019

Berlin: Fehlen­der grüner Abschnitt auf Greifs­walder Straße wird 2020 markiert

Die Berliner Wasserbetriebe haben ihre Baumaßnahme auf dem Radweg zwischen Heinrich-Roller- und Immanuel-Kirch-Straße abgeschlossen. Der 200 m lange Abschnitt wird Anfang 2020 nachträglich beschichtet. Er ist Teil des ca. 1 km langen grünen Radwegs.

Der betroffene Radwegabschnitt auf der Greifswalder Straße im Bezirk Pankow war im Sommer mit Epoxidharz grün markiert worden. Für den Austausch von alten Trinkwasserleitungen mussten die Berliner Wasserbetriebe (BWB) − anders als geplant − auch die Fläche des Radwegs für die Baumaßnahme nutzen.

Die nachträglichen Beschichtungsarbeiten werden nun im Frühjahr 2020 durchgeführt. Grund dafür: Der aufgetragene Gussasphalt hat eine Aushärtezeit von ca. vier Wochen. Erst danach können die Arbeiten mit Epoxidharz erfolgen. Erfahrungsgemäß liegen die Temperaturen Anfang Dezember unter den technischen Materialanforderungen, sodass das verantwortliche Bauunternehmen eine fachgerechte Verarbeitung des Materials nicht mehr gewährleisten kann.

Auch der noch nicht beschichtete Radwegabschnitt zwischen Hufelandstraße und Danziger Straße ist von Baumaßnahmen durch die BWB betroffen. Der Abschnitt wird im Anschluss an die Arbeiten − voraussichtlich ab 3. Quartal 2020 − grün markiert.

Quelle: GB infraVelo GmbH am 14.11.2019

Hamburg: Ausbau der Veloroute 11 von der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg bis Eißendorf - Premiere für Geschützten Radfahrstreifen

Im Zuge des Bündnisses für den Radverkehr wird die Veloroute 11 von der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg bis Eißendorf abschnittsweise ausgebaut. Ziel ist es, den Radverkehr auch im Bezirk Harburg sicherer, attraktiver und komfortabler zu gestalten.

Das Bezirksamt Harburg baut dafür jetzt ab dem 18. November 2019 den Abschnitt der Hannoverschen Straße zwischen Seevestraße und Neuländer Straße als Veloroute aus. Die Umgestaltung umfasst den Bau von Radverkehrsanlagen in Form von 2,25 m breiten Radfahrstreifen. In Fahrtrichtung Norden wird mit einem sogenannten "Geschütztem Radfahrstreifen" (Protected Bike-Lane) in Hamburg erstmals eine innovative Lösung erprobt: Hierbei wird der Radfahrstreifen nicht – wie üblich – mit einer durchgezogenen weißen Linie von der Kfz-Fahrbahn abgetrennt, sondern mit einem doppeltem Bordstein. Dadurch wird der Radverkehr besser geschützt. Zugleich kann das Zuparken des Radfahrstreifens wirksam verhindert werden. In Fahrtrichtung Süden wird der Radfahrstreifen mit einem Breitstrich abgegrenzt, da hier die Erreichbarkeit der angrenzenden Parkstände gewährleistet werden muss. Auf beiden Straßenseiten entstehen damit im Zuge der Veloroute 11 sehr gut befahrbare Radverkehrsanlagen.

Das noch fehlende Stück der Veloroute 11 (zwischen der Neuländer Straße und der Alten Harburger Elbbrücke) ist vom Planungsbüro ebenfalls schon vollständig durchgeplant worden. Diese Netzlücke kann jedoch wegen der Überlagerung mit diversen Umleitungen anderer Straßenbaumaßnahmen erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.

Was hat es mit der Grundinstandsetzung auf sich? Fast in ganzer Länge befindet sich die Hannoversche Straße in schlechtem Zustand. Vor allem im Untergrund ist Vieles schadhaft, so dass neben einem neuen Fahrbahnaufbau auch die Entwässerungsanlagen zu ertüchtigen und auf einen modernen Standard zu bringen sind.

Der Gehweg an der unbebauten Ostseite wird aufgehoben. Im Gegenzug wird der Gehweg an der Westseite auf 2,50 m verbreitert. Die vorhandenen Parkstände werden auf die Westseite verlegt, da sich auf dieser Seite auch die Bebauung befindet. Neue Verkehrsinseln dienen dazu, die abbiegenden Verkehre besser zu sortieren. Zudem werden etliche Bäume neu gepflanzt, so dass das Erscheinungsbild dieser Hauptverkehrsstraße insgesamt etwas freundlicher wird. Bereits im Vorfeld der Baumaßnahme wurden zahlreiche Versorgungsleitungen ertüchtigt.

Quelle: Bezirk Harburg am 11.11.2019

Hamburg: Radverkehrszählnetz - Sensoren ermitteln Daten für die Verkehrsplanung - Wärmebildkamera findet Anwendung

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Hamburg-weiten, dauerhaften und automatisierten Radverkehrszählnetzes an etwa 40 Standorten (mit insgesamt rund 100 Messquerschnitten). Die Realisierung des Projektes erfolgt durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sowie durch die Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA).

Sensoren ermitteln Daten für die Verkehrsplanung

Die Lage der Zählstellen im Netz soll neuartige Auswertungen ermöglichen: So können beispielsweise Untersuchungen von Einflüssen wie Wetter, Feiertagen, Ferien, Großveranstaltungen, Baustellen sowie Auswirkungen von Umleitungen oder Kommunikationsmaßnahmen auf das Radverkehrsaufkommen erfolgen. Die Erhebungen von Daten über das Verkehrsgeschehen sind in erster Linie die Grundlage für belastbare Straßenverkehrs- und andere Fachplanungen wie Lärmminderung oder Luftreinhaltung sowie für optimierte Netzsteuerung und Unterhaltung – daher sind sie insgesamt für einen wirtschaftlichen Bau und Betrieb der Verkehrsinfrastruktur erforderlich.

Sensoren ermitteln Daten für die Verkehrsplanung

Kriterien für die Standortauswahl: Bei der Standortauswahl spielten verschiedene Kriterien eine Rolle, beispielsweise

  • Abdeckung eines größtmöglichen Gebietes von innerstädtischen Bereichen bis hin zu Versorgungszentren in den äußeren Stadtteilen
  • Schlüsselstellen an wichtigen Strecken des Radverkehrs mit hoher Bündelungswirkung (Velorouten, Bezirksrouten, Engstellen an Brücken)
  • Abdeckung aller wichtigen Einfahrtsstrecken
  • Erfassung der Elbquerung (die Elbe trennt Hamburg, was an den wenigen Querungsmöglichkeiten zu starken, gebündelten Verkehren führt)
  • Abdeckung aller 14 Hamburger Velorouten als Rückgrat des Radverkehrs
  • Standorte alter Radverkehrspegel, die bislang jährlich manuell erhoben wurden und somit durch die neue Technik abgelöst werden können.
  • Radverkehrs-Zählsensoren an Beleuchtungsmasten

Es gibt unterschiedliche Techniken, um Radfahrende zu zählen, insbesondere im Boden verbaute Schleifen oder optische Radverkehrs-Zählsensoren. Jede Technik hat verschiedene Vor- und Nachteile. Der Aufbau des flächendeckenden Netzes soll nach derzeitigem Stand durch den Einsatz von Radverkehrs-Zählsensoren an bestehenden Beleuchtungsmasten kostengünstig realisiert werden. Damit soll sowohl auf der Fahrbahn als auch auf Nebenflächen die Anzahl der am Straßenverkehr teilnehmenden Radfahrenden erhoben werden.

Testversuch am Leinpfad: keine Erhebung personenbezogener Daten

Um die spätere Funktion des aufzubauenden Radverkehrszählnetzes und dessen technische Machbarkeit abzusichern, wurde im 1. Quartal 2019 ein Feldtest durchgeführt. Als geeigneter Teststandort dafür wurde der Leinpfad im Stadtteil Winterhude identifiziert. Durch die HHVA wurden dort verschiedene Radverkehrs-Zählsensoren zu Testzwecken installiert. Bei den zu testenden Anlagen wurden keinerlei personenbezogenen Daten erhoben.Der Datenschutz ist gewährleistet.

Testergebnis: Wärmebildkamera findet Anwendung

Als zuverlässigste Technik stellte sich bei den Tests die Wärmebildtechnik dar, deren Zählergebnisse am nächsten an die Ergebnisse von parallelen Handzählungen herankamen. Bei dem Einsatz von Wärmebildkameras ergeben sich vielerlei Synergieeffekte mit dem Projekt "Automatisierte Verkehrsmengenerfassung", so lässt sich beispielsweise die gleiche Dateninfrastruktur verwenden. Im Projekt Hamburger Radverkehrszählnetz wird daher die Wärmebildkamera zum Einsatz kommen. Aufgrund der Wärmebildtechnik können keinerlei personenbezogene Daten erfasst werden, sodass auch beim regelhaften Einsatz der Wärmebildkameras der Datenschutz gewährleistet ist.

Erfolgreicher Fördermittelantrag

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aus der Förderrichtlinie "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" (Sofortprogramm Saubere Luft 2017 – 2020) mit 690.000 Euro gefördert, weitere 690.000 Euro werden durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zur Verfügung gestellt.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 25.11.2019

Hamburg: Krugkoppelbrücke und Umgebug fahrradfreundlich umgebaut

Seit März 2019 wurde im Umfeld der Brücke ein weiteres Stück der Alsterfahrradachsen vom Harvestehuder Weg, über die Krugkoppel bis zur Fernsicht ausgebaut. Ein neuer Kreisel am Harvestehuder Weg/Krugkoppel optimiert zukünftig den Verkehrsfluss, die Radwegführung durch die Verlängerung der Fahrradstraße im Harvestehuder Weg bis zur Krugkoppel sowie durch den Bau von Radfahrstreifen im Straßenzug Krugkoppel / Fernsicht wurde optimiert, die Gehwegflächen und Fahrbahnen wurden angepasst und erneuert.

Die Gesamtbaukosten für die Sanierung der Brücke und den Ausbau der Alsterfahrradachsen belaufen sich auf rund 5 Millionen Euro und liegen trotz Verzögerungen während der Bauzeit im kalkulierten Rahmen.

Die seit September 2018 bestehende Sperrung der Krugkoppelbrücke für den Autoverkehr kann mit Fertigstellung der Arbeiten an den Alsterfahrradachsen aufgehoben werden. Noch bis zum Frühjahr 2020 baut der Bezirk Eimsbüttel jedoch die Kreuzung Harvestehuder Weg/Frauenthal/Mittelweg zu einem Kreisverkehr um. Dafür muss der Harvestehuder Weg ab der Einmündung Krugkoppel voll gesperrt bleiben, weshalb die durchgehende Verbindung Eimsbüttel – Hamburg Nord noch nicht wieder zur Verfügung steht.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 26.11.2019

Hessen: Weilburg erhält 1,4 Mio. Euro Zuschuss für eine neue eine Rad- und Fußgängerbrücke über die Lahn

In der Nähe des Bahnhofs baut die Stadt Weilburg eine Rad- und Fußgängerbrücke über die Lahn. Das Land Hessen beteiligt sich an dem Bau mit einem Zuschuss von über 1,4 Mio. Euro. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich rund 2,2 Mio. Euro. 

Bis Ende 2017 konnten Fußgänger und Radfahrer, um von der Bahnhofstraße bzw. Löhnberger Straße zum Ahäuser Weg zu gelangen, einen 1,3 Meter breiten Steg an der Eisenbahnbrücke nutzen. Dieser wurde aufgrund seines schlechten baulichen Zustands von der Deutschen Bahn gesperrt. 

Bauarbeiten von März bis Oktober 2020: Westlich des Eisenbahnübergangs soll nun eine neue Fuß- und Radwegbrücke in Stahlfachwerkbauweise entstehen. Mit einer Länge von 100 Meter und 3,5 Meter breit wird sie sowohl für den Alltagsfuß- und -radverkehr als auch touristisch genutzt werden – der Lahntalradweg und der hessische Radfernweg R 7 werden hier überführt. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im März 2020 und sollen im Oktober abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 29.11.2019

Hessen: Ausbau des Niddaradwegs geht weiter

Mit rund 1,3 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen den Zweckverband Regionalpark Niddaradweg beim weiteren Ausbau der Radroute. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro.

Der 5. Bauabschnitt verläuft in Niddatal-Assenheim von der Geschwister-Scholl-Straße bis zur Wettermündung und ist gut 0,5 Kilometer lang. Die 1,25 Kilometer des 6. Bauabschnitts liegen in Bad Vilbel und führen von der Arbeitsagentur zum Sportplatz Dortelweil. Beide Teilstrecken erhalten eine drei Meter breite Asphaltbefestigung, außerdem werden Rastplätze mit Sitzgelegenheiten eingerichtet. Die nur 1,5 Meter breite Niddabrücke in Dortelweil wird durch eine neue, vier Meter breite Brücke ersetzt.

Die Bauarbeiten sollen im Februar 2020 beginnen und im Mai abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 28.11.2019

Hessen: Zuschuss für Radwegplanung in Münster

Mit rund 16.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Münster bei der Planung einer Radwegverbindung zum Ortsteil Breitefeld. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

Bessere Anbindung: Auf einer Strecke von rund 1,6 Kilometer soll der Radweg den Ortsteil Breitefeld besser an die Kerngemeinde Münster anbinden. Die neue Radverbindung soll sowohl für alltägliche Wege zur Schule oder zum Einkaufen als auch für den Freizeitradverkehr genutzt werden.

Die Zuwendung der Bau- und Planungskosten erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 26.11.2019

Hessen: Förderung nach Nahmobilität Richtlinie - Kreisweites Radwegekonzept für Waldeck-Frankenberg

Mit rund 64.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Landkreis Waldeck-Frankenberg bei der Erstellung eines kreisweiten Konzepts für den Alltagsradverkehr. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 100.000 Euro. 

Das Radverkehrsnetz des Landkreises wird zunächst analysiert: Dabei sind die Anbindungen der Stadt- und Ortskerne genauso wichtig wie die Verbindungen zu Bahnhöfen und zentralen Bushaltestellen. Es sollen Maßnahmen identifiziert werden, die das Radfahren sicherer und attraktiver machen, auch in Kombination mit dem ÖPNV. Um zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu motivieren, hat der Landkreis vor allem die alltäglichen Wege zur Arbeit, zur Schule und zum Einkaufen im Blick. Im Rahmen einer Online-Beteiligung können die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen und auf Lücken im Radwegenetz hinweisen.  

Das Radverkehrskonzept des Landkreises Waldeck-Frankenberg ist Bestandteil der Zusammenarbeit der fünf nordhessischen Landkreise Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Kassel und Werra-Meißner für ein gemeinsames Radwegemanagement-System. 

Hintergrund: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 25.11.2019

Hessen: 64 Euro pro Einwohner pro Jahr - Kassel legt Investitionsprogramm auf - 66 Millionen Euro für die Förderung des Radverkehrs bis 2024

Unter dem Stichwort "Baustein Zukunft" fließen umfangreiche Investitionen in wesentliche Infrastruktur-Projekte wie eine Straßenbahn-Linie nach Harleshausen mit dem Umbau der Drei Brücken, der Stärkung des Radverkehrs, die Modernisierung von Schul- und Kita-Gebäuden sowie die Kinderbetreuung und das noch zu bauende documenta-Institut. Den Spielraum für die Investitionen bekommt die Stadt Kassel durch deutlich höhere Mittel aus dem kommunalen Finanzausgleich für das Haushaltsjahr 2020. Im Vergleich zur Einbringung des Haushaltsentwurfs Ende September fallen die Zuweisungen um etwa 46,5 Millionen Euro (brutto) höher aus.

Über 2020 hinaus sind bis 2024 für den Ausbau des Radverkehrs Investitionen in Höhe von etwa 66 Millionen Euro eingeplant. Heruntergerechnet auf jeden der 205.000 Bewohner in Kassel sind das rund 64 Euro pro Jahr. Ein wesentliches Projekt ist der Bau eines Fahrrad-Parkhauses im Bereich des Rathauses. "Damit treiben wir die Wende hin zu einer klimaschonenderen, vor allem aber menschengerechten Mobilität in unserer Stadt voran", sagte Geselle. "Unser Verkehrsdezernat wird die Radverkehrsinfrastruktur verhältnismäßig und mit Augenmaß ausbauen." Im Bereich Mobilität sind folgende Ausgaben geplant:

  • 66 Millionen Euro für die Förderung des Radverkehrs (bis 2024)
  • 16,65 Millionen Euro für die Finanzierung des Umbaus der Drei Brücken/Wolfhager Straße
  • 5,3 Millionen Euro für das Verkehrs- und Mobilitätsmanagementsystem (digitale Kreuzungen)
  • 5 Millionen Euro für den Neubau der Stadtschleuse
  • 3,4 Millionen Euro für die Neugestaltung des Vorplatzes des Bahnhofs Wilhelmshöhe

Quelle: Stadt Kassel am 18.11.2019

Hessen: Erstes deutsches Strava Metro-Projekt in Kooperation mit der Planungsregion Kassel

Strava verkündete am 6. November 2019 die Partnerschaft mit der Planungsregion Kassel – die erste deutsche Region, die in Nachhaltigkeit durch Strava-Daten investiert – und den Launch der neuen Strava Metro 3.0-Plattform, die Stadtplaner mit Daten und Einsichten zu Pendelaktivitäten versorgt. Das Ziel: bessere urbane Verkehrsinfrastruktur und eine grünere Mobilität. Mit der Weiterentwicklung der Plattform sind Verkehrsplaner und relevante Nutzergruppen in der Lage, öffentliche, aggregierte und anonymisierte Pendlerdaten in Eigenregie und ohne Datenspezialisten über die neue Strava Metro 3.0-Plattform im Detail zu analysieren, um neue Verkehrswege zu planen und die effiziente Nutzung bereits bestehender Infrastruktur zu verifizieren.

Das Pendeln aus eigener Muskelkraft, zu Fuß oder mit dem Rad, hat auf Strava, dem weltweit größten digitalen Sportverein mit über 47 Millionen Mitgliedern, im letzten Jahr um 42 Prozent zugelegt. Dies beweist, dass Menschen sich immer öfter autofrei zur Arbeit bewegen. Die Pendelaktivitäten der Strava-Mitglieder allein kompensierten im vergangenen Jahr 46,2 Millionen Tonnen CO2. Dies ist mehr als der gesamte CO2-Verbrauch der Einwohner der Stadt Frankfurt in den letzten vier Jahren. 

Seit der Gründung 2012 hat Strava Metro über 300 Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dabei unterstützt, ihre Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern – und nun kommt mit Kassel auch die erste deutsche Planungsregion dazu. In der Kooperation werden Fahrraddaten der letzten drei Jahre analysiert und alle Aktivitäten des kommenden Jahres zur Analyse zur Verfügung gestellt. Dabei wird der Raum Kassel unter die Lupe genommen. Ziel ist es die Region Kassel noch fahrradfreundlicher und lebenswerter zu machen.

"Wir freuen uns sehr, mit Strava Metro kooperieren zu können und sind überzeugt, dass wir gemeinsam die Fahrradinfrastruktur im Raum Kassel einen entscheidenden Schritt weiterbringen werden. Mit Strava Metro können wir sehen, welche Strecken wie genutzt werden und damit die Voraussetzungen für gezielte Investitionen und Infrastrukturen schaffen", sagt Kai Georg Bachmann.

"Es ist uns eine Ehre, den Raum Kassel bei der Planung einer grüneren Verkehrsinfrastruktur zu unterstützen. Die Klimadebatte geht uns alle an und zum Glück wirkt sich das auch auf den Pendelverkehr aus. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, per Muskelkraft zur Arbeit gelangen. Städte mit diesen Pendeldaten unserer Mitglieder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, zu versorgen und zur grünen Verkehrswende beizutragen ist eine spannende Facette von Strava”, sagt Strava-Deutschlandchef Paul Niemeyer. "Mit Blick auf die Daten sind wir optimistisch, die Entwicklung von Kassels Fahrradinfrastruktur effektiv mit zu gestalten. Weitere deutsche Städte mit Hunger auf Innovation und Nachhaltigkeit lassen sich sicher von Kassels Agenda inspirieren und kooperieren in Zukunft mit uns."

Mit Strava Metro können Städte auf den weltweit größten anonymisierten, aggregierten Datenpool für aktives Pendeln zurückgreifen. Die neue Metro 3.0-Plattform stellt diese Erkenntnisse erstmals in einem einfach zu bedienenden Dashboard und Visualisierungstool zur Verfügung. 

Metro 3.0 ermöglicht es jedem Verkehrsplaner, auch ohne umfangreiche technische Vorkenntnisse Antworten auf Fragen wie diese zu erhalten:

  • Wo befinden sich in einer Stadt die beliebtesten Pendelkorridore?
  • Nutzen die Einwohner neue Infrastrukturen wie Fahrradwege überhaupt?
  • Wie hat sich der aktive Weg zur Arbeit im Vergleich zu den Vorjahren verändert?
  • Wurde beim aktiven Pendeln bereits eine Geschlechterparität erreicht?
  • Welche Stadtteile sind aktuell am besten an die bestehende Verkehrsinfrastruktur angebunden?

Strava Metro liefert genaue Ergebnisse, die nur ein Bruchteil dessen kosten, was für konventionelle Methoden wie elektronische Zählsysteme und Videokameras ausgegeben werden müsste. Die Plattform liefert datenschutzkonforme Einblicke, die den Einzelnen schützen und ermöglicht es Strava-Mitgliedern gleichzeitig, direkt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur beizutragen. 

Strava Metro arbeitet ausschließlich mit Organisationen zusammen, die direkt an der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Verkehrsinfrastrukturen beteiligt sind, sowie mit auf diesem Gebiet tätigen Forschern. Der Zugang zur Metro-Plattform ist über ein Jahresabonnement möglich. 

Die auf der Metro-Plattform dargestellten Aktivitäten von Strava-Mitgliedern werden gemäß der DSGVO- und CCPA-Standards aggregiert und anonymisiert. Aktivitäten, die als privat gekennzeichnet sind, werden niemals geteilt und die Mitglieder können ihre Daten jederzeit aus dem Metro-Datensatz ausschließen. 

Über Strava Metro: Strava Metro bietet den weltweit größten anonymisierten und aggregierten Datensatz zum Thema aktiver Transport. Metro entwickelt Produkte, die es Stadtplanern, Stadtverwaltungen, Aktivisten für sichere Infrastrukturen und Wissenschaftlern ermöglichen, Mobilitätsmuster zu verstehen, Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren und die Auswirkungen von Veränderungen der Infrastruktur zu bewerten. Millionen von Menschen laden jede Woche über ihr Smartphone oder GPS-Gerät Daten zu ihren Radfahrten und Läufen auf Strava hoch. Seit 2012 hat Metro diese Daten aggregiert und anonymisierten und anschließend mit Verkehrsministerien und Stadtplanungsbehörden zusammangearbeitet, um die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. 

Strava, Inc.: Strava ist der größte digitale Sportverein der Welt - mit einer Million neuen Nutzern in 30 Tagen und 25 Millionen hochgeladener Aktivitäten pro Woche (das sind 20 Uploads pro Sekunde) verbindet Strava mehr als 47 Millionen aktive Menschen aus 195 Ländern weltweit. Dabei können Nutzer ihre sportlich zurückgelegten Strecken über eine App für Smartphones oder kompatiblen GPS-Empfängern samt den dazugehörigen Informationen zu Dauer, Geschwindigkeit, Steigung, Krafteinsatz, Temperatur oder Energieumsatz abspeichern und gleichzeitig mit Freunden teilen. Neben Laufen und Radfahren unterstützt Strava insgesamt 32 weitere Aktivitäten wie Schwimmen, Inlineskaten, Rudern oder Skifahren. Das amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco wurde 2009 gegründet und beschäftigt mittlerweile mehr als 165 Mitarbeiter. Weitere Infos zu Strava hier.

Quelle: Strava, Inc. am 06.11.2019

Hessen: Zuschuss für Nahmobilitäts-Check in Fritzlar

Mit rund 20.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Fritzlar bei der Durchführung eines Nahmobilitäts-Checks. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 25.000 Euro.

Der Nahmobilitäts-Check ist ein vom Land zertifiziertes Planungsverfahren zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs, unter besonderer Beachtung der Barrierefreiheit. Dafür setzen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger, politische Vertreter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachverwaltungen in mehreren Workshops zusammen. Für die anschließende Aufarbeitung wird ein Planungsbüro beauftragt, das zum Schluss alle erarbeiteten Ergebnisse und Maßnahmen in einem Nahmobilitätsplan zusammenführt.

Optimierung mit Nahmobilitäts-Check: Mit dem Nahmobilitäts-Check möchte Fritzlar die Wegeverbindungen zwischen der Kernstadt und den Stadtteilen optimieren und ausbauen, sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer. Die Barrierefreiheit soll verbessert und die Schulwegplanung erneuert werden. Ein weiteres Ziel ist eine bessere Vernetzung der verschiedenen Verkehrsformen.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 14.11.2019

Hessen: Kassel erhält Zuschuss für die Neugestaltung von vier Fahrradstraßen

Mit rund 356.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Kassel bei der Neugestaltung von vier Fahrradstraßen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Damit trägt das Land einen Großteil der Gesamtkosten von 475.000 Euro.

Einheitliche Gestaltung: Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, sollen die Fahrradstraßen Menzel-/Landaustraße, Fiedlerstraße, Stern-/Blücher-/Arndtstraße sowie Schillerstraße einheitlich und deutlich erkennbar gestaltet werden. Neben neuer Beschilderung werden die Fahrradstraßen am Anfang und Ende sowie in Einmündungs- und Kreuzungsbereichen rot markiert und mit Fahrradpiktogrammen und Richtungspfeilen gekennzeichnet. Durch diese Maßnahmen soll auf die veränderte Verkehrssituation aufmerksam gemacht werden.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 14.11.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Spatenstich in Schwerin - Radweg Lankow-Medewege soll Sicherheit erhöhen

Ein wichtiges Radwegeprojekt der Landeshauptstadt Schwerin wird seit dem 18. November 2019 umgesetzt: Mit dem ersten Spatenstich für den ersten Bauabschnitt begann der Bau des insgesamt 3,7 Kilometer langen Radwegs zwischen Lankow und Medewege entlang der Medeweger Straße. Die Landesregierung unterstützt die Landeshauptstadt bei der Finanzierung der Baukosten in Höhe von 890.000 Euro für diesen knapp 1,3 Kilometer langen ersten Teil mit etwas mehr als 500.000 Euro aus dem Fördertopf der Kommunalen Radbaurichtlinie. Das entspricht 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten.

Der erste Bauabschnitt von der Grevesmühlener Straße bis zum Abzweig nach Klein Medewege erhöht die Sicherheit der Radfahrer – insbesondere der Schüler von Klein Medewege auf dem Weg zu den Schulen im Stadtteil Lankow. Bislang mussten sie sich die Straße mit bis zu 5.000 Autos am Tag teilen. Künftig fahren sie auf einem straßenbegleitenden Geh- und Radweg bzw. im Bereich der Ortslage Lankow auf einem von der Fahrbahn abgetrennten Schutzstreifen.

Zwischen Grevesmühlener Straße und Ziegelhof haben die Radler jeweils einen eigenen Radweg je Richtung. Am Ziegelhof werden diese zu einem Zweirichtungsradweg mit 2,50 Meter Breite auf der Ostseite der Medeweger Straße zusammengeführt. Dafür wird eine bauliche Querungshilfe errichtet. Am Abzweig Klein Medewege wird mit einer Mittelinsel wiederum eine sichere Querungsmöglichkeit geschaffen. Der Radweg inklusive der beiden Querungen erhält eine Beleuchtung und wird voraussichtlich bis zum kommenden Sommer fertig.

Wann der knapp 2,4 Kilometer lange zweite Bauabschnitt zwischen Klein Medewege und der Bundesstraße 106 gebaut werden kann, steht noch nicht fest. Dafür muss in Groß Medewege die Aubachbrücke neu gebaut werden – dies erfolgt unabhängig vom Radwegprojekt. Zudem konnte der Erwerb der für den Bau benötigten Grundstücke noch nicht vollständig geklärt werden.

Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Eingriffe in den Naturraum beim ersten Bauabschnitt sind das Pflanzen einer Baumreihe entlang einiger Abschnitte der  Medeweger Straße sowie weitere Maßnahmen  im Schweriner Stadtgebiet vorgesehen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 18.11.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Verbindungsweg zwischen dem Radfernweg Hamburg-Rügen und dem Residenzstädte-Radrundweg in Schwerin

Der neue Radweg gehört zum Verbindungsweg zwischen dem Radfernweg Hamburg-Rügen und dem Residenzstädte-Radrundweg. Er dient der Verbesserung der touristischen Infrastruktur der Landeshauptstadt Schwerin. Durch die Wegeführung entlang der Uferlinie können Radtouristen und Einheimische Schwerin künftig noch besser als "Stadt der sieben Seen" erleben.

Der erste Bauabschnitt "Südlicher Dwang" ist rund 700 Meter lang und 2,5 Meter breit. Davon wurden 239 Meter asphaltiert und 467 Meter aus ökologischen Gründen mit wassergebundener Decke versehen. Zum Ausgleich der für den Radwegbau gefällten Bäume wird eine Neupflanzung von 17 Rotbuchen an der Plater Straße erfolgen.

Anlässlich der Verkehrsfreigabe wird Minister Pegel dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Rico Badenschier, die Fördermittelbescheide für das Projekt Dwang - Krösnitz sowie einen Zuwendungsbescheid der Metropolregion Hamburg übergeben. Die Landeshauptstadt erhält 3,24 Millionen Euro aus Fördermitteln des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung sowie des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.  Der Eigenanteil der Stadt Schwerin in Höhe von 388.000 Euro wird mit 200.000 Euro von der Metropolregion Hamburg bezuschusst.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 29.11.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Internationaler Radweg EuroVelo 10 wird ausgebaut

Der grenzüberschreitende Radweg EuroVelo 10 soll auf dem Gebiet der polnischen Stadt Kołobrzeg, der Gemeinde Kołobrzeg (Ortschaft Dźwirzyno) und der Stadt Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) ausgebaut werden. "Der Radweg EuroVelo 10 bietet eine perfekte Gelegenheit, entlang der Ostseeküste einen attraktiven Teil Europas besser kennenzulernen. Mit den jetzt vorgesehenen Ausbaumaßnahmen wird die Strecke auf deutschem und polnischem Boden noch attraktiver", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Analyse des grenzüberschreitenden Radtourismus geplant: Die EuroVelo-Route EV10 (Ostseeküsten-Route) - auch Ostseeküsten-Radweg, Hansa-Route, international Baltic Sea Cycle Route (Hansa circuit) genannt - ist ein europäischer Fernradweg. Sie führt über knapp 8.000 Kilometer rund um die Ostsee durch die Länder Dänemark, Deutschland, Polen, Russland, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Schweden.

Jetzt ist vorgesehen, auf einer Strecke von rund siebeneinhalb Kilometern den Wanderradweg im Küstenstreifen in der Ortschaft Dźwirzyno auf einer Länge von 1,66 Kilometern auszubauen und eine Aussichtsbrücke zu errichten. Weiterhin werden ein dreieinhalb Kilometer langer Wander- und Radweg in Kołobrzeg und ein 1,26 Kilometer langer Radweg in der Stadt Barth entstehen. Die Projektpartner - Gmina Miasto Kołobrzeg (Stadt Kołobrzeg), Stadt Barth und die Gmina Kołobrzeg (Gemeinde Kołobrzeg) - planen zudem nach Abschluss der Maßnahme einen deutsch-polnischen Familien-Radwettbewerb auf dem Radweg R10. "Zusätzlich ist geplant, den grenzüberschreitenden Radtourismus in der Region genau auszuwerten. So können maßgeschneiderte Angebote zur Weiterentwicklung der Strecke aufgenommen werden", sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort: Die Gesamtkosten betragen rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von knapp rund 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Informationen zum Programm Interreg V A: Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels "Europäische Territoriale Zusammenarbeit" durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am 26.11.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Neubau Rad- und Gehweg in der B-109-Ortsdurchfahrt Diedrichshagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald)

Die Gemeinde Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von 57.000 Euro (Fördersatz von 65 Prozent) für die Errichtung eines Rad-/ Gehwegs im Zuge einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtausgaben für die Gemeinde Weitenhagen betragen voraussichtlich 95.255 Euro.

In der Ortsdurchfahrt Diedrichshagen, einem Ortsteil der Gemeinde, soll auf einer Länge von 511 Metern ein gemeinsamer Rad-/Gehweg mit einer Breite von 2,50 Metern errichtet werden. Der neu entstehende Rad-/Gehweg ist Teil des Ausbauvorhabens B 109 – Radweg Groß Schönwalde-Hanshagen. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer auf dieser Strecke. Die Bauausführung ist von November 2019 bis September 2020 geplant.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 01.11.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Rostocker Fahrradforum soll verstärkt in die Radverkehrsplanungen eingebunden werden

Am 12. November 2019 hat sich das Rostocker Fahrradforum neu konstituiert. Die Mitglieder wählten Uwe Flachsmeyer (Bündnis 90/Die Grünen) zum neuen Sprecher und Jürgen Borbe (CDU) zu seinem ersten sowie Sönke Wilke (BUND) zum zweiten Stellvertreter. 

Uwe Flachsmeyer freut sich auf die neue Herausforderung. Der Fraktionsvorsitzende sitzt seit 2014 für Bündnis 90/Die Grünen in der Rostocker Bürgerschaft. Als täglich Rad Fahrender möchte er die Rahmenbedingungen für den Radverkehr deutlich verbessern. "Das Fahrradforum hat nach dem Beschluss zum Radentscheid hohe Erwartungen an den Oberbürgermeister, die Bürgerschaft und die Verwaltung. Wir wollen Rostock in den nächsten Jahren zu einer echten Fahrradstadt entwickeln. Als Fahrradforum werden wir diesen Prozess intensiv unterstützen und darauf achten, dass die Verbesserungen für den Radverkehr konsequent umgesetzt werden." 

Auch für das Fahrradforum hat Uwe Flachsmeyer schon Ideen: "Das Fahrradforum soll verstärkt in die Radverkehrsplanungen eingebunden werden. Ich möchte, dass wir uns zukünftig mehr über Strategien und wichtige Projekte austauschen, anstatt über jede Bordabsenkung zu diskutieren." 

Das Rostocker Fahrradforum vereint alle relevanten Akteure der Radverkehrsförderung wie die Stadtverwaltung, den ADFC Regionalverband Rostock, die Universität Rostock mit dem Allgemeinen Studierenden-Ausschuss, den BUND, die Polizeiinspektion Rostock, Fraktionen der Rostocker Bürgerschaft, Ortsbeiräte und weitere Akteure. Es ist nicht nur Informationsplattform, sondern kann auf Grundlage der 2017 beschlossenen Geschäftsordnung auch Entscheidungen treffen.

Quelle:Hanse- und Universitätsstadt Rostock  am 13.11.2019

Niedersachsen: Bundesumweltministerium fördert mit rund 4,6 Millionen Euro Leuchtturmprojekt für den Radverkehr in Wilhelmshaven

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, hat am 18.11.2019 einen Förderbescheid für das Projekt "Bundeswehr-Radwege-Netz" an den neuen Wilhelmshavener Bürgermeister Carsten Feist übergeben. Der Bau von zwei modellhaften Fahrradrouten soll das Radfahren im Stadtgebiet von Wilhelmshaven attraktiver machen. Dazu werden unter anderem neue Radwege mit umweltfreundlicher Beleuchtung, eine Brücke über die Autobahn 29 und den Fluss Maade gebaut und Fahrradstraßen eingerichtet.

Rita Schwarzelühr-Sutter: "Radfahren ist gut für den Klimaschutz und fördert die Gesundheit. Der Radverkehr ist daher ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. Mit unserer Bundesförderung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) sprechen wir gezielt die Angehörigen des größten Marinestandorts der Bundeswehr an, um diese für die täglichen Wegstrecken zu einem Umstieg auf das Fahrrad zu begeistern. So möchten wir Wilhelmshaven zu einem der attraktivsten Orte für den Radverkehr im Norden umgestalten."

Im Rahmen des Förderaufrufs "Klimaschutz durch Radverkehr" der NKI werden modellhafte, investive Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation in konkret definierten Gebieten wie beispielsweise Wohnquartieren, Dorf- oder Stadtteilzentren gefördert. Seit 2016 hat das Bundesumweltministerium bundesweit bereits 55 Einzel- und 21 Verbundvorhaben zum Radverkehr im Rahmen des Förderaufrufs mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 126 Millionen Euro unterstützt.

Quelle: Nationale Klimaschutzinitiative / BMU am 18.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Wuppertal will Ausgaben für investive Radverkehrsmaßnahmen erhöhen

400.000 Euro sind im Haushaltsentwurf für investive Maßnahmen für den Radverkehr vorgesehen. "Damit vervierfachen wir den Ansatz im Vergleich zum Haushaltsjahr 2018 und verdoppeln ihn zum Ansatz 2019", sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. Dazu kommen noch einmal 20.000 Euro für konsumtive Maßnahmen.

"Wir wollen den Radverkehrsanteil am Verkehrsaufkommen in Wuppertal deutlich erhöhen. Radfahren ist unschlagbar günstig und verbrennt ordentlich Kalorien anstatt klimaschädliches CO2. Dank moderner E-Bikes sind Radbegeisterte auch nicht länger nur auf ihre Muskelkraft angewiesen. Einen Anteil von zehn Prozent am Verkehrsaufkommen halte ich daher langfristig für machbar", gibt Mucke als Zielmarke vor. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird die Stadt ordentlich in den Radverkehr investieren.

Die Haushaltsmittel sind als Eigenanteile vorgesehen, mit denen die Fördertöpfe von Bund und Land abgerufen werden können. "Damit lassen sich die kommunalen Mittel vervielfachen", ist sich der Rathauschef sicher. Ein Teil fließt auch in die Streckenoptimierung auf den Hauptachsen des Radverkehrs. Dazu gehören viele kleine Maßnahmen wie die verbesserte Beleuchtung, abgesenkte Bordstein, Markierungen, Radbügel und Ausbau des Wegweisungsnetzes und die Schaffung eines Talachsenradweges.

Für Mucke geht es aber auch darum, Verkehr viel stärker vernetzt zu denken. Viele Wuppertaler kombinieren mehrere Verkehrsmittel miteinander und wollen etwa ihr Rad sicher und trocken am Bahnhof parken. Deshalb werden an den Bahnhöfen Vohwinkel, Steinbeck, Barmen und Oberbarmen Radabstellanlagen in Form von Radboxen gebaut. Diese Radboxen werden vom VRR gefördert. Der Eigenanteil wird aus der Stellplatzrücklage finanziert, die sich aus den Ablösesummen für nicht-nachgewiesene Autoparkplätze bei Bauvorhaben speist.

Radfahrende sollen auch nicht länger umständlich nach dem richtigen Weg suchen müssen. Deshalb ist geplant, dass auch Wuppertal, in Zusammenarbeit mit den Städten Solingen und Remscheid, sogenannte Knotenpunkte im Rahmen des Projektes Knotenpunksystem RadRegionRheinland einrichtet. Kreuzen sich Strecken im Radwegenetz, befindet sich dort ein „Knotenpunkt“, an dem Zahlen den richtigen Weg in die gewünschte Route weisen. "Die Zahlen sind eine einfache und schnelle Orientierungshilfe", erklärt Mucke.

Als Kommune mit einer klammen Stadtkasse ist Wuppertal auf eine verlässliche finanzielle Förderung von Bund und Land angewiesen. Mucke unterstützt daher die jüngste Forderung des Deutschen Städtetages, die Radverkehrsförderung des Bundes dauerhaft auf über 200 Millionen Euro jährlich anzuheben und dass die Länder den Radverkehr mindestens in gleicher Höhe über die Gemeindeverkehrsfinanzierung fördern.

Quelle: Stadt Wuppertal am 29.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Millionen für Münsters Radverkehr - Bund fördert innovative Beleuchtung von Fahrradrouten und intelligente Ampelsteuerung

Die Stadt Münster hat sich sehr erfolgreich um Fördermittel des Bundesverkehrsministers aus dem Programm "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" beworben. Sie erhält rund 2,1 Mio Euro für die "sensorgestützte adaptive Beleuchtung" der geplanten Fahrradroute am Dortmund-Ems-Kanal und der Veloroute Münster - Telgte. Oberbürgermeister Markus Lewe nahm den Förderbescheid (am 21. November) in Berlin von Verkehrsminister Andreas Scheuer entgegen.

"Mit der innovativen Beleuchtungstechnik lässt Münster seinem neuen Qualitätsanspruch an die Radverkehrsinfrastruktur Taten folgen", so OB Lewe. Die Beleuchtung am Kanal erstreckt sich auf etwa 20 km, auf der Veloroute sind es rund 5 km. Das bedeutet für beide Strecken einen enormen Gewinn an Komfort und Alltagstauglichkeit. Wer dort mit dem Rad unterwegs ist, bekommt vor allem in den frühen Morgenstunden, abends und nachts sowie während der dunklen Jahreszeit mehr Sicherheit.

Durch den Einsatz von Sensoren wandert der Lichtkegel der Beleuchtung über den Streckenverlauf mit den Radfahrern mit und wird danach wieder heruntergeregelt. Das verringert die Lichtverschmutzung, Tiere und Pflanzen werden nicht mehr als erforderlich belastet. Zugleich können mit diesen "Hell-dunkler-Schaltungen" 70 Prozent Energie eingespart werden: "Ein Gewinn für Mensch und Natur", freut sich Markus Lewe. Er geht davon aus,  dass sich dieser neue Münster-Standard durchsetzen wird.

Mit einer zurzeit im Aufbau befindlichen Teststrecke an der Kanalpromenade in Hiltrup sammelt die Stadt bereits wichtige Erfahrungen für die sensorgestützte adaptive Beleuchtung. Diese können anschließend für die Kanalpromenade und für die Veloroute Münster - Telgte genutzt werden.

Ebenfalls gefördert wird die innovative Steuerung von Radsignalisierungen mit zwei Modellvorhaben an der Veloroute Münster - Telgte. Auf dieser Route muss der Radverkehr künftig an zwei Kreuzungen Hauptverkehrsstraßen mit Ampeln passieren: am Niedersachenring/Ostmarkstraße und an der Dyckburgstraße/Dingstiege.

Vor allem die Kreuzung am Ring ist eine besondere Herausforderung, auch wegen der hohen Verkehrsbelastung an dieser Stelle. Ziel ist, Wartezeiten und Halte für den Radverkehr zu minimieren. Das soll durch die Abstimmung der Ampelsteuerung auf dem Ring in Wechselwirkung zur intelligenten, sensorgestützten Verkehrssteuerung des Radverkehrs auf dem Bohlweg und der Ostmarkstraße geschehen. An der Dingstiege/Dyckburgstraße werden Sensoren die Radfahrer so früh erfassen, dass sie möglichst ohne Halt bei "Grün" die Dyckburgstraße queren können.

"Mit dieser Technik betreten wir in Deutschland weitestgehend Neuland. Wir möchten deren Alltagstauglichkeit  testen. Auch damit leistet Münster einen wichtigen digitalen Beitrag zur Förderung des Radverkehrs", so Stadtbaurat Robin Denstorff. Er ist sich sicher, dass die Stadt mit dieser Technik an die positiven Erfahrungen in den Niederlanden und Dänemark anknüpfen kann.

Scheuer: Beleuchtete Radwege und Vorrang für das Fahrrad in Münster - BMVI fördert "DigiDataVeloRoute" mit rund 2,2 Millionen Euro

Bundesminister Andreas Scheuer hat am 21.11.2019 dem Oberbürgermeister Markus Lewe einen entsprechenden Zukunftscheck übergeben.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Deutschland soll Fahrradland werden. Deshalb habe ich eine Offensive für besseren Radverkehr gestartet – mit Fördermitteln in Milliardenhöhe und neuen gesetzlichen Vorgaben. Mit innovativen Projekten wie der DigiDataVeloRoute in Münster können wir außerdem durch die Digitalisierung der Verkehrssysteme schnell für Verbesserungen vor Ort sorgen. Wenn ich auch abends sicher und schnell auf einem beleuchteten Radweg nach Hause radeln kann, entscheide ich mich gerne für das Rad und lasse das Auto stehen."

as geförderte Projekt soll bestehende und neue Radverkehrsinfrastruktur mit digitalen, solargestützten und bedarfsgesteuerten Beleuchtungssystemen ausstatten. Die digitalen Beleuchtungssysteme auf zwei der insgesamt 13 geplanten Velorouten sollen diese auch in den Abendstunden für Radfahrer attraktiver machen. Außerdem sollen Radfahrer dort in Zukunft eigene Ampelschaltungen bekommen, die für grüne Wellen sorgen.

Das Projekt wird aus Mitteln der Förderrichtlinie "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" gefördert. Damit werden Kommunen dabei unterstützt, Verkehrssysteme dank Digitalisierung effizienter und nachhaltiger zu gestalten und so die Luft in den Städten und Gemeinden sauberer zu machen. Denkbar sind z.B. die Einrichtung intelligenter Verkehrssteuerungsanlagen oder Maßnahmen zur Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger.

Für Maßnahmen zur "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" stellt das BMVI insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderrichtlinie ist Teil des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020". Gegenstand des Sofortprogramms sind neben Maßnahmen zur Digitalisierung von Verkehrssystemen auch Maßnahmen zur Elektrifizierung des Stadtverkehrs, zur Errichtung von Ladeinfrastruktur sowie zur Nachrüstung von ÖPNV-Diesel-Bussen mit Abgasnachbehandlungssystemen.

Quelle: Stadt Münster und BMVI am 21.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Aus Radweg wird rote Fahrradstraße - Münster stellt einen ersten Teil der Fahrradachse Bismarckallee fertig

Es ist soweit: Ein erster Teil der wichtigen Fahrradverbindung über die Bismarckallee entlang des Aasees ist am 26. November 2019 fertiggestellt worden. Im Bereich der Erich-Klausener-Realschule hat das Amt für Mobilität und Tiefbau seit Anfang November den 140 Meter langen Abschnitt zu einer vier Meter breiten, rot asphaltierten Fahrradstraße umgebaut. Bislang verlief dort ein 2,5 Meter breiter Radweg.

"Diese Maßnahme ist ein erster wichtiger Schritt zur Umgestaltung der gesamten Fahrradachse entlang der Bismarckallee. Zum ersten Mal verwenden wir in Münster roten Asphalt für eine Fahrradstraße und rollen den Radfahrenden damit gewissermaßen den roten Teppich aus. Es ist ein Vorgeschmack darauf, wie Fahrradstraßen in Münster künftig gestaltet sein werden", erläutert Stadtbaurat Robin Denstorff.

Der neu gebaute Abschnitt bietet Radfahrenden echte Vorteile. Sie haben deutlich mehr Platz als zuvor und können die asphaltierte Oberfläche komfortabel befahren. Die rote Farbe zeigt außerdem: Dies ist eine Straße für Fahrradfahrende. Der Abschnitt in Höhe der Schule darf – wie zuvor – nicht von Autos genutzt werden.

Der Umbau ist wichtig, weil die Bismarckallee eine hohe Bedeutung für den Fahrradverkehr hat. Sie erschließt verschiedene universitäre Einrichtungen, die Erich-Klausener-Schule und den Aasee als Erholungsgebiet. Gleichzeitig verbindet Sie als Teil der Veloroute die Innenstadt, Münster-Mecklenbeck und im weiteren Verlauf Senden.

Foto: Die letzten Handgriffe noch: An der Fahrradstraße Bismarckallee in Höhe der Erich-Klausener-Schule ist die Fahrbahn auf vier Meter verbreitert worden und am Ende des Tages wieder für die Radfahrenden freigegeben. Foto: Stadt Münster.

Quelle: Stadt Münster am 26.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Ausschuss in Borken beschließt "Lange Stiege"-Umgestaltung zur Fahrradstraße

In der Sitzung am 28. Mai 2019 hat der Umwelt- und Planungsausschuss entschieden, dass die Straße "Lange Stiege" in eine Fahrradstraße umgestaltet werden soll. Nun wurde im Umwelt- und Planungsausschuss am 20. November 2019 die konkrete Umsetzung der Fahrradstraße vorgestellt und beschlossen. Eine Förderung von 70 Prozent ist beim Land NRW beantragt. Die Maßnhame ist Ergebnis des Radverkehrskonzeptes zur Förderung des Radverkehrs in Borken.

Zukünftig wird die Straße vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Das bedeutet auch, dass Radfahrerinnen und Radfahrer nun regelmäßig auf der Fahrbahn nebeneinander fahren dürfen. Autofahrer müssen nun regelmäßig hinterherfahren. Die Lange Stiege wird als "Anlieger frei" ausgewiesen und erhält an den Knotenpunkten Vorfahrt, wo bisher rechts vor links galt. Um dies zu verdeutlichen werden die Knotenpunkte mit roter Fahrbahnmarkierung umgestaltet. Die Stellplätze von Lütke Esch bis Butenwall werden zukünftig auf 10 Stück reduziert und als Anwohner-Parkflächen ausgewiesen.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 77.000 Euro. Eine Förderung von 70 Prozent ist beim Land NRW beantragt. Der Eigenanteil der Stadt Borken beträgt 30 Prozent. Sobald der Förderbescheid vorliegt, können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Die Stadt Borken rechnet Mitte 2020 mit einer positiven Förderzusage. Die Maßnahme ist Ergebnis des Radverkehrskonzeptes zur Förderung des Radverkehrs in Borken.

Quelle: Stadt Borken am 25.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Straßen.NRW lud zur RS1-Konferenz ein - Landesbetrieb und Kommunen wollen Kräfte bündeln

"Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um den Radschnellweg RS1 gemeinsam voranzubringen!" Diesen Appell richtete Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek jetzt an alle beteiligten Städte und Kreise. Die Chefin des Landesbetriebes, der 2016 die Planungsverantwortung für den RS1 übernommen hat, hatte Dezernenten und Fachplaner aus Duisburg, Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen, Hamm und dem Kreis Unna sowie den Regionalverband Ruhr (RVR) in die Straßen.NRW-Regionalniederlassung nach Bochum eingeladen, um Möglichkeiten zu diskutieren, den RS1 schneller zu verwirklichen. Mit am Tisch außerdem die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS). "Wir wollen unsere Mitglieder bei der Realisierung dieses wichtigen Projektes unterstützen und arbeiten darum eng mit Straßen.NRW zusammen", betonte AGFS-Vorstand Christine Fuchs. Über 100 Kilometer soll die Trasse von Duisburg nach Hamm führen, doch wann der Radschnellweg RS1 auf dieser Länge tatsächlich befahren werden kann, dazu wagt derzeit niemand eine sichere Prognose.

Mit einem Großteil der Städte hat der Landesbetrieb Planungsvereinbarungen geschlossen, die eine volle Kostenübernahme vorsehen. So können die Kommunen in ihrem Bereich selbst planen und auch bauen. Allerdings geht es nicht überall so voran, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen. Viele Teilnehmer der RS1-Konferenz beklagten fehlende Ingenieure, Hürden im Planungsrecht oder auch langwierige Abstimmungsprozesse. Gemeinsam wurden nun Lösungsvorschläge erarbeitet, die die Planungsprozesse erleichtern könnten. "Einen solchen Austausch wird es nun alle sechs Monate geben, um dauerhaft im Gespräch zu bleiben und mögliche Hindernisse schnell aus dem Weg zu räumen", kündigte Elfriede Sauerwein-Braksiek an. Und nicht nur das: Der fachliche Austausch soll künftig auch digital organisiert werden. Straßen.NRW entwickelt derzeit eine Internet-Plattform, die aktuell über Planung und Bau des RS1 informieren soll. Sauerwein-Braksiek: "Mit dieser Plattform wollen wir aber nicht nur der Öffentlichkeit Einblick in den Stand der Dinge geben, sondern wir wollen auch den Planern ermöglichen, tatsächlich gemeinsam an diesem Großprojekt zu arbeiten."

Quelle: AGFS (radschnellwege.nrw) am 01.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Landesverkehrsministerium fördert Integrierte kommunale Mobilitätskonzepte für Münster und Rhede

Um die Vernetzung von Verkehrsmitteln in Städten und Gemeinden zu stärken und neue Mobilitätsangebote einzubeziehen, fördert das Land Nordrhein-Westfalen kommunale Mobilitätskonzepte. Verkehrsminister Hendrik Wüst hat jetzt zwei Förderbescheide für die Erstellung kommunaler Mobilitätskonzepte an die Städte Münster und Rhede übergeben. "Die Zukunft der Mobilität liegt in der Digitalisierung und Vernetzung vor Ort. Wir unterstützen die Kommunen mit unserem Förderprogramm, diese Chancen zu ergreifen, damit die Menschen besser vorankommen", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Integriertes kommunales Mobilitätskonzept für Münster

Die Stadt Münster möchte mit dem "Masterplan Mobilität Münster 2035+" die Grundlagen für eine umwelt-, klima- und flächenschonende Mobilität der Zukunft legen. Das Mobilitätskonzept soll untersuchen, wie der motorisierte Individualverkehr reduziert und die Verkehrsleistung auf den Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr verlagert werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die multimodale Verbindung von Mobilitätsangeboten an Mobilstationen. Alternative Erschließungskonzepte für die "letzte Meile" sollen unter Berücksichtigung innovativer und digital gesteuerter Technologien untersucht werden. On-Demand-Verkehre, Sharing-Angebote und autonomes Fahren könnten zur Lösung beitragen. Die Fördersumme beläuft sich auf 208.000 Euro für die Jahre 2019 – 2022.

Für die Stadt Münster nahm Stadtbaurat Robin Denstorff den Förderbescheid entgegen. "Mit dem Masterplan Mobilität Münster 2035+ werden wir das Mobilitätsgeschehen in Münster fit für die Zukunft machen. Als Querschnittthema beeinflusst Mobilität die Lebensbedingungen und damit die Lebensqualität in Münster nachhaltig. Ein intelligentes und stadtverträgliches Mobilitätskonzept ist daher einer der Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Entwicklung von Stadt und Region" formuliert Stadtbaurat Robin Denstorff das Ziel des Konzeptes.

Integriertes kommunales Mobilitätskonzept für Rhede

Die Stadt Rhede möchte den Umweltverbund weiter stärken und den Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) reduzieren. Zwar ist die Stadt als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte mit einem Modal-Split-Anteil des Rad- und Fußverkehrs von 46 Prozent an den zurückgelegten Wegen (Stand 2016) bereits führend in Nordrhein-Westfalen. Rhede will aber den MIV insbesondere auf Kurzstrecken weiter reduzieren. So können der Stadtverkehr entlastet und die Lärm- und Umweltbelastungen für die Bevölkerung minimiert werden. Außerdem sollen bereits vorhandene Konzepte und Strategiepapiere zu einem ganzheitlichen Mobilitätskonzept zusammengefasst werden. Die Fördersumme beläuft sich auf 18.400 Euro für das Jahr 2020.

Für die Stadt nahm Bürgermeister Jürgen Bernsmann den Förderbescheid entgegen. Bernsmann: "Die Stadt Rhede bedankt sich beim Land für die finanzielle Unterstützung beim Mobilitätskonzept. Die beiden hinter uns liegenden heißen Sommer haben gezeigt, dass der Klimawandel kein fernes Schreckgespenst mehr ist, sondern uns aktuell erreicht hat und uns alle betrifft. Mit einem ganzheitlichen Mobilitätskonzept möchte die Stadt Rhede ihren Beitrag zur Entlastung der Umwelt durch den motorisierten Verkehr, aber auch zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohnern von Rhede, insbesondere der Kinder und älteren Menschen, leisten."

Förderrichtlinie

Die "Richtlinie zur Förderung der Vernetzten Mobilität und des Mobilitätsmanagements" des Verkehrsministeriums ist zum 01.06.2019 in Kraft getreten. Auf Grundlage dieser Richtlinie können kommunale Vorhaben unterstützt werden, die die Vernetzung der Verkehrsmittel fördern und damit zu einer Erschließung von neuen Mobilitätsoptionen führen. Die Richtlinie ist unterteilt in vier Fördergegenstände: Mobilitätskonzepte und Studien, Maßnahmen zur Digitalisierung, Mobilstationen und andere Infrastrukturen sowie Mobilitätsmanagement. Die zu fördernden Maßnahmen werden künftig in Jahresprogrammen gebündelt. Interessierte Kommunen können ihre Projektanträge bei den jeweiligen Bezirksregierungen einreichen, die auch eine vorherige Beratung anbieten, um eine Förderfähigkeit zu prüfen. Projektanträge für das Jahr 2020 können noch nach Einzelfallprüfung in das Förderprogramm aufgenommen werden; für das Förderprogramm des Jahres 2021 können Anträge bis zum 01.06.2020 bei den Bezirksregierungen gestellt werden.

Quelle: VM Nordrhein-Westfalen am 05.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Dortmund soll Fahrradstadt werden - Radverkehrsanteil soll sich bis 2030 auf 20 Prozent verdoppeln

Dortmund soll Fahrradstadt werden. Nach den vorläufigen Auswertungen der aktuellen Mobilitätsbefragung liegt der Radverkehrsanteil aktuell bei 10 Prozent. Dies ist eine bedeutende Steigerung gegenüber 2013 (6,4 Prozent), ist aber noch weiter ausbaufähig.

Dem Radverkehr kommt neben dem ÖPNV eine zentrale Bedeutung bei der Gestaltung der Verkehrswende und der Reduktion verkehrsbedingter Luftschadstoffe zu. Die Aktivitäten zur Radverkehrsförderung sollen daher massiv ausgeweitet werden, sowohl in Bezug auf bauliche als auch in Bezug auf regulatorische Maßnahmen und der Umsetzung von Kommunikations- und Werbemaßnahmen. Ziel ist es, die Lebensqualität der Dortmunder*innen zu steigern, den öffentlichen Raum für die Nahmobilität zurückzugewinnen sowie die Sicherheit und Aufenthaltsqualität für Fußgänger*innen und insbesondere für mobilitäts-eingeschränkte Personen zu erhöhen.

Der Radverkehrsanteil soll sich bis 2030 auf 20 Prozent verdoppeln. Hierfür ist ein wesentlich höherer Ressourceneinsatz erforderlich. Der Rat hat bereits in seiner Sitzung am 4. Juli 2019 Personalaufstockungen im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt sowie im Tiefbauamt beschlossen; die ersten Einstellungsverfahren laufen derzeit.

Radverkehrsmaßnahmen binden bereits einen zunehmenden Teil des Straßenbauetats. Bis 2022 sollen die Mittel für den Fahrradverkehr auf zunächst jährlich sechs Millionen Euro mindestens hochgefahren werden.

Emissionsfreie Innenstadt: Die Aktivitäten zur Radverkehrsförderung sollen in allen Bereichen verstärkt werden. Vorgesehen ist, vorhandene Netzlücken weiter zu schließen und vor allem sogenannte Substandards in Form von Schutzstreifen Schritt für Schritt abzubauen. Auf Nebenstrecken soll ein Netz von Fahrradrouten durch Ausweisung von Fahrradstraßen entstehen. Die beiden ersten Achsen werden im Rahmen der Emissionsfreien Innenstadt realisiert.

In den nächsten zehn Jahren sollen mindestens 20 neue Abstellanlagen entstehen und mehrere tausend Fahrradbügel im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Das in 2019 begonnene Programm zur Roteinfärbung von Knotenpunkten wird fortgesetzt.

Die Verwaltung beabsichtigt, eine Fahrradnavigationsapp zur Unterstützung der individuellen Routenwahl und zur Erfassung von Datengrundlagen für die Radverkehrsförderung einzuführen. Hierfür werden derzeit Fördermittel des Bundes und des Landes eingeworben.

Ausbau von metropolradruhr: Die im Rahmen der Emissionsfreien Innenstadt vorgesehene Öffentlichkeitskampagne ist Einstieg in eine kontinuierliche Kampagnenarbeit. Sie wird unterstützt durch Aktionen für bestimmte Zielgruppen wie Arbeitspendler, Freizeitradler u.a.m.

Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr soll deutlich ausgebaut werden. Die Stadt Dortmund wird sich dafür einsetzen über eine regionale Ausschreibung mehr Ressourcen für das Fahrradverleihsystem zur Verfügung zu stellen.

Die neuen Pesonalressourcen sollen auch genutzt werden, die Planungsarbeiten am Radschnellweg Ruhr zu beschleunigen. Zur weiteren Planung dieses Projektes wird die Verwaltung Anfang 2020 eine gesonderte Vorlage einbringen.

Quelle: Stadt Dortmund am 12.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Neue Stellplatzsatzung für attraktive Stadtquartiere in Münster geht auf die Zielgerade

Bei Neubauprojekten Radverkehr stärken und Standards sichern / Fahrradabstellplätze statt Kfz-Stellplätze möglich / Rat entscheidet im Dezember

Wie und in welchem Umfang sollen in Münster künftig bei neuen Bauvorhaben Stellplätze für Autos und Fahrräder geschaffen werden? Auskunft hierzu gibt die neue vom Bauordnungsamt erarbeitete Stellplatzsatzung, die im November in den Bezirksvertretungen und im Planungsausschuss beraten und Mitte Dezember im Rat der Stadt Münster entschieden wird.

"Mit der neuen Satzung, die in der Stadt bereits erprobte Standards für Fahrradabstellanlagen rechtlich verbindlich sichert, wollen wir den Radverkehr stärken und Raum für neue zukunftsfähige Mobilitätskonzepte schaffen", erläutert Stadtbaurat Robin Denstorff. Die Satzung fordert zum Beispiel, dass neue Abstellanlagen einen Wetterschutz, gute Sicherungsmöglichkeiten für Fahrräder und auch für Lastenräder passende Abstellplätze bieten müssen. Sie ermöglicht, dass bis zu einem Viertel der für Neubauten notwendigen Kfz-Stellplätze durch Fahrradabstellplätze ersetzt werden und mit Blick auf den Ausbau der E-Mobilität legt sie fest, dass Leerrohre für Stromleitungen zum Aufladen von Batterien verlegt werden.

Quelle: Stadt Münster am 11.11.2019

Nordrhein-Westfalen: Bundesmittel sind bewilligt - Kreis Steinfurt freut sich auf bis zu 4,5 Millionen Euro für das Radweg-Projekt "Triangel"

Ein wichtiger Meilenstein für das Radwege-Projekt "Triangel" und die Einrichtung der ersten Velorouten im Kreis Steinfurt: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert mit bis zu 4,5 Millionen Euro das Vorhaben des Kreises Steinfurt sowie der sechs Anliegerkommunen der Bahntrassen-Radwege Metelen, Rheine, Wettringen, Neuenkirchen, Ochtrup und Steinfurt.

Diese sechs Kommunen im Kreisgebiet sollen über ausgebaute Radwege für den schnellen Alltagsradverkehr miteinander vernetzt werden. Eine Hauptrolle spielen dabei ehemalige Bahntrassen, die – miteinander kombiniert – auch einen etwa 62 Kilometer langen Rundkurs erlauben.

 "Vorrangig geht es darum, mit dem bisher eher touristisch genutzten Radverkehrsnetz den schnellen Radverkehr im Alltag zu unterstützen und damit auch den Klimaschutz zu fördern", sagt Landrat Dr. Klaus Effing. "Mit verschiedenen Elementen eines Bike-Sharings, der Aufstellung neuer Radabstellanlagen und der Anbindung an die starken Achsen des Schienen- und Busverkehrs soll auch die Vernetzung zu diesen Verkehrsträgern gestärkt werden", ergänzt Udo Schneiders, zuständiger Projektleiter beim Umwelt- und Planungsamt des Kreises. Mit den Eigenmitteln zusammen stehen jetzt rund 6,8 Millionen Euro für den Ausbau zur Verfügung. Erste Maßnahmen sollen bereits im Frühjahr des kommenden Jahres umgesetzt werden. Insgesamt muss das Projekt spätestens im Februar 2023 abgeschlossen sein.

Quelle: Kreis Steinfurt am 11.11.2019

Niedersachsen/Nordrhein-Westfalen: Erfahrungsaustausch auf Arbeitsebene, um gute Ausschöpfung der Bundesmittel für Radschnellwege zu gewährleisten

Radschnellwege: Mit den Radschnellwegen Göttingen, Belm und Ruhr RS1 sind Niedersachsen und NordrheinWestfalen die ersten Bundesländer, die über praktische Erfahrungen mit Radschnellwegen verfügen. Beide Länder beabsichtigen den weiteren Bau von Radschnellwegen. Es wird ein Erfahrungsaustausch auf Arbeitsebene vereinbart. Ziel ist eine gute Ausschöpfung der Bundesmittel für Radschnellwege in NRW und Niedersachsen.

Hintergrund für diese Absicht ist die "Verkehrskonsultationen Niedersachsen – Nordrhein-Westfalen am 11.11.2019, mit der sog. "Osnabrücker Erklärung". Darin haben sich die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verabredet, sich gemeinsam für ihre Interessen im Verkehrsbereich einzusetzen. Sie werden Verkehrsprojekte, die beide Länder betreffen, gemeinsam gestalten. Dazu dienen Verkehrskonsultationen auf Ministerebene.

Quelle: VM NRW am 11.11.2019

Sachsen-Anhalt: Land fördert "Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune" mit rund 150.000 Euro

Am 11.11.2019 hat sich in Wittenberg die "Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune" Sachsen-Anhalt (AGFK) konstituiert. "Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Menschen in unserem Land auch im Alltag noch öfter das Auto stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen", sagte Verkehrsminister Thomas Webel in der Lutherstadt bei der 13. Fahrradkommunalkonferenz, die der AGFK-Gründung einen würdigen Rahmen bot. Das Land Sachsen-Anhalt unterstütze die Arbeitsgemeinschaft jährlich mit 150.000 Euro, erklärte Webel.

Webel zufolge haben insgesamt 36 Kommunen* die Arbeitsgemeinschaft gegründet, um gemeinsam als Netzwerk im kommunalen Bereich, aber auch in Zusammenarbeit mit dem Land, den Radverkehr professionell und zielgerichtet zu fördern. Weitere Gemeinden und auch Landkreise hätten bereits angekündigt, dem Netzwerk in naher Zukunft beizutreten, erläuterte der Minister. "Radverkehrsförderung und Radwegebau sind eine Gemeinschaftsaufgabe des Bundes, der Länder und Kommunen", fügte er hinzu. Mit der neugegründeten AGFK habe das Land nun einen starken Partner auf kommunaler Ebene an seiner Seite.

Gleich auf ihrer ersten Sitzung haben die Mitgliedskommunen der AGFK gestern Abend einen Vorstand gewählt. Sechs Städte hatten sich im Vorfeld um die Geschäftsführung und den Sitz der Geschäftsstelle beworben. Die Wahl fiel letztlich auf die Stadt Aken (Elbe), die mit ihrem Konzept am überzeugendsten war.

Den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft übernimmt für die nächsten drei Jahre Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör. Seine beiden Stellvertreter sind Bert Knoblauch, Oberbürgermeister von Schönebeck, sowie Patrick Strüber vom Stadtplanungsamt Magdeburg.

Zur Information: Das Land unterstützt die AGFK mit jährlich 150.000 Euro für die Basisaufgaben der Geschäftsstelle und die Umsetzung von Projekten zur Radverkehrsförderung. Aufgabe der AGFK ist die systematische Förderung des Radverkehrs, um den Radverkehrsanteil zur Förderung des Umweltschutzes und der Gesundheit zu erhöhen, die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu verbessern und den Fahrradtourismus als einen wichtigen Wirtschaftsfaktor zu stärken. Hierzu wird die Arbeitsgemeinschaft eng mit der Landesregierung zusammenarbeiten und als zentraler Ansprechpartner der Kommunen für den Radverkehr in Sachsen-Anhalt dienen. Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, dass die AGFK mit der Umsetzung ihrer Ziele auch einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass noch mehr Menschen im Alltag auf das Fahrrad umsteigen.

* Aken (Elbe), Annaburg, Bitterfeld-Wolfen, Calbe (Saale), Calvörde, Colbitz, Dessau-Roßlau, Eilsleben, Erxleben, Gardelegen, Halberstadt, Halle (Saale), Harbke, Hohenmölsen, Hötensleben, Huy, Jübar, Magdeburg, Wittenberg, Mücheln, Muldestausee, Osterburg, Osterwieck, Sandersdorf-Brehna, Schönebeck (Elbe), Sommersdorf, Stendal,Teuchern, Thale, Ummendorf, Völpke, Wanzleben-Börde, Wefensleben, Wettin-Löbejün, Wolmirstedt, Zörbig

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 11.11.2019

Rheinland-Pfalz: Bau eines 7,5 Kilometer langen Abschnitts auf dem Elztalradweg in der Eifel

In der Eifel beginnt der Bau eines 7,5 Kilometer langen Abschnitts auf dem Elztalradweg. Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat in Oberelz in der Verbandsgemeinde Vordereifel den Spatenstich gesetzt. Das Land fördert den Ausbau des kommunalen Radwegs mit bis zu 844.000 Euro.

"Radfahren liegt im Trend; Radfahren ist gesund. Der Bau des neuen Abschnitts bereichert die Radwegeinfrastruktur und auch den Tourismus in der Eifel. Mit dem Lückenschluss erhalten die Radfahrerinnen und Radfahrer eine attraktive Verbindung zu weiteren Eifelradwegen", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht.

Das Land fördert den Bau des Radwegs mit bis zu 844.000 Euro. Die Verbandsgemeinde Vordereifel kann von einem Förderaufschlag von 10 Prozent für den Bau kommunaler Radwege profitieren, den das Verkehrsministerium zu Beginn des Jahres ermöglicht hatte. "Das Land trägt mit seinen Investitionen gezielt dazu bei, das Fahrrad als Verkehrsmittel aufzuwerten", so Staatssekretär Becht.

Der Bau des 7,5 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Kläranlage Oberelz und Monreal schafft eine wichtige Verbindung für das großräumige Radwegenetz. Der Radweg mitten im Elztal ist auch touristisch von besonderer Bedeutung.

Der durch zwei Landkreise führende Elztalradweg soll insbesondere den Anschluss herstellen zu den touristischen Radwegen Vulkan-Rad-Route, zur Eifel-Mosel-Route, zum Vulkanpark-Radweg, dem Maifeld-Radweg sowie dem Mayen-Monreal-Bermel-Radweg.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 06.11.2019

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Thüringen: Neue Rad- und Fußgängerbrücke über die Lossa in Buttstädt - Lückenschluss in wichtiger Radwegeverbindung

Ein Meilenstein bei der Umsetzung des Wege- und Gewässerplans im Flurbereinigungsverfahren Buttstädt ist geschafft. Mit Hilfe eines Autokranes wurde die 12 Meter lange und 1,7 Tonnen schwere Rad- und Fußgängerbrücke in die Widerlager eingepasst. Die Brücke ist Bestandteil einer Wegebaumaßnahme, die zur besseren Erschließung der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und der Lossa (Gewässer II. Ordnung) zwischen der Landstraße L 1057 und der Mannstedter Straße in Hardisleben gelegen sind. Aus diesem Grund wurde die Erschließungsmaßnahme als gemeinschaftliche Anlage in den Wege- und Gewässerplan des Flurbereinigungsverfahrens Buttstädt aufgenommen.

In Verbindung mit den noch in diesem Jahr fertigzustellenden ländlichen Wegen ist damit nicht nur ein Lückenschluss der Radwegeverbindung zwischen den Orten Rastenberg, Hardisleben, Buttstädt, Eßleben, Teutleben bis nach Herrengosserstedt in Sachsen- Anhalt geschaffen, sondern auch eine Mehrfachnutzung ländlicher Wege gewährleistet. Die Baumaßnahme der Teilnehmergemeinschaft Buttstädt als Bauherr wurde nach der Richtlinie zur Förderung der Integrierten Ländlichen Entwicklung im Rahmen der Flurbereinigung finanziell unterstützt.

Quelle: Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation am 28.11.2019

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30. November 2019
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