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Oktober 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Deutschland: Auf Initiative von Mecklenburg-Vorpommern: Verkehrsminister für einheitliche Radwegweisung an Bundesstraßen

Die Verkehrsminister der Länder haben sich im Rahmen der Verkehrsministerkonferenz am 9./10. Oktober 2019 in Frankfurt am Main einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Bund künftig die Kosten für eine wegweisende Beschilderung für den Radverkehr bei straßenbegleitenden Radwegen an Bundesstraßen übernehmen soll. Der entsprechende Beschlussvorschlag war von Mecklenburg-Vorpommern eingebracht worden.

"Der Radverkehr muss gleichberechtigtes Mitglied im Straßenverkehr werden. Dazu gehört auch eine durchgehende, einheitliche Wegweisung, die auf die speziellen Belange des Radverkehrs angepasst ist", betont Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und sagt weiter: "Autos und Fahrräder fahren unterschiedliche Distanzen auf zuweilen verschiedenen Wege. Es reicht daher nicht aus, auf die vorhandene amtliche Beschilderung – üblicherweise die 'gelben Straßenschilder' hinzuweisen, die in der Regel Ziele in längerer Distanz abbilden." Zu diesem Ergebnis kam auch die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Sie hat entsprechende Empfehlungen zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr herausgegeben. Demnach sei eine über die bisherige amtliche Beschilderung hinausgehende, aber zur Förderung und Verbesserung des Radverkehrs sinnvolle Beschilderung von straßenbegleitenden Radwegen empfehlenswert.

"Die gesonderte Beschilderung für Radfahrer an allen Straßen im Land ist längst überfällig. Deshalb haben wir es uns in Mecklenburg-Vorpommern zum Ziel gesetzt, schnellstmöglich flächendeckend eine den Empfehlungen entsprechende Beschilderung an Radwegen einzurichten. Das trifft nicht nur das Land als Eigentümerin und damit Straßenbaulastträgerin der Landesstraßen, sondern auch die Kommunen, Landkreise und eben den Bund", betont der Minister. Bislang hatte der Bund die Finanzierung der notwendigen Schilder abgelehnt: Mit der Begründung, dass die beabsichtigte Beschilderung über die amtlich vorgesehene hinausgehe.

"Diese Entscheidung haben wir zum Anlass genommen, den gestern von allen Ländern befürworteten Beschlussvorschlag zu erarbeiten", so Christian Pegel. Angesichts der erzielten Einstimmigkeit zeigt er sich erfreut: "Wenn wir den Radverkehr stärken, ihn attraktiv gestalten und den Radfahrern ein sicheres Gefühl geben wollen, ist eine an den Radverkehr angepasste Beschilderung von elementarer Bedeutung. Zu einer guten Radverkehrsinfrastruktur gehört eben auch eine durchgängige einheitliche Fahrradwegweisung - sowohl für den Alltagsverkehr als auch für touristische Zwecke. Unser Ziel ist daher eine Beschilderung, die im ganzen Land und bundesweit einheitlich für den Fahrradverkehr geregelt ist. Der gestern einstimmig gefasste Beschluss zeigt, dass dazu zumindest unter den Ländern Konsens herrscht."

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern am 10.10.2019

Baden-Württemberg: Planung für Radschnellwege im Raum Freiburg startet

Die Planung für die neuen Radschnellwege zwischen Freiburg, Emmendingen und Waldkirch kann starten – und die Region setzt sich mit geballter Kraft dafür ein, dass die Projekte so schnell wie möglich umgesetzt werden. Das hat Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer nach einem Auftakttreffen mit Landrat Hanno Hurth (Emmendingen), den Oberbürgermeistern Martin Horn (Freiburg), Stefan Schlatterer (Emmendingen), Roman Götzmann (Waldkirch), den Bürgermeistern Raphael Wald (Gundelfingen) und Markus Hollemann (Denzlingen) sowie Albrecht Simon vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mitgeteilt. An dem Treffen im Basler Hof in Freiburg nahm auch Christian Dusch teil, der Direktor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein.

"Die Radschnellwege sind eine große Chance für die Region, die wir gemeinsam ergreifen. Damit wollen wir insbesondere Pendlern das Umsteigen auf das Fahrrad erleichtern und so einen Beitrag zum Klimaschutz und auch zur Gesundheit der Menschen leisten", betonte Regierungspräsidentin Schäfer. Einer Machbarkeitsstudie zufolge liegt das Verkehrspotenzial auf den beiden Strecken im Raum Freiburg bei bis zu 12.000 Radfahrern am Tag. Neben Berufspendlern und Schülern können die gut ausgebauten, separaten Fahrradtrassen künftig auch von Freizeitradlern und Familien genutzt werden.

Bis 2025 sollen in Baden-Württemberg zehn Radschnellwege realisiert werden. Bund und Land stellen den Kreisen und Kommunen dazu Förderungen von über 80 Prozent zur Verfügung. Die rund 21 Kilometer langen Teilstrecken ab der Stadtgrenze Freiburgs bis nach Waldkirch und Emmendingen plant und baut das Regierungspräsidium (RP) als Landesprojekt. Für die fünf Kilometer lange Etappe auf dem Stadtgebiet trägt die Stadt Freiburg die Baulast. Um Flächen zu sparen, sollen möglichst viele bestehende Wege verwendet werden.

"In den nächsten Wochen wird das Regierungspräsidium gemeinsam mit den Gemeinden die Bestandsdaten erheben und die Interessen sammeln", kündigte Bärbel Schäfer an. Einbezogen würden auch die Verbände ADFC und VCD. Darüber hinaus sei eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen. "Bei der Planung betreten wir Neuland, da es in der gesamten Bunderepublik bislang nur wenige Erfahrungen mit Radschnellverbindungen gibt", erklärte die Regierungspräsidentin. Um das Baurecht zu erlangen, sei ein vergleichbarer Aufwand wie bei einer Ortsumfahrung notwendig.

Quelle: Fahrradland BW am 21.10.2019

Baden-Württemberg: Neue Radschnellwege zwischen Rottenburg-Tübingen und Tübingen-Reutlingen

Minister Hermann: Baulastträgerschaft ist geklärt - Planungsprozess für den Radweg zwischen Rottenburg und Tübingen beginnt im Frühjahr 2020.

Das Ministerium für Verkehr plant gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Tübingen und dem Landkreis Tübingen zwei sehr attraktive Radschnellwege. Verkehrsminister Winfried Hermann (MdL): "Mit dem Bau von Radschnellwegen bekommen Menschen, die täglich das Fahrrad nutzen, die Möglichkeit, schnell, umwelt- und klimafreundlich sowie gesundheitsfördernd zu komfortabel zu pendeln. Deshalb ist es mir wichtig, dass nun auch im Bereich der beiden Oberzentren Tübingen und Reutlingen die Frage der Baulastträgerschaft von möglichen Radschnellwegen geklärt ist."

Um die Realisierungschancen von Radschnellwege beurteilen zu können, wurden im Regierungsbezirk Tübingen in insgesamt sechs Machbarkeitsstudien mögliche Strecken untersucht. Die Ergebnisse der Studien liegen nun vor.

Für die Radschnellwege zwischen Rottenburg am Neckar und der Universitätsstadt Tübingen ist ein Verkehrspotenzial von täglich ca. 2.600 Radfahrenden prognostiziert. Auch für die Verbindung zwischen Tübingen und Reutlingen sind über 2.500 Radfahrende zu erwarten. Somit erfüllen beide Routen die Anforderungen an Radschnellwege in der Baulastträgerschaft des Landes.

"Die flache Strecke zwischen Rottenburg am Neckar und Tübingen ist geradezu ideal für eine schnelle Radpendlerverbindung. Auf diese Weise kann man künftig auf zwei Rädern am Stau vorbeifahren“, unterstreicht Verkehrsminister Winfried Hermann.

"Vor der Planung sind mit den Kommunen entlang der Verbindung zwischen Tübingen und Reutlingen noch weitergehende Abstimmungen erforderlich. Deshalb wird das Regierungspräsidium Tübingen zunächst mit dem Planungsprozess für die Strecke zwischen Rottenburg und Tübingen im Frühjahr 2020 beginnen", kündigt Regierungspräsident Tappeser die nächsten Arbeitsschritte an. Parallel dazu finden die Abstimmungen mit den Kommunen und den beiden Landkreisen zu dem Radschnellweg zwischen Tübingen und Reutlingen statt.

"Die Machbarkeitsstudien belegen das Potential und die Machbarkeit der Radschnellwege zwischen Rottenburg, Tübingen und Reutlingen. Wir sehen uns in unserer ersten Einschätzung bestätigt. Wir freuen uns über die Entscheidung des Landes," betont der Tübinger Landrat Joachim Walter. Das Landratsamt Tübingen hatte die Machbarkeitsstudien beauftragt und war dabei aus Landesmitteln finanziell unterstützt worden.

Hintergrundinformationen: Auf der Landesentwicklungsachse Rottenburg (Mittelzentrum) – Tübingen (Oberzentrum) – Reutlingen (Oberzentrum) wurden vom Landratsamt Tübingen zwei Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen erstellt. Diese Machbarkeitsstudien wurden vom Land Baden-Württemberg in den Jahren 2017 bis 2019 mit 80 Prozent der beantragten Planungskosten durch Sondermittel des Landes gefördert. Die Planungs- und Baukosten übernimmt das Land - mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten von Kommunen mit mehr als 30.000 Einwohnern, welche die jeweiligen Kommunen selbst tragen.

Die Rahmendaten der Radschnellwege:

  • Radschnellwegweg Tübingen – Rottenburg: Grobe Kostenschätzung gemäß Machbarkeitsstudie ca. 24 Mio. Euro, Gesamtlänge ca. 12 Kilometer
  • Radschnellweg Tübingen – Reutlingen: Grobe Kostenschätzung gemäß Machbarkeitsstudie ca. 14 Mio. Euro, Gesamtlänge ca. 15 Kilometer

Radschnellwege sind qualitativ hochwertige, direkt geführte und leistungsstarke Radverkehrsverbindungen. Aufgrund ihrer direkten, umwegefreien Führungen mit wenigen Stopps und großer Breiten sind sie besonders attraktiv, gerade auch auf längeren Distanzen. Sie regen damit Pendler an, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Sie haben daher insbesondere im Hinblick auf die steigende Nutzung von E-Bikes und Pedelecs großes Potenzial, um Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen.

Radschnellwege zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Gesamtstrecke: mindestens fünf Kilometer
  • interkommunale Verbindung
  • bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr (durchschnittlicher täglicher Verkehr an Werktagen  ≥ 2.000 Radfahrende/24h auf überwiegenden Teil der Gesamtstrecke)

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) am 25.10.2019

Baden-Württemberg: Unterstützung für Radweg zwischen Bergatreute und Baienfurt (Landkreis Ravensburg)

Die Planung eines Radwegs zwischen den oberschwäbischen Kommunen Bergareute und Baienfurt (Landkreis Ravensburg) kommt voran. Bei einem Treffen im Ministerium für Verkehr verabredeten die Beteiligten, eine Aufteilung von Planung und Finanzierung zu prüfen. Demnach könnten die Kommunen die neue Verbindung planen, um dafür zu sorgen, dass der Radweg schneller gebaut werden kann. Den Bau würde dann das Land oder der Bund finanzieren. An dem Gespräch mit dem Amtschef des Ministeriums, Prof. Uwe Lahl, nahmen die Bürgermeister von Bergatreute, Helmfried Schäfer, von Baienfurt, Günter Binder und die Bürgermeisterin von Baindt, Simone Rürup, sowie die Landtagsabgeordneten Manfred Lucha, Petra Krebs (beide Grüne), Raimund Haser und August Schuler (beide CDU) teil.

Ministerialdirektor Lahl, wies bei dem Treffen darauf hin, dass der Bund im Rahmen seines neuen Klimapakets auch eine deutliche Anhebung der Mittel für Radwege eingeplant habe. Diese könnten voraussichtlich in Anspruch genommen werden, wenn Gemeinden eine fertige Planung vorweisen. Um den Kommunen eine Sicherheit zu geben, brachte Ministerialdirektor Lahl eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Land ins Gespräch. Er sagte: "Wenn alle Beteiligten an einen Strang ziehen, dann kommen solche Projekte gut voran."

"Wir sind mit dem Treffen im Ministerium einen wichtigen Schritt weiter gekommen bei der Realisierung des Radweges", stellten unisono die Bürgermeister Schäfer und Binder sowie Bürgermeisterin Rürup fest. Die nächsten Schritte bedürften allerdings der Zustimmung der kommunalen Gremien.

Der 5,7 Kilometer lange Streckenabschnitt auf der Landesstraße 314 ist aufgrund der Fahrgeschwindigkeit der Pkw gefährlich für Radfahrer, auch wenn er nicht zu den Unfallschwerpunkten im Land zählt. Aus diesem Grund unterstützt das Land das Bauvorhaben und eine Sonderregelung zur Planung wurde vereinbart.

Vom Bund werden voraussichtlich Mittel zur Verfügung gestellt, die im neuen Klimapaket der Bundesregierung geplant sind. Die Sondervereinbarung beschleunigt die Realisierung des neuen Radwegs. Angesichts vieler anderer Vorhaben im Regierungsbezirk Tübingen wäre eine Aufnahme der Planung eines Radweges an der L 314 seitens des Regierungspräsidiums in absehbarer Zeit nicht möglich. 

Quelle: MV Baden-Württemberg am 18.10.2019

Berlin: Abriss und Neubau einer Fuß- und Radverkehrsbrücke in Pankow im Zuge des Radfernwegs Berlin-Usedom

Im Rahmen der Erneuerung der Bundesautobahn A 114 wird die Königsteinbrücke einschließlich der anschließenden Rampen Ende Oktober 2019 abgerissen und danach neu gebaut. Die Fußgänger- und Radverkehrsbrücke ist Bestandteil des Radfernwegs Berlin-Usedom. Sie führt über die A 114 und die parallel zur Autobahn verlaufende Panke. Das neue Brückenbauwerk soll mit barrierefreien Rampen bis Ende 2020 fertiggestellt werden.

Ab Beginn der Sperrung bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaues ist die Überquerung der Autobahn für den Fuß- und Radverkehr über die ca. 1 km südlich gelegene Hebammensteigbrücke möglich. Die Umleitungsstrecke zwischen der Königsteinbrücke und Hebammensteigbrücke verläuft östlich der Autobahn entlang der Flaischlenstraße, Freischützstraße und Burgwallstraße und ist entsprechend ausgeschildert. Die Umleitungsstrecke wurde für den Fuß- und Radverkehr temporär ertüchtigt und die vorhandene Treppenanlage östlich der Hebammensteigbrücke umgebaut.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 22.10.2019

Berlin: Neubau des Wasser­wegs am Spree­park im Zuge des Europaradfernwegs R1

Der am südlichen Rand des Spreeparks gelegene Wasserweg soll zukünftig Bestandteil des Europaradwegs "R1" werden. infraVelo hat nun die Planung für den Neubau des Radwegs beauftragt.

Der Europaradweg "R1" führt über 4.500 km als Radfernweg von London bis nach Helsinki. Knapp 980 km der Route verlaufen durch Deutschland, etwa 68 km durch Berlin. Einige Abschnitte in Berlin weisen mittlerweile bauliche Mängel auf, eine ausreichende Verkehrssicherheit ist teilweise nicht gegeben. Das soll sich ändern: In einem ersten Schritt soll eine sicherere Führung des Europaradwegs "R1" im Abschnitt Alt-Treptow/Plänterwald umgesetzt werden. Bisher führt der Weg umwegig über die Neue Krugallee und den Dammweg zur Kiehnwerderallee. Radelnde müssen die Straße Alt-Treptow/Neue Krugallee an einer unsicheren Stelle mit abknickendender Vorfahrt queren.

Ziel ist, den Wasserweg zwischen Bulgarische Straße und Kiehnwerderallee für Fußgänger*innen und Radfahrende auszubauen. Durch die Verlegung des Europaradwegs auf den Wasserweg wird die Strecke um 500 Meter verkürzt und die Sehenswürdigkeiten Eierhäuschen und Spreepark werden direkt angebunden. Die Querung der Straße Alt-Treptow soll zukünftig ca. 100 m nördlich des Knotenpunktes an einer deutlich übersichtlicheren und damit verkehrssicheren Stelle erfolgen.

infraVelo hat die dafür erforderlichen Planungsleistungen ausgeschrieben und an das Dresdner Entwurfs- und Ingenieurbüro EIBS vergeben. Die Entwurfs-, Abstimmungs- und Genehmigungsphase soll im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Nach erfolgter Ausschreibung sollen die Bauarbeiten im Laufe des Sommers 2020 beginnen.

Quelle: GB infraVelo GmbH am 18.10.2019

Berlin: Hinweise zur Radschnellverbindung "West-Route" in Bear­beitung

Bei einer Info- und Dialogveranstaltung am 13. August 2019 brachten sich etwa 120 Teilnehmende in den Diskussionsrunden zu einzelnen Routenabschnitten der Radschnellverbindung "West-Route" ein. Eine Übersicht fasst die Hinweise kommentiert zusammen. In einer Liste wurden Ideen und Hinweise der Teilnehmenden zusammengefasst – sortiert nach den drei Bereichen des untersuchten Trassenkorridors. Diese werden fortlaufend von den Planer*innen bearbeitet und geprüft. Die Liste informiert über den aktuellen Bearbeitungsstand (Stand 14. Oktober 2019). 

Quelle: GB infraVelo GmbH am 16.10.2019

Berlin: Oberbaumbrücke (eine der meistbefahrenen Brücken Berlins) bekommt neue Radwege

Die Oberbaumbrücke, eine der meistbefahrenen Radfahrstrecken Berlins, erhält nach Abschluss der Fahrbahnsanierung im Oktober 2019 deutlich verbesserte, breitere und sichere Radwege auf beiden Seiten. Um dafür Platz zu schaffen, wird die Zweispurigkeit der Fahrbahn für Autos aufgehoben und in jeweils eine (überbreite) Spur pro Richtung umgewandelt. Die neue Aufteilung entspricht den Vorgaben des Mobilitätsgesetzes.

Die künftige Platzverteilung auf der Brücke, deren straßenverkehrsrechtliche Anordnung durch die Verkehrslenkung Berlin bereits erfolgt ist, wird folgendermaßen bemessen sein:

In Richtung Friedrichshain wird der Radfahrstreifen von bisher 1,35 Meter auf 2,0 Meter verbreitert – hinzu kommt ein 80 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen (Doppellinie) als Begrenzung zur Fahrbahn. In Richtung Kreuzberg wird der Radfahrstreifen von bisher 1,60 Meter auf 2,0 Meter verbreitert – hinzu kommt auch hier ein 80 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen (Doppellinie) als Begrenzung zur Fahrbahn. Die Fahrbahn für Kraftfahrzeuge wird in beiden Richtungen auf je 4,45 Meter beschränkt (statt vorher 6,0 Meter auf insgesamt zwei Spuren). Der notwendige Verkehrsfluss für Kfz bleibt so erhalten. In der Fahrbahnmitte trennt ein knapp 0,5 Meter breiter Streifen die Richtungen. Für Zufußgehende wird es (wie vor der Sanierung) Gehwege unter den U-Bahn-Arkaden (gut vier Meter) und auf der Nordwestseite der Brücke (gut drei Meter) geben. Auch die Zufahrt wird an beiden Enden der Brücke optimiert. Insbesondere auf Kreuzberger Seite ergibt sich eine besser gesicherte Situation für Radfahrende, weil die rechte Kfz-Spur für den Durchgangsverkehr entfällt und nur noch zur Grundstückserschließung dient.

Mit der neuen Verkehrslösung wird eine entscheidende Verbesserung für den Radverkehr auf dieser wichtigen Verbindung über die Spree geschaffen. Zugleich sorgen die Kfz-Spuren für die unverzichtbare Entlastung der benachbarten Elsenbrücke, die in den kommenden Jahren in mehreren Teilschritten komplett neu errichtet und daher in mittelfristiger Perspektive eingeschränkt leistungsfähig bleiben wird. Die neue Fahrbahnmarkierung auf der Oberbaumbrücke wird dabei als Verkehrsversuch qualifiziert, die Folgen für den Verkehrsfluss aller Verkehrsteilnehmenden beobachtet und analysiert.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 17.10.2019

Berlin: Sanierte Yorckbrücke 10 kommt zurück

Die Yorckbrücke 10 wurde zur Eröffnung des westlichen Teils des Parks am Gleisdreieck 2013 behelfsmäßig hergerichtet und war bis zum Einbau der Brücke 17 der einzige Übergang zwischen den Parkteilen auf beiden Seiten der Yorckstraße. Ende Juni 2019 wurde sie demontiert und zur Sanierung abgefahren. Nach dem Einhängen am kommenden Wochenende steht sie allerdings noch nicht gleich für den Fuß- und Radverkehr zur Verfügung.

Die Brücke erhält eine zusätzliche Gehbahn aus Gussasphalt auf Leichtbeton. Gleichzeitig beginnen die Landschaftsbauarbeiten für die Yorckpromenade, die die in diesem Jahr sanierten Brücken 10, 11, 14 und 17 mit dem Wegenetz im Flaschenhalspark und im Park am Gleisdreieck verbinden wird. Die Freigabe der vier sanierten Yorckbrücken und die Eröffnung der Promenade erfolgt im Frühjahr 2020. Bis dahin steht als Übergang zwischen den Parkteilen die Yorckbrücke 17 zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier: https://gruen-berlin.de/projekt/sanierung-der-yorckbruecken

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 17.10.2019

Berlin: Bau eines Geh- und Radweges auf der östlichen Seite der Wuhle im Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Der Wuhlewanderweg auf der östlichen Seite, vom S-U Bahnhof Wuhletal bis zur vorhandenen Betonspur, wird als Geh- und Radweg ausgebaut. Damit erhält der Wuhlewanderweg nun auch auf dieser Seite einen direkten und barrierefreien Zugang, welcher im Moment durch das Vorhandensein einer Böschung nicht möglich ist.

Im Bereich der Kaulsdorfer Teiche wurde in Abstimmung mit dem Naturschutz Berlin-Malchow und der Unteren Naturschutzbehörde festgelegt, dass in diesem Bereich der Radweg zweispurig (je 1,20 Meter Breite) errichtet wird und somit ein Schutzstreifen für querende Amphibien entsteht. Um für die Radfahrer eine Ausweichmöglichkeit zu schaffen, werden in diesem Streifen Querungsstellen angelegt.
Für die in dieser Zeit entsprechend der Baumaßnahme entstehenden Teil- bzw. Vollsperrungen des Weges, sollte der Wanderweg auf der westlichen Seite der Wuhle genutzt werden.

Quelle: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin am 14.10.2019

Brandenburg: Neuer Geh- und Radweg an der L 200 zwischen Biesenthal und Wullwinkel (Landkreis Barnim) freigegeben

Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse hat am 23.10.2019 den Geh- und Radweg zwischen Biesenthal und Wullwinkel (Landkreis Barnim) für den Verkehr freigegeben. Der jetzt fertig gestellte ca. 2,7 km lange Abschnitt ist der Lückenschluss des Geh- und Radweges zwischen Bernau bei Berlin und Biesenthal. Die Kosten liegen bei 1,1 Millionen Euro. Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) wurde der Bau mit 508 Tsd. Euro unterstützt, das Land trägt 342 Tsd. Euro. Die Gemeinde Biesenthal beteiligt sich mit 280 Tsd. Euro.

"Es hat lange gedauert, um ans Ziel zu kommen. Jetzt ist der Radweg fertig. Das ist eine gute Nachricht vor allem für die Kinder und Jugendliche, die hier täglich ihren Schulweg zurücklegen, ist die Strecke jetzt deutlich sicherer geworden. Für die Erwachsenen bietet es sich an, für kurze Strecken das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Rad zu benutzen. Auch der Naturschutz hat bei dem Neubau eine Rolle gespielt, die hier lebenden Zauneidechsen wurden umgesiedelt" sagte Staatssekretärin Jesse.

Der neue Abschnitt beginnt an der Bushaltstelle in Wullwinkel und schließt damit an den bereits fertig gestellten Weg an. Im Weiteren folgt er parallel dem Verlauf der Landesstraße 200. Im weiteren Verlauf quert er am Ortseingang Biesenthal das Sydower Fließ. Hier wurde neben der Straßenbrücke für den neuen Weg eine eigene Radweg-Brücke gebaut. Die ebenfalls neu entstandene Mittelinsel in Biesenthal ermöglicht es, sicher die Straße zu überqueren. Der Radweg wurde mit Asphaltbeton gebaut. Der Start der Bauarbeiten war im März 2019.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 23.10.2019

Brandenburg: Spatenstich für den Radweg entlang der B 273 zwischen Wandlitz und Wensickendorf

Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse hat den ersten Spatenstich für den Radweg entlang der B 273 zwischen Wensickendorf und Wandlitz gesetzt. Die geplante Baumaßnahme ist Bestandteil des Programms des Landes Brandenburg zum Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen.

"Mit dem neuen Radweg verbessern wir die Mobilität im ländlichen Raum. Grundlage dafür ist die Radverkehrsstrategie des Landes, die von der neuen Radverkehrsbeauftragten koordinierend umgesetzt wird. In diesem Jahr setzen wir etwa 12 Millionen Euro für den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen ein. Zwischen Wensickendorf und Wandlitz sind Kinder, Jugendliche und alle anderen Radfahrinnen und Radfahrer zukünftig verkehrssicherer unterwegs", sagte Jesse.

Die Länge des Abschnitts liegt bei etwa 5 km. Im Zusammenhang mit dem Bau ist auch die Errichtung einer Radwegbrücke über die Briese erforderlich. Parallel zum Bau ist vorgesehen, vorhandene Durchlässe im Baubereich zu erneuern und die Fahrbahndecke der B 273 vom Knotenpunkt B 273/ Basdorfer Straße bis zum Bahnübergang in Wensickendorf zu sanieren. Darüber hinaus wird der bestehende Radweg in Richtung Schmachtenhagen saniert. Alle betroffenen Grundstückszufahrten werden baulich angepasst. Zudem wird in den Ortslagen Wensickendorf, Stolzenhagen und Rahmersee im Auftrag der Stadt Oranienburg und der Gemeinde Wandlitz eine Straßenbeleuchtung installiert.

Das Bauvorhaben wird gemeinsam vom Bund, der Gemeinde Wandlitz und der Stadt Oranienburg mit 3,8 Millionen Euro finanziert. Der Bund beteiligt sich mit 2,5 Millionen Euro, die Städte Oranienburg und Wandlitz stellen 250 Tsd. Euro bzw. 190 Tsd. Euro bereit, das Land investiert 60 Tsd. Euro.

Der Bau des Radweges und die damit zusammenhängende Erneuerung der Bundesstraße erfordert umfangreiche Sperrmaßnahmen. Während der Bauarbeiten wird die Straße halbseitig gesperrt. Für den Bau der Durchlässe und während der Deckenerneuerung wird eine 2-monatige Vollsperrung eingerichtet. Im Dezember 2020 sollen die Bauarbeiten beendet sein.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 07.10.2019

Brandenburg: B 246: Neuer Radweg zwischen Bad Belzig und Lüsse

Ein Teilabschnitt der Bundesstraße 246 zwischen Bad Belzig und Lüsse ist fertiggestellt. Am 28.10.2019 wurde die Straße feierlich für den Verkehr freigegeben. Insgesamt wurden etwa 7,9 Millionen Euro für den Neubau einer Eisenbahnbrücke, den Bau eines Radwegs, die Asphaltierung der Fahrbahn und den Einbau von Schutzplanken investiert.

In Potsdam sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider anlässlich der Freigabe: "An der B 246 haben wir die neuesten Standards für die Verkehrssicherheit umgesetzt. Für Radfahrerinnen und Radfahrer ist die Straße jetzt sicher. Die neuen Rückhaltesysteme bieten mehr Sicherheit für Autos und LKW. Sehr wichtig war auch der Neubau der Brücke über die Eisenbahnlinie, mit dem die alte schadhafte Brücke ersetzt worden ist."

Die Gesamtkosten von etwa 7,9 Millionen Euro wurden vom Bund und der Deutschen Bahn AG getragen. Der Anteil der DB AG für den Brückenneubau lag bei 3 Millionen Euro, der des Bundes bei 3,6 Millionen Euro. Grundlage für die Finanzierung ist eine sogenannte Kreuzungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn, wonach die Kosten für die Brückenbauwerke oder Tunneln an Bahnlinien und Straßen etwa hälftig übernommen werden. Die Kosten für die Arbeiten an der Straße lagen bei einer Million Euro, die für den Neubau des Radwegs bei 300 Tsd. Euro.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 28.10.2019

Hamburg: Steindamm wird zur Allee mit ausgebauter Veloroute 7

Im Rahmen der Förderung des Radverkehrs in Hamburg baut der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Veloroute 7 entlang des Steindamms aus und gestaltet den Straßenraum neu. Die vierspurige Fahrbahnaufteilung bleibt erhalten, jedoch wird eine neue Mittelinsel mit alleeartiger Baumbepflanzung die Fahrbahnen trennen. Auf beiden Straßenseiten wird es zukünftig Radfahrstreifen geben und das Parken in einer Kombination aus Schräg- und Längsparkplätzen möglich sein. Außerdem werden Lieferzonen eingerichtet.

Steindamm wird zur Allee mit ausgebauter Veloroute 7: Die Arbeiten begannen am 14. Oktober 2019 und werden in zwei Bauabschnitten bis Ende November 2020 dauern. Vor Baubeginn des zweiten Bauabschnitts von März bis November 2020 entlang des Steindamms wird es eine öffentliche Veranstaltung im Stadtteil geben, auf der der Bauablauf erläutert werden soll.

Während der teilweise jetzt bereits erforderlichen Sperrung der Lohmühlenstraße werden kleinräumige Umleitungen über die Brennerstraße und die Lindenstraße (Nord) bzw. den Steindamm, die Danziger Straße und die Brennerstraße erfolgen. Der Verkehr wird ansonsten während des gesamten ersten Bauabschnitts auf drei Fahrstreifen am Baufeld vorbeigeführt.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 10.10.2019

Hessen: Machbarkeitsstudie Radschnellverbindung Wiesbaden – Mainz in 2020

Die Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz sollen über einen rheinübergreifenden Radschnellweg verbunden werden. Beide Stadtzentren liegen nur etwa 10 Kilometer auseinander, in beiden Städten steigt der Radverkehrsanteil stetig, an einer komfortablen, pendlertauglichen Radverbindung fehlt es allerdings bisher.
 
In einer Studie hat das Land Hessen das Potenzial auf mehrere Tausend Fahrten pro Tag taxiert. Die Besonderheit des Radschnellwegs ist, dass er zum großen Teil innerorts verlaufen soll, Bahnflächen tangiert und den Rhein überqueren muss - noch mehr als bei anderen Projekten sind deshalb anspruchsvolle Ingenieurbauwerke einzuplanen. Die Stadt Wiesbaden beabsichtigt daher für 2020 die Beauftragung zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Radschnellverbindung Wiesbaden - Mainz.
 
 
Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen; Referat V3 - Nahmobilität am 29.10.2019

Hessen: Zuschuss für Radverkehrskonzept Ulstertal

Mit 16.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Tann und die Gemeinden Ehrenberg und Hilders bei der Erstellung eines Radverkehrskonzepts. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Damit trägt das Land einen Großteil der Gesamtkosten von 20.000 Euro.

Analyse für Radverkehrskonzept: Für das Radverkehrskonzept wird das Wegenetz im Bereich der Ulstertal Kommunen Tann, Ehrenberg und Hilders erfasst und bewertet. Dabei geht es u.a. um den baulichen Zustand der Radwege oder wie sie miteinander verbunden sind. Aufgrund dieser Analyse wird ein schlüssiges Radverkehrskonzept entwickelt, das auch das hessische Rad-Hauptnetz und weitere lokale Gegebenheiten mit einbezieht. Ziel des Konzepts ist es, die Nutzung des Fahrrads oder E-Bikes für tägliche Wege attraktiver zu machen.

Förderung der Nahmobilität: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 02.10.2019

Hessen: Erste Darmstädter Zählsäule für den Radverkehr in Betrieb

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die erste Darmstädter Zählsäule für den Radverkehr an der Ecke Heidelberger Straße / Einsteinstraße in der Lincoln-Siedlung installiert und in Betrieb genommen. Am 11.10.2019 stellte Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch die neue Säule bei einem Ortstermin der Öffentlichkeit vor. Die Zählstelle zeigt künftig die Radnutzung pro Tag und pro Jahr auf dem Display an und ist eine Maßnahme des Förderprojekts 'Lincoln-by-bike', unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Zähldaten sind ab der kommenden Woche auch auf www.darmstadt.de/radfahren online einsehbar. Die Kosten für Montage und Anschlüsse betragen rund 20.000 Euro.

"Die neue Fahrradzählstelle ist ein weiterer Baustein im Förderprojekt zur Förderung der Radmobilität im Kontext mit der Entwicklung einer nachhaltigen Mobilitätsplanung in Lincoln", erläutert Oberbürgermeister Partsch. "In der Radstrategie haben wir uns drauf verständigt, Zahlen und Daten zur Entwicklung des Radverkehrs zu erfassen und auch transparent für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Wir planen daher ein Netz von Dauerzählstellen für den Radverkehr. Bislang liegen vergleichbare Daten nur für den Autoverkehr vor. Um verkehrliche Entwicklungen messbar zu machen, brauchen wir auch verlässliche Daten zum Radverkehr. Mit der öffentlich sichtbaren Zählsäule hier bei Lincoln motivieren wir zudem Radfahrende und vielleicht auch Autofahrende, das Fahrrad vermehrt zu nutzen. Wir zeigen damit auch sichtbar, dass uns eine Zunahme und Attraktivität des Radverkehrs wichtig ist."

In den kommenden Jahren sollen weitere Zählstellen im Stadtgebiet folgen. Ziel ist es, auf allen wichtigen Hauptradverbindungen Zählstellen einzurichten. Geplant sind neben weiteren Zählsäulen auch einfache Zählschleifen ohne Säule, deren Daten aber ebenfalls online öffentlich einzusehen sein werden.

Im Rahmen des Förderprojekts 'Lincoln-by-bike' sind in den vergangenen Jahren bereits die Anschaffung der 'Heinerbike-Lastenräder' und die Radverkehrsführung in der Heidelberger Straße realisiert worden.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 11.10.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Gutachten zum Zustand der Radfernwege in M-V veröffentlicht

Landesinfrastrukturminister Christian Pegel stellte am 8. Oktober 2019 die Ergebnisse eines Gutachtens zu Zustand und erforderlichen Erhaltungskosten der touristischen Radfernwege in Mecklenburg-Vorpommern vor. Erstellt hat es das Erfurter Büro"Lehmann + Partner" im Auftrag des Landesinfrastrukturministeriums.

"Um verlässliche Daten über den Zustand unserer Radwege zu erhalten, ist eine ingenieurtechnische Befahrung erforderlich. Die gesamten 2.500 Kilometer Radfernwege in M-V so zu untersuchen, sprengt jedoch Kapazitäts-, Zeit- und Kostenrahmen. Deshalb hat der von uns beauftragte Gutachter in einem ersten Schritt beispielhaft 78 Kilometer als Radfernweg ausgewiesene Radwege entlang von Gemeinde-, Kreis- und Landesstraßen sowie die zum Teil auch von Radfahrern genutzten Straßen, Feld- und Waldwege auf der Insel Usedom untersucht. Die Ergebnisse hat er im Anschluss auf das gesamte Fernradwegenetz in M-V hochgerechnet", erklärte Christian Pegel, wies aber zugleich auf die Unwägbarkeiten des Verfahrens hin: "Uns liegen keine Angaben vor, wie jeder einzelne der 2.500 Kilometer Fernradweg im Land beschaffen ist. Deshalb ist schwer einzuschätzen, wie repräsentativ der auf Usedom ermittelte Zustand fürs übrige Land ist. Wir haben aber mit dieser Hochrechnung einen Anhaltspunkt für die Größenordnung, in der Gemeinden, Landkreise und das Land in die touristisch genutzten Radwege, Straßen, Feld- und Waldwege investieren müssen, wenn wir einen attraktiven Gesamtzustand für Einheimische und Gäste erreichen wollen."

Mehr als die Hälfte in gutem Zustand: Dem Gutachten zufolge sind 53,2 Prozent der untersuchten Strecke auf Usedom in gutem Zustand beziehungsweise bedürfen nur kleinerer Reparaturen oder Pflegemaßnahmen. Bei 27,9 Prozent genügt eine neue Asphaltschicht.19 Prozent müssten grundhaft saniert werden.

Die Gutachter haben auch ermittelt, welche Kosten für die Instandsetzung der untersuchten Abschnitte auf Usedom des Ostseeküstenradwegs und des Fernradwegs Berlin-Usedom notwendig sind: Die Gesamtkosten beziffern sie auf 10,55 Millionen Euro. "Davon entfallen jedoch nur 2,49 Millionen Euro auf reine Radwege. Der weitaus größere Teil in Höhe von 8,06 Millionen Euro betrifft kommunale Straßen der Gemeinden auf Usedom und des Landkreises Vorpommern-Greifswald, die sich Radfahrer und motorisierte Fahrzeuge teilen, wobei die Radfahrer nur einen kleinen Teil dieser Straßen beanspruchen", führte Pegel aus.

Radwegerhaltung versus Straßensanierung: Bei der modellhaften Übertragung dieser Zahlen auf das gesamte Fernradnetz unter Zugrundelegung der oben genannten Unwägbarkeiten rechnet der Gutachter den Erhaltungsbedarf für die touristischen Fernradwege in ganz M-V auf 348 Millionen Euro hoch. Auch hier entfallen jedoch allein 300 Millionen Euro – das sind 86 Prozent der Kosten – auf Straßen der Gemeinden und Kreise, die Radfahrer und motorisierter Verkehr gemeinsam nutzen. "Die Hochrechnung beinhaltet somit den Erhalt – und häufig die Komplettsanierung - nicht nur des von den Radfahrern genutzten Seitenstreifens, sondern jeweils des Straßenabschnitts über die gesamte Breite", verdeutlichte Christian Pegel.

Anlass für das Gutachten waren die Ergebnisse von Befahrungen durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub M-V und Eingaben anderer Radfahrer zum Zustand einzelner Abschnitte der Fernradwege. "Für Erhaltung und Instandsetzung der touristischen Radfernwege sind jeweils die sogenannten Baulastträger zuständig, durch deren Gebiet der Radweg verläuft, also quasi die Eigentümer der Straßen und Radwege. Das sind meist die Gemeinden. Verläuft der Radweg neben einer Straße, sind in der Regel die Eigentümer dieser Straße, also Land, Kreise oder Gemeinden, auch für diesen Radweg zuständig. Aufgrund dieser vielen verschiedenen Zuständigkeiten entlang eines Fernradwegs gab es bislang stets nur vereinzelte subjektive Zustandsbeschreibungen", sagte der Minister und fügt hinzu: "Für eine möglichst objektive Zustandserfassung hat die Landesregierung das Gutachten in Auftrag gegeben."

Vier Millionen Euro im neuen Erhaltungsprogramm: Die Landesregierung hat zudem bereits vier Millionen Euro an Landesmitteln in den Entwurf für den Landeshaushalt 2020/21 für ein „Erhaltungsprogramm Radfernwege“ aufgenommen. Sie sollen Städten, Gemeinden und Landkreisen als Zuschüsse helfen, die in ihrem Eigentum stehenden Radwege wieder in einen attraktiven Zustand zu versetzen. "Gemeint sind also Radwege, nicht Gemeinde- oder Kreisstraßen, die auch von Radfahrern benutzt werden", verdeutlicht Pegel. Wo und wie diese Mittel dann konkret an Radwegen eingesetzt werden sollen, sei nach Verabschiedung des Haushalts durch den Landtag zu entscheiden.

"Wir wollen mit diesem neuen Unterhaltungsprogramm für Gemeinde- und Kreisradwege, die zugleich Fernradwege sind, den Alltagsradverkehr genauso stärken wie das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern", sagt Christian Pegel. Er betont aber: "Dabei gehen wir davon aus, dass Landkreise und Gemeinden weiterhin die Erstverantwortlichen für die Unterhaltung und Instandsetzung ihrer Radwege bleiben - das Land will dabei aber deutliche Hilfe leisten."

Weitere Informationen sowie das vollständige Dokument finden Sie unter: www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Infrastruktur/Radverkehr/Touristische-Radfernwege/.

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern am 08.10.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Radweg entlang der B 100 zwischen dem Ortsausgang Usedom und der Einmündung B 110/B 111 Abzweig Mellenthin

Am 30. Oktober 2019 gab Landesverkehrsminister Christian Pegel den Radweg an der Bundesstraße 110 zwischen Usedom und Mellenthin für den Verkehr frei. Der 6,5 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Radweg entlang der B 100 zwischen dem Ortsausgang Usedom und der Einmündung B 110/B 111 Abzweig Mellenthin wurde in einer Bauzeit von rund zehn Monaten in Asphaltbauweise errichtet. Am Bauanfang schließt der neue Radweg in Höhe der Einmündung der Kreisstraße VG 44 und die bestehenden Rad- und Gehwege der Stadt Usedom an. Am Bauende bindet der Radweg an den vorhandenen der B 111 an.

Als Ausgleich der Eingriffe in Landschaft und Natur wurden bzw. werden in Abstimmung mit den Forst- und Umweltbehörden folgende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt:

  • Neuanlage von Laubwald mit heimischen Baumarten in Neppermin und Mohrdorf
  • Neuanlage von Nadelwald mit Anteil heimischer Laubhölzer in Bodstedt

Durch den neuen Radweg erhöht sich die Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler sowie für den Alltagsverkehr. In den Sommermonaten profitieren besonders die Touristen. Mit ca. 7.000 Kraftfahrzeugen pro Tag ist auf der B 110 zwischen Usedom und Mellenthin eine mittlere bis hohe Verkehrsbelastung zu verzeichnen, die in den Sommermonaten mit bis zu 12.000 Kraftfahrzeugen täglich deutlich über der durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung liegt.

Die Kosten für den Radweg betragen knapp 2,6 Millionen Euro. Sie werden vom Bund getragen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 30.10.2019

Mecklenburg-Vorpommern:  Tutow erhält Fördermittel für gemeinsamen Rad-/Gehweg in der Ortsdurchfahrt der B 110

Die Gemeinde Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von knapp 21.900 Euro für den Ausbau des Knotenpunktes Bundesstraße 110/Friedensstraße und des vorhandenen Gehwegs in Tutow im Zuge einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtausgaben für die Gemeinde Tutow betragen ca. 32.800 Euro.

Im Zuge des Ausbaus der B 110 ist straßenbegleitend ein Radweg vorgesehen. In der Ortsdurchfahrt Tutow wird dafür auf einer Länge von 133 Metern der vorhandene Gehweg durch einen 2,50 Meter breiten gemeinsamen Rad-/Gehweg aus Betonsteinpflaster ersetzt. Dieser soll mit einem 0,75 Meter breiten Sicherheitstrennstreifen von der Fahrbahn abgegrenzt werden. Durch diese Maßnahmen sollen die bestehende Lücke im Radroutennetz geschlossen und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Das Vorhaben befindet sich bereits in der Bauausführung, da ein vorzeitiger Baubeginn genehmigt wurde.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 30.10.2019

Niedersachsen: Modellprojekt "Schutzstreifen außerorts" auf der Kreisstraße 40 beendet - Landkreis Bentheim demarkiert Schutzstreifen

Das Modellprojekt mit dem Kurztitel "Schutzstreifen außerorts" vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird nicht weiter verfolgt. Die Versuchsstrecken der Projektteilnehmer, einschließlich der Versuchsstrecke des Landkreises Grafschaft Bentheim auf der K 40 in Halle und Getelo, sollen, trotz aller Bemühungen des Landkreises bezüglich einer Beibehaltung der Schutzstreifen, demarkiert werden.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim bedauert die Entscheidung des BMVI sehr, da die Erfahrungen mit den Schutzstreifen grundsätzlich positiver Natur sind. Abgesehen davon sei diese Form der Markierungen bei den niederländischen Nachbarn eine etablierte und bewährte Standardlösung, so die Verwaltung.

Für die nun anstehenden Arbeiten hatte der Landkreis einen Förderantrag an das BMVI gestellt worden. Demzufolge werden nicht nur die reinen Demarkierungskosten für die Schutzstreifen mit einer Quote von 80 Prozent gefördert werden, sondern auch mit gleicher Quote eine ganzflächige Oberflächenbehandlung über die volle Breite der Fahrbahn.

Daraufhin wurden ein öffentliches Ausschreibungsverfahren für die Arbeiten auf der K 40 durchgeführt und die Arbeiten beauftragt. Die Baumaßnahme wird am 10. Oktober 2019 beginnen und voraussichtlich Ende Oktober 2019 mit dem Aufbringen der Oberflächenbehandlung beendet werden. Abhängig von der Witterung kann dann die abschließende Fahrbahnmarkierung noch in 2019 aufgebracht werden.

Quelle: Landkreis Bentheim am 04.10.2019

Nordrhein-Westfalen: Gelsenkirchen schnürt großes Paket zur Verbesserung des Radverkehrs - Stadt investiert Millionen in den Radwegebau

Wie kann man das Radfahren in Gelsenkirchen attraktiver machen? Antworten auf diese Frage gibt die Verwaltung mit ihrer am Montag, 28. Oktober 2019, vorgestellten "Programmplanung Radverkehr 2019/2020". "Im Programmplan bündeln wir alle Aktivitäten rund um das Thema Radverkehr. Von klassischen Ausbesserungsarbeiten über eine Bestandsaufnahme und Servicestationen bis hin zur Kommunikation", so Peter Föcking vom Referat Stadtplanung. Ziel ist eine zeitnahe und erkennbare Verbesserung der Situation für den Radverkehr. Oberbürgermeister Frank Baranowski: "Der Radverkehr bietet mit dem ÖPNV den nachhaltigsten Ansatz für die Verbesserung der Luftqualität. Wenn wir eine umwelt- und klimaverträgliche Mobilität wollen, müssen wir den Radverkehr fördern. Und das wollen wir."

Zu vorgestellten Punkten des Programmplans gehören zum Beispiel eine zeitnahe Beseitigung von Mängeln an der zentralen Nord-Süd-Verbindung, ein Ausbauprogramm für neue Radwegeanlagen und eine Erweiterung des Angebots von Abstellmöglichkeiten. Auch die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren Partnern ist im Programm berücksichtigt. So können über die App GEmeldet zum Beispiel ab sofort auch Hinweise zu Schäden auf Radwegen gegeben werden.

Das vorgestellte Programm ist nicht als zeitlich begrenztes "Aktionsprogramm" zu verstehen, sondern als eine Arbeitsgrundlage, die kontinuierlich fortgeschrieben und anhand der Erfahrungen und Bedarfe aktualisiert wird. Für den Radverkehr stehen im städtischen Haushalt derzeit Mittel in Höhe von 1,0 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Für das Haushaltjahr 2020 wurde das Budget erhöht - der Ansatz liegt nun bei 1,4 Millionen Euro. Die Beschlussvorlage zum Programmplan ist ab Anfang November in der politischen Beratung.

Quelle: Stadt Gelsenkirchen am 30.10.2019

Nordrhein-Westfalen: Planungen für die Veloroute entlang des Dortmund-Ems-Kanals zwischen Münster Osttor in Richtung Senden sind abgeschlossen

Die Planungen für die Veloroute entlang des Dortmund-Ems-Kanals Richtung Senden sind abgeschlossen. Das Amt für Mobilität und Tiefbau stellt sie am 7. November 2019 zunächst in der Bezirksvertretung Hiltrup vor. Der Beschluss für den Ausbau dieses Abschnitts vom Osttor bis zur Stadtgrenze kann daraufhin am 19. November im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen gefasst werden. Der Baubeginn ist für den Sommer 2020 geplant.

Der auf dem Stadtgebiet Münster 27 Kilometer lange Betriebsweg am Kanal soll zunächst auf zehn Kilometern Länge vom Osttor bis zur Stadtgrenze Richtung Senden ausgebaut werden. Der Weg wird auf drei bis vier Meter verbreitert, mit einer Asphaltdeckschicht versehen und mit einer so genannten adaptiven Straßenbeleuchtung ausgestattet.

Besonders diese innovative Beleuchtung trägt zu einer komfortabel nutzbaren, alltagstauglichen Radwegeverbindung bei. Die adaptive Beleuchtung sorgt dafür, dass jeweils nur die Streckenabschnitte hell ausgeleuchtet werden, auf denen sich Radfahrer oder Fußgänger bewegen. So werden sowohl die Belange der Sicherheit als auch des Naturschutzes berücksichtigt. Denn dank der Sensoren "wandert" der Lichtkegel über den Streckenverlauf mit den Radfahrern mit und wird danach wieder heruntergeregelt.

"Die Kanalpromenade wird eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Pkw sein und nimmt eine bedeutsame Rolle im Radnetz der Stadt und Stadtregion Münster ein. Mit dieser innovativen Technik leistet Münster einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz durch Energieeinsparung und Förderung nachhaltiger Mobilität. Zugleich wird die Sicherheit deutlich erhöht", erläutert Stadtbaurat Robin Denstorff.

Die Radfahrenden wie auch die Fußgänger profitieren vor allem in der dunklen Jahreszeit von der erhöhten Sicherheit durch die adaptive Beleuchtung auf der Kanalpromenade. Zudem werden die sensiblen Naturräume mit ihren tierischen Bewohnern vor unnötiger "Lichtverschmutzung" geschützt. Ein weiterer Nebeneffekt: Mit der "Beleuchtung auf Abruf" kann bis zu 70 Prozent Energie eingespart werden. "Eine wirkliche Win-Win-Situation für Mensch und Natur", freut sich Denstorff.  

Für das Projekt hat sich die Stadt erfolgreich um Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums aus dem Programm "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" beworben. Die Kosten der adaptiven Beleuchtung in Höhe von 1,4 Millionen Euro auf diesem Abschnitt werden zu 50 Prozent gefördert. Außerdem erhält die Stadt für den Wegebau, mit kalkulierten 2,6 Millionen Euro Baukosten, eine Zuwendung von 1,14 Millionen Euro vom Land NRW nach der Förderrichtlinie Nahmobilität. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beteiligt sich an den Kosten für den Wegebau mit 0,98 Millionen Euro.

Quelle: Stadt Münster am 29.10.2019

Nordrhein-Westfalen: Landesverkehrsminister Wüst eröffnet "Radweg an der Borkener Aa"

In der Kreisstadt Borken ist die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes schon seit Jahren fester Bestandteil der Borkener Lokalpolitik. Ziel ist dem Radverkehr in Borken wieder einen größeren Stellenwert zu geben, da er ein wichtiger Teil eines nachhaltigen Verkehrssystems ist. Er verursacht keine Schadstoffemissionen, keinen Lärm und der Flächenbedarf im ruhenden und im fließenden Verkehr ist deutlich geringer als der des motorisierten Individualverkehrs. Zusätzlich hat das Radfahren eine positive Auswirkung auf die individuelle Gesundheit durch die körperliche Aktivität.

Mit der aktuellen Fertigstellung des "Radweges an der Borkener Aa" von der Montessori Grundschule bis zum Rathaus ist nach 6-monatiger Bauzeit ein wichtiges Teilstück umgesetzt worden. Im April 2019 starteten die Bauarbeiten, die vom Land Nordrhein-Westfalen mit 70 Prozent gefördert wurden. Die Kosten für das nun freigegebene Teilstück betragen ca. 0,6 Mio Euro.

Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, besuchte das Westmünsterland, um in der Kreisstadt Borken den 350 m langen "Radweg an der Borkener Aa" gemeinsam mit Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing zu eröffnen und an die Bevölkerung zu übergeben.

"Ich freue mich, dass wir nach nur 6 Monaten Bauzeit den Borkener Abschnitt des Radweges 'An der Aa' freigeben können. Der Lückenschluss bedeutet für die Menschen in Borken mehr Verkehrssicherheit und höhere Lebensqualität. Die Mittel aus unserem Nahmobilitätsprogramm sind an der richtigen Stelle investiert. Den kommunalen Radwegebau in Nordrhein-Westfalen fördern wir in diesem Jahr mit 17,1 Millionen Euro.", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

"Der jetzt eröffnete 'Radweg an der Borkener Aa' ist ein wichtiges Teilstück der Radwegeachse, die vorbei am Rathaus bis in die Innenstadt verlaufen soll", so Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing.

Quelle: Stadt Borken am 08.10.2019

Rheinland-Pfalz: Neuer Rad- und Gehweg entlang der B 38 zwischen Bad Bergzabern und Schweigen-Rechtenbach

Der Planfeststellungsbeschluss für den Rad- und Gehweg zwischen Bad Bergzabern und Schweigen-Rechtenbach ist unterschrieben. Dies hat der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Wissing heute in Mainz mitgeteilt. "Der Beschluss ist ein wesentlicher Schritt für die Realisierung dieser wichtigen Radwegeverbindung für die Region Südliche Weinstraße", sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.

Der neu geplante Radweg verläuft größtenteils parallel zur Bundesstraße B 38 und bildet damit den Lückenschluss des großräumigen Radwegenetzes südwestlich der Stadt Bad Bergzabern. Die Breite des geplanten Rad- und Gehweges beträgt 2,50 m, im Bereich von Wirtschaftswegen mit landwirtschaftlichem Verkehr bis zu 3,00 m. "Der Radweg wird von der Bundesstraße separiert, das verbessert die Sicherheit der Radler erheblich", teilte Wissing mit. Auf diesem Abschnitt sind täglich rund  7.000 Fahrzeuge unterwegs.

Der Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben wurde am 6. August 2019 von der Planfeststellungsbehörde des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz in Koblenz erlassen. Dieser Beschluss wird nun den Verfahrensbeteiligten, die sich im Planfeststellungsverfahren zu dem Vorhaben geäußert haben, zugestellt. Zugleich erfolgte eine öffentliche Auslegung des Beschlusses zusammen mit den planfestgestellten Planunterlagen bis zum 28. Oktober 2019 bei der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Bergzabern. Sofern der Beschluss nicht beklagt wird, wird Baurecht erreicht und der Bund kann als Baulastträger der Maßnahme sodann die Finanzierung sichern.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 21.10.2019

Sachsen-Anhalt: Neuer Bahntrassen-Radweg zwischen Ballenstedt und Gernrode (Landkreis Harz) fertig

Nach rund siebenmonatiger Bauzeit wurde Anfang Oktober ein neuer Radweg auf dem ehemaligen Gleiskörper entlang der Landesstraße (L) 242 zwischen Ballenstedt und Gernrode im Landkreis Harz zur Nutzung freigegeben.

"Radwege verbinden Orte, führen durch die Region und sind nicht nur für die einheimischen Radfahrer wichtig, sondern auch für den Radtourismus. Dieser Radweg, für den ein alter Bahndamm genutzt wurde, liegt abseits der viel befahrenen Landesstraße und bringt den Radfahrern somit zusätzlich ein besonderes Plus an Verkehrssicherheit", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bei der Verkehrsfreigabe.

Der Bau dieses neuen Radweges sei ein Musterbeispiel dafür, wie die Landesstraßenbaubehörde und die Kommune bei der Realisierung solch einer Gemeinschaftsmaßnahme effektiv an einem Strang ziehen, betonte Webel.

Nach Informationen des Ministers hat das Land Sachsen-Anhalt rund 775.000 Euro in den Bau des rund 4,5 Kilometer langen und 2,5 Meter breiten Radweges investiert.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 04.10.2019

Schleswig-Holstein: Neue umweltfreundliche Fähren stärken ÖPNV - Kostenlose Personenbeförderung auf der F2-Linie wird geprüft – Pläne für Fuß- und Radwegverbindung über die Schwentinemündung

Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mbH (SFK) wird die erste vollelektrische Fähre in ihrer Firmengeschichte bei der Werft Holland Shipyard bestellen. Am Mittwoch, 2. Oktober, unterzeichneten SFK-Geschäftsführer Andreas Schulz und K. C. Hoogendoorn, CEO von Holland Shipyard, in Kiel den historischen Vertrag.

"Die SFK setzt so ihren Kurs fort, Schiffe mit klimafreundlichem Antrieb zu bauen und auf der Kieler Förde einzusetzen", so Andreas Schulz.

"Damit setzen wir konkrete Beschlüsse aus dem Green-City-Plan und dem Masterplan Mobilität um", betont Oberbürgermeister Ulf Kämpfer: "Die neue E-Fähre ist nach der beauftragten Hybrid-Fähre, die wir im Frühjahr 2020 erwarten, ein weiterer Mosaikstein für Kiel auf dem Weg zur Luftreinhaltung und mehr Klimaschutz."

Die neue E-Fähre soll noch Ende 2020 auf der F2 Schwentinelinie eingesetzt werden. Mit einer Länge von 25 Metern und einer Breite von 6,50 Meter wird sie 140 Fahrgäste und rund 60 Fahrräder vom West- zum Ostufer befördern können. Extra breite Rampen sollen einen komfortablen Zu- und Ausstieg gewährleisten.

Für den Kauf der ersten E-Fähre auf der Kieler Förde investiert die SFK

drei Millionen Euro; dazu kommen rund eine Million Euro Kosten für die Ladeinfrastruktur. Bei der Anschaffung helfen der SFK Fördermittel aus dem Bundesprogramm "Saubere Luft" in Höhe von 763.000 Euro. Die neue Hybrid-Fähre "Gaarden", die im November 2018 bestellt wurde, kostet 3,9 Millionen Euro und soll Anfang 2020 ausgeliefert werden.

Die F2 Schwentinelinie wird vor allem von Studierenden genutzt und verbindet das West- mit dem Ostufer. Sie ist zugleich ein wichtiges Bindeglied im Kieler Radpremiumnetz. Seit Juli 2019 läuft auf der F2 ein einjähriger Modellversuch zur kostenlosen Fahrradmitnahme.

"Wir planen, diesen kostenlosen Fahrradtransport ab Sommer 2020 auch auf die Personenbeförderung auszudehnen", so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer: "So sorgen wir dafür, dass die Förde noch stärker für den öffentlichen Nahverkehr genutzt werden kann." Bis es soweit ist, müssen allerdings noch einige rechtliche und finanzielle Fragen geklärt werden.

In die Fördeschifffahrt ist in den vergangenen Jahren viel investiert worden. Über zehn Millionen Euro wurden allein für neue Fähranleger aufgewendet. Rund vier Millionen Euro kostet das neue Hybridschiff, welches ab Mai 2020 auf der F1 Fördefährlinie eingesetzt wird. Die SFK hat zudem eine Option für weitere drei Schiffe mit einem Investitionsvolumen von zwölf Millionen Euro.

Insgesamt werden die Landeshauptstadt Kiel und die SFK über 30 Millionen Euro für die Modernisierung der Fördeschifffahrt investieren.

Eine gemeinsame Initiative vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, der Fachhochschule Kiel und der Landeshauptstadt ist die Planung einer Fuß- und Radwegverbindung über die Schwentinemündung. Derzeit werden dafür gemeinsam mit den neuen Studierenden des Fachbereichs Bau im Rahmen von fachübergreifenden Semesterarbeiten Lösungsmodelle erarbeitet. Diese sollen im Januar 2020 vorliegen.

Die Querung über die Schwentine mit der F2 wird durch den Wegfall des Anliegers Wellingdorf/Geomar eine Zeitersparnis für die Fahrgäste bedeuten.

Quelle: Landeshauptstadt Kiel und Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mbH (SFK) am 02.10.2019

Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
31. Oktober 2019
Quelle
difu
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