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August 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Freiburg zieht Bilanz der letzten fünf Jahre Radverkehrsförderung

Eine Steigerung des Radverkehrsanteils auf über 30 Prozent und gleichzeitig eine deutliche Senkung der Fahrradunfälle – das sind die Ziele des "Radverkehrskonzepts Freiburg 2020", das der Gemeinderat im April 2013 beschlossen hat.

Das Garten- und Tiefbaumamt hatte das umfangreiche Konzept zusammen mit einer Arbeitsgruppe von Gemeinderatsmitgliedern und Verkehrsverbänden erarbeitet. Insgesamt wurden über 170 Maßnahmen beschrieben und priorisiert. Das erste Ziel, den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, wurde mit 34 Prozent sogar übertroffen, die Unfallzahlen jedoch stagnieren weiterhin auf hohem Niveau.

"Der nun scheidende Gemeinderat hat viele Maßnahmen des Radkonzeptes 2020 auf den Weg gebracht, erfolgreich umgesetzt und damit viel Positives erreicht. Die Rad-Vorrang-Routen boomen, das Radparken wurde deutlich ausgebaut und das Fahrradverleihsystem Frelo kommt super an. Aber auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt von morgen gibt es noch einiges zu tun", betont Baubürgermeister Martin Haag.

Rad-Vorrang-Routen: Im Radkonzept wurde ein Netz fahrradfreundlicher Wege festgelegt, vor allem 13 Rad-Vorrang-Routen, auf denen zügig und besonders komfortabel und sicher gefahren werden kann. Dieser Streckentyp - zwischen den noch größeren und längeren Radschnellwegen und den normalen Radwegen - wurde in Freiburg erfunden und wird gerade in die bundesweiten Regelwerke aufgenommen. Von den 13 Vorrang-Routen sollten nach dem Willen des Gemeinderates zunächst drei Pilotrouten umgesetzt werden: FR1 entlang der Dreisam, FR2 entlang der Güterbahn und FR3 auf der Achse Lörracher – Eschholz - Waldkircher Straße. Von diesen drei Pilotrouten wurden der FR1 und der FR2 zu großen Teilen fertig gestellt, mit dem Ausbau des FR3 wurde begonnen. Dabei sind aufwändige Bauwerke wie der Durchstich des FR2 unter der Opfinger Straße entstanden - mit 2,8 Millionen Baukosten das mit Abstand teuerste Teilprojekt. Aufwändig waren auch die Rampen an der Schnewlinbrücke, der Haslacher Straße, eine Brücke über die Ferdinand-WeißStraße sowie der Durchstich unter dem Mühlenweg. Vorfahrt für den Radverkehr wurde eingerichtet über den Sandfangweg und die Lehener Straße. Einige Strecken wurden beleuchtet und verbreitert. Zusätzliche Gehwege am Sandfangweg und beim Schwabentorwehr entlasten die Radwege und schaffen für zu Fuß Gehende ungestörte Wege. Von den im Radkonzept beschlossenen 37 Teilprojekten auf den drei Routen sind bis Ende diesen Jahres 21 fertiggestellt. Die Kosten von rund 9 Millionen Euro konnten auch dank der großzügigen Unterstützung des Landes Baden-Württemberg von rund 2,8 Millionen Euro Fördermitteln aufgebracht werden.

Verbesserte Verkehrsführungen: Oft sind es auch kleinere Einzelmaßnahmen im Radnetz, die für sich genommen nur eine kleine Verbesserung bedeuten, aber in der Summe das Radfahren im Ganzen erleichtern und komfortabler machen. Wie beispielsweise die Öffnung aller geeigneten Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung, die Kennzeichnung der zahlreichen Sackgassen, die für Fuß- oder Radverkehr durchlässig sind oder auch die Einrichtung von 30 Radaufstellstreifen an Ampeln, die Radfahrenden eine "Pole-Position" vor dem Autoverkehr ermöglichen.

Unterhalt der Radwege: Und auch für den laufenden Unterhalt wird gesorgt: In den letzten Jahren wurden viele Hunderttausend Euro in die Beseitigung von Schäden in Radwegen gesteckt, laufend werden Grünflächen und Hecken zurück geschnitten, die Radwege werden ständig gereinigt und im Winter ein dichtes Radnetz vorrangig geräumt.

Ausbau des Radnetzes: Durch den energischen Ausbau der letzten Jahre ist das Freiburger Radnetz, auch unabhängig von den Rad-VorrangRouten, weiter gewachsen: es ist länger geworden und hat an Qualität gewonnen. Lücken wurden geschlossen, Abkürzungen geschaffen, die Breite erhöht und der Belag verbessert. Insgesamt gibt es in Freiburg nun 190 Kilometer Radwege, 33 Kilometer Radfahr- und Schutzstreifen sowie 17 Fahrradstraßen mit über 6 Kilometern Länge. Allein deren Länge hat sich unter der Ägide des letzten Gemeinderates fast verdoppelt. Wenn man die 240 Kilometer fahrradfreundlichen Straßen, Wirtschafts- und Forstwege aus dem Radstadtplan dazu rechnet, entsteht ein eindrucksvoll dichtes Netz von 470 Kilometern Länge - so kann nahezu jedes Ziel mit dem Rad auf attraktiven Wegen angesteuert werden - oft schneller als mit dem Auto.

Fahrradabstellplätze: Damit am Ziel auch ein sicherer Abstellplatz bereit steht, hat das Garten- und Tiefbauamt deren Anzahl deutlich erhöht. Allein in der Innenstadt wurden im doch sehr beschränkten öffentlichen Raum im letzten Jahr knapp 1.000 Abstellplätze neu errichtet – damit erhöht sich die Gesamtzahl in der Innenstadt auf über 7.000. Insgesamt gibt es über alle Stadtteile und an Haltestellen von Bussen und Stadtbahnen  über 11.000 Radabstellplätze. Das ist im Vergleich mit anderen Baden-Württembergischen Städten ein Spitzenplatz. Auch hier gilt, nicht nur die Quantität wurde erhöht, sondern auch die Qualität. In den letzten Jahren wurden die alten "Felgenkiller" nahezu komplett ausgetauscht durch die Freiburger Radbügel, an denen man sein Rad sicher anschließen kann.

Fahrradverleihsystem Frelo: Seit einiger Zeit gibt es auch vermehrt Radverleih- und Mietsysteme in der Stadt, die die unterschiedlichsten Nutzergruppen ansprechen. Zunächst tauchten die orangenen "Drahtesel" von Donkey-Rebublic auf, dann kamen blaurädrige Swap-Fiets dazu, seit Mai erobert die VAG mit den Freiburgroten Frelos die Stadt. Mit 400 Rädern und 56 Stationen hat die VAG ein dichtes und attraktives Angebot geschaffen, das den öffentlichen Verkehr ideal ergänzt. 

Freiburg im bundesweiten Vergleich: Rund 40 Prozent der im Radkonzept 2020 beschlossenen Vorhaben wurden bereits umgesetzt oder sind in Arbeit - und das zeigt Wirkung: In Freiburg werden inzwischen über ein Drittel aller Wege innerhalb der Stadt mit dem Rad zurückgelegt. Damit ist das Radfahren aber nicht nur innerhalb Freiburgs die Nummer eins. Auch bundesweit steht Freiburg mit dieser hohen Radnutzung auf den vordersten Rängen.

Rechnet man den sogenannten Umweltverbund zusammen, also Fuß- und Radwege sowie öffentlicher Nahverkehr, liegt Freiburg auf Platz 1! 79 Prozent der Wege legen die Freiburgerinnen und Freiburger umweltfreundlich zurück - mehr als in jeder anderen Stadt in Deutschland.

Radaufkommen: Dass die Freiburgerinnen und Freiburger zunehmend gerne Radfahren, zeigt sich auch an den Fahrrad-Zählstellen: Seit 2012 gibt es das Zähl-Display an der Wiwilibrücke. Seitdem haben die dort registrierten Fahrräder um 55 Prozent zugelegt, in den letzten fünf Jahren um 25 Prozent. Auf der VorrangRoute FR2, die in den letzten Jahren am stärksten ausgebaut wurde, stiegen die Zahlen sogar nur in den letzten vier Jahren um 55 Prozent an. Regelmäßig fahren jetzt über 4.000 Menschen am Tag mit dem Rad hier entlang.

Bewertungen: Doch die Freiburgerinnen und Freiburger fahren nicht nur viel Rad, sie sind auch zufrieden dabei, wie Umfragen zeigen: Im Radklimatest des ADFC - einer bundesweiten Umfrage unter Radfahrenden – ist Freiburg dieses Jahr zum vierten Mal unter den drei bundesweiten Spitzenreitern gelandet. In der Bürgerumfrage der Stadt waren 70 Prozent der Freiburgerinnen und Freiburger mit den Radwegen zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Greenpeace nannte Freiburg kürzlich ein "Paradebeispiel einer deutschen Stadt, (…) die das Auto nicht länger zum Maß aller Dinge überhöht". 

Ausblick: Doch weitere Anstrengungen sind geboten: Ziel ist die deutliche Reduzierung des Ausstoßes des Klimakillers C02 im Verkehrsbereich – da hat die Stadt in den nächsten Jahren noch viel vor. Das Rad-Marketing soll weiter verstärkt werden, um weitere Zielgruppen zum Radfahren zu animieren. Bei ausreichend Finanzen und Fachpersonal sollen die drei Pilotstrecken des Vorrang-Netzes in den nächsten Jahren fertig gebaut werden, um dann weitere Routen in Angriff zu nehmen. Neue Radschnellwege über die Gemarkungsgrenze hinaus, die einen weiteren Fortschritt gegenüber den Vorrang-Routen bedeuten, nach Norden bis Emmendingen und Waldkirch sowie nach Westen in die March werden in Zukunft auch den regionalen Verkehr noch stärker aufs Rad bringen. 

Auch abseits der Rad-Vorrang-Routen werden im nächsten Jahr wichtige Lücken im Freiburger Radnetz geschlossen: Unter anderem werden in der Tullastraße im Rahmen der Sanierung neue und breitere Radwege ausgewiesen, in der Günterstalstraße wird gegenüber der Johanneskirche eine sichere Radverkehrsführung angelegt, in der Berliner Allee ein Radweg am Weststadion gebaut, in der Wiesentalstraße das Linksabbiegen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Vauban erleichtert und vieles mehr. 

Alle Informationen zum Thema Radverkehr in Freiburg gibt es unter www.freiburg.de/radverkehr

Quelle: Stadt Freiburg am 05.08.2019

Baden-Württemberg: Förderprogramm Rad- und Fußverkehrs-Infrastruktur (RuF)

Das Förderprogramm Rad- und Fußverkehrs-Infrastruktur (RuF) nach dem LGVFG Baden-Württemberg geht in die nächste Runde. Anträge für 2020 können bis zum 30. September 2019 gestellt werden.

Einen neuen Radweg anlegen, eine einheitliche Wegweisung schaffen oder eine Brücke für Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger bauen: Solche Infrastruktur macht das Radfahren und Zufußgehen sicherer, komfortabler und verkürzt die Wege. Sie kann Menschen motivieren, das eigene Auto stehen zu lassen und sich öfter auf das Fahrrad zu setzen oder zu laufen. So leistet sie einen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz.

Um Städte, Gemeinden und Landkreise die Finanzierung zu erleichtern bezuschusst das Land Baden-Württemberg Infrastruktur-Vorhaben im Rahmen des Förderprogramms RuF mit 50 Prozent der Baukosten. Die Infrastrukturmaßnahmen müssen den Vorgaben der "Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA)" entsprechen. Künftig könnte die Förderung für besonders klimarelevante Projekte sogar noch höher ausfallen oder Planungskosten umfassen.

Derzeit arbeitet das Verkehrsministerium (VM) an einer Novellierung des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) und der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift (VwV-LGVFG). Die geplanten Änderungen sollen, unter Vorbehalt der Ratifizierung des neuen LGVFG, bereits für den kommenden RuF-Förderzeitraum gelten.

Unter anderem sind folgende Änderungen bei der Novellierung geplant:

  • Vorhaben, die einen besonders positiven Beitrag zum Klimaschutz durch Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten, ist die Förderung mit bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten im Wege der Festbetragsfinanzierung zulässig. Ein Vorhaben leistet dann einen besonders positiven Beitrag zum Klimaschutz, wenn es Bestandteil eines Klimaschutzverkehrskonzeptes ist oder wenn dieser durch einen Einzelnachweis belegt werden kann.
  • Zur Vermeidung einer besonderen Härte kann im Fall einer erheblichen Kostensteigerung eine Nachbewilligung mit 50 Prozent der zuwendungsfähigen Mehrkosten im Wege der Festbetragsfinanzierung erfolgen.
  • Planungskosten mit einem konkreten Vorhabenbezug sollen künftig als zuwendungsfähige Kosten anerkannt werden.

Förderanträge für das Jahr 2020 können bis zum 30. September 2019 beim zuständigen Regierungspräsidium gestellt werden. Bis 2024 wird es jährlich die Möglichkeit geben, Anträge einzureichen. Nach welchen Kriterien das Land Projekte bei der Fördermittelvergabe bevorzugt auswählt, erfahren sie hier. Weitere Informationen zu den Zielen, die das Land mit dem Förderprogramm RUF nach LGFVG verfolgt, finden sie hier. Infos zur Antragsberechtigung und Fördersätzen gibt es beim VM Baden-Württemberg.

Quelle: www.fahrradland-bw.de am 29.08.2019

Baden-Württemberg: Engstelle für den Radverkehr auf der Zollbergstraße in Esslingen wird verbreitert

Die Stadtverwaltung geht auf die Kritik des ADFC ein und verbreitert die, durch einen Oberleitungsmast bedingte, Engstelle auf dem Zollberg-Radweg. Damit ist eine Lösung gefunden, mit der alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gut leben können.

Im unteren Bereich der Zollbergstraße ist der neue Radweg bereits markiert. Die Stadt Esslingen misst dem Radverkehr eine sehr große Bedeutung zu. Die Stadt sieht den Radverkehr als wesentlichen Part des künftigen Mobilitätsmixes und strebt in den kommenden Jahren eine Verdopplung des Radverkehrs an. Um dies zu erreichen, baut die Stadt vielerorts die Radinfrastruktur aus, hat ein Mobilitätspaket aufgelegt und berücksichtigt bei allen größeren Bauprojekten den Radverkehr nach Kräften.
 
So auch in der Zollbergstraße: Die Stadt Esslingen nutzt die dortigen Hangsicherungsarbeiten, um den Straßenraum neu zu gestalten und dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. Im unteren Bereich der Zollbergstraße, vor der ersten Kehre, wurde bereits damit begonnen, einen Radfahrstreifen einzurichten. Bergaufwärts entsteht hier ein Radweg, der – teilweise als 3 m breiter Rad- und Fußgängerweg – bis über die mittlere Kehre hinausführt.
 
Dieser Radweg soll in mehreren Bauabschnitten bis zur Nellinger Linde hoch geführt werden. Auch die untere Anbindung des Radwegs ist bereits geplant: Von der Pliensaubrücke kommend, wird im Rahmen der Bebauung des Nürk-Areals eine entsprechende Verbindung erfolgen. Langfristig wird damit eine durchgängige Verbindung zwischen Pliensaubrücke und Nellinger Linde geschaffen, die den Zollberg an den künftigen Radschnellweg im Neckartal anbinden wird.
 
Zu Recht weißt nun der ADFC Esslingen darauf hin, dass auf dem Teilstück des Radwegs, der aktuell eingerichtet wird, eine Engstelle besteht. Bedingt durch einen Mast für den Oberleitungsbusverkehr bleiben nur 98 cm für die Durchfahrt. Mit einem breiten Anhänger, der für zwei Kinder ausgelegt ist (ca. 80 cm), braucht es hier tatsächlich Augenmaß, wenn man nicht absteigen möchte.
 
Auch der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht sieht dieses Problem und verspricht Abhilfe: "Mit Rücksicht auf den Radverkehr werden wir die Fahrbahn an dieser Stelle auf 6,30 m verengen. Bei einer Durchgangsbreite von 1,20 m kann die Engstelle dann auch mit Anhänger sicher passiert werden." Diese Fahrbahnverengung erschwert zwar den Busbegegnungsverkehr, kann nach Absprache mit dem Städtischen Verkehrsbetrieb aufgrund der geradlinigen Straßenführung an dieser Stelle aber ausnahmsweise ermöglicht werden.
 
Damit ist eine Lösung gefunden, mit der alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gut leben können, auch wenn, bedingt durch den engen Straßenquerschnitt, von allen Seiten kleinere Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen. Denn eine Versetzung des Oberleitungsmasts wäre keine Alternative. Nur ein Versatz in Richtung Straßenrand wäre hier sinnvoll möglich. Das aber wäre mit Kosten im sechsstelligen Bereich verbunden und würde den finanziellen Rahmen sprengen.
 
Auch verweist der ADFC darauf, dass an dieser Stelle für den Radverkehr eine nutzbare Breite von 2,50 m vereinbart worden wäre. Die Stadt hat jedoch, auch gegenüber dem ADFC, immer deutlich kommuniziert, dass diese Breite nur im Teilbereich unterhalb der Fußgängerquerung bei Hausnr. 40, ermöglicht werden kann. Oberhalb davon bleibt aufgrund des geringen Straßenquerschnitts schlicht zu wenig Platz.

Quelle: Stadt Esslingen am 01.08.2019

Bayern: Fahrradfreundliche Brienner Straße in München durch unechte Einbahnregelung und Wegfall von Kurzzeit-Parkbuchten

Wie vom Stadtrat beschlossen, wurde in der Brienner Straße zwischen Odeonsplatz und Amiraplatz eine unechte Einbahnstraße Richtung Westen eingerichtet. Die Durchfahrt in Richtung Odeonsplatz ist nur noch für den Rad- und Linienbusverkehr möglich. Der motorisierte Individualverkehr kann in die Brienner Straße nur noch in Richtung Amiraplatz einfahren. Auf der Fahrbahn werden beidseitig Radfahrstreifen markiert, der Bordstein versetzt und die Gehbahn angepasst. Außerdem müssen die Ampelanlage am Amiraplatz ausgetauscht und ein Lichtmast versetzt werden.

"Das erhöht die Sicherheit und Sichtbarkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer auf dieser stark frequentierten Achse. Es ist ein klares und wichtiges Signal für alle, die auf dem Fahrrad in der Stadt unterwegs sind. Und ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Ausreichend breite Radstreifen verbessern den Alltag tausender Radler und Fußgänger erheblich. Lückenschlüsse wie dieser im Radwegenetz sind wichtig, um das Ziel eines sicheren und gleichberechtigten Miteinanders auf Münchens Straßen zu erreichen", sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. Im Verkehrsentwicklungsplan Radverkehr ist die Brienner Straße als Fahrradhauptroute enthalten, sie ist eine wichtige Ost-West-Verbindung und die am stärksten von Radlern frequentierte Straße in der Stadt.

Die unechte Einbahnregelung und der Wegfall von Kurzzeit-Parkbuchten an der Nordseite schaffen Platz für Fahrradschutzstreifen zu beiden Seiten der Brienner Straße. Auf der Fahrbahn bleibt ausreichend Platz für den Kraftfahrzeugverkehr. Radfahrerinnen und Radfahrer können auf den Schutzstreifen an den Kraftfahrzeugen vorbeifahren, sind zugleich sichtbar und fahren nicht mehr auf dem Gehweg.

Die ansässigen Geschäfte verfügen weiterhin über eine Liefermöglichkeit am Fahrbahnrand. In der Straße wenden ist möglich, Anlieger und Lieferanten können die Brienner Straße in dieselbe Richtung verlassen, aus der sie gekommen sind. Der Kraftfahrzeugverkehr vom Maximiliansplatz mit dem Ziel Ludwigstraße, also in Fahrtrichtung Osten, wird künftig über den Oskar-von-Miller-Ring geleitet.

Quelle: Stadt München am 12.08.2019

Berlin: Bericht zur Umsetzung des Leitprojekts Radewegeinfrastruktur vorgelegt

Die Förderung des Radverkehrs ist eine der wichtigsten Leitlinien der Regierungskoalition. Um den Neu- und Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Berlin zu beschleunigen, vorhandene Radverkehrsanlagen zu sanieren und das Angebot an Fahrradabstellanlagen umfangreich zu erweitern, wurden die entsprechenden Finanzmittel erhöht, um mit den Bezirken (als Baulastträger in fast allen Fällen) und mit der Unterstützung der neu gegründeten infraVelo GmbH, einer Tochtergesellschaft der Grün Berlin, die angestrebten Ziele zu erreichen. Auch auf gesetzlicher Ebene wurden mit dem am 18. Juli 2018 in Kraft getretenem Berliner Mobilitätsgesetz die Grundlagen geschaffen, das Leitprojekt Radwegeinfrastruktur als eine wichtige Säule der Verkehrswende maßgeblich voranzubringen.

Senatorin Regine Günther: "Der Aufbau einer sicheren und attraktiven Rad-Infrastruktur ist ein zentrales Ziel unserer Arbeit. Die Neuaufteilung des Straßenraums ist dafür die Voraussetzung: Es geht um eine neue urbane Mobilität. In Berlin sind jetzt die ersten Ergebnisse dieser Verkehrswende zu sehen. Schnell sollen weitere Straßen, Kreuzungen und ganze Kieze hinzukommen."

Erste Projekte, insbesondere nach den neuen Vorgaben des Berliner Mobilitätsgesetzes, wurden bereits erfolgreich realisiert: So wird mit der Umsetzung der ersten geschützten Radverkehrsanlagen (Holzmarktstraße, Hasenheide, Dahlemer Weg, Kolonnenstraße), bei dem der Radverkehr durch Trennelemente wie Poller vom Kraftfahrzeugverkehr separiert wird, in Berlin im Rahmen von Verkehrsversuchen eine völlig neue und bundesweit beispiellose Radverkehrsinfrastruktur etabliert, die das Radfahren objektiv, aber gerade auch subjektiv sicherer machen soll. Weitere Projekte zu geschützten Radverkehrsanlagen folgen noch in diesem Jahr.

Ebenso verfolgt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit der Grünbeschichtung von Radverkehrsanlagen mit Hochdruck das Ziel, den Radverkehr in der Stadt schnell und wirksam sichtbarer zu machen, um auch so die Sicherheit für Radfahrende und die Attraktivität des Radverkehrs deutlich zu steigern. Auch hierzu konnte bereits eine Vielzahl an Projekten (Katzbachstraße, Proskauer Straße, Großbeerenstraße, Lahnstraße, Werbellinstraße, Thielallee/Habelschwedter Allee, Skandinavische Straße) in mehreren Bezirken in der Stadt umgesetzt werden. Auch hier werden in diesem Jahr weitere Projekte folgen.

Auch beim Thema Radschnellverbindungen sind große planerische Fortschritte zu verzeichnen. Laut Mobilitätsgesetz sind in Berlin mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen bis 2030 zu realisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden deshalb für insgesamt 10 Trassenkorridore (ein elfter soll an der geplanten Tangentialverbindung Ost, TVO, entstehen) umfängliche Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. Bei bisher vier Dialog- und Informationsveranstaltungen wurden die ersten Ergebnisse dieser Untersuchungen präsentiert und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, um sie weiter zu verbessern. Weitere öffentliche Veranstaltungen folgen in diesem Jahr. Parallel werden die Planungen zu den Radschnellverbindungen vertieft.

Die oben genannten Projekte stellen lediglich eine Auswahl der zahlreichen Infrastrukturmaßnahmen im Radverkehr in Berlin dar. Auch bei Themen wie dem Fahrradparken (Radbügel-Programm), der sicheren Umgestaltung von Kreuzungen (über die Unfallkommission), der Sanierung von Radverkehrsanlagen und der Ertüchtigung von Radhauptrouten konnten Fortschritte erzielt werden. Die deutliche Mehrzahl der Bezirke hat inzwischen die vorgesehenen zwei neuen Stellen für Radverkehrsplanung besetzt, um die lokale Umsetzung zu beschleunigen.

Zusätzlich zu der Schaffung der Radverkehrsinfrastruktur arbeitet die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz an Rahmenbedingungen und flankierenden Maßnahmen, um die inhaltlichen Grundlagen und die Strukturen zu schaffen, die für die Förderung und deutliche Beschleunigung des Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur in Berlin notwendig sind. Hier sind unter anderem die Neuerarbeitung des Radverkehrsnetzes (u. a. im Gremium "FahrRat") oder die Initiierung des Bündnisses für den Radverkehr, das die Umsetzung beschleunigen soll, zu nennen.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 13.08.2019

Berlin: Routenvarianten für Radschnellverbindung durch Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf vorgestellt

Erste Erkenntnisse der Machbarkeitsuntersuchungen für die Strecke "West-Route" wurden am 13. August 2019 mit interessierten Bürger*innen erörtert.

Die "West-Route" ist eine von elf geplanten Radschnellverbindungen, die in den nächsten Jahren in Berlin auf insgesamt rund 100 Kilometern entstehen werden. Sie führt durch die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau. Die ersten Erkenntnisse der Machbarkeitsuntersuchung wurden interessierten Bürger*innen bei einer Informations- und Dialogveranstaltung mit Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese und den zuständigen Bezirksstadträten Oliver Schruoffeneger (Charlottenburg-Wilmersdorf) und Frank Bewig (Spandau) vorgestellt.

Der untersuchte Trassenkorridor für die rund 16 Kilometer lange "West-Route" beginnt in Berlin-Spandau an der Landesgrenze zu Dallgow in Brandenburg und endet am S-Bahnhof Tiergarten in Charlottenburg-Wilmersdorf. Dabei sollen zahlreiche Wohnquartiere mit dem Olympiastadion, der Einkaufsmeile entlang der Wilmersdorfer Straße, der Technischen Universität sowie weiteren Schul- und Ausbildungszentren im und am S-Bahn-Ring verbunden werden. Untersucht wird ein zwei Kilometer breiter Trassenkorridor entlang der Heerstraße und den U-Bahnhöfen Theodor-Heuss-Platz, Kaiserdamm, Bismarckstraße und Ernst-Reuter-Platz sowie der Straße des 17. Juni bis zum S-Bahnhof Tiergarten. Es ist vorgesehen, dass die Trasse ab dem S-Bahnhof Tiergarten weiter als "Landsberger Allee – Marzahn / Ost-Route" bis an die östliche Berliner Stadtgrenze zu Brandenburg führt. Die Gesamtstrecke der West- und Ost-Route umfasst rund 35 Kilometer.

Wie alle Radschnellverbindungen ist diese Trasse für den Radverkehr im Alltag und insbesondere für Pendler*innen attraktiv: Lange Wege können mit zügigem Tempo gefahren werden. Dadurch verkürzen sich Reisezeiten, diese sind dann vergleichbar mit der Fahrtdauer von PKWs und dem ÖPNV. Durch diese attraktive Radverbindung der Außenbezirke mit der Innenstadt kann der motorisierte Berufsverkehr entlastet werden. Denn die Radschnellverbindung ist ein Anreiz, für den Weg zur Arbeit auf das Rad umzusteigen.

Rund 120 Anwohner*innen und Radfahrer*innen diskutierten gestern mit den Fachplaner*innen über Vor- und Nachteile verschiedener Streckenvarianten, Konfliktpunkte wie Querungen und Kreuzungen, die Streckenführung an den Kreisverkehren Theodor-Heuss-Platz und Ernst-Reuter-Platz sowie die Anbindung an das weitere Radwegenetz. Dabei zeigte sich, dass das von der infraVelo GmbH beauftragte Planungsteam einen Verlauf der Radschnellverbindung an der Heerstraße als die derzeit fachlich beste Route bewertet. Auch in den Dialogrunden zu den drei Teilbereichen der "West-Route" ergab sich eine klare Präferenz der Teilnehmer*innen für den Verlauf an der Heerstraße als direkteste und schnellste Verbindung von Spandau nach Charlottenburg.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr sagte: "Wir überprüfen derzeit die bisherigen Pläne für den Radweg an der Heerstraße auch im Hinblick auf die geplante Radschnellverbindung der 'West-Route'. Wir wollen damit die bestmögliche Lösung sicherstellen. Die 'West-Route' wird zusammen mit der 'Ost-Route' die einzigartige Möglichkeit bieten, die Stadt von Spandau bis Marzahn auf einer Radschnellverbindung zu durchqueren."

Die Machbarkeitsuntersuchung für die "West-Route" soll im vierten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Daran schließen sich die weiteren Planungsschritte und das formelle Planfeststellungsverfahren mit weiterer Bürgerbeteiligung an. Für diesen Planungsprozess sind insgesamt mindestens 30 Monate nötig, so dass mit einem Baubeginn nicht vor 2023 zu rechnen ist.

Über Radschnellverbindungen: Berlins Radschnellverbindungen, die strahlenförmig von den Außenbezirken in Richtung Stadtzentrum führen, sollen das Radfahren auch auf längeren Strecken attraktiver machen – etwa für Pendlerinnen und Pendler, die auf das Auto verzichten wollen. Hierbei geht es nicht primär um die Fahrgeschwindigkeit, sondern um optimierte Reisezeiten mit möglichst wenig Stopps. Entlang von Hauptverkehrsstraßen messen Radschnellverbindungen je Fahrtrichtung mindestens drei Meter, sodass Überholen gut und sicher möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen sind in der Dämmerung und nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und die Reisezeit kürzer. Nutzen viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs. Weitere Infos unter www.infravelo.de/projekte/radschnellverbindungen

Quelle: SenUVK am 14.08.2019

Berlin: Wichtige Planungsschritte für den westlichen Abschnitt des Spree-Rad- und Wanderwegs umgesetzt

In seiner Sitzung am 13. August 2019 hat der Senat auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den aktuellen Bericht zum Rad- und Wanderweg an der Spree beschlossen.

Das landeseigene Unternehmen GB infraVelo GmbH, dem seit Frühjahr 2018 die Aufgabe der bezirksübergreifenden Projektsteuerung von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz übertragen wurde, hat in den vergangenen Monaten wichtige Planungsschritte für den westlichen Abschnitt des Spree-Rad- und Wanderwegs umgesetzt.

Die infraVelo hat nach intensiver Sichtung und Prüfung das Projekt weiter vorangetrieben, die Abstimmungen mit den beteiligten Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau vertieft und Planungsansätze festgelegt. Insbesondere wurden Schnittstellen zu aktuellen Radverkehrsprojekten in den Bezirken und bezirksübergreifenden Aktivitäten definiert.

Am Sophienwerderweg in Spandau ist die Erweiterung des Klärwerks Ruhleben bereits in Planung, dort sind Flächen nur begrenzt verfügbar. An dieser Engstelle wurde eine erste Voruntersuchung zur Führung des Rad- und Wanderwegs durchgeführt. Die untersuchten Varianten wurden allen Beteiligten in einer ersten gemeinsamen Dialogrunde im April 2019 vorgestellt und diskutiert. Hieran waren die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Berliner Wasserbetriebe, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin, das Umwelt- und Naturschutzamt Spandau, Pächter*innen und gewerbliche Anlieger*innen sowie Unternehmen der Leitungsnetzinfrastruktur beteiligt. Als Ergebnis ist die Untersuchung einer weiteren Variante für die Führung des Rad- und Wanderwegs abseits des Sophienwerderwegs am Böschungsfuß vereinbart worden.

Die Machbarkeitsuntersuchung der neuen Spandauer Spreebrücke am Grützmachergraben wurde ebenfalls abgeschlossen. Die bauliche und technische Machbarkeit von zwei Brückenvarianten konnte nachgewiesen werden. Die Planungsleistungen für die Spreebrücke sowie die Planungsleistungen für den Straßenbereich werden voraussichtlich im vierten Quartal 2019 ausgeschrieben.

Die Planungsleistungen für die Abschnitte durch Grünzüge und Kleingartenanlagen werden im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung im September 2019 vergeben. Darüber hinaus erfolgte mit dem Wasserstraßen-Neubauamt Berlin, das für das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 17 (Umbau der Spree) zuständig ist, eine wichtige Abstimmung: die für die Anlage eines Radweges erforderlichen baulichen Voraussetzungen können im Rahmen des Umbaus der Uferbefestigungen geschaffen werden. Das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin wird die Planungsleistungen in seine Arbeiten integrieren.

Ziel des Vorhabens ist die Vervollständigung des Spree-Rad- und Wanderwegs zwischen Schlossplatz und der Mündung der Spree in die Havel. Es soll ein attraktiver und sicherer Weg für Wanderer*innen, Radreisende auf Fernradwegen, tägliche Berufspendler*innen sowie den Ausflugs- und Tourismusverkehr geschaffen werden.

Der Rad- und Wanderweg entlang der Spree ist in Berlin rund 7,4 Kilometer lang und gliedert sich in einen östlichen und westlichen Abschnitt. Insgesamt führt der Weg auf einer Länge von 410 Kilometern von den Quellen der Spree durch die Bundesländer Sachsen und Brandenburg bis nach Berlin, wo die Spree in die Havel mündet.

Quelle: Der Regierende Bürgermeister - Senatskanzleit am 13.08.2019

Brandenburg: Instandsetzung der Geh- und Radwegbrücke Käthe-Kollwitz

Die Käthe-Kollwitz-Brücke zwischen der Straße Am Spreeufer und dem Stadtteil Sandow wird saniert. Die Bauarbeiten begannen am 13.08.2019 und werden voraussichtlich im Oktober 2019 abgeschlossen sein.

Die Instandsetzung der Geh- und Radwegbrücke betrifft im Wesentlichen die Erneuerung der Holzkonstruktionsteile. Der Bohlenbelag der Brücke sowie der Handlauf des Geländers werden erneuert. Alle Stahlbauteile der Tragkonstruktion, des Geländers und der Lampen werden gereinigt. Anschließend wird eine neue Deckbeschichtung aufgebracht.

Für die Dauer der Bauarbeiten ist die Brücke für den Fuß- und Radverkehr komplett gesperrt. Die Umleitung für den Fuß- und Radverkehr erfolgt über die Sanzebergbrücke, Sandower Hauptstraße.

Quelle: Stadt Cottbus am 09.08.2019

Hamburg: Radverkehr Hamburg eröffnet im Pergolenviertel neues Stück der Veloroute 5 - Radkampagne feierte das mit dem "Weg der Lichter"

Im Rahmen der Radkampagne "Fahr ein schöneres Hamburg" wurde das neue Teilstück auf der Veloroute 5 in der City Nord zur Eröffnung auffällig illuminiert und ist nun offiziell für alle Hamburgerinnen und Hamburger eröffnet. Der Veloroutenabschnitt im Pergolenviertel ist eine Schlüsselmaßnahme im Hamburger Veloroutennetz.

Das neue Teilstück der Veloroute 5 ist eine selbstständig geführte Wegeverbindung für den Radverkehr, separiert vom Fußverkehr und von den stark befahrenen Straßen Hebebrandstraße und Jahnring. Auf rund 1,2 Kilometern Länge und mit 4 Metern Breite ist es die ideale städtebauliche Einbindung zwischen dem neuen Wohnquartier Pergolenviertel und der Bürostadt City Nord in landschaftlich attraktiver Kulisse und setzt so Maßstäbe für den Radschnellwegstandard und künftige Fahrradinfrastruktur. Maßnahmenbeginn war im November 2018, die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Die Wegeverbindung im Pergolenviertel ist zudem eine völlig neue Trasse, die es so noch nicht gab, während die meisten sonstigen Veloroutenabschnitte auf vorhandenen Wegen und Straßen verlaufen.

Die Veloroute 5 ist mit einer Länge von 28 Kilometern die längste Radialroute im Veloroutennetz und gabelt sich in Barmbek-Süd, wobei ein Ast nach Duvenstedt führt und ein zweiter Ast Flughafen, City Nord, Stadtpark und Pergolenviertel verbindet.

Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin der Stadt Hamburg: "Mit dem Ausbau der Veloroute 5 im Pergolenviertel haben wir eine ganz neue Wegeverbindung im Radschnellwegstandard geschaffen. Dies ist eine echte Bereicherung für alle, die zwischen City Nord, Stadtpark und den Wohnquartieren mit dem Rad unterwegs sind. Eine Besonderheit ist die kreuzungsfreie Querung der stark befahrenen Straßen Jahnring und Hebebrandstraße. Das ermöglicht ein unterbrechungsfreies Fahren über eine längere Strecke. Wir laden die Hamburgerinnen und Hamburger herzlich dazu ein, diese einmal selbst auszuprobieren und den Veloroutenausbau der Stadt zu erleben."

Dr. Michael Bigdon, Leiter Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt im Bezirksamt HamburgNord: "Das Pergolenviertel sollte nicht nur ein offenes, integratives und barrierearmes Quartier werden, das sich vorwiegend auf Fußgänger und Radfahrer ausrichtet, sondern zugleich als Bindeglied zwischen City Nord und Barmbek-Nord dienen. Tägliche Wege zur Arbeit, aber auch zum Einkaufen, zu Ärzten, Freunden verkürzen sich und werden fernab der großen Straßen angenehmer. So verläuft im Abschnitt Pergolenviertel auch die Veloroute idyllisch im Grünen. Und wenn einem auf dem Weg mal die Luft ausgeht, findet sich am Infocontainer des Quartiersmanagements (dem sogenannten mobilport der steg) eine Reparaturstation mit Luft und Werkzeugen, um das Fahrrad wieder fit zu machen und bei der Gelegenheit noch ein paar Informationen zur geplanten Mobilitätsstation im Pergolenviertel einzuholen oder ein elektrifiziertes Lastenfahrrad auszuleihen und zu testen." Wer mehr über den "Weg der Lichter" und das Hamburger Veloroutennetz erfahren will, findet auf der Kampagnenwebsite www.fahrrad.hamburg weitere Informationen sowie einen visualisierten Ausbaustand des Veloroutennetzes auf einer interaktiven Karte unter fahrrad.hamburg/de/service/velorouten

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 29.08.2019

Hessen: Radentscheid Frankfurt beschlossen

Das Bündnis Radentscheid hat mitgeteilt, dass nach einem langen Weg (mit einigen Umwegen) die Einigung, die mit dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung ausgehandelt wurde, am 29.8.2019 beschlossen wurde. Das Bündnis freut sich, dass damit die Debatte über Mobilität und Radverkehr in Frankfurt massiv verschoben werden konnte: "für mehr Lebensqualität, mehr Nachhaltigkeit, und mehr Radwege".

Bündnis Radentscheid Frankfurt: "Der Beschluss der Einigung ist ein großartiger erster Schritt für die Fahrradstadt Frankfurt. Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren genau darauf achten, dass die von uns geforderten Maßnahmen auch umgesetzt werden. Wir freuen uns auf die nächste Phase!"

In der "Beschlussausfertigung aus der 35. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 29.08.2019" heißt es unter anderem: (...)

Die Stadt Frankfurt am Main wird kontinuierlich an allen Straßen in ihrer Baulast ohne regelwerkskonforme Radverkehrsführung mit einer Regelgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h neue Radverkehrsanlagen schaffen und alte umbauen. Es wird angestrebt, bis 2023 mindestens 45 km an Radverkehrsanlagen neu zu bauen bzw. umzugestalten. Der Magistrat wird beauftragt, die nötigen Planungen und Maßnahmen zu ergreifen. Ziel ist hierbei, die Radverkehrsanlagen nach erforderlichem aktuellem Standard auszubauen. Radverkehrsanlagen sind baulich getrennt auszuführen, außer dort, wo zwingende Gründe dagegen sprechen. An Stellen, an denen kein separater baulich getrennter Radweg möglich ist, sind Radfahrstreifen mit baulichen Elementen zu prüfen und ggf. umzusetzen, um den Radfahrstreifen abzusichern. Die Entscheidung liegt im Einzelfall bei der Straßenverkehrsbehörde. Vor der endgültigen baulichen Umsetzung ist die Stadtverordnetenversammlung zu beteiligen.

Künftige Radverkehrsanlagen sollen im Idealfall:

  • deutlich breiter sein
  • bequemes und sicheres Überholen muss möglich sein
  • also Breite in der Regel mindestens 2,3 m in Ausnahmefällen mindestens 2 m
  • einheitlich, ohne Senken, mit leicht befahrbarem Belag, ohne Unterbrechungen
  • durch bauliche Maßnahmen getrennt von anderen Verkehrsarten effektiv von Kraftfahrzeugen freigehalten
  • nicht zu Lasten des ÖPNV und der Fußgänger und Fußgängerinnen errichtet 
  • Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr sollen hierbei grundsätzlich in Erwägung gezogen werden, dies gilt sowohl für den ruhenden Verkehr als auch für die Umwandlung von Fahrspuren, wenn dies im Sinne der Radverkehrsförderung alternativlos erscheint.
  • bei Neubaumaßnahmen sind die üblichen Maßnahmen zur Gliederung des Straßenraums zu hinterfragen und innovative Ansätze zu prüfen, die eine bedarfsorientierte Führung des Radverkehrs ermöglichen und Konflikte zwischen Fuß-, Rad-, Autoverkehr und anderen Verkehrsarten minimieren 
  • "Quetschlösungen" im Straßenraum im Zusammenspiel zwischen Straßenbahnführungen, Radverkehrsanlagen und beispielsweise Senkrechtparkplätzen sind zu vermeiden
  • alte Radfahrstreifen und Schutzstreifen im Bestand ohne Sicherheitstrennstreifen erhalten eine neue Markierung, die den aktuellen Standards entspricht, eine bauliche Abtrennung wird geprüft
  • an potenziellen Gefahrenstellen wird die Radverkehrsführung rot eingefärbt.

Im Zuge der Umgestaltung sind ebenfalls zu prüfen:

  • die Ampelschaltungen (ausreichende Länge der Grünphase, um Straßen in einer Ampelphase zu queren)
  • oder alternativ ausreichende Größe von Verkehrsinseln, auch für Lastenräder/Fahrräder mit Anhängern
  • grüne Welle für Radfahrer und Radfahrerinnen / Grünschaltung für Radfahrer und Radfahrerinnen vor dem motorisierten Individualverkehr (MIV), um Einfahrt in die Kreuzung zu ermöglichen.

Erste konkrete Maßnahmen an Hauptverkehrsstraßen

Die im Folgenden genannten konkreten Maßnahmen werden zuerst durchgeführt. Dringend notwendige Verbesserungen an der Radinfrastruktur in allen anderen Frankfurter Stadtteilen werden in einem nächsten Schritt identifiziert und umgesetzt. (...)

Provisorische bestandsnahe Markierungslösungen

Einige Hauptverkehrsstraßen verfügen über gar keine Radverkehrsführung und sind zugleich durch den motorisierten Individualverkehr stark belastet. Bevor es an nachfolgenden Straßen zu dauerhaften baulichen Umgestaltungen mit etwaigen Querschnittsveränderungen kommt, soll zunächst im Rahmen provisorischer baulicher Trennungen und Markierungen die Flächenumverteilung zugunsten des Radverkehrs erprobt werden. Die Maßnahmen an den betroffenen Straßen werden evaluiert und durch wissenschaftliche  Verkehrsuntersuchungen begleitet. Nach Einrichtung jeder einzelnen Radverkehrsanlage soll nach einem Jahr Bilanz gezogen werden, welche weiteren Schritte vollzogen werden. Dies schließt ausdrücklich je nach Ergebnis eine Beibehaltung der Markierungslösung, eine Weiterentwicklung hin zu einer baulichen Lösung oder eine Rückabwicklung ein. Sollte sich bereits während des Evaluationszeitraums zeigen, dass ein Abschnitt nicht "funktioniert", werden unverzüglich Gespräche aufgenommen, um die Konsequenzen zu besprechen. (...)

Fahrradfreundliche Nebenstraßen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Die Stadt Frankfurt am Main wird in den nächsten Jahren weitere Nebenstraßen für den Radverkehr attraktiv umgestalten. Dies geschieht bevorzugt vor Kitas und Schulen, in Wohngebieten und Bereichen mit hoher Verkehrsdichte. Der Magistrat wird beauftragt, ein Maßnahmenpaket für die Jahre 2020-2025 zu entwickeln, das auch die Einrichtung neuer Fahrradstraßen berücksichtigt. Die Vorschläge des Radentscheids werden hierbei geprüft und in die Planung mit einbezogen. Es wird angestrebt, pro Jahr mindestens fünf Kilometer (wenn möglich bis zu zehn Kilometer) Nebenstraßen fahrradfreundlich umzugestalten.

Fahrradfreundliche Nebenstraßen zeichnen sich unter anderem durch folgende Merkmale aus, die jeweils im Einzelfall auf Umsetzbarkeit zu prüfen sind:

  • Ausweisung von Fahrradstraßen ohne KFZ-Durchgangsverkehr
  • Aufpflasterung von Einmündungen aus Seitenstraßen bei Führung des Radwegs auf Gehwegniveau
  • Freihalten von Sichtachsen, insbesondere an Kreuzungen, z. B. durch Wegfall und ggf. bauliche Einfassung von Stellplätzen ("Gehwegnasen")
  • falls kein Schutzstreifen vorhanden ist oder markiert wird, Markierung von Sharrows auf der Straße
  • Schaffung von Sackgassen, Sperrung von Durchfahrten zur Eliminierung des Durchgangsverkehrs bei Offenhaltung für Fahrradfahrende und FußgängerInnen (...)

Durchgehende innerstädtische Fahrradtrassen

Die Stadt Frankfurt am Main wird die Planung zur Schaffung innerstädtischer Fahrradtrassen vorantreiben. Bis 2025 soll ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt werden, das sowohl die Einrichtung der Radschnellwegverbindungen in die Region (Frankfurt, Hanau, Taunus) als auch innerstädtische Trassen entlang des Anlagen- und Cityrings,  wie auch die Verbesserung der Fahrradachse am Main als bedeutende Ost/West-Verbindung, mit einbezieht. Die Führung von Radschnellwegeverbindungen und Fahrradtrassen soll entsprechend der Förderstandards des Landes Hessen erfolgen. Es wird angestrebt, pro Jahr mindestens fünf Kilometer Fahrradtrassen einzurichten. Fahrradtrassen richten sich insbesondere an Pendler und Pendlerinnen und Langstrecken-Radfahrer und -Radfahrerinnen. Sie werden möglichst barrierefrei, d.h. kreuzungsfrei auf einem Niveau und in ausreichender Breite ausgeführt, um gefahrlos Gegenverkehr (wo relevant) und Überholen zu ermöglichen. Die Stadt Frankfurt wird insbesondere die bereits in Planung befindlichen Radschnellwege nach Darmstadt und Hanau auf Frankfurter Stadtgebiet fertigstellen. (...)

Kreuzungen werden für den Fuß- und Fahrradverkehr sicherer

Die Stadt Frankfurt am Main wird ein Programm zum Umbau von Kreuzungen erarbeiten. Im ersten Schritt werden bis 2022 mindestens 15 durch Licht-Signal-Anlagen geregelte Kreuzungen fußgänger-, fahrradfreundlich und barrierefrei umgebaut. Hierzu gehören sowohl bestandsnahe Umbaumaßnahmen als auch die Erprobung von Kreuzungsvarianten nach Kopenhagener und niederländischem Vorbild. Der Fokus muss dabei auf der Sicherheit von Fuß- und Radverkehr liegen, d.h. der Umbau sollte nach Möglichkeit so erfolgen, dass Sichtachsen freigehalten werden, Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen und Fußgänger und Fußgängerinnen vor dem MIV in die Kreuzung einfahren können und der MIV möglichst im rechten Winkel auf die anderen Verkehrsströme trifft (Modell der "Protected Intersection"). Möglichkeiten sind hier konkret:

  • Die Verbesserung der Sichtbeziehungen im Kreuzungsbereich durch die Schaffung von Fahrradabstellplätzen
  • die Einrichtung von "Gehwegnasen" für Fußwege
  • die Einrichtung von "Vorstreckungen" für Autofahrer und Autofahrerinnen (Abbiegen im rechten Winkel), etc. Auf Erfahrungen aus anderen Städten ist hierbei zurückzugreifen.

Die Stadt Frankfurt am Main orientiert sich bei der Priorisierung der Kreuzungen an den aktuellen Unfallstatistiken und gestaltet zuerst die Kreuzungen um, die Unfallhäufungen aufweisen. Eine Kreuzung muss aber kein nachgewiesener Unfallschwerpunkt sein, um umgestaltet zu werden. (...)

Deutlich mehr Fahrradparkplätze

Die Stadt Frankfurt am Main strebt an, 2.000 weitere Fahrradparkplätze pro Kalenderjahr zu errichten. Dies beinhaltet im wesentlichen Fahrradbügel, überdachte Abstellanlagen, Doppelstockparker, Fahrradboxen an ÖPNV-Haltepunkten und Fahrradgaragen in Wohnquartieren. Bei der Platzierung der Parkplätze ist darauf zu achten, dass sich die Abstellanlagen in den Straßenraum einfügen und den Fußverkehr nicht behindern. Die Umnutzung von KFZ-Stellplätzen ist zu prüfen. An Haltestellen des ÖPNV wird zudem die Zahl überdachter Abstellplätze massiv ausgeweitet. An größeren ÖPNV-Haltepunkten werden außerdem Luftpumpen/Reparaturstationen eingerichtet (Beispiel Konstablerwache).

Kampagne für die Frankfurter Fahrrad-Metropole

Die Stadt Frankfurt am Main investiert in die Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des Radverkehrs. Ziel der Kampagne ist es, den Radverkehrsanteil im Stadtgebiet und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen im Straßenverkehr zu erhöhen. Im Rahmen der Kampagne wird insbesondere auf die Gefahren von "Dooring-Unfällen", Abbiegeunfällen und zu geringen Überholabständen hingewiesen.

Projektgruppe "Fahrradfreundliche Stadt"

Der Magistrat wird beauftragt, eine Projektgruppe "Fahrradfreundliche Stadt" zu bilden, und im Haushaltsentwurf 2020/21 den hierfür erforderlichen Personalkostenmehrbedarf abzubilden. Für die Projektgruppe "Fahrradfreundliche Stadt" werden 18 auf fünf Jahre befristete Stellen geschaffen. Im Rahmen einer Evaluierung der Arbeit der Projektgruppe "Fahrradfreundliche Stadt" nach drei Jahren wird eine Fortsetzung der Projektorganisation sowie die Überführung der Projektstellen in den regulären Stellenplan geprüft.

Kampagne für die Durchsetzung bestehender Verkehrsregeln

Damit die neue Radinfrastruktur auch genutzt werden kann, verstärkt die Stadt Frankfurt massiv ihre Maßnahmen gegen Falschparker und Falschparkerinnen zum Beispiel durch Abschleppen insb. auf Radwegen. Dazu gehört auch eine verstärkte Präsenz der städtischen Verkehrspolizei auf Fahrrädern. Um bei Baustellen für eine sichere Fuß- und Radverkehrsführung Sorge zu tragen, stellt der Magistrat sicher, dass Baustellen regelmäßig kontrolliert werden. Im Straßenverkehrsamt wird hierzu eine neue Stelle eingerichtet, an die sich die Bürger und Bürgerinnen auch mit Beschwerden wenden können.

Finanzierung einer fahrradfreundlichen Verkehrspolitik

(...) Im Haushaltsjahr nicht abgerufene Mittel im Ergebnis- und Investitionshaushalt (Ausnahme: Personalkosten) sollen entsprechend der jeweiligen Budgetierungsmerkmale in folgende Haushalte übertragen werden, damit die Gelder trotzdem dem Radverkehr zu Gute kommen. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Gesamtdeckung des Haushalts der Stadt Frankfurt. (...) Die investiven Mittel sind sowohl für Planungen als auch für bauliche Maßnahmen heranzuziehen. Der Magistrat wird gebeten, zur Refinanzierung der Radverkehrsmaßnahmen entsprechende Förderanträge einzureichen.

Die vorgenannten Maßnahmen gehen sehr weit über die bislang avisierten Radverkehrsmaßnahmen der Stadt Frankfurt am Main hinaus und erfordern umfassende Planungen und eine Weiterentwicklung des Gesamtnetzes. Eine zügige Entwicklung der Planung und Umsetzung erfordert die Schaffung einer Projektgruppe "Fahrradfreundliche Stadt", eine Ausweitung der Anzahl der Beschäftigten und die Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel, auch um andere Projekte im Verkehrsbereich nicht zu vernachlässigen (z. B. der barrierefreie Ausbau von Haltestellen, die Sanierung von Industriestraßen, Grunderneuerungen, die Umsetzung des Lückenschlussprogramms für den Radverkehr, Schöneres Frankfurt, ÖPNV-Beschleunigung).

Radverkehrskonzeption und Statusberichte

Der Magistrat wird aufgefordert, sämtliche vorgenannten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in die bisherige Gesamtkonzeption zu integrieren und diese in Form eines Radverkehrsentwicklungsplans zu verschriftlichen. Die Gesamtkonzeption samt Statusbericht ist der Stadtverordnetenversammlung erstmals im Jahre 2021 vorzulegen. Der Bericht an die Stadtverordnetenversammlung wird in der Folge alle zwei Jahre fortgeschrieben. (...)

Quelle: Team vom Radentscheid Frankfurt und Stadtverordnetenversammlung am 31.08.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Rad- und Gehweg in der Ortsdurchfahrt Petersdorf im Zuge des Radwegneubaus Sponholz – Canzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)

Im Zuge des Neubaus des Radwegs Sponholz – Canzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) soll auch ein neuer Rad- und Gehweg in der Ortsdurchfahrt Petersdorf entstehen. Dafür erhält die Stadt Woldegk vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von rd. 70.000 Euro. Die Zuwendung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben betragen rd. 120.000 Euro.

Auf der Bundesstraße 104 verkehren täglich durchschnittlich 4.000 Kraftfahrzeuge. Die Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer ist daher auf der Fahrbahn nicht mehr gegeben. Vorgesehen ist, die Arbeiten im September 2019 zu beginnen und im August 2020 abzuschließen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 13.08.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines straßenbegleitenden Radwegs bei Levenhagen entlang der B109/L26 (Landkreis Vorpommern-Greifswald)

Am 13. August 2019 informierte sich Landesverkehrsminister Christian Pegel über den Stand der Bauarbeiten am Radweg zwischen Groß Bisdorf und der Ortsumgehung Levenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Der 3,4 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Asphaltweg an der Bundesstraße 109 und der Landesstraße 26 ist der erste Bauabschnitt des straßenbegleitenden Radwegs, der künftig über Levenhagen hinaus bis zur Ortsumgehung Greifswald führen soll. Der Bau des Radwegs, der sowohl dem touristischen als auch dem Alltagsradverkehr dient, soll die Verkehrssicherheit auf der Strecke durch Entflechtung der motorisierten und der Radverkehre erhöhen.

Die Gesamtkosten des Bauabschnitts betragen ca. 1,45 Millionen Euro. Die Kosten für den ca. 2,7 Kilometer langen Radwegteil an der B 109 in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro trägt der Bund. Die Kosten des 665 Meter langen Radwegs an der L 26 in Höhe von ca. 254.000 Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Diese Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen. Der Radweg wird voraussichtlich im Herbst 2019 für den Verkehr freigegeben.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 13.08.2019

Nordrhein-Westfalen: Geplante Investitionen des Landes in den Radverkehr im Jahr 2020

2020 sind für Investitionen in das Radverkehrsnetz 47 Millionen eingeplant: 12,4 Millionen Euro für Radwege an Landesstraßen, 17,1 Millionen für kommunalen Radwegebau, 9,25 Millionen für Radschnellwege und 8,5 Millionen Euro für Radwege an Bundesstraßen. Das entspricht dem Niveau von 2019.

Der Etat des Verkehrsministeriums soll im nächsten Jahr weiter steigen auf insgesamt 2,93 Milliarden Euro. Das sind 65 Millionen Euro mehr als in 2019. "Wir erhöhen das Tempo. Mehr Personal für schnellere Planung und Genehmigung, Ausbau und Sanierung, mehr Mittel für Vernetzung und Digitalisierung. Die Investitionen in unsere Infrastruktur bleiben auf Rekordniveau. Noch nie zuvor wurde auch so viel Geld in das Radwegenetz in Nordrhein-Westfalen investiert wie heute", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Vorstellung der Haushaltseckdaten in Düsseldorf.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 16.08.2019

Nordrhein-Westfalen: Fahrradstraßen in Gladbeck werden neu gekennzeichnet

Die Fahrradstraßen in der Gladbecker Innenstadt erhalten neue Markierungen. Zurzeit verbessert die Stadt Gladbeck die Erkennbarkeit der Fahrradstraßen, indem neben der Beschilderung zusätzlich ca. 120 mal 100 Zentimeter große farbige Markierungsfolien auf die Fahrbahn aufgebrannt werden. Folgende Straßen werden aktuell mit der neuen Markierung versehen: Goethestraße zwischen Wilhelm- und Lambertistraße, Friedrichstraße zwischen Friedrich-Ebert- und Horster Straße, Lambertistraße zwischen Einfahrt zum Hoch10-Parkhaus und Goethestraße sowie Markt- und Kirchstraße. Für Radfahrende bieten sie eine komfortable Erschließung der Innenstadt, indem sie direkt an die Fußgängerzone angebunden sind.

Unter dem Motto "Radfahrer sind hier tonangebend" bieten die Fahrradstraßen die attraktive Möglichkeit, den Radverkehr sicher zu führen, indem die gesamte Fahrbahn zum Radweg erklärt wird. Mit dem Zusatz "Kfz frei" dürfen Kraftfahrzeuge auch auf diesen Wegen fahren. Sie müssen allerdings ihre Geschwindigkeit dem Radverkehr anpassen und dürfen nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fahren. Die aufgebrachten Piktogramme entsprechen dem Straßenverkehrsschild der Fahrradstraße, zusätzlich werden sie an einigen Stellen mit Richtungspfeilen versehen. Die Maßnahme ist Bestandteil des aktuellen Sofortprogramms "Fahrradfreundliches Gladbeck 2025".

Quelle: Stadt Gladbeck am 08.08.2019

Rheinland-Pfalz: Ausbau eines 7,5 Kilometer langen Abschnitt des Elztal-Radwegs in der Vordereifel

Die Verbandsgemeinde Vordereifel im Landkreis Mayen-Koblenz erhält für den Ausbau des Elztalradwegs von Monreal bis zur Kläranlage Oberelz eine Zuwendung in Höhe von 844.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat.

"Die Landesregierung unterstützt nachhaltig den Ausbau und die Modernisierung der kommunalen Radwegeinfrastruktur im Land, davon profitiert auch der Landkreis Mayen-Koblenz", ist Verkehrsminister Dr. Volker Wissing überzeugt.

Der rund 7,5 Kilometer lange Abschnitt des Radwegs in dem ökologisch sensiblen Elztal ist wichtiger Bestandteil des großräumigen Radwegenetzes von Rheinland-Pfalz. Mit dem Bau des Abschnittes zwischen Monreal und Oberelz wird in der Region eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Der durch zwei Landkreise führende Eltztalradweg soll insbesondere den Anschluss herstellen zur Vulkan-Rad-Route, zur Eifel-Mosel-Route, zum Vulkanpark-Radweg, dem Maifeld-Radweg sowie den Mayen-Monreal-Bermel-Radweg. Bereits gebaut ist die Strecke von Oberelz bis zur Kläranlage auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Kelberg im Landkreis Vulkaneifel.

"Wir wollen auch für die kommunalen Radwege unsere Unterstützung leisten. Ein gut ausgebautes und verkehrssicheres Radwegenetz schafft neue Impulse für die Region", begründete Wissing die Landesförderung. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid an die Verbandsgemeinde Vordereifel versenden.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 01.08.2019

Saarland: Freigabe der Homburger Fußgängerzone für den Radverkehr - Ein Teil der Eisenbahnstraße ist bald gegenläufig befahrbar

Am 15. August 2019, ein verkaufsoffener Feiertag in Homburg, wurden Teile der Fußgängerzone in einem symbolischen Festakt um 14 Uhr für den Radverkehr freigegeben.

Bürgermeister Michael Forster wird die offizielle Freigabe vornehmen. Mitwirkende am Aktionstag sind Vertreter des ADFC mit Infostand, die Radlerfreunde Homburg mit interaktivem Angebot (z. B. einem Fahrradcheck), die Vollzugspolizei sowie Mitarbeiter der Ortspolizeibehörde. Die Informationsstände befinden sich in Höhe des Gebäudes ehemalig Passage Schreiner.

Die Straßenverkehrsstelle der Ortspolizeibehörde der Stadt Homburg hat in Zusammenarbeit mit der Straßenverkehrsbehörde des Saarpfalz-Kreises sowie der Vollzugspolizei beschlossen, den Teil der Eisenbahnstraße zwischen der Sieberstraße bis hin zur Talstraße für den Fahrradverkehr freizugeben. Diese Öffnung erfolgt durch eine zusätzliche Beschilderung, die die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer auf die entsprechenden Möglichkeiten hinweist. Mit dem Aufstellen der Beschilderung hat der Baubetriebshof in diesen Tagen begonnen.

Die Fußgängerzone behält in erster Linie ihre Funktion als Bereich für Fußgängerinnen und Fußgänger. Die Freigabe für den Radverkehr stellt insofern eine Ausnahmeregelung dar.

Auf die Passanten müssen Radfahrende jederzeit Rücksicht nehmen, diese dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Für den Radverkehr bedeutet dies, vorausschauend und langsam zu fahren und die Geschwindigkeit den Fußgängerinnen und Fußgängern anzupassen. Bei Engstellen sind Radfahrende verpflichtet, ihr Fahrrad zu schieben.

Die Straßenverkehrsstelle wird die Öffnung der Fußgängerbereiche überwachen, auch auf Grundlage von Berichten der Vollzugspolizei, die Ergebnisse auswerten und gegebenenfalls Anpassungen bzw. weitere Maßnahmen vornehmen.

Durch die Freigabe wird eine Netzlücke im Bereich des Radverkehrs geschlossen. Die zusätzlichen Wege sind ein kleiner Baustein in der städtischen Radverkehrsförderung der Stadt Homburg. Weitere Maßnahmen sollen noch folgen.

Quelle: Stadt Homburg am 16.08.2019

Sachsen: "Sachsen. Mobil. Aufs Rad." – Verkehrsministerium veröffentlicht Radverkehrskonzeption 2019

Radverkehr – ob klassisch, mit E-Bike oder Lastenfahrrad – ist inzwischen ein fester Bestandteil unserer Mobilität und jeder Verkehrsplanung. Das Rad spielt eine zunehmende Rolle im Bereich der Nahmobilität und beim Übergang zu weiteren Mobilitätsangeboten, wie Bus und Bahn. Mit der überarbeiteten Radverkehrskonzeption 2019 möchte der Freistaat diese umweltfreundliche Mobilitätsform weiter vorantreiben und ein fahrradfreundliches Klima in Sachsen gestalten. Unter dem Motto "Sachsen. Mobil. Aufs Rad." setzt die Konzeption den Rahmen für die weitere strategische Ausrichtung der Radverkehrsaktivitäten und bildet die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Alltagsradverkehrs und des touristischen Radverkehrs im Freistaat.

Den Ausbau des Radwegenetzes unterstützt der Freistaat seit 2015 mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Damit ist Sachsen deutschlandweiter Spitzenreiter. Verkehrsminister Martin Dulig: "Viel zu lange wurde in Sachsen Verkehrspolitik nur aus Sicht der Autofahrer gemacht. Wir haben damit in dieser Legislaturperiode Schluss gemacht – alle Mobilitätsformen behandeln wir gleichwertig von ihrer Bedeutung. Daher wollen und müssen wir den Radverkehr weiter stärken, indem wir die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens erhöhen und die Bereitstellung einer guten und sicheren Radverkehrsinfrastruktur forcieren. Deshalb hat der Ausbau von durchgängigen Radverkehrsverbindungen hohe Priorität."

Sachsen will die Lücken im bestehenden Netz schrittweise schließen. Radschnellwegverbindungen sollen als besonders leistungsfähiger Bestandteil von Verbindungen des Alltagsradverkehrs entstehen. Beim Neu- und Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen werden bereits Radwege von Beginn an mit geplant und angelegt, wenn geeignete sonstige Führungen fehlen. Darüber hinaus müssen Radverkehrsanlagen den veränderten Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger, beispielsweise durch die Nutzung von Lastenfahrrädern oder der deutlichen Zunahme von E-Mobilität, angepasst werden.

Der Fahrradtourismus und Freizeitradverkehr sind nicht zu unterschätzende Wirtschaftsfaktoren und bieten gerade für den ländlichen Raum wirtschaftliche Perspektiven. Deshalb will der Freistaat das vorhandene sehr gute und weitverzweigte touristische Landesradwegenetz ("SachsenNetz Rad") weiter optimieren und auch hier vorhandene Lücken schließen. Die touristische Wegweisung ist im Rahmen eines sachsenweiten Projektes bereits in einigen Landkreisen auf den neuesten Stand gebracht worden – weitere Landkreise folgen. Touristische Radverkehrsangebote sowie die Vermarktung der Ziele und Routen sind ebenfalls wichtige und förderfähige Schwerpunkte.

Neue Mobilitätsfelder erschließen derzeit eine Vielzahl von Nutzergruppen und stellen alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Insbesondere der stark zugenommene Wirtschaftsverkehr der Liefer- und Paketdienste auf der sogenannten "letzten Meile" erfolgt per Rad flexibler und umweltfreundlicher: Lastenfahrräder können zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten und Gemeinden beitragen. Um den Einsatz von Lastenrädern voranzubringen, plant der Freistaat die Förderung von Lastenrädern als modernes Verkehrsmittel für den städtischen Raum.

Martin Dulig betont: "Digitalisierung und Elektromobilität machen auch vor dem Thema Radverkehr nicht halt. Fahrradverleihsysteme und Lastenräder bieten neue Chancen, die Attraktivität des Radverkehrs als zukunftsweisende Mobilitätsform weiter zu erhöhen. Diese neuen Ansätze müssen wir übergreifend über alle Verkehrsarten denken – wir müssen Mobilität neu denken! Das schließt den Fußverkehr, den Auto- und Schienenverkehr genauso mit ein."

Mobilitätsangebote und -informationen sollen auch unter Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung stärker vernetzt und für den Radverkehr weiter entwickelt werden. Eine optimale Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln soll die Attraktivität des Radverkehrs weiter steigern.

Dulig weiter: "Radfahren bedeutet, sich bewusst für eine nachhaltige, umwelt- und klimafreundliche Art der Fortbewegung zu entscheiden. Radfahren ist gesundheitsfördernd und steigert die Lebensqualität. Das gemeinsame Ziel muss daher sein, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr im Freistaat weiter zu steigern. Die Verkehrssicherheit spielt hier eine große Rolle. Wenn die Infrastruktur stimmt, dann steigen auch mehr Menschen um. Dafür ist es notwendig, das Fahrrad in allen verkehrs- und städteplanerischen Konzepten stärker als bisher zu berücksichtigen und die Infrastruktur dafür aus- oder eben auch umzubauen."

Die Verbesserung und Förderung des Radverkehrs ist vor allem eine kommunale Aufgabe, die sich in der Aufstellung kommunaler Radverkehrskonzepte, in der Benennung von Verantwortlichen für den Radverkehr, in der Planung und Gestaltung der Verkehrsanlagen und kontinuierlichen Investitionen in den Radverkehr sowie einem begleitenden Service widerspiegelt. Wichtige Partner bei der Umsetzung der Konzeption sind daher die Landkreise, Städte und Gemeinden sowie der ADFC Sachsen.

Die im März 2019 gegründete Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs "Rad.SN" hat das Ziel, die Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich des Rad- und Fußverkehrs zu verbessern. Neben einer gemeinsamen Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit soll die Arbeitsgemeinschaft zu Fördermöglichkeiten und Weiterbildungen beraten sowie den Austausch zu verkehrsrechtlichen und -planerischen Neuerungen befördern. Rad.SN hat inzwischen 14 Mitglieder und steht allen interessierten Kommunen und weiteren Mitgliedern offen.

Zur Radverkehrskonzeption: (pdf, 25 MB)

Quelle: Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 29.08.2019

Sachsen: SachsenNetz Rad - 4.050 Wegweiser in der Pilotregion Leipzig aufgestellt

Ob auf dem Weg zur Arbeit, Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit: Radfahren ist beliebt und inzwischen ein wichtiger Bestandteil unserer Mobilität. E-Bikes verstärken diesen positiven Trend. Der Freistaat baut daher die Fahrradinfrastruktur weiter aus, um den Radverkehr zu stärken und die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens zu erhöhen. Ein Baustein ist die einheitliche Beschilderung des touristischen Landesradwegenetzes "SachsenNetz Rad" auf rund 5.120 Kilometer Länge mit einer aktuellen durchgängigen Wegweisung. Diese Erstausstattung wird durch das Land finanziert und sukzessive in ganz Sachsen durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr geplant und umgesetzt.

Pilotprojekt war die Region Leipzig mit den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig sowie der Stadt Leipzig. Hier wurde seit Juni 2018 innerhalb eines Jahres ein rund 900 Kilometer langes Netz beschildert. Dafür wurden rund 660 Pfosten und 4.050 Wegweiser aufgestellt. Die Gesamtkosten für die Region Leipzig belaufen sich auf rund 630.000 Euro.

Verkehrsminister Martin Dulig machte sich im Rahmen einer Fahrradtour entlang des Mulderadweges persönlich ein Bild von der neuen touristischen Wegweisung: "Ich freue mich, dass wir heute hier mit der Radtour auf einem Teilstück des SachsenNetz Rad das Ergebnis der Erstausstattung in der Pilotregion 'erfahren' können. Unser Ziel ist, bis 2022 die Beschilderung des gesamten SachsenNetz Rad abzuschließen."

Der Startschuss für die Beschilderung fiel Mitte 2018 in Torgau, weil sich in der nordsächsischen Elbestadt wichtige Strecken kreuzen. Dort beginnen die regionale Hauptradroute Dahlener Heide (Torgau – Wurzen), die in einem Teilabschnitt auf der Fernverbindung Elberadweg verläuft, sowie die Route Leipzig – Berlin. Zudem ist der Elberadweg ein Bestandteil der Langstrecke "EuroVelo-Route 7" (Nordkap – Malta) und der Deutschlandroute "D 10" (nationales Premium-Radroutennetz). Diese Routen sind mit einem Logo an den Wegweisern kenntlich gemacht.

Für jeden einzelnen aufgestellten Wegweiser musste der Standort mit den Eigentümern abgestimmt und insgesamt 285 Gestattungsverträge abgeschlossen werden. Im Weiteren waren mit jeder der 64 betroffenen Gemeinden Vereinbarungen zum Eigentumsübergang der Wegweisung abzuschließen.

Planungsgrundlage für die sachsenweiten Maßnahmen ist eine Ende 2015 begonnene Bestandserfassung des SachsenNetz Rad sowie der Radwege an Bundes- und Staatstraßen in Sachsen (Routenverläufe, Oberflächenart, Zustand, Führungsform, Radinfrastruktur). Sie soll 2019 abgeschlossen werden. Seit 2017 wurde in Zusammenarbeit mit den Landkreisen die Konzeption für die Wegweisung erarbeitet. Es wurde ein Kataster erstellt, welches alle relevanten Informationen zu Art, Inhalt, Standort und Material der Wegweisung enthält.

Aktuell sind die Regionen Dresden und Bautzen in Planung. Die Wegweisungsplanung (ca. 935 km) in der Region Dresden (Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Stadt Dresden) ist als Folgeprojekt bereits beauftragt. Im Jahr 2020 sollen voraussichtlich auch hier die Wegweiser aufgestellt werden. Für die Region Bautzen (Landkreise Bautzen und Görlitz) sind die Planungsleistungen (ca. 1.465 km) ebenfalls beauftragt. Die Planungsleistungen für die Region Chemnitz (Erzgebirgskreis, Landkreise Mittelsachsen und Stadt Chemnitz) werden voraussichtlich Mitte 2020 und für die Region Zwickau (Vogtlandkreis und Landkreis Zwickau) Mitte 2021 ausgeschrieben.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 02.08.2019

Sachsen: Verkehrsminister Dulig beauftragt Radwegplanung an der "Rennstrecke" zwischen Stürza und Heeselicht

Auf der sogenannten "Rennstrecke" zwischen Stürza (Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach) und Heeselicht (Stadt Stolpen) wird die Verringerung der Straßenbreite ausgesetzt. Das hat der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig am 22. August 2019 dem Wahlkreisabgeordneten Jens Michel zugesagt. Lediglich die gefährlichen Kreuzungsbereiche der Staatsstraßen 161/163 werden jetzt entschärft, sagte Dulig. Zudem werde das Landesamt für Straßenbau und Verkehr beauftragt, entlang dieses Streckenabschnittes einen straßenbegleitenden Radweg zu planen.

Martin Dulig: "Wir beherzigen die vielen Hinweise aus der Bevölkerung und sind bereit, unsere Pläne zu überarbeiten. Das Radfahren ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil unserer Mobilität. E-Bikes verstärken diesen positiven Trend. Wir wollen den Radverkehr weiter stärken, indem wir die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens erhöhen. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr im Freistaat weiter zu steigern. Dafür ist es notwendig, das Fahrrad in allen verkehrs- und städteplanerischen Konzepten stärker als bisher zu berücksichtigen und die Infrastruktur dafür auszubauen."

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 23.08.2019

Sachsen: Elberadweg zwischen Prossen und Halbestadt (Stadt Königstein) wird instandgesetzt

Für die Instandsetzung des Elberadweges rechtselbisch zwischen Prossen und Halbestadt hat die Stadt Königstein Fördermittel in Höhe von rund 1,34 Millionen Euro erhalten. Verkehrsminister Martin Dulig überbrachte dem Königsteiner Bürgermeister Tobias Kummer den Zuwendungsbescheid persönlich.

"Beim Ausbau des sächsischen Radwegenetzes für den Alltags- und touristischen Radverkehr sind wir bereits auf einem guten Weg. Unser Ziel ist, schrittweise durchgängige Radverkehrsverbindungen zu schaffen, sowohl straßenbegleitend als auch bei den touristischen Radrouten. Der Elberadweg ist der wichtigste Radweg in Sachsen, aber auch deutschlandweit. Ich freue mich daher, dass wir diesen mit Instandsetzungs- und Ausbaumaßnahmen sowie Lückenschlüssen noch attraktiver machen", so Verkehrsminister Martin Dulig.

Das Gesamtvorhaben ist eine Gemeinschaftsmaßnahme von Königstein und Bad Schandau und besteht aus insgesamt 3 Teilabschnitten:

  1. Teilabschnitt: in der OD Königstein bis zur Gemarkungsgrenze nach Prossen auf einer Länge von 510 m
  2. Teilabschnitt: Gründelweg in der Gemarkung Prossen auf einer Länge von 625 m
  3. Teilabschnitt: Instandsetzung des Gründelweges im Bereich des Rittergutes Prossen

Die Förderung umfasst die verkehrssichere Instandsetzung eines rund 370 Meter langen Abschnittes im zweiten Teilabschnitt. Die Besonderheit bei diesem Abschnitt: Der Radweg ist gleichzeitig auch die einzige Zufahrt zum Ortsteil Halbestadt der Stadt Königstein und wird daher auch von Pkw- und Lieferverkehr genutzt.

Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf rund 1,49 Mio. Euro. Der Freistaat fördert das Vorhaben mit 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Ausreichung der Fördermittel erfolgt auf Grundlage der Richtlinie des SMWA für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger.

Diese Fördermittel werden auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 09.08.2019

Sachsen-Anhalt: Verankerung des Radwegebaus in der "Strategie Landesstraßenbau 2030

Landesverkehrsminister Thomas Webel hat in Magdeburg die "Strategie Landesstraßenbau 2030" vorgestellt. Bestandteil der Konzeption ist auch der Ausbau und die Erhaltung des Radwegenetzes entlang der Landesstraßen.

Ziele der alle Bereiche des Landesstraßenbaus betreffenden Strategie sind unter anderem die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Landesstraßennetzes, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit, der effiziente und effektive Ressourceneinsatz sowie die Erhöhung der Nutzerzufriedenheit.

"Durch die Umsetzung der Strategie stellen wir außerdem sicher, dass die Straßen in allen Landesteilen gleichbehandelt werden und damit alle Regionen unseres Landes von der positiven Entwicklung partizipieren", erklärte der Webel. "Mit der flächendeckenden Verbesserung des Landesstraßennetzes und der Erhöhung des Radverkehrsanteils infolge des Neubaus straßenbegleitender Radwege reduzieren wir außerdem die verkehrsbedingten Emissionen", so Webel weiter.

Die Festlegung konkreter Einzelmaßnahmen erfolgt über Pläne, die auf Basis dieser Strategie erarbeitet werden. Hierzu zählen uunter anderm die landesweiten Erhaltungsprogramme Straße und Brücke, der Landesstraßenbedarfsplan (Neubauvorhaben) und der Landesradverkehrsplan (Radwege).

Allein für die notwendige Sanierung der Fahrbahnen und den Ersatzneubau von Brücken werden jährlich etwa 60 Millionen Euro benötigt. Hinzu kommen Kosten für Planung und Bauaufsicht, Beteiligungen an Maßnahmen Dritter, Grunderwerbskosten, Sofortmaßnahmen aus der Verkehrssicherungspflicht, Investitionen in Radwege, Neubauvorhaben und vieles mehr. Zusammen macht das etwa 85 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 26.08.2019

Sachsen-Anhalt: Stadt Halle erhält EFRE-Förderung für Radweg zwischen Lettin und Dölauer Straße

Die Stadt Halle (Saale) kann einen Radweg entlang der Nordstraße zwischen dem Stadtteil Lettin und der Kreuzung von Dölauer Straße und Brandbergweg bauen: Die Kommune hat den Bewilligungsbescheid für eine Förderung in Höhe von 2,065 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhalten. Die Kosten für den 1650 Meter langen Radweg an der westlichen Seite der Nordstraße belaufen sich auf 2,265 Millionen Euro. Der Bau soll 2020 beginnen und im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen sein.

Quelle: Stadt alle am 16.08.2019

Schleswig-Holstein: Nördliche Kiellinie macht autofrei - Förde-Promenade wird zwei Wochen zum Erlebnisraum

Anfang September 2019 ergibt sich für Kiels 3,5 Kilometer lange Förde-Promenade eine günstige Gelegenheit für noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Weil vom 7. bis zum 22. September 2019 auf der nördlichen Kiellinie an der Straßenentwässerung gearbeitet werden muss, ist die Straße zwischen Bellevue und Orchideenwiese auf dem Abschnitt zwischen Lindenallee und Tirpitzmole für den Autoverkehr gesperrt.
 
Yoga am Wasser, Flanieren zum Sonnenuntergang, Joggen mit Blick auf Segelboote oder Picknick auf der Straße: Die Kielerinnen und Kieler können zwei Wochen lang mitbestimmen, wofür sie die autofreie Zeit auf der nördlichen Kiellinie nutzen. "Wir machen die Kiellinie zum Erlebnisraum und laden alle Kielerinnen und Kieler dazu, die Zukunft unserer Promenade mitzugestalten", erklärt Baudezernentin Doris Grondke, die das Projekt initiiert hat.

Das bietet die Landeshauptstadt auf der autofreien Kiellinie (Planungsstand Mitte August):

  • #diwokiel-Area der Digitalen Woche (7.-14. September)
  • Klimaschutzwerkstatt "Kiel packt an" (22. September)
  • Yoga & Musik (7., 14. und 21. September)
  • Premium-Radroute auf der heutigen Fahrbahn
  • Erlebnispromenade zum Erholen und Relaxen
  • Strandkörbe und Sonnenliegen mit freiem Blick auf die Förde
  • Gastronomie an der Seebar und bei der Seglervereinigung
  • Ausleihstationen für Leihfahrräder
  • Sandspielbereich für Kinder
  • Skatebereich

Die Seebar wird erreichbar sein. Es werden temporäre Parkmöglichkeiten geschaffen im Düsternbrooker Weg unmittelbar südlich der Lindenallee und ab dem 14. September auch zwischen Bellevue-Brücke und Seebar.

Das autofreie Experiment soll ein erster Schritt zur Beteiligung der Kielerinnen und Kieler am Gesamtprojekt "Kiellinie und Düsternbrooker Fördehang" sein. Verkehrszählungen im Aktionszeitraum liefern Daten über die Auswirkungen der veränderten Verkehrsführung. An der Kiellinie selbst steht eine Radzählstation.

Die Eindrücke und Erkenntnisse aus diesem Prozess in den beiden Septemberwochen fließen in die weiteren Untersuchungen und Entwicklungsschritte des Kiellinie-Projektes ein. Es wird gefördert durch das Städtebauförderungsprogramm "Zukunft Stadtgrün".

Aktuell und noch bis 2020 werden die so genannten "Vorbereitenden Untersuchungen" im Auftrag der Landeshauptstadt Kiel erarbeitet und ein Planungswettbewerb vorbereitet, der 2020 ausgelobt wird. Parallel arbeitet das Tiefbauamt an der Erneuerung der Uferbefestigung des Berthold-Beitz-Ufers. Besonders aufwendig und langwierig ist an dieser Stelle die Kampfmittelsondierung und -räumung. Die Wasserbauarbeiten werden ab Frühjahr 2020 durchgeführt und im Anschluss daran das Ergebnis des Wettbewerbes umgesetzt. Die Umgestaltung der Promenade am Berthold-Beitz-Ufer soll 2022 abgeschlossen sein.

Die Kosten belaufen sich auf etwa 10,6 Millionen Euro. Davon werden rund 90 Prozent über das Programm "Zukunft Stadtgrün" gefördert. Erst Ende Juli hat die Stadt Kiel vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig Holstein einen entsprechenden Förderbescheid erhalten. 

Quelle: Stadt Kiel am 14.08.2019

Thüringen: Aufwertung der touristischen Bach-Rad-Erlebnisroute rund um Ohrdruf

Mit insgesamt 77.000 Euro unterstützt das Thüringer Wirtschaftsministerium die Erneuerung und Aufwertung der touristischen Bach-Rad-Erlebnisroute rund um Ohrdruf. Den Förderbescheid übergab Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee an den Ohrdrufer Bürgermeister Stefan Schambach. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf gut 85.000 Euro.

"Der Erlebnisradweg ist ein hervorragendes touristisches Produkt, das viele authentische Bach-Orte miteinander verbindet und so für Kultur- und Individualreisende zugänglich macht", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Allerdings könne die vor zehn Jahren eröffnete Route mittlerweile eine "Auffrischung" gebrauchen, so der Minister. Deshalb sollen nunmehr Beschilderung und Rastplätze erneuert und zusätzliche Informationstafeln und Spielelemente (z.B. Klangstäbe) eingebunden werden. Flyer und Logo des Bach-Radwegs sind bereits im Vorfeld komplett überarbeitet worden und liegen bereits in neuem Erscheinungsbild vor. Die Überarbeitung sei nicht zuletzt mit Blick auf das touristische Themenjahr 2020 "Musikland Thüringen" notwendig geworden, mit dem gezielt Kulturtouristen angesprochen werden sollen.

Die Bach-Rad-Erlebnisroute hat eine Länge von 54 Kilometern und führt über Arnstadt, Gossel, Crawinkel, Ohrdurf, Schwabhausen, Wechmar, Mühlberg und Holzhausen. Die Strecke ist als Themenroute in der Radverkehrskonzeption des Freistaats Thüringen enthalten und Bestandteil der Radverkehrskonzepte des Landkreises Gotha und des Ilmkreises.

Die Erneuerung steht außerdem in engem Zusammenhang mit dem Projekt "Bach in Thüringen entdecken", das vom Land im Rahmen eines "Tourismusbudgets" gefördert wird. Das Projekt will den Besuchern von Bach-Orten (wie etwa des Bachhauses in Arnstadt oder auch der Divi-Blasii-Kirche in Mühlhausen) die Musik Bachs künftig auch multimedial näher bringen. Durch Lichtinstallationen und Filmprojektionen erhalten die Bach-Erlebnisorte eine wiedererkennbare touristische Infrastruktur und ergänzen sich wechselseitig. Im Hinblick auf das Themenjahr 2020 soll das Marketing zum Thema Bach verstärkt und die Bachorte bei der Vermarktung von Konzert- und Veranstaltungsreihen mit eingebunden werden.

Hintergrund: Bach in Thüringen
Thüringen ist das Stammland der Familie Bach. Hier lassen sich die Kindheit, Jugend und Familiengründung und die Entwicklung des musikalischen Genies von Johann Sebastian Bach nachverfolgen. Ausgehend vom Stammort der Familie Bach in Wechmar und dem Geburtsort Eisenach (1585) ist vor allem Ohrdruf zu nennen, wo Bach das Orgelspiel erlernte. In Arnstadt erhielt Bach seine erste Anstellung und wechselte dann als Organist nach Mühlhausen. Nach einem Vorspiel vor Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar bekam Bach die Stelle als Hoforganist und Kammermusiker in Weimar und wurde dann Konzertmeister. 1717 verließ Bach Weimar in Richtung Köthen, jedoch erst nach einigen Wochen Haft in der Landsrichterstube, da er die neue Anstellung ohne Erlaubnis seines Weimarer Dienstherren antreten wollte.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft am 06.08.2019

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Stand der Information
31. August 2019
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