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Mai 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Radschnellverbindungen in der Region Mittlerer Oberrhein rücken näher

Wer übernimmt die Kosten für mögliche Radschnellverbindungen? Um diese zentrale Frage drehte sich am 2. Mai 2019 eine Veranstaltung in Stuttgart, zu der das baden-württembergische Verkehrsministerium auch den Regionalverband Mittlerer Oberrhein eingeladen hatte. "Jetzt kennen wir Ross und Reiter. Damit rückt die erste Radschnellverbindung in der Region ein Stück näher", freute sich der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Die Rede ist dabei von den Strecken Ettlingen-Karlsruhe sowie Karlsruhe-Rastatt, die laut der jüngst veröffentlichten Machbarkeitsstudie "Radschnellverbindungen in der Region Mittlerer Oberrhein" die größten Potenziale bergen. "Damit sind wir mit zwei von vier Routen des Landes dabei, die planerisch angegangen werden sollen", erklärte Verbandsdirektor Gerd Hager, der vor Ort war. 

Da der Radverkehr in der Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird, spricht sich der Vorsitzende des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dafür aus, sich zukünftig beim Ausbau des Radverkehrsnetzes nicht nur auf die Radschnellverbindungen zu konzentrieren. Mindestens genauso wichtig, so Dr. Schnaudigel, sei, "dass sich Stadt- und Landkreise in der Region auf eine abgestimmte Radverkehrsstrategie verständigen, die dazu beitragen kann, den Radverkehr weiter voranbringen."

Hintergrund der sogenannten "Impulsveranstaltung Radschnellverbindungen Baden-Württemberg" war die Novellierung des Straßengesetzes am 30. Januar 2019. Demnach sind Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg nicht nur in Baulast von Städten und Gemeinden, sondern künftig auch in Baulast der Landkreise und des Landes rechtlich möglich. Dieses möchte bis zum Jahr 2025 sieben weitere Radschnellverbindungen realisieren. "Zwei davon sollen bei uns in der Region in Angriff genommen werden. Die Qualität unserer regionalen Machbarkeitsstudie hat in Stuttgart gepunktet", ergänzt Gerd Hager. Außerdem begrüßte er die Finanzierungsquoten von zunächst 75 Prozent Bund, 12,5 Prozent Land und 12,5 Prozent Kommunen bei den kommunal finanzierten Streckenanteilen.

Quelle: Regionalverband Mittlerer Oberrhein am 03.05.2019

Bayern: Radverkehr für mehr Lebensqualität - Gmund am Tegernsee auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune

Die Gemeinde Gmund am Tegernsee hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr noch stärker zu fördern und die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern e.V.) beantragt. Die Aufnahme in den Verein erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.

Der erste Schritt ist die Durchführung einer Vorbereisung, welche diese Woche stattfand. Eine Kommission aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern und des ADFC Landesverbandes prüfte anhand strenger Prüfungskriterien die derzeitige Fahrradfreundlichkeit Gmunds. Im Rathaus der Gemeinde wurde zunächst aufgezeigt, wie der Radverkehr in Gmund bereits gefördert wird und wie die Kriterien des Vereins erfüllt werden. Anschließend begutachtete die Kommission bei einer Fahrradexkursion in der Gemeinde neuralgische Punkte. Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde überprüften die Expertinnen und Experten, wo noch mehr für die Fahrradfreundlichkeit getan werden kann.

Positiv hat die Bewertungskommission neben bereits durchgeführten Maßnahmen insbesondere aufgenommen, dass es in Gmund mit dem Agmunda-Arbeitskreis "Verkehr" eine rege Bürgerbeteiligung gibt. Auch die Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS) im Bereich Radverkehr wurde positiv gewürdigt. Als Ergebnis der Vorbereisung hat die Gemeinde wertvolle Hinweise und weitere Maßnahmen zur Radverkehrsförderung erhalten und wird in die "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" aufgenommen.

Die gegebenen Hinweise und Maßnahmen waren insbesondere: Die Gemeinde Gmund soll ihre Planungen und Maßnahmen in einem Radverkehrskonzept festhalten. In diesem sollen Prioritäten für die einzelnen Maßnahmen gesetzt und ein Zeithorizont festgelegt werden. Innerhalb der Verkehrsteilnehmer soll sich die Anzahl der Radfahrer generell erhöhen. Die Gemeinde Gmund soll auch bei der regelkonformen Beschilderung, bei qualitativ hochwertigen Radabstellanlagen und bei Informationen zum Thema Radverkehr nachbessern. Wo Radwege enden, sollen bessere Übergänge zur Straße geschaffen werden. Bei der Baustellensicherung und -umleitung sollen Radfahrer besser berücksichtigt werden.

Die Gemeinde hat nun maximal vier Jahre Zeit, diese Maßnahmen für mehr Fahrradfreundlichkeit umzusetzen und sich in der zweiten Stufe im Rahmen einer Hauptbereisung erneut der Bewertungskommission zu stellen. Verläuft diese weitere Bereisung positiv, erhält die Gemeinde vom Verkehrsministerium die Auszeichnung als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern". "Die Förderung des Radverkehrs ist ein weiterer Baustein für mehr Lebensqualität in Gmund. Dafür möchten wir das Know-how und die Unterstützung der AGFK nutzen. Wir freuen uns über das positive Urteil der Bewertungskommission als wichtigen ersten Schritt zur Aufnahme in den Kreis der fahrradfreundlichen Kommunen."

Dass der Weg zur fahrradfreundlichen Kommune ein langer Prozess ist, betont auch Sarah Guttenberger, Geschäftsführerin der AGFK Bayern e.V.: "Nach der Vorbereisung hat man einen gewissen Eindruck aus den Kommunen. Die Details, die wir dann in der Hauptbereisung prüfen, gehen aber noch tiefer. Ein Selbstläufer ist die Fahrradfreundlichkeit auch nach einem positiven Eindruck bei den Vorbereisungen niemals." Mit Gmund am Tegernsee wird bereits die 67. Kommune in den Verein aufgenommen.

In der AGFK Bayern haben sich 66 bayerische Kommunen mit insgesamt mehr als 5,4 Millionen Einwohner mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau von Radrouten und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Alle Mitglieder werden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft.

Quelle: AGFK Bayern am 06.05.2019

Download der Pressemitteilung

Bayern: Fahrradstraßen in München werden mit 3x2 Meter großen Piktogrammen markiert

Zum Fahrradstraßennetz der Landeshauptstadt sind neue Routen dazugekommen. Mit jetzt knapp 70 ausgewiesenen Fahrradstraßen liegt München weiterhin an der Spitze aller deutschen Städte.

"Seit Jahresbeginn werden die Münchner Fahrradstraßen noch deutlicher gekennzeichnet. Der Beginn der Fahrradstraße ist mit einem Piktogramm auf der Fahrbahn markiert, das drei auf zwei Meter groß ist. Damit ist es wirklich nicht zu übersehen und signalisiert klar, dass hier Radfahrerinnen und Radfahrer Vorrang haben, nebeneinander fahren dürfen und die Geschwindigkeit bestimmen", sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle.

Autos, Lastwagen, Motorräder und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer dürfen nur dann fahren, wenn das Zusatzschild "Kraftfahrzeuge frei" angebracht ist. In Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und Kraftfahrzeuge müssen ihre Geschwindigkeit an die der Radlerinnen und Radler anpassen.

Münchens neueste Fahrradstraße ist der südliche Teil der Werdenfelsstraße bis zur Waldfriedhofstraße. Sobald die derzeit noch laufenden Straßenbauarbeiten beendet sind, folgt der nördliche Teil. Auch die Strecke vom Baldeplatz bis zur Westermühlstraße ist jetzt durchgängig auf Fahrradstraßen befahrbar, da Baldestraße, Am Glockenbach und die Holzstraße bis zur Westermühlstraße als Fahrradstraßen ausgeschildert wurden.

Ein Foto in druckfähiger Auflösung, frei im Rahmen der Berichterstattung mit Rechtevermerk "Landeshauptstadt München KVR", gibt es unten. Das Foto zeigt eines der neuen 3x2 Meter großen Fahrradstraßen-Piktogramme, hier auf der Baldestraße.

Quelle: Kreisverwaltungsreferat (KVR) der Landeshauptstadt München am 13.05.2019

Berlin: Diskussionsveranstaltung zu geplanten Routenvarianten der Radschnellverbindung vom Wannsee bis zum Kurfürstendamm

Können sich Radelnde schneller von A nach B bewegen, wird das Fahrrad eine echte Alternative zu Auto und Bahn. Über Routenvarianten der Radschnellverbindung vom Wannsee bis zum Ku’damm diskutierten Interessierte am 29. April 2019 im Rathaus Zehlendorf.

Wie soll die Radschnellverbindung durch den Grunewald geführt werden, sodass sich Radfahrende, Jogger*innen und Skater*innen nicht in die Quere kommen? Welche Anbindungsmöglichkeiten gibt es zur Stadt Potsdam? Bei der Informations- und Dialogveranstaltung am 29. April im Rathaus Zehlendorf widmeten sich die rund 80 Interessierten und Ortskundigen gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK), Vertreter*innen aus den Bezirken, Fachplanern und infraVelo diesen und weiteren Fragen. Maren Schellenberg, Bezirksstadträtin in Steglitz-Zehlendorf, hieß alle Teilnehmenden Willkommen und ermunterte zu einem aktiven Austausch.

Der "Königsweg-Kronprinzessinnenweg" ist eine der elf geplanten Radschnellverbindungen in Berlin, die dazu beitragen sollen, das Radfahren komfortabler zu gestalten − vor allem auch für Menschen, die vom Berliner Umland ins Zentrum oder in die umgekehrte Richtung fahren, bislang aber mit dem Auto oder ÖPNV unterwegs sind. "Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, dann müssen wir die Pendlerströme in den Griff bekommen", sagte Peter Feldkamp, Koordinierungsstelle Radverkehr in der SenUVK. Radschnellverbindungen seien dabei "das Leuchtturmprojekt der Radverkehrsförderung", eng gekoppelt mit dem geplanten Radwegenetz.

Die Trasse "Königsweg-Kronprinzessinnenweg", die durch die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf führt, baut bereits auf einer guten Infrastruktur mit wenigen Knotenpunkten auf und ist landschaftlich besonders attraktiv: An vielen Streckenabschnitten erfüllen die vorhandenen Wege bereits die erforderliche Mindestbreite von rund vier Metern für Radfahrende.

Die Planung sieht vor, Radelnde über die Radschnellverbindung vom S-Bahnhof Wannsee durch die Ortsteile Nikolassee und Wannsee, weiter durch den Grunewald bis zur Messe Berlin sowie zum westlichen Ende des Kurfürstendamms zu führen. Mit etwa sieben Kilometern verläuft ein Großteil der rund zwölf Kilometer langen Strecke durch ein Waldstück entlang der AVUS (BAB A 115) zum S-Bahnhof Grunewald.

Alternative Streckenführungen wurden innerhalb eines einen Kilometer breiten Korridors geprüft und bewertet. Im mittleren Abschnitt, der durch den Grunewald führt, gibt es allerdings kaum Möglichkeiten für alternative Wegeführungen. Ein besonderer Konfliktpunkt der Diskussionen war der Parkplatz am Hüttenweg.

Das Ziel der Machbarkeitsuntersuchung ist es, eine Vorzugsvariante für die geplante Radschnellverbindung zu definieren. Dazu prüfen die Fachplaner*innen einzelne Abschnitte auf unterschiedliche Faktoren wie beispielsweise Lage, Anzahl der Fahrstreifen, zulässige Geschwindigkeit, Oberfläche, Parksituation oder Barrierefreiheit.

Berücksichtigt werden aber auch Anliegen und Hinweise von Interessierten und Ortskundigen durch die frühe Einbeziehung im Rahmen der Informations- und Dialogveranstaltungen. Bei dieser Trasse konnten die Teilnehmer*innen ­–überwiegend aus den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf − ihre Erfahrungswerte mit einzelnen Abschnitten in drei Dialoginseln teilen und den Planer*innen so Vorschläge und Kritikpunkte mit auf den Weg geben. Bei der Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Gruppenphasen machte Fachplaner Peter Bischoff von SHP Ingenieure deutlich, das die Teilnehmenden "wertvolle Anregungen" beigetragen haben. Diese werden im weiteren Verlauf der Machbarkeitsuntersuchung geprüft, fließen mit in die Bewertung ein und tragen dadurch auch zur Trassenfindung bei.  

Der Austausch erfolgte zu folgenden drei Routenbereichen:

  • Bereich 1: Nord - Führung durch die Ortsteile Grunewald und Westend
  • Bereich 2: Mitte - Führung durch den Grunewald, parallel zur Autobahn A 115
  • Bereich 3: Süd - Führung durch die Ortsteile Nikolassee und Wannsee

Die Teilnehmer*innen diskutierten u. a. über folgende Themen:

  • Natur- und Landschaftsbelange im Grunewald
  • Nutzungskonflikte zwischen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer*innen, z. B. zwischen Radfahrer*innen, Skatern, Joggern und Fußgänger*innen
  • Ausreichende Beleuchtung, v. a. entlang der Strecke durch den Grunewald, ggf. Möglichkeiten der dynamischen Beleuchtung
  • Berücksichtigung und Gestaltung von Anbindungen, wie z. B. der Hüttenweg als wichtige Anbindung von Zehlendorf in Richtung Norden
  • Punktuelle Engstellen entlang der Strecke und Umgestaltung, wie beispielweise im Bereich S-Bahnhof Wannsee
  • Anbindungen an das Land Brandenburg/Potsdam

Über den Namen der Route wurde ebenfalls diskutiert und abgestimmt: Die Mehrheit der Teilnehmenden votierten für einen neuen Namen der Route. Die Radschnellverbindung Königsweg-Kronprinzessinnenweg sollte "Grunewald-Route" heißen.

Die Machbarkeitsuntersuchung für diese Route soll im dritten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Daran schließen sich weitere Planungsschritte sowie öffentliche Beteiligungsoptionen für Interessierte an. Für diesen Planungsprozess sind mindestens 30 Monate zu berücksichtigen, sodass mit einem Baubeginn nicht vor 2022 zu rechnen ist.

Die detaillierte Dokumentation der Veranstaltung wird auf der infraVelo-Website veröffentlicht.

Quelle: infraVelo GmbH Berlin am 02.05.2019

Berlin: Fachplaner untersuchen 40 Strecken­verläufe für den "Panke-Trail" - Bericht von der Info- und Dialogveranstaltung

Bei der Info- und Dialogveranstaltung zum "Panke-Trail" am 10. Mai 2019 teilten rund 150 Radelnde und Ortskundige ihr Wissen und diskutierten über Varianten der geplanten Radschnellverbindung. Das Fachplanungsteam stellte den aktuellen Planungsstand vor.

Es war die erste öffentliche Veranstaltung zur geplanten Radschnellverbindung, die durch den Berliner Nordosten führen soll – Ortskundige, Anwohner*innen und viele Radfahrer*innen tauschten sich intensiv zum Planungsstand und den einzelnen Routenvarianten des "Panke-Trails" aus. Das Fachplanungsteam, der Bezirksstadtrat von Pankow, Vollrad Kuhn, Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese, Referatsleiter Horst Wohlfarth von Alm der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und infraVelo sprachen mit den Teilnehmenden unter anderem über Vor- und Nachteile verschiedener Streckenführungen, die Einbeziehung größerer Wohngebiete, über Anschlüsse an bestehende Radwege und den Zeitrahmen bis zur Fertigstellung aus.

Besonderes Merkmal des etwa 18 Kilometer langen "Panke-Trails" ist die hohe Anwohnerdichte im Süden, vor allem in den Ortsteilen Mitte, Prenzlauer Berg, Gesundbrunnen. Als Zwischenergebnis der Machbarkeitsuntersuchung stellte Fachplaner Philipp Nahr von der beauftragten Arbeitsgemeinschaft Vössing & Lindschulte die zum jetzigen Zeitpunkt fachlich bestbewertete Route vor. Diese und alternative Streckenführungen sowie Teilabschnitte wurden im Dialog an den Trassenplänen intensiv diskutiert.

Staatssekretär Streese dankte in seinem Schlusswort den Teilnehmenden für den Input aus Anwohner- und Radlersicht und lobte die angenehme Diskussionskultur. Die Ungeduld der Bürger*innen im Hinblick auf die Umsetzung der Radverkehrsmaßnahmen könne er als Radfahrer sehr gut nachvollziehen. Die etwa 100 Kilometer Radschnellverbindungen sollen gemäß Mobilitätsgesetz vor 2030 umgesetzt werden. Mit allen weiteren Planungsschritten ist ein Baubeginn erster Abschnitte im Jahr 2022 denkbar. Streese betonte, dass parallel zu den Radschnellverbindungen weitere Maßnahmen geplant und umgesetzt werden, um den Radverkehr in Berlin auch kurz- und mittelfristig zu verbessern. Dazu gehörten unter anderem neue Radwege, Grünbeschichtungen, geschützte Radwege oder Fahrradbügel.

Der "Panke-Trail" soll rund 18 Kilometer vom S-Bahnhof Karow durch Pankow bis nach Mitte führen. Im Bereich des S- und U-Bahnhofs Pankow (am Pankower Tor) gabelt sich die Trasse: eine Abzweigung führt in Richtung Südwesten über Gesundbrunnen bis zum Nordbahnhof, eine zweite in Richtung Süden über Prenzlauer Berg bis zur Torstraße in Mitte.

Fachplaner Philipp Nahr erklärte die Schritte, die es bis zur Festlegung einer Vorzugstrasse braucht. Zahlreiche Befahrungen, die Bewertung einzelner Teilstücke, Bauvorhaben in den Bezirken und die Zusammenführung untersuchter Straßen und Wege führten insgesamt zu rund 40 verschiedenen Streckenführungen auf etwa 30 Kilometern, die in einem weiteren Schritt intensiv geprüft werden. Die Bewertung der einzelnen Korridortrassen erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien wie beispielsweise Relevanz der Strecke für Radfahrende, die Umsetzung als komfortable, sichere und schnelle Trassenführung oder mögliche Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden. Es geht in erster Linie darum, die für Radfahrer*innen attraktivste Route zu identifizieren – Ergebnis muss also nicht zwangsläufig die kürzeste oder die schnellste Route sein.

Die Hinweise der Teilnehmenden zum Projekt fließen in die kommenden Planungen ein. Die Machbarkeitsuntersuchung für den "Panke-Trail" soll noch im dritten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Für den daran anschließenden Planungsprozess sind mindestens 30 Monate zu berücksichtigen. Mit einem Baubeginn ist ab 2022 zu rechnen.

Download der Präsentation zur Info- und Dialogveranstaltung zum "Panke-Trail" am 10. Mai 2019 (pdf)

Quelle: GB infraVelo GmbH am 13.05.2019

Brandenburg: 16 Millionen Euro für Radwegemodernisierung in Spree-Neiße

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat dem Landkreis Spree-Neiße einen Zuwendungsbescheid über mehr als 16 Millionen Euro zur Modernisierung der Radwege im Landkreis überreicht. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Die Gesamtkosten für die Modernisierung belaufen sich auf 18,1 Millionen Euro, das Wirtschaftsministerium unterstützt die Investition des Landeskreises mit einem Fördersatz von 90 Prozent. 

"Der Radtourismus ist eine wichtige Säule des märkischen Tourismus. Die Freizeitradler bescheren  der Brandenburger Tourismus-Branche jährlich einen Umsatz von mehr als 850 Millionen Euro. Die Voraussetzung für diesen Erfolg sind touristische Radwege von guter Qualität. Um diesen Standard zu halten und weiter zu verbessern, unterstützen wir die Landkreise bei der Modernisierung der in ihrem Gebiet verlaufenden überregionalen Radwege", erklärte Steinbach.

Brandenburg verfügt insgesamt über 7.000 Kilometer regionale und überregionale touristische Radwege, auf denen fast 12.000 Kilometer Einzelradrouten verlaufen. Mit der Modernisierung der Radwege würden die Routen weiter verbessert, sagte Steinbach. "So wird Brandenburg für Radtouristen noch attraktiver", betonte der Minister.

Die Modernisierungsmaßnahmen im Landkreis Spree-Neiße umfassen Teilstücke des Oder-Neiße-Radweges (auf einer Länge von 38,7 Kilometern), des Spreeradweges (18,6 km), des Fürst-Pückler-Weges (35,5 km), der Niederlausitzer Bergbautour (27,6 km) sowie der Tour Brandenburg und kleinerer Teile des Gurkenradweges und der Historische-Stadtkerne-Route (insgesamt 18,5 km). Es werden beispielsweise neue Asphaltschichten aufgetragen und Wurzelschutzanlagen eingebaut. Darüber hinaus werden entlang einzelner Routen Sitzgruppen eingerichtet und in Welzow, Guben und der Gemeinde Neiße-Malxetal E-Ladestationen installiert. Zudem sollen in Guben fünf Fahrradboxen aufgebaut werden.    

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg am 01.05.2019

Hessen: Land fördert Rad-Direktverbindung Kassel-Vellmar

Mit rund 74.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Zweckverband Kassel bei der Planung einer Rad-Direktverbindung zwischen Kassel und Vellmar. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Kosten für Entwurfs- und Ausführungsplanung belaufen sich auf 99.000 Euro.

Verdoppelung des Radverkehrsanteils: Durch ein besseres Wegenetz soll der Radverkehrsanteil in Kassel und Vellmar verdoppelt werden – die geplante Rad-Direktverbindung soll dazu beitragen. In einer Machbarkeitsstudie wurde für Kassel ein Potenzial von 8.400 Radfahrern/Tag und für Vellmar von 2.600 Radfahrern/Tag ermittelt.

6,3 Kilometer Rad-Direktverbindung: Die neue Rad-Direktverbindung erstreckt sich auf rund 6,3 Kilometer und soll mit mindestens vier Meter der Standardbreite für Rad-Direktverbindungen entsprechen.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 21.05.2019

Hessen: Umgestaltung des Nidda-Uferwegs in Bad-Vilbel

Mit rund 747.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Bad Vilbel bei der Umgestaltung des Nidda-Uferwegs in einen Rad- und Gehweg. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al‑Wazir am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben des Projektes belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Unzureichende Beleuchtung: Der am südlichen Ufer der Nidda verlaufende Weg wird von Radfahrern und Fußgängern genutzt, ist aber schmal und uneben. Auch die Beleuchtung ist veraltet und unzureichend.

Asphaltierter Rad- und Gehweg: Zwischen Wiesengasse und Marktplatz soll der Nidda-Uferweg auf rund 700 Meter in einen drei Meter breiten, asphaltierten Rad- und Gehweg umgestaltet werden. Stellenweise muss die Stützmauer zur Nidda erneuert werden. An vier Standorten sind Rastplätze mit Sitzmöglichkeiten, Tischen und Fahrradständern geplant. Die Beleuchtung soll ebenfalls erneuert werden.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 21.05.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Schweriner Abschnitt des Radwegs Hamburg-Rügen freigegeben

Am 15. Mai 2019 gab Verkehrsminister Christian Pegel mit Rico Badenschier, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin und Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbands M-V, einen neuen Abschnitt des Radfernwegs Hamburg-Rügen entlang mehrerer Schweriner Seen bis ins Zentrum der Landeshauptstadt frei.

Der neugebaute Abschnitt ist fünf Kilometer lang und 2,50 Meter breit. Er führt von der Gadebuscher Straße in Lankow entlang des Lankower Sees, des Grimke Sees und des Ostorfer Sees bis zum Platz der Jugend im Zentrum der Landeshauptstadt.

Der Radweg wurde in einer Bauzeit von knapp elf Monaten errichtet, inklusive Rastanlagen, Wetterschutzhütten, Sitzbänken, Spielgeräten und Informationstafeln. Das Wirtschaftsministerium M-V förderte das insgesamt 3,4 Millionen Euro teure Vorhaben mit ca. 3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW).

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 14.05.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg-Lückenschluss im Radwegnetz zwischen Hagenow und Ludwigslust

Am 17. Mai 2019 übergab Verkehrsminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von ca. 508.000 Euro an Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, für den Bau des dritten und letzten Bauabschnitts des insgesamt etwa 6,4 Kilometer langen Radwegs an der Kreisstraße K 22 zwischen Picher, Strohkirchen und Moraas. Der Neubau des straßenbegleitenden Radweges wird nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gefördert.

Der neue Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Strohkirchen und Moraas an der K 22 hat eine Breite von 2,25 Metern und eine Länge von knapp zwei Kilometern. Mit dem Bauabschnitt wird nicht nur die letzte Lücke im Radweg zwischen Picher, Strohkirchen und Moraas geschlossen, sondern auch im Radwegnetz zwischen Hagenow und Ludwigslust. Der Radweg leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Insbesondere Schüler der Theodor-Körner-Schule in Picher können diesen künftig nutzen.

Die Gesamtkosten für den Neubau des dritten Bauabschnitts sind mit ca. 684.000 Euro veranschlagt. Damit betragen die Kosten für den gesamten Radweg zwischen Picher, Strohkirchen und Moraas voraussichtlich etwa 1,6 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 17.05.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Lücke in der Radwegverbindung zwischen Schwerin – Großer Dreesch und der Autobahnbrücke über die Autobahn 14 geschlossen

Am 21. Mai 2019 gab Verkehrsminister Christian Pegel mit Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier den neuen Radweg zwischen der Kleingartenanlage "Am Fernsehturm" an der Plater Straße in Schwerin und der Gemeinde Plate für den Verkehr frei.

Der 2,50 Meter breite und ca. 1,5 Kilometer lange Asphaltradweg beginnt an der Kleingartenanlage "Am Fernsehturm" und endet an der Stadtgrenze zum Ortsteil Consrade der Gemeinde Plate. Er wurde innerhalb von drei Monaten gebaut und verläuft straßenbegleitend entlang der Westseite der Plater Straße. Mit dem neuen Radweg wird die letzte Lücke in der Radwegverbindung zwischen Schwerin – Großer Dreesch und der Autobahnbrücke über die Autobahn 14 geschlossen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 557.000 Euro. Diese werden nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 418.000 Euro aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gefördert.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 21.05.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Ausbau des Ostseeküstenradweges von Greifswald nach Stralsund

Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau des zweiten Bauabschnittes des Ostseeküstenradweges von Greifswald nach Stralsund. Konkret soll der straßenbegleitende Radweg an der Kreisstraße K 1 von der alten B 96 bis zum Riemser Weg am Ortseingang von Gristow (Gemeinde Mesekenhagen, Landkreis Vorpommern-Greifswald) führen. "Der Streckenabschnitt des Ostseeküstenradfernweges von Greifswald nach Stralsund befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand. Hier muss was passieren. Land, Landkreise und Gemeinden ziehen an einem Strang und haben gemeinsam Lösungen für den Radweg gesucht und gefunden. Mit dem Bau des Radwege-Teilstücks wird ein weiteres Teilstück erschlossen und eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen. Ist der Ostseeküsten-Radweg fertig, bietet er Einheimischen und Gästen die einmalige Gelegenheit, Mecklenburg-Vorpommern an vielen Streckenabschnitten möglichst wassernah zu entdecken", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Dr. Stefan Rudolph am Mittwoch in Gristow (Gemeinde Mesekenhagen, Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Neuer Radwegabschnitt ist 1,3 Kilometer lang: Baubeginn des neuen Radwegeabschnittes ist der Einmündungsbereich Kreisstraße K 1 VG / Bundesstraße B 105. "Durch diese Investition werden der Naturerlebnispark Gristow, die vielen kleinen Tourismusbetriebe und die an der Küste entlanglaufenden Wald- und Feldwege fahrradtechnisch angebunden", betonte Rudolph. Bauende ist am Ortseingang Gristow. Der geplante Radweg soll parallel zur Kreisstraße K 1 VG als straßenbegleitender Radweg ausgebaut werden. Dabei verläuft die Radwegtrasse innerhalb des Waldessaumes. Am Bauende zu Beginn der Ortsdurchfahrt der Gemeinde Gristow, wird der Radweg auf die Fahrbahn der Kreisstraße K 1 VG geführt. Die geplante Ausbaustrecke des Radweges beträgt 1,3 Kilometer. Der Radweg hat durchgehend eine Breite von 2,50 Meter. Die Oberflächenbefestigung erfolgt auf der gesamten Ausbaustrecke in Asphaltbauweise. "Es gibt bereits jetzt ein erhebliches touristisches Radverkehrsaufkommen auf der vielbefahrenen Kreisstraße (Anbindung von Riems) in Richtung Gristow und der dortigen touristischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Naturerlebnispark, Hafen, Ferienwohnungen sowie Gasthöfe. Der neue Streckenabschnitt ermöglicht die Nutzung der vorhandenen küstennahen Wegeverbindungen (Feld- und Waldwege) und schafft somit eine attraktive Nebenstrecke", erläuterte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort: Die geplanten Gesamtausgaben betragen rund 633.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschafsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) mit 551.000 Euro.

Ausbau geht weiter - Zusicherung für ersten Bauabschnitt: Darüber hinaus machte Rudolph vor Ort deutlich, dass auch der erste Bauabschnitt des Radweges finanziell unterstützt wird. Dieser Abschnitt verläuft von Süden kommend auf der Kreisstraße VG 5 von Greifswald am MARKTKAUF vorbei bis zum Kreisverkehr an der Umgehungsstraße. Er wird circa 1,5 Kilometer lang sein. Die geplanten Gesamtausgaben betragen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschafsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) voraussichtlich mit rund 1,3 Millionen Euro. "Der Zuwendungsbescheid ist in Arbeit. Neben der touristischen Bedeutung wird die Verkehrssicherheit für Radfahrer weiter verbessert", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Informationen zum "Ostseeküstenradweg": Der Ostseeküsten-Radweg führt von Swinemünde entlang der deutschen Ostseeküste über Wolgast, Greifswald, Bergen, Stralsund, Barth, Zingst, Warnemünde, Lübeck, Fehmarn, Flensburg bis nach Dänemark. Er umfasst eine Länge von rund 798 Kilometern und gehört zu den beliebtesten deutschen Radfernwegen (laut ADFC Radreiseanalyse 2014) sowie zu den meistbefahrenen Radwegen in Deutschland.

Neun Radfernwege in Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch aus-geschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 29.05.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Radwegeteilstück von Sassnitz bis zum Königsstuhl offiziell freigegeben

Am 29. Mai 2019 ist ein Radweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund offiziell freigegeben worden. "Das ist ein weiterer Beitrag zum Ausbau des touristischen Radwegenetzes im Land und somit auch ein wichtiger Faktor bei der Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Mit der Fertigstellung wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Sassnitz.

Region für alle noch besser erlebbar: Die Gesamtlänge des Radweges beträgt ca. 12 Kilometer. Der Radwegeausbau erfolgte mit vermörteltem Beton (hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht). Das ist eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologischen Forderungen entspricht, gleichzeitig die Vorteile einer vollflächigen, gebundenen Befestigung beibehält. "Die Nutzung der forstlichen Wirtschaftswege, die auf großen Längen unbefestigt waren, gehört nun der Geschichte an. Für Rollstuhlfahrer, Skater und Radfahrer wird der Nationalpark mit seinen alten Buchen nun ein Stück weiter erlebbar und spürbar", sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort: Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. Mit rund 2,73 Millionen Euro Zuschuss aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) unterstützt das Wirtschaftsministerium den Ausbau des Radweges.

Touristische Entwicklung voranbringen: Die Insel Rügen (mit Hiddensee) verbuchte im Gesamtjahr 2018 insgesamt knapp 1,4 Millionen Ankünfte und über 6,39 Millionen Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,7 Nächten über dem Landesdurchschnitt von 3,9 Nächten. Im Seebad und Kneipp-Kurort Göhren gab es 2018 rund 90.350 Ankünfte und knapp 470.000 Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 5,2 Nächte.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,9 Millionen Ankünfte (+4,6 Prozent) und mehr als 30,9 Millionen Übernachtungen (+3,9 Prozent). "Wer neue Gäste für sich begeistern und zum Wiederkehren gewinnen will, braucht die stetige Weiterentwicklung des touristischen Angebotes. Wir werden auch künftig in die touristische Infrastruktur investieren", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 29.05.2019

Niedersachsen: Radwegneubau entlang der L 482 zwischen Almstedt und Breinum (Landkreis Hildesheim)

Die Bauarbeiten für den Radweg entlang der L 482 zwischen den beiden Ortschaften Almstedt und Breinum (Landkreis Hildesheim) begannen am 20. Mai. Begonnen wird mit der Anlage des gemeinsamen Geh- und Radweges in der Ortschaft Almstedt sowie der Einengung unter der Bahntrasse zur Geschwindigkeitsreduzierung im Ort. Zeitgleich starten ebenfalls die Erdarbeiten für den feldseitigen Betonradweg.

Die Baukosten belaufen sich auf ungefähr 450.000 Euro mit dem Land als Hauptkostenträger. Die Gemeinde beteiligt sich dabei an den Baukosten für den gemeinsamen Geh- und Radweg.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover am 20.05.2019

Niedersachsen: Radwegneubau entlang der K303 zwischen der L 499 und der Ortsdurchfahrt Lechstedt (Landkreis Hildesheim)

Im Zuge der Kreisstraße 303 wird zwischen der L 499 und der Ortsdurchfahrt Lechstedt (Landkreis Hildesheim) ein straßenbegleitender Radweg neu angelegt. Dafür ist es erforderlich, in der Zeit vom 13. Mai bis zur Beendigung der Bauarbeiten, voraussichtlich bis zum 16. August, den Streckenabschnitt für den Fahrzeugverkehr per Lichtsignalanlage bzw. Verkehrszeichen an der Baustelle vorbei zu leiten.

Der neu herzustellende Radweg wird auf der landwirtschaftlichen Fläche in Beton ausgeführt. Im Übergangsbereich zur L 499 wird er an den vorhandenen Radweg der L 499 angeschlossen. Der Radweg wird abgesetzt von der Fahrbahn mit einer Breite von 2,50 m und einem beidseitigen Bankett von 50 cm neu angelegt. Die Radweglänge beträgt rund 1,74 km.

Kostenträger der Maßnahme ist der Landkreis Hildesheim. Die Baukosten für den Neubau des Radweges werden GVFG-gefördert und betragen etwa 355.000 Euro.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover am 13.05.2019

Nordrhein-Westfalen: Fördervorhaben Kommunaler Straßenbau 2019 - Radwege

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert in diesem Jahr 144 kommunale Straßenbauvorhaben mit rund 154 Millionen Euro. Das sind rund 40 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dies beruht zum einen auf einer erhöhten Nachfrage der Kommunen nach Fördermitteln, zum anderen auf einer Erhöhung der Fördersätze durch das Verkehrsministerium im März dieses Jahres. Das Land übernimmt nun mindestens 70 statt bisher 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten von Maßnahmen. Kommunen, die als besonders förderungsbedürftig gelten, erhalten einen erhöhten Satz von 75 Prozent. Radverkehrsanlagen werden an folgenden Orten mit folgenden Zuwendungen gefördert:

  • Aachen Städteregion: Erneuerung der Rurbrücke in Monschau-Grünental und Ausbau des Ruruferradweges an der K 21: Zuwendungen: 0,92 Mio. Euro
  • Gütersloh Kreis: Ausbau K 29 Hengeberg und Anlage eines kombinierten Geh-/Radweges in Halle/Westf. (1. BA): Zuwendungen: 1,35 Mio. Euro
  • Korschenbroich: Ausbau eines kombinierten Rad- und Gehweges entlang der Straßen Holzkamp/Püllenweg als Netzschluss einschl. Trogbauwerk Holzkamp in Kleinenbroich: Zuwendungen: 1,82 Mio. Euro
  • Neuss RheinKreis: Entlastungsstraße K 9n von KVP Buschstraße bis KVP Am Strümper Busch (1. BA) und Neubau eines Radweges von Forststraße bis KVP Am Strümper Busch einschl. Vorsorgemaßnahme in Meerbusch: Zuwendungen: 1,61 Mio. Euro
  • Olpe: Geh- und Radweg an der L 512 Bruchstraße: Zuwendungen: 0,43 Mio. Euro
  • Warendorf Kreis: Grundhafte Erneuerung, Neubau eines Rad-/Gehweges und zweier Querungshilfen im Zuge der K 27, Abschnitt 2 in Ahlen: Zuwendungen: 0,87 Mio. Euro
  • Wettringen: Ausbau Rheiner-Ohner-Damm mit Anlage eines Rad- und Gehweges am Haddorfer See: Zuwendungen: 0,26 Mio. Euro

Quelle: Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 03.05.2019

Zur Anlage und zur Pressemitteilung 

Nordrhein-Westfalen: Land, Stadt und RVR eröffnen Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr in Mühlheim

In Mülheim an der Ruhr ist ein weiterer Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr (RS1) fertig gestellt worden. Am 16. Mai 2019 wurde das 1,2 Kilometer lange Teilstück offiziell eröffnet. Es führt von der Ruhrbrücke bis zur Hochschule Ruhr West. Der Rad- und Fußweg auf der stillgelegten Trasse der Rheinischen Bahn verbindet nun die Hochschule Ruhr West mit der neuen Ruhrpromenade, dem Rathausmarktplatz und dem Hauptbahnhof.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Oberbürgermeister Ulrich Scholten, Martin Tönnes, Beigeordneter des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie Prof. Dr. Susanne Staude, Präsidentin der Hochschule Ruhr West, haben die neue Strecke getestet.

Der erste RS1-Streckenabschnitt über fünf Kilometer wurde bereits Ende 2015 zwischen der Stadtgrenze zu Essen und dem Hauptbahnhof Mülheim eröffnet. 2017 folgte die Freigabe einer 600 Meter langen Strecke bis zur Ruhrbrücke. Der RS1 verläuft in Mülheim hoch über Straßenniveau, denn der Radweg wird über das Stadtviadukt geführt. Er ist als Hochpromenade und Mischverkehrsfläche mit Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten und einem Stadtbalkon ausgestattet.

Finanziert wird der aktuelle Abschnitt des RS1 zu 80 Prozent aus Mitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes und zu 20 Prozent aus Eigenmitteln des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

"2019 ist für den Radschnellweg Ruhr das Jahr der Spatenstiche und Eröffnungen. Hier in Mülheim wurde der nächste Abschnitt fertiggestellt und an vielen Stellen im Ruhrgebiet wie in Gelsenkirchen, Bochum oder Dortmund wird bereits jetzt oder in Kürze gebaut. Damit ist der RS1 bundesweit am weitesten fortgeschritten. Alle Beteiligten - Land, Städte und RVR - wollen den RS1 Realität werden lassen und zeigen, wie aus einer kühnen Vision ein konkretes und erfahrbares Erlebnis in der Metropole Ruhr wird", erklärte heute Martin Tönnes, RVR-Beigeordneter für den Bereich Planung.

Der RS1 wird im Endausbau auf gut 100 Kilometern zehn Städte zwischen Duisburg und Hamm miteinander verbinden. Bauträger ist Straßen.NRW; das erste Teilstück des Radschnellweges Ruhr zwischen Essen und Mülheim wurde vom Regionalverband Ruhr (RVR) gebaut.

Quelle: Regionalverband Ruhr am 16.05.2019

Nordrhein-Westfalen: Dauerzählstellen sollen Auskunft über "Veloroute" zwischen Düsseldorf über Hilden und Solingen nach Wuppertal geben

Die Veloroute soll zukünftig eine Radwegeverbindung von Düsseldorf über Hilden und Solingen nach Wuppertal schaffen. Sie verläuft über vorhandene Radwege und Straßen und nutzt auch ein Teilstück der Korkenziehertrasse. Wieviele Menschen sind dort mit dem Fahrrad unterwegs? Und wie entwickelt sich der Radverkehr auf der Veloroute im Laufe der Zeit?

Darüber sollen Dauerzählstellen Auskunft geben, die auf der Route am 21. Mai 2019 installiert wurden: An der Weyerstraße westlich der Kreuzung Bebelallee zählt ein Gerät in Fahrrichtung Ohligs, das andere in Fahrtrichtung Wald, ein weiteres Gerät zählt auf der Korkenziehertrasse am Fuße der Rampe zum Parkplatz des Kunstmuseums. Die Zählgeräte werden in den Boden neben der Fahrbahn eingelassen, Induktionsschleifen führen unter der Fahrbahn her. Die Technik sorgt dafür, dass Motorräder, Kinderwagen und andere Fahrzeuge auf Rädern nicht mitgezählt werden.  Für die Installation werden die Fahrbahnen für kurze Zeit halbseitig gesperrt, der Verkehr kann jederzeit fließen.

Das Monitoring dient dazu dauerhaft zu bilanzieren, wie sich die Veloroute im Verkehrsverhalten auswirkt. Deshalb sollen die Zählergebnisse auch mit den Kfz-Verkehrsmengen der Zählschleifen an den benachbarten Signalanlagen abgeglichen werden. Das Projekt Veloroute wird vom Bund im Förderprogramm "Klimaschutz durch Radverkehr" mit knapp 1,7 Mio Euro gefördert. Die Mittel fließen in insgesamt 28 Baumaßnahmen von der Markierung und Beschilderung bis zur Asphaltierung von Streckenabschnitten oder auch den Bau eines neuen Zugangs zur Korkenziehertrasse von der Holbeinstraße aus.

Quelle: Klingenstadt Solingen am 21.05.2019

Nordrhein-Westfalen: Der Weg ist das Ziel: Straßen.NRW unterstützt bei Bürgerradwegen

Nordrhein-Westfalen investiert auch 2019 wieder den Bau von so genannten Bürgerradwegen. Bisher liegen bereits Anträge für Radwege auf einer Länge von etwa 70 Kilometern vor. Dabei handelt es sich um Baumaßnahmen, die zwar auf der Prioritätenliste des Regionalrats stehen, sich zeitnah jedoch nicht ohne weiteres umsetzen lassen. Eigentlich. Denn gemeinsam mit den Bürgern vor Ort setzt sich Straßen.NRW für eine unbürokratische Lösung ein – und beteiligt sich an den Kosten. Das Land NRW hat dafür seit 2005 über 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Bereits im Jahr 2005 hat die Landesregierung das Projekt Bürgerradwege ins Leben gerufen. Das Ziel: Schnell und verhältnismäßig unbürokratisch Radwege zu bauen. Dabei geht es in vielen Fällen um kleine, aber wichtige Ergänzungen im Netz, die zwar geplant sind, aber in absehbarer Zeit nicht gebaut würden. So entstehen meist Radwege auf einer Länge zwischen 300 Metern und zehn Kilometern.

Vorreiter war 2004 ein Pilotprojekt im Bereich der Regionalniederlassung Münsterland. "Wir waren es damals Leid, auf Bürgeranfragen antworten zu müssen: Tut mir Leid, das Projekt steht nicht im Radwegeplan", erinnert sich Hubertus Ebbeskotte von Straßen.NRW. Daraus seien eine Idee und eine Frage an die Bürger vor Ort geboren: Wenn die öffentliche Hand im Wesentlichen die Materialkosten übernimmt, können die Bürger den Rest dann selbst? Ebbeskotte: "Ergebnis war eine Riesen-Aktion, an der etwa 300 Bürger beteiligt waren. Alle haben sich engagiert." Anlieger spendeten Geld zur Finanzierung, lokale Bauunternehmen stellten Bagger und Material zur Verfügung, Anwohner ihren Grund und Boden und viele packten sogar selbst mit an.

Zwar können Bürgerradwege gegebenenfalls mit einem leicht reduzierten Standard gebaut und auf diese Weise kurzfristiger und kostengünstiger realisiert werden. Sie entsprechen dennoch dem aktuellen Stand der Technik und sämtlichen Sicherheitsanforderungen. Straßen.NRW beteiligt sich bei Projekten dieser Art sowohl mit fachlicher Unterstützung als auch mit derzeit 80.000 Euro pro Kilometer; von den Kreisen und Kommunen kommen Fördermittel, und auch die Versorgungsträger vor Ort sind beteiligt.

Bedingung für eine Landesförderung ist allerdings die Eigeninitiative vor Ort. "Oftmals handelt es sich dabei um Familien, denen die Sicherheit ihrer Kinder am Herzen liegt. Und schon ein kleines Teilstück, das möglicherweise eine Lücke schließt, kann ihr Leben verändern", so Ebbeskotte. "Und dann ist da natürlich der soziale Aspekt: Menschen packen gemeinsam an, Nachbarn unterstützen sich gegenseitig."

Seit dem Jahr 2005 sind gemeinsam mit Bürgern, mit Kommunen, Kreisen und Kooperationspartnern auf diesem Weg etwa 320 Kilometer Fahrradwege realisiert worden. Zum Ende des Jahres 2019 soll die Gesamtlänge auf mehr als 380 Kilometer ansteigen. Die Koordination und Beratung für die Umsetzung des Programms übernehmen die Regionalniederlassungen von Straßen.NRW. Interessierte Bürger finden die Kontaktdaten unter www.strassen.nrw.de/de/unternehmen/einrichtungen/niederlassungen.html

Weitere Informationen: Statistik zu Bürgerradwegen in NRW (pdf) und strassen.nrw.de/de/wir-bauen-fuer-sie/projekte/radwege/radschnellwege/buergerradwege.html

Quelle: Straßen NRW am 15.05.2019

Nordrhein-Westfalen: Straßen.NRW und Stadt Köln: Radwegeprojekte im rechtsrheinischen Köln

Immer mehr Menschen entdecken das Fahrrad als Mobilitätsalternative zum Auto. In und um Köln rollen Fahrradpendler nahezu täglich und bei jedem Wetter am Stau vorbei. Grundvoraussetzung hier ist eine gute und sichere Radinfrastruktur.

Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs im Rechtsrheinischen: Straßen.NRW und die Stadt Köln stoßen in der nächsten Zeit verschiedene Projekte an, um das Radfahren in Köln attraktiver zu machen. In den rechtsrheinischen Stadtteilen sind folgende Maßnahmen in der nächsten Zeit geplant:

Aktuelle Projekte von Straßen.NRW

  • L73: Von Grund auf wurde der Rad-/Gehweg entlang des Dellbrücker und Brücker Mauspfads auf einer Länge von 3,8 Kilometern erneuert und gerade fertiggestellt. Ohne Unebenheiten können Radfahrer nun die Fahrt zwischen Dellbrück und Brück sowie Brück und Rath genießen.
  • L489: Voraussichtlich im Sommer werden die Rad-/Gehwege beidseits des Grengeler Mauspfads zwischen Einmündung Hirschgraben und Ortseingang Eil saniert. Auf rund 2,2 Kilometern Länge werden hier die alten Betonelemente entfernt und die Asphaltfahrbahn neu aufgebaut.

Aktuelle Projekte der Stadt Köln

Porz

  • Houdainer Straße: Die Einbahnstraße in Porz-Zündorf wird durch einen Umbau für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet. Dieser Lückenschluss wird Radfahrern ein schnelles und komfortables Erreichen des Rheinufers (und der Groov) auf den Stadtteilen Zündorf, Libur und Wahn ermöglichen.
  • Einrichtung von zwei Fahrradstraßen zwischen Libur und Zündorf sowie zwischen Langel und Zündorf.

Kalk/Deutz

  • Gummersbacher Straße: In beiden Richtungen sollen breite, komfortable Radfahrstreifen durch Wegnahme jeweils einer Fahrspur für den Kfz-Verkehr markiert.
  • Kalker Hauptstraße: Zwischen Walter-Pauli-Ring und Grünebergstraße wird nach Fertigstellung der Hochbaumaßnahme in Fahrtrichtung Kalk ein breiter Radfahrstreifen durch Wegnahme einer Fahrspur für den Kfz-Verkehr markiert.
  • Rolshover Staße: Die Rolshover Straße wird im Kreuzungsbereich Kalker Hauptstraße umgestaltet. Hierbei wird die Radverkehrsführung optimiert.

Mülheim

  • Clevischer Ring: Zwischen Markgrafenstraße und dem Mülheimer Zubringer wird die Radverkehrsführung optimiert.
  • Karlsruher Straße: Hier wird ein Radfahrstreifen markiert.

Quelle: Straßen NRW am 07.05.2019

Nordrhein-Westfalen: Land finanziert 2019 70 Kilometer neue Radwege

Nordrhein-Westfalen stellt mehr als 12 Millionen Euro für Radwege an Landesstraßen, auf stillgelegten Bahnstrecken und für Bürgerradwege bereit. Insgesamt fließen über 47 Millionen Euro in den Ausbau des Radwegenetzes.

Das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat jetzt das Radwegeprogramm für 2019 vorgestellt. Das Gesamtfördervolumen liegt in 2019 bei 12,4 Millionen Euro. In diesem Jahr stehen unter anderem Mittel für über 50 Kilometer Bürgerradwege und mehr als 20 Kilometer Radwege auf stillgelegten Bahnstrecken bereit.

"Durch Pedelecs und E-Bikes wird der Radverkehr immer mehr zum Pendlerverkehr, weil mehr Leute damit zur Arbeit fahren. Wir brauchen ein gut ausgebautes Fahrradnetz ohne Lücken. Deswegen haben wir die Investitionen in Ausbau und Neubau in dieser Legislaturperiode deutlich erhöht. Radfahren ist auf der Top-Agenda der Verkehrspolitik angekommen,"sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. Damit es auch bei der Planung schneller geht, hatte das Land in 2018 das Straßen- und Wegegesetz geändert. Seitdem fällt beim Bau von Radschnellwegen das förmliche Linienbestimmungsverfahren weg. "Damit sparen wir einen Schritt im Planungsprozess und kommen schneller voran", ergänzte Wüst.

Im Radwegebauprogramm stellt das Land insgesamt 12,4 Millionen zur Verfügung. Davon sind für den Radwegebau an bestehenden Landesstraßen rund 7 Millionen Euro vorgesehen. Für drei Radwegeprojekte auf stillgelegten Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 20,8 km stehen in 2019 rund 1,6 Mio. Euro zur Verfügung.  3,8 Millionen Euro stehen für 27 Bürgerradwegeprojekte mit einer Gesamtlänge von 50,3 km bereit.

Zusätzlich zu den Mitteln für den Radwegebau an Landesstraßen, auf stillgelegten Bahnstrecken und Bürgerradwegen stellt das Land in diesem Jahr weitere 34 Millionen Euro im Rahmen anderer Programme zur Verfügung:

  • Für die Förderung des kommunalen Radwegebaus sind 17,1 Millionen Euro eingeplant,
  • für Radwege an Bundesstraßen 8,5 Millionen Euro
  • für Planung und Bau von Radschnellwegen in der Baulast des Landes 9,25 Millionen Euro.

Hintergrund: Für den Bau der Radwege an bestehenden Landesstraßen entscheiden die Regionalräte bei den Bezirksregierungen auf Vorschlag des Landesbetriebes Straßenbau NRW, mit welcher Dringlichkeit und in welcher Reihenfolge die einzelnen Projekte umgesetzt werden. Informationen zur Projektliste können bei den Geschäftsstellen der Regionalräte abgefragt werden.

Radwege-Projekte, die mit einer niedrigen Dringlichkeit eingestuft werden, können über das Modellprojekt "Bürgerradwege" beschleunigt werden. Dabei sind neben Land und Gebietskörperschaft auch Bürger am Bau der Radwege beteiligt, die ihr Projekt unter anderem finanziell oder durch "Hand- und Spanndienste" unterstützen. Bei Bürgerradwegen können Ausbaustandards reduziert werden. Insgesamt lassen sich diese Radwege so kurzfristiger und kostengünstiger realisieren. Seit 2005 sind durch dieses Modell rund 340 km Radwege entstanden.

Zahlreiche Vereinbarungen für die beabsichtigten Bürgerradwege mit den Städten und Gemeinden sind bereits vorabgestimmt und sollen kurzfristig abgeschlossen werden.

Liste der im Jahr 2019 geplanten Maßnahmen. Grafik zur Entwicklung des Radwegebaus von 2017 bis 2019.

Quelle: VM Nordrhein-Westfalen am 23.05.2019

Nordrhein-Westfalen: Radschnellweg von Krefeld über Viersen nach Mönchengladbach als umweltfreundliche Alternative - Landrat Dr. Coenen und Bürgermeister Heyes unterstützen Machbarkeitsstudie

Mit dem Fahrrad sicher, schnell und direkt von Krefeld nach Mönchengladbach fahren – das ist noch Zukunftsmusik. Doch schon in den kommenden Jahren könnte ein Radschnellweg vom Hauptbahnhof Krefeld über Willich bis zum Hauptbahnhof Mönchengladbach realisiert werden. Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen, und Willichs Bürgermeister Josef Heyes setzen sich dafür ein, die seit 1987 stillgelegte Bahnstrecke für den Radverkehr weiter auszubauen. Aktuell hat die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) NRW der Deutschen Bahn AG eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Der Kreis Viersen sowie die Städte Willich, Krefeld und Mönchengladbach beteiligen sich finanziell.

"Eine zukunftsweisende Strategie für die Nahmobilität ist eine der drängendsten Aufgaben für die Kommunen. Mit der richtigen Infrastruktur bietet gerade das Fahrrad große Potentiale für den Alltagsverkehr", sagt Dr. Coenen. "Insbesondere am flachen Niederrhein lassen sich mit E-Bikes auch größere Distanzen mühelos und umweltschonend zurücklegen."

Die ehemalige Bahntrasse zwischen Mönchengladbach und Krefeld ist 18 Kilometer lang. An der Strecke liegen wichtige Gewerbegebiete mit insgesamt über 24.000 Beschäftigen und 1.200 Betrieben, die gerade im Berufsverkehr nur zeitaufwändig zu erreichen sind. Die Stadt Willich hat bereits einen mehr als sieben Kilometer langen Abschnitt der ehemaligen Bahntrasse zu einem Radweg, dem Alleenradweg, mit Fördermitteln des Landes umgebaut. "Unsere Willicher Vorarbeit zur Errichtung des Alleenradwegs hat sich voll und ganz bewährt", sagt Bürgermeister Heyes. "Schülerinnen und Schüler, in den Willicher Gewerbegebieten Münchheide und Gewerbepark Stahlwerk Becker Tätige, wie auch sehr viele naherholungssuchende Freizeitradler nutzen den attraktiven Radweg, der die zweckmäßige Verlängerung in Richtung Krefeld und Mönchengladbach verdient."

Der Alleenradweg ist bereits in Besitz der Stadt Willich. Die Flächen auf Krefelder und Mönchengladbacher Stadtgebiet befinden sich im Eigentum der Deutschen Bahn. Daher ist die BEG NRW wichtiger Projektpartner. Die Landesgesellschaft entwickelt diverse Projekte rund um Eisenbahnflächen der Deutschen Bahn.

Die umfassende Machbarkeitsstudie betreut das Büro "Berg & Partner" aus Aachen. Die Studie wird aufzeigen, ob der Standard des Landes NRW für Radschnellwege mit vier Metern Breite durchgängig zu realisieren ist. Zudem erarbeitet die Studie umsetzungsfähige Zielvarianten mit detaillierten Trassenbeschreibungen. Sie betrachtet die städtebauliche und gestalterische Einbindung und prüft Kosten für Einzelabschnitte.

Am 9. April 2019 fand der Auftakttermin mit dem Gutachter statt. Die Studie wird voraussichtlich Anfang 2020 fertig gestellt sein. Langfristiges Ziel ist es, dass sich die neue Trasse mit der "Krefelder Promenade" verbindet. Perspektivisch ist ein Anschluss nach Duisburg und an den Radschnellweg 1 möglich.

Hintergrund zum Radeln auf ehemaligen Bahntrassen: Das Land Nordrhein Westfalen engagiert sich seit Jahren, Radwege auf ehemaligen Bahntrassen einzurichten. Neben dem Alleenradweg in Willich führt etwa auch die Themenroute des BahnRadwegs Kreis Viersen über stillgelegte Bahnstrecken. Im Rahmen des damaligen Wettbewerbs "StadtUmland.NRW" hatten der Kreis Viersen sowie die Städte Willich, Krefeld und Mönchengladbach erstmals die Idee eines Radschnellwegs von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof präsentiert.

Quelle: Kreis Viersen am 27.05.2019

Rheinland-Pfalz: 1,75 Millionen Euro für Geh- und Radwegeüberführung über die Saarstraße in Mainz

Die Stadt Mainz erhält für den Bau einer Geh- und Radwegeüberführung über die Saarstraße (L 419) eine Zuwendung in Höhe von 1,75 Millionen Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat. "Der Landesregierung ist es ein besonderes Anliegen, insbesondere auch Verbesserungen in der kommunalen Radwegeinfrastruktur zu unterstützen", so Wissing.

Mit dem Neubau einer Geh- und Radwegebrücke in Höhe des Kisselbergs wird eine barrierefreie Überquerung der Saarstraße ermöglicht, ohne den Verkehrsablauf im Zuge der Saarstraße zu beeinflussen. Die Saarstraße hat im innerstädtischen Bereich von Mainz eine Verkehrsbelastung von täglich rund 27.000 Fahrzeugen.

Die deutlich verbesserte Anbindung über die neue Brücke verbessert die Verkehrs-verbindung vor Ort nachhaltig und schafft zu den ÖPNV-Haltestellen südlich der Saarstraße eine barrierefreie und wesentlich kürzere Verbindung für Fahrgäste. "Mit der Umsetzung der Gesamtmaßnahme wird ein verkehrswichtiger Lückenschluss im städtischen Radwege- und Fußgängernetz hergestellt. Davon profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, sondern alle Verkehrsteilnehmer", betonte Verkehrsminister Wissing. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird den förmlichen Bewilligungsbescheid in den nächsten Tagen versenden.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 10.05.2019

Rheinland-Pfalz: 450.000 Euro für Kyllradweg

Die Verbandsgemeinde Speicher und die Ortsgemeinde Zemmer erhalten für den Ausbau des Kyllradwegs eine Zuwendung in Höhe von 450.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat. "Der Landesregierung ist es ein besonderes Anliegen auch die Radweginfrastruktur in Rheinland-Pfalz attraktiver zu gestalten", so Wissing.

Der Anfang der 90er Jahre hergestellte Radweg werde umfassend saniert und in einen modernen Zustand versetzt. Der insgesamt rund 5,5 Kilometer lange Sanierungsabschnitt verläuft auf einer Länge von rund 5,3 Kilometer auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Speicher (Eifelkreis Bitburg-Prüm), rund 190 Meter liegen im Bereich der Ortsgemeinde Zemmer (Verbandsgemeinde Trier-Land, Landkreis Trier-Saarburg).

Aufgrund seiner moderaten Steigungsverhältnisse in der reizvollen Landschaft ist der Kyllradweg allseits sehr beliebt und wird rege frequentiert. Er ist als Radfernweg wichtiger Bestandteil der landesweiten Planungskonzeption des Großräumigen Radwegenetzes. "Gut ausgebaute und verkehrssichere Radwege sind gut für den Tourismus und die Lebensqualität der Region", so Wissing. Er teilte mit, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid versenden werde.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 23.05.2019

Sachsen-Anhalt: Neuer Radweg im Harz entlang der B 79 zwischen Quedlinburg und Halberstadt

Bei Quedlinburg haben die Bauarbeiten für einen neuen Radweg entlang der Bundesstraße (B) 79 begonnen. "Damit realisieren wir ein Vorhaben, das ganz oben in unserem Bedarfsplan straßenbegleitender Radwege an Bundesstraßen steht", erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel beim ersten Spatenstich. Aufgrund ihrer Bedeutung sei die rund 4,7 Kilometer lange Trasse in den vordringlichen Bedarf eingeordnet worden. "Straßenbegleitende Radwege sind ein wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit auf unseren vielbefahrenen Straßen im Land", betonte der Minister. Zugleich werde dadurch die touristische Entwicklung gefördert, da sich das Fahrrad auch hier zunehmender Beliebtheit erfreue.

Nach Webels Worten werden insgesamt mehr als 1,6 Millionen Euro in den Bau des neuen Radweges investiert, der künftig zwischen der A 36-Anschlussstelle (AS) Quedlinburg und dem Knotenpunkt mit der Kreisstraße (K) 1322 verläuft. Beteiligt sind hier auch der Wasserzweckverband Ostharz (rd. 450.000 €) und die Stadtwerke Quedlinburg (rd. 40.000 €). Beide Unternehmen verlegen im Zuge der bevorstehenden Arbeiten neue Versorgungsleitungen.

Der Radweg wird in Betonbauweise errichtet und ist künftig in beide Richtungen nutzbar. Seine Breite beträgt 2,50 Meter. Lediglich innerorts (Münchenhof) wird die Trasse aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse nur zwei Meter breit ausgebaut, dafür aber mit einem Sicherheitsstreifen (50 cm) zur Fahrbahn versehen. Ende des Jahres 2019 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Die Landesregierung werde auch künftig kontinuierlich in das Radwegenetz investieren, sagte Webel abschließend. "Der Ausbau und die koordinierte Entwicklung des Radverkehrs auf der Grundlage des ressortübergreifenden Landesradverkehrsplans wird dazu beitragen, die bestehende Infrastruktur zu einem geschlossenen System auszubauen", fügte er hinzu. Der Plan erfasse den alltags- und freizeitrelevanten sowie touristischen Radverkehr gleichermaßen.

Die Baumaßnahme soll in drei Abschnitten realisiert werden. Begonnen wird anknüpfend an das bereits bestehende Teilstück des Radweges (aus Richtung Quedlinburg) im Bereich der Autobahnauffahrt. Im weiteren Verlauf orientiert sich die Trassierung an der B 79 und der neben ihr vorhandenen Baumreihe unter Berücksichtigung der existierenden Wirtschaftswege und Feldzufahrten. Das Bauende befindet sich an der Kreuzung der B 79 mit der K 1322.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 13.05.2019

Schleswig-Holstein: Großraum Rendsburg-Eckernförde und Plön - 18 Radwege werden wieder in Schuss gebracht
 
Dritte Runde der Sanierungsoffensive des Landes im Großraum Rendsburg-Eckernförde und Plön: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz am 3. Mai 2019 in Eckernförde zusammen mit Torsten Conradt und Matthias Forster vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erläuterte, stehen für 2019 allein für den Nordosten des Landes insgesamt 40 Einzel-Bauprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 100 Millionen Euro auf dem Plan (siehe Projektblätter).

"Wir werden insgesamt 35 Straßen und 18 Radwege sowie vier Brücken und eine Lärmschutzwand zwischen Schlei und Schwentine wieder in Schuss bringen und unsere jahrzehntelang auf Verschleiß gefahrene Infrastruktur weiter konsequent sanieren", sagte Buchholz. Dies sei gerade im ländlichen Raum dringend nötig. "Unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Pendler, aber auch unsere Urlauber und vor allem die Wirtschaft sind auf intakte Verbindungen angewiesen", sagte Buchholz.

Laut LBV.SH-Chef Conradt sind in dem 100-Millionen-Paket insgesamt neun Landesstraßen-Sanierungen mit einem Investitionsvolumen von gut 22 Millionen Euro enthalten. Buchholz und Conradt baten vor diesem Hintergrund alle Autofahrerinnen und Autofahrer einmal mehr um Geduld und Fairplay: "Bitte nehmen Sie größte Rücksicht auf alle Menschen, die auf unseren Baustellen bei Tag und teilweise auch bei Nacht arbeiten – sie machen ihren Job, damit wir alle in Zukunft schneller und sicherer an unser Ziel kommen."

Buchholz erinnerte zudem daran, dass die Landesregierung die Mittel für die Sanierung des gesamten Landesstraßennetzes in diesem Jahr – nach über 80 Millionen Euro in 2018 – auf einen Rekordwert von 90 Millionen Euro hochgefahren habe. "Ich hoffe, dass wir trotz der Bau-Hochkonjunktur jeden Cent davon auch auf die Straße bekommen, denn ein intaktes Straßennetz ist für die Menschen und die Wirtschaft in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein existenziell."

Quelle: Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein am 03.05.2019
 
Schleswig-Holstein: Grundsanierte K 43 auf Fehmarn mit neuem Radweg freigegeben

Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich zum Ausbau der Kreisstraße 43 ist die knapp vier Kilometer lange Strecke zwischen Blieschendorf und Burg fertig. "Diese Verbindungsstraße ist – zusammen mit der E 47 von und nach Puttgarden – eine der wichtigsten Strecken auf der Insel, die Insulanern wie Urlaubern und der regionalen Wirtschaft ab heute wieder im vollen Umfang zur Verfügung steht", sagte am 17. Mai 2019 Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs. Er gab die vom Land mit knapp fünf Millionen Euro geförderte Strecke gemeinsam mit Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Jörg Weber, Bürgermeister der Stadt Fehmarn, frei. Die insgesamt acht Millionen Euro teure Sanierung der Straße war seit September 2016 in insgesamt drei Bauabschnitten erfolgt.

Nach den Worten von Rohlfs ist die K 43 die kürzeste Verbindung vom Festland zum Zentralort Burg auf Fehmarn und war vor fast 100 Jahren die erste asphaltierte Straße auf Fehmarn. Landrat Sager erinnerte daran, dass sich die K 43 Straße zuletzt in einem Zustand befunden hatte, der durch Schlaglöcher, Wurzelaufbrüche, fehlende Entwässerungseinrichtungen und gefährliche Setzungen gekennzeichnet war. "Mit der Sanierung, die wir mit Rücksicht auf den Tourismus nur in den Winterhalbjahren von 2016 bis 2018 vorgenommen haben, haben wir also vor allem ein großes Stück an Verkehrssicherheit gewonnen", sagte Sager. Als besonders erfreulich bezeichneten es Landrat und Staatssekretär, dass auch der dritte und letzte Bauabschnitt fristgerecht  fertiggestellt werden konnte. "Die Straße entspricht nun nicht nur einem hohen Standard in Sachen Verkehrssicherheit, sondern auch bei Fahrkomfort und Nachhaltigkeit", so Rohlfs.

Neben einer Tiefensanierung wurde die Straße von ursprünglich 5,20 Meter auf 6,50 Meter Breite ausgebaut. Rohlfs: "Das wird dazu führen, dass sich nun auch größere Fahrzeuge wie Busse oder Landmaschinen gefahrlos begegnen können." Der parallel ebenfalls neu gebaute Radweg wurde in einer Breite von 2,50 Meter angelegt. Zur Einbindung in die Landschaft und als Ersatz für die damalige Pappelallee erfolgte im Herbst letzten Jahres beidseits des Radweges eine Neuanpflanzung mit Schwedischen Mehlbeeren. Insgesamt 546 Bäume werden den Radweg einrahmen.

Landrat Sager dankte insbesondere den Eigentümern für die Bereitstellung von Flächen, der Stadt Fehmarn für die umfassende Unterstützung, dem Land für die hervorragende Zusammenarbeit sowie für die Förderung des Projekts und den Anliegern für deren Geduld während der Bauzeit.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein am 17.05.2019
 
 
Thüringen: Kernprojekt der BUGA 2021 - Gera-Radweg in Erfurt wird zum "Erlebnisradweg"

Mit einem ersten Spatenstich haben Thüringens Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst und Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein im Abschnitt "M7 – Nordpark" (Karlstraße – Marie-Elise-Kayer-Straße) den Ausbau des Gera-Radwegs zum Erlebnisradweg gestartet. Der Radweg wird als ein Vorhaben der Bundesgartenschau 2021 in insgesamt neun Teilabschnitten durchgängig von der Schlüterstraße bis nach Gispersleben westlich der Gera ausgebaut und soll künftig touristische Schwerpunkte insbesondere aus der Gartenbaugeschichte der Stadt miteinander verbinden.

"Mit dem Erlebnisradweg entsteht im Norden Erfurts entlang des Wasserlaufs der Gera ein durchgehendes, stadtbildbestimmendes 'Grünes Band', das zu Sport, Erholung, aber auch touristischen Erkundungen einlädt", sagte die Staatssekretärin. Der Erlebnisradweg sei ein weiteres Kernprojekt der BUGA 2021 und werde seinen Teil dazu beitragen, die angepeilte Zahl von zwei Millionen Besuchern zu erreichen. "Aber auch über dieses Ereignis hinaus steht der Erlebnisradweg künftig allen Einwohnern und Besuchern der Stadt zur Verfügung", so Kerst. "Insofern ist die Investition in dieses neue, stadtbildprägende Grünelement gut und nachhaltig angelegtes Geld."

Die Kosten für den heute begonnenen, rund einen Kilometer langen Teilabschnitt belaufen sich auf rund eine Million Euro, das Land fördert das Vorhaben mit gut 757.000 Euro. Für den Umbau des gesamten, insgesamt rund sieben Kilometer langen Erlebnisradwegs zwischen Schlüterstraße und Gispersleben werden ca. 5,1 Millionen Euro investiert, das Land unterstützt das Gesamtprojekt mit gut vier Millionen Euro.

Der Gera-Radweg erhält einen rund 3,5 Meter breiten Asphaltbelag und wird mit einem 60 Zentimeter breiten Gestaltungsband aus farbigem Kaltplastik markiert. Das Band wird an bestimmten Orten zu einem Informationsträger, indem es durch kurze Texte und Entfernungsangaben auf touristische Sehenswürdigkeiten hinweist.

Im Bereich des heute begonnenen Nordpark-Abschnitts wird die Auenstraße zum Radweg umgestaltet, zudem entstehen zwei Aufenthaltsflächen mit Sitzbänken. Der Weg soll im Havariefall als Verkehrsumleitung genutzt werden können und weiterhin auch die Zufahrt zum Nordpark für Rettungsdienst, Wasserdienst etc. gewährleisten; daher beträgt die Ausbaubreite in diesem Radwegabschnitt 4,75 Meter.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft am 13.05.2019

Zur Originalpressemitteilung

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31. Mai 2019
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