Sie sind hier

April 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-WürttemBerg: Wichtiger Baustein im Ludwigsburger Radroutenkonzept - Radweg Marbacher Straße eingeweiht

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann, Oberbürgermeister Werner Spec und Bürgermeister Michael Ilk haben am 6. April 2019 den neuen Radweg Marbacher Straße in Ludwigsburg offiziell eingeweiht.

Der 2,1 Kilometer lange Radweg führt vom Stadtteil Neckarweihingen zum Heilbronner Torhaus in der Schlossstraße. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Radroutenkonzepts für Ludwigsburg.
 
Insgesamt umfassten die Bauarbeiten in der Marbacher Straße den Radweg, den barrierefreien Umbau von fünf Bushaltestellen, Fahrbahnsanierungen, den Bau der Busschleuse Neckarweihingen sowie umfangreiche Leitungsverlegearbeiten der Stadtwerke. Die Bauarbeiten hatten im Herbst 2017 begonnen und dauerten zirka 16 Monate. Für den Bau des Radwegs lagen die Gesamtkosten bei rund 980.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg förderte das Bauvorhaben mit 451.000 Euro, was dem Förderhöchstsatz entspricht.
 
Um Platz für Radfahrende zu schaffen, wurden die bisherigen vierspurigen Abschnitte in der Marbacher Straße zum Teil auf zwei überbreite Fahrstreifen reduziert. Damit bietet der neue Radweg insbesondere für Pendlerinnen und Pendler aus Neckarweihingen eine attraktive Alternative, um in die Ludwigsburger Innenstadt zu gelangen. "Die Fertigstellung des Radwegs ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer noch fahrradfreundlicheren Kommune", betont Bürgermeister Michael Ilk. "Die Stadt Ludwigsburg will Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern und eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur etablieren."

Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, erklärte: "Mit dem nun freigegebenen Abschnitt ist ein weiterer Baustein des Radverkehrsnetzes der Stadt Ludwigsburg fertiggestellt worden. Das Engagement der Stadt Ludwigsburg in eine nachhaltige Mobilität unterstützen wir gerne. Denn mit einer systematischen Radverkehrsförderung können wir für die Menschen in Baden-Württemberg eine zukunftsfähige Mobilität mit mehr Lebensqualität, weniger Lärm und Abgasen erreichen."
 
Das Ludwigsburger Radroutenkonzept sieht in der Marbacher Straße eine von insgesamt zehn Hauptrouten des Radverkehrs vor. Diese Hauptradrouten sollen die Stadtteile miteinander verbinden und Schritt für Schritt realisiert werden. Geplant sind möglichst umwegfreie und steigungsarme Verbindungen, die so attraktiv und sicher gestaltet sind, dass alle Nutzergruppen angesprochen werden. Als einer der nächsten Schritte soll nun die Martin-Luther-Straße fahrradfreundlich umgestaltet werden.
 
Ein anderer wichtiger Baustein der fahrradfreundlichen Stadt Ludwigsburg ist die Alleenstraße: Diese Verbindung zwischen Myliusstraße und B 27 ist Ludwigsburgs erste Fahrradstraße – das hat der Gemeinderat nach einer erfolgreichen Testphase beschlossen. Die Umwandlung in eine echte Fahrradstraße bedeutet, dass Radfahrende auch nebeneinander fahren dürfen und auf der Fahrbahn immer Vorrang haben. Autos sind nur zu Gast und dürfen höchsten 30 Stundenkilometer schnell fahren. Der mittlere Bereich der Alleenstraße – zwischen Solitude- und Seestraße – bleibt sogar ganz für Autos gesperrt. Er wird ein Teil des dortigen Schulcampus, der komplett den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist.

Quelle: Stadt Ludwigsburg am 06.04.2019

Baden-Württemberg: Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen rund um Karlsruhe veröffentlicht

In einer detaillierten Studie hat das Planungsbüro VAR+ über 120 Kilometer Radrouten in sechs Korridoren plus Ringroute rund um Karlsruhe untersucht und die Machbarkeit von Radschnellverbindungen auf Grundlage der hohen Qualitätsstandards des Landes Baden-Württemberg geprüft.

Wichtiger Bestandteil der Studie war die frühzeitige informelle Beteiligung der Träger Öffentlicher Belange (TÖB) und der Naturschutzverbände. Darüberhinaus brachten über 200 Personen Anregungen und Kritik in vier öffentlichen Abendveranstaltungen in die Untersuchung ein.

"Die Machbarkeitsstudie hat eindrücklich gezeigt, dass am Mittleren Oberrhein erhebliche Potenziale für die Radinfrastruktur vorhanden sind", so Verbandsdirektor Gerd Hager.

Der Abschlussbericht mit Anlagen, einer Dokumentation des Arbeitsprozesses, sowie den dazugehörigen Karten sind unter folgendem Link abrufbar:
www.region-karlsruhe.de/projekte/regionale-projekte/radschnellverbindungen

Quelle: VAR+ am 12.04.2019

Zur Mitteilung im Fahrradportal mit weiteren Informationen

Baden-Württemberg: AGFK-BW begrüßt die Stadt Mühlacker als neuestes Mitglied

Mühlacker hat sich für die weitere Radverkehrsförderung viel vorgenommen. Das Fahrrad soll auf den täglichen Wegen seiner Bewohner etabliert werden. Damit es als modernes und vielseitiges Fortbewegungsmittel wahrgenommen und vermehrt genutzt wird, möchte Mühlacker zum einen vorhandene Radwege sicherer machen, aber auch die Verbindung von ÖPNV und Radfahren fördern sowie ein besseres Radverkehrsnetz durch mehr Abstellmöglichkeiten, geeignete Radwege und Beschilderung schaffen. Das langfristige Ziel ist es, die genutzten Verkehrsmittel, im sogenannten "Modal Split", in Richtung Fuß- und Radverkehr zu verschieben. Dabei soll die Mitgliedschaft in der AGFK-BW nicht nur für praktische Anregungen für Baumaßnahmen und verkehrsrechtliche Anordnungen sorgen, sondern auch den Erfahrungsaustausch mit anderen vergleichbaren Kommunen weiter vorantreiben.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW ist die Stadt Mühlacker ihrem Ziel, "Fahrradfreundliche Kommune" zu werden, einen Schritt nähergekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Rad- und Fußverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Serviceleistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus einzurichten. Eine Kommune, die den Fuß- und Radverkehr bei Quartiersplanungen mitdenkt, wird zu einer attraktiven Stadt der kurzen Wege: Ärzte, Supermärkte, Schulen – alles lässt sich schnell, sicher und gesund erreichen.

Die AGFK-BW steht den Kommunen auf diesem Weg zum Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune" als starker Partner zur Seite. Sie schafft eine wertvolle Basis durch entsprechende Vorlagen - nach dem Prinzip "Zentral entwickeln, vor Ort einsetzen": Dazu gehören Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen rund ums Thema Rad- und Fußverkehrsförderung, Förderung des Erfahrungs- und Informationsaustausches durch Fachseminare und der Einsatz für eine gemeinsame und einheitliche Öffentlichkeitsarbeit ihrer Mitglieder – denn als Team kann man zahlreiche Vorhaben viel schneller realisieren.

Quelle: AGFK-BW am 16.04.2019

Bayern: Donauwörth legt Grundstein für mehr Radverkehr

In der Stadtratssitzung am 11. April 2019 haben sich die Stadträte zu mehr Radverkehr bekannt. Alle Fraktionen beschlossen einstimmig Grundsätze zur Radverkehrsförderung. "Mit den Grundsätzen hat sich die Stadt bewusst dafür entschieden, das Radfahren zukünftig stärker zu beachten", so der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Donauwörth, Andreas Reiner. "Besonders die Tatsache dass es Radler zu jeder Tageszeit und Witterung möglich sein soll fahren zu können, wird sich in den künftigen Planungen wiederfinden".

Umweltreferent Albert Riedelsheimer begrüßt das einstimmige Votum des Stadtrates: "Mit dem Grundsatzbeschluss wird ein weiterer Schritt zur fahrradfreundlichen Kommune gemacht", so Riedelsheimer. "Zwar müssen noch weitere Verbesserungen stattfinden, aber mit den Kommunikations- und Baumaßnahmen wie dem Stadtradeln, dem Lückenschluss durch die Brücke über den Egelseebach oder der Neuasphaltierung der Promenade sind wir auf dem richtigen Weg".

Quelle: Große Kreisstadt Donauwörth am 17.04.2019

Bayern: Geh- und Radweg zwischen Neunhof (Lauf a.d. Pegnitz) und Eschenau (Eckental) freigegeben

Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann hat am 5. April 2019 gemeinsam mit der Ersten Bürgermeisterin des Marktes Eckental, Ilse Dölle, und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Lauf an der Pegnitz, Benedikt Bisping, den neuen Geh- und Radweg zwischen Neunhof (Lauf a.d. Pegnitz) und Eschenau (Eckental) feierlich für den Verkehr freigeben. "Es stellt einen großen Sicherheitsgewinn für alle Verkehrsteilnehmer dar, vor allem aber für die Radfahrer, dass pünktlich zum Start in die neue Radl-Saison eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen werden konnte", freute sich Herrmann. Während seiner Ägide als Bauminister wurde das 2,7 Kilometer lange Teilstück entlang der Staatsstraße 2240 in enger Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken als vorrangig eingestuft und konnte so im Förderkontingent berücksichtigt werden. Herrmann lobte Dölle und Bisping dafür, dass sie das Vorhaben im Rahmen eines interkommunalen Projekts auf den Weg gebracht und zielstrebig vorangetrieben hatten. "Mit dem Abschluss dieses gemeinsamen Projekts ist ein lang gehegter Wunsch der Bürgerinnen und Bürger in Erfüllung gegangen", so der Innen- und Kommunalminister.

Denn erste Interessensbekundungen wurden nach Herrmanns Worten bereits 2013 an die Regierung von Mittelfranken herangetragen. Da keine zeitnahe Realisierung durch den Freistaat möglich war, haben die Stadt Lauf und der Markt Eckental die Planungen selbst in die Hand genommen. "Sie haben die erforderlichen Abstimmungen mit den Anliegern, Grundstückseigentümern und Fachbehörden geführt, die Maßnahme zur Baureife gebracht und im August 2017 schließlich einen gemeinsamen Förderantrag auf Gewährung von Zuwendungen aus dem Sonderbaulastprogramm bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht", so der Kommunalminister anerkennend.

Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich laut Herrmann auf rund 2,5 Millionen Euro. "Davon entfallen über 2,3 Millionen Euro auf den Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße an freier Strecke. Hierfür hat der Freistaat eine Festbetragsförderung von knapp 1,53 Millionen Euro gewährt, also über 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten", erklärte der Minister, und weiter: "Rund 240.000 Euro fielen dann noch für den etwa 100 Meter langen Teilabschnitt am Ortseingang von Neunhof an. Für ihn war die Stadt Lauf als Straßenbaulastträger zwar selbst zuständig, doch haben wir sie mit einer Festbetragsförderung in Höhe von 120.000 Euro nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz unterstützt."

Der Staatsregierung sei es ein großes Anliegen, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher an ihr Ziel kommen. "Deshalb haben wir 2009 auch unser Sonderbaulastprogramm Staatsstraßen um Radwege ergänzt. So können Kommunen ihnen wichtige Radwege an Staatsstraßen auf eigene Rechnung aber mit einer kräftigen Förderung des Freistaats realisieren, wenn eine zeitnahe Finanzierung durch den Freistaat wie hier nicht möglich ist", erläuterte Herrmann.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration am 05.04.2019

Bayern: Neubau Geh- und Radweg zwischen Winterbach und Altenmünster (Landkreise Günzburg und Augsburg)

Ein Geh- und Radweg soll künftig die Gemeinden Winterbach und Altenmünster verbinden. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart hat, gemeinsam mit den Bürgermeistern Karl Oberschmid und Bernhard Walter, den feierlichen Spatenstich gesetzt.

Reichhart: "Der Geh- und Radweg ist ein leuchtendes Vorbild für die gelungene Kooperation über Landkreisgrenzen hinweg. Er verbindet nicht nur die Gemeinden Winterbach und Altenmünster, sondern auch die Landkreise Günzburg und Augsburg. Von den Gesamtkosten von fast zwei Millionen Euro übernimmt der Freistaat insgesamt 911.000 Euro. Diese Investition in die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer ist es uns mehr als wert!"

Reichhart betonte, dass der Staatsregierung die Förderung des Radverkehrs sehr am Herzen liegt: "Wir sehen im Fahrrad ein Verkehrsmittel mit Zukunft. Hier liegt ein gigantisches Potential. Die Förderung des Radverkehrs ist deshalb ein wichtiges Ziel unserer Verkehrspolitik. Klar ist aber: Nur wenn alle Baulastträger an einem Strang ziehen, können wir unsere Radwegenetze entwickeln und mit Leben füllen." Beim Radweg Winterbach-Altenmünster hat dies hervorragend funktioniert. Mit einer Länge von 4,3 Kilometern soll er ab Ende 2019 von der Kreisstraße GZ 10 über Rechbergreuthen bis zum Altenmünster Ortsteil Baiershofen führen. Die Gemeinden teilen sich dabei die Kosten gemäß ihrer Längenanteile am Geh- und Radweg.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr am 15.04.2019

Berlin: Berlin startet Pilotprojekt "Grüner Pfeil für Radfahrer"

Rechtsabbiegen auch bei Rot – Testphase für neues Verkehrsschild beginnt an fünf Berliner Kreuzungen

An diesem Freitag startet Berlins Pilotversuch für den Grünpfeil für Radfahrer. An fünf Kreuzungen wird ein neues Verkehrsschild installiert und mehrere Monate lang, bis Januar 2020, getestet.

Stefan Tidow, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, enthüllte am Freitag exemplarisch eines der neuen Schilder an der Torstraße in Berlin-Mitte.

Es handelt sich um eine Ergänzung des Verkehrszeichens 720 StVO ("Grünpfeilschild") um den Zusatz "nur Radverkehr", dargestellt durch ein Piktogramm.

Der Grünpfeil für Radfahrende erlaubt das Rechtsabbiegen auch bei roter Ampel, allerdings nur nach Anhalten an der Ampel und unter der Bedingung, dass keine anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger*innen, behindert oder gefährdet werden.

"Wir wollen das Radfahren attraktiver machen. Dafür testen wir jetzt den Grünpfeil, mit dem Radfahrende schneller vorankommen können. Wir werden die Erfahrungen damit gründlich auswerten", sagte Staatssekretär Tidow bei der Präsentation des Verkehrszeichens.

Installiert ist der Grünpfeil an fünf von der Verkehrslenkung Berlin ausgesuchten Orten:

  • Prellerweg – Thorwaldsenstraße/Bergstraße für die Zufahrt Bergstraße (Tempelhof-Schöneberg)
  • Ebertstraße/Hannah-Arendt-Straße – Lennéstraße für die Zufahrt Hannah-Arendt-Straße (Mitte) // Torstraße/Alte Schönhauser Straße – Rosa-Luxemburg-Straße – Schönhauser Allee für die Zufahrten (Mitte)
  • Torstraße vor Schönhauser Allee
  • Torstraße vor Rosa-Luxemburg-Straße
  • Frankfurter Allee/Gürtelstraße – Möllendorffstraße für die Zufahrt Gürtelstraße (Lichtenberg)

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, setzt damit ein Projekt aus dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag um. Der Berliner Versuch verläuft parallel und unter den gleichen Rahmenbedingungen wie das Grünpfeil-Projekt der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in neun weiteren Städten, darunter München, Köln, Stuttgart und Münster.

Um den Effekt im Straßenverkehr zu testen, wurde die Verkehrssituation noch ohne Grünpfeil an den fünf Kreuzungen bereits im August 2018 mittels (grob auflösender) Kameras untersucht. Ab Mai 2019 folgt erneut mit Kameras die Nachher-Untersuchung mit Grünpfeil. Die Analysen dazu dauern bis Januar 2020. Sie werden von der PTV GmbH durchgeführt, die auch Auftragnehmer der BASt ist.

Bisher beruht der Grünpfeil für Radfahrende rechtlich auf der Experimentierklausel in § 45 Abs. 1 Nr. 6 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Nach der Auswertung werden die Grünpfeil-Schilder daher wieder demontiert. Für einen dauerhaften Einsatz an mehr Kreuzungen müsste die Straßenverkehrsordnung geändert werden.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 05.04.2019

Berlin: Radstrecke unter der U1 - Reallabor Radbahn nimmt Gestalt an

Über die nächsten fünf Jahre wird in Berlin das Reallabor Radbahn entstehen, finanziert durch das Bundesinnenministerium und die Stadt Berlin.Im Dezember 2018 wurde bekanntgegeben, dass die Stadt Berlin eine Machbarkeitsstudie über ein Teilstück beauftragen wird.

Jedes Jahr bewerben sich deutschlandweit Städte mit konzeptionellen und baulichen Projekten mit hoher Wahrnehmbarkeit und Innovationspotenzial für das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Die Radbahn ist 2019 eines von drei geförderten Projekten aus Berlin.

Das Reallabor, das mit dieser Förderung entstehen wird, besteht aus drei wesentlichen Elementen:

  • Testfeld: Die Radbahn wird Wirklichkeit, und zwar auf einer 200 Meter langen Teststrecke in Berlin-Kreuzberg, die unter Beteiligung von Anwohner*innen, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Kulturschaffenden, Gewerbetreibenden, Unternehmen und Verwaltung installiert wird. Das Testfeld bietet Raum und Anlass für Veranstaltungen zu aktiver, partizipativer Stadtgestaltung und zur Mobilität der Zukunft.
  • Detailstudie: Die Teststrecke beruht auf einer ausführlichen Studie, die das Konzept Radbahn auf der gesamten Strecke in Zusammenarbeit mit Fachexpert*innen in Bezug auf Stadtraum, Verkehr und technische Innovationen untersucht und optimiert.
  • Dokumentation und Evaluation: Die Radbahn ist ein Modellprojekt mit einer Strahlkraft, die weit über Berlin hinausreicht. Deshalb wird das Reallabor sorgsam dokumentiert und evaluiert, denn wir hoffen auf viele Nachahmer*innen in anderen Städten.

Die Macher freuen sich auf die gemeinsame Arbeit mit allen Akteur*innen – lokale Communities, Unternehmen, Verwaltung und Wissenschaft und nicht zuletzt zukünftige Nutzer*innen.

Quelle: Newsletter des Radbahn-Teams am 12.04.2019

Berlin: Geschützter Radfahrstreifen an Hasenheide eingeweiht

Senatorin Regine Günther und Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann haben den dritten geschützten Radfahrstreifen Berlins an der Hasenheide im Bezirk Kreuzberg eingeweiht.

Der ein Kilometer lange und zwei Meter breite geschützte Radfahrstreifen verläuft auf der südlichen Seite der Hasenheide von Südstern bis zur Wissmannstraße am Hermannplatz. Die sogenannte lichte Breite zwischen Poller und Bordstein liegt zwischen 2,30 und 2,40 Metern.

Geschützte Radfahrstreifen, die mit Pollern vom Straßenverkehr getrennt und grün beschichtet sind, sorgen für mehr Sicherheit für Radfahrende. Berlin ist damit deutschlandweit Vorreiter. Die geschützten Radfahrstreifen gehören zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur, die im Mobilitätsgesetz verankert ist. Die Strecke an der Hasenheide hatte bislang keinerlei Radweg, die Radfahrenden fuhren auf der Straße.

Senatorin Regine Günther: "Der Radweg an der Hasenheide zeigt, was möglich ist, wenn ein Bezirk sich engagiert. Nur in der Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung und den Bezirken kann der Umbau für eine sichere Radinfrastruktur gelingen."

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann: "Hier macht Radfahren Spaß. Ich freue mich darauf, dass unser Bezirk Stück für Stück fahrradfreundlicher wird – schließlich besitzt ein Großteil unserer Bürger*innen gar kein Auto und legt viele Wege mit dem Fahrrad zurück. Dieser geschützte Radstreifen ist nur ein Auftakt für viele weitere fahrradfreundliche Infrastruktur in Friedrichshain-Kreuzberg."

Aufgrund von Hochbauarbeiten im Bereich gegenüber der Einmündung Fichtestraße konnten die Radwegarbeiten an diesem Abschnitt bislang nicht umgesetzt werden. Erst nach Abschluss der Hochbaumaßnahme Anfang nächsten Jahres kann der geschützte Radstreifen dort gebaut werden.

Die folgenden geschützten Radfahrwege sind bereits fertiggestellt worden: Holzmarktstraße (Mitte; Nordseite: November 2018, Südseite: April 2019), Dahlemer Weg (Zehlendorf; Dezember 2018);

Weitere geschützte Radfahrstreifen, die 2019 umgesetzt werden:
Frankfurter Allee (Friedrichshain; Südseite Niederbarnimstraße-Müggelstraße); Amrumer Straße (Wedding; Westseite); Karl-Marx-Allee (Mitte; Alexanderplatz – Strausberger Platz); Märkische Allee (Marzahn-Hellersdorf; südlich der Brücke über die Ostbahn); Karl-Marx-Straße (Neukölln), Alt-Friedrichsfelde (Lichtenberg); Fasanenstraße (Charlottenburg-Wilmersdorf).

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 16.04.2019

Berlin: 150 Interessierte diskutierten Streckenvarianten der Radschnellverbindung Y-Trasse durch drei Bezirke

Die 17 Kilometer lange Y-Trasse führt von Adlershof über Neukölln und Kreuzberg nach Treptow. In der Veranstaltung wurde die untersuchte Streckenführungen vorgestellt. Die Y-Trasse ist eine von zehn Radschnellverbindungen, die in Berlin in den kommenden Jahren entstehen werden. Insgesamt sind mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen geplant, die das Radfahren auf längeren Strecken attraktiver machen sollen.

Die Route der Y-Trasse ist rund 17 Kilometer lang und verläuft im Südosten Berlins, von Adlershof zunächst parallel zur Autobahn BAB 113 und dem südlichen Teltowkanal. Am Britzer Hafen teilt sich die Route in zwei Streckenarme auf. Die westliche Abzweigung führt quer durch Neukölln entlang des Tempelhofer Feldes zum Zielpunkt Südstern in Kreuzberg. Die zweite Abzweigung der Radschnellverbindung verläuft östlich davon entlang der Autobahn BAB 100 auf dem Mauerweg bis zum Görlitzer Park in Kreuzberg.

Vorgestellt und diskutiert wurden die von Fachplanern bisher untersuchten Streckenverläufe, deren Herausforderungen für die Verkehrsplanung sowie den Bau durch alle drei Bezirke, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Treptow-Köpenick. Betrachtet wurde ein zwei Kilometer breiter Trassenkorridor.

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese, die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann und der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel eröffneten die Informations- und Dialogveranstaltung und riefen dazu auf, Hinweise und Vorschläge für die Streckenführung der Route einzubringen. "Wir haben mit der konkreten Trassenfindung begonnen und sind dankbar für alle Hinweise, die wir im weiteren Untersuchungs- und Planungsprozess berücksichtigen können", sagte Staatssekretär Ingmar Streese. "Mit den Radschnellverbindungen können im Alltag auch längere Strecken komfortabel und zügig zurückgelegt werden. Das macht es auch attraktiver, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren."

Im Mittelpunkt der Diskussion standen Themen wie die konkreten Streckenführungen an Hauptverkehrs- und Fahrradstraßen, an Kreuzungsbereichen und Engstellen sowie die Erreichbarkeit der Route von anderen Radwegen.

Die Machbarkeitsuntersuchung für die Y-Trasse soll im dritten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Daran schließen sich weitere Planungsschritte sowie Beteiligungsmöglichkeiten für Interessierte an. Hierbei sind ausdrücklich alle Verkehrsteilnehmer*innen angesprochen, nicht allein Radfahrende. Für den weiteren Planungsprozess sind mindestens 30 Monate zu berücksichtigen, so dass mit einem Baubeginn ab 2022 zu rechnen ist.

Merkmale von Radschnellverbindungen: Radschnellverbindungen machen das Radfahren attraktiver, weil längere Strecken – auch zwischen den Außenbezirken und der Berliner Innenstadt – sicher und komfortabel zurückgelegt werden können. Radschnellverbindungen sind breit und mit möglichst wenig Stopps zu befahren: Entlang von Hauptverkehrsstraßen sind sie je Fahrtrichtung mindestens drei Meter breit, so dass Überholen gut möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen sind in der Dämmerung und nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und Reisezeiten verkürzen sich – das ist besonders bei großen Entfernungen attraktiv. Wenn viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag nutzen, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 17.04.2019

Berlin: Grün­be­schich­tung der Fahrradschutzstreifen in der Kastanien­allee im Prenzlauer Berg abgeschlossen

Die Kastanienallee liegt in einem beliebten Szeneviertel mit vielen Bars, Cafés und Galerien und Einzelhandel. Das Verkehrsaufkommen ist sehr hoch, die Tramlinien-Haltestellen liegen neben den Radfahrstreifen und beidseitig wird geparkt. Ob morgens oder abends, ob Sommer oder Winter – es ist immer viel los auf beiden Straßenseiten. Der Streckenabschnitt zwischen Schönhauser Allee und Schwedter Straße wurde nun mit grünem Farbton noch deutlicher gekennzeichnet und macht damit die zahlreichen Radfahrer*innen auf dieser Strecke sichtbarer. Gegenseitige Rücksichtnahme aller – ob Fußgänger*innen, Radfahrer*innen oder Autofahrer*innen – ist in der Kastanienallee durch die vielfältige Nutzung besonders wichtig. Nach der Abnahme durch die Bauüberwachung begennt nun eine fünfjährige Testphase für diese Maßnahme

Projektdaten: Bezirk - Pankow; Vorhabenträger - SenUVK; Bauherr und Projektsteuerer - GB infraVelo GmbH; Bau: März bis April 2019; Länge der Maßnahme - 1.200 Meter

Quelle: GB infraVelo GmbH am 17.04.2019

Brandenburg: 16 Millionen Euro für Radwegemodernisierung in Spree-Neiße

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat dem Landkreis Spree-Neiße einen Zuwendungsbescheid über mehr als 16 Millionen Euro zur Modernisierung der Radwege im Landkreis überreicht. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Die Gesamtkosten für die Modernisierung belaufen sich auf 18,1 Millionen Euro, das Wirtschaftsministerium unterstützt die Investition des Landeskreises mit einem Fördersatz von 90 Prozent. 

"Der Radtourismus ist eine wichtige Säule des märkischen Tourismus. Die Freizeitradler bescheren  der Brandenburger Tourismus-Branche jährlich einen Umsatz von mehr als 850 Millionen Euro. Die Voraussetzung für diesen Erfolg sind touristische Radwege von guter Qualität. Um diesen Standard zu halten und weiter zu verbessern, unterstützen wir die Landkreise bei der Modernisierung der in ihrem Gebiet verlaufenden überregionalen Radwege", erklärte Steinbach.

Brandenburg verfügt insgesamt über 7.000 Kilometer regionale und überregionale touristische Radwege, auf denen fast 12.000 Kilometer Einzelradrouten verlaufen. Mit der Modernisierung der Radwege würden die Routen weiter verbessert, sagte Steinbach. "So wird Brandenburg für Radtouristen noch attraktiver", betonte der Minister.

Die Modernisierungsmaßnahmen im Landkreis Spree-Neiße umfassen Teilstücke des Oder-Neiße-Radweges (auf einer Länge von 38,7 Kilometern), des Spreeradweges (18,6 km), des Fürst-Pückler-Weges (35,5 km), der Niederlausitzer Bergbautour (27,6 km) sowie der Tour Brandenburg und kleinerer Teile des Gurkenradweges und der Historische-Stadtkerne-Route (insgesamt 18,5 km). Es werden beispielsweise neue Asphaltschichten aufgetragen und Wurzelschutzanlagen eingebaut. Darüber hinaus werden entlang einzelner Routen Sitzgruppen eingerichtet und in Welzow, Guben und der Gemeinde Neiße-Malxetal E-Ladestationen installiert. Zudem sollen in Guben fünf Fahrradboxen aufgebaut werden.    

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE) am 30.04.2019

Bremen: Fahrradstraße Parkallee auf ganzer Länge und in einer Breite von drei Metern rot eingefärbt

Die Parkallee im Abschnitt zwischen der Hohenlohestraße und Am Stern ist wichtiger Bestandteil der Fahrradhauptroute zwischen der Bremer Innenstadt und der Universität. Tausende Radfahrende nutzen diesen Streckenabschnitt täglich. Das Fahrrad ist hier das vorherrschende Verkehrsmittel. Aber so recht wollte sich das rücksichtsvolle Miteinander zwischen Radfahrenden und Kraftfahrzeuglenkenden in der Vergangenheit nicht einstellen. Um den Radverkehr in diesem Streckenabschnitt attraktiver und insbesondere sicherer zu machen, wurde die Fahrbahn nun erstmalig in Bremen auf ganzer Länge und in einer Breite von drei Metern rot eingefärbt und mit Piktogrammen versehen, die gesondert auf den Radverkehr aufmerksam machen und seine Bevorrechtigung in diesem Abschnitt unterstreichen sollen. Im Zuge der Radroute liegt der Anteil des Radverkehrs mit bis zu 7.000 Radfahrenden am Tag teilweise um das Doppelte über dem Kraftfahrzeugverkehr. In einer Fahrradstraße ist der Radverkehr zudem die bevorrechtigte Verkehrsart.

Zum Abschluss der Markierungsarbeiten zeigte sich der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Dr. Joachim Lohse, erfreut über das Ergebnis, das er gemeinsam mit Fachleuten und Mitgestaltern vor Ort in Augenschein nahm. "So stelle ich mir optisch eine Fahrradpremiumroute vor – auch als Vorbild für die weiteren geplanten Routen. Hier wird deutlich, dass der Radverkehr Vorrang hat. Das hilft allen Verkehrsteilnehmern, die Sicherheit steigt und das Fahrradfahren wird enorm aufgewertet. Damit hat die Parkallee Vorbildcharakter für die Stadt. Ich danke den Beteiligten des Runden Tisches für diese gelungene Umsetzung."

Die in der Parkallee umgesetzten Maßnahmen gründen auf dem Ergebnis eines runden Tisches unter Beteiligung des Bauressorts, der Stadtteilvertreter*innen, der Anwohner*innen, sowie aus den Häusern ADFC und ADAC. Neben der Roteinfärbung der Fahrbahn hatte man sich hier auch weitreichend über flankierende Maßnahmen verständigt. So konnten durch die Neuordnung des Parkraums am rechten Fahrbahnrand zusätzliche legale Parkplätze geschaffen werden. Die dadurch frei gewordenen Parkbuchten konnten zu Pflanzbeten und zusätzlichen Abstellplätzen für Fahrräder umgestaltet werden. Zudem wird der in Teilen noch vorhandene rot gepflasterte Radweg neben der Fahrbahn durch den Austausch des Pflasters unkenntlich gemacht.

Nach den im letzten Jahr Bereits umgesetzten Maßnahmen "Grüne Welle Radverkehr" und Umgestaltung der Kreuzung Rembertistraße / Rembertiring folgt mit der Parkallee bereits die dritte umfangreiche Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs im Zuge dieser Hauptroute.

Die Baukosten beliefen sich auf 240.000 Euro. Der Stadtteilbeirat Schwachhausen beteiligte sich mit 39.000 Euro aus seinem Stadtteilbudget an den Kosten.

Quelle: Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen am 16.04.2019

Hessen: Großes Interesse an einem Radschnellweg Vordertaunus - Online-Beteiligung des Regionalverbandes mit über 300 Anregungen abgeschlossen

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain koordiniert die Planungen eines Radschnellwegs Vordertaunus, der entlang der Kommunen Friedrichsdorf, Bad Homburg, Oberursel, Steinbach, Eschborn und Frankfurt führen soll. Bürgerbeteiligung wird dabei groß geschrieben und vom Regionalverband frühzeitig, umfassend und modern durchgeführt. Das zahlt sich aus: Über 300 Anregungen gingen bei der Online-Beteiligung ein. "Die Anregungen waren absolut konstruktiv und sehr hilfreich für unsere weitere Arbeit. Vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich beteiligt haben." so der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent Rouven Kötter (SPD). "Wir haben entschieden, die Anregungen im Rahmen einer erneuten Befahrung mit unserem Planungsbüro vor Ort anzusehen, anschließend detailliert auszuwerten und dann die Planungen mit einem Vorschlag zum Trassenverlauf zu konkretisieren."

Der Verband hatte vom 12. November bis 14. Dezember des vergangenen Jahres 2018 einen rund 25 Kilometer langen Routenverlauf in einer Online-Bürgerbeteiligung zur Diskussion gestellt. Die meisten Kommentare bezogen sich auf die Stadt Frankfurt (138), dann folgten Oberursel (50), Bad Homburg (41), Eschborn (27), Friedrichsdorf (15) und Steinbach (7), die übrigen waren gemarkungsübergreifend. Inhaltlich bezogen sich die Äußerungen auf die Themen "Verkehr "(119), "Gefahrenstelle" (90), "Anbindung" (70), sowie "Landschaft" (37), der Rest fiel unter Sonstiges oder wurde keinem Thema zugeordnet.

Neben zahlreichen Hinweisen zu Gefahrenstellen, starken Steigungen oder Konflikten mit anderen Nutzungen wurde unter anderem eine Wegeführung südlich des Bad Homburger Bahnhofs angeregt. Dem steht eine direkte Führung entlang des Bad Homburger Bahnhofes gegenüber. Auch die in Planung befindliche Schienenstrecke Regionaltangente West war ein Thema: Die Prüfung beider Planungen hinsichtlich Synergien und paralleler Führung wurden hier beispielhaft genannt. In Frankfurt wird die Lorscher Straße als Engstelle gesehen und im Bereich des Sozialrathauses Bockenheim wurde zudem eine neue Radfahrbrücke über die dortigen Gleise angeregt. Ein Thema war noch die Führung der Schnellroute entlang der Ludwig-Erhardt-Anlage in Frankfurt: Für Radfahrer schwierige Knotenpunkte und Konflikte mit dem ruhenden Verkehr könnten so umfahren werden.

"Im nächsten Schritt werden wir Interessensverbände einladen und in die weiteren Planungen einbinden. Wir wollen einen breiten gesellschaftlichen Konsens für dieses sinnvolle Vorhaben erreichen", sagt Mobilitätsdezernent Kötter. "Wir wollen die Region in Bewegung halten. Radschnellwege bieten eine sinnvolle Ergänzung, das Verkehrsnetz zu erweitern und werden somit ein Bestandteil unseres neuen Masterplanes Mobilität für die Region FrankfurtRheinMain sein." Im Herbst 2019 soll der konkrete Vorschlag für den neuen Radschnellweg auf dem Tisch liegen, der dann auf seine Machbarkeit hin vertiefend untersucht wird.

Weiteres Material und eine Karte über die Eingaben der Bürgerinnen und Bürger können unter www.region-frankfurt.de/rsw abgerufen werden.

Quelle: Regionalverband FrankfurtRheinMain am 02.04.2019

Hessen: Atttraktiver durch systematischen Ausbau - Hessen plant durchgängiges Radwegenetz und Radschnellwege

Lückenschlüsse, einheitliche Beschilderung und einheitliche Gestaltungsstandards sollen die bestehenden überörtlichen Radwege zu einem knapp 2.900 Kilometer langen durchgängigen Rad-Hauptnetz vereinigen, das regionale und lokale Netze verknüpft. Zusätzliche Radschnellverbindungen für Berufspendler sollen das Netz ergänzen wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am 10. April 2019 auf dem vierten Hessischen Nahmobilitätskongress erläuterte.  
Die Radschnellverbindungen sollen steigungsarm verlaufen und mit vier Metern Breite ausreichend Platz für Überholen und Gegenverkehr bieten, so dass sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde erlauben. Eine landesweite Studie hat dafür landesweit 42 mögliche Korridore identifiziert. Machbarkeitsuntersuchungen müssen nun die jeweiligen Realisierungschancen ausloten. Dafür vergibt das Land Fördermittel.

Hessenstandard "Schneller Radfahren": "Autostraßen werden seit hundert Jahren nach einem abgestuften Netzplan angelegt, Fuß- und Radwege hat man dagegen weitgehend ohne Konzept geplant", sagte Al-Wazir. "Das ändert sich mit dem Hessenstandard 'Schneller Radfahren'. Die koordinierte Weiterentwicklung des Netzes macht das Fahrrad auch auf längere Entfernungen zu einer attraktiven Alternative."

Der Hessenstandard wurde unter breiter kommunaler Beteiligung in der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) entwickelt. Planungshilfen und Musterlösungen unterstützen Kommunen und Land dabei, ihre Radverbindungen einheitlich zu gestalten und zu beschildern. Dies schafft die Grundlage, um Radfernwege, Radwege an Landes- und Bundesstraßen und innerörtliche Radwege zusammenwachsen zu lassen. Hessen Mobil soll die Aktivitäten des Landes und der Kommunen miteinander koordinieren.

Nahmobilität in Hessen: Der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) gehören Kommunen, Interessensverbände, Hochschulen, Verkehrsverbünde, Planungsbüros und Kammern an. Derzeit hat sie 248 Mitglieder. Wichtigste Veranstaltung ist der Hessische Nahmobilitätskongress, zu dem am Mittwoch rund 400 Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen, Interessensverbänden und Wissenschaft sowie Entscheidungsträger aus der Politik zusammenkamen. 

Hessen unterstützt Kommunen beim Planung und Bau von Geh- und Radwegen und weiterer Infrastruktur wie Fahrradabstellanlagen mit durchschnittlich 13,5 Millionen Euro pro Jahr. Zudem fließen mehrere Mio. Euro jährlich in den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 10.04.2019

Hessen: "Radentscheid Frankfurt" aus rechtlichen Gründen unzulässig" - Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, Bürgerbegehren abzulehnen

Der "Radentscheid" erfüllt nicht die nötigen gesetzlichen Voraussetzungen für ein Bürgerbegehren. Das haben die Prüfungen des Magistrats ergeben, die auch durch eine Stellungnahme des Hessischen Städtetags bestätigt wurden. Am 8. April 2019 hat der Magistrat deshalb eine Vorlage beschlossen, wonach das Bürgerbegehren als unzulässig abzulehnen ist. Stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem zu, kommt es nicht zum beantragten Bürgerentscheid über verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. "Die Entscheidung des Magistrats ist keine politische Bewertung der Forderungen des Bürgerbegehrens", betonte der für Wahlen und Abstimmungen zuständige Stadtrat Jan Schneider. "Es war allein zu prüfen, ob die formalen Voraussetzungen erfüllt sind. Dabei sind wir sorgfältig vorgegangen und haben auch eine Stellungnahme des Hessischen Städtetags eingeholt."

Ein Antrag auf Zulassung eines Bürgerentscheids muss von mindestens drei Prozent der bei der letzten Kommunalwahl Wahlberechtigten unterzeichnet sein. Das sind derzeit 15.064 Wahlberechtigte. Dieses Quorum wurde beim "Radentscheid" erreicht. Nach den Vorgaben der Hessischen Gemeindeordnung müssen allerdings die Forderungen eines Bürgerbegehrens auch hinreichend konkret sein und einen nach den gesetzlichen Bestimmungen durchführbaren Vorschlag für die Deckung der Kosten enthalten. "Bei der Anwendung dieser Kriterien gibt es keinen Ermessensspielraum", so Schneider.

Nach Auffassung des Magistrats sind einige der sieben Ziele des Bürgerbegehrens nicht konkret genug. Zum Beispiel bleibt offen, wie genau die Formulierung zu verstehen ist, Nebenstraßen seien "für den Radverkehr attraktiv" umzugestalten. Andere Ziele wie der fahrradfreundliche Umbau von jährlich zehn Kreuzungen oder der Bau von 2000 überdachten Fahrradparkplätzen pro Jahr sind nach Einschätzung des Magistrats nicht leistbar.

Zudem entspricht der Finanzierungsvorschlag nicht den gesetzlichen Bestimmungen, da im Text des Bürgerbegehrens die prognostizierten Kosten von 13 Millionen Euro pro Jahr nicht im Einzelnen hergeleitet werden. Auch ist unklar, wie sich die Summe auf die jeweiligen Forderungen verteilt und wie die Kosten durch Umschichtungen im städtischen Haushalt gedeckt werden sollen. Nicht zur Kostendeckung herangezogen werden kann der Vorschlag, die Stadt möge sich auf Förderprogramm von Bund und Land bewerben. Die Entscheidung über die Gewährung derartiger Zuschüsse liegt nicht in der Zuständigkeit der Kommune und kann daher nicht Gegenstand eines kommunalen Bürgerentscheids sein. Insgesamt wertet der Magistrat die Mängel als so schwerwiegend, dass das Bürgerbegehren für unzulässig zu erklären ist.

Unabhängig davon erörtert der Magistrat in Gesprächen mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens, wie die Radverkehrssicherheit und der Anteil des Radverkehrs weiter erhöht werden können.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main am 08.04.2019

Mecklenburg-Vorpommern: Fahrradstraße (Teil der Eiszeitroute) zwischen Malchow und Göhren-Lebbin (Mecklenburgische Seenplatte) wird ausgebaut

Urlauber, Tagesgäste und Anwohner profitieren von der verbesserten Situation: In der Stadt Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird derzeit die Fahrradstraße zwischen den Ortsteilen Laschendorf und Untergöhren ausgebaut. "Die Region rund um Malchow ist hervorragend geeignet für Radtouren durch die beeindruckende Natur. Doch der Radweg zwischen Laschendorf und Untergöhren muss für unbeschwerte Touren dringend hergerichtet werden. Mit den jetzt begonnenen Bauarbeiten wird sich die Situation erheblich verbessern. Davon profitieren Urlauber, Tagesgäste und Anwohner", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Touristisches Angebot für Radfahrer wird erweitert: Die Ortsteile Laschendorf und Untergöhren verbinden die Gemeinden Inselstadt Malchow und Göhren-Lebbin. Neben einer Vielfalt an Hotellerie und Gastronomie gibt es in beiden Orten Gewerbetreibende, die Angebote für den Fahrradtourismus bereithalten. Um das touristische Angebot für Radfahrer zu erweitern, wird die Fahrradstraße jetzt auf einer Strecke von mehr als 1.000 Metern ausgebaut. "Mit dem Vorhaben wird die touristische Infrastruktur verbessert und eine Lücke im Radwegenetz geschlossen", sagte Glawe.

Verbesserungsbedarf im Radwegenetz: Der Radwegeabschnitt in Malchow gehört zum 375 Kilometer langen Radrundweg "Eiszeitroute", der von Demmin unter anderem über Neubrandenburg, Neustrelitz, Malchow und Waren (Müritz) führt. In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen. "Ein gut ausgebautes Radwegenetz ist für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern wichtig. Da haben wir noch Verbesserungsbedarf, deshalb unterstützen wir die Investitionen der Städte und Gemeinden beim Ausbau", sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort: Die Gesamtinvestition der Baumaßnahme beträgt knapp 394.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) in Höhe von knapp 375.000 Euro.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am 16.04.2019

Nordrhein-Westfalen: Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet soll realisiert werden

Das Verkehrsministerium NRW, die beteiligten Städte, der RVR und die Bezirksregierung Münster sind sich einig, dass die Innenstädte von Essen, Bottrop und Gladbeck über einen Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet miteinander verbunden werden sollen.

In einer ersten Stufe sollen die Abschnitte von Essen zur Bottroper Innenstadt und von der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck zur Gladbecker Innenstadt realisiert werden. Auch das Zwischenstück wird über eine Radvorrangroute erschlossen, um die Verbindungsfunktion zwischen den Innenstädten von Gladbeck und Essen sicherzustellen.

Quelle: Regionalverband Ruhr (RVR) am 17.04.2019

Nordrhein-Westfalen: Radrevier.Ruhr - Letzter Knotenpunkt in Mülheim enthüllt

Am 17. April 2019 wurde am Wassermuseum Aquarius in Mülheim das letzte Schild des neuen Knotenpunktsystems des Regionalverbandes Ruhr (RVR) enthüllt. Damit leiten jetzt rund 250 Knotenpunkte an bedeutenden Sehenswürdigkeiten, zentralen Bahnhöfen und Radwegekreuzungen durch das radrevier.ruhr.

Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler nicht mehr allein an Karten und Ortsbezeichnungen orientieren. Beim Radeln nach Zahlen führt der Weg zum Beispiel vom Aquarius Wassermuseum – der Nummer 4 – über die Knotenpunkte 3, 55 und 83 (Essen-Werden) zur Villa Hügel (Nummer 52 am Baldeneysee).

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Das Knotenpunktsystem ist ein wichtiger Baustein, um die Metropole Ruhr noch besser entdecken und erleben zu können. Das radtouristische Potential der Region kann auf dieser Basis gut weiter entwickelt werden."

Das neue System nach niederländischem und belgischem Vorbild ist Zusatz zur bestehenden landesweiten rot-weißen Wegweisung. Realisiert wurde es im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Die Mittel kamen von Bund, Land und RVR.

Grundgerüst des radrevier.ruhr ist ein Wegenetz von mehr als 1.200 Kilometern Länge in der Metropole Ruhr. Das neu erstellte Kartenset radrevier.ruhr plus Begleitheft ermöglicht durch die übersichtliche Darstellung des Knotenpunktsystems eine leichte Tourenplanung.

Infos: www.rwp.rvr.ruhr und www.radrevier.ruhr und Infos zum Entwurf des RVR für das Regionale Radwegenetz.

Quelle: Regionalverband Ruhr (RVR) am 17.04.2019

Saarland: Primstal-Radweg wird länger

Nach weniger als einem Jahr sind die Baumaßnahmen zum vierten Abschnitt des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi abgeschlossen. Am 12. April 2019 gaben Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke und der Bürgermeister der Gemeinde Schmelz, Armin Emanuel, die 1,2 km lange Strecke entlang der L145 zwischen Limbach und Schattertriesch frei.

"Wenn die Verkehrswende gelingen soll, müssen wir erreichen, dass die Menschen öfter das Fahrrad nutzen. Das passiert nur, wenn auch die entsprechenden Wege und die dazugehörige Infrastruktur in den Kommunen vorhanden sind. Mit dem Primstal-Radweg schaffen wir nicht nur einen Lückenschluss im touristischen Wegesystem, sondern werten auch das Alltagsradwegenetz der Gemeinde Schmelz auf. Zwischen Schattertriesch und Limbach wird so eine wichtige und sichere neue Verbindung für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Der Primstal-Radweg Dr. Hanspeter Georgi bindet das nördliche Saarland an das touristische Radwegenetz an und ist daher ein zentraler Bestandteil des Radverkehrsnetzes im Saarland", so Barke.

Im Primstal fahren Radfahrer teilweise auf kurvigen, unübersichtlichen und stark befahrenen Bundes- und Landstraßen im Mischverkehr mit. Dort, wo der Primstal-Radweg als straßenbegleitender Rad- und Gehweg angelegt ist, bietet er insbesondere für Alltagsradler eine sichere Fahrbahn. Wenn der Primstal-Radweg fertiggestellt ist, verbindet er die wichtigsten touristischen Regionen des Naturparks Saar-Hunsrück mit dem SaarRadland sowie dem bei Hermeskeil bereits fertiggestellten Ruwer-Hochwald-Radweg in Rheinland-Pfalz. Für die Region trägt der Primstal-Radweg daher zu einer echten Attraktivitätssteigerung des Radtourismus bei.

Bürgermeister Armin Emanuel: "Mit der Freigabe dieses Abschnitts des Primstal-Radwegs geht ein jahrzehntelanger Wunsch der Bevölkerung der Gemeinde Schmelz endlich in Erfüllung. Die Verkehrssituation im Bereich Scharter Mühle wurde entscheidend verbessert. Nun freuen wir uns darauf, dass die noch fehlenden Teilstücke zwischen Limbach und Büschfeld und in der Ortslage Schattertriesch folgen."

Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch eine Engstelle im Kurvenbereich der Scharter Mühle beseitigt, die bislang als Gefahrenstelle galt. Dort konnten Busse und Lkw nicht gleichzeitig passieren. Die beiden Durchlässe nördlich und südlich der Mühle wurden verbreitert. Sie konnten aus technischen Gründen nicht ergänzt werden, sondern mussten erneuert werden. Aus diesem Grund wurde auch eine Haupttrinkwasserleitung der Gemeinde Schmelz verlegt.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 2 Mio. Euro. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr trägt die Hälfte der Kosten aus Mitteln der Tourismusförderung.

Hintergrund: Im Frühjahr 2009 wurde im ersten Bauabschnitt des Primstal-Radwegs zwischen Bierfeld und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz ein Forstweg auf einer Länge von 3,5 km zum Rad- und Gehweg ausgebaut. Im Herbst 2012 wurde der zweite Bauabschnitt des Primstal-Radwegs bei Nonnweiler auf einer Länge von 3,2 km fertiggestellt. Der dritte Abschnitt des Primstal-Radwegs wurde  im Juni 2017 für den Radverkehr freigegeben. Der straßenbegleitende kombinierte Rad- und Gehweg verläuft linksseitig entlang der L147 auf einer Länge von rund 2,6 km bis zum Ortseingang von Primstal.

Weitere, in der Planung befindliche Abschnitte:

  • Abschnitt von Limbach bis Büschfeld, auf stillgelegter Bahntrasse entlang der L333, Länge ca. 2,9 km, Baukosten: ca. 730.000 Euro
  • Abschnitt Schattertriesch bis Steinbruch Michelbach, Länge ca. 890 m, Baukosten: ca. 800.000 Euro
  • Abschnitt Büschfeld bis Bardenbach, ebenfalls auf einer stillgelegten Bahntrasse, Länge ca. 1,6 km, Baukosten: ca. 500.000 Euro

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 12.04.2019

Sachsen: Freistaat fördert Ausbau und Lückenschluss des Elberadwegs zwischen der A4 und Altkaditz in Dresden sowie zwischen Nünchritz und Leckwitz

Mit rund 1,36 Millionen Euro fördert der Freistaat Sachsen den weiteren Ausbau und Lückenschluss des Elberadweges.

Die Gemeinde Nünchritz erhält rund 616.000 Euro für den Neubau und Lückenschluss des Elberadweges rechtselbisch zwischen Nünchritz und Leckwitz. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 685.000 Euro.

Die Stadt Dresden erhält rund 746.000 Euro für den Ausbau des rechtsseitigen Elberadweges zwischen der Bundesautobahn A4 und Altkaditz. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich hier auf rund 830.000 Euro.

"Der Elberadweg ist der wichtigste Radweg in Sachsen, aber auch deutschlandweit. Ich freue mich daher, dass wir den Radweg mit dem Ausbau und Lückenschluss noch attraktiver machen. Um den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr landesweit nennenswert zu erhöhen, werden wir das Netz für den Alltags- und touristischen Radverkehr weiter ausbauen. Dabei sind wir auf einem guten Weg", so Verkehrsminister Martin Dulig.

Der Freistaat fördert die Baumaßnahmen mit einer Zuwendung in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Ausreichung der Fördermittel erfolgt auf Grundlage der Richtlinie des SMWA für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger.

Hintergrund: Für den kommunalen Straßen- und Brückenbau stellt der Freistaat Sachsen 2019 insgesamt 360 Millionen Euro zur Verfügung. Davon rund 109 Millionen Euro für die Bewilligung von Einzelmaßnahmen und ca. 12 Millionen Euro für die Förderung von Radverkehrsanlagen. Damit werden Neu- und Ausbaumaßnahmen sowie Instandsetzungs- und Erneuerungsmaßnahmen an kommunalen Straßen und Brücken unterstützt. Die Mittel werden auf Grundlage der Richtlinie des SMWA für die "Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger" (RL KStB) ausgereicht. Prioritär werden in 2019 Maßnahmen, für die bereits ein förderunschädlicher Maßnahmenbeginn ausgesprochen wurde, Maßnahmen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz, Gemeinschaftsmaßnahmen mit der Straßenbauverwaltung und Anträge für Radverkehrsanlagen im Rahmen des gesonderten Haushaltsansatzes von ca. 11 Mio. Euro sowie verkehrswichtige Maßnahmen mit erhöhtem Landesinteresse (z. B. Landesgartenschau etc.) gefördert. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 19.04.2019

Sachsen: Freistaat fördert Bau eines Geh- und Radweges entlang der S100 in Bloaschütz/Bautzen

Die Stadt Bautzen plant und baut im Ortsteil Bloaschütz den Bau eines Geh- und Radweges entlang der S100. Dafür erhielt Bautzens Baubürgermeisterin Juliane Neumann heute einen Fördermittelbescheid über rund einen halbe Million Euro (526.000 Euro) aus den Händen von Staatssekretär Stefan Brangs. Die Maßnahme ist Teil eines Vorhabens des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Bautzen, welches den Ausbau des Knotens der S100 mit der S107 und den damit verbundenen Bau eines straßenbegleitenden Geh- und Radweges, beginnend in Bloaschütz bis zum Knotenpunkt plant.

"Ich freue mich, dass die Stadt Bautzen mit dem Bau des Geh- und Radweges einen wünschenswerten Lückenschluss zum bereits vorhandenen Weg in Bloaschütz und dem außerörtlichen Radweg erreicht. Damit erhalten die Anlieger und insbesondere auch die Schüler einen sicheren Weg zur Bushaltestelle", so Brangs bei der Übergabe.

Der Radweg erstreckt sich über eine Länge von ca. 700 Meter. Die Ausbaubreite innerhalb von Bloaschütz beläuft sich auf drei Meter. Außerhalb der Ortslage erfolgt ein eigenständiger Streckverlauf parallel der S100 und einer Breite von 2,5 Meter.

Juliane Naumann, Bürgermeisterin für Bauwesen der Stadt Bautzen: "Mit der Umsetzung dieses Vorhabens wird die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger in der Ortslage Bloaschütz wesentlich erhöht. Wir sind froh, dass es uns nach vielen Jahren gelungen ist, dieses Vorhaben realisieren zu können. Dafür ist ausdrücklich dem SMWA für die Förderung und dem LASUV für die Kooperation in der Planung zu danken".

Die Gesamtkosten für den Bau des Geh- und Radweges in der Ortslage belaufen sich auf rund 653.000 Euro. Sachsen fördert die Baumaßnahme in Bloaschütz mit einer Zuwendung in Höhe von 80/90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Hintergrund: Für den kommunalen Straßen- und Brückenbau stellt der Freistaat Sachsen 2019 insgesamt 360 Millionen Euro zur Verfügung. Davon rund 109 Millionen Euro für die Bewilligung von Einzelmaßnahmen und ca. 12 Millionen Euro für die Förderung von Radverkehrsanlagen. Damit werden Neu- und Ausbaumaßnahmen sowie Instandsetzungs- und Erneuerungsmaßnahmen an kommunalen Straßen und Brücken unterstützt. Die Mittel werden auf Grundlage der Richtlinie des SMWA für die "Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger" (RL KStB) ausgereicht. Prioritär werden in 2019 Maßnahmen, für die bereits ein förderunschädlicher Maßnahmenbeginn ausgesprochen wurde, Maßnahmen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz, Gemeinschaftsmaßnahmen mit der Straßenbauverwaltung und Anträge für Radverkehrsanlagen im Rahmen des gesonderten Haushaltsansatzes von ca. 11 Mio. Euro sowie verkehrswichtige Maßnahmen mit erhöhtem Landesinteresse (z. B. Landesgartenschau etc.) gefördert. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 11.04.2019

Sachsen: Leipzig installiert neue Messstellen für Radfahrer

Leipzig fährt Rad - aber wieviel? Auf welchen Strecken? Und wie wird sich der Radverkehr in den kommenden Jahren entwickeln? Neue Messstellen sollen helfen, den Radverkehr in Leipzig zu analysieren. Deshalb hat die Stadt drei Dauerzählstellen installiert, die eine Dokumentation an 365 Tagen im Jahr erlauben - unabhängig von Jahreszeit und Witterung.

Gerade wurden zwei Zählstellen in der Karl-Liebknecht-Straße auf Höhe der Braustraße sowie in der Semmelweisstraße auf Höhe der S-Bahn-Brücke in Betrieb genommen. Die Radfahrer werden automatisch erfasst, wenn sie über die im Boden eingelassene Messstelle fahren. Dies funktioniert mittels elektromagnetischer Induktion. Das System erkennt Fahrräder und filtert andere Verkehrsteilnehmer wie etwa Autos und Motorräder aus. Bisher wurde das Radaufkommen nur an exemplarischen Tagen manuell gezählt. Künftig sind auch Aussagen über die Entwicklungen des Radverkehrs im Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus möglich.

Die Dauerzähler sind jeweils an zentralen Verbindungsachsen positioniert, etwa zwischen der Innenstadt und den Ortsteilen. Bereits seit 2017 ist die Zählstelle Manetstraße auf dem Verbindungsweg zwischen Neuem Rathaus und Johannapark in Betrieb. Das Konzept des Verkehrs- und Tiefbauamtes sieht insgesamt sechs derartige Radzähler vor. Diese werden sukzessive aufgebaut und kosten rund 9.000 Euro pro Stück.

Liegen genügend Daten der Messstellen vor, sollen diese auf den Internetseiten der Stadt Leipzig veröffentlicht werden. Weitere Informationen zum Verkehrsaufkommen in der Stadt gibt es online unter www.leipzig.de/verkehrszaehlungen.

Quelle: Stadt Leipzig am 05.04.2019

Schleswig-Holstein: Land setzt Sanierungsoffensive im Südwesten fort - 37 Mio. Euro für Straßen, Brücken und 17 Radwege

Weitere Investitions-Runde für die Straßeninfrastruktur des Landes: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute (25. April) in Itzehoe zusammen mit Torsten Conradt und Kai Uwe Schacht vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erläuterte, stehen für 2019 allein im Großraum Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und Segeberg insgesamt 43 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von 37 Millionen Euro auf dem Bauprogramm.

"Wir werden insgesamt 22 Straßen und 17 Radwege sowie 14 Brücken und eine Lärmschutzwand zwischen Westküste und der Elbe wieder in Schuss bringen und unsere jahrzehntelang auf Verschleiß gefahrene Infrastruktur weiter konsequent sanieren", sagte Buchholz. "Und das ist gerade im ländlichen Raum dringend nötig – unter anderem für die wichtige Anbindung an die Metropolregion Hamburg."

Laut LBV.SH-Chef Conradt sind in dem 37-Millionen-Paket insgesamt elf Landesstraßen-Sanierungen mit einem Investitionsvolumen von rund elf Millionen Euro enthalten – darunter auch mehrere Brücken-Reparaturen. Buchholz und Conradt baten vor diesem Hintergrund alle Autofahrerinnen und Autofahrer einmal mehr um Geduld und Fairplay: "Bitte nehmen Sie größte Rücksicht auf alle Menschen, die auf unseren Baustellen bei Tag und teilweise auch bei Nacht arbeiten – sie machen ihren Job, damit wir alle in Zukunft schneller und sicherer an unser Ziel kommen."

Quelle: Landesportal Schleswig-Holstein am 25.04.2019

Zur Originalpressemitteilung

Meta Infos
Stand der Information
30. April 2019
Quelle
difu
Land
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Nordrhein-Westfalen
Saarland
Sachsen
Schleswig-Holstein
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte