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Februar 2019

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Mannheimer Gemeinderat bringt Radschnellwegplanung auf den Weg

Mannheimer Gemeinderat bringt Planung auf den Weg. Mittel kommen zum Teil aus Zuschüssen für Bundesgartenschau: Der Mannheimer Gemeinderat hat den Bau eines Radschnellwegs durch das Landschaftsschutzgebiet Feudenheimer Au beschlossen. In der Sitzung am 5. Februar stimmten 30 Gemeinderäte mit Ja und 15 mit Nein, bei drei Enthaltungen. Die genaue Trassenführung war in den letzten Monaten immer wieder kontrovers diskutiert worden.

Alltagstaugliche Verbindung für Mannheimer Radpendler: Der Radschnellweg im Mannheimer Nord-Osten wird eine kontinuierliche und für Pendler geeignete Radverbindung zwischen der Mannheimer Innenstadt und den auf den Konversionsflächen der ehemailigen US-Kasernen Franklin und Spinelli entstehenden neuen Stadtquartieren schaffen. Darüber hinaus bindet sie die Stadtteile Vogelstang und Käfertal an. Außerdem soll die Route durch die Au langfristig als Verbindungsstück  zwischen den geplanten Radschnellverbindungen Mannheim-Heidelberg und Mannheim-Südhessen dienen.

Finanzierung - Auch Mittel für die Bundesgartenschau 2023 eingeplant: Die Kosten für den Bau werden auf 6,1 Millionen Euro geschätzt. Auch Mittel aus den Zuschüssen des Landes für die Bundesgartenschau 2023 sollen für die Finanzierung genutzt werden. Der nächste Schritt zur Genehmigung der Schnelltrasse ist ein Planfeststellungsverfahren. In diesem sollen auch Umweltbelange zur Sprache kommen.

Quelle: Fahrradland Baden-Württemberg am 15.02.2019

Bayern: Pilotprojekt Grüner Pfeil für den Radverkehr startet in München

Die Landeshauptstadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt zum Grünen Pfeil für den Radverkehr. Seit dem Vormittag dürfen Radlerinnen und Radler von der Pestalozzistraße aus auch bei roter Ampel nach rechts auf den Radfahrstreifen der Kapuzinerstraße abbiegen. Im Stadtgebiet werden 15 Grünpfeile für Radler an neun Kreuzungen getestet. Das Anbringen der übrigen Schilder erfolgt in den kommenden Tagen.

"Ziel ist es, die Bedingungen für den Radverkehr weiter zu verbessern, ohne dass die Verkehrssicherheit darunter leidet. Der Grüne Pfeil ist selbstverständlich kein Freifahrtschein für Radlerinnen und Radler. Sie müssen weiterhin an der roten Ampel anhalten und dürfen erst dann bei Rot abbiegen, wenn sie sich versichert haben, dass sie niemand anderen behindern oder gefährden", sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. "Das Pilotprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen geht auf eine Initiative des Münchner Stadtrats aus dem Jahr 2015 zurück. Jetzt läuft der bundesweite Test, an dem wir uns natürlich beteiligen."

Für München hat die Bundesanstalt für Straßenwesen aus einer vom Kreisverwaltungsreferat vorbereiteten Vorschlagsliste mit 45 Stellen neun Kreuzungen ausgewählt, an denen die insgesamt 15 Grünpfeile für den Radverkehr angebracht werden. Es handelt sich um die Kreuzungen Kapuziner-/ Pestalozzistraße (ein Grünpfeil), Kapuziner-/ Thalkirchner Straße (ein Grünpfeil), Lindwurm-/ Zenettistraße (ein Grünpfeil), Dachauer-/ Gröbenzeller Straße (ein Grünpfeil), Denninger-/ Friedrich-Eckert-Straße (zwei Grünpfeile), Plinganser-/ Lindenschmitstraße (ein Grünpfeil), Impler-/ Oberländerstraße (ein Grünpfeil), Einstein-/ Seerieder Straße (drei Grünpfeile) sowie Ehrwalder-/ Garmischer Straße (vier Grünpfeile).

Die ausgewählten Kreuzungen in München decken verschiedene Möglichkeiten des Rechtsabbiegens für Radfahrer ab, zum Beispiel von der Fahrbahn auf den Radweg oder Radfahrstreifen, von Radweg auf Radweg oder vom Radweg auf die Fahrbahn. Für die Evaluierung des Pilotversuchs wird das Verkehrsverhalten über installierte Kameras beobachtet, der Datenschutz obliegt der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Der Versuch läuft bis zum Jahresende, dann müssen die Schilder des Pilotversuchs wieder abgenommen werden, bis eine endgültige straßenverkehrsrechtliche Regelung getroffen wird. Im Jahr 2020 soll auf Basis der gewonnenen Erfahrungen beschlossen werden, ob die Straßenverkehrsordnung und die zugehörige Allgemeine Verwaltungsvorschrift entsprechend angepasst wird. Neben München beteiligen sich Bamberg, Darmstadt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Münster, Reutlingen und Stuttgart an dem Pilotversuch.

Quelle: Stadt München am 12.02.2019

Bayern: Fahrradstraßen in erlangen sollen besser erkennbar werden

Fahrradstraßen tragen dazu bei, wichtige Verbindungen des Radverkehrs sichtbar zu machen, den Radverkehr zu bündeln und attraktive und sichere Radrouten zu schaffen. Acht dieser Straßen, die vor allem dem Radverkehr vorbehalten sind, gibt es bereits in Erlangen. Wie der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) des Stadtrats im Februar 2019 beschlossen hat, sollen diese künftig durch eine einheitliche Gestaltung besser erkennbar gemacht werden. Die prägnante Gestaltung soll zu einer guten Akzeptanz beitragen und ein steigendes Bewusstsein für Fahrradstraßen entstehen lassen.

Der vom UVPA beschlossene Leitfaden beinhaltet verschiedene Gestaltungselemente. So sollen die Straßen über die komplette Länge in regelmäßigen Abständen sowie in den Ein- und Ausfahrtsbereichen mit einem speziellen Piktogramm versehen werden, das das Verkehrsschild "Fahrradstraße" auf der Fahrbahn wiedergibt. Weiterhin ist vorgesehen, die Fahrradstraßen durchgängig und beidseitig mit einem roten Breitstrich zu markieren. Damit wird die Führung verdeutlicht. In Bereichen mit regelmäßigem Parken führt diese Markierung an der Fahrbahninnenseite an den Parkflächen vorbei. Bei der Umsetzung der Maßnahmen ist es auch vorstellbar, an den Straßenrändern Bäume zu pflanzen oder Fahrradständer zu errichten. Die Fahrradstraßen sollen an Kreuzungen in der Regel Vorfahrt gegenüber den Einmündungen erhalten. Dies soll mit einer flächigen roten Beschichtung im Kreuzungsbereich und einer entsprechenden Beschilderung erfolgen. Untergeordnete Einmündungen können im Einfahrtsbereich auch aufgepflastert werden, um zu verdeutlichen, dass Wartepflicht gegenüber der Fahrradstraße besteht. Auch ihr Beginn und ihr Ende soll in Form von Ein- und Ausfahrtspforten mit einer Roteinfärbung kenntlich gemacht werden.

Die Gestaltung soll in dieser Reihenfolge in der Bayern-/Pommernstraße, an der Wöhrmühle, in der Michael-Vogel-, der Leipziger-, der Damaschkestraße, im Schronfeld, in der Langen Zeile und am Schirrhof umgesetzt werden. Parallel soll zudem die Ausweisung weiterer Fahrradstraßen überprüft werden, da Erlangen im deutschlandweiten Vergleich deutlich weniger davon vorzuweisen hat als ähnlich große Kommunen.

Quelle: RathausReport der Stadt Erlangen vom 22.02.2019

Berlin: Planungen für mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen kommen voran - Streckenvarianten der Teltowkanalroute bei Bürgerveranstaltung erörtert

Die Planung für mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen in Berlin kommt voran: Für die ersten drei Radschnellverbindungen läuft die Untersuchung der bestmöglichen Streckenführung bereits, für weitere sieben startet diese jetzt. Diese sogenannten Machbarkeitsuntersuchungen sind die entscheidende Grundlage für die nächsten Planungsschritte. Für die Teltowkanalroute hat gestern im Rathaus Schöneberg die erste öffentliche Informations- und Dialogveranstaltung stattgefunden, bei der mögliche Streckenvarianten vorgestellt und mit Bürgerinnen und Bürgern erörtert wurden.

In ihrer Auftaktrede stellte Senatorin Regine Günther die zentrale Bedeutung der Radschnellverbindungen für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Berlin dar:

"Die Radschnellverbindungen sind ein veritables Großprojekt für den Radverkehr in Berlin. Sie verbessern die Radinfrastruktur entscheidend. Denn lange Strecken können sicher und komfortabel zurückgelegt werden. Das ist ein Anreiz, etwa für den Weg zur Arbeit vom Auto auf das Rad umzusteigen. So bringen wir die Verkehrswende voran."

Vorgestellt wurden die möglichen Streckenverläufe der Teltowkanalroute durch die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg innerhalb eines zwei Kilometer breiten Trassenkorridors. Die Teltowkanalroute ist rund 10,5 Kilometer lang und beginnt an der Landesgrenze von Berlin-Brandenburg bei Teltow und soll – teils entlang des Teltowkanals –durch die Stadtteile Lichterfelde, Lankwitz und Steglitz (Bezirk Steglitz-Zehlendorf) führen sowie durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Eine Weiterführung bis in den Bezirk Mitte wird geprüft.

Rund 120 Interessierte waren der Einladung zur Informationsveranstaltung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, Vorschläge und Hinweise in die Diskussion einzubringen. Fragen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern zur Teltowkanalroute wurden im direkten Austausch mit dem Fachplanungsbüro erörtert. Die Anregungen werden in den weiteren Planungsprozess einfließen.

Die Machbarkeitsuntersuchung für die Teltowkanalroute soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Daran schließen sich weitere Planungsschritte sowie die Bürgerbeteiligung an. Für diesen notwendigen Planungsprozess sind mindestens 30 Monate zu veranschlagen, so dass mit einem Baubeginn 2022 zu rechnen ist.

Mit der Projektsteuerung für die zehn Radschnellverbindungen hat die Senatsverwaltung das landeseigene Unternehmen GB infraVelo GmbH beauftragt.

Die beiden anderen Radschnellverbindungen, für die schon Machbarkeitsuntersuchungen laufen, sind die Trasse Königsweg-Kronprinzessinnenweg, die durch den Grunewald in Richtung Wannsee/Potsdam führt, und die Y-Trasse, die über Neukölln in Richtung Südosten/Schönefeld verläuft.

Für sieben weitere Machbarkeitsuntersuchungen hat die infraVelo das Vergabeverfahren Ende 2018 abgeschlossen und Fachplanungsbüros mit den Untersuchungen beauftragt. Diese beginnen jetzt. In den kommenden Monaten sind für die weiteren Radschnellverbindungen ebenfalls Informations- und Dialogveranstaltungen geplant, zu denen die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz einladen wird. Eine elfte Radschnellverbindung plant die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz entlang der Tangentialverbindung Ost (TVO).

Was macht eine Radschnellverbindung aus: Radschnellverbindungen machen das Radfahren attraktiver, weil längere Strecken zwischen den Außenbezirken und der Berliner Innenstadt sicher und komfortabel zurückgelegt werden können. Radschnellverbindungen sind mit möglichst wenig Stopps zu befahren und breit: Entlang von Hauptverkehrsstraßen sind sie je Fahrtrichtung mindestens drei Meter breit, so dass Überholen gut möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen sind nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und Reisezeiten verkürzen sich – das ist besonders bei großen Entfernungen attraktiv. Wenn viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag nutzen, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs.

Weitere Informationen zu Radschnellverbindungen: berlin.de/radschnellverbindungen und infravelo.de/projekte/radschnellverbindungen

Quelle: SenUVK am 01.02.2019

Berlin: 40 Millionen Euro für den Radverkehr aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA)

Das Land Berlin hat das Haushaltsjahr 2018 laut vorläufigen Zahlen mit einem Finanzierungsüberschuss von 2,4 Mrd. Euro abgeschlossen. Dieses sehr gute Ergebnis erlaubt eine erneute Zuführung an das Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA). Auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz hat der Senat in seiner heutigen Sitzung eine Zuführung in Höhe von 800 Mio. Euro an das Sondervermögen beschlossen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Abgeordnetenhaus.

Mit erheblichen Mitteln von fast 134 Mio. Euro werden Verkehr und Mobilität unterstützt. 40 Mio. Euro stehen für Investitionen in die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur zur Verfügung. Unter anderem in Planung und Bau von Radschnellwegen, in die Sanierung des Hauptradroutennetzes sowie in die Errichtung von Fahrradparkhäusern. Weitere 83 Mio. Euro sollen in einen Ansparfonds für den Nahverkehrsplan sowie in die Fahrzeugfinanzierungsgesellschaft (BVG) gehen. Außerdem soll mit den Mitteln die Bus-Elektromobilität in der Stadt gefördert werden.

Folgt der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses der Beschlussempfehlung des Senates, werden die Einzelmaßnahmen in den SIWANA-Haushaltsplan aufgenommen und titelmäßig unterlegt werden. Der entsprechend aktualisierte SIWANA-Haushaltsplan wird dann über die Homepage der Senatsverwaltung für Finanzen abrufbar sein.

Quelle: Senatsverwaltung für Finanzen am 19.02.2019

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Hessen: Stadt Darmstadt beschließt Umgestaltung der mittleren Rheinstraße - Radwegführung wird sicherer - Abgestimmt mit Radfahrverbänden und Anliegern

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Radverkehr in der mittleren Rheinstraße neu zu ordnen. Vorausgegangen war dort ein mehrmonatiger Verkehrsversuch. "Mit der Umgestaltung wollen wir in der Rheinstraße – also auf einer der Hauptachsen des Radverkehrs in West-Ost-Richtung – eine deutlich verbesserte, sicherere Radwegeführung erreichen", begründet Bau- und Verkehrsdezernentin Barbara Boczek diesen Schritt. "Aber nicht nur für die Radfahrer soll die Rheinstraße ein sicherer und angenehmerer Verkehrsraum werden. In einem zweiten Schritt ist auch die Aufwertung des Fußgängerbereiches in der mittleren Rheinstraße geplant."

Neben ihrer Bedeutung für Autos, Lieferwagen, Busse und Straßenbahnen ist die Rheinstraße auch eine zentrale Verbindung für den Radverkehr vom Westen ins Stadtzentrum, die im mittleren Abschnitt von bis zu 200 Radlern in der Stunde genutzt wird. Zwischen Neckarstraße und Grafenstraße besteht bislang eine hohe Konfliktdichte durch die Führung des Radverkehrs auf dem Gehweg. Auch die Führung für den Kfz-Verkehr ist unbefriedigend. Mit einem Verkehrsversuch sollte 2018 geprüft werden, ob eine regelkonforme Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn geschaffen werden kann, indem die beiden zu schmalen Autospuren zu einer einzigen breiteren Fahrspur zusammengeführt werden. Radler konnten zwischen der Nutzung des Radstreifens auf dem Gehweg und eines provisorisch gelb markierten Radschutzstreifens auf der Fahrbahn wählen. Auch wenn vor allem werktags die Nutzung der Fahrbahn überwog, wählten viele weiterhin den Gehwegstreifen (samstags etwa die Hälfte aller Radfahrer). Der Radschutzstreifen geriet zudem in die Kritik, da das Radfahren zwischen parkendem und fließendem Kfz-Verkehr als unsicher erlebt wurde, zumal überholende Autofahrende den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter nicht einhielten.

Durch den Verkehrsversuch reduzierte sich der Autoverkehr auf der mittleren Rheinstraße stadteinwärts um etwa ein Viertel. Diese Verringerung und die eindeutige Führung auf einer breiteren Spur haben dort zu einer allgemeinen Entspannung und ruhigeren Verkehrsabwicklung geführt. Die erwarteten Verlagerungseffekte (Alternativstrecke über Hindenburgstraße und Hügelstraße) sind zwar eingetreten, aber nicht um das Maß der reduzierten Verkehrsströme. Die Ausweichstrecke wird somit etwas weniger angenommen als erwartet.

An den Einmündungen der Hindenburgstraße und der Neckarstraße wird die Situation künftig sowohl für die Radfahrer als auch für die rechtsabbiegenden Autofahrer verbessert. Von der Neckarstraße bis zur Grafenstraße erhalten Radfahrerinnen und Radfahrer künftig einen 2,30 Meter breiten geschützten Radstreifen, der ohne bauliche Eingriffe entlang der Fahrbahn auf der Fläche der bisherigen Ladezone entsteht und mit Pollern von der restlichen Fahrbahn getrennt und gesichert wird. Das Trottoir wird in seiner ganzen Breite den Fußgängerinnen und Fußgängern zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich zudem Potenzial für Außengastronomie, auch für eine vielfach gewünschte Begrünung. Etwa 150 Meter vor der Grafenstraße schwenkt der Radstreifen in den Seitenraum. Davor entsteht am Fahrbahnrand eine rund 30 Meter lange Kfz-Ladezone zur Andienung der Geschäfte. "Insgesamt gewinnt die Rheinstraße durch die klarere Aufteilung der Verkehrsflächen an Attraktivität und Aufenthaltsqualität", versichert Boczek.

Die Planung wurde persönlich mit Anliegern, als auch intensiv mit den Radverbänden besprochen. Mit dem geschützten Radstreifen greift die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Anregung der unter anderem der Initiatoren des Radentscheids auf. Das derzeitige durch den Verkehrsversuch entstandene Provisorium soll aufgelöst und der neue Radstreifen noch 2019 angelegt werden; zuvor muss in diesem Abschnitt die Fahrbahn oberflächlich abgefräst und neu asphaltiert werden.
Die Gesamtkosten für den 1. Bauabschnitt betragen 350.000 Euro.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 20.02.2019

Hessen: Radwege in Frankfurt am Main in der Nordweststadt und Niederursel sind nun ausgeschildert

Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) hat nun auch die Nordweststadt und Niederursel mit einer Radwegbeschilderung ausgestattet. Mehr als 160 Hinweisschilder und kleinere Zwischenwegweiser wurden an über 50 Standorten aufgestellt.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling liegt mit seinem Ziel, bis zum Jahr 2021 das gesamte Stadtgebiet zu beschildern, gut in der Zeit. "Im Frühjahr nimmt die Radfahrsaison wieder richtig Fahrt auf. Umso besser, wenn die Frankfurterinnen und Frankfurter sowie die vielen Gäste dann auf ein immer besseres Radroutennetz vertrauen können."

Die 100 mal 25 Zentimeter großen Hinweisschilder werden an Pfosten montiert und geben Auskunft über Zielorte samt Entfernung in Kilometern. Manchmal werden die Wegweiser mit kleinen Zusatzschildern versehen, zum Beispiel mit einem Goethe-Kopf, der stellvertretend für die gleichnamige Universität steht. Die kleineren Zwischenwegweiser haben ein kompaktes Maß von 30 mal 30 Zentimetern und beschränken sich auf einen Richtungspfeil mit Fahrradsymbol.

In Frankfurt wurden bisher rund 2150 Schilder an mehr als 1350 Standorten aufgestellt. Quasi im Uhrzeigersinn haben sich die Bautrupps des ASE vom Süden über den Westen in den Norden vorgearbeitet. Vor wenigen Wochen war Praunheim abgeschlossen, nun ist also Niederursel fertig. In absehbarer Zeit gehen die Arbeiten in Heddernheim los.

Die Stadt stellt dabei nicht nur Schilder auf, sondern sorgt auch dafür, dass die für Fahrradfahrende vorgesehenen Wege in einem vernünftigen Zustand sind. So wurden im Herbst vergangenen Jahres in Kalbach-Riedberg lückenhafte Abschnitte des Verbindungswegs Niederursel-Bad Homburg/Oberursel asphaltiert. Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen Feldweg in Niederursel, der als naturnahe Alternative zum vielbefahrenen Praunheimer Weg eine vernünftige Asphaltdecke bekommen soll. In diesem Jahr wird nach Planung der Stadtentwässerung der Niddauferweg zwischen Praunheim und Heddernheim erneuert. Der wassernahe Weg wird auch von vielen Niederurselern genutzt.

In Abstimmung mit dem Radfahrbüro plant das Referat für Mobilitäts- und Verkehrsplanung der Stadt Frankfurt die Beschilderung. Das ASE ermittelt über Ausschreibungen Fachfirmen, bei denen die einprägsamen weiß-grünen Schilder bestellt werden und lässt sie montieren. Rund 675.000 Euro wird der Magistrat nach einer Grob-Kostenschätzung insgesamt in die Beschilderung investieren.

Quelle: Stadt Frankfurt am 07.02.2019

Niedersachsen: Neubau des Radweges an der L 523 zwischen Osterode und Schwiegershausen (Landkreis Göttingen)

Ab 25. Februar 2019 begannen die Arbeiten zur Fertigstellung des Radweges an der Landesstraße 523 zwischen Osterode und Schwiegershausen (Landkreis Göttingen) im noch fehlenden 2. Bauabschnitt zwischen der Siedlung Beierfelde und Schwiegershausen.

Die Baumaßnahme beginnt mit geringfügigen Rodungsarbeiten innerhalb der gesamten Baustrecke sowie im Bereich des Ortseinganges Schwiegershausen, wo ein bestehender Wirtschaftsweg befestigt und zukünftig Teil des Radweges wird. Anschließend wird der Radweg seitlich entlang der L 523 hergestellt.

Der Radweg erhält auf gesamter Länge eine Asphaltbefestigung in einer Breite von 2 m. Aufgrund der Lage in einem Naturschutzgebiet werden umfangreiche landschaftspflegerische Begleit- und Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Oktober 2019 andauern. Die Baukosten betragen rund 1,2 Millionen Euro.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar am 22.02.2019

Niedersachsen: Radwegneubau an der L 482 zwischen Almstedt und Breinum (Landkreis Hildesheim)

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover hat den Bau eines Radweges in Auftrag gegeben. Der Radweg wird die beiden Ortschaften Almstedt und Breinum (Landkreis Hildesheim) verbinden und verläuft feldseitig neben dem vorhandenen Straßengraben der L 482. Der Radweg trägt in seiner Funktion zu einer Erweiterung des Radwegenetzes in Niedersachsen bei.

Spätestens im Mai 2019 sollen die Arbeiten beginnen und dann ungefähr zwei Monate dauern. Der feldseitige Betonradweg wird in verstärkter Bauweise ausgeführt, so dass den ansässigen Landwirten die Möglichkeit gegeben wird, ihn während der Rübenabfuhr nutzen zu können. Im gleichen Zuge wird ebenfalls ein straßenbegleitender, gemeinsamer Geh- und Radweg in der Ortschaft Almstedt errichtet und dessen Aufgänge behindertengerecht ausgebaut. Zudem wird unter der alten Bahnüberführung eine Einengung der Fahrbahn zur Geschwindigkeitsreduktion im Ort hergestellt.

Geplant sind zunächst die Herstellung des gemeinsamen Geh- und Radweges in der Ortslage und die damit verbundenen Erdarbeiten. Unmittelbar im Anschluss oder zeitgleich wird damit begonnen, das Baufeld für den Betonradweg freizumachen, um dann den Radwegaufbau herzustellen. Dazu sind weitere Oberbodenarbeiten notwendig. Auf Höhe des Ortsschildes von Almstedt wird aufgrund der Trassierung ein Einschnitt in die Böschung hergestellt. Für die Erreichbarkeit der Ackerflächen werden ebenfalls die zahlreichen Feldzufahren angepasst und erneuert. Diese erhalten eine neue Verrohrung und eine bituminöse Deckschicht.

Die Baukosten belaufen sich auf ungefähr 450.000 Euro mit dem Land als Hauptkostenträger. Die Gemeinde beteiligt sich dabei an den Baukosten für den gemeinsamen Geh- und Radweg.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover am 12.02.2019

Nordrhein-Westfalen: Machbarkeitsstudie für leistungsfähige RadPendlerRouten zwischen Köln und dem rechtsrheinischen Umland

Die Entwicklung und Umsetzung leistungsfähiger RadPendlerRouten ist ein gemeinsames Projekt des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Städte Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen, Niederkassel, Rösrath und Troisdorf. Dabei geht es darum, attraktive und komfortable Fahrrad-Infrastruktur insbesondere für den Berufs- aber auch für den Freizeitverkehr zu entwickeln, die die rechtsrheinischen Nachbarn mit der Stadt Köln verbindet. "Für die Stadt Köln leistet diese vorliegende Machbarkeitsstudie mit den vier RadPendlerRouten von Köln in die rechtsrheinischen Nachbarstädte einen wichtigen Beitrag für die Erreichung der Ziele Köln mobil 2025. Für die rechtsrheinischen Stadtbezirke wird durch die Ergebnisse ein wichtiger Grundstein für die Stärkung des Umweltverbundes gelegt. Darüber hinaus zeigt dieses Kooperationsprojekt, dass vor allem im Zusammenschluss der Regionen die Mobilitätswende erfolgreich umsetzbar ist", so Andrea Blome, Verkehrsdezernentin der Stadt Köln.

Dafür stehen vier Hauptachsen mit einer Gesamtlänge von rund 80 Kilometern im Fokus, die sternförmig nach Köln führen. Ausgangspunkte sind der S-Bahnhof in Bergisch Gladbach, Leverkusen-Mitte, der Bahnhof in Rösrath sowie Troisdorf beziehungsweise Niederkassel. Ergänzt werden sollen diese Hauptachsen durch potenzielle Zubringer, die von Bergisch Gladbach-Bensberg nach Köln-Dellbrück, von Niederkassel zur S-Bahn Station in Troisdorf-Spich und vom Bahnhof Opladen bis nach Leverkusen-Mitte führen sollen. Hintergrund des Projektes ist die stark überlastete Verkehrssituation zwischen Köln und dem rechtsrheinischen Umland. "Das positive Ergebnis der Machbarkeitsstudie bringt uns einen großen Schritt voran und verdeutlicht, dass wir mit diesem innovativen Projekt einen großen Gewinn für die ganze Region generieren können", freut sich Gerhard Wölwer, zuständiger Dezernent beim Rheinisch Bergischen Kreis.

Mit den RadPendlerRouten soll eine echte Alternative geschaffen sowie der wachsenden Rolle des Fahrrads als beliebtes Verkehrsmittel – auch für alltägliche Pendlerstrecken – Rechnung getragen werden.

Die Machbarkeitsstudie bescheinigt allen vier Routen eine grundsätzliche Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie ein hohes Potenzial, um den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu forcieren. Die Studie geht davon aus, dass durch die RadPendlerRouten auf der Strecke Leverkusen – Köln rund 1.500 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer mehr unterwegs sein könnten, als bisher. "Die RadPendlerRouten sind ein weiterer Baustein für die Förderung des Radverkehrs in Leverkusen und auch über die Stadtgrenze hinaus. Schnelle Radwegeverbindungen sind ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des städtischen Mobilitätskonzeptes", so Andrea Deppe, Baudezernentin der Stadt Leverkusen.

Neben den beteiligten Städten und Gemeinden wurden daher auch bereits Vereine und Verbände, die sich für das Thema engagieren, in die Planung einbezogen. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Routen war dabei, dass sie einen hohen Qualitätsstandard ermöglichen, beispielsweise durch eine komfortable Breite und eine möglichst direkte, umwegfreie Routenführung. Denn RadPendlerRouten sollen ein zügiges und klimafreundliches Vorankommen ermöglichen ohne viele Fahrtunterbrechungen an Kreuzungen oder Ampeln. Auch eine gute Anbindung an das vorhandene Schienennetz sowie naturschutz- und flächenrelevante Aspekte spielten bei der Planung eine Rolle. Daneben flossen auch Kriterien wie die Zahl der Einwohner, Arbeitsplätze oder aber weiterführende Schulen in der Nähe der Trassen in die Beurteilung mit ein.

Mit der Machbarkeitsstudie ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung dieses neuen Angebotes für den Radverkehr in der Region geschafft. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden jetzt von allen Projektpartnern der Politik vorgestellt. Sobald diese grünes Licht gibt, werden als weitere Schritte eine Kooperationsvereinbarung mit allen beteiligten Städten und Kreisen sowie die Weiterqualifizierung des Projektes für die Regionale 2025 "Bergisches Rheinland" angestrebt.

Quelle: Leverkusen, Bergisch Gladbach, Troisdorf am 18.02.2019

Nordrhein-Westfalen: Stadt Bottrop will Radwegeverbindungen engmaschiger vernetzen

Das Fahrradwegenetz soll engmaschiger werden. Der Technische Beigeordnet hat im Februar 2019 ein Konzept vorstellt, um deutlich mehr Fahrradstraße in Bottrop auszuweisen. Von zurzeit drei Fahrradstraßen, sollen Radler künftig  auf 13 Straßen Vorrang haben.

"Der Aufwand Fahrradstraße einzurichten ist relativ gering", erklärt Müller. In den meisten Fällen seien Schilder und Piktogramme auf dem Asphalt ausreichend.  Stößt eine Fahrradstraße nicht auf den erwarteten Zuspruch, will Klaus Müller nach fünf Jahren überprüfen, ob die Widmung als Fahrradstraße noch sinnvoll ist und dies dann wieder zurück nehmen.

Unterstützung für das Konzept bekommen die Verkehrsplaner aus der Politik. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz  sprechen sich der Vorsitzende des Bau- und Verkehrsausschuss Rüdiger Lehr (SPD) und CDU-Ratsmitglied Dieter Schulte für das Konzept aus. "Wir müssen den Alltagsradlern eine vernünftige Qualität der Radwege anbieten", sagt Rüdiger Lehr. E-Bikes erfreuen sich einer wachsenden Akzeptanz. Mit den Fahrradstraßen werde das Verkehrsangebot den Anforderungen gerecht. Für einzelne Straßen bedeutet dies, dass der Fahrbahnbelag erneuert werden müsse. Rüdiger Lehr ist zuversichtlich, dass die Umsetzung des Konzepts auch bei höheren Investitionen finanzierbar ist. "Für uns ist es keine Sache des Geldes, sondern ein Bekenntnis zum Radverkehr", sagt der SPD-Ratsherr.

Dieter Schulte (CDU) sieht mit dem Konzept die Bedürfnisse anderer Verkehrsträger berücksichtigt. Bottrop sei immer noch eine Autostadt. Radler haben auf Fahrradstraßen zwar Vorrang, aber auf Autos dürfen sie weiterhin nutzen bis zu Tempo 30. Für Autofahrer, denen das zu langsam ist, "gibt es zur Fahrradstraße eine Alternativroute". Schulte will, dass in der Verkehrsplanung auch die Bedürfnisse der Pkw-Nutzer, des ÖPNV und der Fußgänger berücksichtigt werden.

Mit den Fahrradstraßen sollen unterschiedliche Netztypologien entstehen, die sich in übergeordneten Radverkehrsvorhaben, wie dem "Rad-Quadrat", einfügen  und so zu einem engmaschigeren Netz  beitragen. So sollen Fahrradstraßen Ortsteile miteinander verbinden. Geplant ist beispielsweise eine Verbindung zwischen Grafenwald und Kirchhellen-Nord. Dann führen gleich mehrere Fahrradstraßen sternenförmig in die Innenstadt. Dazu gehören die Strecke Randebrockstraße über die Kirchhellener Straße zum Ernst-Wilczok-Platz, die Scharnhölzstraße zwischen Gladbecker Straße und Ostring, die Paßstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Prosperstraße, die Brauerstraße, die Essener Straße und die Schützenstraße.

Sogenannte Tangential-Verbindungen sollen Hauptradverkehrsweg verbinden. Overbeckstraße und die Straße "Im Stadtgarten" bilden die "Tangente Nord". Die "Tangente Berufsschule" führt über die Eichenstraße und der Straße "An der Berufsschule".  Die Zeppelinstraße ist in dem Konzept als "Tangente Süd" vorgesehen. Weitere mögliche Fahrradstraße sind die Gungstraße, Batenbrockstraße , Robert-Brenner-Straße, Plaggenbahn, die Straße "Im Brahmkamp" und die Vonderbergstraße.  

Das Konzept soll jetzt in den zuständigen Ausschüssen beraten werden. Dort wird dann auch entschieden, wird dann auch über die Finanzierung und den Ablauf der Straßenumwidmung entschieden.

Quelle: Stadt Bottrop am 26.02.2019

Rheinland-Pfalz: Neubau Radweg im Rahmen des Umbaus der AS Kaiserslautern-Einsiedlerhof - Lückenschluss im Radwegenetzes nach Mackenbach

Die Stadt Kaiserslautern erhält für den Umbau der in ihrer Zuständigkeit liegenden K 5 eine Zuwendung in Höhe von 579.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat. Der Ausbau der K 5 ist wichtiger Bestandteil der Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Bund und dem Land Rheinland-Pfalz zum Umbau der Anschlussstelle an die A 6.

"Mit der umfangreichen Modernisierung wird die gesamte Anschlussstelle A 6 / L 369 / K 5 an die Bedürfnisse des in Zukunft zu erwartenden Verkehr ausgerichtet, gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit deutlich verbessert", freute sich Verkehrsminister Wissing. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) werde den förmlichen Bewilligungsbescheid an die Stadt Kaiserslautern in den nächsten Tagen versenden, teilte Wissing mit.

Die Bundesautobahn A 6 stellt eine großräumige Ost-West-Verbindung zwischen dem Raum Ludwigshafen / Mannheim und dem Saarland bzw. Frankreich dar. Im Bereich der Anschlussstelle Kaiserslautern-Einsiedlerhof sind die L 369 und die K 5 angebunden. Die L 369 übernimmt vorrangig die Zubringerfunktion zur US Air Base Ramstein und zum künftigen US-Hospital. Die K 5 dient als Autobahnzubringer hauptsächlich dem Stadtteil Kaiserslautern-Einsiedlerhof (mit seinen Gewerbegebieten) sowie den Gemeinden Weilerbach und Rodenbach.

Der im Zuge der Gesamtmaßnahme zu realisierende Geh- und Radweg vom südlichen Kreisverkehr bis zur von-Miller-Straße stellt den Lückenschluss im Zuge des Großräumigen Radwegenetzes nach Mackenbach her und ist ebenfalls von der Stadt zu finanzieren. Diese Verpflichtung ergibt sich als Folgemaßnahme aus der gesamten Ausbauplanung der Anschlussstelle heraus.

"Die Landesregierung investiert nicht nur in den Neubau, sondern auch in die umfassende Modernisierung des kommunalen Straßenbaus. Das Land unterstützt den Ausbau der städtischen K 5 bei der Gesamterneuerung der A 6-Anschlussstelle Einsiedlerhof. Die Stadt Kaiserslautern profitiert dabei von den kürzlich eingeführten Förderzuschlägen des Landes", so Wissing.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 19.02.2019

Rheinland-Pfalz: Lückenschluss im 42 Kilometer langen Mühlen-Rundweg

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt hat einen Förderbescheid über 798.150 Euro an die VG Thaleischweiler-Wallhalben übergeben. Die Förderung fließt in den Bau eines 8 Kilometer langen Radwegs. Dadurch entsteht ein durchgängiger Mühlen-Rundweg mit einer Gesamtlänge von 42 Kilometern.

"Der neue Radweg zeigt, wo wir mit der neuen Tourismusstrategie hinwollen: Mit Investitionen in den Tourismus wollen wir die Lebensverhältnisse vor Ort verbessern. Das Bedürfnis, Natur und Heimat zu genießen, ist groß. Diesen Trend nehmen wir auf. Die neue Radroute entlang der Mühlen, der Felslandschaft und durch den Wald stärkt das touristische und damit wirtschaftliche Potential der Region", sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei der Übergabe des Förderbescheids an Thomas Peifer, den Bürgermeister der VG Thaleischweiler-Wallhalben.

Die Landesregierung beteiligt sich an den Gesamtkosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro mit 798.150 Euro. Der neue, acht Kilometer lange Radweg beginnt an der Faustermühle in Thaleischweiler-Fröschen führt durch das Mühlental entlang dem Flüsschen Wallhalbe bis nach Wallhalben. Der geplante Radweg verbindet die beiden touristisch bedeutenden Radwege "Sickinger-Mühlen-Radweg" ab Thaleischweiler-Fröschen und die "Südwestpfalz-Tour" bis Wallhalben zu einem 42 Kilometer langen Mühlen-Rundweg. Es entsteht eine Radtour mit hohem Erlebniswert mit Möglichkeiten zum Einkehren und Übernachten in den historischen Mühlen.

"Der Bau des Radwegs ist eine Impulsinvestition und dazu geeignet, private Folgeinvestitionen auszulösen. Hier kann eine Servicekette mit branchenübergreifender Wertschöpfung entstehen. Direktvermarkter, Gastronomie und Hotellerie können profitieren. Die touristisch genutzten Mühlen entlang der Strecke bieten hierfür ein gutes Potenzial", sagte Schmitt.

Schmitt verwies auf die gestiegenen Gästezahlen in Rheinland-Pfalz: "Diese sind uns Auftrag und Ansporn zugleich." Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes verzeichneten die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe 2018 im sechsten Jahr in Folge einen Anstieg der Gästezahlen. Demnach nahm die Zahl der Besucherinnen und Besucher um 1,6 Prozent auf 9,96 Millionen zu. Die Übernachtungszahlen stiegen auf 25,63 Millionen (plus 1,3 Prozent).

Das Wirtschaftsministerium investiert stärker in den Tourismus. Für den laufenden Doppelhaushalt wurden die Mittel zur Tourismusförderung deutlich erhöht, im Jahr 2020 auf 10 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 15.02.2019

Schleswig-Holstein: Bindeglied zwischen Dänemark und Flensburg - Land fördert Erlebnispromenade als Teilstück des Ostseeküsten-Radwegs in Wasserleben

Kräftiger Rückenwind für die Tourismus-Region Wassersleben an der nördlichen Flensburger Förde: Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz übergab am1. Februar 2019 einen Förderbescheid in Höhe von 700.000 Euro an Harrislees Bürgermeister Martin Ellermann. Mit dem Betrag wird die insgesamt eine Million Euro teure Neugestaltung der in den 70er Jahren entstandenen Strandpromenade unterstützt. Mit den Bauarbeiten soll im Mai begonnen werden, zudem entstehen drei neue Dauerarbeitsplätze.

"Das Projekt ist ein enorm wichtiger Schritt zur touristischen Aufwertung der Gemeinde, besitzt aber auch Strahlkraft für die gesamte Flensburger Förde und leistet obendrein einen ressourcenschonenden Beitrag dazu, Schleswig-Holstein auch abseits der bekannten Tourismus-Hotspots attraktiver zu machen", sagte Buchholz. Geplant sei unter anderem eine Anpassung der Wegeführung an heutige Qualitätsstandards sowie die Errichtung ergänzender Infrastruktur wie etwa Erholungsinseln mit Bänken und Fahrradstellplätzen. "Ziel ist es, den Strandbereich als Naturerlebnisraum mit der Ausprägung einer Dünenlandschaft zu entwickeln. Zum anderen soll mit der Erlebnispromenade als Teilstück des Ostseeküsten-Radwegs ein Bindeglied zwischen Dänemark und Flensburg geschaffen werden", erläutert Buchholz.

Harislees Bürgermeister Ellermann dankte dem Minister für die Zuwendung des Landes in Höhe von 70 Prozent der Kosten: "Die Erneuerung von Strand- und Verkehrsflächen in dem Erholungsort wird für die Gemeinde Harrislee und die ganze Region einen echten Mehrwert bedeuten. Daher hoffen wir, dass auch die weiteren Strandabschnitte in den nächsten Jahren derart gefördert werden", so Ellermann.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus am 01.02.2019

Thüringen: Weiterer Teilabschnitt des Radwegs "Weg in die Steinzeit" im Landkreis Sömmerda

Einen Förderbescheid über gut 757.000 Euro hat Thüringens Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst an den Landrat des Landkreises Sömmerda, Harald Henning, übergeben. Das Geld fließt in den Neu- und Ausbau eines weiteren, rund 3,3 Kilometer langen Teilabschnitts des touristischen Radwegs "Weg in die Steinzeit". Damit soll eine Verbindung zwischen der archäologischen Ausgrabungsstätte Bilzingsleben (Landkreis Sömmerda) und der Landkreisgrenze zum Kyffhäuserkreis geschaffen werden. Von dort führt der Radweg weiter bis zur Barbarossahöhle bei Rottleben. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf gut eine Million Euro. Das neue Teilstück soll spätestens Ende 2020 befahrbar sein.

"Mit dem 'Weg in die Steinzeit' entsteht ein neues spannendes Angebotspaket für den Radtourismus in Thüringen", sagte Kerst. Der Radweg, der künftig viele bedeutende historische Orte der Region verbinden werde, trage dazu bei, die Qualität und Vielfalt des Angebots in diesem für Thüringen wichtigen Tourismussegment zu erweitern und zusätzliche Touristen in die Region zu locken.

Der "Weg in die Steinzeit" verbindet über eine Länge von ca. 13 Kilometern den überregional bedeutsamen Unstrut-Radweg mit der archäologischen Fundstelle Bilzingsleben und ermöglicht so eine direkte Anbindung an die Fundstätte des ältesten Europäers im Norden des Landkreises Sömmerda. Mit der ebenfalls geplanten Verlängerung des Radwegs in den Kyffhäuserkreis werden weitere, touristisch interessante Orte wie das Kloster Göllingen und das Barockdorf Bendeleben für den Radtourismus angebunden. Ebenso werden die Barbarossahöhle mit dem neuen Geopark-Informationszentrum oder der Wipperdurchbruch bei Seega und Günserode für Radtouristen besser erschlossen und stärker vernetzt. Insofern erfüllt der "Weg in die Steinzeit" eine wichtige Spangenfunktion zwischen den überregional bedeutsamen Fernradwegen Unstrut-Radweg und Unstrut-Werra-Radweg.

Im Zuge des jetzt geplanten grundhaften Neu- und Ausbaus wird der Weg auf einer Breite von drei Metern durchgehend mit einer Asphaltschicht versehen. Hinzu kommen beidseitig Bankette mit einer Breite von jeweils 0,75 Metern, über die die Entwässerung des Radwegs erfolgt. Zudem wird der Radweg durchgehend und einheitlich beschildert.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft am 18.02.2019

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28. Februar 2019
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