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Dezember 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: L 1202 – Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Ostfildern und Neuhausen

Eine ärgerliche Lücke im Radwegenetz zwischen Ostfildern und Neuhausen wird endlich geschlossen. Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, und Regierungspräsident Wolfgang Reimer gaben den neu gebauten Radweg auf der Körschtalbrücke an der L 1202 für den Radverkehr frei. "Damit bekommen Radlerinnen und Radler eine weitere attraktive Radverbindung zwischen dem Neckartal und den Fildern, ohne den großen Höhenunterschied durch das Körschtal überwinden zu müssen", so Verkehrsminister Hermann. "Darauf haben viele Alltagsradlerinnen und –radler lange gewartet."

Die L 1202 zwischen der A 8 Anschlussstelle Esslingen und der B 10 bei Esslingen überquert im Streckenverlauf das Körschtal auf der Körschtalbrücke, die im Jahre 1994 gebaut wurde und bis zu 55 Meter hoch ist. Radfahrer durften die Brücke bisher aus Sicherheitsgründen nicht benutzen, sie mussten bislang das Körschtal hinunter und wieder hinauffahren. Dieser Umweg wird  künftig entfallen. 

Regierungspräsident Reimer dankte vor allem der Bevölkerung Nellingens, die den erheblichen Umleitungsverkehr über vier Monate hinweg hinnehmen musste: "Wir wissen um die Beeinträchtigungen, die der Bau dieses Radwegs mit sich gebracht hat. Vor allem für die Berufspendler bedeutet dieser Radweg aber jetzt eine große Erleichterung ihres täglichen Arbeitswegs."

Um das Radfahren auf der Brücke künftig zu ermöglichen, wurde die Fahrbahn eingeengt und gleichzeitig der vorhandene Notgehweg auf der westlichen Seite um rund 2 Meter breiter gemacht. Dem Kraftfahrzeugverkehr steht jetzt jeweils eine 3,75 Meter breite Fahrspur zur Verfügung, die auch für den Lkw-Verkehr ausreichend ist. Der Radweg auf der Brücke ist 2,75 Meter breit und kann im Gegenverkehr befahren werden. Er ist nördlich und südlich der Körschtalbrücke an vorhandene Wege angeschlossen.

Die Hauptbauarbeiten des Bauabschnitts begannen am 25. Juli 2018 und dauerten bis Anfang Dezember 2018 an. Nach Abfräsen des Fahrbahnbelags und dem Aufnehmen der Abdichtung zeigten sich größere Schäden im Überbaubeton, die aufwendig saniert werden mussten. Dies führte dazu, dass die Bauzeit bis Anfang Dezember verlängert wurde. Die südliche Anschlussrampe muss im kommenden Jahr noch asphaltiert werden, ist aber schon jetzt benutzbar.

Der Lückenschluss hat eine Gesamtlänge von rund 820 Meter. Davon befinden sich auf der Brücke rund 700 Meter, die Rampen zu den Wegen im Norden und Süden sind jeweils rund 60 Meter lang. Zusätzlich wurde auf Gemarkung Ostfildern der Feldweg im weiteren Verlauf auf einer Länge von insgesamt rund 240 Meter ausgebaut und ertüchtigt.

Das Land investiert mit dieser Maßnahme über 2 Millionen Euro in das Radwegenetz und die Verbesserung der Infrastruktur. Die Stadt Ostfildern beteiligt sich ebenfalls am Ausbau der vorhandenen Wege, die später von Radfahrern genutzt werden.

Quelle: Regierungspräsidium Stuttgart / Verkehrsministerium BW am 11.12.2018

Zur Mitteilung des Verkehrsministeriums BW

Baden-Württemberg: Heidelberg und Kirchheim unter Teck sind wieder ausgezeichnet fahrradfreundlich

Fünf Jahre nach ihrer ersten Auszeichnung sind die AGFK-BW Mitglieder Heidelberg und Kirchheim unter Teck erneut als "Fahrradfreundliche Kommune" zertifiziert worden.

Christoph Erdmenger, Leiter der Abteilung Nachhaltige Mobilität des Ministeriums für Verkehr, überreichte die Auszeichnung im Anschluss an die Mitgliederversammlung der AGFK-BW. Die Rezertifizierung ist an einen strengen Prüfkatalog gekoppelt, den beide Kommunen mit Bravour bestanden haben. Beide Erste Bürgermeister der jeweiligen Stadt waren vor Ort, um den Preis mit sichtbarer Freude entgegenzunehmen.

Heidelberg hat sich mit hohem Engagement gar zur neuen Fahrradhauptstadt von Baden-Württemberg hoch geradelt. Ganze 26 Prozent der Wege werden dort per Pedalkraft zurückgelegt. Heidelbergs Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck sieht den Kern des Erfolgs im Ausbau der städtischen Radangebote: "Wir haben in den vergangenen Jahren ein Fahrradmietsystem inklusive Pedelecs und Lastenräder aufgebaut und setzen verstärkt auf den Ausbau von Fahrradstraßen." Auch die Kommunikation der Stadt rund um das Thema Radverkehr war in den letzten Jahren auf den Punkt: 2017 gewann die Guerilla Aktion #woparkstdudenn den ersten Platz beim Deutschen Fahrradpreis, 2018 folgte eine Prämierung der Kampagne Plus5. 

Kirchheim unter Teck erhielt von der Prüfkommission besonders viel Lob für ihre bürgernahe und integrative Radverkehrsförderung. Bei der Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise bringen sich die Oberbürgermeister regelmäßig persönlich ein. Für mobilitätseingeschränkte Bewohner steht ein Rikschaservice zur Verfügung, damit alle am Fahrradfahren teilhaben können. Die erneute Auszeichnung beweist, dass die Stadt auf einem guten Weg ist und spornt zu noch mehr Engagement an. "Kirchheim verfolgt das Ziel, bis 2020 einen Radverkehrsanteil von 20 Prozent zu erreichen. Dafür stocken wir unsere personellen Kapazitäten für den Radverkehr auf", bekräftigte Günter Riemer, Erster Bürgermeister von Kirchheim unter Teck.

Seit 2011 verleiht das Bundesland den begehrten Preis. Mittlerweile tragen insgesamt neun Orte den Titel "Fahrradfreundliche Kommune", die somit als Leuchtturmbeispiele des Radverkehrs gelten. Neben Heidelberg und Kirchheim unter Teck sind das Tübingen, Lörrach, Mannheim, Freiburg, Karlsruhe, Offenburg und der Landkreis Göppingen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 03.12.2018

Baden-Württemberg: Auf dem Weg zur Fahrradfreundlichen Kommune - Tuttlingen tritt AGFK-BW bei

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) begrüßt die Tuttlingen als neues Mitglied im Netzwerk. Die Stadt hat sich für die Radverkehrsförderung viel vorgenommen: Das Fahrrad soll zukünftig im Alltagsverkehr der Tuttlinger verstärkt genutzt werden.

"Die Zukunft gehört dem Fahrrad", betont Bürgermeister Michael Beck bei der Aufnahme der Stadt Tuttlingen in die AGFK-BW. "Straßen und Parkplätze sind schon heute voll. Darauf müssen wir mit systematischer Radverkehrsförderung reagieren, denn nur so gelingt die Verkehrswende. Von der Mitgliedschaft in der AGFK-BW verspreche ich mir Austausch und Wissenstransfer – auch für die Förderung des Fußverkehrs", so Beck weiter.

Die Stadt Tuttlingen liegt direkt am Donau- und Hohenzollernradweg, so dass Radfahren vom Tourismus gut angenommen wird. Doch auch innerstädtisch soll das Radfahren zukünftig im Alltag stattfinden. Ziel der Stadt ist es Pendler, Schüler und Familien aus dem Auto auf das Fahrrad zu bringen. Aktuell ist es so, dass 17.500 Personen in die Stadt einpendeln und 5.500 hinaus – bei einer Einwohnerzahl von 36.000 Personen. Das hohe Verkehrsaufkommen soll durch eine strategische Radverkehrsförderung reduziert werden. Aber auch andere Alternativen zum Auto wie ÖPNV oder Fußverkehr sollen nachhaltig gefördert werden.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW ist die Stadt Tuttlingen ihrem Ziel, "Fahrradfreundliche Kommune" zu werden, einen Schritt näher gekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Service-leistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Doch nicht nur der Beitritt in das Netzwerk der AGFK-BW soll Tuttlingen voran bringen: "Wir bauen nach dem Beschluss aus dem Juli jetzt unser innerstädtisches Radrouten-Netz Stück für Stück aus, schließen Lücken und beseitigen Problemstellen – und hoffen, dass so auch der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr steigt", so Beck.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 05.12.2018

Baden-Württemberg: Anteil des Radverkehrs im Esslinger Mobilitätsgefüge soll deutlich und nachhaltig erhöht werden

Die Stadtverwaltung stellt die für 2019 vorgesehenen Radverkehrsprojekte im Ausschuss für Technik und Umwelt vor: Der Anteil des Radverkehrs im Esslinger Mobilitätsgefüge soll deutlich und nachhaltig erhöht werden. Das Thema Radverkehr und die vermehrte Nutzung von Fahrrädern und Pedelecs erhält gesellschaftlich immer mehr Bedeutung - nicht nur wegen der vielen Baustellen und der zunehmenden Verkehrsüberlastungen im Straßennetz - sondern insbesondere auch aufgrund der Notwendigkeit, einen Mobilitätswandel hin zu einer nachhaltigen Mobilität zu gestalten.

Der Radverkehrsanteil am Modal Split des Gesamtverkehrs lag im Jahr 2011 bei 7 Prozent und soll deutlich erhöht werden. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger bekräftigt den Beschluss des 19-Punkte-Plans und des Radverkehrskonzepts der Stadt Esslingen am Neckar von 2013: "Unser Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 auf 15 Prozent zu steigern und damit mehr als zu verdoppeln."

Trotz Personalengpässen in den letzten Jahren und den daraus resultierenden Verzögerungen in den Planungsprozessen ist die Verwaltung guter Dinge, dass dieses Ziel erreicht werden kann. "Die Aufgabenstellung der Verbesserungen im Radverkehr ist auch im Mobilitätskonzept sowie im Klimaschutzkonzept der Stadt Esslingen am Neckar verankert. Mit einer ambitionierten Projektliste, mit hohen Budgets und den wieder besetzten Stellen in der Verkehrsplanung wollen wir die Umsetzungsgeschwindigkeit für geplante Radverkehrsprojekte deutlich verstärken. Mehr Power für den Radverkehr: damit soll der Anteil des Radverkehrs im Esslinger Mobilitätsgefüge deutlich und nachhaltig erhöht werden", unterstreicht OBM Dr. Zieger.

Für das kommende Jahr plant die Stadtverwaltung derzeit umfangreiche Radinfrastruktur- Projekte im Straßen- und Brückenbau sowie umfangreiche Markierungsarbeiten mit einer Gesamtlänge von rund 2.500 Metern. Weitere Projekte sind in Vorbereitung und können hinzukommen. Allerdings könnte es nach Einschätzung der Stadtverwaltung auch Verzögerungen durch die überhöhte Auftragslage bei Baufirmen geben.

Vorgesehen sind 2019 folgende Projekte:

  • die Realisierung des gemeinsamen Geh- und Radweges entlang des Hengstenberg-Areals bis zur Mettinger Straße ( rund 240.000 Euro)
  • die Aufwertung und Neumarkierung der Fahrradstraße Hindenburgstraße (über 300.000 Euro)
  • die Verlegung des Geh- und Radweges zwischen dem Hochschul-Neubau und dem Stadtwerkegelände (über 300.000 Euro) (Baufeldfreimachung für die neue Hochschule)
  • die Busspur mit Radverkehrsfreigabe auf der Augustiner Straße
  • der Ersatzneubau der Rossneckarbrücke am Auslauf in den Neckar in Verlängerung des zukünftigen Neckaruferparks sowie die Sanierung der alten Pliensaubrücke (Steinbogenbrücke)

Für den weiteren Umgang mit dem Thema Radschnellweg und Radschnellverbindungen sind 2019 Vorplanungen vorgesehen auf Basis der Machbarkeitsstudie des Landkreises und des Radverkehrskonzepts der Stadt Esslingen am Neckar.

Weitere Projekte sollen im kommenden Jahr konkretisiert werden: Für die Mobilitätsstation am Bahnhof mit Fahrradparkhaus und Werkstatt werden zurzeit die Verträge gefertigt, der Bebauungsplanentwurf befindet sich in der Auslegung. Auch die Planungen für die Einführung des RegioRadStuttgart werden vorangetrieben. Die Planung für die Querung an der Maille in Verlängerung der Wehrneckarstraße, der Neckaruferpark und der Champagne-Radweg entlang der Hohenheimerstraße ( Champagne-Radweg rund 250.000 Euro) werden voraussichtlich 2020 in die Realisierung gehen können. Darüberhinaus sollen Radverkehrsangebote an der Brückenstraße, der Mülberger Straße, der Grabbrunnenstraße und die Verbindung am Weißen Stein vorangetrieben werden.

"Im Jahr 2018 sind Radinfrastrukturprojekte mit einer Länge von rund 2.880 m Länge und einem Kostenrahmen von ca. 444.000 Euro zum Abschluss gekommen", freut sich Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Im Einzelnen sind dies: der 2. Bauabschnitt auf der Zollbergstraße (Sanierung der Hangrutschung), die Öffnung der Einbahnstraße für Radverkehr in Gegenrichtung in der Martinstraße (zwischen Kandlerstraße und Altem ZOB), die Sanierung des Neckartalwegs (Abschnitt zwischen Röntgenstraße und Naturschutzgebiet) sowie die Herstellung von fahrradgerechten Waldwegen (Oberer und Unterer Mönchelesweg).

Darüberhinaus konnte und kann die Stadt Esslingen am Neckar im Radmarketing für die Jahre 2018 und 2019 auf die Förderung und Ideen der RadKULTUR zurückgreifen, einem Programm des Landes Baden-Württemberg. Es gab Veranstaltungen wie die Radsternfahrt, Stadtradeln, Pedelec-Testtag, Lastenrad-Infotag, aber auch die Abstandskampagne (mit Warnwesten, Busheckbeklebung, Pressearbeit und  Hinweisschilder) sowie dem Lastenradlieferservice vom Wochenmarkt. Die Gesamtkosten von 75.000 Euro wurden mit rund 43.000 vom Land Baden-Württemberg gefördert.

Die verschiedenen Radverkehrsprojekte werden regelmäßig mit Vertreterinnen und Vertretern der Radverbänden (Allgemeine Deutscher Fahrradclub ADFC und Verkehrsclub Deutschland VCD) abgestimmt.

Quelle: Stadt Esslingen am Neckar am 11.12.2018

Baden-Württemberg: Kreisstraße zwischen Sinzheim und Müllhofen nun mit breiten Fahrradweg

Die rundum erneute Kreisstraße verbindet Sinzheim mit dem Ortsteil Müllhofen und ist mit einem breiten Fahrradweg ausgestattet. Zur Eröffnung kamen Vertreter des Landratsamtes, der Gemeinde Sinzheim und der Baufirmen. Darunter auch Bürgermeister Erik Ernst und Landrat Jürgen Bäuerle, der die Geduld der Anwohner während der fünf-monatigen Vollsperrung besonders positiv hervorhob. Seit vielen Jahren stand der Lückenschluss zwischen den Ortsteilen ganz oben auf der Wunschliste der Gemeinde. Auf dem brandneuen 960 Meter langen und 2,50 Meter breiten Radweg können Anwohner nun sicher mit dem Fahrrad in alle Ortsteile gelangen.

Die Hälfte der Kosten trugen Bund und Land: Nach intensiver Diskussion und Planung wurde das Vorhaben 2011 in das Investitionsprogramm aufgenommen. Der Bauverlauf war vorbildlich, denn die notwendige Vollsperrung fiel einen Monat kürzer aus als ursprünglich geplant. Die Gesamtkosten der Erneuerung beliefen sich auf 900.000 Euro. 

Quelle: AGFK Baden-Württemberg am 13.12.2108

Bayern: Maßnahmenkarten für den Radverkehr in München veröffentlicht

Die Verbesserungsmaßnahmen im Überblick: Die Landeshauptstadt München baut die Infrastruktur für den Radverkehr kontinuierlich aus. Welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden und was an neuen Radwegen, Markierungen oder Abstellanlagen geplant ist, zeigen zwei Karten, die Sie unten auf dieser Seite zum Download finden.

Die erste Karte gibt einen Überblick über die zentralen Maßnahmen zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur. Die Stabsstelle Radverkehr hat diese gemeinsam mit dem Baureferat, dem Kreisverwaltungsreferat sowie dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung zusammengestellt. 2017 umgesetzte Radverkehrsprojekte werden ebenso dargestellt wie laufende Projekte und Planungen. Die Karte wird ein bis zwei Mal im Jahr aktualisiert.

Die zweite Karte visualisiert die Fahrradstraßen in München und zeigt auf, wie sich diese im Stadtgebiet verteilen. Neu hinzukommende Fahrradstraßen werden samt Angaben zu Lage, Verlauf und Länge jährlich von der Stabsstelle Radverkehr und dem Kreisverwaltungsreferat aktualisiert und ergänzt.

Beispiele: Fahrradstreifen in der Herzog-Heinrich-Straße, Pilotprojekt Clemensstraße: Größere Piktogramme für mehr Sichtbarkeit, Pilotprojekt Clemensstraße: Neue Seitenstreifen, Radverkehr jetzt bevorrechtigt

Hintergrund: In München steigt der Radverkehr kontinuierlich an. Sogar im Winter treten noch viele Menschen in die Pedale. Das macht sich im Straßenbild bemerkbar: Mittlerweile hat der Radverkehr einen Anteil von 18 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen erlangt. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wird die Infrastruktur an vielen Stellen im Stadtgebiet verbessert und weiter ausgebaut. Weil das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an den Radverkehrsprojekten groß ist, wurde eine Gesamtschau mit räumlicher Verortung erstellt.

Downloads: Zentrale Maßnahmen zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur (PDF, 10 MB), Fahrradstraßen in München (Stand: Dezember 2018) (PDF, 2 MB)

Quelle: Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Stabsstelle Radverkehr der Landeshauptstadt München am 20.12.2018

Bayern: Wieder zwei neue Streifen für Radfahrer in Augsburg

Neues aus der Fahrradstadt: Neue Radfahrstreifen In Lechhausen und in der Innenstadt sorgen für eine deutliche Verbesserung. In der Neuburger Straße und in der Viktoriastraße können sich Radler jetzt sicherer durch den Verkehr bewegen.

Entlang der Neuburger Straße zwischen Schlössle und Lech sind nun beidseitig Radfahrstreifen in der Regelbreite von 1,85 Metern vorhanden. Dem Kfz-Verkehr steht jeweils eine durchgehende Fahrspur zur Verfügung. Stadteinwärts verläuft ein Radfahrstreifen zwischen der Widderstraße und der Lützowstraße, stadtauswärts erfolgte der Lückenschluss zwischen der Elisabethstraße und der Blücherstraße.

Haltelinien für Radler nach vorne verlegtZusätzlich wurde in der Blücherstraße bis zur Kreitmayrstraße der vorhandene, aber nicht mehr zeitgemäße Radweg auf dem Hochbord in einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn umgewandelt. An den Einmündungen Blücherstraße stadtauswärts sowie Schillstraße und Lützowstraße stadteinwärts wurden die Haltelinien für den Radverkehr gegenüber denen des KfZ-Verkehrs um rund drei Meter nach vorne verlegt.

Die Planung des Radfahrstreifens ist in enger Abstimmung mit den Vertretern im Stadtteilarbeitskreis Lechhausen erfolgt. Sie beruht zudem auf den Ergebnissen des "Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts" (ISEK) für Lechhausen. Die Reduzierung des Durchgangsverkehrs wurde hier als Ziel genannt. Mit der umgesetzten Lösung wird die Erreichbarkeit des Stadtteilzentrums sichergestellt. Der Parkraum für die Kurzzeitstellplätze bleibt erhalten.

Neuerungen in der Innenstadt: Ebenfalls im Rahmen des Projekts Fahrradstadt wurde auf der Westseite der Viktoriastraße zwischen Frölich- und Prinzregentenstraße ein Radfahrsteifen auf der Fahrbahn markiert. Der bisherige Geh- und Radweg steht nun vollständig den Fußgängern zur Verfügung. Für den Kfz-Verkehr verbleibt eine überbreite Fahrspur. Die jetzt umgesetzte Lösung entzerrt die Verhältnisse zwischen allen Verkehrsteilnehmern deutlich und sorgt durch die verbesserten Sichtverhältnisse an der Tiefgaragenzufahrt für mehr Sicherheit.

Quelle: Stadt Augsburg am 11.12.2018

Bayern: Zwischenbericht zum Radverkehrskonzept in Passau - Externes Fachbüro legt erste Ergebnisse vor

Zur spürbaren Förderung des Radverkehrs in Passau kam der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr im Februar mit der Verwaltung überein, ein externes Fachbüro für Radverkehrsplanung mit der Aufstellung eines aktualisierten Radverkehrskonzepts zu beauftragen. In der heutigen Sitzung wurde ein erster Zwischenbericht vorgestellt.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: "Es ist uns ein großes Anliegen, den Radverkehr in unserer Stadt weiter voranzubringen. Dementsprechend nimmt dieser eine zentrale Rolle im Verkehrsentwicklungsplan ein. Insbesondere in Städten erschöpfen sich entsprechende Projekte aber nicht ausschließlich im Bau von Radwegen. Mit der Schaffung einer adäquaten Infrastruktur ist immer auch die Intention verbunden, grundsätzlich ein fahrradfreundliches Klima zu erzeugen beziehungsweise zu stärken."

In einem ersten Schritt widmete sich das Fachbüro der Netz- und Problemanalyse. Neben der Sichtung der vorhandenen Datenbasis war dabei die Befahrung des Radverkehrsnetzes, das etwa 200 Kilometer umfasst, zentral, um Eindrücke von der Wegeinfrastruktur und den vorhandenen Abstellmöglichkeiten zu gewinnen. Anhand einer tabellarischen Dokumentation wird der Handlungsbedarf für verschiedene Bereiche und Konfliktstellen konkretisiert. In die Überlegungen werden auch die Ergebnisse der ersten Sitzung des Arbeitskreises Radverkehr miteinbezogen. Dazu zählen etwa die eventuelle Einrichtung weiterer Flussquerungstrassen, die Durchfahrt durch die Innenstadt sowie Rad- und Fußverkehr auf gemeinsamen Flächen. Dem Arbeitskreis gehören neben der Stadt Passau das Staatliche Bauamt, der ADFC, VCD und weitere Gutachter an. Zielsetzungen sind eine anforderungsgerechte und sichere Infrastruktur zum Radfahren mit ausreichend Radparkplätzen sowie attraktive Angebote im Bereich Service und Dienstleistungen. Das daraus resultierende positive Fahrradklima soll zu einer merklichen Steigerung des Radverkehrsanteils führen. Beispielhafte Maßnahmen werden in der nächsten Arbeitskreissitzung präsentiert.

Für das kommende Jahr hat die Stadt Passau bereits die Umsetzung einiger Vorhaben eingeplant. In Angriff wird unter anderem der zweite Abschnitt des Geh- und Radwegs auf der Ries zwischen Pramöd und Neureut genommen, eine weitere Verlängerung erfolgt 2020. Darüber hinaus wird am Ilzsteg der Belag erneuert und an der Steinbachstraße zwischen Kreisverkehr und Straßenmeisterei Richtung Neustift ein Schutzstreifen markiert.

Quelle: Stadt Passau am 04.12.2018

Bayern: Ammer-Amper-Radweg ab 1.1.2019 4-Sterne ADFC-Qualitätsroute - Neue Radfahrerserviceeinrichtungen in Fürstenfeldbruck

Aufmerksame Bürger haben sie bestimmt schon entdeckt: die neuen Informationsstelen und Luftpumpen für den Radverkehr. Die Stadt leistet damit einen weiteren Beitrag zur Radverkehrsförderung und unterstützt sowohl Freizeit- als auch Alltagsradler auf ihren Fahrten.

Von der neuen Informationstafel vor der Sparkasse (im Bereich zwischen den Fußgängerampeln) und am Kloster (neben der E-Bike-Ladesäule) können sich Touristen, aber auch Brucker Bürger ab sofort für Radtouren in der Brucker Umgebung inspirieren lassen. Ein weiterer Standort wird noch am Bahnhof (neben dem Fußgängerüberweg) entstehen. Die Tafeln dort werden – sobald es die Witterung zulässt – durch den Bauhof montiert.

Grundlage für die Tourenvorschläge rings um Bruck sind die Karte des Landratsamtes "Freizeit & Fahrrad im Landkreis Fürstenfeldbruck" sowie Auszüge aus den zugehörigen Tourenbeschreibungen, die die Stadt freundlicherweise verwenden durfte.

An den Standorten Bahnhof und Sparkasse gibt es nun außerdem Informationen zum Ammer-Amper-Radweg (AAR). Am Kloster-Standort war bereits eine Karte zum AAR vorhanden.

Da Fürstenfeldbruck nahezu in der Mitte dieses Radfernweges liegt, bietet es sich an, von hier aus ein Teilstück (zum Beispiel Richtung Ammersee) zu befahren. Fahrradtouristen, die auf ihrer Tour in Fürstenfeldbruck Station machen, erhalten zudem einen Vorschlag für einen Stadtrundgang und Tipps zu Sehenswürdigkeiten.

Vor der Sparkasse und am Kloster sind im Zuge der Errichtung der Informationstafeln auch öffentliche Fahrradluftpumpen montiert worden. Diese sind mit einem dualen Pumpenkopf ausgestattet, so dass sie eigentlich für alle gängigen Ventile verwendet werden können.

Am Bahnhof Fürstenfeldbruck wird eine Rad-Servicestation errichtet. An dieser finden die Radfahrer neben einer Luftpumpe auch noch ein paar nützliche Werkzeuge, um kleinere Reparaturen vornehmen zu können. Diese Station wird voraussichtlich in den nächsten Wochen ebenfalls in der Nähe des Fußgängerüberwegs errichtet.

Ammer-Amper-Radweg hat 4-Sterne-Zertifizierung: Übrigens darf der Ammer-Amper-Radweg ab 1. Januar 2019 die Auszeichnung als 4-Sterne ADFC-Qualitätsroute tragen – als einziger in Oberbayern. Maximal fünf Sterne sind möglich. Die offizielle Übergabe der Urkunde findet im neuen Jahr statt. Bewertet werden bei der Zertifizierung die Wegbreite, Oberfläche, Wegweisung, Routenführung, Verkehrssicherheit, touristische Infrastruktur, Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und das Marketing für den Radfernweg.

Um den Ammer-Amper-Radweg zielgruppenspezifisch bewerben zu können, wird die touristische Arbeitsgruppe "Münchner Umland" mit den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Dachau und Freising erstmals auf der Messe CMT Rad- und Erlebnisreisen am 12./13. Januar 2019 in Stuttgart vertreten sein.

Und es gibt ein weiteres Bett+Bike Hotel in Fürstenfeldbruck: Neben dem Hotel Post hat seit diesem Sommer auch das Hotel Fürstenfelder die Bett+Bike-Zertifizierung erhalten. Eine Luftpumpe gibt es nun nicht nur im Rathausinnenhof und vor der Sparkasse, sondern auch an der Straße Am Engelsberg.

Quelle: Stadt Fürstenfeldbruck am 10.12.2018

Berlin: Machbarkeitsstudie für Teilabschnitt des Projektes Radbahn geplant

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz 2019 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um die verkehrsplanerische und verkehrstechnische Umsetzbarkeit für ein Teilstück des Projektes Radbahn in Kreuzberg zu ermitteln. Untersucht wird das Teilstück der Radbahn zwischen Kottbusser Tor im Westen und dem Schlesischen Tor im Osten. Das Projekt Radbahn ist eine Initiative des Vereins paper planes e.V., der das Konzept für einen durchgängigen Radweg vom Bahnhof Zoo bis zur Warschauer Straße vorgelegt hat.

Der größte Teil der Radbahn verläuft überdacht unter der Hochbahnlinie U1 und liegt damit mittig zwischen den Fahrspuren des Autoverkehrs. Das Projekt ist aufgrund der zahlreichen Straßenkreuzungen unter der Hochbahn verkehrstechnisch hochkomplex und anspruchsvoll. Im Mittelpunkt der Machbarkeitsstudie steht daher die Frage, wie Kreuzungen und Einmündungen gestaltet werden können, an denen die Radbahn den Autoverkehr kreuzt. Dabei geht es auch darum, wie die Steuerung der Ampeln geregelt werden kann.

Die Machbarkeitsstudie wird insbesondere (verkehrstechnische) Varianten darstellen, zu denen auch Kostenschätzungen durchgeführt werden. Die Machbarkeitsstudie soll exemplarisch für eine Teilstrecke die Grundlagen liefern, unter welchen Voraussetzungen das ambitionierte Projekt umgesetzt werden kann.

Matthias Heskamp, 1. Vorsitzender von paper planes e.V. – Team Radbahn Berlin: "Wir sind sehr erfreut über die Entscheidung der Senatsverwaltung. Eine verkehrstechnische Untersuchung der Machbarkeit ist der nächste wichtige Schritt, um das Projekt voranzubringen, und spiegelt die bisher sehr konstruktive Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und der Verwaltung wieder."

Bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie werden unter anderem der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, die BVG und die Verkehrslenkung Berlin (VLB) sowie paper planes e.V. als konzeptioneller Ideengeber eingebunden. Die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie soll im zweiten Quartal 2019 erfolgen.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 03.12.2018

Bremen: Umsetzung von Tempo 30 vor Schulen und Kitas beginnt - Amt für Straßen und Verkehr lässt die ersten Beschilderungen aufbauen

Die Umsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 vor Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen in Bremen beginnt in wenigen Tagen. Grundlage für die Umsetzung sind einerseits der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2015 sowie die Novellierung der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 2016, wonach Tempo 30 bei Schulen und Kindergärten, aber auch Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen als gesetzliche Regelgeschwindigkeit anzuordnen ist. Nach eingehender Prüfung über das gesamte Stadtgebiet verbleiben insgesamt 178 Einrichtungen, für die sich die Anwendung der Neuregelung anbietet. In einer ersten Stufe wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit vor 68 Einrichtungen im Stadtgebiet umgesetzt. Zuvor wurden die Stadtteilbeiräte beteiligt. Die für die Umsetzung vorgesehenen Örtlichkeiten gelten als unkritisch, da hier keine negativen Auswirkungen durch Ausweichverkehre in Wohngebiete oder auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu erwarten sind.

Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, begrüßte die Umsetzung ausdrücklich: "Es ist gut, dass wir die Herabsetzung der Geschwindigkeit an diesen Punkten in der Stadt jetzt durchführen. Hier geht es in erster Linie um Sicherheit für die allerschwächsten Verkehrsteilnehmer, das sind Kinder sowie alte und kranke Menschen." Zugleich zeigte Lohse aber auch Verständnis für die sorgfältige Prüfung. "Bei den abzuwägenden Zielkonflikten hat eine sehr konstruktive Zusammenarbeit mit den Beiräten und der BSAG stattgefunden."

Die Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung geben vor, dass innerhalb geschlossener Ortschaften die Geschwindigkeit im unmittelbaren Bereich von an Straßen gelegenen Einrichtungen dieser Art in der Regel auf Tempo 30 Stundenkilometer zu beschränken ist, soweit die Einrichtungen über einen direkten Zugang zur Straße verfügen oder im Nahbereich der Einrichtungen starker Ziel- und Quellverkehr mit all seinen kritischen Begleiterscheinungen vorhanden ist. Das ist zum Beispiel der Fall bei:

  • Bring- oder Abholverkehr mit vielfachem Ein- und Aussteigen,
  • erhöhter Parkraumsuchverkehr,
  • häufige Fahrbahnquerungen durch Fußgänger,
  • Pulk-Bildung von Radfahrern und Fußgängern.

Im Ausnahmefall kann auf die Absenkung der Geschwindigkeit verzichtet werden, wenn ein Ausweichen von Verkehren in das Wohnumfeld oder relevante Auswirkungen auf den ÖPNV-Taktfahrplan zu befürchten sind. In der weiteren Prüfung wird daher aktuell vor 107 Einrichtungen im Stadtgebiet die Umsetzbarkeit dahingehend geprüft, ob im Falle einer Geschwindigkeitsreduzierung negative Auswirkungen auf den ÖPNV zu erwarten sind. Die Kosten für die Umsetzung der ersten Stufe belaufen sich auf 16.000 Euro. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.

Quelle: Senat Bremen am 28.12.2018

Hessen: Lahn-Dill-Kreis erarbeitet "Schülerradroutennetz"

Wie kann es gelingen, Schüler und ihre Eltern davon zu überzeugen, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren? Das ist die zentrale Frage, der sich im Moment das Mobilitätsmanagement des Lahn-Dill-Kreises stellt. Gemeinsam mit einem externen Planungsbüro und der Unterstützung des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement (Träger ivm GmbH, Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) geht es aktuell darum, das sogenannte Schülerradroutennetz zu erstellen.

Jana Schönemann, Mobilitätsmanagerin des Lahn-Dill-Kreises zu den Zielen des Projekts: "Wir wollen das Verkehrsmittel Fahrrad als Fortbewegungsmittel zur Schule stärken. Mit der Erarbeitung eines Schülerradroutennetzes ist das Ziel verbunden, besonders qualitätsgesicherte Wegeverbindungen zwischen Wohngebieten und Schulen zu schaffen. Dabei stehen die besonderen Sicherheitsanforderungen von Kindern und Jugendlichen stets im Mittelpunkt."

Das Schülerradroutennetz: Die Idee ist einfach: Ausgehend von den Schulstandorten der insgesamt 24 weiterführenden Schulen im Lahn-Dill-Kreis werden möglichst sichere Routen für den Schulweg mit dem Rad ermittelt und zukünftig über den Hessischen Schülerradroutenplaner online zur Verfügung gestellt. "Die Routen werden auf der bestehenden Radinfrastruktur ausgewiesen und um Aufmerksamkeitspunkte ergänzt, die auf besondere Verkehrssituationen hinweisen", erläutert Stefanie Hartlep, Projektleiterin für das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement.

Mit dem Projekt sollen möglichst sichere und auch für die Schülerinnen und Schüler nutzbare Routen empfohlen werden. Daher werden bei der Entwicklung der Routen auch über Schulprojekttage diejenigen beteiligt, die den Schülerradroutenplaner nutzen – die Schülerinnen und Schüler. Zunächst werden geeignete Routenvorschläge durch ein Verkehrsplanungsbüro erarbeitet, das dann gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrern, Polizei und den Städten und Gemeinden im Lahn-Dill-Kreis abgestimmt werden. Die so qualitätsgesicherten und abgestimmten Routen werden anschließend durch die ivm unter www.schuelerradrouten.de im Schülerradroutenplaner veröffentlicht. Vorbild ist das Projekt aus der Region Frankfurt RheinMain: Hier sind aktuell 240 weiterführende Schulen an das Schülerradroutennetz angeschlossen. Ziel des Landes Hessen ist es, bis Ende 2021 alle weiterführenden Schulen Hessens an das Schülerradroutennetz anzubinden.

Schulisches Mobilitätsmanagement: Die Erarbeitung von Schülerradroutennetzen ist ein zentraler Baustein des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement. Unter dem Motto "Besser zur Schule" bietet das Fachzentrum aktive Unterstützung für Schulen, Schulträger und Kommunen an Maßnahmen für ein umfassendes Schulisches Mobilitätsmanagement zu erarbeiten und umzusetzen. Ziel ist die Förderung einer eigenständigen und sicheren Mobilität von Schülerinnen und Schülern.

Der Lahn-Dill-Kreis leistet mit diesem Projekt, das rund neun Monate dauern soll, seinen Beitrag zum schulischen Mobilitätsmanagement. Einerseits soll der Radverkehrsanteil erhöht und andererseits die eigenständige und sichere Mobilität von Kindern und Jugendlichen gefördert werden. Letztlich leistet jede Strecke, die mit dem Rad, anstatt einem Auto oder Bus zurückgelegt wird, einen Beitrag zum Schutze des Klimas.

Darüber hinaus ist das Projekt für alle Beteiligten ein Gewinn, denn im Zuge der Aktivitäten finden Akteure aus Verkehrs- und Schulwelt zusammen und bauen nachhaltige Kommunikationswege auf, die später für weitere Projekte zum Thema Schule und Mobilität genutzt werden können.

Quelle: Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain am 12.12.2018

Hessen: 840.000 Euro für Rad- und Gehweg in Bad Vilbel

Mit rund 840.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Bad Vilbel beim Neubau eines Rad- und Gehweges. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al‑Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben des Projektes belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro.

Zu den Baumaßnahmen: Der rund ein Kilometer lange Weg verläuft in einer Grünanlage des zukünftigen Wohn- und Gewerbegebietes "Quellenpark". Dieser wird 5,5 Meter breit ausgebaut, wobei ein taktiler Streifen den drei Meter breiten Radweg vom 2,5 Meter breiten Gehweg trennt.

Zusätzlich wird das Neubaugebiet über fünf weitere Wege angeschlossen, die als gemeinsame Geh- und Radwege in einer Breite von drei Meter angelegt werden. Um den Rollwiderstand für mobilitätseingeschränkte Personen gering zu halten, soll für die Gehwege Pflaster mit schmalen Fugen verwendet werden.  

An elf Standorten sind Rastplätze mit Bänken und Tischen geplant. Zusätzlich werden Stellplätze für 50 Fahrräder eingerichtet. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im August 2019 abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 19.12.2018

Hessen: Land fördert Fuß- und Radwegeanalyse für Kirchheim

Mit 18.700 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Kirchheim bei der Durchführung einer Fuß- und Radwegenetzanalyse. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 25.000 Euro.

Kirchheim gehört zur Urlaubsregion "Rotkäppchen-Land". Die Gemeinde ist an die überörtlichen Radwege R 11 und R 18 angebunden, die auch von Radtouristen häufig genutzt werden. Durch die nahegelegenen Autobahnen überschneiden sich einige Radwege mit stark befahrenen Straßen, diese Mängel sollen im Rahmen der Wegenetzanalyse untersucht werden. Darauf aufbauend werden Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Rad- und Gehwege zwischen den einzelnen Ortsteilen Kirchheims ausgearbeitet.

Hintergrund: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 18.12.2018

Hessen: Ersatzneubau - 152.000 Euro für Werrabrücke in Witzenhausen

Mit 152.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Witzenhausen bei der Planung eines Ersatzneubaus der Rad- und Fußgängerbrücke über die Werra. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Planungskosten des Projekts belaufen sich auf 190.000 Euro. 

Die Rad- und Fußgängerbrücke stellt eine wichtige Verbindung vom Ortsteil Unterrieden zur Kernstadt her. Der Werratal-Radweg, der Herkules-Wartburg-Radwanderweg und die Meißner-Radrundtour führen ebenfalls über die Werrabrücke. Aufgrund ihres maroden Zustands ist die Brücke seit August gesperrt, die Umleitung erfolgt über die B 80 und B 451 und bedeutet einen erheblichen Umweg. Ein Neubau ist deshalb dringend erforderlich.

Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität. Neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs können auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 17.12.2018

Hessen: Zuschuss für neue Radroute in Kirchheim

Mit rund 170.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Kirchheim bei der Verlegung der innerstädtischen Radroute. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 230.000 Euro.

Derzeit wird der Radverkehr durch Kirchheim über die Bundesstraße B 454 sowie die Industriestraße geleitet. Geplant ist die Verlegung an den westlichen Ortsrand: Zukünftig soll die Route von der Bahnhofstraße über die Gershäuser Straße und einen Feldweg nach Kleba verlaufen.  

Auf diese neue Strecke werden auch die Radwege R 11 und R 18, der Radweg Deutsche Einheit, die D-Netz Route 4 (Mittelland), die Rundroute BahnRadFluss (GrimmHeimat mit Genuss) sowie der Bahnradweg Rotkäppchenland verlegt.  

Die Bauarbeiten für diesen ersten Bauabschnitt sollen voraussichtlich im Juni 2019 beginnen und im Dezember abgeschlossen sein.  Für den zweiten Bauabschnitt wird der Verlauf der neuen Radroute zwischen Bahnhofstraße und nördlichem Ortseingang geplant, diese Leistungen werden ebenfalls bezuschusst.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 17.12.2018

Hessen: Land bezuschusst Gemeinde Schrecksbach für Lückenschluss des Schwalmradwegs

Mit 160.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Schrecksbach bei der Finanzierung eines Lückenschlusses des Radfernweges R 4, der sich in Teilen mit dem Schwalmradweg überschneidet. Finanziert werden dabei die Planung und der Ausbau. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 200.000 Euro. Schwerpunktmäßig dient die Maßnahme der Verbesserung des Fernradweges R 4 bzw. des Schwalmradweges. Für diese Radrouten wird auf einem Wirtschaftsweg eine durchgängig asphaltierte Trasse hergestellt und die Radtour wird sicherer und entspannter.

Richtlinie Nahmobilität: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 14.12.2018

Hessen: Land fördert Radwegeanalyse und Querungshilfe für Malsfeld

Mit 27.600 Euro unterstützt das Land die Gemeinde Malsfeld bei der Finanzierung einer Rad- und Gehwegeanalyse sowie dem Bau einer Querungshilfe. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Für die Analyse werden 7.500 Euro gewährt, die Querungshilfe wird mit 20.100 Euro gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 46.000 Euro.

Den Rad- und Fußverkehr besser anbinden: Bei der Analyse geht es um die Verbindung von Rad- und Gehwegen untereinander und deren Nutzung - sowohl innerörtlich als auch zwischen den Ortsteilen. Der Fokus liegt auf den Wegen zwischen Ostheim und dem Gewerbegebiet, hier soll der Rad- und Fußverkehr besser angebunden werden.

Die Querungshilfe befindet sich in der Nähe der Malsfelder Werkstätten bei einer Bushaltestelle, sie wird barrierefrei ausgebaut.

Hintergrund: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 13.12.2018

Hessen: Zuschuss für Radwegeplanung in Hatzfeld (Eder)

Mit 34.500 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Hatzfeld (Eder) bei der Planung einer Radwegeanbindung an den Radfernweg 8. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 46.000 Euro.

Die touristische Infrastruktur verbessern

Bei der Planung geht es um einen 750 Meter langen Rad- und Gehweg, der den Hatzfelder Stadtteil Holzhausen an den Hessischen Radfernweg 8 anbinden soll. Mit dem neuen Radweg will die nordhessische Stadt die touristische Infrastruktur verbessert werden.  

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 13.12.2018

Hessen: 11.000 Euro für Radwegekonzept Söhrewald und Lohfelden

Mit rund 11.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinden Söhrewald und Lohfelden bei der Erstellung eines Radwegekonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 15.000 Euro.

Neue und optimierte Radrouten nach Kassel

Bei dem Radwegekonzept geht es den beiden Gemeinden um neue und optimierte Radrouten nach Kassel. Ziel ist, den Radverkehrsanteil zwischen Söhrewald, Lohfelden und der Kasseler Innenstadt zu steigern. Außerdem soll mit der Netzplanung eine Qualitätsverbesserung des Radverkehrs erreicht werden.

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 06.12.2018

Hessen: Zuschuss zu Radwegekonzept Berkatal

Mit 7.800 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Berkatal bei der Erstellung eines Radwegekonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit drei Viertel der Gesamtkosten von 10.500 Euro. 

Die Gemeinde Berkatal strebt ein zusammenhängendes Radwegenetz an. Das Land Hessen fördert Projekte, mit denen Kommunen die Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr verbessern.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 06.12.2018

Hessen: 45.600 Euro für Radwegekonzepte im Kreis Waldeck-Frankenberg

Mit zusammen 45.600 Euro unterstützt das Land Hessen den Rad- und Fußverkehr im Kreis Waldeck-Frankenberg. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit.

  • 18.700 Euro gehen an die Stadt Frankenberg zur Erstellung eines Rad- und Fußwegekonzepts,
  • 18.900 Euro an die Stadt Diemelstadt für ein Radwegekonzept. Das Land trägt dabei jeweils den Großteil der Kosten.
  • Weitere 8.000 Euro erhalten die Städte Gemünden und Frankenau sowie die Gemeinde Haina, die ein gemeinsames Radwegekonzept anstreben und Möglichkeiten für Radverbindungen zwischen den Orten erkunden lassen wollen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 10.000 Euro.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 07.12.2018

Hessen: 1,35 Mio. Euro für neuen Fuß- und Radweg in Eschwege

Mit 1,35 Mio. Euro unterstützt Hessen die Stadt Eschwege beim Ausbau der Andreas-Höhe zwischen der Landrat-Höhne-Straße und der Heubergstraße. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit rund zwei Drittel der Gesamtausgaben von 1,9 Mio. Euro. 

Die 765 Meter lange Ausbaustrecke weist Schäden in Form von Frostaufbrüchen und anderen Unebenheiten auf. Ein durchgehender Geh- und Radweg zur Heubergstraße fehlt. Die Fahrbahn wird nun in einer Breite von 6,5 Metern erneuert und um einen 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg ergänzt. Dabei wird auch die Brücke über die Bundesstraße 452 erneuert. 

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im August 2019 und sollen im Mai 2020 abgeschlossen sein. Im Jahr 2007 hat das Land Hessen bereits den Ausbau der Andreas-Höhe zwischen der Landrat-Höhne-Straße und der Landesstraße 3424 mit 270.400 Euro gefördert. 

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 07.12.2018

Hessen: Land Hessen fördert Ersatzneubau einer Fuß- und Radbrücke zwischen den Frankfurter Stadtteilen Riederwald und Fechenheim

Mit rund 2.6 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Frankfurt am Main beim Ersatzneubau der Lahmeyerbrücke. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 6,17 Millionen Euro. 

Die Lahmeyerbrücke in Frankfurt-Fechenheim, erbaut 1909, überspannt drei Gleise der Eisenbahnstrecke Frankfurt Süd – Aschaffenburg, vier Gleise der städtischen Hafenbahn und eine Straßenzufahrt zum Hafengelände. Sie verbindet die Stadtteile Riederwald und Fechenheim und stellt den Zugang zur Straßenbahn auf der Hanauer Landstraße her. 

Das Bauwerk, ursprünglich eine Eisenbahnüberführung der Hafenbahn, wird seit 2007 als Geh- und Radwegbrücke genutzt. Aufgrund seines schlechten baulichen Zustands ist nun ein Ersatz vorgesehen.

Zu den Baumaßnahmen: Die neue Brücke wird eine rund 140 Meter lange Verbundkonstruktion mit einem Hohlkastenträger aus Stahl und einer Fahrbahnplatte aus Stahlbeton. Zwischen ihren Geländern steht dem Rad- und Gehweg eine Breite von gut vier Meter zur Verfügung. Die Brücke wird auf der Südseite von der Hanauer Landstraße aus durch eine barrierefreie Rampe erschlossen, außerdem durch eine Treppe. Im Norden erfolgt die Anbindung über einen Geh- und Radweg zur Harkort- und Iselinstraße. 

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Mai 2019 und sollen im Oktober 2020 abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 04.12.2018

Hessen: Neubau einer Brücke über die Fulda bei Blankenheim im Zuge des hessischen Radfernwegs R 1

Die Stadt Bebra erneuert die rund 70 Meter lange Brücke über die Fulda bei Blankenheim. Das Land Hessen unterstützt sie dabei mit 864.900 Euro. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 2.715.000 Euro. 

Die bestehende, aus dem Jahr 1930 stammende, Brücke ist nur noch für Fahrzeuge bis zu 3 Tonnen zugelassen und die Fahrbahn ist nur drei Meter breit. Der geplante Ersatzneubau wird neben einer uneingeschränkten Tragfähigkeit eine Fahrbahnbreite von 4,5 Meter aufweisen.

Die Bauarbeiten sollen im August 2019 beginnen und im Dezember 2020 abgeschlossen sein. Hessen beteiligt sich an den Kosten für die neue Brücke, weil der hessische Radfernweg R 1 darüberführt.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 05.12.2018

Hessen: Querungshilfe für Radfahrer und Fussgänger an K160 bei Büttelborn

Mit rund 440.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Kreis Groß-Gerau beim Ausbau der Kreisstraße 160 zwischen Büttelborn und Groß-Gerau-Berkach. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 634.000 Euro.

Zu den Baumaßnahmen: Die Fahrbahn in dem rund 550 Meter langen Ausbauabschnitt zwischen der Mainzer Straße in Büttelborn und der Brücke über die Bahnlinie ist in einem schlechten baulichen Zustand, sie weist Risse und Spurrinnen auf. Unter Beibehaltung der bisherigen Breite von 5,5 bis 5,7 Meter wird die Fahrbahn vollflächig aufgebrochen und mit einem verstärkten Aufbau wiederhergestellt. 

Um die parallel verlaufende Kreisradroute 16 für Radfahrer und Fußgänger sicherer und attraktiver zu gestalten, wird am Ortseingang von Büttelborn eine Querungshilfe eingerichtet. Diese soll auch die Geschwindigkeit der in den Ort fahrenden Autos reduzieren. Die Bauarbeiten erfolgen unter Vollsperrung. Sie beginnen voraussichtlich im Mai 2019 und sollen im Dezember abgeschlossen sein. Eine Umleitung wird eingerichtet und ausgeschildert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 04.12.2018

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg-Lückenschluss an der B104 zwischen Sponholz und Canzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)

Zwischen Sponholz und Canzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist entlang der Bundesstraße 104 ein straßenbegleitender Geh- und Radweg geplant. Die Gesamtlänge beträgt ca. 15 Kilometer. Die B 104 führt in diesem Abschnitt durch mehrere Orte, u.a. die Gemeinde Cölpin. Diese erhält vom Infrastrukturministerium 23.600 Euro Fördermittel für ihren Anteil am neu zu bauenden Geh- und Radweg.

Entlang der Ortsdurchfahrt Cölpin besteht bereits beidseitig der Fahrbahn in Abhängigkeit von der vorhandenen Bebauung ein gemeinsamer Geh- und Radweg. Der neu geplante gemeinsame Geh- und Radweg wird daran angeschlossen. Am Bau dieser jeweils ca. 100 Meter langen innerörtlichen Anbindebereiche am Orts-ein- und -ausgang muss sich die Gemeinde mit 50 Prozent für die Erschließung des Gehwegs beteiligen. Die restlichen 50 Prozent für die Radweganbindung trägt das Land als Straßenbaulastträger.

Derzeit befindet sich der zweite Bauabschnitt vom Ortsausgang Pragsdorf bis zum Ortseingang Cölpin mit einer Länge von ca. 2,5 Kilometern im Bau. Die Kosten dafür sind mit  ca. 675.000 Euro veranschlagt. Davon übernimmt die Gemeinde die Kosten für die Gehweg-erschließung in den Anbindebereichen. Die restlichen Kosten trägt das Land.

Der dritte Bauabschnitt zwischen Ortsausgang Cölpin und Ortseingang Alt Käbelich ist für 2020/21 geplant. Bereits vorher, 2019/2021, soll der vierte Bauabschnitt vom Ortsausgang  Alt Käbelich bis nach-Canzow umgesetzt werden.

Die Förderung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens von ca. 3.100 Kraftfahrzeugen pro Tag ist die Einrichtung des straßenbegleitenden Radwegs für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 21.12.2018

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg zwischen Richtenberg und Müggenhall (Landkreis Vorpommern-Rügen) freigegeben

Der straßenbegleitende Radweg an der Landesstraße L 192 (Landkreis Vorpommern-Rügen) wurde am 20.12.2018 feierlich durch Verkehrsminister Christian Pegel für den Verkehr freigegeben.

Der 2,50 Meter breite Asphaltradweg beginnt an der L 192 am Kreisel nördlich von Müggenhall und endet am Ortseingang Richtenberg. Der rund 960 Meter lange Radweg wurde in einer Bauzeit von knapp fünf Monaten errichtet. Die Kosten in Höhe von rund 390.000 Euro trägt das Land M-V aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms für Radwege an Landesstraßen. Durch den Neubau wird die letzte Radweglücke an der L 192 im Bereich Richtenberg geschlossen.

Bisher mussten Radfahrende hier die L 192 nutzen. Durch das Verkehrsaufkommen von etwa 3.900 Kraftfahrzeugen pro Tag, die geringe Straßenbreite von sechs bis 6,20 Metern sowie dem dichten Alleebaumbestand war diese Strecke nicht fahrradtauglich. Der neue Radweg schließt eine weitere Lücke auf dem Rundweg um den Richtenberger See und erhöht die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 19.12.2018

Nordrhein-Westfalen: Finale im Foto-Wettbewerb BahnRadweg im Kreis Viersen

Bis zum 15. Januar 2019 online für das Sieger-Motiv abstimmen: Der Kreis Viersen sucht das Titelfoto für die Neuauflage der Broschüre zum BahnRadweg Kreis Viersen. Sechs Fotos stehen beim Foto-Wettbewerb in der finalen Auswahl. Über folgenden Link kann jeder für sein Lieblingsmotiv abstimmen: www.kreis-viersen.de/bahnradweg. Der Wettbewerb endet am 15. Januar 2019. Die Themen-Radroute führt auf ehemaligen Bahntrassen durch alle neun Städte und Gemeinden.

Der Kreis Viersen hatte den Foto-Wettbewerb im September 2018 gestartet. Daraufhin konnten die Teilnehmer ihren Fokus auf den BahnRadweg legen. Die sechs zur Auswahl stehenden Fotos im Finale sind die Vorauswahl der Jury. "Herzlichen Dank an alle Fotografen, die ihre Bilder eingereicht haben!", sagt Sandra Sieg, stellvertretende Abteilungsleiterin "Kreisentwicklung" im Planungsamt. "Alle Teilnehmer haben uns ihre Perspektive auf den BahnRadweg deutlich gemacht."

Für die sechs verbliebenen Fotografen gibt es nun die Chance auf einen der drei Preise: Neben der Veröffentlichung des Fotos auf dem Titel der Broschüren-Neuauflage erhält der Erstplatzierte auch einen Gutschein für ein Radwochenende. Der Gewinn ist über zwei Übernachtungen inkl. Frühstück am Rhein für zwei Personen vom Anbieter 2-LAND Reisen, dem Buchungsportal für Rad- und Wanderreisen am Niederrhein. Den Gewinnern des zweiten und dritten Preises winken Gutscheine in Höhe von 100 beziehungsweise 50 Euro für neues Radequipment von Steinkes Radmarkt in Süchteln. Zudem werden auch diese Fotos in der Neuauflage der Broschüre zu sehen sein.

Hintergrund: Der BahnRadweg führt als 125 Kilometer langer Rundweg auf oder an ehemaligen Bahntrassen entlang durch alle neun Städte und Gemeinden im Kreisgebiet. Er ist mit einem grün-blauen Logo mit Schienensymbol ausgeschildert. Informationen zum Streckenverlauf und zu den Sehenswürdigkeiten:
www.kreis-viersen.de/bahnradweg

Quelle: Kreis Viersen - Der Landrat am 19.12.2018

Nordrhein-Westfalen: Förderbescheide für "Alleenweg" in Lippstadt

Das 927.300 Euro-Projekt "Alleenweg"  im Rahmen des Maßnahmenpaketes "Grüne Infrastruktur" wird zu 80 Prozent gefördert durch das Land NRW (30 Prozent) und die EU (50 Prozent) aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Maßnahmen. Konkret geht es um die Entwicklung eines Alleenweges, der über eine Strecke von 1,5 Kilometern vom Gelände Boschstraße südlich des Lippeberufskollegs und am Westrand der Bebauung bis zur Bahn verlaufen soll. Beim Alleenweg geht es um eine durchgehende, barrierefreie Verbindung von Norden nach Süden, die als Fuß- und Radweg nutzbar sein soll und unter anderem mit Sitzplätzen, einem naturnahen Spielplatz und Bereichen für Naturerleben aufgewertet werden soll. Auch für dieses Projekt ist der Startschuss in 2019 vorgesehen.

Quelle: Stadt Lippstadt am 12.12.2018

Rheinland-Pfalz: Mit Machbarkeitsstudie soll geeignete Strecke für Pendler-Radroute von Schifferstadt nach Wörth gesucht werden

Gemeinsam für den Radverkehr: Mit einer Machbarkeitsstudie wird eine geeignete Strecke für die Pendler-Radroute von Schifferstadt nach Wörth gesucht. Darauf haben sich Land und Kommunen verständigt, hat Verkehrsstaatssekretär Andy Becht bekanntgegeben. Das Land Rheinland-Pfalz, der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN), der Rhein-Pfalz-Kreis, der Landkreis Germersheim und die Stadt Speyer haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, mit der nun eine Machbarkeitsstudie für eine Pendler-Radroute zwischen Schifferstadt und Wörth auf den Weg gebracht wird.

"Wir wollen mit dieser Pendler-Radroute für unsere Bürgerinnen und Bürger eine echte Mobilitätsalternative schaffen: ein sicherer, schneller Weg, auf dem die Radfahrer Vorrang haben. Die Zahl der Radfahrer steigt und mit der weiteren Verbreitung von E-Bikes steigt auch die gefahrene Streckenlänge", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Mit der Machbarkeitsstudie wird eine geeignete Strecke für die Pendler-Radroute gefunden. Das Ziel ist, möglichst störungsarme Verbindungen im Bestand zu finden sowie geeignete Korridore für neu zu bauende Radwege zu identifizieren. Ebenso soll mit der Studie eine geeignete Stelle für eine Rheinquerung nach Baden-Württemberg gefunden werden. Das Land übernimmt 80 Prozent der Kosten der Studie.

"Eine gut ausgebaute Pendler-Radroute entlang der Rheinschiene könnte auch in Speyer dazu beitragen, den motorisierten Individualverkehr, insbesondere in Spitzenzeiten, zu reduzieren. Anschlüsse an die Städte Ludwigshafen / Mannheim sowie Germersheim und Wörth mit Radschnellwegen für die Fahrradpendler wären eine sehr sinnvolle Ergänzung des Fahrradkonzeptes der Stadt Speyer, das vom Rat der Stadt im letzten Jahr verabschiedet wurde. Langfristig können damit Pendlerströme im motorisierten Verkehr von und nach Speyer reduziert sowie Lärm und Abgase gemindert werden", sagte der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger.

"Ich freue mich, dass wir mit der Machbarkeitsstudie nun starten können. Die Entwicklung von Pendler-Radrouten, die als rheinland-pfälzische Variante des Radschnellweges hauptsächlich auf bestehenden Wegen mit etwas weniger Aufwand umgesetzt werden sollen, ist für den Landkreis Germersheim ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen, multimodalen Mobilitätsangebotes. Dabei spielt für uns aufgrund der Nähe zu Karlsruhe die Betrachtung der Rheinquerung natürlich eine besondere Rolle", sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel.

"Auf Grund der Tatsache, dass unsere Innenstädte immer häufiger unter dem zunehmenden motorisierten Individualverkehr zusammenbrechen, dies trifft insbesondere auf das Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar zu, müssen wir im Umfeld alternative Mobilitätsbausteine wie ÖPNV und Radwege verstärkt ausbauen und ggfls. erweitern. Hierzu zählen neben Bestrebungen, das Straßenbahnnetz in den Kreis auszudehnen, auch die Errichtung von Pendlerradrouten", begrüßte Landrat Clemens Körner die Initiative des Landes. Diese sei ein weiterer Beitrag zur Umsetzung des vom Kreistag beschlossenen Klimaschutzkonzeptes.

"Insbesondere im dicht besiedelten Kernraum unserer Metropolregion Rhein-Neckar sind die Verkehre der Pendler gerade zu den Stoßzeiten eine große Herausforderung für die Infrastruktur. Das attraktive Angebot von Radschnellwegen bietet die Möglichkeit für jeden einzelnen, entspannter und gesünder am Arbeitsplatz anzukommen, daher sind wir an mehreren Machbarkeitsstudien in der Region aktiv beteiligt", führte der Verbandsdirektor des Verbandes Region Rhein-Neckar Ralph Schlusche aus.

Die Pendler-Radroute Schifferstadt - Wörth ist Bestandteil der großräumigen Pendler-Radroute "Oberrhein" und gehört somit zu einer von sieben Verbindungen in Rheinland-Pfalz, die der Landesbetrieb Mobilität in einer Potenzialanalyse als mögliche Pendler-Radrouten identifiziert hatte.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 04.12.2018

Thüringen: Radwege in Jena und Schleiz werden ausgebaut / Tiefensee übergibt Fördermittel / Radtourismus bleibt Wachstumsmarkt

Thüringen investiert kontinuierlich in den Fahrradtourismus im Land. Dazu hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute zwei Förderbescheide über zusammen gut 1,7 Millionen Euro an die Städte Jena und Schleiz übergeben. Das Geld fließt in den Ausbau von Radwegen in beiden Regionen. "Der Radtouris­mus bietet ganz im Sinne unserer Tourismusstrategie eine enge Verbindung aus Naturerleben und kulturellen Highlights", sagte Tiefensee. "Mit gut ausgebauten Radwegen kann Thüringen in diesem Segment künftig touristisch weiter wachsen."

Insgesamt gut 1,3 Millionen Euro erhält die Stadt Schleiz für den Umbau der ehemaligen, rund drei Kilometer langen  Stichbahn zwischen der Sperrmauer Bleiloch und dem Wanderparkplatz Gräfenwarth zu einem Rad- und Fußweg. Damit entsteht am Parkplatz ein Radwegekreuz, über das die Staumauer in den "Radrundweg um die Stauseen" eingebunden wird. Ebenso soll im Verlauf der neuen Rad- und Fußwegeverbindung eine "Ruheinsel" mit "Stauseebalkon" entstehen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Absenkung des Gefahrenpotenzials für Radfahrer und Wanderer durch Trennung der Verkehrsarten. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Perspektivisch soll der gesamte Bleilochstausee für Radfahrer erschlossen werden.

Die Sperrmauer Bleiloch ist einer von vier touristischen "Ankerorten" in dem von der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) "Thüringer Meer" beschlossenen Maßnahmenkatalog, der insgesamt 57 unterschiedliche Infrastrukturprojekte mit einem Investitionsvolumen von ca. 125 Millionen Euro umfasst. Als Zeithorizont für die Umsetzung ist ein Zeitraum von 15 Jahren avisiert. Der Ankerort Sperrmauer bietet einen weiten Blick über die Wasserfläche der Bleilochtalsperre und macht die gewaltige Talsperrenmauer sowie die Staustufentechnik in beeindruckender Weise erfahrbar.

Die Stadt Jena erhält 417.000 Euro für den Ausbau des Nördlichen Saaleradwegs im Abschnitt Jena – Kunitz. Dabei handelt es sich um den vierten, rund 1,6 Kilometer langen Teilabschnitt des Radwegs im Stadtgebiet. Im Rahmen des Vorhabens soll im Bereich der Jenaischen Weiden entlang der Saale ein Teilstück des Radwegs neu gebaut werden. Dabei wird direkt an der Saale ein kleiner Rast- und Aufenthaltsbereich eingerichtet. Im Bereich der dann in Richtung Jena anschließenden Gartenanlagen werden die vorhandenen Gartenwege befestigt und das Teilstück zur Fahrradstraße umgewidmet. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf insgesamt knapp 628.000 Euro.

Der Nördliche Saaleradweg ist Teil des insgesamt 403 Kilometer langen Saaleradwegs, der auf einer Länge von 188 Kilometern in Thüringen verläuft. Er gilt als einer der abwechslungsreichsten Flussradwege in Deutschland und reicht von der Saalequelle im Fichtelgebirge über Jena und Naumburg bis nach Barby an der Elbe.

Der Radtourismus hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Thüringer Tourismusbranche entwickelt: Pro Jahr finden im Freistaat rund 3,7 Millionen Fahrrad-Tagesreisen statt, durch die ein Umsatz von rund 60 Millionen Euro erwirtschaftet wird.

Quelle:  Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft am 07.12.2018

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31. Dezember 2018
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