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November 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Schutzstreifen, Sharrows, Piktogramme - und ein Merkblatt - in der Großen Kreisstadt Waghäusel

Mit einem Aufwand von rund 37.500 Euro wurden die Schutzstreifen in der Mannheimer Straße erweitert. Innerorts werden auf der Mannheimer-, Karlsruher-, Waghäusler-, Schwetzinger-, Bruchsaler-, Kroanuer- und Haslacher Straße sogenannte Sharrows aufgebracht. Offensichtlich ist der Sinn in der Bevölkerung noch nicht ganz angekommen. Aus diesem Grund wurde ein Merkblatt (462 KiB) herausgegeben, das sowohl im Mitteilungsblatt veröffentlicht wurde und zunächst mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren verteilt wird. Gleichwohl verzeichnen wir schon jetzt eine deutliche Zunahme von Radfahrern auf der Fahrbahn. Hier geht es zur Berichterstattung.

Quelle: Große Kreisstadt Waghäusel am 20.11.2018

Baden-Württemberg: Radentscheid Stuttgart - Noch bis zum 10.12.2018 können Unterschriften abgegeben werden

Der Radentscheid Stuttgart fordert, dass alle Menschen in Stuttgart die Möglichkeit haben, sicher, zügig und ohne Angst ihre Wege in der Stadt mit dem Fahrrad zurückzulegen. Baulich geschützte Radwege an Hauptstraßen und für den Radverkehr attraktiv gestaltete Nebenstraßen gehören zu den Kernforderungen des Radentscheid Stuttgart.

Begleitet wird die Aktion von einem offenen Brief des ADFC Stuttgart an den Gemeinderat und Oberbürgermeister Fritz Kuhn, in dem eine konkrete Aufklärungskampagne nach Esslinger Vorbild vorgeschlagen wird. Außerdem wurden die von Gerichten festgelegten Überholabstände an der Böblinger Straße im Kaltental in grüner Farbe auf die Straße gemalt, um darauf hinzuweisen, dass falsch geplante Straßen häufig geradezu zum gefährlichen Überholen einladen.

Mit einem Bürgerentscheid fordert die Bürgerinitiative eine bessere Radfahrpolitik für Stuttgart. Daher sammelt sie seit Juni Unterschriften für den Radentscheid Stuttgart (www.radentscheid-stuttgart.de). Bis zum 10. Dezember 2018 können noch Unterschriften abgegeben werden. Der nächste Schritt ist die Einreichung der Unterschriften bei der Stadt. Die Stadtverwaltung muss dann prüfen, wie viele Unterschriften gültig sind.

Der Radentscheid Stuttgart ist eine Initiative von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten immer mehr Menschen in einem ehrenamtlichen Team daran, einen Bürgerentscheid für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart durchzusetzen. Stuttgart ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der auf diesem Weg die Politik zur Förderung des Radverkehrs bewegt werden soll.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e. V., Electrify-BW und Greenpeace. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z. B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Umsetzung der Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

Quelle: Radentscheid Stuttgart am 30.11.2018
 

Bayern: Verkehrsentwicklungsplan Erlangen - Plannetz Radverkehr beschlossen

Die Verkehrssicherheit und der Komfort für Radfahrerinnen und Radfahrer sollen deutlich verbessert werden. Der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) des Stadtrats hat deshalb vor kurzem das Plannetz Radverkehr beschlossen, das im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) erarbeitet wurde. In Zusammenarbeit mit den für den Meilenstein F2 beauftragten Gutachtern wurden in intensiver Abstimmung mit der Öffentlichkeit und dem VEP-Forum die Netzbestandteile des Plannetzes ausgearbeitet. Das Plannetz bildet die Grundlage für den Ausbau des städtischen Radverkehrsnetzes sowie Anpassungen der bestehenden Wege an aktuelle Anforderungen. Als erster Schritt bei der Netzbildung wurden die bestehenden Radwege analysiert und auf dieser Basis der Handlungsbedarf und die Umsetzungsprioritäten definiert. Mit Berücksichtigung der räumlichen Strukturen im Stadtgebiet und dem Umland wurden darauf aufbauend die notwendigen Verbindungen und Netzergänzungen für das Plannetz ermittelt. Unter anderem sollen durch Lückenschlüsse weitere attraktive Radwegeverbindungen entstehen, die Anreize zum Umstieg vom Kraftfahrzeug auf das Fahrrad bieten. Die größten Potenziale bietet hierfür der Verkehr, der über die Stadtgrenze hinweg stattfindet. Deshalb wurde bei der Netzgestaltung ein besonderes Augenmerk auf die Verknüpfung mit den umliegenden Städten und Gemeinden gelegt. Jetzt müssen die einzelnen Elemente planerisch konkretisiert werden, um die Grundlage für die bauliche Umsetzung zu schaffen.

Quelle: Stadt Erlangen am 19.11.2018

Berlin: Vier Parklets an der Schönhauser Allee in Pankow

Parklets schaffen mehr Platz für Fuß- und Radverkehr und zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten. Bis Ende November werden insgesamt vier Parklets aufgebaut.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Bezirk Pankow haben Mitte November 2018 gemeinsam das erste Parklet an der Schönhauser Allee eröffnet. Bis Ende November werden drei weitere Parklets im Bereich der Schönhauser Allee, im Bereich des S- und U-Bahnhofes Schönhauser Allee und südlich davon aufgestellt. Mit den Parklets wird mehr Platz für den Fußverkehr geschaffen und es werden modellhaft zusätzliche Fahrradabstellplätze an der Schönhauser Allee zur Verfügung gestellt.

Horst Wohlfarth von Alm, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: "Ziel des Projektes ist es, mit einer Umverteilung von Flächen zu Gunsten des Umweltverbundes, zusätzlichen Raum für den Rad- und Fußverkehr zu schaffen. So soll klimafreundliche Mobilität stärker unterstützt werden."

Vollrad Kuhn, Stadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Bezirksamt Pankow: "Die Aufstellung der Parklets ist ein erster Schritt zur Umgestaltung der Schönhauser Allee mit dem Ziel, vor Ort mehr Flächengerechtigkeit und eine bessere Aufenthaltsqualität zu erreichen."

Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt besteht aus zwei Maßnahmenpaketen im Umfeld des S- und U-Bahnhofes Schönhauser Allee und südlich davon. Im Abschnitt zwischen der Ringbahnstation Schönhauser Allee und der U-Bahnstation Eberswalder Straße werden insgesamt vier Parklets aufgestellt. In einem zweiten Schritt werden ab dem 2. Quartal 2019 im Bereich der Schönhauser Allee Arcaden die dortigen Fahrradabstellanlagen neu geordnet und mit Doppelstock-Abstellanlagen ergänzt.

Zunächst werden bis Ende November 2018 vier Parklets aufgestellt, je eines vor den Schönhauser Allee Arcaden und dem Blumencafé (Haus-Nr. 127A) sowie zwei Parklets an der Kinderkunstgalerie Klax (Haus-Nr. 58A und 59A). Die 12 Meter langen Konstruktionen sind mit Fahrradbügeln ausgestattet und ergänzen zunächst das Angebot der bestehenden Fahrradabstellanlagen. Sie können nach Ablauf der Förderfrist auch flexibel mit Tischen und Stühlen zum Verweilen ausgestattet werden. Die Konstruktionen nehmen die Fläche von zwei Kfz-Parkplätzen ein. Sie sollen zunächst für ein Jahr aufgestellt werden.

Zwei der Parklets an der Schönhauser Allee werden vom Bundesumweltministerium (BMU) im Rahmen des TEMPOrär-Projektes des Wettbewerbs "Klimaschutz im Radverkehr" mit rund 70.000 Euro gefördert. Der Wettbewerb findet im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMU statt, die Teil des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 der Bundesregierung ist. TEMPOrär steht für "Temporäres Modellprojekt zur Erprobung schnell umsetzbarer provisorischer Maßnahmen zur Stärkung klimaneutraler Mobilität im urbanen Umfeld". Die Vollständige Umsetzung des ersten Abschnitts des TEMPOrär-Projektes im Rahmen des BMU-Förderwettbewerbes "Klimaschutz im Radverkehr" erfolgt noch in diesem Jahr. Die beiden Parklets vor der Kinderkunstgalerie Klax werden aus Mitteln der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanziert.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Bezirksamt Pankow von Berlin am 13.11.2018

Berlin: Erster geschützter Radfahrstreifen auf der Holzmarktstraße eingeweiht

Senatorin Regine Günther hat am 08.11.2018 den ersten geschützten Radfahrstreifen Berlins auf der Holzmarktstraße in Berlin-Mitte eingeweiht. Der 3,50 Meter breite Radfahrstreifen ist grün beschichtet. Weiß-rote Poller trennen den Radverkehr vom Autoverkehr. Das erhöht die Sicherheit für den Radverkehr: Die Poller bieten Schutz und die Grünmarkierung sorgt für eine bessere Sichtbarkeit des Radfahrstreifens.

Die geschützten Radfahrstreifen sind ein Modellversuch und werden in Berlin fünf Jahre lang erprobt. Im Rahmen der begleitenden Untersuchung werden verschiedene Protektionsformen und Materialien getestet und Radfahrerinnen und Radfahrer nach ihren Erfahrungen befragt. Bislang sind geschützte Radfahrstreifen in Deutschland weder in der Straßenverkehrsordnung, noch in den bundesweiten Regelwerken als Standardlösung verankert.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: "Berlin geht neue Wege in der Verkehrspolitik – und Berlin baut daher auch neue Wege. An der Holzmarktstraße haben wir jetzt den ersten geschützten Radverkehrsstreifen der Stadt eingeweiht. Unser Ziel dabei ist: Mehr Sicherheit für Radfahrer durch farblich hervorgehobene, breite und abgetrennte Fahrradwege. Es geht uns um die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer."

Darüber hinaus sollen die Poller das regelwidrige Zuparken von Radwegen durch Fahrzeuge verhindern. Die geschützten Radfahrstreifen gehören zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur, die im Mobilitätsgesetz verankert ist. An welchen Straßen geschützte Radfahrstreifen umgesetzt werden können, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab und ist u.a. eine Platzfrage. Geschützte Radfahrstreifen sind mindestens zwei Meter breit; hinzu kommt eine schraffierte Protektionsfläche mit Pollern, die im Regelfall ein Meter breit sein soll.

Der geschützte Radfahrstreifen wurde im Zuge des Umbaus der Holzmarktstraße realisiert. Weitere acht geschützte Radfahrstreifen sind in Planung oder bereits im Bau:

Auf der Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte werden zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz im Zuge der umfassenden Sanierung von Fahrbahn, Geh- und Radwegen beidseitig geschützte Radfahrstreifen angelegt. Baubeginn war im Juni 2018.

An der Hasenheide in Kreuzberg ist – in Abhängigkeit vom Wetter – möglicherweise noch Ende November mit dem Baubeginn zu rechnen. Für 2019 ist der Bau folgender geschützter Radverkehrsstreifen geplant: Karl-Marx-Straße (Neukölln), Frankfurter Allee (Friedrichshain), Altfriedrichsfelde (Lichtenberg; Südseite, vor Gensinger Straße), Amrumer Straße (Wedding), Dahlemer Weg (Zehlendorf) und Märkische Allee (Marzahn-Hellersdorf; südlich der Brücke über die Ostbahn).

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 08.11.2018

Berlin: Deutsche Hauptstadt versieht Radverkehrsanlagen mit Grünbeschichtungen

Farblich markierte Radwege sind besser sichtbar und dadurch sicherer. Die ersten drei Grünbeschichtungen sind fertig, die nächsten in Planung.

Die ersten drei Grünbeschichtungen bereits bestehender Radverkehrsanlagen sind fertiggestellt worden: in der Proskauer Straße und in der Katzbachstraße in Friedrichshain-Kreuzberg und auf der Habelschwerdter Allee (mit Verlängerung in die Thielallee) in Steglitz-Zehlendorf.
Auf zwei weiteren Straßen ist – in Abhängigkeit von der Witterung – bis Ende November mit der Fertigstellung der Grünmarkierung zu rechnen: in der Lahnstraße und der Werbellinstraße in Neukölln.

Radverkehrsanlagen werden durch die grüne Hervorhebung sichtbarer und damit sicherer. Darüber hinaus werden Kreuzungsbereiche rot markiert, um für eine erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrerinnen und Autofahrer zu sorgen. So können bestehende Radverkehrsanlagen schnell und unkompliziert verbessert werden, Geschützte Radfahrstreifen sollen von vorneherein grün markiert werden.

Für 2018 und 2019 ist vorgesehen, auf 20 Straßenabschnitten die Radverkehrsanlagen grün zu beschichten. Dazu zählen u.a. die Karl-Marx-Straße in Neukölln sowie die Großbeerenstraße in Kreuzberg. Bei Markierungsarbeiten im Bestand wird geprüft, ob mit einfachen planerischen Mitteln auch eine Verbreiterung der Radverkehrsanlage möglich ist. So erfolgte etwa in der Werbellinstraße eine Verbreiterung auf 1,90 Meter.

Die Grünbeschichtungen sind Versuchsabschnitte, die über fünf Jahre erprobt und wissenschaftlich ausgewertet werden. Dabei wird untersucht, ob und wie die Grünmarkierungen das Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden beeinflussen. Zudem werden die unterschiedlichen Materialien für den Belag auf ihre langfristige Griffigkeit und Haltbarkeit untersucht. Die Rutschfestigkeit etwa wird direkt nach Abschluss der Baumaßnahme geprüft.

Die Baumaßnahmen für die ersten 20 geplanten Grünbeschichtungen werden von der landeseigenen infraVelo GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Bezirke durchgeführt. Die Bezirke können darüber hinaus auch selbst Grünbeschichtungen veranlassen – wie etwa in Treptow-Köpenick in der Seelenbinderstraße.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 08.11.2018

Hessen: Land beteiligt sich am Bau einer durchgängigen Radverkehrsverbindung zwischen der Wiesbadener Innenstadt und dem Stadtteil Schierstein

Mit 675.000 Euro beteiligt sich das Land an der durchgängigen Radverkehrsverbindung zwischen der Wiesbadener Innenstadt und dem Stadtteil Schierstein. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit gut ein Drittel der Gesamtausgaben.  

Auf der rund 2,2 Kilometer langen Strecke entlang der Saarstraße zwischen der Rheingau- und der Erich-Ollenhauer-Straße werden den Radfahrern künftig in beiden Richtungen entweder Radfahrstreifen, kombinierte Geh- und Radwege oder für Radverkehr zugelassene Gehwege zur Verfügung stehen. Die Ampelanlagen werden entsprechend angepasst. Im Rahmen der Maßnahme wird außerdem die Bushaltestelle Kalle-Bad mit 22 Zentimeter hohen Spezialbordsteinen barrierefrei ausgebaut.

Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im März 2019 und sollen im Dezember 2019 abgeschlossen sein. 

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 08.11.2018

Hessen: Radentscheid Kassel übergibt 21.781 Unterschriften an die Stadt

Das Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern, die von vielen Vereinen unterstützt werden, haben bis zum 31. Oktober rund vier mal so viele Unterschriften gesammelt wie für ein Bürgerbegehren nötig gewesen wären. Die Unterschriftenlisten wurden nun dem Bürgermeister überreicht und müssen von der Verwaltung geprüft werden. Anschließend können die Stadtverordneten die Forderungen annehmen oder ablehnen. Sollte es zu einer Ablehnung kommen, müssen die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, ob die Forderungen durch die Stadt umgesetzt werden sollen.

Die acht Forderungungen lauten zusammengefasst wie folgt:

  1. Planung nach aktuellem Stand der Technik
  2. Kontinuierliche Führung des Radverkehrs
  3. Sichere und komfortable Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen
  4. Nebenstraßen als komfortable durchgängige Routen
  5. Sichere Nebenstraßen im Umkreis von Schulen und Kindergärten
  6. Sichere Kreuzungen für Fuß- und Radverkehr
  7. Mehr Abstellanlagen für Fahrräder
  8. Kampagnen zur besseren Akzeptanz des Radverkehrs

Quelle: Radentscheid Kassel am 13.11.2018

Hessen: Erster Bauabschnitt der 35 Kilometer langen Radschnellverbindung Darmstadt-Frankfurt

Mit rund 2,6 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen die Regionalpark RheinMain Südwest GmbH beim Bau des ersten Abschnitts der Radschnellverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 4,7 Millionen Euro. Bereits im Dezember 2017 hatte Hessen Planungsleistungen und Öffentlichkeitsarbeit mit 310.000 Euro gefördert. 

Der erste Bauabschnitt der Radschnellverbindung wird 3,5 Kilometer lang. Er beginnt am Bahnhof Egelsbach und führt über die Straße an der Molkeswiese über die Schillerstraße zur Kreisstraße 168. Hier wird die Kreuzung zu einem Kreisverkehr umgestaltet.  

Für den weiteren Verlauf wird ein Wirtschaftsweg mit einer Breite von 5,5 Meter ausgebaut, davon entfallen 1,5 Meter für einen Gehweg. Nach 150 Metern schwenkt der Radweg nach Westen, zwischen der Bahntrasse und dem Naturschutzgebiet "Faulbruch" bei Erzhausen wird ein Feldweg zum asphaltierten Radweg ausgebaut, der geradlinig bis Darmstadt-Wixhausen führt. 

Bauarbeiten bereits gestartet: Dank eines vorzeitigen Bescheids konnte mit den Bauarbeiten bereits im Oktober begonnen werden, sie sollen voraussichtlich im April 2019 abgeschlossen sein. Nach Abschluss der gesamten Baumaßnahme wird die 35 Kilometer lange Radschnellverbindung von Frankfurt über Neu-Isenburg, Langen, Dreieich, Egelsbach, Erzhausen bis nach Darmstadt führen, die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 13.11.2018

Hessen: Bau eines Rad- und Gehwegs an der Kreisstraße 166 zwischen Lich und Birklar

Mit 457.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Lich beim Bau eines Rad- und Gehwegs an der Kreisstraße 166. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 815.000 Euro.

Zu den Baumaßnahmen: Der neue Rad- und Gehweg verläuft auf der Nordseite der Kreisstraße und verbindet die Kernstadt mit dem Stadtteil Birklar. Auf der Strecke von rund 1,5 Kilometer entsteht ein 2,5 Meter breiter, asphaltierter Weg für Radfahrer und Fußgänger. Am Ortseingang von Birklar ist ein Fahrbahnteiler als Querungshilfe vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Februar 2019 beginnen und im Oktober abgeschlossen sein. 

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 08.11.2018

Hessen: Land unterstützt Butzbach, Pohlheim, Linden und Langgöns beim weiteren Ausbau des Limesradwegs

Mit 488.000 Euro unterstützt Hessen Butzbach, Pohlheim und Linden sowie die Gemeinde Langgöns beim weiteren Ausbau des Limesradwegs. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für die 8. Teilstrecke belaufen sich auf rund 700.000 Euro.

In dem etwa 2,4 Kilometer langen Ausbauabschnitt zwischen dem Römerkastell Holzheimer Unterwald und dem Römerturm bei Pohlheim-Grüningen verlief der Limesradweg bislang auf einem unbefestigten bzw. schadhaften Wirtschaftsweg. Nun erhält er eine drei Meter breite Asphaltdecke.

Bereits im Oktober 2018 abgeschlossen: Durch einen vorläufigen Zuwendungsbescheid konnten die Bauarbeiten bereits Ende Februar beginnen und im Oktober 2018 abgeschlossen werden, die Förderung steht den Städten und Kommunen rückwirkend zur Verfügung.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 15.11.2018

Hessen: Landkreis Kassel plant Ausbau des Radfernwegs R4

Mit 104.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Landkreis Kassel bei der Ausbauplanung des Fernradwegs R4. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 130.000 Euro. 

Ausbau zwischen Trendelburg und Bad Karlshafen: Der Fernradweg soll zwischen Trendelburg und Bad Karlshafen ausgebaut werden und eine Verbindung zum Mittelzentrum Hofgeismar erhalten. Zwischen Hümme und Sielen soll außerdem eine Lücke des Fernradwegs geschlossen werden. Insgesamt ergeben die vier geplanten Ausbauabschnitte eine Länge von fast zehn Kilometer, die Radwegbreite wird zwischen vier und fünf Meter variieren. 

Förderung nach Nahmobilität Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 01.11.2018

Hessen: Land fördert Fulda beim weiteren Ausbau des Gieseltal-Radweges

Das Land Hessen fördert die Stadt Fulda beim weiteren Ausbau des Gieseltal-Radwegs. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir heute in Wiesbaden mit.  Zwei Förderbescheide über insgesamt 444.000 Euro erreichen Fulda: 

  • Für die Strecke zwischen den Stadtteilen Istergiesel und Zell mit einer Länge von 1,3 Kilometern gibt es 300.000 Euro (2. Bauabschnitt).
  • 114.000 Euro erhält Fulda für den 4. Bauabschnitt zwischen den Stadtteilen Zirkenbach und Harmerz mit einer Länge von 0,6 Kilometern.

In beiden Abschnitten soll eine Asphaltdecke mit einer Breite von 3 Metern gebaut werden. Auf beiden Seiten des Fahrradwegs gibt es zudem befestigte Randstreifen mit einer Breite von je 50 Zentimetern. 

Radweg wird in fünf Abschnitten ausgebaut: 2017 hatte Fulda bereits Fördermittel für den 1. und 3. Bauabschnitt über insgesamt 651.300 Euro erhalten. Beide Bauabschnitte befinden sich derzeit im Bau. Die Gesamtmaßnahme besteht aus fünf Bauabschnitten. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 714.000 Euro.  

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 08.11.2018

Hessen: Zuschuss für Radwegenetz Freiensteinau/Grebenhain

Mit rund 200.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Freiensteinau bei der Planung eines optimierten Radwegenetzes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 270.000 Euro. 

Bessere Anbindung an Radfernwege: Das Vorhaben wird von den Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain gemeinsam umgesetzt. Für ein optimiertes Radwegenetz sollen die Routen "Vulkanradweg", "Vogelsberger Südbahnradweg", "Steigertaltourenweg" und "Seentourweg" an die beiden Gemeinden angebunden werden. Dazu werden bereits vorhandene Wege fahrradgerecht auf eine Breite von drei Meter ausgebaut. Die geplante Route umfasst eine Länge von 24 Kilometer, so dass nach der Fertigstellung eine 40 Kilometer lange Rundroute entsteht, die sowohl dem Freizeitverkehr dienen als auch Ortsteile miteinander verbinden soll. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung für  am 26.11.2018

Nordrhein-Westfalen: Neuer Rekord an den Dauerzählstellen für den Radverkehr in Köln

Am 7. Oktober 2018 wurde die Marke von zehn Millionen gezählten Radfahrten an unseren zwölf Dauerzählstellen erreicht. An diesem Tag stieg die Jahressumme auf einen Wert von insgesamt 10.018.867 Radfahrerinnen und Radfahrern. Im Vorjahr wurden bis zu diesem Zeitpunkt 8.828.936 gezählt. Der Zuwachs beträgt somit 13,5 Prozent. An vier Zählstellen wurden unsere bisherigen Tageshöchstwerte mit jeweils über 9.000 Radfahrenden überschritten. Spitzenreiter ist hierbei die Deutzer Brücke mit einem Tageshöchstwert von 10.289 Radlerinnen und Radlern. Dies ist ein rasanter Anstieg von rund 27 Prozent, lag dieser Wert im Jahr 2017 noch bei 8.109. Im Durchschnitt registrieren wir dort derzeit täglich 5.475 Radfahrten. Das sind 46 Prozent mehr als im Vorjahr.

Grund für diesen Anstieg wird sicher auch die beidseitige Öffnung für den Gegenverkehr und die Verbesserung der Erreichbarkeit der Deutzer Brücke sein, die wir im Frühjahr dieses Jahres schaffen konnten.

Die meisten Radfahrerinnen und Radfahrer haben wir in diesem Jahr an der Venloer Straße gezählt. Hier sind zu Beginn des vierten Quartals bereits rund 1,5 Millionen Fahrten, ein Plus von elf Prozent zum Vorjahr, gezählt worden. Die diesjährigen Rekordzahlen bestätigen somit die Ergebnisse aus der vor kurzem veröffentlichen Studie Mobilität in Deutschland 2017. Diese hatte ergeben, dass mittlerweile 19 Prozent aller Wege in Köln mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Werte der Dauerzählstellen können Sie tagesaktuell abrufen.

Quelle: Stadt Köln am 15.11.2018

Nordrhein-Westfalen: Gladbacher Straße in Köln für Radfahrer in Richtung stadtauswärts geöffnet

Die Stadt Köln hat die Einbahnstraße Gladbacher Straße in Köln-Neustadt/Nord für Radfahrerinnen und Radfahrer in Gegenrichtung geöffnet. Bisher war es nur möglich, die Gladbacher Straße in Richtung Kaiser-Wilhelm-Ring zu befahren. Eine direkte Geradeausverbindung von der Innenstadt über die Christophstraße weiter in Richtung Grüngürtel und Subbelrather Straße gab es nicht. Radfahrende mussten an der Kreuzung Christophstraße/Kaiser-Wilhelm-Ring einen Umweg über parallel verlaufende Straßen in Kauf nehmen.

Die Schließung dieser Netzlücke zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld gehört als eine der sogenannten "Big-five-Maßnahmen" zu den wichtigen Zielen des Radverkehrskonzeptes Innenstadt, das der Verkehrsausschuss 2016 beschlossen hatte. Die Bezirksvertretung Innenstadt beauftragte die Verwaltung im April dieses Jahres, die Planungen zur Öffnung der Gladbacher Straße umzusetzen.  

Um den Radfahrenden auf dieser viel befahrenen Strecke mehr Schutz zu gewähren, wurde für sie ein eigener Radfahrstreifen angelegt. Wegen des begrenzten Straßenraums mussten dafür Abbiegespuren umgewandelt und das Parken neu geordnet werden. Die neue Aufteilung der Verkehrsflächen lässt das Straßenbild insgesamt sortierter wirken. Durch die Umwandlung von Schräg- in Längsparkplätzen auf der nördlichen Straßenseite zwischen Erft- und Spichernstraße konnte auch für Fußgänger mehr Platz geschaffen werden.  

Mit der Öffnung der Gladbacher Straße für Radfahrer ergeben sich folgende Veränderungen:  

  • Höchstgeschwindigkeit auf der Gladbacher Straße auf 30 Stundenkilometer begrenzt (vorher Tempo 50).
  • Die bisherige Linksabbiegespur von der Gladbacher Straße auf den Kaiser-Wilhelm-Ring entfällt.  
  • Ebenso entfällt die Linksabbiegespur von der Christophstraße auf den Kaiser-Wilhelm-Ring. Auf dieser Linksabbiegespur wurde die neue, rot eingefärbte Aufstellspur für geradeaus fahrende Radfahrer markiert.  
  • Der neue Radfahrstreifen auf der Gladbacher Straße bis zur Erftstraße ist zwei Meter breit.  
  • Der Schutzstreifen für Radfahrer auf der Gladbacher Straße in Fahrtrichtung Kaiser-Wilhelm-Ring hat eine Breite von 1,50 Metern.  
  • Radfahrer in Fahrtrichtung stadtauswärts erhalten an der Spichernstraße ein eigenes Ampelsignal.  
  • Die bisher illegal zum Parken genutzte Fläche an der Ecke Gladbacher Straße/Erftstraße wird mit Absperrpfosten versehen und erweitert damit den Raum für Radfahrer und Fußgänger.  
  • Neue Aufstellflächen für Radfahrer (in Fahrtrichtung Innenstadt) an den Kreuzungen Gladbacher Straße/Spichernstraße und Gladbacher Straße/Kaiser-Wilhelm-Ring. Ebenso neue Aufstellflächen für Radfahrer in der Spichernstraße an der Kreuzung Gladbacher Straße.  
  • Im Abschnitt vom Kaiser-Wilhelm-Ring bis zur Erftstraße wurden 62 zusätzliche Radabstellmöglichkeiten geschaffen. Die Zahl der Plätze wurde damit erheblich vergrößert (vorher rund 40 Abstellmöglichkeiten).
  • Neuordnung des Parkens zwischen Erftstraße und Spichernstraße durch die Umwandlung von Schräg- in Längsparkplätzen (dadurch entfallen 41 von vorher 100 Stellplätzen). Um den Verlust der Anwohnerstellplätze auf der Gladbacher Straße aufzufangen, hat die Stadt die Kapazitäten des Bewohnerparkgebietes erweitert. Im nahe gelegenen Venloer Wall wurden alle Parkscheinautomaten mit einem "Roten Punkt" versehen. Der "Rote Punkt" berechtigt Besitzer eines Bewohnerparkausweises mit der Bezeichnung "BELG" (für Belgisches Viertel) dazu, auch dort in den gekennzeichneten Bereichen rund um die Uhr kostenlos zu parken.

Die Kosten für den Umbau der Gladbacher Straße einschließlich der Neuordnung der Parkflächen, der neuen Absperrpfosten, Änderungen an der Ampelanlage und sämtlicher Markierungsarbeiten betragen rund 50.000 Euro. 

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am 12.11.2018

Rheinland-Pfalz: Lückenschluss zum Rhein-Radweg - Eich bekommt Radweg entlang der L 440 zur B 9

An der L 440 entsteht ein neuer Radweg. Der Bauauftrag zum Neubau des Radweges wurde erteilt, hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing bekannt gegeben. "Das Fahrrad wird als Verkehrsmittel immer wichtiger, sei es im Alltag oder für den Tourismus. Das Land unterstützt den Radverkehr nach Kräften und arbeitet daran, Lücken im Radwegenetz zu schließen. Mit dem Bau des Radwegs zwischen der Gemeinde Eich und der B 9 kommt nun ein weiteres wichtiges Projekt ins Rollen", sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.

Der neue Radweg beginnt am Kreisel L 440 Osthofener Straße am Ortseingang von Eich und verläuft parallel nördlich der Landesstraße L 440 bis zur B 9. Zur sicheren Querung der B 9 in Richtung Mettenheim wird eine Querungshilfe mit einer Mittelinsel gebaut.

Die Baukosten für den drei Kilometer langen Radweg liegen bei 1,3 Millionen Euro. Die Bauarbeiten werden bis zum Sommer kommenden Jahres andauern. Der neue Weg wird auf der mit über 4.200 Fahrzeugen pro Tag stark belasteten Landesstraße nach seiner Fertigstellung die Verkehrssicherheit der Radfahrer wesentlich verbessern.

Der neue Radweg zwischen Eich und der B 9 schließt eine wichtige Lücke zum Rhein-Radweg, der zu den sieben Radfernwegen gehört, die in den großen Flusstälern in Rheinland-Pfalz verlaufen. Der Rhein-Radweg in Rheinland-Pfalz zieht sich insgesamt über 320 Kilometer links des Rheins entlang.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 08.11.2018

Rheinland-Pfalz: Rund 1,5 Millionen Euro für Ausbau des Radwanderweges zwischen Bassenheim und Ochtendung (Landkreis Mayen-Koblenz)

Die Ortsgemeinde Ochtendung (über die Verbandsgemeinde Maifeld) und die Verbandsgemeinde Weißenthurm im Landkreis Mayen-Koblenz erhalten für den Ausbau des Radwanderwegs zwischen Bassenheim und Ochtendung insgesamt eine Zuwendung in Höhe von 1.459.000 Euro, teilte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mit.

"Die Landesregierung unterstützt nachhaltig den Ausbau und die Modernisierung der kommunalen Radwegeinfrastruktur im Land. Ich freue mich, dass davon auch der Landkreis Mayen-Koblenz profitiert", so Wissing. Mit dem Bau des Radwegs zwischen Bassenheim und Ochtendung wird in der Region eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Insbesondere die Verkehrssicherheit wird sich nach dem Ausbau für alle Verkehrsteilnehmer nachhaltig verbessern.

Nachdem auf der stillgelegten Bahntrasse der "Maifeldbahn" bereits seit 1989/90 ein Radweg von Münstermaifeld über Polch bis Ochtendung besteht soll nunmehr auch der weiterführende Abschnitt bis Bassenheim nutzergerecht ausgebaut werden. Bisher musste der Radverkehr ab Ochtendung die Landesstraßen 98 bzw. 52 nutzen.

Der geplante Abschnitt des Radwanderweges Ochtendung - Bassenheim ist ein wichtiger Bestandteil des großräumigen Radwegenetzes von Rheinland-Pfalz. Der geplante Streckenverlauf auf der ehemaligen Bahntrasse steht mit seinen moderaten Steigungsverhältnissen für ein besonders familienfreundliches Radeln.

"Wir wollen auch für die kommunalen Radwege unsere Unterstützung leisten. Ein gut ausgebautes und verkehrssicheres Radwegenetz schafft neue Impulse für die Region", begründete Wissing die Landesförderung. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) werde in den nächsten Tagen die förmlichen Bewilligungsbescheide an die Verbandsgemeinden Weißenthurm (680.000 Euro) und Maifeld (779.000 Euro) versenden, so Wissing.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 30.11.2018

Rheinland-Pfalz: Radwegelückenschluss und Eisenbahnüberführung im Landkreis Bad Dürkheim

Der Landkreis Bad Dürkheim erhält für den Bau des Rad- und Gehwegs zwischen Ungstein und Erpolzheim (2. BA) entlang der Kreisstraße K 5 (DÜW) sowie die Erneuerung der Eisenbahnüberführung bei Erpolzheim eine Zuwendung in Höhe von 377.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat.

Der Neubau eines von der Fahrbahn abgesetzten kombinierten Rad-, Geh- und Wirtschaftsweges auf einer Länge von rund 220 Meter wird die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer nachhaltig erhöhen und die Beeinträchtigung durch den Kfz-Verkehr spürbar reduzieren, so Verkehrsminister Dr. Wissing. Erst mit der Realisierung des zweiten Bauabschnittes – als Fortführung des bereits hergestellten ersten Abschnitts – erhält der neue Geh- und Radweg seinen vollen Funktionswert.

Im Zuge des Lückenschlusses für den Rad- und Gehweg wird weiterhin die vorhandene Eisenbahnüberführung im Zuge der DB-Strecke Neustadt – Monsheim erneuert. Das sehr schmale DB-Bauwerk ist in die Jahre gekommen und soll durch ein neues Bauwerk ersetzt werden, das gegenüber dem heutigen Zustand aufgeweitet wird und somit die Weiterführung des Radverkehrs in Richtung Erpolzheim ermöglicht.

"Die Landesregierung unterstützt die Modernisierung der kommunalen Straßen und Brücken im Land, davon profitiert auch der Landkreis Bad Dürkheim", ist Verkehrsminister Dr. Volker Wissing überzeugt. Er kündigte an, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid versenden werde.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 19.11.2018

Sachsen-Anhalt: Neuer Radweg zwischen Loitsche und Rogätz (Landkreis Börde) fertig

Nach einer Bauzeit von nur gut einem Vierteljahr wurde heute der neugebaute Radweg zwischen Rogätz und Loitsche, entlang der Landesstraße (L) 44, für den Verkehr freigegeben. "Der neue Radweg verläuft getrennt vom motorisierten Verkehr und gewährleistet dadurch mehr Sicherheit im Straßenverkehr", erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor der Freigabe des Weges. In ländlichen Regionen sei das Rad ein gern genutztes Verkehrsmittel. Nun sei der Anreiz noch größer, das Auto einmal stehen zu lassen und per Rad in die Nachbarorte zu fahren, sagte der Minister.

Webel zufolge hat das Land insgesamt fast eine Million Euro in die neue, rund 3,5 Kilometer lange Strecke investiert. Die Breite von 2,50 Metern ermögliche einen gefahrlosen Begegnungsverkehr, hob der Minister hervor.

"Die Landesregierung wird künftig verstärkt in das Radwegenetz investieren", betonte Webel. Ziel seien der Ausbau und die koordinierte Entwicklung des Radverkehrs, um die bestehende Infrastruktur zu einem geschlossenen System auszubauen.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 13.11.2018

Sachsen-Anhalt: 40 Jahre Arbeitsgruppe Radverkehr in Magdeburg

Die Arbeitsgruppe Radverkehr der Landeshauptstadt Magdeburg hat am Dienstag dieser Woche ihr 40-jähriges Jubiläum begangen. Aktuelle und frühere Mitglieder kamen im Baudezernat zusammen und blickten auf die vergangenen Jahre zurück. Dabei unterstrichen sie die konstruktiv-kritische, bisweilen emotionale, aber immer von Fairness geprägte Atmosphäre der Abstimmungen und die erreichte Ergebnisse.

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Dr. Dieter Scheidemann würdigte die engagierte Mitwirkung der ehrenamtlich tätigen Mitglieder sowie der von der Stadtverwaltung in diese Arbeitsgruppe entsandten Mitarbeiter. "Die Arbeitsgruppe ist ein bedeutendes Gremium, das für den Austausch von Informationen, die fachliche Begutachtung und Bewertung von Wegeplanungen und Konzepten sowie für Anregungen zur Optimierungen wertvolle Beiträge liefert und aus der Verkehrs- und Mobilitätsplanung in Magdeburg nicht mehr wegzudenken ist. Ich danke allen Mitgliedern für die kontinuierlichen Bestrebungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Radverkehr in Magdeburg."

Ziele der Arbeitsgruppe Radverkehr sind der fachliche Austausch sowie die Besprechung und Abstimmung von Konzepten und konkreten Planungen für die Infrastruktur. Dazu gehören neben Radwegen zum Beispiel auch die Wegweisung und Fahrradabstellanlagen. Die Arbeitsgruppe wurde 1978 gegründet und tagt in der Regel im zwei- bis dreimonatigen Turnus. Mitglieder sind Vertreter von ADFC, ADAC, Polizei, Verkehrswacht und Stadtverwaltung sowie fachkundige Magdeburgerinnen und Magdeburger. Geleitet wird das Gremium vom Stadtplanungsamt. Zum gestrigen Jubiläum sprachen sich die aktuellen Mitglieder für eine kontinuierliche Fortsetzung der Zusammenarbeit aus.

Auf der Veranstaltung dankte Dr. Dieter Scheidemann auch dem langjährigen Mitarbeiter der Abteilung Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt, Thomas Lemm. Er ist seit der Gründung der Arbeitsgruppe Radverkehr dabei und leitet als Koordinator deren Geschicke.

Nähere Informationen zu Themen der Verkehrs- und Mobilitätsplanung in Magdeburg sind im Internet unter www.magdeburg.de (Stichwort: Verkehrsplanung) zu finden. Vorschläge für den Freizeitradverkehr können unter www.magdeburg-radelnd-erobern.de eingereicht werden.

Quelle: Landeshauptstadt Magdeburg am 29.11.2018

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30. November 2018
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