Sie sind hier

Oktober 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Deutschland: Bundesländer können Fördermittel für Radschnellwege abrufen

Ab sofort können Bundesländer Fördermittel für Radschnellwege abrufen. Die Länder haben den dafür erforderlichen Förderkriterien jetzt zugestimmt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Mit den neuen Highspeed-Radwegen bringen wir Radler auf die Überholspur. Radschnellwege sind eine echte Alternative für längere Strecken - auch für Pendler. Auf diesen exklusiv für sie reservierten Strecken kommen Radfahrer sauber, schnell und sicher ans Ziel. Das ist gut für die Radler und gut fürs Klima. Ab sofort können die Länder die Mittel abrufen und verbauen.

Radschnellwege:

  • sind mindestens 10 Kilometer lang;
  • haben prognostiziert 2000 Fahrradfahrten täglich;
  • sind mindestens zwischen 3 Metern (einspurig) und 4 Metern (zweispurig) breit;
  • sind von anderen Verkehrsmitteln getrennt;
  • haben sichere und komfortable Kreuzungspunkte;
  • haben eine hohe Belagsqualität und eine geringe Steigung.

Damit sind Radschnellwege besonders für urbane Räume und Metropolregionen interessant. Sie eignen sich für Pendlerverkehre, helfen dabei, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu verflüssigen. Sie reduzieren Lärmbelastung und Schadstoffemissionen und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Der Bund beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau von Radschnellwegen. Gefördert werden auch der Umbau von Kreuzungspunkten sowie die Sicherheitsausstattung der Wege inklusive Beleuchtung. Interessierte Gemeinden können beim jeweiligen Land Anträge stellen. Dieses beantragt dann die Bundesförderung. Einige Bundesländer haben bereits Machbarkeitsstudien erstellt, auf deren Basis schnell Finanzhilfen für die Gemeinden beantragt werden können.

Um den Bau von Radschnellwegen in der Baulast der Länder und Kommunen überhaupt ermöglichen zu können, hat der Bund das Bundesfernstraßengesetz geändert. Nachdem nun alle Bundesländer den gemeinsam erarbeiteten Förderkriterien zugestimmt haben, sind die Mittel frei.

Weitere Informationen finden Sie in der Verwaltungsvereinbarung unter nachfolgendem Link: www.bmvi.de/Radschnellwege

Quelle: BMVI am 5.10.2018

Baden-Württemberg: Über 3 Millionen - Erneut mehr Radverkehr auf der Wiwilibrücke in Freiburg

Über drei Millionen Radfahrende fuhren bislang in diesem Jahr 2018 über die Wiwilibrücke. Im vierten Jahr wird nun die Drei-Millionen-Marke überschritten. War dies in den letzten Jahren Mitte bis Ende November der Fall, wurde die Marke dieses Jahr fast einen Monat früher als bislang erreicht - wohl auch Dank des schönen langen Sommers.

Bislang fuhren über 10 Prozent mehr Radfahrende über die Brücke als im Vorjahr. Durchschnittlich passierten den Zähler dieses Jahr täglich über 10.500 Menschen mit dem Rad, an den Wochentagen Montag bis Freitag sogar beinahe 12.000. Der Spitzentag war der 8. Mai, mit erstmals über 18.000 Radfahrenden.
 
Gegenüber dem ersten Jahr der Zählungen in 2012 haben sogar über 50 Prozent mehr Radler die Brücke überquert. Das Land hatte die Zähl-Säule der Stadt zur Anerkennung Freiburgs als "Fahrradfreundliche Stadt" geschenkt. Seitdem wurden von Jahr zu Jahr immer mehr Radfahrer gezählt, in den letzten Jahren auch durch die nun bald zu Ende gehende Sperrung des Dreisamuferradwegs (FR1) in Höhe der Kronenbrücke begünstigt.

Insgesamt wurden seit Aufstellung der Zählsäule im April 2012 nun schon die beeindruckende Zahl von über 20 Millionen Radfahrende gezählt. Gegenüber gleichviel durchschnittlichen Autofahrten wurden so über 10.000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart.
 
Im Vergleich von weltweit über 220 anderen Rad-Zählstellen nimmt die Wiwilibrücke in Freiburg mit fast 1 Million Radfahrenden Abstand zum Folgenden den Platz 1 ein - vor Calgary (Kanada), Hamburg, Erlangen und Münster .
 
Bei der Auswertung der Zahlen von der Wiwilibrücke fanden die städtischen Verkehrsexperten auch bestätigt, dass die Freiburgerinnen und Freiburger ihr Verhalten flexibel an die Gegebenheiten anpassen: Vor dem Megasamstag im Mai hat die Stadtverwaltung angesichts vieler Baustellen aufgerufen, ÖPNV und Rad zu nutzen. Das wirkte - knapp 15.000 Radfahrende fuhren an diesem Samstag allein über diese Brücke. Das waren erheblich mehr als an allen bisherigen Samstagen in den letzten Jahren, an denen bis zu rund 12.000 Menschen über die Wiwilibrücke fuhren.

Auch anderen Stellen in der Stadt werden die Radfahrenden gezählt:

  • FR1 Dreisam Hindenburgstraße: 2,2 Millionen/Jahr
  • FR2 Güterbahn/Ferdinand-Weiß-Straße: 655.000/Jahr
  • FR3 Eschholzstraße/ Egonstraße: 835.000/Jahr

Die aktuellen Zahlen (jeweils vom Vortag) gibt es unter www.freiburg.de/radzaehldisplay.

Quelle: Stadt Freiburg am 19.10.2018

Baden-Württemberg: Erarbeitung eines modernen Wegweisungssystems in Konstanz

Radfahrer in Konstanz können sich in Zukunft über mehr Orientierung freuen. Die neuen Wegweiser sind mit Kilometerangaben ausgestattet und weisen auch Sonderradwege aus.

Während die Beschilderung der Radwege vielerorts bereits auf dem neuesten Stand ist, gab es innerhalb von Konstanz noch Optimierungspotential. Nun hat die Stadtverwaltung die Erarbeitung eines modernen Wegweisungssystems in Auftrag gegeben. Die Schilder sollen künftig an Kreuzungspunkten und Verzweigungen angebracht werden mit der Kilometerangabe zum jeweiligen Ziel. Radfahrer, die sich längere Routen vorgenommen haben, finden ebenfalls einen Hinweis auf den neuen Schildern. Zusätzlich weisen kleinere Zwischenwegweiser an großen Kreuzungspunkten des Radnetzes in die richtige Richtung.

Fertigstellung geplant für 2020: Die Konzeption der Schilderstandorte ist bereits abgeschlossen. Nach erfolgreicher Abstimmung mit dem Land Baden-Württemberg kann im Frühjahr 2019 mit der Aufstellung der ersten Schilder begonnen werden. Dabei handelt es sich zunächst um die Wegweiser entlang des landesweiten RadNETZes, also den touristischen Routen wie dem Bodenseeradweg. Die Schilder im städtischen Netz werden in der zweiten Phase realisiert. Der Kostenpunkt liegt bei rund 150.000 Euro, davon können bis zu 85 Prozent mit Fördergelder abgedeckt werden.

Quelle: AGFK-BW am 17.10.2018

Bayern: Modellversuche für den Radverkehr in Bayern

Um das Maßnahmenspektrum zur Sicherung des Fahrradverkehrs zu erweitern, führt die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.  (AGFK Bayern) gemeinsam mit der Technischen Hochschule Nürnberg im Zeitraum von 2018 bis 2020 ein Forschungsprojekt durch. Auf verschiedenen Straßenabschnitten in bayerischen Kommunen werden unterschiedliche Maßnahmen und deren Wirkung auf die Sicherheit des Radverkehrs untersucht. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt das Vorhaben finanziell und beratend.

Hintergrund und Ziele des Forschungsprojektes: In zahlreichen bayerischen Kommunen besteht ein sehr großes Interesse Alternativen zum Mischverkehr oder bessere Führungsmöglichkeiten für den Radverkehr zu finden. Wenn Radfahrer im Mischverkehr auf der Fahrbahn bei vergleichsweise hohen Kfz-Belastungen fahren, keine eigenen Flächen für den Radverkehr zur Verfügung stehen, kritische Verknüpfungsstellen oder Engstellen vorhanden sind, wird Handlungsbedarf für mehr Sicherheit für den Radverkehr gesehen. Immer wieder ist es aber auch einfach die Unsicherheit bei Radfahrern und Autofahrern wer wo fahren darf oder soll, die zu Konfliktsituationen führt. Mit dem Forschungsprojekt sollen Maßnahmen für mehr Fahrradfreundlichkeit und Verkehrssicherheit in den Kommunen evaluiert werden, denn nur wer sich als Radfahrer sicher fühlt, wird das Rad auch häufig benutzen.

Die AGFK Bayern untersucht gemeinsam mit den Projektpartnern in folgenden Modellversuchen in besonderen und kritischen Straßenbereichen spezielle Kennzeichnungen und ausgewählte Führungsformen für den Radverkehr, um die Situation für alle Verkehrsteilnehmer klarer und sicherer gestalten zu können:

  • Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn
  • Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht
  • Einseitige Schutzstreifen innerorts
  • Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen

Elf Bayerische Kommunen beteiligen sich an den Modellversuchen. Die Technische Hochschule Nürnberg untersucht die Wirkung der Maßnahmen auf die subjektive und objektive Sicherheit sowie die Wahrnehmung und ggf. Verhaltensveränderung bei allen Verkehrsteilnehmern. Die Evaluation der Wirkungen der Maßnahmen basiert vor allem auf empirischen Erhebungen mit Vorher-Nachher-Vergleich für die Untersuchungsstrecken. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Empfehlungen zu Einsatzkriterien der jeweiligen Maßnahme sowie ggf. auch Ausschlusskriterien herauszuarbeiten.

Bei den Projekten wird teilweise über die bisherigen Regelungen in der Straßenverkehrs-Ordnung und deren Verwaltungsvorschriften hinausgegangen. Laut AGFK Bayern Vorsitzenden Landrat Matthias Dießl können von den Modellprojekten zahlreiche Kommunen profitieren: "Ziel der AGFK Bayern ist es, mit den Ergebnissen der Modellversuche die geltenden Regelwerke fortzuschreiben. Wir wollen untersuchen, wie das Miteinander im Verkehr gerade an kritischen Stellen und in engen Straßen sicherer und besser gestaltet werden kann. Die Erkenntnisse aus den Modellversuchen könnten deshalb von bundesweitem Interesse sein."

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Frühjahr 2020 erwartet.

Teilnehmende Kommunen:

  • Andechs (Landkreis Starnberg): Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn
  • Cadolzburg (Landkreis Fürth): Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Erlangen: Fahrradpiktogramm auf Fahrbahn, einseitiger Schutzstreifen innerorts
  • Fattigau (Landkreis Hof): Fahrradpiktogramm auf Fahrbahn, einseitiger Schutzstreifen innerorts
  • Fürstenfeldbruck: Einseitiger Schutzstreifen innerorts, Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Gräfelfing: Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht
  • Gröbenzell: Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Regensburg: Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht, Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen
  • Weßling (Landkreis Starnberg): Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht
  • Wolfratshausen: Einseitiger Schutzstreifen innerorts
  • Wörthsee (Landkreis Starnberg): Einseitige Schutzstreifen innerorts

Quelle: AGFK Bayern am 14.10.2018

Brandenburg: Neuer Radweg in der Potsdamer Zeppelinstraße kommt bei vielen Menschen gut an

Wegen Überschreitungen der Luftschadstoff-Grenzwerte hat die Stadt Potsdam im Juli 2017 den Straßenraum auf der stark befahrenen Zeppelinstraße neu aufgeteilt, um den Autoverkehr zu reduzieren und Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel zu fördern. Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Online-Umfrage des IASS lobten, dass die Maßnahme die Sicherheit des Fahrradverkehrs erhöhe, äußerten jedoch auch deutliche Kritik: Pendler hätten es schwerer, Luftqualität und Lärmbelastung verbesserten sich nur in einem kleinen Bereich – zulasten der Nebenstraßen. An jeder Umfragerunde nahmen rund 3500 Personen teil, 800 davon beteiligten sich an beiden Runden

Der Radweg kommt gut an: Grundsätzlich von der Wirksamkeit der Maßnahme für die Luftqualität überzeugt zeigte sich nur ein Bruchteil der Befragten. Besonders Einwohnerinnen und Einwohner der Umlandgemeinden störten sich an der Einschränkung des Pkw-Verkehrs. Lob für den neuen Radweg und dessen Trennung vom Gehweg gab es hingegen von Potsdamer Einwohnerinnen und Einwohnern.

Trotz der sehr geringen Unterstützung der Verkehrsmaßnahme insgesamt würde fast die Hälfte der Befragten Investitionen in eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs grundsätzlich unterstützen. 75 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Stadt Potsdam dem Umweltschutz auch in anderen Bereichen hohe oder sehr hohe Priorität einräumen und entsprechende Finanzmittel bereitstellen sollte. Hierzu zählen auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich gegen die Maßnahme in der Zeppelinstraße aussprachen.

Gute Kommunikation von Verkehrsmaßnahmen wichtig: Das Auto ist immer noch das bevorzugte Verkehrsmittel. Bei der Frage nach der Bereitschaft, in Zukunft häufiger ÖPNV-Angebote zu nutzen, antworteten aber immerhin 39 Prozent der Befragten mit "Ja" oder "Vielleicht". Bei der Bereitschaft zum Fahrradfahren waren es sogar 49 Prozent. Hier besteht ein deutlicher Handlungsbedarf, diese Zielgruppe bei ihrem Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage wünschen sich bei der Umsetzung von alternativen Mobilitätsangeboten verständliche und klar kommunizierte Maßnahmenziele. Auch über die Luftqualität in Potsdam wollen die Befragten besser informiert werden.

Die künftige Verkehrsführung an der Zeppelinstraße ist noch nicht geklärt: Das Thema steht in den nächsten Wochen erneut auf der Agenda des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr.

Die Studie wurde vom IASS geleitet und finanziell gefördert. Die Bekanntmachung und inhaltliche Abstimmung der Umfrage erfolgte in Zusammenarbeit mit der Potsdamer Kampagne "Besser Mobil. Besser Leben". Die Ergebnisse der Umfrage sind in der Broschüre "Mobilität, Luftqualität und nachhaltige Städte" veröffentlicht.

Quelle: IASS Potsdam am 17.10.2018

Hessen: Hessens erste Radschnellverbindung - Ausbau Frankfurt-Darmstadt beginnt

Der Bau von Hessens erster Radschnellverbindung hat begonnen. Zum Spatenstich waren Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Behörden nach Egelsbach gekommen. Der erste Bauabschnitt führt von Egelsbach nach Darmstadt, das gesamte Projekt wird bis Frankfurt reichen. 

Der erste Bauabschnitt wird bis Frühjahr 2019 fertiggestellt: Nachdem der Regionalverband RheinMain 2015 die Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung erfolgreich abgeschlossen hatte, übernahm die Regionalpark Südwest gGmbH 2017 die Umsetzung des Projekts. Gebaut wird die insgesamt 30 km lange, asphaltierte und beleuchtete Strecke in fünf Abschnitten. Der erste Abschnitt zwischen Egelsbach, Erzhausen und Darmstadt-Wixhausen missst 3,64 km und wird voraussichtlich 4,34 Mio. Euro kosten. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2019 vorgesehen. Die restlichen Abschnitte sollen bis 2022 umgesetzt werden. Die Finanzierung erfolgt durch Investitionszuschüsse des Bundes, des Landes und den beteiligten Kommunen.

Vorbild für weitere Projekte in Hessen: Der Radschnellweg Frankfurt – Darmstadt ist Vorbild für weitere Projekte in Hessen wie beispielsweise Verbindungen von Baunatal, Vellmar und Kaufungen nach Kassel, von Frankfurt nach Hanau sowie von Darmstadt nach Mannheim und Heidelberg. 

Wirtschafts- und Verkehrsministerminister bezeichnete das Projekt als Meilenstein der Verkehrswende: "Das Fahrrad wird immer mehr zum Verkehrsmittel für Alltag und Arbeit – auch überörtlich. Diesem Trend bahnen wir gerne den Weg. Hessens erste Radschnellverbindung soll viele Berufspendler dazu bewegen, im wahrsten Wortsinn umzusatteln, denn künftig soll man auch aus dem Umland schnell, bequem und sicher auf zwei Rädern in die Innenstädte gelangen. Auch in anderen hessischen Ballungsräumen werden in den nächsten Jahren solche Verbindungen entstehen. Sie schonen das Klima, verbessern die Luftqualität und nutzen allen, auch den übrigen Verkehrsteilnehmern, denn sie entlasten das Straßensystem."

Hervorragende und vorbildliche Kooperation mit allen Beteiligten: Der Geschäftsführer der Regionalpark Südwest, Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel, zeigte sich sehr zufrieden, dass die Planungszeit des Abschnitts weniger als ein Jahr betragen hat. "Dies war nur durch die hervorragende und vorbildliche Kooperation mit allen beteiligten Kommunen, dem Kreis Offenbach, den Behörden, den beauftragten Planungsbüros sowie dem zuständigen Ministerium möglich". Die 1. Kreisbeigeordnete Claudia Jäger aus Offenbach wies auf die vorbildliche Fahrradplanung im Kreis Offenbach hin und äußerte sich sehr erfreut, dass im Kreis Offenbach nunmehr auch die Radschnellverbindung umgesetzt wird. "Wir haben gerne unseren Beitrag hierfür geleistet!"

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 16.10.2018

Hessen: Feldweg in Melsungen wird asphaltierter Radweg

Mit rund 95.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Melsungen beim Ausbau eines Radwegs. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 160.000 Euro. 

Feldweg wird asphaltierter Radweg: Um den Stadtteil Kirchhof besser an die Kernstadt anzubinden, wird ein Feldweg auf einer Länge von rund einem Kilometer zu einem asphaltierten Radweg mit drei Metern Breite ausgebaut. Die vorhandene Holzbrücke wird durch eine Stahlbetonkonstruktion ersetzt. Mit den Bauarbeiten soll voraussichtlich im Januar 2019 begonnen werden. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 26.10.2018

Hessen: Land unterstützt den Landkreis Fulda bei der Erstellung eines Radwegekonzeptes

Mit 36.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Landkreis Fulda bei der Erstellung eines Radwegekonzeptes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Montag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 60.000 Euro.

In einem ersten Schritt sollen die vorhandenen Radwege des Landkreises erfasst und nach verschiedenen Kriterien, wie baulicher Zustand, verkehrliche Situation sowie Verbindungen untereinander, analysiert werden. Nach einer Mängelanalyse wird dann ein Radwegekonzept erarbeitet, in dem auch die Zuständigkeiten von Kommunen und Baulastträgern berücksichtigt werden. Mit dieser Maßnahme möchte der Landkreis den Radverkehr als klimaschonende Alternative stärken. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 26.10.2018

Hessen: Mit drei Kilometern landesweit längste Fahrradstraße in Dreieich fertiggestellt

Eröffnung der Fahrradstraße zwischen Dreieich Sprendlingen Innenstadt und Buchschlag Bahnhof: Nachdem Anfang Dezember 2017 die ersten 2 Kilometer Fahrradstraße vom Bahnhof Buchschlag bis zur August-Bebel-Straße bereits eingeweiht werden konnten, wurde nun auch der letzte Bauabschnitt bis zur Hauptstraße in Sprendlingen fertiggestellt.

"Die erste Fahrradstraße in Dreieich ist eine wichtige Achse für Radfahrer*innen, um zügig und sicher den Bahnhof Buchschlag oder in umgekehrter Richtung die Sprendlinger Innenstadt zu erreichen. Sie verbindet somit die S-Bahn Station mit zentralen Einkaufsmöglichkeiten und dem Rathaus", erläutert Martin Burlon, Erster Stadtrat und selbst gerne Radfahrer.

Die Nutzer*innen freuen sich über die mit der Fahrradstraße einhergegangene Verbesserung und Attraktivitätssteigerung. Die Radfahrenden werden besser wahrgenommen, fühlen sich sicherer und können entspannt die gesamte Fahrbahnbreite nutzen. Der Überholdruck lässt nach und die Akzeptanz des Radfahrens auf der Fahrbahn durch den Kfz-Verkehr hat bereits spürbar zugenommen. Es wird zudem berichtet, dass die Pflanzbeete zur Geschwindigkeitsreduzierung und somit auch zur Lärmreduzierung beigetragen haben.

Wichtige Ziele der Maßnahme sind, die Nahmobilität zu fördern, nach den neuesten Regelwerken und Standards die Nebenstraßen für das Radfahren zu ertüchtigen, eine Verkehrsberuhigung zu erzielen und die raren Kfz-Stellplätze in der Kernstadt für die auf das Auto angewiesenen Verkehrsteilnehmer*innen freizuhalten.

Am 19.10.2018 wurde der letzte Bauabschnitt bis zum Stadtkern Sprendlingen eröffnet und den Bürgern offiziell übergeben. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf 345.000 Euro, die mit etwa 215.000 Euro vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) gefördert werden. Die mit drei Kilometern längste Fahrradstraße Hessens wurde in drei Bauabschnitten in 1 ½ Jahren realisiert.

Mitglieder des Runden Tisches Radverkehr sowie Mitarbeiter*innen der Stadt Dreieich gehen hier mit gutem Vorbild voran und zeigen radelnd, dass die Fahrradstraße eine attraktive Verbindung auf dem Arbeitsweg ist. Netter und gewünschter Nebeneffekt: Man macht gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit.

Die Maßnahme soll dafür sorgen, dass insbesondere auf den kurzen innerstädtischen Strecken mehr Bürgerinnen und Bürger vom Auto auf das Fahrrad oder ein elektrisch gestütztes Pedelec (E-Bike) umsteigen.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Die Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Quelle: Stadt Dreieich am 19.10.2018

Hessen: 590.000 Euro für Radfernweg R 7 in Grünberg

Mit rund 590.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Grünberg beim Ausbau des hessischen Radfernwegs R 7. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 840.000 Euro. 

Zurzeit verläuft der R 7 zwischen Grünberg und Göbelnrod auf den stark befahrenen Kreisstraßen 38 und 51. Dieser Abschnitt wird auf einen rund 2,4 Kilometer langen Wirtschaftsweg entlang der Bahnlinie Gießen - Fulda verlegt, der dafür eine drei Meter breite Asphaltbefestigung erhält. 

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Januar 2019 und sollen im Juli abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 18.10.2018

Hessen: Kassel macht Tempo bei der Förderung des Radverkehrs

"Bei der Förderung des Radverkehrs sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen", berichtete Verkehrsdezernent Dirk Stochla am 24. Oktober 2018 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr. Im letzten und in diesem Jahr seien zahlreiche Radverkehrsprojekte geplant und umgesetzt oder auf den Weg gebracht worden. Bei jeder Infrastrukturmaßnahme werde der Radverkehr gleichberechtigt integriert - nicht nur bei großen Umbaumaßnahmen, sondern auch bei Fahrbahn- und Brückensanierungen sowie in Anliegerstraßen. Neben der Errichtung von Radverkehrs-und Abstellanlagen seien eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen wie das Stadt- und Schulradeln sowie vielfältige Serviceangebote rund ums Radfahren weitere wichtige Bestandteile der städtischen Radverkehrsförderung.

Als in 2017 abgeschlossene Maßnahmen verwies Stochla insbesondere auf den Knotenpunkt Schönfelder Straße/Ludwig-Mond-Straße, den Gegenrichtungsradweg in der Kurfürstenstraße oder die Einrichtung der Fahrradstraße Fiedlerstraße. Im laufenden und im kommenden Jahr finden die Belange der Radfahrer beispielsweise bei den umfangreichen Bauarbeiten in der Druseltalstraße oder der grundhaften Erneuerung Wolfsgraben/Höheweg oder der Lärmsanierung der Bürgermeister-Brunner-Straße, Berücksichtigung.

Derzeit werde auch geprüft, ob weitere Fahrradstraßen eingerichtet werden können, dazu gehören etwa die Goethestraße oder die Simmershäuser Straße. Ferner wird der Radverkehr in die weiteren Planungen Wolfhager Straße/Bereich Drei Brücken, Bahnhof Wilhelmshöhe, Mönchebergstraße, Knotenpunkt Katzensprung (2. Bauabschnitt) oder Knotenpunkt Ludwig-Mond-Straße/Bosestraße einbezogen.

"Indem wir Kassel fahrradfreundlicher gestalten, tragen wir dazu bei, dass die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden und der Verkehr besser fließt", ist Verkehrsdezernent Stochla überzeugt. Um auf Dauer mehr Lebensqualität, bessere Erreichbarkeit sowie weniger CO2-und Lärmemissionen in der Stadt zu erreichen, ist die Förderung des Radverkehrs eines von mehreren strategischen Zielen des Verkehrsentwicklungsplans und des Integrierten Klimaschutzkonzepts. Die Topographie Kassels stelle angesichts der gewaltigen technologischen Entwicklung bei allen Komponenten moderner Fahrräder und des Siegeszugs von E-Bikes und Pedelecs kein Hindernis mehr dar.

Stochla ist deshalb zuversichtlich, dass es gelingen wird, den Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehrsaufkommen von derzeit etwa 9 Prozent auf 11 bis 14 Prozent bis 2030 zu erhöhen: "Wie ernsthaft dieses Ziel verfolgt wird, zeigt eindrucksvoll die engagierte Arbeit am Radverkehrskonzept."

Das Radverkehrskonzept soll dazu dienen, grundlegende Richtungsentscheidungen zu treffen. In Lageplänen und Steckbriefen werden Vorzugsvarianten dargestellt, die als Beispiele zu interpretieren sind. Durch dieses Maßnahmenbündel soll der Radverkehr gefördert werden. Es gibt fünf bedeutende Zielfelder, die durch die Radverkehrsförderung erreicht werden sollen:

  • Senkung des Flächenbedarfs der urbanen Mobilität;
  • Reduzierung der Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern durch qualitativ hochwertige Radverkehrsanlagen;
  • Steigerung der Luftqualität durch Entlastung der Luftverschmutzung;
  • Reduzierung des Verkehrslärms und damit Steigerung der Lebensqualität;
  • Verringerung des Energiebedarfs und des CO2-Ausstoßes.

"Mit diesen Bausteinen sind wir für die Zukunft gut gerüstet!", so Stochla abschließend.

Quelle: Stadt Kassel am 25.10.2018

Zur Originalpressemitteilung mit weiteren ausführlichen Informationen.

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg entlang der Landesstraße zwischen Ludwigslust und Schwerin durchgehend befahrbar

Verkehrsminister Christian Pegel hat am 04.10.2018 in Wöbbelin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) die beiden noch fehlenden Neubauabschnitte des straßenbegleitenden Radwegs an der Landesstraße 072 für den Verkehr freigegeben. Damit besteht ab sofort ein durchgehender Radweg zwischen beiden Städten.

Es handelt sich um eines der wichtigsten Neubauvorhaben von Radwegen an Landesstraßen in Westmecklenburg. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer war diese Maßnahme dringend erforderlich. Mit einer Verkehrsbelastung von mehr als 10.000 Kraftfahrzeugen und etwa 800 Lkw pro Tag (Stand Verkehrszählung 2015) ist die L 072 eine der am stärksten genutzten Straßen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

An der L 072 im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde in acht Monaten auf insgesamt etwa 7,1 Kilometern Länge ein Radweg in Asphaltbauweise gebaut. Dabei handelt es sich um den 4,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Abzweig Weselsdorf und dem knapp 2,9 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Ortseingang Wöbbelin sowie dem Abzweig Fahrbinde und der Kreuzung Goldenstädt (Kreisstraße K 12). Die Baukosten von insgesamt 1,49 Millionen Euro hat das Land Mecklenburg-Vorpommern aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Als Ausgleichsmaßnahme wurden u. a. in der Gemarkung Moraas 0,6 Hektar und in Zapel Dorf 2,3 Hektar Laubwald aufgeforstet. In der Gemarkung Pulverhof werden 42 Obstbäume gepflanzt und auf 1,6 Hektar Fläche ein Stieleichenwald angelegt.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 04.10.2018
 
Mecklenburg-Vorpommern: Usedom erhält Fördermittel für den Ausbau des Ostseeküstenradwegs zwischen den Ostseebädern Zempin und Koserow

Verkehrsminister Christian Pegel hat am 05.10.2018 an Dr. Barbara Syrbe, Landrätin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, einen Zuwendungsbescheid über etwa 530.000 Euro (Fördersatz 90 Prozent) für den Ausbau des Ostseeküstenradwegs auf der Insel Usedom übergeben. Die Förderung erfolgt nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus EFRE-Mitteln.

Der Landkreis plant, den Ostseeküstenradweg auf der Deichkrone zwischen dem Seebad Zempin und dem Seebad Koserow zu erneuern. Er soll auf einer Länge von drei Kilometern 2,5 Meter breit überwiegend in Asphaltbauweise ausgebaut werden.

Der Ostseeküstenradweg entlang des Deichs als touristischer Radfernweg ist sowohl bei Urlaubern als auch Einheimischen sehr beliebt. Mit der Erneuerung wird die Attraktivität des Radwegenetzes zwischen den beiden Seebädern deutlich verbessert.

Die Baukosten belaufen sich auf ca. 600.650 Euro. Davon trägt der Landkreis rund 71.000 Euro. Der Bau hat Ende September 2018 begonnen. Die Fertigstellung ist für Ende Juni 2019 und damit vor der touristischen Hochsaison geplant.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 04.10.2018
 

Niedersachsen: Neubau eines Radweges entlang der L 701 in Melle (Landkreis Osnabrück)

Am 29. Oktober 2018 begannen in Melle (Landkreis Osnabrück) die vorbereitenden Bauarbeiten für den Radweg an der Landesstraße 701 (Gerdener Straße). Dies teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück mit. Die Baustrecke selbst hat eine Länge von über 5 km; die Bautätigkeiten beginnen am Kreisverkehr mit der Landesstraße 91 (Riemsloher Straße) im Melle-Gerden und enden am Kreisverkehr Redecker Straße / Rahdenstraße in Melle-Neuenkirchen.

Für den Radwegbau sind umfangreiche Erdarbeiten, Kanalbauarbeiten, Leitungsverlegungen und Asphaltarbeiten auszuführen. Darüber hinaus ist ein neues Brückenbauwerk zu errichten. Im Zusammenhang mit dem Radwegbau sollen auch die Fahrbahn der Gerdener Straße und die angrenzenden Kreisverkehre erneuert werden.

Da es sich bei diesem Bauprojekt um sehr umfangreiche und zeitintensive Arbeiten handelt, ist von einer Bauzeit bis in den August 2019 auszugehen. Über die Winterzeit soll die Vollsperrung der Gerdener Straße allerdings aufgehoben werden. Die vom Land Niedersachsen getragenen Gesamtkosten für den Radwegbau und die Fahrbahnerneuerung belaufen sich auf insgesamt 2,7 Millionen Euro.

Quelle: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am 29.10.2018

Niedersachsen: 5,5 Kilometer langer Geh- und Radweg zwischen Hehlingen und Almke (Wolfsburg) eröffnet

Mit dem Durchfahren eines Torbogens, bei dem eine Glocke angeschlagen wurde, wurde am 22. Oktober 2018 der etwa 5,5 Kilometer lange Rad- und Gehweg an der Landesstraße 290 zwischen Hehlingen und Almke offiziell freigegeben. Knapp ein Jahr betrug die Bauzeit. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Niedersachsen und der Stadt Wolfsburg. Im Zuge des Bauprojektes erfolgte außerdem der Glasfaserausbau der Stadt. Dieser wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie das Land Niedersachsen gefördert.

Mit dem neuen Streckenabschnitt wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Schaffung eines flächendeckenden und die Ortsteile verbindenden Radverkehrswegenetzes in Wolfsburg vollzogen. Die Kosten für die Realisierung entfallen auf beide Partner zu gleichen Teilen. Das Vorhaben ist mit rund 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt selbst investiert an der Stelle etwa 1,4 Millionen Euro in das Gesamtprojekt.

Der Geh- und Radweg wurde in 2,5 Meter breiter Asphaltbauweise ausgeführt. Am Ortseingang Almke wurde dafür zusätzlich eine Mittelinsel erstellt, die einen sicheren Übergang an der Stelle gewährleisten soll. Im Zuge des Streckenverlaufs wurde zudem zum Überqueren des Meneckenbaches eine separate Brücke gebaut. Am Ende des Neubauprojektes wird die Einmündung der Landesstraße 322 (Am Kirchbrunnen) in die Landesstraße 290 (An den Äckern) optimiert und den Rahmenbedingungen angepasst.

Quelle: Sadt Wolfsburg am 22.10.2018

Zur Originalpressemitteilung
 

Nordrhein-Westfalen/Niederlande: Klimaschutz durch Radverkehr - die Europa-RadBahn zwischen Kleve (NRW) und Kranenburg (Nijmegen)

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die das Mitwirken aller in den unterschiedlichsten Bereichen erfordert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert und initiiert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele.

Im Rahmen der NKI Veranstaltung "Klimaschutz durch Radverkehr" in Berlin stellten nun Bernhard Klockhaus, Fachbereichsleiter Tiefbau und Marcel Janssen, Drittmittelakquisiteur das Projekt Europa-RadBahn vor, das gleich mehrere Besonderheiten aufweist: Ein Kooperationsprojekt der Kommunen Kleve und Kranenburg mit grenzüberschreitendem Bezug und einer Förderung durch Bundes- und Landesmittel.

"Ich freue mich, dass unser Projekt auf der Veranstaltung eine positive Resonanz erfahren hat", so Bernhard Klockhaus. "Wir haben die Möglichkeit genutzt, unsere Erfahrungen an die anderen Kommunen weiterzugeben und konnten im Gegenzug Erfahrungswerte aus anderen Projekten mitnehmen."

Infokasten: Die neue Europa-RadBahn versteht sich als Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative. Sie wird den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf das Rad auch im Alltagsverkehr erleichtern. So wird ein positiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet.

  • Sie verbindet nach Fertigstellung die Stadt Kleve und die Gemeinde Kranenburg mit dem niederländischen Oberzentrum Nijmegen.
  • Für die Verbindung wird die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Kleve und Nijmegen genutzt.
  • Länge: 11,12 km auf deutscher Seite, davon liegen 4,67 km auf Klever Stadtgebiet und 6,45 km führen durch die Gemeinde Kranenburg.
  • Die Trasse ist als RadBahn geplant. Auf mindestens drei Metern Breite ist ein Überholen im Zweirichtungsverkehr gewährleistet. Die RadBahn wird innerorts mit einer insektenfreundlichen LED-Beleuchtung sicher ausgeleuchtet, das gilt auch für die Knotenpunkte entlang der Strecke.
  • Rast- und Abstellplätze, Ladestationen und ein Radverleih ergänzen die Infrastruktur.

Die Gesamtkosten liegen bei ca. 6,52 Mio. Euro. Davon übernimmt der Bund ca. 4,3 Mio. Euro. Das Land NRW steuert noch einmal ca. 921.000 Euro bei. Den verbleibenden Eigenanteil von 1,3 Mio. Euro (15 Prozent) tragen die Stadt Kleve und die Gemeinde Kranenburg.

Weitere Informationen und den Film über die Europa-Radbahn finden Sie unter www.europa-radbahn.de

Quelle: Stadt Kleve am 02.10.2018

Nordrhein-Westfalen: Kreis Viersen startet Konzept für mehr Radverkehr. Bürger sollen ihre Ideen einbringen

Der Kreis Viersen wird dem Radverkehr im Kreisgebiet künftig noch mehr Struktur geben. Dazu hat die Kreisverwaltung nun ein umfassendes Radverkehrskonzept gestartet. "Wir werden konkrete Ideen und Konzepte entwickeln, um den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen", sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. "Gerade für die vielen Wege im Alltag ist das Fahrrad eine zeitlose und schnelle Alternative zum motorisierten Verkehr – und dabei nachhaltig, schadstofffrei, klimaneutral und geräuschlos.“"

Wie groß das Potential für den Radverkehr im Kreis Viersen ist, belegen die Zahlen der kreisweiten Haushaltsbefragung zur Mobilität aus dem Jahr 2016. Ein Fünftel aller täglichen Wege im Kreisgebiet wird mit dem Fahrrad zurückgelegt. Allerdings steigt die Hälfte der Kreisbevölkerung bei Wegstrecken zwischen zwei und fünf Kilometern ins Auto. "Dabei sind gerade diese Strecken für den Radverkehr besonders interessant", sagt Andreas Budde, Technischer Dezernent des Kreises Viersen.

Mehr als die Hälfte der Berufspendler mit Wohnort im Kreis hat den Arbeitsplatz ebenfalls im Kreisgebiet. Damit kann das Rad im Berufsverkehr eine viel größere Rolle einnehmen als bislang. Die steigende Zahl an Pedelecs verstärkt dies. "Dafür braucht es jedoch gute, sichere und schnelle Radwege – die Infrastruktur muss passen", erklärt Sandra Sieg, stellvertretende Abteilungsleiterin für Kreisentwicklung beim Kreis Viersen.

Wichtige Ansatzpunkte sind alternative Radwegeführungen und die Suche nach Lückenschlüssen im Wegenetz – auch in die umliegenden Städte außerhalb des Kreisgebiets. Die Sanierung baulicher Mängel steht ebenso auf der Agenda. Weitere Schwerpunkte werden sein, Radabstellanlagen zu planen, das Wegenetz besser mit Bus und Bahn zu verknüpfen und die Verkehrsführung an wichtigen Knotenpunkten zu verbessern.

Der Kreis Viersen hat das "büro stadtVerkehr" aus Hilden mit dem Radverkehrskonzept beauftragt. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Anregungen einbringen. Auf der Online-Plattform www.buergerbeteiligung.de/radverkehr-kreisviersen kann jeder bis Jahresende seine Ideen und Kritikpunkte eintragen und auf einer interaktiven Karte des Kreises markieren. "Diese Ergebnisse fließen in unsere Empfehlungen als wichtige Kennziffer mit ein", sagt Jean-Marc Stuhm, geschäftsführender Gesellschafter des Planungsbüros. Die Online-Plattform ist ab sofort bis zum 31. Dezember 2018 freigeschaltet. Ein Link befindet sich auf der Homepage des Kreises Viersen (rechte Spalte).

Hintergrund: Der Kreis Viersen ist seit 2007 Mitglied in der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Kreise). In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte realisiert – etwa die Einführung des Knotenpunktsystems. Aktuell arbeitet der Kreis gemeinsam mit den Städten Willich, Mönchengladbach und Krefeld an einem Radschnellweg zwischen den Hauptbahnhöfen in Mönchengladbach und Krefeld. Neben solchen Leuchtturmprojekten soll sich das Radverkehrskonzept nun strukturell dem Fahrrad widmen – und seine Bedeutung vor allem im Alltagsverkehr steigern. Das Konzept wird über die Nationale Klimaschutzinitiative als Klimaschutzteilkonzept Mobilität zu 50 Prozent mit Bundesmitteln gefördert.

Quelle: Kreis Viersen am 05.10.2018

Nordrhein-Westfalen: Rad-Verkehrsführung am Aegidiitor in Münster wird verändert - Radweg breiter / Mehr Sicherheit / Verkehrsregeln und Rücksicht

Wer auf der Promenade Richtung Aasee unterwegs ist, kennt die Situation: An der Kreuzungsstelle Aegidiistraße / Aegidiitor kann es kompliziert werden, denn aus fünf Richtungen sammelt sich dort der Radverkehr. Zusätzlich müssen Fußgänger und der Kfz-Verkehr im Blick behalten werden. Wer nicht aufpasst, läuft Gefahr, mit anderen  Verkehrsteilnehmern und Verkehrsteilnehmerinnen zu kollidieren. Immer wieder kam es in der Vergangenheit auch zu schweren Unfällen zwischen Radfahrern und Radfahrerinnen. 

Alle Versuche, die Situation mit Maßnahmen wie der Änderung der Beschilderung, Straßenmarkierungen und Kontrollen zu entschärfen, haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Um eine Verbesserung der Verkehrssicherheit zu erreichen, hat die Unfallkommission der Stadt Münster nun umfassende bauliche Maßnahmen für diesen Bereich beschlossen. Diese Arbeiten beginnen am kommenden 5. November 2018

Der Radweg am Aegidiitor zwischen Aegidiistraße und Am Stadtgraben wird verbreitert, auch die Fahrbahnmarkierung dort wird erneuert. Außerdem werden Straßenlaternen versetzt und der Standort von Verkehrsschildern überprüft und optimiert. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte November abgeschlossen sein. Die Bäume an Promenade und Aegidiitor bleiben von den Veränderungen unberührt.

Auch nach Abschluss der Arbeiten wird die Verkehrssituation an dieser Stelle von der Stadt Münster genau beobachtet. Allerdings: auch die besten Veränderungen helfen wenig, wenn die Verkehrsregeln nicht eingehalten werden und keine Rücksicht genommen wird. 

Quelle: Stadt Münster am 30.10.2018

Nordrhein-Westfalen: Radwegneubau entlang der Kreisstraße 60 in Rhede (Kreis Borken)

Am 29. Oktober 2018 begannen der Kreis Borken und die Stadt Rhede mit dem Neubau eines Radweges entlang der Kreisstraße K 60 in Rhede zwischen der Jahnstraße und Krechting. Die Bauarbeiten werden in drei Abschnitte aufgeteilt. Der erste Bereich beginnt an der Jahnstraße und endet an der Updarpsstegge. Der zweite Bauabschnitt geht bis zum Dennenpass und der dritte bis Krechting. Der neue Radweg hat eine Länge von 2.800 Meter und wird in einer Breite von  2,50 Meter angelegt. Die Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant.

Die Arbeiten werden von dem Bauunternehmen Twentse Wegen Waterbouw aus Oldenzaal ausgeführt. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 665.000 Euro.

Quelle: Kreis Borken am 24.10.2018

Nordrhein-Westfalen: Kreis Unna erhöht seinen Anteil an der Finanzierungsumlage für den Ruhrtal-Radweg

Er ist einer der drei beliebtesten Radwege in Deutschland und tangiert mit Fröndenberg, Holzwickede und Schwerte gleich drei Kommunen. Seit 2015 ist der Kreis als Projektpartner des Ruhrtal-Radweges dabei und steuert 1.000 Euro pro Jahr als Umlage bei. Ab 2019 werden es 100 Euro mehr. Das beschloss der Kreistag.

Das Geld ist gut angelegt. Der rund 240 Kilometer lange Ruhrtal-Radweg verläuft zwischen Duisburg und Winterberg und ist längst mehr als nur ein Angebot für Radtouristen. Sie haben die Schönheiten der Landschaften und Städte längs der Ruhr als erste für sich entdeckt, erzählen ihre Eindrücke inzwischen vielerorts weiter und tragen so mit zu einem Imagewandel der manchmal immer noch nur mit Kohle und Stahl in Verbindung gebrachten Region bei.

Die Finanzierung des Ruhrtal-Radwegs funktioniert über ein Zwei-Säulen-Modell aus privaten und öffentlichen Beteiligungen. Von privater Hand fließen jährlich rund 75.000 Euro in das Projekt. Eine entsprechende Beteiligung der öffentlichen Partner wie der Anrainerstädte und -kreise gilt aber dennoch als unverzichtbar.

Quelle: Kreis Unna am 10.10.2018

Schleswig-Holstein: Land und Landesbetrieb erweitern Sanierungsoffensive für Landesstraßen - Bis 2022 fließen 360 Millionen Euro in marode Strecken, Brücken und 400 Kilometer Radwege

Mehr Geld, mehr Personal, mehr Baustellen: Die 2017 gestartete Sanierungsoffensive für das 3.541 Kilometer umfassende Landesstraßennetz in Schleswig-Holstein wird weiter ausgedehnt. Aktuell sind über 950 Kilometer Landesstraßen dringend sanierungsbedürftig, rund 900 Kilometer davon sollen in den kommenden vier Jahren wieder flottgemacht werden. Hinzu kommen Sanierungen von über 400 Kilometer Radwegen und über 50 Brücken. Dafür stellt die Landesregierung allein bis 2022 rund 360 Millionen Euro zur Verfügung. Parallel dazu soll das bereits auf 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockte Personal in diesem Bereich mittelfristig nochmals deutlich erweitert werden...

Erhaltung der Radwege: Schleswig-Holstein hat ein großes Radwegenetz an Landesstraßen zu betreuen. Es besteht aus insgesamt 2.333 km Radwegen, 64 Prozent der Landesstraßen sind mit einem Radweg versehen.

Der Zustand der Radwege an Landesstraßen in Schleswig-Holstein wurde erstmalig im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundes in 2009 erfasst. Da die Zustandserfassung von Radwegen besonders aufwendig ist und zudem in Deutschland noch keine festen Standards hierfür definiert sind, hat der LBV.SH in 2018 zunächst eine Zustandserfassung eines Teilnetzes der Radwege an Landesstraßen beauftragt. Um realitätsnahe Ergebnisse zu erzielen, wird dafür ein speziell ausgestattetes Fahrrad eingesetzt. Es liegt damit zwar kein flächendeckendes Zustandskataster der Radwege an Landesstraßen vor, aber dank statistischer Methoden können dennoch Aussagen über den Zustand der Radwege an Landesstraßen in Schleswig-Holstein getroffen werden.

Entsprechend der Altersstruktur der Radwege hat sich die Substanz der Radwege an Landesstraßen in Schleswig-Holstein von 2009 nach 2018 spürbar verschlechtert. Derzeit sind rund 15 Prozent des Radwegenetzes sanierungsbedürftig. Ein strukturelles Problem der Radverkehrsinfrastruktur an Schleswig-Holsteins
Landesstraßen ist darüber hinaus oftmals auch eine unzureichende Breite. Insbesondere bei stark frequentierten Radverkehrsstrecken kommt es hier regelmäßig zu Konfliktsituationen zwischen den Radfahrenden. Diese Defizite können durch Erhaltungsmaßnahmen nicht beseitigt werden und erfordern Ausbaumaßnahmen.

Im Sinne der koordinierten Erhaltungsplanung werden aus Effizienzgründen sanierungsbedürftige Radwege grundsätzlich im Zusammenhang mit den anstehenden Fahrbahnsanierungen durchgeführt. Im Gegensatz zur letzten Legislaturperiode erfolgt dies unabhängig von ihrer Bedeutung im Landesweiten Radverkehrsnetz. Fahrbahnunabhängige Radwegsanierungen beschränken sich hingegen zunächst auf Streckenabschnitte mit herausgehobener Bedeutung im Landesweiten Radverkehrsnetz. Die Kriterien hierfür sind:

  • Bestandteil im Landesweiten Radverkehrsnetz bzw. in einem vergleichbaren kreisweiten Radverkehrsnetz,
  • intensive Nutzung durch Radfahrerinnen und Radfahrer,
  • Verkehrsbelastung deutlich über dem Durchschnittswert und
  • Verkehrssicherheitsaspekte

Bei gravierenden Abweichungen des Zustandes der Radverkehrsanlage von den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) sollte bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen geprüft werden, ob auch eine Anpassung des betroffenen Abschnittes z.B. bezüglich des Querschnittes als Radwegausbaumaßnahme in Kooperation mit den Kommunen analog dem Radwegeneubau angestrebt werden sollte.

Quelle und weitere Details: Strategie zur Entwicklung der Landesstraßen in Schleswig-Holstein 2019–2030 (PDF, 539KB)

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus am 29.10.2018

Thüringen: Neuer Radweg im Südharz zwischen Neustadt und Niedersachswerfen (Landkreis Nordhausen)

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, nahm am 25. Oktober 2018 die Verkehrsfreigabe für den neuen Radweg von Niedersachswerfen über Harzungen bis Neustadt entlang der Landesstraße 1037 im Südharz (Landkreis Nordhausen) vor.

"Der gut vier Kilometer lange Radweg ist ein wichtiger Beitrag für die Verkehrssicherheit der Radfahrer und Fußgänger, die zwischen Niedersachswerfen, Harzungen und Neustadt unterwegs sind. Besonders wichtig ist mir, dass auch die schwächsten Verkehrsteilnehmer besser geschützt werden, die Kinder auf ihrem täglichen Schulweg zwischen Harzungen und der Grund- oder Regelschule in Niedersachswerfen", sagte Ministerin Keller heute in Neustadt. "Schon als Landrätin in Nordhausen habe ich mich für diese Baumaßnahme eingesetzt und bin nach wie vor davon überzeugt, dass sie von großer Bedeutung für die Region ist."

Rund 2,2 Millionen Euro wurde in die Neu- und Ausbaumaßnahme investiert. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Freistaat Thüringen, der Landgemeinde Harztor und den Gemeinden Harzungen und Neustadt. Der Kostenanteil des Landes betrug gut 1,2 Mio. Euro. Die Kommunen trugen knapp eine Million Euro zur Finanzierung bei, wobei davon gut 860.000 Euro aus Landesmitteln für den kommunalen Straßenbau stammen. Die Baumaßnahme beinhaltet neben dem Radweg auch die Deckensanierung der Ortsdurchfahrt Neustadt, die Straßenbeleuchtung und eine neue Brücke über den Kappelbach. Darüber hinaus wurde eine Trinkwasserleitung zwischen Neustadt und Harzungen verlegt und die Hausanschlussleitung in Harzungen erneuert. In weniger als einem Jahr wurden die Baumaßnahmen abgeschlossen.

Hintergrund: In Nordthüringen sind bislang an Bundes- und Landesstraßen über 300 Kilometer Rad- und Gehwege sowie Rad- und Wirtschaftswege gebaut worden. Der neue Radweg wird Teil des über 300 Kilometer langen Harzrundwegs sein und so den Radtourismus im Südharz stärken.

Rund 6 Prozent ihrer Wege legen die Thüringerinnen und Thüringer derzeit mit dem Rad zurück. Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, diesen Wert auf 12 Prozent bis 2025 zu verdoppeln. "Als Landesregierung arbeiten wir intensiv daran, die nötige Infrastruktur für sicheres Radfahren bereitzustellen. Denn nur wenn wir überzeugende Angebote machen und die Bedürfnisse der Radfahrer ernst nehmen, werden die Menschen in Thüringen öfter aufs Rad steigen", so Verkehrsministerin Keller.

Dazu fließen in Zukunft zehn Prozent der Mittel, die für Erhaltung, Um- und Ausbau der Landesstraßen vorgesehen sind, in Radwege an Landesstraßen. Noch 2015 waren dafür nur 1,5 Millionen Euro eingeplant, für 2018 und 2019 sind es jährlich fast 5 Millionen Euro.

Quelle: Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am 25.10.2018

Zur Originalpressemitteilung

 

Meta Infos
Stand der Information
31. Oktober 2018
Quelle
difu
Land
Deutschland
Baden-Württemberg
Bayern
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Schleswig-Holstein
Thüringen
Handlungsfelder NRVP
Infrastruktur
Radverkehrsplanung und -konzeption
Fahrradthemen
Beteiligung/Partizipation
Finanzierung
Infrastruktur
Radschnellwege
Statistik
Schlagworte
Fahrradwegebau