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Juli 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Entwurf für überarbeitetes Straßengesetz - Landesverkehrsministerium für Verkehr stellt Weichen für Radschnellwege

Straßengesetz erleichtert den Bau von Radschnellwegen und ermöglicht reservierte Carsharing-Stellplätze auf Straßen

Das Ministerium für Verkehr hat dem Kabinett am 24. Juli 2018 den Entwurf für das überarbeitete Straßengesetz vorgelegt. Nach der Novellierung des Bundesfernstraßengesetzes, das nun die finanzielle Förderung von Radschnellwegen in der Baulastträgerschaft der Länder, Kreise und Gemeinden ermöglicht, muss das Landesrecht entsprechend angepasst werden. Damit wird eine umfassende Teilhabe am Förderprogramm gewährleistet. Gleichzeitig soll es künftig erlaubt sein, reservierte Stellplätze im öffentlichen Straßenraum für das Carsharing im Rahmen einer Sondernutzung zu schaffen.

"Radschnellwege eröffnen ein großes Potenzial, die Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene zu entlasten, daher ist es unser erklärtes Ziel, entlang dieser Achsen Radschnellwege auch schnell zu bauen", erläuterte Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL.

Auch Carsharing leistet einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Mobilität. Ein Carsharing-Auto kann bis zu 20 private Autos ersetzen. Carsharing kann auch den öffentlichen Straßenraum von acht bis zwölf parkenden Autos entlasten. Nachdem der Bund mit dem Carsharinggesetz eine Sondernutzung im öffentlichen Straßenraum an Bundesstraßen zugelassen hat, soll nun auch an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen das Carsharing ermöglicht werden. Durch die Schaffung reservierter öffentlicher Flächen für Carsharing, zum Beispiel in unmittelbarer Nähe zu Bus- oder Bahnhaltestellen, kann die Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern erleichtert und so eine Lücke im Umweltverbund geschlossen werden. Das Straßengesetz wird im Land die Grundlage hierfür bilden. "Carsharing ist eine entscheidende Säule der Mobilität der Zukunft. Mit den Anpassungen in Straßengesetz schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Baden-Württemberg als Carsharing-Land Nummer 1 weiter zu entwickeln. Mit den neuen Regeln kann Carsharing endlich besser ausgebaut werden", sagte Minister Hermann weiter.

Der Entwurf soll nun den Verbänden zur Anhörung zugeleitet werden.

Hintergrund: Nach der derzeitigen Rechtslage sind die Gemeinden Baulastträger selbstständiger Radwege. Damit auch das Land und die Kreise Radwege planen und bauen können, bedarf es einer Anpassung des Straßengesetzes. Mit der Kabinettsbefassung sind hierfür die Weichen gestellt.

Mit dem Erlass des Carsharinggesetzes des Bundes im vergangenen Jahr wurde die Rechtsgrundlage für reservierte Stellplätze für stationsbasiertes Carsharing an Bundesstraßen geschaffen. Die entscheidenden Rechtsverordnungen des Bundes, zum Beispiel über die Kennzeichnung von Carsharingfahrzeugen und über die Beschilderung zur Parkbevorrechtigung, stehen noch aus. Das Land schafft aber parallel bereits die straßenrechtlichen Voraussetzungen für das Carsharing an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen, damit die neuen Regelungen dann möglichst schnell landesweit angewendet werden können. Künftig soll die Schaffung reservierter Stellplätze im öffentlichen Straßenraum für das Carsharing im Rahmen einer Sondernutzung erlaubt sein. Sobald die entsprechenden Rechtsverordnungen des Bundes erlassen sind, können Flächen entsprechend ausgewiesen und Fahrzeuge gekennzeichnet werden.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 26.07.2018

Baden-Württemberg: "Masterplan Radverkehr - E-Bike-City Reutlingen" ist fertig

Der "Masterplan Radverkehr - E-Bike-City Reutlingen" ist fertig. Der Masterplan wurde, nach Vorberatung im Fachausschuss am 19.07.2018 in den Gemeinderat zu Entscheidung gebracht. Vorher bot die Stadtverwaltung allen Interessierten die Gelegenheit, den Entwurf bei einer Info-Veranstaltung am 20. Juni kennen zu lernen. Die Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz und Dr. Ralf Kaulen vom Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen stellten den Masterplan den Bürgerinnen und Bürgern vor. 

Alle Dokumente zum Masterplan können unter www.reutlingen.de eingesehen werden.

Quelle: Stadt Reutlingen am 23.07.2018 

Baden-Württemberg: Heidelberg geht Rad-Offensive an - OB stellt Maßnahmenbündel vor - Zusätzliche Radachse vom Süden ins Neuenheimer Feld

Heidelberg ist eine Fahrradstadt. Das Fahrrad ist Verkehrsmittel Nummer eins in der Stadt: 35 Prozent der Bürgerinnen und Bürger legen hauptsächlich mit dem Velo ihre Wege innerhalb der Stadt zurück – ein Wert, den in Deutschland nur wenige andere Radhochburgen wie Münster oder Freiburg erreichen. "Wir wollen die Attraktivität für die Radfahrer weiter steigern", erklärt Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner. "Dazu gehen wir eine Rad-Offensive mit einem ganzen Maßnahmenbündel an." Gemeinsam mit Heidelbergs Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck, Alexander Thewalt, Leiter des Amts für Verkehrsmanagement, und dem städtischen Radverkehrsbeauftragten Jochen Sandmaier stellte er das Maßnahmenbündel bei einer Radtour vor Ort vor.

Der aktuell größte Brocken innerhalb der Offensive: Der Bau einer zusätzlichen Rad-Achse vom Heidelberger Süden über den Neckar in das Neuenheimer Feld. Zu Spitzenzeiten sind hier jeden Tag rund 12.000 Menschen auf zwei Rädern unterwegs. "Das ist ein schöner Erfolg unserer Radpolitik. Auf den wollen wir aufbauen. Wir brauchen deshalb eine Nord-Süd-Achse in einer ganz neuen Qualität", so OB Würzner. Die zusätzliche Achse kommt auch dem Kraftverkehr zugute: Da Rechtsabbieger weniger Radfahrer zu berücksichtigen haben, wird der Verkehrsfluss auf der Mittermaierstraße besser und sicherer.

Wie die neue Qualität aussehen soll, ist schon heute zu sehen: Die Stadt hat in den vergangenen Jahren eine neue Trasse von der Südstadt in die Bahnstadt angelegt. Auf den ehemaligen Bahntrassen werden Radfahrer und Fußgänger gemeinsam geführt. Die gesamte Trasse ist kreuzungsfrei: Straßen werden per Brücken überspannt. "Das Angebot kommt hervorragend an", freut sich der Oberbürgermeister. "In einer noch besseren Qualität setzen wir die Trasse fort bis an den Ort, der den meisten Verkehr in Heidelberg anzieht: das Neuenheimer Feld." Bei dem hohen Verkehrsaufkommen an Radfahrern legt die Stadt Radwege grundsätzlich nur noch getrennt vom Fußverkehr an. Diese Trennung des schneller werdenden Radverkehrs vom Fußverkehr dient neben dem Komfort für beide der Sicherheit.

Die Stadt geht jetzt die zwei letzten großen Teilprojekte für die Nord-Süd-Achse an. Die Gneisenaubrücke verbindet die Bahnstadt mit Bergheim über die Bahngleise hinweg. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium. Das Geld – 8,5 Millionen Euro – steht bereits bereit, inklusive Fördermitteln von 1,7 Millionen Euro durch das Land. "Wir haben das Ziel, dass wir noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen können", erklärt OB Würzner. An die Gneisenaubrücke soll sich eine Rad- und Fußwegverbindung über den Neckar ins Neuenheimer Feld anschließen. Hierzu startet die Bürgerbeteiligung am kommenden Freitag, 13. Juli 2018.

Die Stadt wächst – und mit ihr das Verkehrsaufkommen

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck erklärt: "Der Verkehr ist die wichtigste Herausforderung in unserer Stadt – das ergibt regelmäßig die Heidelberg-Studie. Ein Grund ist, dass wir uns in einem innerstädtischen Bereich bewegen, der hoch verdichtet ist, und das Straßennetz ist weder quantitativ noch qualitativ den heutigen Anforderungen gewachsen. Heidelberg ist eine dynamisch wachsende Großstadt – auch das Verkehrsaufkommen erhöht sich kontinuierlich." In nur zehn Jahren sei die Einwohnerzahl um rund 15.000 Bürgerinnen und Bürger gestiegen. Mit der Entwicklung der Bahnstadt und der Konversionsflächen setze sich der Trend fort. "Mit der umfassenden Stärkung des Fahrradverkehrs drehen wir an einer wichtigen Stellschraube."

Fokus auf Fahrradhauptachsen und Lückenschluss des Radwegenetzes

Daneben ist die Weiterentwicklung der Ost-West-Achse geplant. Sie sieht beispielsweise eine Umgestaltung des Adenauerplatzes vor. Dort soll die Radwegeführung in Ost-West-Richtung klarer strukturiert werden, unter anderem mit neuen Fahrradstreifen und Ampeln. Die Arbeiten sollen ab Februar 2019 beginnen, die Gesamtkosten belaufen sich auf voraussichtlich 1,15 Millionen Euro.

Hinzu kommt der schrittweise Lückenschluss des bestehenden Radwegenetzes. Die Stadt hat hierzu ein Programm definiert, um 15 Lücken zu schließen. Das Spektrum reicht von wenigen Metern wie in Neuenheim an der Haltestelle Kußmaul-Straße bis hin zu mehreren Kilometern entlang der Peterstaler Straße in Ziegelhausen. Ebenfalls geplant sind weitere Fahrradstraßen. In der Vorbereitung sind derzeit 20 Abschnitte.

Deutliche Verbesserungen im Radwegenetz realisiert Heidelberg auch im Rahmen anderer Verkehrsprojekte. So bekommen Radfahrer beispielsweise zwei eigene Spuren auf der neuen Brücke nach Eppelheim, die im Rahmen des Mobilitätsnetzes gebaut wird. Auch am Hauptbahnhof verbessert sich die Situation künftig für Radler im Zuge des Umbaus des Bahnhofsvorplatzes.

Radschnellverbindungen in die Nachbarkommunen

Gemeinsam mit anderen Kommunen und dem Verband Region Rhein-Neckar setzt sich die Stadt Heidelberg dafür ein, interkommunale Radschnellwege zu schaffen. Hintergrund ist, dass Heidelberg eine Stadt mit sehr hoher Pendlerquote ist: Der Anteil der Einpendler an den Beschäftigten am Arbeitsort beträgt 70 Prozent. Anvisiert werden Radschnellwege in nördlicher Richtung entlang der Bergstraße bis nach Darmstadt, nach Südwesten bis Schwetzingen, nach Süden bis Bruchsal. Zudem soll die Radverbindung nach Leimen ausgebaut werden. Für den Radschnellweg in Richtung Westen nach Mannheim hat das Land Baden-Württemberg die Baulastträgerschaft übernommen. Auch hier ist eine Bürgerbeteiligung geplant. Am Donnerstag, 12. Juli 2018, findet eine öffentliche Veranstaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe in der Stadthalle statt.

"Unsere Vision ist eine schnelle und komfortable Fahrradwegeverbindung von Schwetzingen über Heidelberg bis nach Darmstadt beziehungsweise bis nach Mannheim“, sagte Alexander Thewalt, Leiter des Amts für Verkehrsmanagement. "Mit Pedelecs und E-Bikes lassen sich heute auch größere Distanzen zurücklegen – ohne verschwitzt ins Büro zu kommen. Fast jeder dritte Weg, der mit dem Auto gefahren wird, ließe sich ersetzen, wenn die Potenziale des Fahrrads ausgeschöpft werden. Das hat eine Studie des Umweltbundesamts vor fünf Jahren ergeben. Aus Fahrradmetropolen wie Amsterdam oder Kopenhagen weiß man, dass mit der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur der Anteil an Fahrradfahrerinnen und -fahrer erheblich ansteigt. Daher sind wir mit unseren Radverkehrsaktivitäten auf einem guten Weg."

Heidelberg deutschlandweit unter Top 10 fahrradfreundlicher Kommunen

Auf dem Fahrradklima-Index des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), der die Fahrradfreundlichkeit von Kommunen misst, rangiert Heidelberg bundesweit auf Platz 7 unter den Städten vergleichbarer Größenordnung. Jochen Sandmaier, seit 2014 Fahrradbeauftragter bei der Stadt Heidelberg, berichtete: "Das Fahrrad ist seit mehr als einem Jahrzehnt das beliebteste innerstädtische Verkehrsmittel in Heidelberg. Im regelmäßigen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern nehme ich wahr, dass sich immer mehr Menschen fürs Fahrradfahren begeistern. Der siebte Platz auf dem Fahrradklima-Index ist uns ein Ansporn, im Urteil der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer noch besser zu werden."

Kleinere Maßnahmen verbessern Fahrkomfort und Sicherheit der Radfahrer

Zu der Fahrrad-Offensive gehören unter anderem die 2015 erfolgte Einrichtung des öffentlichen Fahrradvermietsystems VRNnextbike. Es hält aktuell 29 Stationen mit Mieträdern in Heidelberg bereit. Zudem fördert die Stadt die Anschaffung von Lastenrädern und -anhängern. Seit einigen Monaten können Interessierte kostenlos zwei Lastenräder ausleihen, um die Alltagstauglichkeit zu testen. In den vergangenen vier Jahren hat die Stadt Heidelberg 830 zusätzliche Fahrradstellplätze im gesamten Stadtgebiet eingerichtet. Rund um den Hauptbahnhof – einen Hotspot des Fahrradparkens – gibt es aktuell 100 Abstellmöglichkeiten mehr als zuvor. Mittelfristig soll ein Fahrradparkhaus mit 800 bis 1.000 Stellplätzen entstehen.

Aktivitäten im Rahmen der Initiative RadKULTUR sollen die Freude am Fahrradfahren erhöhen. Mit Aktionen wie "plus 5 Minuten" und "Schulterblick" soll die Verkehrssicherheit erhöht werden. So werden Fahrradfahrerinnen und -fahrer animiert, mehr Zeit für ihren Weg einzuplanen, um kritische Situationen zu vermeiden. Autofahrerinnen und -fahrer werden sensibilisiert, beim Abbiegen stärker auf Radfahrer zu achten.

Weitere Informationen zu Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten rund um den Fahrradverkehr:

Neue Rad- und Fußgängerverbindung über den Neckar: Informationen zur Bürgerbeteiligung sind verfügbar unter www.heidelberg.de/radverbindung. Die Online-Bürgerbeteiligung startet am Freitag, 13. Juli 2018. Eine Veranstaltung für Bürgerinnen und Bürger ist am Dienstag, 17. Juli 2018, um 18 Uhr im Bürgerhaus B³ in der Bahnstadt geplant.

Radschnellverbindung nach Mannheim
Das Regierungspräsidium Karlsruhe lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur Kick-Off-Veranstaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung am Donnerstag, 12. Juli 2018, um 18 Uhr in den Meriansaal der Stadthalle Heidelberg ein.

Heidelbergs Fahrradstraßen im Überblick zum Download (1,653 MB)

Quelle: Stadt Heidelberg am 09.07.2018

Baden-Württemberg: Wichtige Lücke im Radwegenetz zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen geschlossen

Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, hat gemeinsam mit Klaus Tappeser, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen, sowie Stephan Neher, Oberbürgermeister der Stadt Rottenburg und Joseph Reichert, Bürgermeister der Gemeinde Ofterdingen, den Radweg zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen an der Landesstraße 385 (L 385) für den Verkehr freigegeben.

Der Radweg zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen ist Teil des Radwegebauprogramms beziehungsweise Maßnahmenplans 2017-2020 des Landes und des Radwegenetzkonzeptes des Landkreises Tübingen. "Um die Attraktivität des Fahrradverkehrs in Baden-Württemberg zu steigern, baut die Landesregierung die Radverkehrsinfrastruktur aus. Wir werden die Verkehrsverhältnisse für die Radfahrerinnen und Radfahrergrundlegend verbessern, vor allem sicherer gestalten. Deshalb unternimmt das Verkehrsministerium große Anstrengungen, den Ausbau des Radwegenetzes in ganzen Land voranzubringen. Der Lückenschluss an der L 385 ist ein gutes Beispiel für sicheren und schnellen Radverkehr zwischen Ortschaften", so Minister Hermann.

"Ich freue mich, dass wir heute den Radweg, der seit mehr als 20 Jahren auf der Wunschliste der beiden Kommunen steht, für den Verkehr freigeben. Wir stärken damit insbesondere die Sicherheit des Radverkehrs, da nun nicht mehr auf der vielbefahrenen L 385 geradelt werden muss", so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Große Bedeutung für den Freizeit- und Alltagsradverkehr

Im November 2017 wurde mit den Arbeiten für den Neubau des 4,2 Kilometer langen Radweges zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen an der L 385 begonnen. Die bereits bestehenden Wege waren nicht durchgängig für den Radverkehr geeignet. Mit dem Ausbau wurde nun eine durchgängige Radwegverbindung durch die FFH-Gebiete des "Rammerts" und des Naturschutzgebiets "Katzenbach-Dünnbachtal" geschaffen. Im Bereich eines neu gebauten Abschnitts des Radwegs wurde auch eine neue Aluminiumkonstruktion über den Katzenbach erstellt. Des Weiteren wurden fünf bestehende Brückenbauwerke saniert und mit neuen radverkehrskonformen Geländern ausgestattet. Für den Freizeit- und Alltagsradverkehr ist der neue Radweg von großer Bedeutung, da er eine Lücke im bestehenden Radwegenetz schließt.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen rund 1,41 Millionen Euro. Der Löwenanteil von 1,31 Millionen Euro werden vom Land Baden-Württemberg getragen. Die restlichen Kosten für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Brücken kommunaler Baulast finanzieren die Stadt Rottenburg am Neckar und die Gemeinde Ofterdingen. In deren Baulast geht auch mit Abschluss der Bauarbeiten der Großteil des Radweges über.

Quelle: Fahrradland Baden-Württemberg am 25.07.2018

Baden-Württemberg: Neue Fuß- und Radwegbrücke schließt Bammental ans RadNETZ an

Minister Hermann: Sicher Pendeln zu Fuß und mit dem Fahrrad

Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, hat die neu gebaute Fuß- und Radwegbrücke bei Bammental am 13. Juli 2018 feierlich für die Bürger freigegeben. "Die Brücke steht! Die Menschen haben nun zu Fuß und per Rad einen sicheren Anschluss vom Bammental an das RadNETZ. Damit steht das Bauwerk auch exemplarisch für die Ziele des Landes", erklärte Minister Hermann. "Wir wollen mehr Menschen dazu motivieren, ihren Weg mit dem Rad zurückzulegen. Dazu gehört auch eine sichere Infrastruktur."

Sicherer Anschluss des Bammentals an das RadNETZ

Rund 30 Meter südlich der bestehenden Friedensbrücke wurde eigens eine Brücke über die Elsenz gebaut und darüber ein neuer Fuß- und Radweg angelegt. Von der Brücke aus schließt der neue Fuß- und Radweg in Richtung Ortslage nach rund 30 Meter an die bestehende Infrastruktur an. In der Gegenrichtung überquert der Fuß- und Radweg die Industriestraße (K 4160) und schließt auf der anderen Straßenseite an den bestehenden Radweg des RadNETZes an. Zur sicheren Überquerung ist in der K 4160 eine Fußgängerfurt eingebaut und eine Bedarfsampel installiert.

Zusätzlich ist die Brücke selber ein echter Hingucker. Das 28,50 Meter lange und drei Meter breite Bauwerk ist mit seiner überdachten Holzkonstruktion funktional und ästhetisch zugleich. Brücken werden meist konventionell aus Materialien wie Beton, Aluminium und Stahl mit hohem Primärenergiebedarf gebaut. Holz ist dagegen ein nachhaltiger Baustoff, der bei guter Pflege eine hohe Lebensdauer hat. "Dies ist eine hervorragende Baukultur, wie Holzbrücken in den Alpenländern beweisen, die zum Teil über 200 Jahre alt sind", so Minister Hermann.

Bemerkenswert ist auch die kurze Bauzeit von März bis Juli 2018. In nur fünf Monaten konnte das Bauwerk erstellt werden. Die Kosten von rund 500.000 Euro trägt das Land. Dies ist eine gute Investition für Touristen, Bürger, aber insbesondere auch für die Kinder von Bammental.

"Es stimmt mich zuversichtlich, dass wir diese dringend notwendige Maßnahme umsetzen konnten. Die Brücke ist ein wahres Schmuckstück, die für den zeitgemäßen Ausbau der Fuß- und Radinfrastruktur steht. Sie leistet mehr Verkehrssicherheit, gerade für Familien, die mit dem Rad unterwegs sind. Ein gelungenes Bauwerk", ergänzte Verkehrsminister Hermann.

Den Ausbau des Radwegenetzes bedarfsgerecht voranbringen

Wer mit dem Rad in Baden-Württemberg unterwegs ist, muss aufgrund unvollständiger Radwege noch häufig auf stark befahrene Straßen ausweichen. Eine ungute Situation, die bis heute auch in Bammental gegeben war. Um den Ausbau des Radwegenetzes bedarfsgerecht voranzubringen, hat das Ministerium für Verkehr das "RadNETZ Baden-Württemberg" entwickelt und anhand eines Maßnahmenplans die Projekte priorisiert. Es besteht aus kommunalen Radwegen, Radwegen an Bundes- sowie aus Radwegen an Landesstraßen, die zu einem insgesamt 7.000 Kilometer langem RadNETZ verknüpft sind. Mehr als 700 Kommunen werden daran angeschlossen, so auch die Gemeinde Bammental.

Das RadNETZ verläuft im Abschnitt bei Bammental an der Peripherie des Ortes auf dem vorhandenen Radweg entlang der Industriestraße (K 4160) und entlang der Wiesenbacher Landstraße (L 600). Bisher mussten die Radler von Bammental auf der Straße (L 600) fahren, um über die viel zu schmale "Friedensbrücke" zum RadNETZ zu gelangen.  Radfahrer waren damit einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt. Der Wunsch, Rad- und Autoverkehr, wenn möglich, baulich zu trennen, hatte intensive Untersuchungen ausgelöst. Bei der Prüfung der örtlichen Verhältnisse hat sich der separate Neubau eines Fuß- und Radweges als machbar herauskristallisiert.

Natürlich galt es auch die finanziellen Rahmenbedingungen zu beachten. In allen drei Säulen der Radverkehrsinfrastruktur wird auch im Jahr 2018 beachtlich investiert. Kommunale Radwege werden mit 15 Millionen Euro gefördert. Radwege an Bundesstraßen haben ein Investitionsvolumen von 12 Millionen Euro und für Radwege an Landesstraßen stehen Mittel von rund 16 Millionen Euro bereit. Mit der Aufnahme in den Maßnahmenplan für die Anlage von Radwegen an Landesstraßen konnte auch die Finanzierungsfrage gelöst werden. Aus Planung wurde Wirklichkeit. "Das Fahrrad bietet schnelle, direkte und gesunde Mobilität ohne Staus. Als Null-Emissions-Verkehrsmittel stärkt das Rad den Umweltschutz im Lande und steigert die Wohn- und Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern. Der Fahrradverkehr hat daher in der Verkehrspolitik des Landes einen hohen Stellenwert," so Minister Hermann.

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg am 13.07.2018

Bayern: Mobilitätsausschuss des Landkreises München beschäftigt sich mit Radschnellwegen, schnellen Radwegen, Radtangente und Solarradweg

Radschnellwege und schnelle Radwege - Radtangente - Solarradweg. Der Mobilitätsausschuss beschäftigt sich gleich mit drei innovativen Projekten.

Das Angebot im öffentlichen Verkehr verbessern, Park-and-Ride-Plätze schaffen oder Umgehungsstraßen bauen - daran wird meist als erstes gedacht, wenn man nach Lösungen für den täglichen Verkehrskollaps sucht. Im Landkreis München erkennt man dagegen immer mehr auch das Potenzial des Fahrrads als wichtigen Teil einer verkehrlichen Gesamtstrategie.

Mal eben zum Einkaufen, den Sohn oder die Tochter zum Kindergarten bringen oder eine Radltour als Freizeitvergnügen am Wochenende - dafür wird das umweltfreundliche Zweirad ganz häufig genutzt. Auch wer es nicht weit zur Schule oder zum Arbeitsplatz hat, entscheidet sich häufig für den guten alten oder hochmodernen Drahtesel. Doch hat das Fahrrad als Verkehrsmittel auch über weitere Strecken hohes Potenzial, sofern die Bedingungen gut sind, sprich: man mit flotter Geschwindigkeit und mit möglichst wenigen Behinderungen durch Autos oder Fußgänger zügig vorankommt.

Eine erste so genannte Radschnellverbindung - eine Art Premiumradweg, auf dem auch hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten von 20 bis 30 Kilometer in der Stunde gefahren werden können - soll zwischen der Landeshauptstadt München und den Kommunen Garching und Unterschleißheim entstehen. Neben diesem schon sehr weit gediehenen Projekt, lässt der Landkreis auch noch weitere Korridore zwischen Stadt und Landkreis für eine solche Radschnellverbindung untersuchen.

Schnelle Radverbindungen im Landkreis: "Doch die Pendlerbeziehungen bestehen nicht nur zwischen der Münchner Innenstadt und den Landkreisgemeinden. Viele Menschen pendeln tagtäglich auch innerhalb des Landkreises und haben aufgrund des radial auf die Stadt München ausgerichteten S-Bahnnetzes schlechte Karten, 'öffentlich' von A nach B zu kommen", so Landrat Christoph Göbel. Neben tangentialen Buslinien, lässt der Landkreis jetzt auch tangential verlaufende Radverbindungen untersuchen.

Die beauftragten Gutachter vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen schlagen eine Verbindung vor, die sich von Oberschleißheim im Norden über Garching, Ismaning, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Grasbrunn, Putzbrunn bis nach Neubiberg im Süden erstreckt. Dort teilt sich der Korridor in zwei Varianten: Die nördliche Variante führt über Unterhaching, und dann durch den Perlacher Forst nach Pullach. Die südliche führt über Taufkirchen, Oberhaching und Grünwald nach Pullach. Auf verschiedenen Strecken treffen die beiden Korridore dann in Neuried wieder aufeinander, von wo die Strecke noch weiter bis nach Planegg geführt werden soll.

Ein so hoher Ausbaustandard, wie bei einer Radschnellverbindung, könnte nicht durchgängig auf der ganzen Strecke vorgehalten werden, sagen die Planer ganz klar. Die etwas niedrigeren Standards einer so genannten Radhauptverbindung, was z. B. geringere Breiten des Radwegs bedeuten könnte oder eine streckenweise gemeinsame Führung mit dem Fußgängerverkehr, wären jedoch größtenteils realisierbar.

Der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur sprach sich am vergangenen Donnerstag, 12. Juli 2018, einstimmig dafür aus, die Gutachter mit einer vertieften Untersuchung beider möglicher Varianten zu beauftragen. Zudem werden die Korridorvorschläge im gesamten Untersuchungsraum noch einmal auf die wesentlichen tangentialen Pendlerbeziehungen im Landkreis München überprüft. Hierzu sollen auch Mobilfunkdaten herangezogen werden.

Von München nach Sauerlach: Darüber hinaus informierte die Verwaltung die Ausschussmitglieder über den aktuellen Sachstand zu einer zwischen der Stadtgrenze über Oberhaching bis nach Sauerlach geplanten Radwegebeziehung, deren Realisierung sich als nicht ganz einfach zeigt. Grund dafür ist unter anderem, dass sich die benötigten Wege zum Teil in gemeindefreien Gebieten, Landschaftsschutzgebieten und Wasserschutzgebieten und somit in ganz unterschiedlichen Verantwortungen befinden. Nutzungskonflikte, Eigentumsverhältnisse und Fördermöglichkeiten- bzw. "Förderschädlichkeiten", Boden- und Baugrunduntersuchungen stellen die Verwaltung vor zahlreiche knifflige Herausforderungen. "Wir haben sogar den Beauftragten für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung eingeschaltet", berichtete Landrat Christoph Göbel in der Sitzung. Möglich scheint aus heutiger Sicht eine Realisierung ebenfalls als Radhauptverbindung, also mit gegenüber einer Radschnellverbindung abgesenkten Standards.

Ein Radweg, der Strom erzeugt: Noch visionärer als Radschnell- oder Radhauptverbindungen klang ein weiterer Tagesordnungspunkt, der sich mit einem Konzept für so genannte Solarradwege beschäftigte. Hierunter versteht man einen mit Solarzellen belegten Radweg. Auf den Solarzellen befindet sich eine dicke Glasschicht als befahrbare Oberfläche, die sogar das Gewicht eines LKW aushalten kann. Der Ausschuss verständigte sich nicht nur darauf, diese innovative Idee weiterzuverfolgen, sondern beauftragte die Verwaltung, Kosten und Fördermöglichkeiten für ein ganz konkretes Projekt, nämlich eine ca. 800 Meter lange Neubaustrecke entlang der Kreisstraße M25 zwischen Grasbrunn und dem Sportpark auszuloten.

Quelle: Landkreis München am 18.07.2018

Bremen: Erste grüne Welle für den Radverkehr in Bremen

Freie Fahrt zwischen Parkallee und Kennedyplatz – Ampeln schalten bei 18 Stundenkilometern auf grün

Sie ist scharf geschaltet – die erste grüne Welle für den Bremer Radverkehr. Wer mit dem Fahrrad in der Rembertistraße über die Kreuzungsbereiche An der Weide/Am Dobben und Rembertiring fährt, hat jetzt bei durchschnittlich 18 Stundenkilometern eine grüne Welle zur Verfügung. Zuvor war es für den Radverkehr kaum möglich, beide Kreuzungsbereiche ohne Stopp zu passieren. Die Maßnahme dient der Aufwertung der Radverkehrs-Hauptroute zwischen Innenstadt und Universität und hatte die Planerinnen und Planer im Amt für Straßen und Verkehr vor eine knifflige Aufgabe gestellt. Denn sowohl der querende ÖPNV als auch der querende Kraftfahrzeugverkehr sollten unter der Maßnahme nicht leiden.

Verkehrssenator Joachim Lohse freut sich über die Maßnahme: "Auch wenn es nur zwei Ampeln sind, ist damit ein großer Teil der Uni-Route für Radfahrerinnen und Radfahrer optimal zu nutzen. Und es ist ein Anfang. Wir werden grüne Wellen für Radfahrende ausbauen." Den Vorteil sieht der Verkehrssenator dabei nicht nur bei den Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern. "Je attraktiver wir unsere Fahrradrouten gestalten, umso mehr Bremerinnen und Bremer steigen gerne vom Auto auf dieses Verkehrsmittel um. Mit dem Vorteil, dass diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, weniger im Stau stehen. Die Stärkung des Fahrradverkehrs ist somit immer auch ein Vorteil für den Autoverkehr." Zudem bedeute ein erhöhter Anteil des Fahrradverkehrs weniger Belastung unter anderem durch Stickoxide, was wiederum das beste Mittel gegen Fahrverbote sei, so Lohse.

Im April hatte das Amt für Straßen und Verkehr mit den Bauarbeiten zur Umgestaltung der Einmündung der Rembertistraße auf Höhe Rembertiring begonnen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Situation für den Rad- und Fußverkehr im Zuge der Radverkehrs-Hauptroute Innenstadt–Universität nachhaltig zu verbessern. Mit mehreren tausend Radfahrerinnen und Radfahrern am Tag liegt der Anteil der Radfahrenden auf diesem Streckenabschnitt deutlich über dem des Kraftfahrzeugverkehrs.

Die Umgestaltung des südlichen Einmündungsbereichs der Rembertistraße in den Rembertiring erfolgt im Zuge des Umbaus der Discomeile ab September 2018. Die Maßnahme ist Bestandteil des im Jahr 2014 von der Bremischen Bürgerschaft verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplans Bremen 2025.

Quelle: Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr am 13.07.2018

Hamburg: Förderbescheid aus "Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020" - Geld für den Aufbau eines Radverkehrszählnetzes

Für den Aufbau des Hamburger Radverkehrszählnetzes erhält die Freie und Hansestadt Hamburg Hamburg 690.250,00 Euro.

Hintergrund: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am 26.07.2018 weitere 28 Förderbescheide für Maßnahmen zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme übergeben. Die Bescheide haben ein Gesamtvolumen von rund 18 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020".

Die Kommunen erhalten eine finanzielle Unterstützung für Maßnahmen wie die digitale Verkehrsdatenerfassung, digitale Vernetzung von Verkehrsträgern oder Digitalisierung von Kundeninformationssystemen im Öffentlichen Personennahverkehr. Die Förderbescheidempfänger mit den höchsten Zuwendungssummen sind Oberhausen mit über 2,75 Millionen Euro, München mit über 2,3 Millionen Euro sowie Stuttgart mit über 2,1 Millionen Euro.

Die Förderrichtlinie Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme wurde am 31. Januar 2018 veröffentlicht. Sie bietet Städten, Gemeinden und Institutionen die Möglichkeit, Maßnahmen für eine effiziente und nachhaltige Gestaltung des Verkehrssystems umzusetzen, die für eine Einhaltung der Luftschadstoffgrenzwerte von grundlegender Bedeutung sind. Für die insgesamt drei Förderaufrufe stehen rund 500 Millionen Euro bereit.

Quelle: BMVI am 26.07.2018

Hessen: Zuschuss für Radverkehrskonzept des Kreises Bergstraße

Mit 77.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Kreis Bergstraße bei der Neuaufstellung seines Radverkehrskonzepts. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 110.000 Euro. 

Das Radverkehrskonzept des Kreises wurde 1992 entwickelt und sah als Maßnahmen die überörtliche Vernetzung, eine hinreichende Beschilderung sowie die Behebung von Schwachstellen vor. Dieses Konzept soll nun nach 25 Jahren aktualisiert und fortgeschrieben werden, mit dem Ziel, das bestehende Netz zu verdichten und auszubauen. Konkrete Maßnahmen zur Radverkehrsförderung sollen entwickelt und mit den Kommunen abgestimmt werden.

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 31.07.2018

Hessen: Zuschuss für Radweg-Planung "Kurze Wetterau" in Bad Vilbel und Bad Nauheim

Mit rund 63.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Wetteraukreis bei der Planung von zwei Teilstrecken des Radwegs "Kurze Wetterau". Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 98.000 Euro. 

Der Radweg „Kurze Wetterau“ verläuft von Butzbach nach Frankfurt, geplant werden die Verbindung zwischen Bad Vilbel-Dortelweil und Karben sowie die Strecke in Bad Nauheim zwischen den Ortsteilen Nieder- und Ober-Mörlen. Beide Teilstrecken sind unbefestigt bzw. bestehen aus Schotterwegen. Gefördert werden notwendige Baugrunduntersuchungen sowie die Planung der beiden Radwegstrecken. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 31.07.2018

Hessen: Zuschuss für Familienerlebnisradroute Ried der Gemeinden Biblis, Lampertheim, Bürstadt, Einhausen und Groß-Rohrheim

Mit 52.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Biblis bei der Umgestaltung vorhandener Radwege zu einer Familienerlebnisradroute Ried. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 87.000 Euro.

Der thematische Radweg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Biblis, Lampertheim, Bürstadt, Einhausen und Groß-Rohrheim, der die Kommunen miteinander verbindet und in seinem Verlauf touristische und kulinarische Ziele der Region erschließt. Die Beschilderung der Familienerlebnisradroute erfolgt auf bestehenden Wegen und dient der Förderung des Fahrradtourismus im Ried.  

Der neue Radweg soll als Themenradroute im Radroutenplaner Hessen veröffentlicht werden. Ein Teil der Fördermittel wird außerdem für Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 31.07.2018

Hessen: Offenbach neu erfahren: BMU-Projekt für den Ausbau des Radverkehrs bewilligt

Jetzt ist es offiziell: Offenbach lässt sich in den kommenden Jahren ganz neu erfahren. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat die Mittel für das Verbundprojekt Fahrrad-(straßen)-stadt Offenbach bewilligt, das dem Radverkehr Vorfahrt einräumt. Dafür stellt das BMU rund 4,53 Millionen Euro aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Unter dem Motto "Fahrradstraße zum Anfassen" soll noch in diesem Jahr auf der Senefelderstraße ein Testabschnitt eingerichtet werden.

"Die Förderzusage ist von großer Bedeutung für die Stadtentwicklung", freut sich  Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Der Zuzug nach Offenbach halte unvermindert an, der Verkehr wachse, gleichzeitig werden Dieselfahrverbote diskutiert. Um Mobilität für alle zu gewährleisten, sei es unabdingbar, den Radverkehr zügig auszubauen: "Damit können wir die Straßen entlasten und Staus reduzieren, die Lebensqualität im Wohnumfeld verbessern und Standortvorteile schaffen."

Welches Potenzial in der Förderung des Radverkehrs liegt, hat die Stadt längst erkannt. Das Thema spielt unter anderem im Masterplan 2030 sowie im Integrierten Klimaschutzkonzept eine wichtige Rolle – und das aus gutem Grund: Im Verkehrsmix von Offenbach machen Radfahrer bisher lediglich 9,2 Prozent aus. „Wenn wir nun die Radachsen ausbauen und auf den Fahrradstraßen Vorfahrt gewähren, schaffen wir Anreize, damit die Menschen gerade auf kurzen Strecken umsatteln“, sagt Weiß. Der Bildungsdezernent hat dabei vor allem die Schülerinnen und Schüler im Blick, von denen bislang nur 13 Prozent zur Lehrstätte radeln.

Sichere Wege für alle Generationen

Das Offenbacher Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement hatte im Herbst 2017 den Förderantrag für den Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" eingereicht, der vor wenigen Wochen vom Bundesumweltministerium (BMU) bewilligt wurde. "Unser Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren ein gut ausgebautes Netz an Radrouten über annähernd das ganze Stadtgebiet zu spannen, das sichere Wege für alle Generationen schafft", erläutert die Projektleiterin des Stadtplanungsamtes, Ivonne Gerdts.

Die Gesamtkosten des Projekts, das von der Stadtverordnetenversammlung Ende Oktober 2017 beschlossen wurde, liegen bei rund 5,95 Millionen Euro. Das Projektmanagement liegt bei der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe. Zum Expertenteam zählen das Frankfurter Planungsbüro "Radverkehr Konzept" und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Offenbach (ADFC), der unter anderem das Projekt mit seiner Kampagne "Offenbach fährt fair" unterstützt.

Sechs Verkehrsachsen ausgewiesen

"Wir haben sechs Radverkehrsachsen ausgewiesen, die wichtige Verbindungswege in Offenbach und ins Umland abdecken und bisher nicht entsprechend ausgebaut sind", erläutert OPG-Projektmanager Ulrich Lemke. Dort sollen Fahrradstraßen, neue Radwege und Schutzstreifen eingerichtet werden, deren Verlauf wichtige Ziele wie Schulen, Versorgungs- und Freizeiteinrichtungen mit einbindet. In den Fahrradstraßen hat der Radverkehr Vorrang, Radfahrer dürfen nebeneinanderfahren, und es gilt maximal Tempo 30 für alle.

Die neuen Wege werden auffällig gestaltet, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Orientierung zu erleichtern. Weitere Maßnahmen sehen vor, Kreuzungen und Knotenpunkte fahrradfreundlich umzugestalten, Lücken im Radverkehr zu schließen und die Anbindung an die Nachbarkommunen auszubauen. "Uns ist es wichtig, sichere und direkte Verbindungen zu schaffen, um damit Nutzergruppen anzusprechen, die bisher nicht mit dem Rad gefahren sind", unterstreicht Lemke.

Berufspendler zum umsatteln motivieren

Schon seit April 2017 arbeiten die Stadt Neu-Isenburg und die Stadt Offenbach gemeinsam an den interkommunalen Verbindungen, und Neu-Isenburg hat als Verbundpartner ebenfalls eine Förderzusage erhalten. Nun sind sichere und asphaltierte Radverbindungen von Offenbach nach Neu-Isenburg und Gravenbruch vorgesehen. Auch mit dem Kreis Offenbach und der Stadt Obertshausen wird der Ausbau von weiteren überörtlichen Verbindungen untersucht. Insbesondere bei den interkommunalen Verbindungen wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung/Arbeits- gemeinschaft Nahmobilität Hessen, dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und der Hochschule Darmstadt unterstützt; letztere begleitet das Projekt auch wissenschaftlich.

Mit dem überörtlichen Angebot möchten die Verantwortlichen vor allem die Berufspendler aus oder nach Offenbach, die einen hohen Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen haben, zum Umsatteln motivieren. Enormes Verlagerungspotenzial bergen auch die innerstädtischen Fahrten: 40 Prozent der hier zurückgelegten Wege sind kürzer als vier Kilometer – und damit für die allermeisten gut mit dem Fahrrad zu bewältigen.

Kampagne Bike Offenbach rückt Thema ins Bewusstsein

Um das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, startet die OPG nun die Kampagne "Bike Offenbach – Unsere Stadt neu erfahren", erarbeitet von der Agentur Urban Media Project. "Es ist eine spannende Herausforderung, die Verkehrsteilnehmer aus Offenbach und dem Umland über die neuen Mobilitätsoptionen zu informieren und sie so möglichst auch für die Verbesserung der gesamtstädtischen Verkehrslage zu gewinnen.

Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, die weniger fahrradaffinen Zielgruppen zu erreichen und vom Umstieg aufs Rad zu überzeugen. Der breite Ansatz bedarf einer zeitgemäßen Kommunikation, welche die verschiedenen Zielgruppen da anspricht, wo sie sich mit ihrer Stadt beschäftigen – im Stadtraum, in den sozialen Netzwerken oder klassisch in der Presse", so Loimi Brautmann vom Urban Media Project.

"Fahrradstraße zum Anfassen"

Zeitnah möchten die Verantwortlichen das Projekt nun mit dem Aufbau einer Teststraße auf den Weg bringen. Die "Fahrradstraße zum Anfassen" soll im September 2018 in der Senefelderstraße zwischen der Marienstraße und dem Starkenburg-/Friedrichsring entstehen. Eine Infoveranstaltung vor Ort stellt vor allem den Anwohnern die näheren Pläne vor: Alle Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Straßen und des Senefelderquartiers sind eingeladen, sich am Mittwoch, 8. August 2018, zwischen 16:30 und 18:30 Uhr an der Roland-Passage zu informieren und mit Projektbeteiligten auszutauschen.

Für die Realisierung von "Bike Offenbach" steht als nächster Schritt bis Ende 2018 ein Projektbeschluss bevor. Im Frühjahr 2019 sollen dann die konkreten Baumaßnahmen anlaufen. Der aktuelle Fortschritt des Projekts lässt sich auf der neuen Webseite www.bikeoffenbach.de verfolgen, die das Team der Stadtwerke-Unternehmens-kommunikation mit Unterstützung von UMP als Microsite innerhalb des städtischen Internetportals aufgebaut hat. Unter dem Menüpunkt "Fahrradstraßen" stehen auch drei detaillierte Pläne als Download bereit.

Dass das Projekt jetzt Fahrt aufnimmt, lässt die Menschen in mehrfacher Hinsicht durchatmen – denn der Ausbau des Radverkehrs soll erheblich dazu beitragen, die CO2-Emissionen in der Stadt zu senken. Auf Basis von BMU-Modellrechnungen hat das Expertenteam für Offenbach ein Minderungspotenzial von mehr als 19.400 Tonnen Treibhausgasen pro Jahr ermittelt. So soll sich unsere Stadt auch in punkto Luftqualität bis 2021 ganz neu erfahren lassen.

Quelle: Stadt Offenbach am 18.07.2018

Hessen: Neubau Rad- und Gehweg entlang der Landesstraße 3214 in Ippinghausen

Mit 44.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Wolfhagen beim Neubau eines kombinierten Rad- und Gehweges entlang der Landesstraße 3214 in Ippinghausen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit vier Fünftel der Gesamtkosten von 55.000 Euro. 

Der geplante 180 Meter Weg entlang der Landesstraße führt vom Ort zu einer Querungsstelle, an der Radler und Fußgänger auf einen Wirtschaftsweg wechseln können. So müssen sie, um in den Nachbarort Naumburg zu kommen, nicht mehr die Landesstraße benutzen. Hessen fördert die Maßnahme aus dem Programm zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 11.07.2018

Hessen: Erstellung einer Radnetzanalyse für Bad Wildungen

Mit 7.200 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Bad Wildungen bei der Erstellung einer Radnetzanalyse. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit 80 Prozent der Gesamtkosten von 9.000 Euro. Die Analyse soll mögliche Radverbindungen zwischen den Stadtteilen Bergfreiheit, Armsfeld, Hundsdorf, Reinhardshausen sowie zwischen Reinhardshausen und Odershausen ermitteln.  

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 11.07.2018

Hessen: Zwei Radfernwege, eine Radstätte durch Bundesminister Scheuer und Minister Al-Wazir eingeweiht

Hessen macht sich stark für den Radverkehr. "Und zwar nicht nur für den im Alltag, sondern auch für den touristischen“, betonte der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag an der Gedenkstätte Point Alpha in Rasdorf. Gemeinsam mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer weihte er hier den ersten Abschnitt des „Europa Radweg Eiserner Vorhang" in Hessen ein.

Radfahren entlang des ehemaligen Grenzstreifens

Nahezu ein halbes Jahrhundert teilte der "Eiserne Vorhang" Europa unüberwindlich in Ost und West. Jetzt entsteht entlang des ehemaligen Grenzstreifens von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer der rund 10.000 Kilometer lange Europa-Radweg "Iron Curtain Trail".

"Mit diesem Radfernweg wollen wir insbesondere auch jüngeren Menschen einen wichtigen Teil europäischer und deutscher Geschichte – im Wortsinn – erfahrbar machen", erklärte Minister Al-Wazir und erinnerte sowohl an die Zeiten des Kalten Krieges als auch an die deutsche Wiedervereinigung.

Von Bonn nach Berlin

Nach einer kurzen Radtour weihten Scheuer und Al-Wazir in Rasdorf die erste Radstätte am „Radweg Deutscher Einheit" in Hessen ein. Dieser verbindet auf rund 1.000 Kilometern die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn mit der jetzigen Bundeshauptstadt Berlin. "Wird mit dem ‚Europa Radweg Eiserner Vorhang‘ vor allem die Trennung erfahrbar, so soll der ‚Radweg Deutsche Einheit‘ den Weg zur Einheit erfahrbar machen“, so der Minister. Er freue sich, dass mit über 350 Kilometern das längste Teilstück durch Hessen verläuft.

"Der ‚Radweg Deutsche Einheit‘ steht für Geschichte und Erinnerung. Und er ist zugleich ein Symbol für die digitale Zukunft des Radverkehrs", sagte Bundesminister Andreas Scheuer. „Mit Innovationen wie dem E-Antrieb wird das Fahrrad noch attraktiver – im Alltag oder auch als Transportmittel. Diese Entwicklung wollen wir mitgestalten. Mit dem ‚Radweg Deutsche Einheit‘ setzen wir jetzt einen neuen Standard für Radfernwege und schaffen ein modernes Radwander-Erlebnis.“

Moderne Servicestationen entlang der Strecke

Entlang der Strecke sollen Radstätten errichtet werden, die erste dieser modernen Servicestationen wurde in Rasdorf eröffnet. Neben Lademöglichkeiten für E-Bikes und Smartphones bietet sie über ein Touchpad freies WLAN sowie digitale Informationen, zum Beispiel zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Eine Website und eine App stellen Tools zur Tourenplanung mit Navigationsfunktion zur Verfügung. Dank eines besonderen gestalterischen Konzepts sorgen die Radstätten für ein unverwechselbares Bild und geben den Radreisenden Orientierung.

"Ich freue mich sehr, dass Rasdorf in den Verlauf des ‚Radweg Deutsche Einheit‘ eingebunden wurde", erklärte Bürgermeister Jürgen Hahn. Durch die Radstätte erhoffe er sich Aufmerksamkeit für touristische Sehenswürdigkeiten wie das Grenzmuseum vor Ort.

"Beide Radwege passen hervorragend in das Gesamtnetz der touristischen Radfernwege in Hessen", ergänzte Al-Wazir. "Radtourismus ist ein etablierter Tourismusbereich, der gerade im ländlichen Raum einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt", so der Minister.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 11.07.2018

Hessen: Radentscheid Kassel beginnt mit Unterschriftensammlung für Bürgerbegehren

Nach wochenlangen Vorbereitungen konnten von der Initiative Radentscheid Kassel alle rechtlichen und formalen Stolpersteine auf dem Weg zu einem rechtlich zulässigen Bürgerbegehren aus dem Weg geräumt werden. Am 28. Juli 2018 wurden die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt. Zeitgleich wurde die Unterschriftensammlung gestartet.

Acht Forderungen für Kassel: Der Radentscheid Kassel möchte dazu beitragen, dass die Infrastruktur für den Radverkehr in Kassel massiv ausgebaut und verbessert wird. Es wurden acht Forderungen unter folgenden Überschriften erarbeitet:

  1. Planung nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik
  2. Kontinuierliche Führung des Radverkehrs
  3. Sichere und komfortable Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen
  4. Nebenstraßen als komfortable durchgängige Routen
  5. Attraktive und sichere Nebenstraßen im Umkreis von Schulen und Kindergärten
  6. Sichere und komfortable Kreuzungen für Fuß- und Radverkehr
  7. Mehr Abstellanlagen für Fahrräder
  8. Kampagnen zur besseren Akzeptanz des Radverkehrs

Quelle: Radentscheid Kassel am 28.07.2018

Zur Kampagnenseite der Initiative Radentscheid Kassel

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines straßenbegleitenden Rad- und Gehwegs in der Ortsdurchfahrt Feldberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft erhält für den Bau eines straßenbegleitenden Rad- und Gehwegs in der Ortsdurchfahrt Feldberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) im Zuge der Landesstraße 34 vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von 41.200 Euro. Die Gesamtausgaben betragen für die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft 70.000 Euro, die förderfähigen Ausgaben rd. 63.500 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Der Radweg soll auf einer Länge von 310 Metern drei Meter breit mit Betonpflaster befestigt werden. Die Feldberger Seenlandschaft ist eine Tourismushochburg im südöstlichen Mecklenburg. Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, ist ein straßenbegleitender Geh- und Radweg erforderlich.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 09.07.2018

Nordrhein-Westfalen: Förderbescheid aus "Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020" - Geld für die App-basierte Erfassung von gefahrenen Radrouten in Oberhausen

Für die Smartphone App basierte Erfassung von gefahrenen Radrouten erhält die Stadt Oberhausen 213.600,00 Euro.

Hintergrund: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am 26.07.2018 weitere 28 Förderbescheide für Maßnahmen zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme übergeben. Die Bescheide haben ein Gesamtvolumen von rund 18 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020".

Die Kommunen erhalten eine finanzielle Unterstützung für Maßnahmen wie die digitale Verkehrsdatenerfassung, digitale Vernetzung von Verkehrsträgern oder Digitalisierung von Kundeninformationssystemen im Öffentlichen Personennahverkehr. Die Förderbescheidempfänger mit den höchsten Zuwendungssummen sind Oberhausen mit über 2,75 Millionen Euro, München mit über 2,3 Millionen Euro sowie Stuttgart mit über 2,1 Millionen Euro.

Die Förderrichtlinie Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme wurde am 31. Januar 2018 veröffentlicht. Sie bietet Städten, Gemeinden und Institutionen die Möglichkeit, Maßnahmen für eine effiziente und nachhaltige Gestaltung des Verkehrssystems umzusetzen, die für eine Einhaltung der Luftschadstoffgrenzwerte von grundlegender Bedeutung sind. Für die insgesamt drei Förderaufrufe stehen rund 500 Millionen Euro bereit.

Quelle: BMVI am 26.07.2018

Nordrhein-Westfalen: Radweg in Düsseldorf mit Mitteln der "Pauschale zur Radverkehrsförderung" fertiggestellt

Cornelia Zuschke, Dezernentin für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen, hat am 19. Juli 2018 den neu gebauten Radweg in Augenschein genommen. "Die Oerschbachstraße ist ein wichtiges Netzelement für den Radverkehr. Mit dieser neuen Radwegeverbindung im Rahmen des Düsseldorfer Radhauptnetzes wird dort die Verkehrssituation für Radfahrer erheblich verbessert. Früher war südlich der Bahngleise bis zur Reisholzer Bahnstraße keine Radverkehrsanlage vorhanden. Der Radfahrer musste auf der stark befahrenen und durch parkende Lkw eingeengten Straße fahren", betonte die Beigeordnete.

Nun sind auf der Oerschbachstraße beidseitig auf einer Länge von 300 Metern 1,60 Meter breite Radwege im Seitenraum angelegt. Sie schließen an die vorhandenen Radverkehrsanlagen an der Reisholzer Bahnstraße an. Auf der westlichen Seite gelangen die von einem gemeinsamen Geh- und Radweg kommenden Radfahrer auf den neuen getrennten Geh- und Radweg. Die verbliebene Gehwegbreite beträgt an der engsten Stelle 1,60 Meter. Zwischen Radweg und Parkstreifen bleiben zusätzliche Gehwegflächen erhalten.

Auf der östlichen Straßenseite verläuft der neue Radweg entlang eines Parkstreifens. Dort sind rund 31 Parkplätze entfallen, wodurch sich die nutzbare Fahrbahnbreite erhöht, da diese Seite nicht mehr durch parkende Lkw eingeengt wird. Der Sicherheitsabstand zwischen Radweg und Fahrbahn beträgt 0,50 Meter. In Höhe des Bahnübergangs wird der Gehweg für Radfahrer freigegeben, sodass die Radfahrer im weiteren Verlauf zwischen Gehweg und Fahrbahn wählen können.

Zukünftig wird der Radweg Richtung Norden weitergeführt. Mit einer Brücke über den Hoxbach wird eine Verbindung nach Eller an den vorhandenen Radweg auf dem Haustertshofweg jenseits der A46 in Richtung Schlosspark Eller beziehungsweise S-Bahnhof Eller-Süd geschaffen und so eine Netzlücke geschlossen. Die Weiterführung der Radwege befindet sich bereits in Planung. Rund 185.000 Euro wurden in die neuen Radwege auf der Oerschbachstraße investiert. Die Finanzierung erfolgte aus der Pauschale zur Radverkehrsförderung.

Landeshauptstadt Düsseldorf am 19.07.2018

Sachsen: Neuer Radweg entlang der B96 in Königswartha (Landkreis Bautzen)

In der Gemeinde Königswartha (Landkreis Bautzen) sind Radfahrer und Fußgänger zwischen den Ortsteilen Caminau und Wartha ab sofort schneller und sicherer unterwegs. Staatssekretär Stefan Brangs, die Beigeordnete des Landkreises Bautzen, Birgit Weber, und die Königswarthaer Bauamtsleiterin Martina Nytsch haben heute einen 2,6 Kilometer langen kombinierten Rad-/Gehweg eingeweiht, der parallel zur Bundesstraße B96 verläuft. Er schließt eine Lücke im regionalen Radwegenetz. Die Baukosten für den 2,5 Meter breiten Weg betrugen rund 2,1 Millionen Euro.

Stefan Brangs: "Für die sächsische Staatsregierung ist die Förderung des Radverkehrs ein wichtiges Anliegen. Deshalb treibt das SMWA auch den Radwegebau voran. Der Lückenschluss in Königswartha ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Aufgrund des hohen Schwerlastaufkommens auf der B96 bestand hier dringender Bedarf, die Verkehrsarten zu trennen und einen eigenen Rad-/Gehweg zu errichten. Dieser neue Weg erhöht die Verkehrssicherheit sowie die Qualität im regionalen Alltags- und Freizeit-Radverkehr insgesamt. Die Naherholungsgebiete bei Hoyerswerda sind nun deutlich schneller und komfortabler zu erreichen."

Die Beigeordnete des Landkreises Bautzen, Birgit Weber, betont: "Mit der Fertigstellung dieses Teilabschnittes entlang der B96 erfolgt ein wichtiger Lückenschluss zwischen Bautzen und Hoyerswerda und somit auch ins Lausitzer Seenland. Der zunehmenden Bedeutung von sicheren und straßenbegleitenden Radwegen – auch für den Alltagsradverkehr – wird damit Rechnung getragen."

Der neue Radweg erstreckt sich von der Einmündung Schwalbenweg (Caminau) bis zur Einmündung Mittelstraße (Wartha). Zunächst verläuft er auf rund 80 Metern Länge östlich zur Bundesstraße, bevor er diese quert und auf der westlichen Straßenseite weiterführt. An der Einfahrt zur Caminauer Kaolinwerk GmbH entstand eine Querungshilfe für die Radfahrer und Fußgänger. Zudem erhielt hier die B96 eine Linksabbiegespur, um den Verkehr Richtung Königswartha flüssiger und sicherer zu gestalten.

Nördlich von Caminau wurden ein Fischotter-Durchlass und ein 580 Meter langer Entwässerungsgraben angelegt. Parallel zum Radwegebau nahm das Landesamt für Archäologie Grabungen vor, bei denen sehr gut bis gut erhaltene Urnengefäße zum Vorschein kamen. Ein historischer Grenzstein wurde um einige Meter aus dem Baufeld versetzt.

Hintergrund

Die Stärkung des Radverkehrs besitzt für den Freistaat Sachsen eine hohe Priorität. Bis zum Jahr 2025 werden rund 540 Kilometer Radwege und Bundes- und Staatsstraßen errichtet. Bis Anfang 2019 sollen alle Radwege der höchsten Priorität (Klasse A) beauftragt sein. Seit 2014 wurden rund 65 Kilometer in Klasse A fertiggestellt.

Für den Bau von Radwegen an Staatsstraßen stellt der Freistaat Sachsen jährlich vier Millionen Euro bereit. Außerdem unterstützt er die Kommunen bei der Planung und beim Bau von Radverkehrsanlagen. Entsprechende Projekte werden zu 90 Prozent gefördert. Hierfür stellt das Land jährlich acht Millionen Euro zur Verfügung.

Außerdem finanziert der Freistaat die einheitliche Beschilderung (Erstausstattung) des "SachsenNetzRad". Beispielsweise startet 2018 in der Region Leipzig die Beschilderung von ca. 1.000 Kilometern Radwegenetz (3.000 Standorte). 2019 beginnt die Planung für die Landkreise Bautzen und Görlitz (ca. 850 km Streckenlänge). In den sorbischen Gebieten erfolgt eine zweisprachige Ausschilderung.

Seit 2015 wird der Zustand des touristischen Radwegenetzes und der Radverkehrsanlagen an Bundes- und Staatsstraßen durch Befahrung systematisch erfasst und ausgewertet. Bis 2019 soll diese Erfassung abgeschlossen sein. Die Informationen werden dann über das Geoportal des Freistaates Sachsen bereitgestellt.

Zur Erhöhung der Attraktivität des Radverkehrs in Sachsen soll auch die Entwicklung von Radschnellverbindungen unterstützt werden. Mit einer landesweiten Potenzialanalyse werden derzeit geeignete Korridore ermittelt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 09.07.2018

Sachsen: "SachsenNetz Rad" - Start für landesweit einheitliche Beschilderung auf rund 5.120 Kilometern Länge

Das touristische Landesradwegenetz "SachsenNetz Rad" wird auf rund 5.120 Kilometern Länge einheitlich beschildert. Pilotprojekt ist die Region Leipzig mit den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig sowie der Stadt Leipzig. Dort wird ein rund 900 Kilometer langes Netz beschildert. Dafür werden rund 660 Pfosten und 4.050 Wegweiser aufgestellt. Die Arbeiten sollen im November 2018 abgeschlossen sein. In Torgau haben heute Verkehrs-Staatssekretär Hartmut Mangold und Oberbürgermeisterin Romina Barth die ersten Wegweiser enthüllt.

"Für die sächsische Staatsregierung ist die Förderung des Radverkehrs und des Fahrradtourismus ein wichtiges Anliegen", betont Mangold. "Mit seiner Radverkehrskonzeption hat sich der Freistaat das Ziel gesetzt, das SachsenNetz Rad durchgängig mit einer einheitlichen aktuellen Wegweisung auszustatten. Diese Erstausstattung wird durch das Land finanziert und sukzessive in ganz Sachsen durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr geplant und umgesetzt." Die Gesamtkosten für die Region Leipzig betragen voraussichtlich rund 630.000 Euro.

Der Startschuss für die Beschilderung fiel in Torgau, weil sich in der nordsächsischen Elbestadt wichtige Strecken kreuzen. Dort beginnen die regionale Hauptradroute Dahlener Heide (Torgau – Wurzen), die in einem Teilabschnitt auf der Fernverbindung Elberadweg verläuft, sowie die Route Leipzig – Berlin. Zudem ist der Elberadweg ein Bestandteil der Langstrecke "EuroVelo-Route 7" (Nordkap – Malta) und der Deutschlandroute "D 10" (nationales Premium-Radroutennetz). Diese Routen werden mit einem Logo an den Wegweisern kenntlich gemacht.

Planungsgrundlage für die sachsenweiten Maßnahmen ist eine Ende 2015 begonnene Bestandserfassung des SachsenNetz Rad sowie der Radwege an Bundes- und Staatstraßen in Sachsen (Routenverläufe, Oberflächenart, Zustand, Führungsform, Radinfrastruktur). Sie soll 2019 abgeschlossen werden. Seit dem vergangenen Jahr wurde in Zusammenarbeit mit den Landkreisen die Konzeption für die Wegweisung erarbeitet. Es wurde ein Kataster erstellt, welches alle relevanten Informationen zu Art, Inhalt, Standort und Material der Wegweisung enthält.

Staatssekretär Mangold weist darauf hin, wie komplex die Planungen allein in der Region Leipzig waren: "Für jeden einzelnen aufzustellenden Wegweiser musste der Standort mit den Eigentümern abgestimmt werden. Insgesamt sind 285 Gestattungsverträge abzuschließen. Im Weiteren waren mit jeder der 64 beteiligten Gemeinden Vereinbarungen zum Eigentumsübergang der Wegweisung zu treffen."

Bereits beauftragt und in Bearbeitung ist das Folgeprojekt: Voraussichtlich ab 2019 werden rund 1.080 Kilometer Radwege des SachsenNetz Rad im Bereich der Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie in der Stadt Dresden einheitlich und aktuell beschildert.

Weitere Aktivitäten

Die Stärkung des Radverkehrs besitzt für den Freistaat Sachsen eine hohe Priorität. Bis Anfang 2019 sollen alle Radwege an Bundes- und Staatstraßen der höchsten Priorität (Klasse A, 540 Kilometer) beauftragt sein. Seit 2014 wurden bereits rund 65 Kilometer der Klasse A fertiggestellt.

Für den Bau von Radwegen an Staatsstraßen stellt der Freistaat Sachsen jährlich vier Millionen Euro bereit. Außerdem unterstützt er die Kommunen bei der Planung und beim Bau von Radverkehrsanlagen. Entsprechende Projekte werden zu 90 Prozent gefördert. Hierfür stellt das Land jährlich acht Millionen Euro zur Verfügung.

Zur Erhöhung der Attraktivität des Radverkehrs in Sachsen wird auch die Entwicklung von Radschnellverbindungen unterstützt. In einer landesweiten Potenzialanalyse werden derzeit geeignete Korridore ermittelt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 12.07.2018

Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
31. Juli 2018
Quelle
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