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Juni 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Region Mittlerer Oberrhein setzt Bürgerdialog zu Radschnellverbindungen fort

Im März diesen Jahres veröffentlichte das Land die Potenzialanalyse Radschnellverbindungen. Viele Kommunen und Regionalverbände evaluieren nun, wie sie Radschnellwege mit Hilfe des Landes in ihrer Umgebung umsetzen können. Ein wichtiges Instrument dabei sind Bürgerbeteiligungsprozesse. Bei vier Bürgerforen des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein wurden nun mögliche Trassenführungen für Radschnellverbindungen diskutiert.

Drei Korridore mit hohem Potenzial: Die Region Mittlerer Oberrhein umfasst die Landkreise Karlsruhe und Rastatt sowie die Stadtkreise Baden-Baden und Karlsruhe. In der Potenzialanalyse des Landes wurden drei Korridore um Karlsruhe als "vordringlicher Bedarf" identifiziert. Damit ist gemeint, dass diese Verbindungen ein besonders hohes Potenzial für den Radverkehr und den Umstieg aufs Rad von Pendlern bieten. Die Korridore würden die Karlsruher Nordstadt mit Ettlingen, Weingarten und Bruchsal bzw. Durchlach und Pfinztal/Söllingen verbinden. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie "Radschnellwege für die Region Mittlerer Oberrhein" erstellt.

Meinung und Wissen der Bürger gefragt: Die genaue Führung solcher möglicher "Radautobahnen" ist noch offen. Bürgerforen helfen, die Ortskenntnis, Ideen und Bedürfnisse von radelnden Bürgern in die Planungsprozesse miteinzubeziehen. In vier Veranstaltungen in Rastatt (14. Mai 2018), Stutensee-Blankenloch (4. Juni 2018) und im Haus der Region in Karlruhe (16. Mai und 5. Juni) hatten die Bürger jetzt die Gelegenheit, ihre Wünsche und Ideen zu verschiedenen Streckenabschnitten einzubringen. Der Regionalverband freute sich über die aktive Beteiligung vieler Bürger.

Konstruktiver Dialog erwünscht: Verbandsdirektor Gerd Hager hatte sich im Vorfeld einen "konstruktiven Dialog" gewünscht: "Hintergrund ist die laufende Machbarkeitsstudie für die Radschnellwege, bei der wir die Bürgerschaft frühzeitig einbeziehen möchten", so Hager. Das beauftragte Gutachterbüro erläuterte pro Termin anhand eines Untersuchungskorridors sein Vorgehen und stellte entsprechende Vorschläge für die Streckenführung vor.

Ende Juni erste Ortsbefahrungen mit interessierten Bürgern: Das Beteiligungsverfahren läuft weiter: Nach den vier Bürgerdialogen findet am Samstag, den 30.06.2018 von 10:30 bis 12:30 die erste von zwei Bürgerbefahrungen statt. An diesem Termin wird ein Teilstück des Korridors Karlsruhe Ettlingen befahren. Weitere Informationen zu den Bürgerbefahrungen finden Sie hier. Alle Informationen zu Radschnellverbindungen finden Sie gebündelt unter www.radschnellverbindungen-bw.de

Quelle: fahrradland-bw.de am 18.06.2018

Zur Original-Fahrradland-BW-Meldung

Baden-Württemberg: Körschtalbrücke zwischen Esslingen und den Fildern wird fahrradtauglich - Land schreibt Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Nellingen und Neuhausen aus

Im Radwegenetz auf den Fildern zwischen Esslingen und der Autobahn 8 wird eine wichtige Lücke geschlossen. Auf der Körschtalbrücke wird ein Radweg eingerichtet, der vor allem den Schulkindern, den Berufspendlerinnen und -pendlern nützt. Verkehrsminister Winfried Hermann, der sich schon seit Jahren für diese Verbindung eingesetzt hat, äußerte sich erfreut, dass nun die Ausschreibung für die Bauarbeiten beginnt. "Damit bekommen Radlerinnen und Radler eine weitere attraktive Radverbindung zwischen dem Neckartal und den Fildern, ohne den großen Höhenunterschied durch das Körschtal überwinden zu müssen."

Auch Regierungspräsident Wolfgang Reimer zeigt sich erfreut über die Ausschreibung des Lückenschlusses: "Zwischen Ostfildern und Neuhausen besteht schon lange eine Lücke im Radwegenetz. Ich freue mich, dass diese jetzt nach intensiver Planung und Abstimmung endlich geschlossen werden kann. Das ist ein großer Schritt, vor allem für die Schulkinder und Berufspendler auf den Fildern."

Die L 1202 im Streckenverlauf zwischen der A 8 Anschlussstelle Esslingen und der B 10 bei Esslingen überquert das Körschtal auf der Körschtalbrücke, die im Jahre 1994 gebaut wurde und bis zu 55 m hoch ist. Radfahrer dürfen die Brücke bisher aus Sicherheitsgründen nicht benutzen, sie müssen bisher das Körschtal hinunter und wieder hinauffahren. Um das Radfahren auf der Brücke künftig zu ermöglichen, ist vorgesehen, die Fahrbahn einzuengen und gleichzeitig den vorhandenen Notgehweg auf der westlichen Seite um ca. 2 Meter zu verbreitet. Dem Kraftfahrzeugverkehr wird dann jeweils eine 3,75 Meter breite Fahrspur zur Verfügung stehen, dies ist auch für den Lkw-Verkehr ausreichend. Der Radweg auf der Brücke wird dann 2,75 m breit und im Gegenverkehr zu befahren sein. Er wird nördlich und südlich der Körschtalbrücke an vorhandene Wege angeschlossen.

Die Verbreiterung wird an der bestehenden Brückenkappe befestigt, auf der sich bisher der Notgehweg befindet. Dafür muss der Fahrbahnaufbau im Bereich der Verbreiterung entfernt und diese aufbetoniert werden. Die bestehende Stahlschutzeinrichtung wird ebenfalls abgebaut und ein höheres System auf der verbreiterten Brückenkappe neu hergestellt. Der bestehende Übersteigschutz, der auf der Innenseite der Brüstung befestigt ist, wird auf der gesamten Länge durch einen höheren Übersteigschutz auf der Außenseite der Brüstung ersetzt.

Der Lückenschluss hat eine Gesamtlänge von rund 820 Meter. Davon befinden sich auf der Brücke rund 700 Meter, die Rampen zu den Wegen im Norden und Süden sind jeweils rund 60 Meter lang. Zusätzlich wird auf Gemarkung Ostfildern der Feldweg im weiteren Verlauf auf einer Länge von insgesamt rund 240 Meter ausgebaut und ertüchtigt.

Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg am 15.06.2018

Baden-Württemberg: Radverkehrsachse in Konstanz wird erweitert - Petershauser und Jahnstraße werden zu Fahrradstraßen umgebaut

In der Schottenstraße hat sich die Fahrradstraße seit vielen Jahren bewährt. Auch die Petershauser Straße und die Jahnstraße werden aktuell zu Fahrradstraßen umgebaut.

Warum entsteht hier eine Fahrradstraße?

In der Petershauser Straße sind an Spitzentagen bis zu 13.000 Radfahrer unterwegs - deutlich mehr als Autos. Die bestehenden Radwege stoßen dabei an ihre Kapazitätsgrenzen. Zudem häufen sich an der Kreuzung Steinstraße/Jahnstraße Unfälle. Die Situation soll durch die Fahrradstraße entschärft werden.

Wie funktioniert die neue Verkehrsführung?

Von der Fahrradbrücke kommend fährt man geradeaus über den Ebertplatz in die neue Fahrradstraße. Aus der Petershauser Straße kommend wird ein Fahrstreifen an der Ampel für Radfahrer reserviert. Autos und Busse teilen sich hier einen Fahrstreifen, egal ob sie rechts oder links abbiegen wollen.

Auf der Fahrradstraße teilen sich Radler und Autofahrer die Fahrbahn. An allen Kreuzungen im Verlauf der Fahrradstraße haben die Verkehrsteilnehmer, die dort unterwegs sind, Vorfahrt gegenüber Seitenstraßen. Die Kreuzungsbereiche werden wie in der Schottenstraße blau eingefärbt.

Die Verkehrsführung am Zähringerplatz wird nicht verändert. Aus der Jahnstraße kommend wird man kurz vor dem Zähringerplatz auf den bestehenden Radweg geleitet und wartet wie bisher auch zusammen mit den Fußgängern an der Ampel. In der umgekehrten Richtung wird man kurz nach dem Zähringerplatz vom Radweg auf die Fahrbahn geleitet. Eine große blaue Fläche und der Schriftzug "Fahrradstraße" markieren den Beginn der Fahrradstraße.

Quelle: Amtsblatt der Stadt Konstanzvom 13.06.2018

Baden-Württemberg: Landkreis Ravensburg tritt der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) bei

Damit das Fahrrad verstärkt als gleichwertiges Verkehrsmittel genutzt wird, hat sich der Landkreis Ravensburg der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) angeschlossen. Als 71. Mitglied freut sich der Landkreis auf den fachlichen Austausch und Inspiration durch Best Practice Beispiele, um gemeinsam den Mobilitätswandel zu fördern.

Landrat Harald Sievers nennt den Beitritt des Landkreises Ravensburg in die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) einen wichtigen Schritt für eine klimafreundliche Zukunft: "Fahrradfahren trägt nicht nur zur Schonung der weltweiten Ressourcen bei. Es steigert auch direkt hier vor Ort die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger." Seit 2015 wurde im Landkreis ein zusammenhängendes Radwegenetz konzipiert, das aktuell umgesetzt wird. "Mit unserer AGFK-Mitgliedschaft möchten wir das Fahrrad weiter als selbstverständliches Verkehrsmittel positionieren und den nachhaltigen Mobilitätswandel im Landkreis vorantreiben.", so Sievers.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW ist der Landkreis Ravensburg seinem Ziel, "Fahrradfreundliche Kommune" zu werden, einen Schritt näher gekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Service-leistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Eine Kommune, die den Fuß- und Radverkehr bei Quartiersplanungen mitdenkt, wird zu einer attraktiven Stadt der kurzen Wege: Ärzte, Supermärkte, Schulen – alles lässt sich schnell, sicher und gesund erreichen.

Die AGFK-BW steht den Kommunen auf diesem Weg zum Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ als starker Partner zur Seite. Sie schafft eine wertvolle Basis durch entsprechende Vorlagen - nach dem Prinzip „Zentral entwickeln, vor Ort einsetzen“: Dazu gehören Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen rund ums Thema Radverkehrsförderung, Förderung des Erfahrungs- und Informationsaustausches durch Fachseminare und der Einsatz für eine gemeinsame und einheitliche Öffentlichkeitsarbeit ihrer Mitglieder – denn als Team kann man zahlreiche Vorhaben viel schneller realisieren.

Weiterführende Informationen: Zum Mitgliederprofil vom Landkreis Ravensburg: www.agfk-bw.de/verein/landkreis-ravensburg

Quelle: AGFK-BW e. V. am 06.06.2018

Baden-Württemberg: Stadt Mengen festigt durch Beitritt bei der AGFK-BW ihr Engagement für den Radverkehr

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) begrüßt die Stadt Mengen im Landkreis Sigmaringen als neuestes Mitglied. Mengen hat sich für die weitere Radverkehrsförderung viel vorgenommen. Neben neuen Radwegen steht beispielsweise die Verkehrssicherheit für Kinder und Ältere im Fokus.

Die "Fuhrmannstadt" Mengen fördert seit vielen Jahren das Fahrradfahren. Durch das Mitwirken bei der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) festigen Sie ihre Verpflichtung, das klimabewusste Verkehrsmittel bei den Bürgern von Mengen zur Nummer Eins zu machen. "Wir möchten den motorisierten Individualverkehr reduzieren, insbesondere in der Umgebung von Schulen.", erläutert Stefan Bubeck, Bürgermeister der Stadt Mengen. "Auch die Verkehrssicherheit und der weitere Ausbau der Barrierefreiheit ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir haben bereits großflächige Tempo 30- Zonen eingeführt und sichere Abstellflächen für Fahrräder aufgestellt. Wir freuen uns, zu weiteren Maßnahmen mit AGFK Mitgliedern in den Austausch zu treten."

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW ist die Stadt Mengen seinem Ziel, "Fahrradfreundliche Kommune" zu werden, einen Schritt näher gekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Serviceleistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Eine Kommune, die den Fuß- und Radverkehr bei Quartiersplanungen mitdenkt, wird zu einer attraktiven Stadt der kurzen Wege: Ärzte, Supermärkte, Schulen – alles lässt sich schnell, sicher und gesund erreichen.

Die AGFK-BW steht den Kommunen auf diesem Weg zum Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune" als starker Partner zur Seite. Sie schafft eine wertvolle Basis durch entsprechende Vorlagen - nach dem Prinzip "Zentral entwickeln, vor Ort einsetzen": Dazu gehören Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen rund ums Thema Radverkehrsförderung, Förderung des Erfahrungs- und Informationsaustausches durch Fachseminare und der Einsatz für eine gemeinsame und einheitliche Öffentlichkeitsarbeit ihrer Mitglieder – denn als Team kann man zahlreiche Vorhaben viel schneller realisieren.

Zum Mitgliederprofil von Mengen: www.agfk-bw.de/verein/mengen

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) am 28.06.2018

Bayern: München beschließt Ausschreibung einer Machbarkeitsuntersuchung für 6 Radschnellverbindungen

Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung vom 13. Juni 2018 (Beschlussseite zu TOP 9 - Radschnellwegverbindung in München Vergabeermächtigung) - Beschluss:

1. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Direktorium - HA II, Vergabestelle 1 jeweils eine Machbarkeitsuntersuchung für

  • a) eine radiale Radschnellverbindung vom Münchner Stadtzentrum in Richtung Dachau
  • b) eine radiale Radschnellverbindung vom Münchner Stadtzentrum in Richtung Kirchheim/Ebersberg
  • c) eine radiale Radschnellverbindung vom Münchner Stadtzentrum in Richtung Oberhaching
  • d) eine radiale Radschnellverbindung vom Münchner Stadtzentrum in Richtung Planegg/Starnberg
  • e) eine radiale Radschnellverbindung vom Münchner Stadtzentrum in Richtung Fürstenfeldbruck
  • f) eine tangentiale Radschnellverbindung inklusive integrierter Potenzialanalyse an eine externe Auftragnehmerin bzw. einen externen Auftragnehmer zu vergeben.

2. Das Direktorium - Hauptabteilung II, Vergabestelle 1 führt das Vergabeverfahren zu den in dieser Vorlage und der nichtöffentlichen Sitzungsvorlage Nr. 14-20 / V 11741 genannten Bedingungen durch und erteilt den Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot.

3. Dieser Beschluss unterliegt nicht der Beschlussvollzugskontrolle.

Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt München am 14.06.2018

Zum Beschluss, zum ausführlichen Beschlussentwurf, zum Vorgang im Ratsinformationssystem
Bayern: Neuer Radweg zwischen Pfändhausen und Rannungen (Unterfranken) freigegeben

Der Bayerische Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat gemeinsam mit kommunalen Mandatsträgern den neu ausgebauten Geh- und Radweg zwischen Pfändhausen und Rannungen für den Verkehr freigegeben. "Damit schließen wir eine wichtige Lücke im Grenzbereich der beiden Landkreise", sagte Eck. Der Freistaat Bayern übernimmt von den Gesamtkosten knapp drei Viertel der zuwendungsfähigen Kosten und gibt so eine kräftige Finanzspritze in Höhe von 330.000 Euro.

Die Menschen in der Region profitieren laut Eck stark vom neuen Geh- und Radweg: "Radfahrer hatten hier regelmäßig die Kreisstraße gemieden, weil sie sich oft nicht sicher gefühlt haben". Aus diesem Grund wurde ein 2,7 Kilometer langer, von der Fahrbahn getrennter Geh- und Radweg an der Kreisstraße gebaut, der damit auch die Verkehrssicherheit deutlich verbessert. Staatssekretär Eck sieht im Fahrrad ein Verkehrsmittel der Zukunft: "Wir wollen uns den Platz als Radlland Nummer eins in Deutschland sichern! Dazu trägt auch der Ausbau dieses Teilstücks bei."

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr am 17.06.2018

Bayern: AGFK schlägt Lauf als fahrradfreundliche Kommune in Bayern vor

Mit Lauf kann bald eine weitere Stadt in Bayern als "fahrradfreundliche Kommune" ausgezeichnet werden. Eine unabhängige Kommission aus Vertreterinnen und Vertretern des bayerischen Landtages, darunter Norbert Dünkel (CSU) und Markus Ganserer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), des ADFC Bayern, des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern e.V.) sowie der Verkehrswacht und der Polizei bewertete Lauf anhand der strengen Prüfkriterien, die jede Kommune erfüllen muss, die sich um die begehrte Auszeichnung bewirbt.

Lauf ist eines der ersten 38 Gründungsmitglieder der AGFK, die sich seit 2012 dafür einsetzt, den Radverkehrsanteil zu erhöhen und den Radverkehr in Bayern zu fördern. Bereits im Jahr 2015 fand eine so genannte Vorbereisung statt, bei der die Stadt nachweisen musste, inwieweit sie sich für den Radverkehr engagiert. Dabei ging es auch um politische Beschlüsse und finanzielle Aufwendungen, durch die dieser gefördert wird. Nun folgte die Hauptbereisung – mit positivem Ergebnis. "Die AGFK wird dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr vorschlagen, die Stadt Lauf als fahrradfreundliche Kommune auszuzeichnen", verkündete Martin Ganserer, Vorsitzender der Kommission, in seinem abschließenden Urteil.

Quelle: AGFK Bayern am 27.06.2018

Berlin: Karl-Marx-Allee erhält in Nähe des Alexanderplatzes einen vier Meter breiten, geschützten Radstreifen

Die Karl-Marx-Allee wird zwischen Otto-Braun-Straße/Alexanderstraße bis zum Strausberger Platz neu gebaut. Sie erhält einen vier Meter breiten Radstreifen, etwa 30 Straßenbäume, Hecken, neue Gehwege und über 160 Kfz-Stellflächen. Künftig stehen zwei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung. Neben den Längsparkstreifen sorgen eineinhalb Meter breite Sicherheitsstreifen für ausreichenden Schutz der Radfahrenden.

Im Zusammenhang mit der Straßenbaumaßnahme erfolgen auch umfangreiche Leitungsbauarbeiten. Der gesamte Bereich steht als Ensemble unter Denkmalschutz. Der Umbau der Gehwegflächen erfolgt deshalb in Anlehnung an den historischen Bestand der 1960er Jahre mit vielen Sitzbänken und Fahrradbügeln. Der Neubau der Straßenbeleuchtung erfolgt ebenfalls im 1960er Jahre Design mit zusätzlich schlichten Lichtstelen in den Gehwegen.

Die erste von insgesamt drei Bauphasen beginnt am Montag, dem 18. Juni 2018, mit der Einrichtung der provisorischen Verkehrsführung. Anschließend erfolgt der Neubau der südlichen Fahrbahn einschließlich Gehweg und Einmündung der Schillingstraße. Die Ein- und Ausfahrt Schillingstraße zur bzw. von der Karl-Marx-Allee ist währenddessen voll gesperrt.

In der zweiten Bauphase erfolgen der Neubau der nördlichen Fahrbahn einschließlich des Geh- und Radweges und die Einmündung der Berolinastraße. Während dieser Zeit ist die Ein- und Ausfahrt Berolinastraße zur bzw. von der Karl-Marx-Allee ebenfalls voll gesperrt. In der dritten und letzten Bauphase erfolgt dann die Fertigstellung des Mittelstreifens.

Während der zwei Jahre andauernden Bauzeit stehen in jede Richtung zwei Fahrstreifen und jeweils ein Radfahrstreifen zur Verfügung. Der Verkehr wird im Bereich des Knotenpunktes Schilling-/Berolinastraße durch eine Ampel geregelt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen rund 13,2 Millionen Euro.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berlin.de/senuvk/bauen/strassenbau/karl-marx-allee

Quelle: SenUVK am 15.06.2018

Berlin: Planungen für den westlichen Abschnitt des Rad- und Wanderwegs an der Spree gehen beschleunigt weiter

Aus der Sitzung des Senats am 19. Juni 2018: Zur Fertigstellung des westlichen Abschnitts des Rad- und Wanderwegs an der Spree vom Schlossplatz in Mitte bis zur Mündung in die Havel in Spandau hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz der infraVelo GmbH die Aufgabe der bezirksübergreifenden Projektsteuerung übertragen. Das geht aus einem entsprechenden Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, beschlossen hat.

In einem ersten Schritt sollen unter der Federführung der infraVelo die bisher vorliegenden vorbereitenden Untersuchungen für das Projekt gesichtet, überprüft und, soweit erforderlich, aktualisiert werden.

Weiterhin wird die infraVelo zeitnahe Abstimmungen mit den Planenden wichtiger parallel laufender Projekte, wie u. a. des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit 17 (Spreeumbau) und der Erweiterung des Klärwerks in Ruhleben, anstreben.

Die beteiligten Bezirke Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau sind als Baulastträger aufgefordert, zu prüfen, welche Wegeabschnitte vergleichsweise unkompliziert und damit zügig umsetzbar sind. Ihnen wurde angeboten, bei Bedarf sowohl Planungs- als auch Bauaufgaben im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung an die infraVelo GmbH zu übertragen.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe wird den Spreeradweg in seiner gesamten Länge aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) fördern. Die ersten fünf Bauabschnitte in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte werden aktuell in zwei Projekten in Höhe von insgesamt rund 7,49 Mio. Euro gefördert.

Quelle: SenUVK am 19.06.2018

Berlin: Dahlem Route im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf feierlich eröffnet

Am 29.06.2018 wurde bei herrlichem Sommerwetter die Dahlem Route im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf feierlich eröffnet. Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski und Henner Bunde, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gaben den Startschuss für die erste bezirkliche Fahrradroute.

Die erste bezirkliche Radroute ist Teil eines der ersten bezirklichen Tourismuskonzepte: Der Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat mithilfe von Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) im Jahr 2016 ein nachhaltiges Tourismuskonzept veröffentlicht, das von der EBC-Hochschule Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Schaal erstellt wurde. Im Tourismuskonzept wurden Radrouten durch den Berliner Südwesten konzipiert. Die Dahlem Route ist die erste touristische Rundroute, die nun entsprechend des Konzeptes umgesetzt wird. "Wir haben die Dahlem Route so konzipiert, dass sie über einen möglichst hohen touristischen Erlebniswert verfügt. Die Dichte an Kultureinrichtungen und Naturerlebnissen ist enorm hoch und so können wir all die Attraktionen hervorragend verbinden und erreichen" so Prof. Dr. Frank Schaal von der EBC-Hochschule.

Steglitz Zehlendorf ist vielfältig und attraktiv: Auf der Dahlem Route sollen Gäste aber auch die Berlinerinnen und Berliner den Südwesten der Hauptstadt einfach erkunden und dabei eine Vielzahl von Attraktionen entdecken. Auf der 18 Kilometer langen Dahlem Route befinden sich eine Vielzahl von Kultureinrichtungen wie z.B. das Brücke-Museum, das Kunsthaus Dahlem, das Alliierten Museum, die Domäne Dahlem, das Haus am Waldsee oder auch der Botanischen Garten mit dem Botansichen Museum. Eine entspannte Auszeit kann der Besucher am Schlachtensee oder an der Krummen Lanke nehmen und wahlweise aufs Stand-Up-Paddel umsteigen. Weitere Highlights entlang der Strecke sind der Henry Ford Bau, die Bruno Taut Siedlung, das Gartendenkmal Mexikoplatz oder die Waldsiedlung Onkel-Tom-Hütte.

"Wir sind sehr froh, dass wir sowohl den Berliner Gästen, als auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt mit der Dahlem Route nun eine Möglichkeit bieten können, unseren Bezirk und dessen wunderschöne Ecken auf dem Rad zu erkunden", so Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Michael Pawlik, Leiter der Wirtschafsförderung des Bezirks, ergänzt: "Die Dahlem Route ist ein attraktives Freizeitangebot im Berliner Südwesten, das je nach Interessenlage Ortsansässigen wie Gästen rund ums Jahr zur Verfügung steht. Mit dem Rad sind die vielen Attraktionen unseres Bezirks einfach und dazu ökologisch zu erreichen. Nun gibt es eine beschilderte Route, die all diese positiven Aspekte zusammenbringt".

Leicht zu erreichen und gut zu befahren: Die Dahlem-Route ist eine Rundstrecke, die in beiden Richtungen ausgeschildert ist, sodass sich auch Ortsunkundige schnell und einfach orientieren können. Der Ein- und Ausstieg in die Route ist an zwei Stationen der S-Bahn Linie 1 und fünf Stationen der U-Bahn Linie 3 möglich. Auf diese Weise ist die Dahlem Route für die Gäste sehr leicht erreichbar und kann auch überall mit U- und S-Bahnen abgekürzt werden. Mit dem digitalen Outdoor Guide Komoot kann man mit dem eigenen Smartphone die Wegführung entlang der Dahlem Route angezeigt bekommen.

Für diejenigen, die nicht mit dem eigenen Fahrrad anreisen, steht in der Onkel-Tom-Ladenstraße am U3-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte bei Fahrrad-Lippke Fahrradverleih bereit.  Zur Dahlem Route: www.facebook.com/dahlemroute

Quelle: Velokonzept Saade GmbH am 29.06.2018

Hessen: Förderung der Nahmobilität - Zuschuss zur Planung eines Radweges zwischen Blickershausen und Ziegenhagen

Mit 60.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Witzenhausen bei der Planung eines Radwegs zwischen den Ortsteilen Blickershausen und Ziegenhagen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 525.000 Euro. 

Bei der Planung geht es um den Bau eines Radwegs zwischen den Ortsteilen Blickershausen und Ziegenhagen. Der neue Radweg soll knapp 2,5 km lang werden und 2,5 bis 3 Meter breit ausgebaut werden.  

Die Zuwendung der Planungskosten erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 29.06.2018

Hessen: Förderung der Nahmobilität - Teilabschnitt Sinntal-Radwegs zwischen Altengronau und Zeitlofs wird ausgebaut

Mit rund 78.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Sinntal beim Ausbau des Sinntal-Radwegs zwischen Altengronau und Zeitlofs. Dies teilte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 98.000 Euro. 

Bei dem Radweg handelt es sich um einen Teilabschnitt eines rund 27 km langen Radwegs, der auf der ehemaligen Bahntrasse von Jossa bis Wildflecken verlaufen soll. Der 450 Meter lange Abschnitt verbindet sowohl mit der bayrischen Grenze als auch mit dem hessischen Fernradweg R 2, wodurch eine neue überregionale Radwegeverbindung entsteht. Rund 22 km des Sinntal-Radwegs verlaufen in Bayern. 

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben konkreten Vorhaben für den Fuß- und Fahrradverkehr auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 27.06.2018

Hessen: Förderung der Nahmobilität - Zuschuss zur Planung eines Geh- und Radwegs in Simmershausen

Mit 37.500 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Fuldatal bei der Planung eines neuen Geh- und Radweges. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. 

Bei der Planung geht es um den Bau eines kombinierten Geh- und Radweges im Ortsteil Simmershausen mit einer Ausbaubreite von drei Metern und einer Länge von knapp 1,2 km. Durch diesen Weg wird Simmershausen an den Fernradweg R 1 angeschlossen. 

Hintergrund: Die Zuwendung der Planungskosten erfolgt nach der neuen Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 29.06.2018

Hessen: Wissenschaftsstadt Darmstadt bringt Radschutzstreifen in der Dieburger Straße auf

Verkehrsdezernentin Boczek: "Wichtige Maßnahme, die den Abschnitt für Radfahrer deutlich sicherer macht"

Die Dieburger Straße wurde in den letzten Wochen zwischen den Straßen Schumannstraße und "An der Fasaneriemauer" auf rund 400 Meter Länge saniert. Auch die Gehwege wurden mit erneuert. Als letzte Maßnahme an der frisch sanierten Dieburger Straße zwischen Schumannstraße und An der Fasaneriemauer bringt die Wissenschaftsstadt Darmstadt in der kommenden Woche neue Radschutzstreifen auf der Fahrbahn an. Dabei wird die Situation für Radfahrende verbessert. Beidseitige neue Radschutzstreifen in einer durchgehenden Breite von 1,50 Meter ermöglichen künftig ein sicheres Vorankommen für den Radverkehr. Radschutzstreifen sind Teil der Fahrbahn und durch eine dünne, gestrichelte Linie gekennzeichnet. Autos dürfen auf Schutzstreifen nicht parken, können aber z. B. bei entgegenkommendem Busverkehr den Schutzstreifen mit benutzen, wenn der Radverkehr dabei nicht gefährdet wird. Somit ist die Dieburger Straße nun auf dem aktuellen Stand der Technik und bietet allen Verkehrsteilnehmenden besseren Komfort und mehr Sicherheit.

"Wichtig ist uns, dass für die Radfahrenden in der Dieburger Straße ausreichende Sicherheitsabstände zu den parkenden Autos und sich öffnenden Autotüren gegeben sind. Dies ist im neu sanierten Abschnitt der Fall. Um durchgehende Sicherheit zu erzielen, werden wir als nächsten Schritt die bestehende alte Markierung Richtung Stadtmitte, bei der die Radfahrenden mit zu geringem Abstand an den parkenden Autos und Wohnmobilen entlang geführt werden, durch eine neue verkehrssichere Lösung ersetzen", so Stadträtin und Verkehrsdezernentin Dr. Barbara Boczek. Die Planung für diesen zweiten Abschnitt läuft, die Umsetzung soll im Laufe des Jahres erfolgen.  

Schutzstreifen bieten den Radfahrenden Komfort und Sicherheit und können außerhalb von Tempo30-Straßen überall dort eingesetzt werden, wo der Platz für Radstreifen oder baulich getrennte eigene Radwege nicht ausreicht. Radfahrende sind auf Schutzstreifen für den Autoverkehr besser zu sehen, besonders an Kreuzungen und Zufahrten, die der häufigste Unfallort mit Radfahrenden sind.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 11.06.2018

Mecklenburg-Vorpommern: Leitprojekt des Radverkehrsplans 2010 der Universitäts- und Hansestadt - Greifswald erhält Zuschüsse für Radstation

Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel übergab am 06.06.2018 einen Zuwendungsbescheid an den Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder. Die Hansestadt erhält einen Zuschuss in Höhe von 245.509 Euro (Fördersatz 75 Prozent) für die Errichtung einer Radstation am Bahnhof. Diese Mittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Die Errichtung einer Radstation in der Nähe des Greifswalder Bahnhofs ist ein Leitprojekt des Radverkehrsplans 2010 der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Durch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Jahr 2014 sind zwar alle Abstellplätze dort geordnet und beleuchtet. Allerdings reichen die vorhandenen, teilweise überdachten Radabstellplätze nicht aus und bieten wenig Schutz gegen Vandalismus. Zum bisherigen Angebot im Bahnhofsumfeld werden daher weitere 136 witterungs- und diebstahlgeschützte Fahrrad-Stellplätze geschaffen. Das Bauwerk der Radstation soll eingeschossig in drei Modulen errichtet werden. In zwei Modulen sollen Doppelstock-Fahrradparker für jeweils 48 Fahrräder (insgesamt 96 Fahrräder) eingebaut werden. Ggf. können zusätzliche Stellflächen für Sonderräder (Liegeräder, Tandems, Lastenräder, Fahrradanhänger) innerhalb dieser Module vorgesehen werden. In einem dritten Modul sind 20 einzeln verschließbare Doppelstock-Fahrradboxen für insgesamt 40 Fahrräder vorgesehen.

Mit dem Vorhaben wird durch das sichere Abstellen der Fahrräder am Bahnhof die Verknüpfung zwischen den Verkehrsträgern Fahrrad, Bahn und Bus verbessert und somit der öffentliche Nahverkehr attraktiver gestaltet. Die Inbetriebnahme der Radstation ist für das dritte Quartal 2019 geplant.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Nr.121/18 am 06.06.2018

Niedersachsen: Große Anfrage Bündnis von Bündnis 90/Die Grünen "Mobilitätswende, Gesundheit und Klimaschutz: Niedersachsen auf dem Weg zum Fahrradland Nummer eins?"

Die niedersächsische Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben eine Große Anfrage "Mobilitätswende, Gesundheit und Klimaschutz: Niedersachsen auf dem Weg zum Fahrradland Nummer eins?" im Landtag gestellt (Drucksache 18/1004).

Die Anfrage gliedert sich in insgesamt 158 Fragen:
A. Allgemeines (28 Fragen)
B. Fahrradmobilitätsgesetz Niedersachsen (14 Fragen)
C. Kommunale Radwege (17 Fragen)
D. Radwege an Landesstraßen (42 Fragen)
E. Radwege an Bundesstraßen (7 Fragen)
F. Radschnellwege (25 Fragen)
G. Radtourismus (7 Fragen)
H. Sicherheit (13 Fragen)
I. Personelle Ressourcen im Verkehrsministerium (5 Fragen)

Quelle: Landtagsdokumentationssystem Niedersachsen (NILAS) am 05.06.2018

Zur Drucksache 18/1004

Nordrhein-Westfalen: Mindener Radverkehrsbausteine aus Verkehrskonzept sind umgesetzt

Für den Radverkehr in der Stadt Minden wurde in den vergangenen Wochen und Monaten einiges auf den Weg gebracht.

In den vergangenen Wochen und Monaten sind unterschiedliche Bausteine aus dem Barriereatlas und dem Verkehrskonzept der Stadt Minden umgesetzt worden. Diese kommen in Kürze den Fußgängern und Radfahrern zugute. So wird beispielsweise der unbefestigte "Trampelpfad" zwischen der Straße In den Bärenkämpen und der Grünanlage Tillystraße zu einer Fuß- und Radwegverbindung ausgebaut.

An der Wagnerstraße sind die Pfosten nun so gestaltet, dass sie besser sichtbar sind – sie sind zum einen hochaufgestellt und zum anderen mit einer Markierung auf dem Boden versehen. „Auf die Pfosten kann nicht verzichtet werden, da die Erfahrung zeigt, dass Autos sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten“, so die Verkehrsbehörde der Stadt Minden. Ebenfalls in Arbeit ist der Geh- und Radweg auf der Weserbrücke in südlicher Richtung. Er wird gerade baulich und auch optisch aufgearbeitet. Am Ende gibt es eine Rotmarkierung für den Radweg und eine taktile Leitlinie im Verlauf des Gehweges für sehbehinderte Menschen. Außerdem haben die Städtischen Betriebe Minden an der Bushaltestelle Wickenbreede in Haddenhausen (Lübbecker Straße B65) Fahrradständer aufgestellt.

Auch wenn die Arbeiten an der Hafenstraße noch nicht fertig sind, für den Fuß- und Radverkehr gibt es schon jetzt Verbesserungen. Der Übergang vom Radfahrstreifen auf dem Radweg ist baulich angepasst worden, sodass er jetzt besser befahrbar ist. Und auch in der Linienführung wurde nachgebessert, denn der Radweg verläuft nun auf ganzer Länge geradlinig. Die Verschwenkungen sind dadurch verschwunden. Engstellen im Gehweg sind durch den Rückbau der Busbucht aufgehoben, da jetzt in dem Bereich mehr Platz ist. Neu ist, dass der Bus in Zukunft direkt auf der Fahrbahn hält. Die Bordsteine sind auch angehoben worden, damit die ÖPNV-Nutzer*innen problemlos ein- und aussteigen können.

Ein größeres Projekt ist die Optimierung des Fuß- und Radverkehrs an 39 Ampelanlagen in Kreuzungsbereichen. Hier werden unter anderem Radfahrerfurten verlegt, eigene Signale für den Radverkehr eingesetzt oder die Grünzeiten verlängert. Dadurch soll die Verkehrsführung der Fußgänger und Radfahrer sicherer und komfortabler gemacht werden. Weil diese Bausteine der Verbesserung der Nahmobilität dienen, hat die Stadt Minden beim Land NRW einen Zuschussantrag gestellt und eine Förderung von über 70 Prozent der Gesamtkosten bekommen. Die Optimierung der Signalanlagen erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren – 2016/2017/2018. Momentan werden die Anlagen entlang des Bayernrings und des Schwabenrings verbessert.

Interessierte, die im Mai den Weg zur Bürgerhalle gefunden hatten, kamen an der Ausstellung zum Radverkehr nicht vorbei. Infotafeln klärten unter anderem darüber auf: wo müssen bzw. dürfen Radfahrer eigentlich fahren, wer ist ein "Geisterradler" und warum ist das gefährlich oder darf man auf einem Schutzstreifen halten oder parken? Außerdem wurden vor Ort auch Fragen beantwortet und zur Förderung der Sicherheit der Radfahrer gab es Warnwesten. "Die Westen waren sehr schnell vergriffen. Wir haben auch gute Hinweise bekommen. So bemängelten einige Mindener*innen, dass Busse die notwendigen Sicherheitsabstände nicht immer einhalten", so die Verkehrsbehörde. Solche Hinweise nimmt die Stadtverwaltung zum Anlass, wie in diesem Fall, mit den Busbetreibern zu sprechen und sie für Sicherheitsthemen zu sensibilisieren.

Quelle: Stadt Minden am 13.06.2018

Nordrhein-Westfalen: Dank Duisburger Schülerteam - Spezialbelag beleuchtet RVR-Radweg im Landschaftspark Duisburg-Nord

Und abends mit Beleuchtung: In Duisburg wurde am 22. Mai ein Radweg eingeweiht, der bei Dunkelheit leuchtet. Realisiert wurde das Projekt auf einem 2,6 Kilometer langen Abschnitt des Grünen Pfades nach einer Idee von Schülern der Gesamtschule Duisburg-Meiderich. Diese hatten mit ihrem innovativen Vorschlag zu den Gewinnern des Schülerwettbewerbs "Förderturm der Ideen 2016/17" gehört.

Spezieller Belag sorgt für Licht: Für den nachleuchtenden Radweg wurde ein Belag aufgetragen, der eine spezielle Chemikalie enthält, die tagsüber das Sonnenlicht absorbiert und dadurch nachts leuchtet. War das Vorhaben bei der Siegerehrung 2017 erst eine Skizze auf dem Papier, wurde es jetzt auf einem Teilstück des Radweges des Regionalverbandes Ruhr (RVR) im Landschaftspark Duisburg-Nord realisiert. Die RAG-Stiftung finanzierte die Umsetzung mit 50.000 Euro.

Alltagsradverkehr in der Metropole Ruhr stärken: Der Wettbewerb "Förderturm der Ideen" ist Teil des Programms "Glückauf Zukunft!", das die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG gemeinsam mit der IG BCE anlässlich des Endes des Steinkohlebergbaus ins Leben gerufen haben. Der Radweg Grüner Pfad als Teil des radrevier.ruhr wird durch den RVR gepflegt und unterhalten. "Dieses innovative Schulprojekt haben wir gerne unterstützt. Zurzeit erarbeiten wir ein Konzept, um den Alltagsradverkehr in der Metropole Ruhr zu stärken. Ziel ist es unter anderem, zu allen Tageszeiten sicher mit dem Rad zur Schule oder Arbeit zu kommen. Wir werden prüfen, ob der Belag auch auf anderen Strecken verwendet werden kann", bekräftigt Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR. Infos unter www.foerderturm-der-ideen.de

Quelle: Regionalverbandes Ruhr (RVR) am 01.06.2018

Zur Original-RVR-Mitteilung / ausführliche Infos (mit Bildern) unter www.glueckauf-zukunft.de

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Radweg an der B106 bei Groß Stieten eröffnet - Weitere Teilabschnitt der Radwegtrasse zwischen Schwerin und Wismar

In einem feierlichen Akt wurde vom Landesverkehrsminister Christian Pegel, Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss und dem Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, Stefan Anker, am 22.06.2018 der Radweg an der B106 bei Groß Stieten freigeben. Auf einer Länge von ca. 2,3 Kilometern wurde der Radweg in zwei Richtungen in einer Breite von 2,5 Metern ausgebaut. Er beginnt am nördlichen Ende des gemeinsamen Geh- und Radwegs in der Ortslage Niendorf und schließt in Groß Stieten an den dort liegenden Geh- und Radweg an.

Mit dem neuen Radweg ist ein weiterer Teilabschnitt der Radwegtrasse zwischen Schwerin und Wismar verwirklicht worden. Der Bau des Radwegs erhöht die Verkehrssicherheit: Entlang der B 106 zwischen Niendorf und Groß Stieten bestand für Radfahrer aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der engen Allee ein erhebliches Risiko.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme in Höhe von ca. 800.000 Euro trägt hauptsächlich der Bund. Die Gemeinden Bad Kleinen und Groß Stieten beteiligen sich mit ca. 14.400 bzw. 8.300 Euro.

Im Juli 2018 beginnt der Bau des Radwegs zwischen dem Abzweig Wendisch Rambow und Niendorf. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. In Karow wird gegenwärtig ein gemeinsamer Geh- und Radweg gebaut. Die letzte Lücke der Radwegtrasse Schwerin - Wismar zwischen Zickhusen und dem Abzweig Wendisch Rambow wird zurzeit geplant.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am Nr.147/18 am 22.06.2018

Rheinland-Pfalz: Erste Fahrradstraße in Trier im Rahmen des Radverkehrskonzeptes

Eine Straße fast ohne Autos, auf der man mitten auf der Fahrbahn sicher nebeneinander her radeln kann? So in etwa sieht der urbane Traum jedes Radfahrers aus. Solche "Fahrradstraßen" sind in der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorgesehen, in der Realität sind sie bisher in den meisten Städten die Ausnahme. Trier will demnächst in der Südstadt eine erste Route ausweisen.

Hauptstadt der Fahrradstraßen in Deutschland ist München, wo Radler derzeit schon auf 61 Strecken Vorfahrt genießen. Fahrradstraßen sollen den Radverkehr bündeln und sind laut StVO für Straßenabschnitte geeignet, in denen "der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist". Sie sind grundsätzlich Radfahrern vorbehalten, werden aber häufig durch einen entsprechenden Zusatz in der Beschilderung für den KfZ-Verkehr freigegeben. Allerdings müssen sich Autos dem Radverkehr anpassen und unterordnen. Es gilt für alle Fahrzeuge maximal Tempo 30. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren.

Ruhige Alternative: Die erste Trierer Fahrradstraße ist eine vordringliche Maßnahme des vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Radverkehrskonzepts und soll von der Südallee über die Eberhard-, Zell-, Kraus- und Hubert-Neuerburg- Straße sowie Im Nonnenfeld zur Konrad-Adenauer-Brücke verlaufen. Sie ist somit eine ruhige Alternative zu der stark vom Autoverkehr frequentierten Saarstraße und bietet einen Anschluss zu den Innenstadtrouten West und Ost.

Fahrradstraßen werden durch das entsprechende Verkehrsschild ausgewiesen, häufig ergänzt durch eine auffällige Markierung auf der Fahrbahn. "Dadurch sollen die Autofahrer sensibilisiert werden. Der Radverkehr ist dann im Unterbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer stärker präsent", erklärt Jonas Klöpfer, Radverkehrsplaner im Stadtplanungsamt.

Die Fahrradstraße in Trier-Süd soll auf jeden Fall für den KfZ-Anliegerverkehr geöffnet bleiben. Noch in diesem Jahr soll der Abschnitt zwischen der Eberhardstraße und der Einmündung der Krausstraße in die Hohenzollernstraße beschildert werden. Eine knifflige Aufgabe für die Planer im Rathaus ist die Überleitung an den Kreuzungen mit der Gilbert-, Nikolaus- und Saarbrücker Straße. Der Fahrradverkehr hat auch an diesen Stellen künftig Vorrecht, die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben. Es muss aber sichergestellt sein, dass die Fahrradstraße trotz der durch die dichte Bebauung eingeschränkten Sichtachsen auch an den Kreuzungen für alle Verkehrsteilnehmer gut erkennbar und sicher zu befahren ist. Hier werden momentan noch verschiedene Optionen der Markierung und Beschilderung geprüft.

Quelle: Stadt Trier am 12.06.2018

Sachsen: 453 Kilometer Radwege in Planung und Bau - Sachsen beauftragt zweites Sonderprogramm Radverkehr

Die Entwicklung und Stärkung des Radverkehrs besitzt für den Freistaat Sachsen seit Beginn dieser Legislaturperiode einen hohen Stellenwert. Bereits 2015/16 wurde ein 100-Kilometer-Radwegeprogramm zur Beschleunigung des Radwegebaus aufgelegt (ca. 10 km je Landkreis).

"Jetzt haben wir mit Unterstützung der List GmbH ein zweites Sonderprogramm für den Radwegebau mit nochmals rund 128 Kilometern Radwegen aufgelegt. Alle Radwegemaßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen der höchsten Priorität sollen damit in Planung und Bau gehen", so Verkehrsminister Martin Dulig. Weitere rund 70 Kilometer werden bis Anfang 2019 durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) in Planung gehen.

Damit befinden sich an Bundes- und Staatsstraßen rund 453 Kilometer Radwege in Planung und Bau. Seit dem Regierungswechsel im Jahr 2014 wurden rund 65 Kilometer Radwege der höchsten Priorität für den Verkehr freigegeben.

Planungs- und Bauvolumen für den Radwegebau von ca. 300 Millionen Euro

"Insgesamt hat das SMWA damit in der laufenden Legislaturperiode ein Planungs- und Bauvolumen für den Radwegebau von ca. 300 Millionen Euro beauftragt. Dies zeigt, dass wir deutlich umgesteuert haben", so Verkehrsminister Martin Dulig. "Aufgrund der erforderlichen Planungsvorläufe und Genehmigungsverfahren erwarten wir eine spürbare Erhöhung der Bautätigkeit bei bundes- und staatsstraßenbegleitenden Radwegen ab 2020 bzw. 2021. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Radwege bei der Planung die gleichen Verfahren durchlaufen müssen wie Straßenbaumaßnahmen."

Landesarbeitsgemeinschaft Radverkehr gut etabliert

Der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur ist eine Aufgabe mit vielen Akteuren auf staatlicher und kommunaler Ebene. Als Koordinierungs- und Austauschplattform hat sich unter Federführung des SMWA die Landesarbeitsgemeinschaft Radverkehr gut etabliert. Der Freistaat Sachsen ist größtenteils zuständig für Radwege an Bundes- und Staatsstraßen. Die Landkreise und Gemeinden sind für die Radwege in kommunaler Baulastträgerschaft zuständig. Die Planung und Durchführung obliegt gleichfalls dem jeweiligen Baulastträger (Kreise und Kommunen), sofern nicht andere Vereinbarungen getroffen wurden. Auch hier hat der Freistaat den Anreiz für die Kommunen erhöht und die Förderung des kommunalen Radwegebaus vereinheitlicht. Der Fördersatz wurde auf 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten erhöht. Zudem setzt sich das SMWA dafür ein, dass die Planungskosten für den kommunalen Radwegebau bereits vor Beginn der Baumaßnahme gefördert werden können. Für die Förderung des Baus von Fahrradstationen an Verknüpfungsstationen des ÖPNV wurden über die "Richtlinie zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs" die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen. "Nun liegt es an den Kommunen und Kreisen, diese Gelder auch abzurufen und zu verbauen. Die Voraussetzungen sind da", so der sächsische Verkehrsminister.

Dulig weiter: "Im vergangenen Jahr wurden für den kommunalen Radwegebau Anträge der Landkreise und Gemeinden in Höhe von 8,5 Millionen Euro bewilligt. Natürlich ist es unser Ziel, die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel vollständig auszureichen. Unsere Bewilligungsbehörden stehen den Antragstellern jederzeit gern beratend zur Seite."

Organisatorische und personelle Änderungen für den Bereich Radverkehr

Auch organisatorisch und personell wurden für den Bereich Radverkehr seit Beginn der Legislatur Änderungen herbeigeführt. Die Organisationsstruktur im SMWA wurde angepasst und ein Aufgabengebiet Radverkehr gebildet. In der Zentrale des LASuV werden zusätzlich zwei Stellen für die Aufgaben des Radverkehrs besetzt. Darüber hinaus sind weitere Mitarbeiter in der Zentrale und den Niederlassungen des LASuV sowie der List GmbH mit der Radwegeplanung befasst.

Zur Erhöhung der Attraktivität des Radverkehrs in Sachsen soll auch die Entwicklung von Radschnellverbindungen unterstützt werden. Mit einer landesweiten Potenzialanalyse werden derzeit geeignete Korridore ermittelt. Ergebnisse werden Mitte 2018 vorliegen.

Für eine verbesserte Planung, Erhaltung und touristische Vermarktung werden der Zustand der rund 6.100 Kilometer Radwege an Bundes- und Staatsstraßen sowie des touristischen Landesradwegenetzes SachsenNetz Rad systematisch erfasst und ausgewertet.

Hintergrund:

Die Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen gibt den Rahmen für einen wirtschaftlichen Personal- und Ressourceneinsatz vor. Mit der Fortschreibung der Radverkehrskonzeption 2014 wurde ein Bedarf für den Bau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen von rund 540 Kilometern in der höchsten Priorität (Klasse A) ermittelt. Maßnahmen der Klasse B können voraussichtlich erst später angegangen werden. Maßnahmen der Klasse C sind hinsichtlich ihrer Notwendigkeit weiter zu prüfen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 01.06.2018

Schleswig-Holstein: Neuer Abschnitt der Veloroute 10 in Kiel wird eingeweiht

Der Bau der Veloroute 10 ist in den kommenden Jahren die wichtigste städtische Radverkehrsmaßnahme auf dem Kieler Westufer. Der Radschnellweg, der auf einer ehemaligen Gütergleistrasse errichtet wird, soll den Stadtteil Hassee mit der Universität verbinden. Nun ist ein weiterer Abschnitt der 4,5 Kilometer langen Veloroute fertig: Es handelt sich um das Teilstück vom Kronshagener Weg bis zur Schauenburgerstraße.

Der gesamte Abschnitt ist 1100 Meter lang. Der asphaltierte Radschnellweg ist durchgängig vier Meter breit. Nur auf den Brücken über der Eckernförder Straße und der Gutenbergstraße sind es siebzig Zentimeter weniger. Jeweils 2,50 Meter breit sind die Rampen zur Route auf dem früheren Bahndamm in Höhe Petersweg, Gutenbergstraße Nord, Gutenbergstraße Süd und Grasweg 18.

Ein erster Abschnitt der Veloroute wurde bereits im Herbst 2013 fertiggestellt. Der Radschnellweg führt nun auf der alten Gleistrasse vom Hasseldieksdammer Weg bis zum ehemaligen Güterbahnhofsgelände an der Schauenburgerstraße. Im Herbst 2018 sollen die Arbeiten am nördlichen Abschnitt von der Schauenburgerstraße bis zum Christinenweg mit dem Bau einer Brücke über die Olshausenstraße abgeschlossen sein.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer wird das Teilstück vom Kronshagener Weg bis zur Schauenburgerstraße am [...] 5. Juli [2018 ...] einweihen. Zuvor wird OB Kämpfer den neuen Abschnitt der Veloroute 10 mit dem Fahrrad zurücklegen. Zur Einweihung sind die Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen

Quelle: Landeshauptstadt Kiel am 28.06.2018

Informatione auf der Seite Kiel mit dem Fahrrad

Schleswig-Holstein: Fördermittel der Europäischen Union für den ländlichen Raum - Finanzierung eines neuen Radwegs in Bad Malente

Insgesamt 14 Projekte der ländlichen Entwicklung in Schleswig-Holstein werden in diesem Jahr mit insgesamt rund 7,5 Millionen Euro aus ELER-Mitteln der Europäischen Union gefördert. Das Kabinett hat im Rahmen seiner auswärtigen Sitzung in Brüssel den geplanten Maßnahmen mit einer Förderung über 500.000 Euro zugestimmt. Mit den Mitteln werden lokale Basisdienstleistungen im Bereich Bildung und Nahversorgung gefördert, genauso wie der ländliche Tourismus, die Modernisierung ländlicher Wege und der Erhalt kulturellen Erbes.

Unter anderem stehen für den Bau eines seit langem geplanten Radwegs in Bad Malente zwischen Sielbeck und Kirchnüchel 765.637 Euro Fördermittel bereit. Damit ist die radtouristische Anbindung des Bungsbergs an das Kerngebiet der Holsteinischen Schweiz möglich. Für den Erhalt des kulturellen Erbes in Heide sind 2.169.432 Euro eingeplant. Damit sollen die St. Jürgen Kirche und das Alte Pastorat am Heider Marktplatz erweitert und denkmalpflegerisch in Wert gesetzt werden.

Quelle: Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration am 05.06.2018

Thüringen: Kabinett beschließt Radverkehrskonzept 2.0 - bis 2030 15 Prozent Radverkehrsanteil angestrebt - Vorstellung am 8. August 2018

"Eine gute Infrastrukturplanung ist die Voraussetzung für sichere Radwege", sagte Verkehrsministerin Birgit Keller anlässlich des Kabinettsbeschlusses zum Radverkehrskonzept 2.0. "Gute Fahrradwege zu bauen, ist insbesondere für die Kommunen eine planerische und finanzielle Herausforderung. Das vorliegende Konzept soll Orientierung und Anreize geben, wie sie ihr Radwegenetz ausbauen und vor allem sicherer machen können. Denn nur dann werden sich mehr Menschen auch im Alltag für das Fahrrad entscheiden", sagte Keller.

Das Radverkehrskonzept 2.0 wird die Handlungsgrundlage für die Radverkehrspolitik der Landesregierung bis 2030 sein. Erstmals werden konkrete Ziele festgelegt, wie sich der Radverkehrsanteil entwickeln soll: bis 2025 soll er auf 12 Prozent steigen und sich damit gegenüber 2008 verdoppeln. Bis 2030 soll er einen Wert von 15 Prozent erreichen.

Die Handlungsfelder im Radverkehrskonzept 2.0 betreffen die Infrastruktur und das Netz zum Radfahren einschließlich der Wegweisung, das Fahrradparken und die Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr, den Fahrradtourismus sowie die Themen Kommunikation, Verhalten und Bildung.

Am 8. August 2018 wird im Rahmen einer Abschlusskonferenz zum Radverkehrskonzept 2.0 die gleichnamige Konzeption der Öffentlichkeit als Broschüre vorgestellt.

Quelle: Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am 19.06.2018

Zur Originalpressemitteilung

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30. Juni 2018
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