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Mai 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Land, Wirtschaft und Kommunen streben Radschnellverbindung im Raum Heilbronn-Neckarsulm an

Der zwischen Verkehrsministerium, der regionalen Wirtschaft und der kommunalen Ebene im Raum Heilbronn-Neckarsulm vereinbarte Mobilitätspakt macht Fortschritte. "In der Region haben alle Akteure die Lösung der Verkehrsprobleme mit großem Engagement, innovativen Ideen und auch finanziellen Beiträgen angepackt. Und die ersten Erfolge sind auch schon sichtbar", erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann nach einer Sitzung des Steuerungskreises am 2.05.2018 in Stuttgart.

Das gilt auch für den Radverkehr: Radschnellverbindungen sind neue überörtliche Netzelemente für den Alltagsverkehr in Verdichtungsräumen. Als wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsraums Heilbronn-Neckarsulm streben Land, Landkreis sowie die Städte Heilbronn und Neckarsulm die Umsetzung einer Radschnellverbindung in Nord-Süd-Richtung an.

Zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept: Vereinbart wurden weiterhin bessere Takte im Schienenverkehr, zusätzliche Spät- und Frühverbindungen, der Ausbau des betrieblichen Mobilitätsmanagements bei den großen Betrieben in der Region und Verbesserungen an der Bahn- und an der Straßeninfrastruktur. Außerdem soll bis Juni eine großräumige Verkehrsuntersuchung als Datenbasis für die weitere Arbeit im Mobilitätspakt fertiggestellt werden.

Im Juli 2017 hatten sich unter der Leitung von Verkehrsminister Hermann, Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart, des Landkreises Heilbronn, der Städte Heilbronn und Neckarsulm, der NVBW, der AVG sowie der Unternehmen AUDI AG und Schwarz Gruppe auf ein "Zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept für den Wirtschaftsraum Heilbronn-Neckarsulm" geeinigt und eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichnet. 

Partner des Mobilitätspaktes sind im Einzelnen: Ministerium für Verkehr BW, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft Karlsruhe, Audi AG, Landkreis Heilbronn, Nahverkehrsgesellschaft BW, Regierungspräsidium Stuttgart, Schwarz Gruppe, Stadt Heilbronn, Stadt Neckarsulm

Quelle: Fahrradland Baden-Württemberg am 08.05.2018

Baden-Württemberg: Rad- und Gehwege für die neue Eisenbahnüberführung in Gottmadingen

Die Arbeiten zur Erneuerung der Eisenbahnüberführung auf der L 190 in Gottmadingen haben begonnen. Die Bauzeit beträgt rund ein Jahr, so dass die Fertigstellung im April 2019 vorgesehen ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt 11,5 Millionen Euro.

Mit einem Spatenstich von Verkehrsminister Winfried Hermann haben die Arbeiten zur Erneuerung der Eisenbahnüberführung auf der L 190 in Gottmadingen begonnen. "Ich freue mich, dass wir diesen Flaschenhals jetzt endlich beseitigen können und dadurch nicht nur an Lebensqualität für die Gottmadinger Bürgerinnen und Bürger gewinnen, sondern auch an Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer", sagte Minister Hermann.

Vorteile für den Rad- und Fußverkehr: Die neue Eisenbahnüberführung wird als Brücke mit zwei eingleisigen Überbauten mit einem Verbundtragwerk ausgeführt. Der Ersatzneubau weist eine lichte Weite von 13 Meter und eine lichte Höhe von 4,20 Meter auf. Die Fahrbahn wird sogar auf sechs Metern verbreitert. Dadurch können nun auch auf beiden Seiten Rad- und Gehwege angelegt werden. "Nach Abschluss der Arbeiten wird es für die Menschen in Gottmadigen leichter sein, auf dieser Route sicher zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Bahnhof zu kommen", betonte der Verkehrsminister.

Federführend wird das Gemeinschaftsprojekt von der Bahn durchgeführt. Die Bauzeit beträgt rund ein Jahr, so dass die Fertigstellung im April 2019 vorgesehen ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt 11,5 Millionen Euro. Zwei Drittel davon finanziert das Land im Rahmen des Landesstraßenbauprogramms und ein Drittel steuert die Bahn bei. Die Gemeinde Gottmadingen übernimmt rund 400.000 Euro für die notwendigen Arbeiten an Wasser- und Abwasserrohren.

Das noch bestehende Bauwerk aus dem Jahr 1863 beziehungsweise 1909 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine Landesstraße. Die vorhandene Fahrbahn ist nur fünf Meter breit, wodurch der Begegnungsverkehr nur eingeschränkt möglich ist. Außerdem ist die Höhe auf 3,80 Meter beschränkt. Es gibt nur einen sehr schmalen einseitigen Gehweg und Radwege sind gar nicht vorhanden. Dadurch besteht bisher ein deutliches Sicherheitsdefizit für den Individualverkehr, insbesondere auch für den Radverkehr. Daneben fordert die Deutsche Bahn die Herstellung des DB-Regelquerschnitts im Gleisbereich.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 24.05.2018

Brandenburg: 1,5 Millionen Euro für Radwegemodernisierung in Märkisch-Oderland

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hat heute dem Landkreis Märkisch-Oderland symbolisch einen Zuwendungsbescheid über rund 1,5 Millionen Euro zur Modernisierung der Radwege im Landkreis überreicht. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium aus der GRW bereits 13 Förderanträge märkischer Landkreise zur Radwegemodernisierung mit einem Volumen von mehr als 3,4 Millionen Euro bewilligt.

"Brandenburg zieht immer mehr Radler an – weil ihnen hier viel geboten wird. Mittlerweile haben wird  fast  7.000 Kilometer regionale und überregionale touristische Radwege, auf denen 11.600 Kilometer Einzelradrouten verlaufen. Radtouristen bescheren der Brandenburger Tourismus-Branche einen Umsatz von mehr als 850 Millionen Euro jährlich. Die Voraussetzung für diesen Erfolg sind touristische Radwege von guter Qualität. Um diesen Standard zu halten und weiter zu verbessern, unterstützen wir die Landkreise bei der Modernisierung der in ihrem Kreisgebiet verlaufenden überregionalen Radwege", erklärte Minister Gerber.

Märkisch-Oderland habe bereits 2013 ein Radwegekonzept erstellt und sei damit Vorreiter in Brandenburg gewesen, lobte der Minister. Vorbildlich sei auch, wie man das Thema Radwegemodernisierung angegangen sei. Mit Unterstützung eines Ingenieurbüros ließ der Landkreis 160 Radwegeabschnitte bewerten, um festzustellen, wo der Modernisierungsbedarf am größten ist. Jetzt sollen insgesamt 1,7 Millionen Euro in zunächst vier Abschnitte investiert werden: in die Verbindung zwischen Altranft und Rathsdorf, die Trasse der Tour Brandenburg zwischen Vevais und Bliesdorf sowie zwei Abschnitte des Oderbruchbahnradweges im Ort Neulewin sowie zwischen Neulewin und Kerstenbruch. Der Landkreis Märkisch-Oderland ist Teil der vom ADFC zertifizierten Radreiseregion Seenland Oder-Spree mit einem 540 Kilometer langen Netz überregionaler Radwanderwege. 

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE) am 09.05.2018

Hamburg: Bau der Veloroute 8 im Bezirk-Mitte kommt voran

Auf dem Weg zur Fahrradstadt geht es nun auch in Horn voran. Die Veloroute 8 verbindet die City mit Hamburgs Osten und verläuft über den Thörls und Hammer Park, Horner Weg und Billstedt bis nach Bergedorf.

Um die Veloroute in Gänze attraktiv und komfortabel befahrbar zu machen, starten am 28. Mai 2018 weitere Baumaßnahmen. Es handelt sich dabei um den Abschnitt von Vierbergen bis zum Maukestieg, der nördlich der U-Bahntrasse in der Grünanlage verläuft.

Die erste Baumaßnahme befindet sich am Knoten Schiffbeker Weg, wo mit dem Umbau der Ampel begonnen wird. Von dort setzt sich der Bau Richtung Westen bis Vierbergen fort. Der Umbau der Querung Legienbrücke erfolgt Mitte Juli 2018. Während der Baumaßnahme kommt es immer wieder zu Teilsperrungen des Weges. Eine Umleitung wird vor Ort ausgeschildert sein und über die umliegenden Straßen verlaufen.

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Hamburg-Mitte am 25.05.2018

Hessen: 717.000 Euro für neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke zur Erschließung der Fuldaauen in Bad Hersfeld

Mit 717.000 Euro beteiligt sich das Land Hessen am Bau einer neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke zur Erschließung der Fuldaauen in Bad Hersfeld. "Die Fuldaauen werden von Kurgästen, Radtouristen, Kanuwanderern und natürlich von den Einwohnerinnen und Einwohnern Bad Hersfelds genutzt", erklärte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. "Das Vorhaben stärkt den Tourismus ebenso wie die Lebensqualität."

Land fördert touristische Infrastruktur

Die neue Brücke der Hessentagsstadt wird barrierefrei. Sie ist Teil eines Konzepts, das die Fuldaauen für Rad- und Kanuwanderer attraktiver machen, den Verkehr in der Innenstadt beruhigen soll und die regionale Gastronomie und Freizeiteinrichtungen stärkt.

Al-Wazir wies darauf hin, dass in Hessen – in Vollzeitstellen umgerechnet - rund 230.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig sind: "Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor gerade für ländliche Regionen. Er trägt zum Image und zur Attraktivität von Kommunen für Bürger und Unternehmen bei. Deshalb investiert das Land in die touristische Infrastruktur."

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 10.05.2018

Hessen: Neubau eines Geh- und Radweges entlang der L 3351 zwischen den Ortsteilen Burg-Gräfenrode und Ilbenstadt

Zuwendung geht an Karben und Niddatal: Mit 414.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Städte Karben und Niddatal beim Bau eines Geh- und Radweges entlang der Landesstraße 3351 zwischen den Ortsteilen Burg-Gräfenrode und Ilbenstadt. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. 

Der rund 1,3 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Weg entsteht auf der Ostseite der Landesstraße. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Juli und sollen Ende Oktober  abgeschlossen sein.

"Allzu lang ist das Fahrrad von der Verkehrspolitik des Landes als reines Freizeitvergnügen betrachtet worden. Dabei nutzen immer mehr Menschen es im Alltag, etwa für den Weg zur Arbeit", sagte der Minister. "Deshalb unterstützen wir Hessens Kommunen auf vielfältige Weise beim Ausbau der Nahmobilität. Im klimafreundlichen Verkehrssystem der Zukunft muss Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad immer mitgedacht werden."

Quelle: Verkehrsministerium am 09.05.2018

Niedersachsen: Ost-West-Radachse in Wolfsburg kommt

In der Innenstadt von Wolfsburg entsteht ein Projekt, das viele Radfahrer herbeisehnen. Noch vor den diesjährigen Sommerferien werden die Arbeiten für die Ost-West-Radachse von der Stresemannstraße über die Pestalozziallee und Goethestraße bis zur Saarstraße beginnen. Der Kern der Umgestaltung dieser Straßenzüge umfasst die Einrichtung von Schutzstreifen sowie eine Fahrradstraße.

Damit soll den Radfahrern eine sichere, komfortable und zügig befahrbare Möglichkeit geboten werden durch die Innenstadt zu gelangen. Erstmals auf einer Länge von einem Kilometer werden Schutzstreifen markiert. Lediglich bei der Piazza Italia wird der Schutzstreifen aufgrund beengter Platzverhältnisse auf der Fahrbahn unterbrochen. Dort fahren Radfahrer und Kraftfahrzeuge künftig im Mischverkehr.

Bei den anstehenden Bauarbeiten handelt es sich nicht ausschließlich um reine Markierungsarbeiten. Deckschichterneuerung, Bordsteinabsenkungen sowie Auf- und Abfahrten zwischen Schutzstreifen und Seitenraum über Rampen sind ebenfalls in der Umsetzung enthalten. Weil Radfahrer nun mit dem Kraftfahrzeugverkehr signalisiert werden, müssen auch die Signalzeiten der Ampeln angepasst werden.

Zuvor galt auf der gesamten Strecke eine Benutzungspflicht für die Radwege im Seitenraum. Mit der Einrichtung der Schutzstreifen wird diese Pflicht aufgehoben. Radfahrer müssen also künftig nicht mehr die Wege vor dem Ratsgymnasium, vor der St. Christophorus-Kirche oder die gering dimensionierten Radwege vor den zahlreichen Hauseingängen in der Goethestraße nutzen. Für unsichere Radfahrer bleibt diese Möglichkeit jedoch weiter bestehen.

Gleichzeitig stellt die Ost-West-Radachse einen Baustein zur Anbindung der Innenstadt an die im Osten Wolfsburgs gelegenen Ortsteile dar. So werden gegenwärtig die Pläne zum Ausbau des Radweges an der Nordsteimker Straße vom Berliner Ring bis zum Wohngebiet Steimker Gärten konkretisiert. Im weiteren Verlauf wurde bereits ein vier Meter breiter und einen Kilometer langer Radweg fertiggestellt.

Die Ost-West-Radachse hat bereits eine gewisse Entwicklungszeit hinter sich. Wichtige Schritte waren dabei bisher die Termine des Bürgerbeteiligungsverfahrens BürgerMitWirkung. Im Oktober 2015 und März 2016 wurden den Bürgern die konzeptionellen Ideen vorgestellt und im Rahmen eines Workshops Gelegenheit zum Ändern und Ergänzen gegeben. Das Ergebnis war auf große Zustimmung gestoßen.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 340.000 Euro.

Quelle: Stadt Wolfsburg am 23.05.2018

Nordrhein-Westfalen: Pilotstrecke für den Radverkehr in Köln auf den Ringen - Umbauten zwischen Zülpicher Platz und Lindenstraße beginnen

Die Stadt Köln hat am 22. Mai 2018 damit begonnen, einen Teilabschnitt des Habsburgerrings und des Hohenstaufenrings im Stadtteil Köln-Neustadt/Süd radverkehrsfreundlich umzugestalten. Zwischen Zülpicher Platz und Lindenstraße wird – zunächst als Pilotprojekt – in beiden Richtungen jeweils eine Autospur in einen zweieinhalb Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Dieser rund 450 Meter lange Abschnitt wurde von der Stadt gemeinsam mit der Initiative "#RingFrei" und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ausgewählt.

Für die Einrichtung der Pilotstrecke wird eine Erneuerung der Ampelanlagen an den Kreuzungen Lindenstraße/Schafenstraße und Beethovenstraße/Schaevenstraße erforderlich. Zu den aufwändigen Arbeiten gehört es zunächst, einige Steuergeräte, Signalmaste, Signalgeber, Kabeltrassen und Verkabelungen auszutauschen. Außerdem werden die Anlagen mit taktiler und akustischer Signalisierung für Blinde und Sehbehinderte sowie mit neuen Signalprogrammen ausgestattet, die die Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer berücksichtigen. Auch die Beschilderung muss angepasst und eine neue Fahrbahnmarkierung vorgenommen werden. Die Gesamtkosten für den Umbau betragen rund 580.000 Euro.

Um die Auswirkungen auf den fließenden Verkehr möglichst gering zu halten, erfolgen die Arbeiten nur in der verkehrsschwachen Zeit zwischen 9 und 15 Uhr. Nach aktuellem Stand ist mit dem Abschluss der Arbeiten auf den Ringen bis voraussichtlich Ende September 2018 zu rechnen.

Nach Fertigstellung der Pilotstrecke wird die Stadt rund sechs Monate lang beobachten, wie Autofahrer und Radfahrer die veränderte Verkehrsführung und die weiteren Änderungen annehmen. Die Erfahrungen sollen Aufschluss darüber geben, wie künftige Planungen für die Radverkehrsführung im Kernbereich der Ringe aussehen können.

Mit der Einführung der Pilotstrecke ergeben sich folgende Veränderungen:  

  • Statt zwei Spuren für Autofahrer eine Fahrspur und ein Radfahrstreifen.  
  • Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.
  • Zwei neue Ampelanlagen mit gestaffelten Haltlinien für den Radverkehr entlang der Ringe, Aufstellflächen in den einmündenden Straßen und "indirekte" Linksabbieger für den Radverkehr.
  • Der Radverkehr wird auf den kreuzenden Hauptachsen von Zülpicher Straße/Jahnstraße und Schaafenstraße/Lindenstraße auf der Fahrbahn geführt.
  • Öffnung der Einbahnstraße Schaevenstraße für Radfahrende in Gegenrichtung mit "Grünpfeil-Regelung" für abbiegende Radfahrende nach rechts.
  • Wegfall des Kurzzeitparkens in den Parktaschen. Dadurch entstehen ausreichende Ladezonen, so dass die Radfahrstreifen möglichst durchgehend frei bleiben. Für Kurzzeitparker gibt es ausreichende Kapazitäten in den umliegenden Parkhäusern.
  • Von den aktuell 48 Kurzzeitparkplätzen auf den Ringen stehen künftig 26 Flächen für das Laden und Liefern (tagsüber von 8 bis 19 Uhr) und als Bewohnerparkplätze (abends und nachts von 19 bis 8 Uhr) zur Verfügung.   - 22 Kurzzeitparkplätze werden zu Flächen für das Fahrradparken umgewandelt. Dadurch stehen in diesem Bereich künftig 234 Fahrradstellplätze zur Verfügung.
  • Die bisher auf den Gehwegen vorhandenen 162 Fahrradabstellplätze werden abgebaut, um dort zusätzliche Flächen für mehr Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu schaffen.

Zum Hintergrund:

Mit dem im Juni 2016 vom Verkehrsausschuss beschlossenen Radverkehrskonzept Innenstadt hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, auf den nördlichen und südlichen Kölner Ringen mit Markierungsmaßnahmen eine Radverkehrsführung herzustellen.

Parallel dazu hat der Verkehrsausschuss die Verwaltung beauftragt, die Forderungen des "10-Punkte-Plans" der Initiative "#RingFrei" zur Radverkehrsführung an den Kölner Ringen zu überprüfen und bei den zukünftigen Planungen zu berücksichtigen. In der Folge gab es mit der Initiative "#RingFrei" und dem ADFC mehrere Arbeitstreffen, bei denen Einzelheiten besprochen, konkretisiert und vereinbart wurden.

Im vergangenen Jahr hat die Verwaltung dem Verkehrsausschuss ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Radverkehrs an den Kölner Ringen vorgelegt. Dieses wurde am 5. Dezember 2017 vom Ausschuss beschlossen.

Die Verwaltung ist derzeit mit insgesamt fünf "Arbeitspaketen" für die Ringe befasst:

  • Durchgängig Tempo 30 (Arbeiten erfolgen parallel zu den jeweiligen Abschnitten),
  • Pilotstrecke (Zülpicher Platz bis Lindenstraße),
  • Ringe Süd (Rhein bis Barbarossaplatz),
  • Ringe Nord (Theodor-Heuss-Ring),
  • Verkehrsuntersuchung Kernbereich (Lindenstraße bis Ebertplatz).

Die Umsetzung der Tempo-30-Bereiche läuft bereits. Mit den Umbauten für die Pilotstrecke wurde am 22. Mai 2018 begonnen. Die Vorbereitungen für die Projekte Ringe Süd und Ringe Nord sollen voraussichtlich im Sommer 2018 starten. Die Verkehrsuntersuchung läuft bereits, mit Ergebnissen ist bis zum Ende 2018 zu rechnen.

Quelle: Stadt Köln am 24.05.2018

Nordrhein-Westfalen: Landschaftsarchitektur-Preis für RS1 in Mülheim und Essen

RS1 Radschnellweg Ruhr: Mit dem Projekt "Rheinische Bahn Essen – RS1" zeigt das Duisburger Büro Danielzik, Leuchter + Partner, dass Radschnellwege mehr sein können als reine Verkehrsverbindungen. Die Landesgruppe NRW des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten hat das Projekt mit dem nrw.landschaftsarchitektur.preis 2018 ausgezeichnet.

Die Jury betonte besonders den Umgang des Büros mit dem Zukunftsthema - der Etablierung neuer Formen von Mobilität in Ballungsräumen. So verwandeln die Landschaftsarchitekten den Abschnitt des RS1 zwischen Essen und Mülheim in "stadt-landschaftliche Erlebnisräume". Durch Aufenthaltszonen, Verbindungen in die Stadträume und Parks ordne man die Strecke und ermögliche dezentrale Einstiegsmöglichkeiten in den Radschnellweg. Industrierelikte, Schienenbrücken, sowie Vegetationsbilder der Industrienatur sollen ein "lineares Raumerlebnis" schaffen. "Funktion und Gestaltung sind so bei diesem Projekt in idealer Weise miteinander verknüpft und bieten ein im Wortsinne wegweisendes Gesamtkonzept." Weitere Informationen auf www.bdlanw.bdla.de

Quelle: radschnellwege.nrw am 14.05.2018

Nordrhein-Westfalen: Mehr Geld für Radwegebau an Landesstraßen

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt 2018 insgesamt 12,4 Millionen Euro für Radwege an Landesstraßen sowie auf stillgelegten Bahnstrecken und für Bürgerradwege bereit. Im Vorjahr waren hierfür 9,4 Millionen Euro vorgesehen. Das Verkehrsministerium veröffentlichte in Düsseldorf die einzelnen Maßnahmen für 2018.

Für Radwegebau an bestehenden Landesstraßen sind in diesem Jahr sieben Millionen Euro (Vorjahr vier Millionen) vorgesehen. Vier Millionen Euro (Vorjahr 1,6 Millionen) stehen bereit für 30 Bürgerradwegeprojekte mit einer Gesamtlänge von 39,5 km. Für zwei Radwegeprojekte auf stillgelegten Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 17,5 km stehen 1,4 Millionen Euro zur Verfügung (Vorjahr 1,8 Millionen).

Zusätzlich zu den Mitteln für den Radwegebau an Landesstraßen stehen weitere 30 Millionen Euro im Rahmen anderer Programme für Radwegebau zur Verfügung: Für die Förderung des kommunalen Radwegebaus 16,1 Millionen Euro, für den Radwegebau an Bundesstraßen 7,5 Millionen Euro, für Planung und Bau von Radschnellwegen in der Baulast des Landes sieben Millionen Euro.

Verkehrsminister Hendrik Wüst sagte zur Vorstellung des Programm: "Wie in anderen Infrastrukturbereichen auch gab es in der Vergangenheit bei den Radwegen mehr Mangelverwaltung als Gestaltungsspielraum. Das ändert die Nordrhein-Westfalen-Koalition jetzt Schritt für Schritt. Die Landesregierung investiert in die Sanierung und den Ausbau der Infrastruktur – dazu gehören natürlich auch die Radwege. Sie sind heute ein wichtiger Verkehrsträger für die individuelle Mobilität."

Im Programm für den "Radwegebau an bestehenden Landesstraßen" werden die einzelnen Bauprojekte auf Vorschlag des Landesbetriebs Straßenbau NRW von den Regionalräten bei den Bezirksregierungen priorisiert.

In das Modellprojekt "Bürgerradwege" können Maßnahmen fallen, die sich zwar in der Prioritätenliste des Regionalrats befinden, jedoch aufgrund einer niedrigen Dringlichkeitseinstufung über die Haushaltsfinanzierung nicht zeitnah verwirklicht werden können. Bei gleichzeitiger Beteiligung von Land, Gebietskörperschaft und Bürgern, die durch finanzielle Unterstützung oder "Hand- und Spanndienste" ihr Projekt unterstützen, sowie durch Reduzierung des Ausbaustandards können Bürgerradwege kurzfristiger und kostengünstiger realisiert werden. Seit 2005 konnten rund 320 km Radwege durch dieses Modell realisiert werden. Minister Wüst: "Ich bedanke mich bei allen, die beim Bau von Bürgerradwegen mitgeholfen haben. Ich finde es großartig, wenn Freiwillige Zeit und Arbeit investieren in Projekte, die der Allgemeinheit nutzen." Zahlreiche Vereinbarungen für die beabsichtigten Bürgerradwege mit den Städten und Gemeinden sind bereits vorabgestimmt und sollen kurzfristig abgeschlossen werden.

Quelle: VM Nordrhein-Westfalen am 18.05.2018

Nordrhein-Westfalen: 114 Millionen vom Land für Kommunalen Straßenbau 2018 - Zahlreiche Radverkehrsmaßnahmen enthalten

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert in diesem Jahr 179 kommunale Straßenbauvorhaben mit rund 114 Millionen Euro. Die Gesamtkosten dieser Projekte belaufen sich auf 257 Millionen Euro. Schwerpunkte des Jahresförderprogramms 2018 sind wie im Vorjahr der Aus- und Umbau verkehrswichtiger Straßen (65 Maßnahmen) sowie Maßnahmen der Erhaltung (54 grundhafte Erneuerungen), die auch eine ganze Reihe von Sanierungen kommunaler Brücken umfassen. Daneben enthält das Programm in diesem Jahr zahlreiche sicherheitstechnische Nachrüstungen von Bahnübergängen.

erkehrsminister Wüst sagte zur Vorstellung des Programms: "Mit dem Programm unterstützt das Land die Kommunen bei der Modernisierung und Sanierung ihrer Infrastruktur. Ende des Jahres 2019 zieht sich der Bund aus der Finanzierung des kommunalen Straßenbaus zurück. Daher ist es gut, dass das Land die Lücke schließt. Bei den Kommunen gibt es wie überall erheblichen Investitionsbedarf in die Verkehrsinfrastruktur."

Die Finanzierung des kommunalen Straßenbaus wird sich ändern. Die Bundeszuweisungen nach dem Entflechtungsgesetz, aus denen das Land bislang zum größten Teil die Förderung des kommunalen Straßenbaus bestritt, laufen Ende 2019 aus. Ab 2020 wird das Land die Finanzierung übernehmen. Nach der Einigung zwischen Bund und Ländern über die Neuordnung der Finanzbeziehungen ab dem Jahr 2020 hatte der Landtag beschlossen, in Zukunft jährlich Mittel in Höhe der bisherigen Bundeszuweisungen (rund 260 Millionen Euro) bereitzustellen. Die Hälfte der Mittel fließt regelmäßig in die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), die andere Hälfte steht für Maßnahmen des kommunalen Straßenbaus zur Verfügung.

Quelle: VM Nordrhein-Westfalen am 25.05.2018

Saarland: Lückenschluss Primstalradweg entlang der L145 zwischen Limbach und Schattertriesch

Bei einem gemeinsamen Spatenstich am 3. Mai 2018 haben Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke und der Bürgermeister der Gemeinde Schmelz, Armin Emanuel, den Spatenstich zum vierten Abschnitt des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi gesetzt. Auf einer Länge von 1,2 km wird entlang der L145 zwischen Limbach und Schattertriesch ein straßenbegleitender Rad- und Gehweg gebaut. Im gleichen Zuge erhält auch die Fahrbahndecke der Landstraße eine Erneuerung.

"Mit der Fertigstellung des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi binden wir das nördliche Saarland sukzessive an das touristische Radwegenetz an", so Barke. "Mit dem Primstal-Radweg schaffen wir aber nicht nur einen Lückenschluss im touristischen Wegesystem, sondern werten auch das Alltagsradwegenetz der Gemeinde Schmelz auf. Zwischen Schattertriesch und Limbach wird so eine wichtige und sichere neue Verbindung für Fußgänger und Radfahrer geschaffen."

Im Primstal gibt es nur auf einigen Teilabschnitten für den Radverkehr nutzbare Radwege. Zwischen gut ausgebauten Streckenabschnitten müssen die Radfahrer auf teilweise kurvigen, unübersichtlichen und stark befahrenen Bundes- und Landstraßen im Mischverkehr mitfahren. Hier entsteht mit dem Primstal-Radweg in seinem Gesamtkonzept als straßenbegleitender Rad- und Gehweg eine sichere Fahrbahn für Radfahrer. Wenn er fertiggestellt ist, verbindet der Primstal-Radweg die wichtigsten touristischen Regionen des Naturparks Saar-Hunsrück mit dem SaarRadland sowie dem bei Hermeskeil bereits fertiggestellten Ruwer-Hochwald-Radweg in Rheinland-Pfalz. Für die Region trägt der Primstal-Radweg daher zu einer echten Attraktivitätssteigerung des Radtourismus bei.

Bürgermeister Armin Emanuel: "Mit dieser Baumaßnahme wird ein jahrzehntelanger Wunsch der Bevölkerung der Gemeinde Schmelz endlich umgesetzt und die Verkehrssituation im Bereich 'Schattermühle' entscheidend verbessert. Ich hoffe, dass die noch fehlenden Teilstücke zwischen Limbach und Büschfeld und in der Ortslage Schattertriesch zeitnah umgesetzt werden können."

Neben dem Neubau des Rad- und Gehweges wird auch eine Engstelle im Kurvenbereich der Scharter Mühle beseitigt, die bislang als Gefahrenstelle galt. Dort können Busse und Lkw derzeit nicht gleichzeitig passieren. Die beiden Durchlässe nördlich und südlich der Mühle müssen aufgrund der Aufweitung der Fahrbahn und des Radwegebaus verbreitert werden. Sie können aus technischen Gründen nicht ergänzt, sondern müssen erneuert werden. Hier muss daher auch eine Haupttrinkwasserleitung der Gemeinde Schmelz verlegt werden.

Die Arbeiten an der L145 werden teilweise unter halbseitiger Sperrung oder unter Vollsperrung der Strecke ausgeführt. Die Umleitungstrecke ist über Nunkirchen vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund zwei Mio. Euro. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr trägt die Hälfte der Kosten aus Mitteln der Tourismusförderung.

HINTERGRUND: Im Frühjahr 2009 wurde im ersten Bauabschnitt des Primstal-Radwegs zwischen Bierfeld und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz ein Forstweg auf einer Länge von 3,5 km zum Rad- und Gehweg ausgebaut. Im Herbst 2012 wurde der zweite Bauabschnitt des Primstal-Radwegs bei Nonnweiler auf einer Länge von 3,2 km fertiggestellt. Der dritte Abschnitt des Primstal-Radwegs wurde  im Juni 2017 für den Radverkehr freigegeben. Der straßenbegleitende kombinierte Rad- und Gehweg verläuft linksseitig entlang der L147 auf einer Länge von rund 2,6 km bis zum Ortseingang von Primstal.

Weitere, in der Planung befindliche Abschnitte:

• Abschnitt von Limbach bis Büschfeld, auf stillgelegter Bahntrasse entlang der L333, Länge ca. 2,9 km, Baukosten: ca. 730.000 Euro;
• Abschnitt Schattertriesch bis Steinbruch Michelbach, Länge ca. 890 m, Baukosten: ca. 800.000 Euro;
• Abschnitt Büschfeld bis Bardenbach, ebenfalls auf einer stillgelegten Bahntrasse, Länge ca. 1,6 km, Baukosten: ca. 500.000 Euro.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 04.05.2018

Sachsen: Freistaat fördert Radwegebau in Zwickau

Der Freistaat Sachsen fördert den Bau eines Radweges am Schwanenteichpark in Zwickau und die Blindensignalisierung an drei Ampelanlagen im Bereich der Bahnhofsvorstadt mit insgesamt mehr als 483.000 Euro. Innenstaatssekretär Prof. Dr. Günther Schneider hat der Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß heute in der Muldestadt zwei entsprechende Fördermittelbescheide überreicht. Mit den baulichen Maßnahmen soll das Stadtquartier Bahnhofsvorstadt weiter aufgewertet werden.

Schneider unterstrich: "Mit der zielgerichteten integrierten Stadtentwicklung wollen wir benachteiligte Bereiche schöner, liebens- und vor allem lebenswerter werden lassen. Zwickau hat sich mit der Gesamtmaßnahme 'Erweiterte Bahnhofsvorstadt' ein hohes Ziel gesteckt. Den Weg dorthin ebnen wir als Freistaat gern."

414.000 Euro der Gesamtfördersumme fließen in den Bau eines Teilstücks der "Radroute 5" zwischen dem Marienthaler Fußweg und dem Stadtteil Schedewitz. Die Strecke entlang des Schwanenteichparks soll mit einem radfahrerfreundlichen Belag, mit Querungshilfen über die Haupt-verkehrsstraßen sowie für die Benutzung im Gegenverkehr ausgebaut werden. Ein weiteres Teilprojekt ist die Ausstattung von insgesamt drei Ampelanlagen an der Reichenbacher- sowie Humboldtstraße und am Dr. Friedrichs-Ring mit einer Blindensignalisierung. Sehbehinderte Menschen bekommen damit die Möglichkeit, die mehrspurigen Straßen ohne fremde Hilfe zu überqueren.

Hintergrund: Die Fördermittel stammen aus dem EFRE-Fördervorhaben „Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE 2014 bis 2020“. Zwickau hat für das Fördergebiet „Erweiterte Bahnhofsvorstadt“ im Dezember 2015 einen Rahmenbescheid über 9,6 Millionen Euro erhalten. Der Bau des Radweges und die Ampelausstattung sind Teilprojekte des Rahmenbescheides.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern am 22.05.2018

Sachsen: 2,6 Millionen Euro für Ausbau der Meißner Straße in Radebeul mit Anlagen für den Fußgänger- und Radverkehr

Staatsminister Martin Dulig konnte einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro an den Radebeuler Oberbürgermeister Bernd Wendsche überreichen. Die Mittel stehen für den grundhaften Ausbau der Meißner Straße zwischen Dr.-Külz-Straße und Rennerbergstraße zur Verfügung. Der Freistaat fördert die Straßenbaumaßnahme mit einer Zuwendung in Höhe von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten.

"Die Meißner Straße ist eine der wichtigsten Straßen im Stadtgebiet und verbindet als zentrale Verkehrsachse Dresden und Meißen. Mit der Sanierung können die Stadt Radebeul und die Dresdner Verkehrsbetriebe nun endlich den maroden Zustand der Fahrbahn inklusive Gehwege und des Gleisbetts beenden", so Verkehrsminister Martin Dulig bei der Übergabe.

Die Meißner Straße erhält jeweils eine separate Fahrspur neben dem Gleisbereich sowie Anlagen für den Fußgänger- und Radverkehr. Der Gleisbereich ist dabei befahrbar ausgebildet und wird in den Bereichen zwischen den Haltestellen auch für den Kraftfahrzeugverkehr freigegeben. Die Knotenpunkte Dr.-Külz-Straße, Zillerstraße, Körnerweg, Weintraubenstraße und Rennerbergstraße werden dabei ebenfalls ausgebaut. Die Länge der Baustrecke beträgt ca. 860 Meter. Im Rahmen der Baumaßnahme werden durch die DVB AG auch die Straßenbahngleise der Linie 4 erneuert. Der Zuwendungsbescheid für die DVB AG in Höhe von ca. 2 Millionen Euro wurde bereits im September letzten Jahres ausreichen.

Über die Instandsetzungs- und Erneuerungspauschale erhält Radebeul im Jahr 2018 weitere rund 311.000 Euro für den Erhalt der bestehenden Infrastruktur. Die Höhe richtet sich nach der Gesamtlänge der Straßen und Radwege. Die Verwendung dieser Mittel liegt in der Eigenverantwortung der Stadt.

Hintergrund: Der Freistaat Sachsen stellt für die Verbesserung des kommunalen Straßennetzes jährlich Fördermittel zur Verfügung. Damit werden Neu- und Ausbaumaßnahmen sowie Instandsetzungs- und Erneuerungsmaßnahmen an kommunalen Straßen und Brücken unterstützt. Die Mittel werden auf Grundlage der Richtlinie des SMWA für die „Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger“ (RL KStB) ausgereicht. Die jährlich zur Verfügung stehenden Mittel werden je zur Hälfte in eine Instandsetzungspauschale und in Einzelmaßnahmen (z.B. Neubau und grundhafter Ausbau) aufgeteilt. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht.

Für den kommunalen Straßen- und Brückenbau stehen 2018 insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden Fortführungsmaßnahmen und Neubeginne finanziert. Das ist die höchste Summe seit zehn Jahren, welche die Staatsregierung den Landkreisen und Kommunen bereitstellt. Die Mittel stammen aus dem von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 24.05.2018

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31. Mai 2018
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