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April 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Himmelblaue Fahrradwege in Tübingen

Um die Sicherheit der Radfahrer zu gewährleisten, erhalten Tübingens Fahrradwege an manchen Stellen künftig einen blauen Anstrich. Überall dort, wo eine erhöhte Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer geboten ist, heben sich die Radwege dadurch besser von der übrigen Verkehrsfläche.

"Blaue Radwege? Aber sicher!", erläutert Oberbürgermeister Boris Palmer das Konzept. "Die Radfahrer machen bereits blau, indem sie überflüssige Autofahrten vermeiden und jetzt machen wir die Radwege auch noch sicherer. So gehen Klimaschutz und Sicherheit Hand in Hand."

Der Anfang wurde am Nordring gemacht. An der teils vierspurigen Straße wird derzeit ein durchgängiger Schutzstreifen markiert. Dort, wo Autofahrer diesen Schutzstreifen queren müssen und besondere Vorsicht geboten ist, lässt die Stadtverwaltung derzeit den blauen Farbbelag vollflächig aufbringen. Insgesamt erhalten rund 1.000 Quadratmeter entlang des Nordrings den blauen Anstrich.

Die Farbe, die in Tübingen künftig verwendet wird, hat die RAL-Nummer 5015 und trägt den offiziellen Namen Himmelblau. Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 76.000 Euro.

Quelle: Universitätsstadt Tübingen am 17.04.2018

Bremen: Grüne Welle für den Radverkehr zwischen Parkallee und Kennedyplatz

Baubeginn in der Rembertistraße: Das Amt für Straßen und Verkehr begann am 23. April 2018 mit den Bauarbeiten zur Umgestaltung der Einmündung der Rembertistraße auf Höhe Rembertiring. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit den Planungen zum Umbau der Discomeile. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Situation für den Rad- und Fußverkehr im Zuge der Radverkehrshauptroute Innenstadt – Universität nachhaltig zu verbessern. Mit mehreren tausend Radfahrerinnen und Radfahrern am Tag liegt der Anteil der Radfahrenden auf diesem Streckenabschnitt deutlich über dem des Kraftfahrzeugverkehrs.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen wird der nördliche Einmündungsbereich der Rembertistraße auf Höhe Rembertiring verbreitert und dem Radverkehr mehr Platz eingeräumt. Künftig wird es hier stadteinwärts jeweils drei Meter breite Fahrstreifen für den Radverkehr und den rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugverkehr geben. Die heute noch häufig auftretenden Konflikte zwischen den beiden Verkehrsarten werden dadurch minimiert. Zudem wird auch die zu querende Mittelinsel über den Rembertiring umgestaltet. Auch hier bekommt der Rad- und Fußverkehr mehr Platz und wird zudem räumlich voneinander getrennt geführt, um Konflikte zu vermeiden. Für den Fußverkehr werden alle neuen baulichen Anlagen barrierefrei umgebaut. Abgerundet wird die Gesamtmaßnahme durch eine Grüne Welle für den Radverkehr zwischen Parkallee und Kennedyplatz. Die Umgestaltung des südlichen Einmündungsbereichs der Rembertistraße in den Rembertiring erfolgt im Zuge des Umbaus der Discomeile ab September 2018.

"Als weiteren Schritt zur Umsetzung des 2014 von der Bremischen Bürgerschaft verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplans Bremen 2025 werden wir mit der Umgestaltung der Rembertistraße eine weitere signifikante Verbesserung für den Bremer Radverkehr schaffen. Insbesondere das Einrichten der Grünen Welle für den Radverkehr ist dabei ein Novum. Hier werden wir wichtige Erfahrungen und damit Grundlagen für die künftigen Planungen unserer Verkehrsanlagen sammeln", sagte Verkehrssenator Joachim Lohse anlässlich des bevorstehenden Baubeginns.

Mit Fertigstellung und Inbetriebnahme der Radroute zwischen der Bremer Innenstadt und der Universität wurde für diese besonders wichtige Radverkehrsstrecke nach weiteren Möglichkeiten zur Verbesserung des Radverkehrs in der Achse Rembertistraße gesucht. Dies auch aufgrund der bestehenden Wartezeiten für den querenden Radverkehr an den aufeinanderfolgenden Knotenpunkten "An der Weide" und "Rembertiring".

In den meisten Fällen sind die Grünen Wellen an den Durchschnittsgeschwindigkeiten des Kraftfahrzeugverkehrs ausgerichtet und bringen dem langsameren Radverkehr nur wenig Nutzen. Künftig wird für den Radverkehr an beiden Knotenpunkten eine Grüne Welle geschaltet, die bei einer Geschwindigkeit von 18 km/h in diesem Streckenabschnitt ein Vorankommen ohne Stopp ermöglichen soll.

Die Kosten für den Umbau des ersten Abschnitts belaufen sich auf 220.000 Euro. Die Planungsgrundlage für die Umgestaltung im PDF-Download (pdf, 816.4 KB)

Quelle: Ministerium für Verkehr am 17.04.2018

Hamburg: Erster Abschnitt der Fahrradstraße Horner Weg freigegeben

Mit der Freigabe des ersten 700 Meter langen Abschnittes der Fahrradstraße Horner Weg – von der Caspar-Voght-Straße bis zum Rhiemsweg – konnte ein weiteres Stück der zentralen Veloroute 8 aus Hamburgs City Richtung Osten abgeschlossen werden. Dazu wurden die gesamten Nebenflächen dieses Straßenabschnittes neu hergestellt, der ruhende Verkehr neu geordnet, Einmündungs- und Kreuzungsbereiche umgebaut und die Fahrbahnoberfläche erneuert.

Um allen Verkehrsteilnehmern zu erläutern, welche Rechte und Pflichten in einer Fahrradstraße zu beachten sind, hat das Bezirksamt Mitte in den vergangenen Tagen blaurote Türhänger mit  Erläuterungen an die Fahrräder, Pkw und Hauseingangstüren des betroffenen Quartiers verteilt.

Die Bauarbeiten gehen weiter. Bis zum Sommer sollen auch die restlichen Bauarbeiten auf den verbliebenen 600 Metern des Horner Wegs abgeschlossen werden. Parallel läuft der Umbau des Doppelknotens Rennbahnstraße. Auch dort wird es in Zukunft oberirdisch durchgängige Radverkehrsanlagen und Überwege für den Fuß- und Radverkehr geben. Damit wird der gesamte Stadtteil Horn von einer sicheren, zügig befahrbaren und komfortablen Veloroutenverbindung durchzogen sein.

Quelle: Hansestadt Hamburg am 27.04.2018

Mecklenburg-Vorpommern: Route der Norddeutschen Romantik in Eldena (Vorpommern) eröffnet

"Ich freue mich, dass wir die Route der Norddeutschen Romantik hier in Eldena an der Klosterruine eröffnen können. Auf der 54 km-langen Strecke entlang der Ostseeküste über Kemnitz, Ludwigsburg und Lubmin bis zum Rungehaus in Wolgast kann man viel über die Maler der Romantik wie Caspar David Friedrich oder Otto Runge und den Dichter Karl Lappe entdecken und erfahren. Ob Kultur- oder Naturliebhaber – für jede und jeden ist etwas dabei. Ein wirklich schöner und ansprechender Ostseeküsten-Fahrradweg ist entstanden, der viele Einheimische und Gäste anlocken wird und ein weiterer Besuchermagnet in Vorpommern ist", betont der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann anlässlich der Eröffnung des Radweges. 

Dahlemann, der bei der Eröffnungstour zur Dorfkirche in Kemnitz mitfuhr, lobte den Tourismusverband Vorpommern für sein Engagement in der Region: "Der Tourismusverband leistet seit vielen Jahren eine sehr wichtige Arbeit und trägt damit zur wirtschaftlichen Entwicklung des östlichen Landesteils bei. In diesem Jahr steht das Projekt, mit dem an die Hochzeitsreise von Caspar David Friedrich mit seiner Frau vor 200 Jahren erinnert wird, ganz im Mittelpunkt. Das Thema Romantik ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Marke Vorpommern gewachsen." Dahlemann hatte das Projekt aus dem Vorpommern-Fonds mit 60.000 Euro gefördert. 

Quelle: Staatskanzlei, Nr.67/2018 am 18.04.2018

Nordrhein-Westfalen: Brücke für den RS 1 in Mülheim über die Ruhr komplett "eingepackt"

Es mutet an wie ein Kunstwerk des Verpackungskünstler Christo: Die ehemalige Eisenbahnbrücke über die Ruhr ist im Zuge des Baus des Radschnellweges 1 (RS 1) komplett "eingepackt".

Von Hamm über Essen kommend ist der RS 1 die zukünftige über 100 Kilometer lange Rad- und Fußwegeverbindung nach Duisburg. Vom Mülheimer Hauptbahnhof können die Nutzer derzeit bereits bis zur Ruhrbrücke radeln und dort mittels Aufzug auf die Straßenebene gelangen. Die Weiterführung Richtung MüGa und Hochschule Ruhr West (HRW) sollte geplant dann 2019 möglich sein. Bis dahin wird weiter an dem Korrosionsschutz (Fünf Arbeitsgänge: Strahlen, Grundierung, Kantenschutz, erste und zweite Zwischenbeschichtung und Deckbeschichtung) der denkmalgeschützten Stahlbogenbrücke gearbeitet und im Sommer die neue Tagkonstruktion für die Verkehrsfläche aufgelegt. Das vorhandene Geländer der Viadukte wird mit Handlaufbeleuchtung weitergeführt.

Eine Aussichtplattform über der Ruhr mit Sichtrichtung Innenstadt und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen entstehen. Der Abschnitt zwischen Parkplatz Stadthalle und HRW befindet sich parallel in der Umsetzung inklusive Beleuchtung. Die Anschlussrampen an den Ruhrradweg werden aktuell erstellt. Zum Lückenschluss sind dann noch die Vorlandbrücken zu sanieren sowie die Brücken Bergstraße und Tunnelstraße Instand zu setzen.
Die Finanzierung erfolgt über das Land Wirtschaftsförderung und dem RVR. 

Die Kosten für die Ruhrbrücke belaufen sich auf cirka 4 Millionen Euro und für de Wegebau der Dammlage inklusive Rampen und Beleuchtung auf cirka 2 Millionen Euro. An den Vorlandbrücken (Südseite) in der MüGa wird ein Klettersteig entstehen. Zur Beachtung des Artenschutzes werden für Fledermäuse und Vögel Nistkästen an den Ruhrbrückenpfeiler und die Vorlandbrücken angebracht.

Quelle: Stadt Mülheim an der Ruhr am 24.04.2018

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Nordrhein-Westfalen: RS1 Radschnellweg Ruhr - 8. April 2018 war Radfahrspitzentag auf der Hochpromenade in Mülheim an der Ruhr

Seit der Eröffnung der Hochpromenade Ende Oktober 2017 steht die dortige Radzählstelle nicht mehr still. Die Auswertung vom 1. Januar bis 12. April präsentiert große Zahlen. 44.099 Radfahrerinnen und Radfahrer sind in diesem Zeitraum bereits an der Radzählstelle vorbeigekommen. Spitzentag war Sonntag, der 8. April 2018 mit 3.177 Radfahrerinnen und Radfahrern.

Wie die Stadt Mülheim an der Ruhr auf ihrer Homepage veröffentlicht, rechnet man an dieser Stelle in der Prognose bei Fertigstellung des Radschnellweges Ruhr (RS1) zwischen Duisburg und Hamm durchschnittlich mit 2.000 bis 3.000 Radfahrenden pro Tag. "Insofern ist der Spitzenwert von Sonntag für eine 'Sackgasse mit Aufzug' schon super", so Helmut Voß, Teamleiter Straßenplanung im Amt für Verkehrswesen und Tiefbau.

Durchschnittlich seien über die Wintermonate hier natürlich weniger unterwegs gewesen, nämlich - bezogen auf 2018 - 432, so der Teamleiter. Am Wochenende belegen die Zahlen, dass die Verkehrsspitze an dieser Stelle um 14.30 Uhr ist, Montag bis Freitag hingegen um 16.30 Uhr, wobei es Werktags noch mal eine kleinere Spitze im morgendlichen Berufsverkehr um 7.30 Uhr gibt.

Der Report mit allen Ergebnissen zum Auswertungszeitraum (Grafiken, Tabellen) kann hier als pdf-Datei zum Nachlesen heruntergeladen werden.

Quelle: radschnellwege.nrw / Stadt Mülheim am 19.04.2018

Nordrhein-Westfalen: Reaktivierung der Schwarzbachtrasse ermöglicht Anbindung an Nordbahntrasse in Wuppertal

Frohe Botschaft für Wuppertaler Radfahrer und alle, die seit Jahren die Vorzüge der Nordbahntrasse schätzen: Am 13. März 2018 wurde der Erwerb der Schwarzbachtrasse durch die Stadt Wuppertal beurkundet; mit der bevorstehenden Anbindung an die Nordbahntrasse ist ein weiterer Meilenstein für kurze und umweltfreundliche Wege innerhalb des bergigen Wuppertals erreicht. Bei der Wuppertaler Bevölkerung selbst ist das Interesse seit Bekanntwerden der Pläne zur Reaktivierung der Trasse groß. Als die Wuppertalbewegung e.V. im letzten Jahr zu einer Begehung der in den 1990er Jahren stillgelegten Strecke eingeladen hatte, waren hunderte Bürger dabei – trotz strömenden Regens (wie berichtet).

Insgesamt 1,7 Kilometer Trasse, die von der Langobardenstraße (oder "vom bergischen Plateau") bis zur Grundstraße in Langerfeld führen, sollen baldmöglichst als Radweg ausgebaut werden. 50.000 Menschen im Barmer Osten hätten dann eine direkte Verbindung zur Nordbahntrasse. Über das imposante Schwarzbach-Viadukt ist dann eine Durchfahrt bis nach Langerfeld möglich.

Zum Projekt-Hintergrund: Im Rahmen der Kaufvertragsverhandlungen hatte die BEG alle Bauwerke gutachterlich überprüfen lassen und damit eine solide Grundlage für die Kostenkalkulation des Radwegebaus geliefert. Im Rahmen einer Artenschutzprüfung konnte sichergestellt werden, dass keine Fledermäuse im vorhandenen Tunnel beheimatet sind – ein ernst zu nehmendes Risiko, das mit Blick auf die Wiedernutzung von Tunnelbauwerken stets einkalkuliert werden sollte. Darüber hinaus wurde eine Potenzialstudie zur planerischen Entwicklung des Radweges beauftragt.

"Die neu belebte Schwarzbachtrasse ist ein Vorzeigeprojekt für bürgerschaftliches Engagement. Die Trasse verbindet Stadtteile und Menschen miteinander. Dabei bietet sie zugleich umweltverträgliche Mobilität und Freizeit vor der Haustür", erklärte Gunther Adler, Staatssekretär im Umwelt- und Bauministerium des Bundes, voller Anerkennung mit Übergabe des Bewilligungsbescheides im Dezember 2017. Die Stadt Wuppertal überträgt die Trasse im Erbbaurecht an die Wuppertalbewegung. Der Verein steuert den 10-prozentigen Eigenanteil des Förderprojektes bei, wird Bauträger und für fünf Jahre nach Fertigstellung Betreiber des Radwegs, kümmert sich dann um Sicherheit, Sauberkeit und Winterdienst. Der Grünrückschnitt wurde bereits durchgeführt, so dass nach Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages kurzfristig mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Quelle: BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH am 02.04.2018

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Nordrhein-Westfalen: Radwegeanbindungen sollen die Revierparks in der Metropole Ruhr besser an das regionale Radwegenetz anschließen

Metropole Ruhr. Spiel, Sport und Erholung für alle Menschen in artenreicher Natur: Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat ein Umsetzungskonzept erarbeitet, um die fünf Revierparks in der Metropole Ruhr zu modernisieren und nachhaltig zu verändern. Die Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster haben dieses Umsetzungskonzept jetzt genehmigt. Auf dieser Grundlage werden die Planungen der einzelnen Maßnahmen weiter qualifiziert und im Sommer 2018 entsprechende Förderanträge gestellt.

Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Direktorin, freut sich über das positive Votum des Landes: "Mit dem Rückenwind des Landes arbeiten wir weiter intensiv daran, die Revierparks zu attraktiven Freizeit- und Begegnungsstätten für alle Menschen im Ruhrgebiet zu entwickeln. Im nächsten Schritt binden wir Bürgerinnen und Bürger vor Ort in unsere Planungen mit ein. Gemeinsam mit ihnen wollen wir mehr Lebensqualität in unserer Region schaffen. Die neu gestalteten Revierparks sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur IGA 2027."

Jeder Park erhält künftig sein eigenes Profil. In allen Parks werden die Eingangsbereiche ansprechender gestaltet, Wege aufgewertet bzw. zurückgebaut und barrierefreie Pfade geschaffen. Eine energieeffiziente Beleuchtung und einheitliche Beschilderung sind vorgesehen. Vorhandene Sport- und Spielbereiche werden zeitgemäßer ausgerichtet und neue sollen entstehen. Artenschutzreiche Pflanzungen ersetzen monotone Beete und Flächen und bieten so Tieren neue Lebensräume. Radwegeanbindungen sollen die Revierparks besser an das regionale Radwegenetz anschließen. Ziel ist es, von Park zu Park mit dem Rad fahren zu können.

Unter dem Arbeitstitel "Zukunft und Heimat – Revierpark 2020" hat sich der RVR mit einem Integrierten Handlungskonzept beim Landeswettbewerb "Grüne Infrastruktur NRW" beworben. Ziel war es, anhand des Konzeptes und in Zusammenarbeit mit den Partnerstädten Fördermittel für nötige Gestaltungs- und Renovierungsmaßnahmen der fünf Revierparks zu akquirieren. Ende des letzten Jahres hat das Land NRW eine Förderempfehlung für zahlreiche Maßnahmen in einer Gesamtkostenhöhe von 28,5 Millionen Euro ausgesprochen. Das jetzt genehmigte Umsetzungskonzept ist ein wichtiger Baustein für die Förderantragsstellung.

Quelle: Regionalverband Ruhr am 24.04.2018

Sachsen-Anhalt: Radstätte am "Radweg Deutsche Einheit" in Bernburg eingeweiht

In Bernburg (Salzlandkreis) ist am 12.04.2018 am "Radweg Deutsche Einheit" die erste Radstätte Sachsen-Anhalts ihrer Bestimmung übergeben worden. "Damit wird der Radverkehr bei uns noch attraktiver. Zugleich stärken wir die verbindende Wirkung dieses beispielhaften Verkehrsprojektes", sagte Landesverkehrsminister Thomas Webel heute in der Saalestadt, wo er gemeinsam mit Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze die neue Einrichtung eingeweiht hat.

Das Fahrrad liege mehr denn je im Trend – sei es als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder als Sport- und Freizeitgerät, erklärte Webel. "Sachsen-Anhalt ist ein Fahrradland. Förderung und Weiterentwicklung des Radverkehrs sind wichtige Bausteine unserer Verkehrspolitik", fügte er hinzu. Sein Dank gelte allen, die sich an der Umsetzung des Vorhabens beteiligt hätten, betonte der Minister, insbesondere dem Bund, der das Projekt in Bernburg mit rund 215.000 Euro finanziell unterstützt hat.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Der Radweg steht für Geschichte und Erinnerung, weist aber zugleich mit seinen innovativen Radstätten den Weg in die digitale Zukunft des Radverkehrs: Die Digitalisierung und der Trend zum elektrischen Antrieb steigern Einsatzmöglichkeiten und Reichweite des Fahrrads um ein Vielfaches. Diese Entwicklung wollen wir mitgestalten. Mit dem Radweg Deutsche Einheit führen wir Mobilitätsinnovationen zusammen, setzen einen neuen Ausbaustandard für Radfernwege und schaffen ein einmaliges, modernes Radwander-Erlebnis."

Als Servicestationen entstehen ab 2018 weitere Radstätten entlang der Strecke, die die Vielfalt und Entwicklung deutsch-deutscher Geschichte widerspiegeln.

Zum Teil ausgerüstet mit Solarzellentechnik verfügen die hoch modernen Rastplätze über kostenfreies WLAN, Elektroladeanschlüsse und bieten Zugang zu digitalen Informationen. Dank eigener Website und App stehen zu Hause und unterwegs Tools zur Tourenplanung und Streckenführung mit Navigationsfunktion zur Verfügung. Erste Prototypen der Radstätten stehen bereits am Start- und Endpunkt des Radwegs, an den Standorten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Bonn und Berlin. Bis Ende 2020 sollen rund 30 weitere Radstätten gebaut werden.

Der Radweg Deutsche Einheit ist ein Projekt der Radverkehrsförderung des BMVI und wurde in Zusammenarbeit mit den Ländern anlässlich des 25. Jahrestags der Deutschen Einheit ins Leben gerufen.

Oberbürgermeister Schütze dankte Bund und Land für die Unterstützung beim Bau der Radstätte. Für alle, die Bernburg besuchten, sei am schönen Saaleufer ein neuer touristischer Anziehungspunkt entstanden. "Bemerkenswert ist das futuristische Aussehen, womit sich die Radstätte dennoch sehr gut in das Bild der historischen Talstadt einfügt. Die ganze Region ist um eine Attraktion reicher", betonte der Oberbürgermeister. "Ich wünsche mir, dass hier künftig viele Radfahrerinnen und Radfahrer halt machen", fügte er hinzu. Wenn sich am "Radweg Deutsche Einheit" Menschen aus nah und fern träfen, werde dieser Ort dem Hauptanliegen des Verkehrsprojektes vollauf gerecht.

Weitere Informationen zum Radweg finden Sie unter www.radweg-deutsche-einheit.de

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Nr.: 026/2018 am 12.04.2018

Sachsen: Ein Jahr vor der Eröffnung der Landesgartenschau in Frankenberg - Rad- und Gehweg wird Innenstadt mit Stadtpark verbinden

Die Arbeiten für die 8. Sächsische Landesgartenschau in Frankenberg laufen auf Hochtouren und liegen voll im Zeitplan. Neue Freizeit- und Naherholungsangebote werden die Stadt aufwerten und Bürger aber auch Touristen anziehen – bis über das Ende der Landesgartenschau hinaus.

Die Schau unter dem Motto "Natürlich Mittendrin" soll vom 20. April bis zum 6. Oktober 2019 geöffnet sein. Dazu werden die künftigen Areale der Landesgartenschau "Paradiesgärten Mühlbachtal" und der "Naturerlebnisraum Zschopauaue" umfassend neu gestaltet. Innerstädtische Wege und Plätze erhalten ebenfalls ein neues Gesicht. Der Freistaat unterstützt die Investitionen sowie die Durchführung der Landesgartenschau mit insgesamt rund 3,9 Millionen Euro auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Weitere Fördermittel hat die Stadt aus Programmen der EU sowie des Bundes akquiriert.

Die Halle der ehemaligen Möbelfabrik "Lisema" wird umfänglich saniert. Sie soll während der Landesgartenschau als Blumenhalle genutzt werden. Auch im Mühlbachtal schreiten die Arbeiten voran. Neben dem bereits renaturierten Mühlbach wurde mit den Arbeiten für den neu angelegten Geh- und Radweg begonnen. Er wird künftig barrierefrei die Frankenberger Innenstadt und den Stadtpark verbinden. Gärtner haben erste Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt.

Hintergrund: Landesgartenschauen finden in Sachsen seit dem Jahr 1996 statt. Austragungsorte waren bisher Lichtenstein (1996), Zittau (1999), Großenhain (2002), Oschatz (2006), Reichenbach (2009), Löbau (2012) und Oelsnitz/Erzgebirge (2015). Ausrichter der 9. Sächsischen Landesgartenschau im Jahr 2022 ist die Stadt Torgau.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft am 20.04.2018

 

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30. April 2018
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