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März 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Attraktivierung des Radpendelns - Umfangreiche Investitionen in gute und schnelle Radwege

Im Rahmen des Landesgemeindefinanzierungsgesetzes fördert das Land kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur. Im neuen Förderprogramm 2018-2022 wurden 93 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von 46 Millionen Euro neu aufgenommen. Für die Umsetzung des Programms sind 2018 fast 20 Millionen Euro eingeplant. Gefördert werden für den Radverkehr unter anderem Radwege, Rad- und Fußwege, Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Abstellanlagen, Beschilderung, Querungshilfen und Fahrradstraßen.

Das Land baut derzeit gemeinsam mit den Kommunen ein 7.000 Kilometer langes, landesweites RadNETZ auf. Das RadNETZ Baden-Württemberg ist das Rückgrat der Radverkehrsförderung in der Fläche und gibt dem Land einen Schub in Richtung durchgängiger, attraktiver und sicherer Radverkehrsinfrastruktur für das tägliche Pendeln. Das Land übernimmt die Wegweisung für das RadNETZ. Zusätzlich zu den bereits beschilderten Landesradfernwegen wird derzeit die Wegweisung für das Alltagsnetz aufgebaut. Bisher wurden bereits mehr als 7.000 Wegweiser installiert und über 750.000 Euro investiert. 2018 sollen die Schilder im ganzen Land sichtbar werden. Damit werden die RadfahrerInnen gezielt auf gut ausgebaute Abschnitte gelenkt.

Die Bauprogramme für Radwege an Bundes- und Landesstraßen sehen weitere Ausbauschritte vor:

  • Im Jahr 2018 ist geplant, an Bundesstraßen 21 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 12 Millionen Euro und einer Gesamtlänge von rund 31 Kilometer neu zu beginnen.
  • An Landesstraßen werden in diesem Jahr 28 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 16 Millionen Euro und einer Gesamtlänge von rund 35 Kilometer gestartet.

Um die Erhaltung der Wege in einem guten Zustand zu gewährleisten, startet das Land 2018 mit einer systematischen Zustandserfassung und -bewertung der Radwege in der Baulast des Bundes und des Landes.

Parallel zum Aufbau einer flächendeckenden Radinfrastruktur für den Alltag treibt das Land die Entwicklung von Radschnellwegen voran. Aufgrund direkter, umwegefreier Führungen mit wenigen Stopps und großer Breiten, sind diese Strecken besonders attraktiv für das Radpendeln – gerade auch auf längeren Distanzen. Im Rahmen einer Potenzialanalyse hat das Land flächendeckend und systematisch den Bedarf nach Radschnellverbindungen ermittelt. Dabei wurden zirka 30 Strecken mit vordringlichem Bedarf identifiziert. Weitere 20 Strecken könnten sich durch lokalspezifische Faktoren als radschnellverbindungswürdig erweisen. Das Land hat mit der Planung von drei Pilotstrecken begonnen: Heidelberg-Mannheim / Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen / Stuttgart-Esslingen-Plochingen. Um die Baulast für diese Strecken übernehmen zu können, wird derzeit das Straßengesetz angepasst. Zusätzlich fördert das Land ein kommunales Pilotprojekt auf der Strecke Böblingen/Sindelfingen – Stuttgart mit zirka 1,7 Millionen Euro sowie über kommune Machbarkeitsuntersuchungen für mehr als 40 weitere Strecken.

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg am 15.03.2018

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Baden-Württemberg: Nächster Schritt für Radschnellweg im Neckartal

Das Land und kommunale Ebene treiben gemeinsam die Pläne für Radschnellweg Neckartal im Landkreis Esslingen voran. Land, Landkreis Esslingen und beteiligte Kommunen unterzeichnen Mitwirkungserklärung.

Die Pläne für den Bau von Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg kommen Schritt für Schritt voran. Beim geplanten Radschnellweg zwischen Stuttgart und dem Landkreis Esslingen haben Land und kommunale Ebene eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Verkehrsminister Winfried Hermann, der Esslinger Landrat Heinz Eininger sowie Vertreter der beteiligten Städte und Gemeinden Esslingen am Neckar, Altbach, Plochingen, Deizisau und Reichenbach a.d. Fils unterzeichneten am 7. März 2018 eine entsprechende Mitwirkungserklärung. Der Radschnellweg soll zwischen der Landeshauptstadt und der Kreisgrenze bei Reichenbach a.d. Fils verlaufen. Mit der Unterschrift versichern die Beteiligten ihr Interesse am Projekt und ihre Unterstützung zur Umsetzung der Radschnellverbindung.

"Das Ziel von insgesamt drei Pilotprojekten ist es, möglichst viele Erfahrungen bezüglich Planung und Bau für künftige Radschnellverbindungen zu sammeln und zeitnah mit der Projektrealisierung zu beginnen", erläuterte Minister Hermann bei der Auftaktveranstaltung in Esslingen. Neben der Verbindung im Landkreis Esslingen werden auch auf der Achse Heilbronn – Neckarsulm – Bad Wimpfen und Heidelberg - Mannheim Radschnellverbindungen durch das Land realisiert.

Für die Radschnellverbindung im Neckartal, die von der Kreisgrenze bei Reichenbach a. d. Fils bis in die Landeshauptstadt Stuttgart führen soll, wird nun eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Aufgrund teils räumlich beengter Verhältnisse bringt die Umsetzung des Radschnellwegs große Herausforderungen mit sich. Mit der Studie soll u.a. geklärt werden, wie viele Menschen die Radschnellverbindung nutzen würden und welche Erschließungswirkungen und Konfliktpunkte in Kreuzungsbereichen entstehen. Aufgrund der Ergebnisse werden dann in einem weiteren Schritt mögliche Trassenverläufe herausgearbeitet und bewertet.

Landrat Heinz Eininger sagte: "Im Zusammenwirken von Land, Landkreis und den betroffenen Kommunen erhoffe ich mir, dass es gelingt, einen Radschnellweg im Neckartal zeitnah zu realisieren und damit eine zukunftsgerechte, alternative und leistungsfähige Mobilitätslösung anzubieten. Es muss uns gelingen, den Radverkehr vor allem für den Alltagsradfahrer attraktiver zu machen."

Insgesamt sollen bis 2025 zehn Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg umgesetzt werden.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 07.03.2018

Baden-Württemberg: "Fahrradstadt Karlsruhe" ist Teil des Leitprojekts im IQ-Korridorthema Mobilität (IQ: innovativ und quer)

Planungsausschuss: Anregungen für Rezertifizierung als "Fahrradfreundliche Kommune": Dran bleiben: Das ist der Anspruch der Stadt, weshalb die "Fahrradstadt Karlsruhe" auch Leitprojekt im IQ-Korridorthema Mobilität (IQ: innovativ und quer) ist, welches dezernatsübergreifend bearbeitet wird. Als Richtschnur für das weitere Handeln wichtig sei, die konzeptionellen Grundlagen und Zielsetzungen des 20-Punkte-Programms zu aktualisieren, betonte die Verwaltung am 8. März 2018 in der nichtöffentlichen Sitzung des Planungsausschusses unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert. Datenbasis für die Fortschreibung des 20-Punkte-Programms ist die Modal-Split-Erhebung in diesem Jahr. Mit den dafür notwendigen Haushaltsbefragungen zur Ermittlung der Anteile des Fuß- und Radverkehrs, öffentlichen Verkehrs und Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen wurde bereits begonnen. Für das aktualisierte Radförderprogramm sollen erneut alle Akteure des Radverkehrs beteiligt werden. Analog zur Aufstellung des 20-Punkte-Programms von 2005 ist an ein sogenanntes BYPAD-Verfahren als zweitägigen Workshop gedacht

Qualitätskriterien für modernen Radverkehr: Dran bleiben heißt es auch, will die Stadt 2022 ihr Engagement für den Radverkehr erneut durch die Zertifizierung "Fahrradfreundliche Kommune" bestätigt wissen. Die für die Landesauszeichnung relevanten Kriterien können - angepasst auf die jeweilige Vor-Ort-Situation - als Qualitätskriterien für das Radfahren in der Stadt angesehen werden, hatten die städtischen Radexperten im Planungsausschuss vorgetragen. Denn sie spiegeln die Erfahrung wider, "wie man heute modernen Radverkehr abwickelt", so Obert. Das Gremium hatte sich auf Antrag der GRÜNEN ausführlich mit der Landesauszeichnung befasst.

Anregungen unterschiedlicher Verbindlichkeit: Karlsruhe hatte im Dezember 2017 nach 2011 zum zweiten Mal die Auszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune" erhalten. Um sich 2022 wieder erfolgreich zu bewerben, hat das Landesverkehrsministerium der Stadt Auflagen mit unterschiedlicher Verbindlichkeit mitgegeben. Sie reichen von Auflagen mit "Pflichtcharakter", hierzu zählen auch die Erhebung des Modal-Split und die Aktualisierung des Radförderprogramms, bis zur reinen Empfehlung für die Personalausstattung. Bei Letzterer hatte die Prüfkommission der Stadt nahegelegt, sechs Stellen für den Radverkehr vorzuhalten. Aktuell sind es vier Stellen in verschiedenen Ämtern. Viel wurde damit bereits erreicht, etwa die Ausweisung von Fahrradstraßen (auch eine Auflage der Zertifizierung 2011). Einige Bausteine, etwa einige personalintensive Umsetzungsplanungen, liegen jedoch auf Eis, hatte die Verwaltung informiert. Er sei davon überzeugt, so Obert, dass die aktuelle Erhebung des Modal Splits einen Radanteil über 25 Prozent ergeben wird. Dann erfordere "allein die schiere  Menge" einen höheren Gang zugunsten der Radstadt. Ziel des IQ-Leitprojekts sei, die Nutzerzufriedenheit weiter zu erhöhen. Ein guter Indikator ist dabei der ADFC-Klimatest.

Zu den aktuellen Zertifizierungs-Auflagen mit "Muss-Charakter" gehören etwa die systematische Überprüfung der Radwegebenutzungspflicht und die Schaffung weiterer hochwertiger und überdachter Radabstellanlagen in der Innenstadt. Auch das Wachsen des Haupt- und Nebenradnetzes findet sich hier, auch unter Berücksichtigung des vom Land vorgesehenen Radnetzes Baden-Württemberg (RadNETZ-BW). Zudem geht es um den Ausbau des betrieblichen Mobilitätsmanagements.

Um das Niveau als Fahrradstadt zu halten oder weiter zu verbessern, hält das Land die Erhöhung des Radbudgets für geboten. Auf der Liste der Anregungen, die umgesetzt werden sollten, finden sich zudem die weitere systematische Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung sowie die Ableitung konkreter Maßnahmen aus Sicherheitsanalysen. Einen Haken kann die Stadt voraussichtlich im April 2018 an einem weiteren Punkt der Liste machen: Die zweite Fahrradstation am Hauptbahnhof soll dann mit über 600 Stellplätzen für Radler zur Verfügung stehen.

Quelle: Stadt Karlsruhe am 09.03.2018

Baden-Württemberg: Pforzheim dreht am Rad - Bürgermeisterin Sibylle Schüssler gibt Überblick über Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs

Bürgermeisterin Sibylle Schüssler weist im Zusammenhang mit der medialen Berichterstattung über die Radwegsachse Westliche/Östliche Karl-Friedrich-Straße die dort gemachten Behautungen, unter anderem des ADFC, zurück.

"Richtig ist, dass das Projekt Ausbau der Westlichen Karl-Friedrich-Straße in der ursprünglich geplanten Variante zurückgezogen wurde. Das liegt daran, dass die in Aussicht gestellte Förderquote von 90 Prozent durch den Bund nicht verwirklicht werden konnte." Der vorgelegte Förderbescheid sah nur eine Förderung von etwa 1,3 Millionen Euro vor, was ca. 30 Prozent der Kosten entsprochen hätte. "Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation, in der sich Pforzheim derzeit befindet, ist es verständlich, dass der Gemeinderat den Stopp der großen Lösung beschlossen hatte, verbunden mit dem Auftrag, eine günstigere Alternative zu entwickeln", so die Dezernentin weiter. "Wir haben das Büro Modus-Consult aus Karlsruhe beauftragt, eine weitaus einfachere und günstigere 'Markierungslösung' entlang der Westlichen aufzuzeigen." Hierzu finden derzeit intensive Gespräche zwischen den Planern, den Fachämtern und dem Dezernat statt, mit dem Ziel eine zeitnahe Umsetzung zu erreichen.    

Auch an anderen Stellen soll mit vergleichbar kostengünstigen und einfachen Maßnahmen ein besserer Verkehrsfluss für Radfahrer in der Innenstadt ermöglicht werden: So ist beispielsweise die Öffnung von Busspuren für den Radverkehr in der Diskussion. Das Markieren von Fahrradspuren im Kreuzungsbereich der Heinrich-Wieland-Allee / Hohenzollernstraße wird gleichfalls geprüft. Radpiktogramme, unter anderem am Altstädter Kirchenweg, sollen das Radfahren mehr in den Vordergrund rücken, so dass nicht nur auf offiziellen Radverkehrsanlagen dem Radfahrer mehr Sicherheit und Führung gegeben wird. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt hierbei auf dem im Pforzheimer Radverkehrskonzept entwickelten Radwege-Hauptnetz. Zudem konnte die Zahl der freigegebenen Einbahnstraßen für Radfahrer stetig erhöht werden.

Auch in Sachen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ist in Pforzheim vieles in Planung bzw. bereits umgesetzt. Im gesamten Innenstadtbereich gibt es bereits eine Vielzahl an Fahrradbügeln zum sicheren Abstellen von Rädern, weitere kommen sukzessive hinzu. So beispielsweise auf dem Waisenhausplatz: Neben den bereits neu installierten Radbügeln soll ein Ladeschrank mit mehreren abschließbaren Einzelfächern für E-Bike-Akkus eingerichtet werden. Die Gespräche mit den Stadtwerken sind derzeit im Gange. Darüber hinaus wird in der westlichen Unterführung am Bahnhof geprüft, ob eine Radabstellanlage eingerichtet werden kann. "Wir planen dort im Bereich des ehemaligen Blumenladens einen Radkäfig mit über hundert sicheren Abstellmöglichkeiten einzurichten", erläutert Bürgermeisterin Schüssler. "Dies wird insbesondere für Pedelecs interessant, da man sein teures E-Bike sicher unterbringen und über die geplante Stromversorgung auch wieder aufladen kann." Die in der Unterführung installierten Radboxen sind alle belegt, neue sichere Abstellmöglichkeiten auch für teure E-Bikes fehlen. "Ich habe meine städtischen Ämter beauftragt, baulich und finanziell zu prüfen, was hier kurzfristig umsetzbar wäre", betont Umweltdezernentin Schüssler.

Damit Radlerinnen und Radler künftig nicht nur im Innenstadtbereich sondern auch längere Strecken zügig und sicher zurücklegen können, wird zudem im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Umsetzbarkeit einer ca. 22 Kilometer langen Radschnellwegverbindung von Pforzheim über Mühlacker bis Vaihingen/Enz gemeinsam von der Stadt Pforzheim, dem Enzkreis und dem Kreis Ludwigsburg geprüft. Für die entsprechende Machbarkeitsstudie hat das Land Baden-Württemberg nun eine Zuwendung in Höhe von 56.000 Euro zugesagt. Das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent. "Bereits jetzt wird die Strecke von Freizeitradlern stark genutzt. Mit der Radschnellwegverbindung, die im Übrigen an das Radverkehrskonzept der Stadt Pforzheim anknüpft, würde das Radfahren vor allem für Pendler attraktiv", so Sibylle Schüssler

Alles in allem ist die Stadt in vielen Bereichen tätig, um das Radkonzept zügig umzusetzen. Die Haushaltslage lässt es jedoch nicht zu, die teuren Lösungen weiterzuverfolgen. Deshalb ist Kreativität gefordert, um mit einfacheren Maßnahmen und geringeren Mitteln den Radverkehr in Pforzheim voran zu bringen. "Das sind wir dran", so die Umweltbürgermeisterin, "und ich bin zusammen mit meinem Team aus den Fachämtern sehr zuversichtlich, dass wir dies auch schaffen werden." 

Quelle: Stadt Pforzheim am 05.03.2018

Baden-Württemberg: 4,84 Millionen Fahrräder 2017 in Heidelberg automatisch erfasst - Errichtung von vier neuen Zählstationen 2018

In Heidelberg waren im vergangenen Jahr 2017 erneut sehr viele Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs. Das zeigen die Ergebnisse der vier automatischen Fahrradzählanlagen in der Stadt: Die Zählanlage auf der Südseite der Ernst-Walz-Brücke hat 2017 in Fahrtrichtung Mittermaierstraße insgesamt 1.157.078 Fahrräder gezählt. Nimmt man an, dass genauso viele Radfahrer zu einer anderen Tageszeit hier in die Gegenrichtung unterwegs sind, sind das rund 2,3 Millionen Fahrräder auf der Ernst-Walz-Brücke im vergangenen Jahr. Die Zählanlage in der Plöck hat 2017 in beide Fahrtrichtungen insgesamt 1.758.273 Fahrräder erfasst, die in der Gaisbergstraße 1.366.640 Fahrräder und die in der Mannheimer Straße 558.265 Fahrräder (jeweils beide Fahrtrichtungen).

Die meisten Fahrräder wurden 2017 an den Zählanlagen Plöck und Gaisbergstraße im Monat Juli gezählt: Sie lieferten mit 202.795 beziehungsweise 156.087 Fährrädern pro Monat die Spitzenwerte im vergangenen Jahr. Auf der Ernst-Walz-Brücke waren der Mai (126.159) und in der Mannheimer Straße der Juni (71.938) die stärksten Monate. Rekordtag 2017 war der 20. Juli, als in der Plöck 8.825 Fahrräder gezählt wurden. Auf Platz zwei liegt die Gaisbergstraße mit 6.673 Fahrrädern am 1. Juni, dicht gefolgt von der Ernst-Walz-Brücke mit 6.196 Fahrrädern (Fahrtrichtung Süden) am 20. Juli. In der Mannheimer Straße wurden die meisten Fahrräder am 17. Mai gezählt (3.491).

Rund 4,84 Millionen Fahrräder in 2017 gezählt: Alle vier Zählanlagen zusammen haben im Jahr 2017 rund 4,84 Millionen Fahrräder gezählt (2016: rund 4,96 Millionen Fahrräder). Die Anlagen in der Plöck, Gaisbergstraße und Mittermaierstraße gingen erst im November 2015 in Betrieb, deshalb ist für diese Zählstellen noch kein Langzeitvergleich möglich. Für die Anlage an der Ernst-Walz-Brücke sind die Daten ab Juni 2014 verfügbar: Die Zahl der Fahrradfahrer, die hier in Richtung Mittermaierstraße fahren, bleibt im Vergleich der Jahre 2015, 2016 und 2017 auf konstant hohem Niveau (rund 160.000). Der Durchschnittswert an Radfahrern, die werktags auf dieser Strecke unterwegs sind, lag in allen drei Jahren jeweils bei über 3.800 Fahrrädern.

Fahrradzählanlagen in Heidelberg: Die Zählanlagen auf der Ernst-Walz-Brücke und in der Gaisbergstraße sind weithin sichtbare Säulen, die die Anzahl der Radfahrer pro Tag und pro Jahr anzeigen. Die Anlagen in der Mannheimer Straße und in der Plöck sind "unsichtbare" Zählstellen ohne Säulen. Alle zusammen liefern sie wertvolle Daten für die Verkehrsplanung. Die Ergebnisse aller Fahrradzähanlagen sind auch im Internet zu finden: Hier kann man die jeweilige Zahl der Radfahrer vom Vortag sowie die Gesamtzahl pro Jahr ablesen. Mit einem Klick auf den Link erhält man weitere Daten, etwa die Anzahl der Radfahrer pro Tag, Woche oder Monat oder in welcher Fahrtrichtung die meisten Radfahrer unterwegs sind.
 
2018 sollen neue Fahrradzählanlagen in Heidelberg dazukommen:

  • an der Theodor-Heuss-Brücke (beide Richtungen), 
  • in der Rohrbacher Straße in Höhe Bergfriedhof (beide Richtungen), 
  • in der Liebermannstraße in der Südstadt, in Verlängerung der Radwegeverbindung auf den Ausgleichsflächen der Bahnstadt (beide Richtungen) 
  • sowie an der Ernst-Walz-Brücke für den Radverkehr in Richtung Norden, als Ergänzung zur bestehenden Zählanlage in Richtung Süden

Quelle: Stadt Heidelberg am 09.03.2018

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Bayern: "Mobilität für alle" als Leitmotiv - Ausschreibung für Imagekampagne "Fahrradstadt Bamberg"

Bamberg ist eine wachsende Stadt. Wachstum bedeutet aber auch Herausforderungen, - nicht nur am Wohnungsmarkt, sondern auch im Verkehr. "Unser erklärtes Ziel ist es wachsendes Verkehrsaufkommen, keinesfalls nur durch wachsenden Individualverkehr abzudecken," betont Oberbürgermeister Andreas Starke. "Mobilität für alle" das ist das Leitmotiv des neuen Bamberger Verkehrsentwicklungsplanes, der in diesen Monaten erarbeitet wird. Die Erschließung der Innenstadt ist wichtig für ganz verschiedene Nutzergruppen mit ganz unterschiedlichen Mobilitätsanforderungen. Bei begrenztem öffentlichem Raum, der noch dazu von hoher Wertigkeit im Stadtensemble ist, waren und sind deshalb kreative Lösungen gefragt. "Es ist offensichtlich, dass das Fahrrad hier einen wertvollen Beitrag leisten kann, den knappen Raum im Herzen Bambergs effektiv zu nutzen," betont Oberbürgermeister Andreas Starke.

Der Bürgerentscheid zum Radverkehr ist vom Tisch, dafür gibt es nun eine gemeinsame Imagekampagne zur "Fahrradstadt Bamberg" und eine Vielzahl von Maßnahmen: Neue Fahrradstellplätze, Car Bike Ports, Radzählanlagen, Fahrradstraßen und sicherere Kreuzungen: Die Stadt Bamberg hat sich mit den Initiatoren der Bürgerinitiative "Radentscheid" auf insgesamt sieben Oberziele geeinigt, sowie im Stadtrat ein Maßnahmenpaket und eine Finanzierung für 2018 und die folgenden Jahre beschlossen. Rund 170.000 Euro stehen noch in diesem Jahr für die Förderung des Radverkehrs zur Verfügung. 8.700 Unterschriften hatte die Initiative gesammelt, lediglich 3.300 wären – entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt – nötig gewesen. Christian Hader, einer der Sprecher der Bürgerinitiative Radentscheid freut sich vor allem, "dass der Oberbürgermeister die Fahrradstadt Bamberg zur Chefsache gemacht hat. Nun müssen wir das Label 'Fahrradstadt' gemeinsam mit Leben füllen. Wir wollen das zusammen mit der Stadt angehen und konstruktiv begleiten und wir glauben fest daran, dass das für die ganze Stadt Bamberg ein Gewinn sein wird."

Bereits heute ist Bamberg auf Platz 1 beim Radverkehr in Bayern. 30 Prozent aller innerhalb des Stadtgebietes zurückgelegten Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Keine andere Stadt oder Gemeinde in Bayern erzielt einen derartig hohen Wert. Deswegen hat Bamberg auch beantragt der "Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern" (AGFK) beizutreten. Eins sei klar, so Andreas Irmisch vom Radentscheid Bamberg: "Wenn ich Fahrradabstellplätze und Fahrradwege schaffe, ernte ich Radverkehr." Man könne jetzt schon stolz auf das erreichte sein und müsse jetzt den Mut haben Neues anzupacken, ergänzt Oberbürgermeister Starke.

Der Begriff "Fahrradstadt Bamberg" soll zukünftig den Begriff "Radentscheid Bamberg" in der öffentlichen Kommunikation weitgehend ablösen. "Keine Kommune in Bayern hat sich allein mit Geld die Fahrradfreundlichkeit erkauft. Vielmehr ist eine gesellschaftliche Grundströmung erforderlich und kreative, engagierte Menschen die sich für den Radverkehr einsetzen," so Baureferent

Quelle: Stadt Bamberg am 06.03.2018

Bayern: Sorgen und Wünsche der Würzburgerinnen und Würzburger sind der Ausgangspunkt bei der Erstellung des Masterplans "Green City"

Nach einer Online-Befragung, wie sich die städtische Luft- und Lebensqualität durch ein ökologisch sinnvolles Maßnahmenbündel steigern lassen, veranstaltete die Stadt Würzburg mit ihren Projektpartnern eine Kick-Off-Veranstaltung im Friedrich-Koenig-Gymnasium. Auf den Weg zu geeigneten Maßnahmen und einer soliden Förderung durch den Bund hat sich der Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz starke Partner gesucht. Mit an Bord ist der Lehrstuhl für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung der Technischen Universität München, die Hochschule für angewandte Wissenschaft Würzburg-Schweinfurt mit dem Institut für angewandte Logistik (IAL) und die Siemens AG, die in Sachen umweltorientierte Verkehrssteuerung berät.

Alle Experten lieferten Impulsreferate, die auch vor Visionen und langfristigen Perspektiven nicht zurückschreckten. So zeigte beispielsweise Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt vom IAL in seiner kompakten Präsentation das Bild einer Lastenstraßenbahn, die Waren in kleine E-Fahrzeuge umlädt. Auf der sogenannten "letzten Meile" brauche es bessere Lösungen als drei oder vier Paketdienste, die gleichzeitig und womöglich mehrfach erfolglos versuchen mit Diesel-Kleinlastern ihre Kundschaft in der Innenstadt zu erreichen. Zentrale Depots für Waren könnten in Zeiten eines boomenden E-Commerce eine merkliche Verbesserung bringen. Die Zustellung auf den letzten Metern könnte in vielen Fällen auch durch Lastenräder und Muskelkraft erfolgen.

Die weiteren Themeninseln behandelten folgende Themenschwerpunkte: Vernetzung im öffentlichen Nahverkehr, Digitalisierung, Elektromobilität, sowie Fuß- und Radverkehr / Parkraummanagement / Mobilitätsmanagement. Das Team der Stadtverwaltung nahm nicht nur Anregungen entgegen; in den Klassenzimmern erläuterte man auch, welche Vorarbeiten in den einzelnen Bereichen schon geleistet sind. Gut vernetzte Mobil-Stationen, Car-Sharing-Modelle oder ein Fahrrad-Verleihsystem gingen beispielsweise in Würzburg bereits an den Start und müssten nun höchstens noch ausgebaut oder optimiert werden. In vielen Einzeldiskussionen ging es um die richtigen Anreizsysteme für den Umstieg auf umweltfreundlichere Transportmittel.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Der enorme Input wird nun sortiert. Experten-Workshops werden noch im März 2018 weiter daran arbeiten. Letztlich muss bis Juli eine konkrete Prioritätenliste erarbeitet sein über die der Würzburger Stadtrat entscheiden kann. Der Name des aufgelegten Bundes-Förderprogramms "Saubere Luft 2017-2020" unterstreicht, in welchem zeitlichen Rahmen man bereits spürbare Erfolge verzeichnen möchte. Auch die Bürgerschaft wird weiter mit genommen. Schon heute kann man sich den Klimamarkt am 28. April 2018 dick im Kalender eintragen. An diesem Tag gibt es auf dem Marktplatz ein Update. In der Zwischenzeit lohnt sich ein Blick auf www.wuerzburg.de/greencity.

Quelle: Stadt Würzburg am 09.03.2018

Bayern: Radverkehrskonzept im Rahmen des Mobilitätsplans "Murnau Mobil 2025" vorgelegt

Im Rahmen des Mobilitätsplans "Murnau Mobil 2025" wurde im Jahr 2017 ein Radverkehrskonzept entwickelt. Ziel des Mobilitätsplanes ist die Förderung einer nachhaltigen Mobilität und ein Baustein von diesem Ziel bildet die Förderung des Alltagsradverkehrs in Murnau. Um dies zu erreichen ist es wichtig ein Hauptroutennetz für den Alltagsverkehr zu entwickeln. Diese erste Ausarbeitung bildete auch die Grundlage für den Beitritt der Marktgemeinde in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen.

Das gesamte Radverkehrskonzept mit allen Anlagen steht allen Bürgerinnen und Bürgern nun zur Verfügung:

Quelle: Markt Murnau am Staffelsee am 31.03.2018

Brandenburg: Baustart für Radweg an der B 198 zwischen Gramzow (Uckermark) und der Autobahnanschlussstelle Gramzow

Der Bau des Radweges zwischen Gramzow und der Autobahnanschlussstelle Gramzow entlang der Bundesstraße B 198 kann beginnen. Die Gesamtbaukosten betragen knapp 660.000 Euro.

"153 Projekte stehen in diesem Jahr auf der Bauliste des Landes Brandenburg, eines davon ist der Radweg zwischen Gramzow und der A 11. Der Radweg bindet an vorhandene Radwege an. Mit den zusätzlichen 1,5 Kilometer wird die Verkehrssicherheit auf der kurvenreichen Straße erheblich verbessert. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden mehr als 200 Alleebäume neu gepflanzt", sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider zum Baustart.

Das Projekt umfasst den Neubau eines straßenbegleitenden Radwegs entlang der B 198 zwischen der Ortslage Gramzow und der zur Ortslage Hohengüstow gehörenden Bebauung südlich der Anschlussstelle (AS) Gramzow (A 11) mit einer Länge von rund 1,5 Kilometern.

Vom Bauanfang verläuft der Radweg auf einer Länge von 80 Meter auf der westlichen Seite der B 198 bis hinter die Zufahrt zum Gewerbehof und quert im Anschluss die B 198. Bis zum Bauende verläuft er auf östlicher Seite. Als Querungshilfe ist eine Mittelinsel für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen, die rund vier Meter breit ist. Die  Querungsanlage wird beleuchtet. Hier ist die Anordnung von zwei Solarleuchten vorgesehen. Im Zusammenhang mit dem Bau der Mittelinsel wird die Verlegung der vorhandenen Einmündung der Straße zum "Sportplatz" erforderlich. Diese wird auf einer Länge von 50 Meter neu gebaut. Am Ende der Baustrecke in Höhe der Ortshinweistafel Hohengüstow wird der Radweg an den vorhandenen Radweg angebunden. Auch für die Fledermäuse entlang der Trasse wird gesorgt, indem Ersatzhabitate errichtet werden.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 28.03.2018

Hessen: Gießen L 3359 - Neubau einer Radwegbrücke über den Flutgraben bei Heuchelheim

Die Radwegbrücke über den Flutgraben bei Heuchelheim entlang der Landesstraße 3359 auf Höhe der Heuchelheimer Seen kurz vor der Unterquerung der B 49 muss erneuert werden.

Der bestehende Holzüberbau der Brücke wird daher vollständig abgebrochen und durch einen Aluminiumüberbau als Fertigteil ersetzt. Auf der Brücke werden neue Aluminiumgeländer montiert. Diese Arbeiten sind für den 4. April 2018 vorgesehen. Die Kosten für diese Sanierung betragen rund 50.000 Euro.

Quelle: Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement - Westhessen am 29.03.2018

Hessen: Main-Kinzig - Vorgreifende Untersuchungen im Rahmen der Planung eines Radweges an der L 3209 zwischen Frankfurt a. M. / Bergen-Enkheim und Maintal/Bischofsheim

Im Rahmen der Sanierungsoffensive des Landes Hessen soll das Radwegenetz an Landesstraßen in Hessen erweitert werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Neubau eines Radweges entlang der L 3209 zwischen Frankfurt/Bergen-Enkheim und dem Maintaler Stadtteil Bischofsheim auf einer Länge von ca. 3 km geplant.

Hierfür werden verschiedene vorgreifende Untersuchungen erforderlich. So erfolgen derzeit beispielsweise Bestandserfassungen der Fauna und Flora für diesen Streckenabschnitt. Der Schutz von Natur und Landschaft ist ein wichtiges Anliegen des Landes Hessen.

Daten über Pflanzen- und Tierbestände sind daher wichtige Grundlagen für ökologische Planungen. Dementsprechend wird eine Kartierung für Flora und Fauna im Rahmen der Voruntersuchung durchgeführt. Die Vermessungsarbeiten sind bereits erfolgt. Baugrunduntersuchungen stehen noch an.

Für die Verkehrsteilnehmer sind während dieser Vorarbeiten keine nennenswerten verkehrlichen Einschränkungen zu erwarten.  

Bevor jedoch mit den eigentlichen Bautätigkeiten begonnen werden kann, muss zunächst ein entsprechendes Baurechtsverfahren durchgeführt werden. Mit der Baurechtschaffung ist wiederum ein hoher Zeitaufwand verbunden.

Zur Dauer der weiteren Verfahrensschritte und damit zu einem möglichen Baubeginn können zum jetzigen -noch sehr frühen Zeitpunkt - noch keine exakten Angaben getroffen werden.

Planung und Baudurchführung eines weiteren Radwegeabschnitts zwischen Maintal/Bischofsheim und Maintal/Hochstadt erfolgen durch die Stadt Maintal. Download: L3209_Radweg_Bergen-Enkheim_-_Maintal-Bischofsheim.JPG

Quelle: Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement - Mittelhessen am 15.03.2018

Hessen: Rheingau-Taunus - B 42 - Bau des Geh- und Radwegs zwischen Rüdesheim und Assmannshausen

Notwendig wurden Arbeiten im März 2018, die Mitte Februar 2018 aufgenommen wurden, durch anstehende Ertüchtigungsarbeiten an einer Stützwand der Deutschen Bahn. Bei den Arbeiten an der zu sichernden Bahn-Stützwand wurden im Vorfeld nicht bekannte kompakte Felsschichten erbohrt, was den kalkulierten Bohrfortschritt verlangsamt.

Des Weiteren stehen in einigen Bereichen klüftige Bodenschichten an, dies  erschwert das Verpressen der Pfähle und verlängert damit die Verpresszeiten. Zusammen mit der extremen Kälte Ende Febuar ist deshalb das geplante Bauende 18.03.2018 nicht mehr zu halten.

Nach Abschluss der Stützwandarbeiten kann der Weiterbau des rund 500 m langen Teilstücks des Geh- und Radwegs erfolgen.

Quelle: Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement - Rhein-Main am 13.03.2018

Hessen: Radentscheid Frankfurt formuliert Forderungen und sucht Mitstreiterinnen und Mitstreiter - Ab 4. April 2018 werden Unterschriften gesammelt

Eine Gruppe Frankfurter Bürger*innen, die sich für die Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur in der Stadt engagieren möchten die Lebensqualität aller Frankfurter*innen verbessern und die Stadt lebenswerter machen.

Vision: jeder Mensch in Frankfurt, ob 5 oder 85 Jahre alt, soll die Möglichkeit haben, sicher, zügig und ohne Angst seine Wege in Frankfurt mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dazu braucht es eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik und vor allem mehr gute Radwege und sicher gestaltete Straßen. Hier geht es zu den 8 Frankfurter Fahrrad Forderungen.

Wie soll das erreicht werden? Es wird ein Bürgerentscheid angestrebt. Das bedeutet, dass alle wahlberechtigen Bürger*innen Frankfurts aufgerufen werden sollen, im Wahllokal dafür oder dagegen zu stimmen.

Einen Bürgerentscheid erreicht man durch ein Bürgerbegehren: das bedeutet unter anderem, dass mindestens 3 Prozent der Wahlberechtigten den Bürgerentscheid mit ihrer Unterschrift beantragen. Ab dem 4. April 2018 werden dafür Unterschriften gesammelt.

Quelle: Radentscheid Frankfurt am 03.03.2018

Mecklenburg-Vorpommern: Radwegneubau auf ehemaligen Bahndamm zwischen Mallin und Wulkenzin (letzte Lücke zwischen Klein Lukow [Stadt Penzlin] und der Gemeindegrenze Mallin/Wulkenzin)

Der neue Radweg entsteht auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen den Gemeinden Mallin und Wulkenzin. Von Penzlin bis Mallin ist dort bereits ein neugebauter Radweg vorhanden. Von Wulkenzin bis Neubrandenburg gibt es einen straßenbegleitenden Radweg entlang der B 192.

Mit dem neuen Radweg wird die letzte Lücke des Radwegs zwischen Klein Lukow (Stadt Penzlin) und der Gemeindegrenze Mallin/Wulkenzin geschlossen. Somit wird eine durchgehende verkehrssichere Verbindung zwischen Penzlin und Neubrandenburg geschaffen. Der Radweg dient vordringlich dem Alltagsradverkehr.

Die Gesamtlänge des Radwegs, der in Asphaltbauweise errichtet wird, beträgt 1,5 Kilometer. Ein Abschnitt von 300 Metern wird in einer Ausbaubreite von 3,5 Metern hergestellt, um die Befahrung für anliegende landwirtschaftliche Grundstücke zu ermöglichen.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung fördert die Maßnahme aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) mit 180.750 Euro. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 268.000 Euro.

Voraussichtlich werden Ende Juni 2018 die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 28.03.2018

Mecklenburg-Vorpommern: Radwegneubau bei Neubrandenburg entlang der Kreisstraße MSE 35 zwischen Neubrandenburg und dem Ortsteil Lindenhof der Stadt Burg Stargard

Bei der Maßnahme handelt es sich um den ersten von zwei Bauabschnitten des künftig ca. 3,5 Kilometer langen straßenbegleitenden Radwegs entlang der Kreisstraße MSE 35 vom Ortsausgang Neubrandenburg bis zum Stadtzentrum von Burg Stargard. Die Kreisstraße weist zwischen Neubrandenburg und Lindenhof eine hohe Verkehrsbelastung von mehr als 5.000 Kraftfahrzeugen am Tag auf und hat eine relativ unübersichtliche Streckenführung. Der Neubau des Radwegs, der vor allem dem Alltagsradverkehr dient, ist zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dringend erforderlich.

Die Gesamtlänge des ersten Bauabschnitts beträgt 825 Meter. Der Radweg wird 2,5 Meter breit in Asphaltbauweise errichtet. Als Ausgleichsmaßnahme wurden 63 Alleebäume an zwei Standorten gepflanzt.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung fördert den Landkreis aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) mit 135.000 Euro. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 212.000 Euro.

Voraussichtlich Ende Juni 2018 werden die Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt des Radwegs ist in Planung.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 29.03.2018

Niedersachsen: Projekte zur Stärkung des Radverkehrs in Nordhorn

Die Stadt Nordhorn plant in diesem und den kommenden Jahren die Umsetzung zahlreicher Projekte, die sich positiv auf den Klimaschutz auswirken sollen. Der Fokus soll dabei auf Projekten zur Stärkung des Radverkehrs liegen.

Zwischen 20 und 50 Prozent liegen üblicherweise die Fördersätze, die Land, Bund und Europäische Union für Maßnahmen zum Klimaschutz bereitstellen. Die übrigen Kosten der jeweiligen Maßnahmen trägt die Stadt Nordhorn aber selbst. Im Zentrum der Bemühungen soll dabei in den kommenden Jahren das Radverkehrskonzept stehen, das 2017 vom Rat beschlossen wurde. 

Wie beim bereits 2014 beschlossenen Klimaschutzkonzept soll diesmal erneut eine Klimaschutzmanagerin beziehungsweise ein Klimaschutzmanager eingestellt werden, diesmal mit dem Schwerpunkt Mobilität. Er oder sie soll die Umsetzung der im Radverkehrskonzept skizzierten Maßnahmen aktiv begleiten. Voraussetzung für die Einrichtung der Stelle ist die Zusage entsprechender Fördermittel des Bundesumweltministeriums. Ein entsprechender Antrag wurde auf Beschluss des Nordhorner Rates bereits gestellt.

Das Radverkehrskonzept beinhaltet zahlreiche Vorschläge, wie das Radfahren und damit die klimafreundliche Mobilität in Nordhorn noch attraktiver gemacht werden kann. Das betrifft zum Beispiel die Verbesserung von Radwegen, Abstellmöglichkeiten, Kreuzungsbereichen und Kreisverkehren. 

So wird beispielsweise aktuell die Verkehrsführung am Radweg entlang des Nordhorn-Almelo- und Verbindungskanals optimiert. Der Radverkehr erhält hier Vorfahrt. Für diese Maßnahme wurde Nordhorn kürzlich mit dem dritten Platz beim Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet. Eine weitere geplante Maßnahme ist die Verbesserung der Radverkehrsführung am Kreisverkehr Ootmarsumer Weg. Auch an der Klimaschutzaktion „Stadtradeln“ wird Nordhorn gemeinsam mit Bad Bentheim wieder teilnehmen. Der Aktionszeitraum ist in diesem Jahr vom 25. Mai bis 14. Juni. 

Quelle: Stadt Nordhorn am 01.03.2018

Nordrhein-Westfalen: Aktionsplan Nahmobilität NRW - 13 Millionen Euro für 118 Fußgänger- und Radfahrerprojekte

Um die Nahmobilität in Nordrhein-Westfalen zu verbessern, werden in diesem Jahr landesweit 118 neue Projekte gefördert. Im Rahmen des Aktionsplans Nahmobilität stellt das Verkehrsministerium hierfür insgesamt 12,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zuzüglich der kommunalen Investitionsmittel steigt das mögliche Bauvolumen damit auf etwa 20 Millionen Euro.

Anlässlich der Veröffentlichung des Förderprogramms sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst: "Eine gut funktionierende Nahmobilität macht unsere Städte und Gemeinden lebenswerter. Schon heute werden in Deutschland mehr als ein Drittel aller Wege mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt. Diesen Anteil wollen wir weiter steigern. Wenn unsere Rad-und Fußwege besser werden, können noch mehr Autos stehen bleiben. Das entlastet die Straßen und schont die Umwelt."

Mit dem Programm werden nicht nur Rad- und Gehwege sowie Fahrradabstellanlagen gefördert, sondern auch die Digitalisierung in der Nahmobilität, Wegweisungssysteme, Öffentlichkeitsarbeit und diverse Serviceangebote wie Ladestationen für Pedelecs. Neben der Finanzierung der neuen Fördervorhaben stehen auch über drei Millionen Euro zur Weiterfinanzierung der laufenden Maßnahmen zur Verfügung. Insgesamt sind im Landeshaushaltsplan 16,1 Millionen Euro Kassenmittel ausgewiesen. Das ist eine Steigerung um eine Million Euro gegenüber dem Vorjahr.

Die Radschnellwegprojekte in Nordrhein-Westfalen werden gesondert gefördert, denn sie müssen zunächst von den Regionalräten beschlossen werden. Nähere Details hierzu werden Mitte des Jahres bekanntgegeben.

Neben den kommunalen Projekten investiert das Land NRW in die Rad- und Fußwege an Landesstraßen 12,4 Millionen Euro. Das sind fünf Millionen Euro mehr, als im letzten Jahr umgesetzt wurden.

Die 118 neuen Vorhaben zur Förderung der kommunalen Nahmobilität 2018 finden Sie hier.

Quelle: Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 26.03.2018

Nordrhein-Westfalen: Stadt Dortmund errichtet erste Dauerzählstelle für den Radverkehr

Bis zu 1.000 Fahrräder täglich: Das ist die erste Bilanz der Dauerzählstelle für den Radverkehr am Radweg nördlich der Schnettkerbrücke an der Dorstfelder Allee. Ziel der Stationen ist es, die Auslastung des Weges zu überprüfen.

An den Zählstellen soll an 365 Tagen im Jahr die Zahl der Radfahrer auf dem Weg erfasst werden. Die so gewonnenen Daten dienen als Grundlage für weitere Planungen im Bereich Radverkehr.

Die Förderung der Nahmobilität und insbesondere des Radverkehrs ist zentrales Ziel im "Masterplan Mobilität 2030" der Stadt Dortmund. Denn 59 Prozent der Wege unter fünf Kilometern, für die heute zum großen Teil der Pkw benutzt wird, können zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Wenn dies geschieht, senkt das die Verkehrsbelastung auf den Straßen, und vermindert die negativen Begleiterscheinungen des motorisierten Verkehrs - wie Lärm- und Schadstoffemissionen.

"Die Einrichtung der Dauerzählstelle für Radverkehr an der Hauptradverbindung zwischen Innenstadt und Technischer Universität ist ein Baustein im gesamtstädtischen Netzwerk zur Radverkehrsförderung. Das zeigt beispielhaft, dass wir die Förderung des Radverkehrs seit langem vorangebracht haben – lange vor dem Urteil zu Dieselfahrverboten", erklärt Planungsdezernent Ludger Wilde.

Für die Zukunft ist es geplant, die Strecke in den Radschnellweg Ruhr (RS1) einzubinden, der von Duisburg über Dortmund nach Hamm verlaufen soll.

"Für die bauliche Umsetzung der Dauerzählstelle war das Baudezernat zuständig - auf der Grundlage der Arbeit der Planungsverwaltung", ergänzt Baudezernent Martin Lürwer. "Die Errichtung der Dauerzählstelle ist somit ein Beispiel für das bewährte Ineinandergreifen von Bau- und Planungsverwaltung, um den Radverkehr voranzubringen."

19.000 Radfahrer während des Testbetriebes: Die Dauerzählstelle "Schnettkerbrücke" besteht aus einem Zählgerät mit Detektoren, die die Fahrräder richtungsgetrennt erfassen. Die tägliche Zahl der Radfahrer und die Jahressumme werden vor Ort auf einer Displaysäule angezeigt. Zusätzlich kann die Zahl des Vortages und die Jahressumme auch online abgefragt werden .

"Die bisherigen Daten der Zählstelle, die seit dem 23. Januar 2018 in Betrieb ist, zeigen deutlich, dass der Radweg über die Schnettkerbrücke eine wichtige Verbindung für den Pendelverkehr ist", so Fabian Menke, Radfahr- und Fußgängerbeauftragter. "Denn die Radfahrer-Frequenz ist an dieser Stelle am Wochenende deutlich geringer als in der Woche."

Während des Testbetriebs wurden trotz des winterlichen Wetters bis zum 2. März 2018 bereits über 19.000 Fahrräder registriert. Am 24. Januar 2018 wurde mit über 1.000 Fahrrädern am Tag der bisherige Spitzenwert gemessen.

"Wir werden weitere Zählstellen für den Radverkehr einrichten", freut sich Winfried Sagolla, Bereichsleiter Mobilitätsplanung im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. "Jedoch nicht alle mit Display, auf dem sich die gezählten Radfahrer sofort vor Ort ablesen lassen." Die Zählwerte sind dann online verfügbar.

Weitere Informationen zur Dauerzählstelle Radverkehr und die tägliche Zahl der Radfahrer.

Quelle: Stadt Dortmund am 02.03.2018

Nordrhein-Westfalen: Freigabe der Nordseite der Deutzer Brücke für den Zweirichtungs-Radverkehr in Köln

Vor Ostern haben wir einen Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt aus dem Herbst 2017 umgesetzt und die Nordseite der Deutzer Brücke für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben. Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer können nun direkt aus der Altstadt über die Deutzer Brücke in das Rechtsrheinische gelangen.

Die Strecke führt vom Heumarkt am Bahnhof Deutz vorbei bis zur Deutz-Mülheimer Straße und ist eine gute Alternative zur Hohenzollernbrücke. Vor der Freigabe führte der Weg vom Heumarkt nach Deutz nur über die Südseite der Deutzer Brücke. Bis zur Deutzer Freiheit mussten Radfahrende vier signalisierte Überwege und die Stadtbahngleise der Linien 1, 7 und 9 queren.

Auch die Erreichbarkeit der Deutzer Brücke vom Rheinufer ist jetzt erheblich einfacher: Konnte man die Deutzer Brücke bisher nur südlich des Maritim-Hotels über mehrere Überwege erreichen, kann sie jetzt zügig ohne Ampelüberwege über die Markmannsgasse befahren werden. Die Deutzer Brücke wird bisher im Schnitt täglich von bis zu 7.000 Radfahrenden genutzt, davon nutzen etwa drei Viertel die Südseite der Brücke. Wir erwarten kurz- bis mittelfristig bis zu 10.000 Radfahrerinnen und Radfahrer täglich und rechnen dort langfristig mit deutlich mehr Radfahrenden.

Weitere Radverkehrsmaßnahmen der Stadt Köln sind hier zu finden.

Quelle: Stadt Köln am 28.03.2018

Nordrhein-Westfalen: RS1 Radschnellweg Ruhr - Planungen bereiten Baustart in Dortmund für 2019 vor

Mit einer Planungsvereinbarung zwischen der Stadt Dortmund und dem Landesbetrieb Straßen.NRW kann der Vergabeprozess für die Trasse auf Dortmunder Stadtgebiet nun beginnen. 2018 sieht man vor die Planung für die gesamte Strecke auf Dortmunder Stadtgebiet zu vergeben.

Einen ersten Teilabschnitt plane die Stadt bereits selbst: Im März soll die Entwurfsplanung für die Strecke vom Südfriedhof bis zur Ruhrallee voraussichtlich fertiggestellt werden. Spätestens im Frühjahr 2018 soll dann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Grundsätzlich legt die Planungsvereinbarung fest, dass die Stadt die Vorentwurfs- und Entwurfsplanung für den Radweg auf ihrem Gebiet komplett übernimmt. Während die Streckenabschnitte in der Baulast der Stadt vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt geplant werden, soll die Arbeit für die freien Strecken von Ingenieurbüros übernommen werden. Die Stadt Dortmund schreibt diese Arbeiten im Namen von Straßen.NRW aus und betreut die Büros.

Wie die Pressestelle der Stadt Dortmund berichtet, hatte der Landesbetrieb die betroffenen Städte im Ruhrgebiet gebeten, die Planungsabschnitte des Landes zu übernehmen, um den RS1 schnell realisieren zu können. Planungs- und Baukosten werden erstattet. Allein in Dortmund wechselt die Baulast zehn Mal zwischen Stadt und Land. Mit der Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NW Ende 2016 hatte das Land Radschnellwege in die Baulast des Landes übernommen. Sie sind damit Landesstraßen gleichgestellt. Die freien Strecken liegen vollständig in der Zuständigkeit des Landesbetriebes Straßen.NRW, die Ortsdurchfahrten sind von den Städten und Kreisen zu planen und zu bauen.

Quelle: Radschnellwege.nrw / AGFS NRW

Zur Originalmitteilung und weiteren Neuigkeiten zum Radschnellwegebau in NRW

Rheinland-Pfalz: Radweg Ruwer - Lückenschluss zwischen Moseltalradweg und Ruwer-Hochwald-Radweg

Die Stadt Trier Land erhält für den Ausbau des Radwegs Ruwer eine Zuwendung in Höhe von 401.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid versenden.

Mit dem Bau des Radwegs soll eine verkehrswichtige Lücke zwischen den beiden Premium-Radwegen des "Moseltalradwegs" und des "Ruwer-Hochwald-Radwegs" geschlossen werden. Das Projekt ist daher wichtiger Bestandteil der Radwegekonzeption der Stadt Trier. "Mit dieser Maßnahme leistet die Landesregierung einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Radtourismus in Rheinland-Pfalz", sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.

Der im Jahr 2009 fertig gestellte Ruwer-Hochwald-Radweg endet bislang in der Ortslage von Ruwer an der L 145. Dort müssen die ungeschützten Radfahrer/innen die schlecht ausgebaute Landesstraße in Richtung Trier nutzen. Diese Gefahrenstelle und das damit verbundene Sicherheitsrisiko sollen durch den Bau des neuen Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse der früheren Mosel- und Hochwaldbahn beseitigt werden.

Der gewählte Trassenverlauf für den Radweg Ruwer stellt eine attraktive, begrünte und eisenbahngeschichtlich interessante Radroute dar.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 14.03.2018

Rheinland-Pfalz: Rhein-Radweg im Zuge der Ortsdurchfahrt B 42 Kamp-Bornhofen ausgebaut

Der Rhein-Radweg ist nun noch besser befahrbar – und auch die Bewohner von Kamp-Bornhofen profitieren. Für 2,2 Millionen Euro wurde in der Ortslage ein eigener Radweg entlang der Bundesstraße 42 gebaut. Verkehrsstaatssekretär Andy Becht wies bei der Einweihung auf die steigende Bedeutung des Radverkehrs hin.

"Radfahrer können nun endlich sicher und ruhig durch Kamp-Bornhofen fahren. Das ist ein großer Gewinn für die Bewohner des Ortes wie auch für die Touristen, die auf dem Rhein-Radweg durch das schöne Mittelrheintal rollen", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht bei der Einweihung des Radwegs entlang der Bundesstraße 42 in Kamp-Bornhofen.

Der Bund hat rund 2,2 Millionen Euro in den 1,1 Kilometer langen Weg investiert. Der Landesbetrieb Mobilität Diez hat den Bau geplant und betreut. Mit der Fertigstellung des Wegs in Kamp-Bornhofen sei der Abschnitt Lahnstein bis Kestert nahezu durchgängig mit dem Rad gut befahrbar, sagte Becht.

"Das Land Rheinland-Pfalz arbeitet stetig an dem Ziel, ein landesweites Radwegenetz umzusetzen. Wir beschäftigen damit nicht nur den Landesbetrieb Mobilität, sondern nehmen auch Geld in die Hand", erklärte der Staatssekretär. Allein im vergangenen Jahr seien rund 8,5 Millionen Euro in den Radwegebau im Land geflossen. "Neben dem Radtourismus ist in den vergangenen Jahren die Rolle des Fahrrads im Alltagsverkehr immer wichtiger geworden", sagte Becht. "Das unterstützen wir natürlich."

Der neue Radweg in Kamp-Bornhofen ist Teil des Rhein-Radwegs, der zu den sieben Radfernwegen gehört, die in den großen Flusstälern in Rheinland-Pfalz verlaufen. Der Rhein-Radweg in Rheinland-Pfalz zieht sich insgesamt über 320 Kilometer links des Rheins entlang.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 14.03.2018
 

Rheinland-Pfalz: Bessere Radverbindungen für Rheinland-Pfalz - Land und VRRN wollen Pendlerradroute realisieren

Eine Pendlerradroute im Raum Oberrhein mit einer Radverbindung über die 2. Rheinbrücke Wörth steht auf der Agenda der Landesregierung ganz oben. In einem ersten Schritt wird jetzt eine Verbindung zwischen Mannheim, Ludwigshafen und Schifferstadt in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Darauf haben sich Verkehrsstaatssekretär Andy Becht und Ralph Schlusche, Direktor des Verbandes Region Rhein-Neckar (VRRN), in Mainz verständigt. Das Land wird 80 Prozent der Kosten tragen.

"Das Fahrrad ist für immer mehr Menschen ein wichtiges Verkehrsmittel. Wer Fahrrad fährt, hält sich gesund und schont die Umwelt. Der Landesregierung ist es daher wichtig, Fahrradfahrerinnen und –fahrern in Rheinland-Pfalz ein attraktives Angebot zu machen", sagte der Staatssekretär im Verkehrsministerium Andy Becht.

Der Oberrhein sei mit seiner hohen Bevölkerungsdichte und Wirtschaftskraft für eine Pendlerradroute wie geschaffen. Eine linksrheinische Route würde die rechtsrheinisch geplante Radschnellverbindung bis Heidelberg, die durch den VRRN bereits vorgestellt wurde, hervorragend ergänzen. Das Land Rheinland-Pfalz und der VRRN seien daher übereingekommen, mit einer Machbarkeitsstudie diesen Raum genauer zu betrachten, um Schritt für Schritt eine großräumige Radschnellverbindung zu ermöglichen“, sagten Staatssekretär Becht und VRRN-Verbandsdirektor Ralph Schlusche.

Das Land werde 80 Prozent der Kosten der Studie tragen, erklärte Becht. Zunächst soll nun eine bereits vorliegende Machbarkeitsstudie des VRRN für eine Radroute von Mannheim nach Schifferstadt aktualisiert werden. Dann soll der Raum bis nach Wörth untersucht werden. Einen weiteren Schub hat die Oberrhein-Radroute durch positive Signale aus dem Bundesverkehrsministerium erhalten. Demnach sei es eventuell möglich, dass ein Radweg über die 2. Rheinbrücke vom Bund gefördert werde. Dies geht aus einer Antwort des Bundesministeriums hervor. Verkehrsstaatssekretär Becht hatte sich zuvor mit seinem Kollegen aus Baden-Württemberg, Prof. Dr. Uwe Lahl, beim Bund für einen Radweg über die 2. Rheinbrücke Wörth eingesetzt.

In Rheinland-Pfalz hatte der Landesbetrieb Mobilität im Jahr 2014 eine Potentialanalyse zu Radschnellwegen vorgelegt, in der sieben Räume identifiziert wurden, in denen die Anlage von Pendler-Radrouten grundsätzlich sinnvoll erscheint.

Von den ermittelten sieben Korridoren bearbeitet das Land nun drei Routen prioritär: "Oberrhein zwischen Karlsruhe/Wörth und Worms", "Mainz – Ingelheim – Bingen", "Trier – Konz". Die bei diesen drei Projekten gesammelten Erfahrungen sollen dann bei den weiteren vier Korridoren der Potentialanalyse zur Anwendung kommen. Es handelt sich dabei um die Korridore Koblenz bis Neuwied und Boppard, Kaiserslautern – Landstuhl, Remagen/Linz – Bonn, Landau – Neustadt/Weinstraße.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 02.03.2018

Zur Originalpressemitteilung

Rheinland-Pfalz: 623.000 Euro für Ausbau des kombinierten Rad- und Gehwegs entlang des Rheinufers zwischen Neuwied und Engers

Die Stadt Neuwied erhält für den Ausbau des kombinierten Rad- und Gehwegs entlang des Rheinufers zwischen Neuwied und Engers eine Zuwendung in Höhe von 623.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid versenden. "Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag zu einer sauberen und gesunden Mobilität, wir stärken damit auch den Tourismus in der Region", so Wissing

Entlang des Rheinufers soll im Bereich des Engerser Feldes auf dem rund 2,7 Kilometer langen Abschnitt ein bereits vom Fuß- und Radverkehr genutzter Betriebsweg der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in einer Breite von 3,0 Metern ausgebaut werden.

Der Abschnitt entlang des Rheinufers im Zuge des Rheinradwegs ist Bestandteil der Planungskonzeption des Großräumigen Radwegenetzes (GRN) von Rheinland-Pfalz und besitzt als einer von sieben Radfernwegen eine herausragende Bedeutung. Dementsprechend ist die Verbindung auch in der kommunalen Radverkehrs-Netzplanung als Hauptroute herausgestellt.

Hauptsächlich aus touristischer Sicht erfreut sich eine rheinnahe Führung des Radverkehrs besonderer Beliebtheit. Aufgrund der moderaten Steigungsverhältnisse spricht ein gut ausgebauter Geh- und Radweg daher insbesondere auch Familien mit Kindern an.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 20.03.2018

Rheinland-Pfalz: Ausweisung zweier Radrouten im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Ausweisung zweier Radrouten im Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit 97.551 Euro. Dies teilte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing mit. Die zwei touristischen Themen-Radwege "Nationalpark-Radroute" und "Panoramatour auf dem Sonnenplateau" im Kreis Birkenfeld haben inklusive der Anbindung an Nahziele und das Radwegenetz eine Gesamtlänge von 187 Kilometern. Neben der Radwege-Beschilderung werden auch touristische Info-Tafeln aufgestellt.

"Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald bei ihrem Ziel, sich zu einer Premium-Region für den Radtourismus zu entwickeln. Die Region Hunsrück-Hochwald arbeitet hier über Verwaltungsgrenzen hinweg zusammen, um die Potenziale des Radtourismus zu erschließen. Und ich bin sicher: Hier werden sich die Gäste – ob auf dem Fahrrad, dem E-Bike oder dem Mountainbike – wohl fühlen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Die zwei touristischen Themen-Radwege "Nationalpark-Radroute (klein)" und "Panoramatour auf dem Sonnenplateau" in der Verbandsgemeinde Herrstein werden auf einem Gesamtstreckennetz von rund 187 Kilometern beschildert und mit touristischen Info-Tafeln versehen. Von den Projektkosten in Höhe von 132.378 Euro übernimmt das Land Rheinland-Pfalz 97.551 Euro und der Landesbetrieb Mobilität trägt die Kosten für die Wege entlang von Landes- und Bundesstraßen in Höhe von 17.612 Euro.

Für die Nationalpark-Radroute werden Lücken zwischen bestehenden Radwegen geschlossen, so dass eine 87 Kilometer lange Runde durch den gesamten Nationalpark entsteht. Davon führen 10 Kilometer durch das Saarland.

Die "Panoramatour auf dem Sonnenplateau" verläuft über insgesamt 43 Kilometer in der Verbandsgemeinde Herrstein und eignet sich besonders für E-Biker oder sportliche Radfahrerinnen und Radfahrer. Die Panoramatour fügt sich in das Radwegenetz zwischen Nahe und Hunsrück ein und wird auch angebunden an den Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg, den Nahe-Radweg und die Nationalpark-Rundtour.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 29.03.2018

Saarland: Saarland-Radweg neu in der 4-Sterne-Liga

Der Saarland-Radweg rückt in eine höhere Qualitätsstufe auf. Das haben Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und die Tourismus Zentrale Saarland (TZS) mitgeteilt. Bei der erneuten Zertifizierung durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) habe der Radweg sein Ergebnis von bisher drei auf vier Sterne verbessert. Die Maximalnote sind fünf Sterne.

Der Saarland-Radweg führt mit 356 Kilometern als längste saarländische Radroute durch abwechslungsreiche Landschaften entlang der Landesgrenze und ist damit einer der wichtigsten Radwege im Saarland. "Mit dieser Bewertung wird unser konsequentes Qualitätsmanagement belohnt", sagt die Ministerin. Sein hochwertiges touristisches Radwegenetz mache das Saarland attraktiv für auswärtige Aktivurlauber, leiste aber auch Beitrag zur Lebensqualität der Saarländerinnen und Saarländer. Die Aufstufung des Saarland-Radwegs sei "ein gutes Omen für die bevorstehende Urlaubssaison".

Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der TZS: "Wir freuen uns sehr, dass das Saarland nach dem Saar-Radweg nun auch mit dem Saarland-Radweg die 4-Sterne-Liga des ADFC Deutschland im Radtourismus erreicht hat." Das Qualitätsmanagement in den Bereichen Sicherheit, Befahrbarkeit und Wegweisung habe überzeugt. So wurden beispielsweise durch den Radwege-Unterhaltungstrupp des Landesbetriebs für Straßenbau Engstellen verbreitert, Hindernisse beseitigt, Verkehrsschilder ergänzt und Oberflächen ausgebessert.

Quelle: Verkehrsministerium am 01.03.2018

Sachsen: Elberadweg: Lücke zwischen Königsteiner Freizeitpark und Bad Schandau geschlossen

Rechtzeitig vor Ostern und dem Beginn der Radel-Saison wurde der Elberadweg zwischen dem Königsteiner Freizeitpark und dem Bahnhof in Bad Schandau nach einem Jahr Bauzeit freigegeben. Damit ist die insgesamt rund 2,4 Kilometer lange Strecke nun endlich durchgängig befahrbar.

"Der Elberadweg ist der wichtigste Radweg in Sachsen, aber auch deutschlandweit. Ich freue mich daher, dass wir jetzt den sehnlich erwarteten Lückenschluss zwischen Königstein und Bad Schandau geschafft haben. Um den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr landesweit nennenswert zu erhöhen, werden wir das Netz für den Alltags- und touristischen Radverkehr weiter ausbauen. Dabei sind wir auf einem guten Weg", sagt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig.

Seit April 2017 wurde die Engstelle auf dem alten Treidelpfad auf einer Länge von 820 Metern ausgebaut. Mittels Betonfertigteilen wurde eine Verbreiterung hergestellt, so dass jetzt durchgängig eine Radwegbreite von mindestens zwei Metern vorhanden ist.

Aufgrund der beengten Verhältnisse konnte der Radwegbau nicht konventionell bewerkstelligt werden, ohne in den Bahndamm oder die Uferbefestigung der Elbe einzugreifen. Die Unversehrtheit von Bahndamm und Uferbefestigung war eine Bedingung aus dem Baurechtsbeschluss. Zusätzlich bestand die Herausforderung darin, den Ansprüchen des Hochwasserschutzes, Naturschutzes und Denkmalschutzes gerecht zu werden.

Trotz erfolgter Freigabe sind im Nachgang noch einige Restarbeiten wie die Anbindung an den Fähranleger Bad Schandau, das Aufbringen der Markierung und das Anbringen der Reflektoren erforderlich. Dies wird jedoch ohne erneute Sperrung erfolgen. Die Gesamtkosten für den 2. Bauabschnitt zum Lückenschluss Königstein bis Bad Schandau belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Anfang Mai 2018 ist ein gemeinsames Anradeln mit dem Minister, den Bürgermeistern und dem Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V. geplant.

Laut Travelbike-Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) war der Elberadweg 2017 zum 14. Mal in Folge die beliebteste Route der Radreisenden in Deutschland.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 29.03.2018

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31. März 2018
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