Sie sind hier

Dezember 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Landkreis Karlsruhe - Radverkehrsförderung im Verwaltungsausschuss des Kreistags

Vor dem Hintergrund seiner Bemühungen um den Klimaschutz und zunehmend überlasteter Straßen unternimmt der Landkreis Karlsruhe eine Vielzahl von Anstrengungen, um die Rolle des Fahrrades als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel zu stärken. Auf welchen verschiedenen Ebenen die Kreisverwaltung den Radverkehr konkret fördert, wurde dem Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung vom 7. Dezember 2017 vorgestellt.

Das Potenzial als echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr hat das Fahrrad insbesondere bei der Fahrt zur Arbeit und Schule allemal: Studien belegen, dass Kurzfahrten bis sechs Kilometer die Hälfte am Gesamtverkehr ausmachen. Solche Entfernungen sind prädestiniert für den Radverkehr. Unterstellt man bei Pedelecs einen Aktionskreis von zehn Kilometerm, steigt der Anteil gar auf 75 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat berechnet, dass jeder Radkilometer durch weniger Lärm, CO2 und Feinstaub 12,5 Cent an Gesundheitskosten spart und somit auch die Lebensqualität steigert. Volkswirtschaftlich gesehen kann man die Kosteneinsparungen je Kilometer bei mehr als dem doppelten veranschlagen. Daneben kommt dem Radeln im Hinblick auf den Tourismus und die Fahrrad- und Sportartikelbranche eine wichtige Rolle zu und schont bei gleicher Fahrtdauer den eigenen Geldbeutel.

Um den Radverkehr zu fördern braucht es ein fahrradfreundliches Radverkehrssystem. Dazu gehören nicht nur gut ausgebaute Wege, sondern auch allgemeine radverkehrsfreundliche Rahmenbedingungen und insbesondere ein Bewusstsein, das das Fahrradfahren als selbstständiger Teil der Mobilität in die Wahrnehmung der Menschen rückt. Um planmäßig vorzugehen, hatte der Kreistag im Jahr 2010 ein Radverkehrskonzept beschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen, in deren Trägerschaft sich die meisten Radwege und Aktionen befinden. Finanziell fördert der Landkreis Radwege entlang der Kreisstraßen außerhalb der Ortsdurchfahrten; im Zuge von Neubau- oder Ausbaumaßnahmen wird stets ein Augenmerk auf die Erforderlichkeit von Radwegen gelegt. Beim neuen Landesprojekt zur Einrichtung von Radschnellwegen - drei bis vier Meter breite und möglichst kreuzungsfreie Wege, die vor allem Berufspendler nutzen sollen – arbeitet der Landkreis mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein an einer Machbarkeitsstudie für drei solcher Wege auf den Achsen Söllingen–Karlsruhe–Wörth, Leopoldshafen-Karlsruhe-Rastatt und Ettlingen-Karlsruhe-Stutensee mit der Option einer Verlängerung bis nach Bruchsal. Einer ständigen Überprüfung und Verbesserung wird das Radverkehrssystem im Landkreis unterzogen. Insbesondere konzeptionell, radtouristisch, netz- sicherheits- und beschilderungstechnisch hat sich der Landkreis Karlsruhe seit 2009 stark weiterentwickelt. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel begrüßte, dass eine Reihe von Städten und Gemeinden mittlerweile eigene Radverkehrskonzepte auf den Weg gebracht haben. Er informierte, dass die Verwaltung derzeit an der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes arbeitet und kündigte an, dieses im Frühjahr zur Beratung in die Gremien einzubringen.

Quelle: Landratsamt Karlsruhe am 08.12.2017

Baden-Württemberg: Verbände beklagen schleppende Ausweisung von Mountainbikestrecken

In einer kürzlich von Minister Hauk beantworteten kleinen Anfrage der FDP/DVP Fraktion zum Umsetzungsstand der Mountainbikestrecken im Land offenbart sich das Scheitern des Konzeptes, einzelne Wege für Mountainbiker auszuweisen. So sind, nach Bereinigung der Zahlen, vier Jahre nach Vorstellung des Mountainbike-Handbuchs gerade einmal 185 Kilometer schmaler Wege im Wald zum Radfahren ausgewiesen. Seit 2015 bewegt sich der Zuwachs nur um magere 35 km. Damit ist die Zielvorgabe, 850 km alleine im Schwarzwald auszuweisen, kläglich gescheitert.

Bei den vom MLR vorgelegten Zahlen handelt es sich nicht nur um schmale Wege. Aus Tauberbischofsheim wurden 40 km Trails gemeldet, die in der Realität breite Forststraßen sind. Aus Göppingen ist ein Projekt berücksichtigt, dessen Genehmigungsverfahren seit längerem stillsteht. Obwohl die FDP/DVP nach einer Unterscheidung hinsichtlich der Wegbreite gefragt hatte, wurden fast überall auch Wege erfasst, die zwar naturbelassen sind, aber breiter als 2 Meter. In der Konsequenz müssten die Zahlen daher nochmals deutlich nach unten korrigiert werden, was schmale Wege betrifft.

Auch die zukünftig geplanten Projekte, die das MLR anführt, erreichen nicht die Zielvorgabe, nach der 10 Prozent der beschilderten Mountainbike-Routen im Land schmale Wege sein sollten. Auch ist zu erwarten, dass viele der Wege im Abstimmungsprozess wieder gestrichen werden. So zeigt die kleine Anfrage auch, dass das Pilotprojekt Gipfeltrail im Schwarzwald an der eigentlichen Zielgruppe vorbeigeplant wurde, weil es nicht gelungen ist, attraktive Wege genehmigungsseitig eingebunden zu bekommen.

Die Landesregierung ist aufgefordert, das Scheitern des Konzeptes einzugestehen und die im "Fahrradland Baden-Württemberg" einzigartige Diskriminierung der Radfahrer aufzuheben. Der Eiertanz um die 2-Meter-Regel, an deren Wirksamkeit nur noch an Stammtischen geglaubt wird, lässt die Politik immer unglaubwürdiger werden. Dabei wäre gerade eine offenere Haltung zum Thema Mountainbike wichtig, um den ländlichen Raum für junge Menschen attraktiv zu halten.

Auch Gäste reisen lieber in Destinationen, die auf eine Freigabe aller Wege setzen und die verfügbaren Gelder nutzen, um zusätzliche MTB Angebote zu schaffen. So zeigt eine Region, dass Mountainbiker wirklich willkommen sind.

Hintergrund: Nach dem Bundeswaldgesetz ist das Radfahren auf allen Straßen und Wegen erlaubt. Baden-Württemberg schränkt dies im §37.3 Landeswaldgesetz als einziges Bundesland auf Wege über 2 m Breite ein.

Die Regelung wird von einheimischen Radfahrern seit Bestehen in der Praxis ignoriert, was durch Studien aufgezeigt und selbst im aktuellen Magazin des Schwarzwaldvereines eingestanden wird. Der Mountainbikesport wird durch diese Gesetzgebung in der Illegalität gedrängt. Das Verbot bereitet nicht nur Probleme für Lehrkräfte und der Jugendarbeit der Vereine. Auch für den Tourismus, der keine attraktiven Strecken anbieten kann, stellt dies ein Problem dar.

Die Radverbände forderten 2014 in einer Petition mit 58.000 Unterschriften die Landesregierung auf, diese unnötige Regelung zu streichen. Die Landesregierung folgte aber dem Druck von Waldbesitzer-, Jagd- und Wanderverbänden das Pauschalverbot beizubehalten. Im Gegenzug sollten großzügig schmale Wege zum Radfahren ausgewiesen werden.

Als Zielvorgabe wurden 850 km schmale Wege unter 2 m Breite alleine im Schwarzwald auszuweisen formuliert. 80 km davon waren bereits im Bestand, 70 km kamen bis 2015 dazu. Dass diese Zahlen den Bedarf nicht annähernd decken, zeigt ein Vergleich mit den 85.000 km Forststraßen im Land, die in erster Linie für den Forstbetrieb angelegt wurden. Die bestehenden, aber für Radfahrer verbotenen Wege unter 2m Breite dürften mehrere 10.000 km Gesamtlänge haben.

Die Radverbände fordern weiterhin die Abschaffung des Pauschalverbotes der 2-Meter-Regel und nur an solchen Brennpunkten Lenkungsmaßnahmen zu treffen, wo dies fachlich geboten ist. Im „Forum Erholung und Wald“ konnte eine Annäherung der Spitzenverbände erreicht werden. Die Kampagne "Gemeinsam Natur erleben" im Schwarzwald zeigt, dass Konflikte in der Landesfläche nicht existieren.

Kleine Anfrage zum Umsetzungstand 2017

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Deutsche Initiative Mountain Bike e.V. in Kooperation mit ADFC Baden-Württemberg e.V, Württembergischer Radsportverband e.V. und Badischer Radsportverband e.V. am 01.12.2017

Baden-Württemberg: Neckarvorland in Mannheim wird barrierefrei zugänglich

Das Neckarvorland kann nun im Bereich zwischen der Alphornstraße und der Diesterwegstraße über einen barrierefreien Zugang erreicht werden und verbindet somit die Neckarstadt-West mit der grünen Uferlandschaft des Neckars. Die neue Rampe wurde am 21. Dezember 2017 feierlich eingeweiht. Der neu konzipierte, barrierefreie Weg führt nun mit einem geringen Gefälle von durchgängig rund drei Prozent und einer Breite von 2,50 Meter an den Neckar und ist vielseitig nutzbar. Ob als barrierefreier Zugang, als Zufahrt für Radfahrer oder als Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, die Lebensqualität wird sich hierdurch weiter erhöhen. Die Stadt Mannheim investierte für dieses Projekt rund 540.000 Euro.

"Mit den nun abgeschlossenen Arbeiten zur Herstellung der barrierefreien Rampe" erklärt Christa Backhaus-Schlegel, Leiterin des Fachbereich Tiefbaus, "kann der langjährige Wunsch der Bevölkerung der Neckarstadt-West zur direkten Verbindung des Neckarvorlands mit der Neckarstadt endlich erfüllt werden." Die Arbeiten sahen vor, dass ein steiles Gefälle zu vermeiden war.

Die barrierefreie Rampe ist nun ein erster Schritt zur Steigerung der Lebensqualität. Das Neckarvorland soll im Zuge einer Nutzungskonzeptionierung durch Landschaftsarchitekten in einem kooperativen Verfahren, welches von der MWSP koordiniert wird, eine noch intensivere Betrachtung erfahren. Auf dieser Grundlage und auch unter Einbindung der Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozess unter Federführung des Quartiersmanagements, sollen voraussichtlich im Sommer 2018 erste Realisierungen sichtbar werden. Auf diese Weise soll sich das Neckarvorland Schritt für Schritt zu einem Erlebnis-, Sport- und Begegnungsraum nicht nur für die Neckarstadt-West sondern für ganz Mannheim entwickeln. Achim Judt, Geschäftsführer der MWSP, fügt an: "Der barrierefreie Zugang ist nötig und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem qualitativeren Neckarvorland. In 2018 sollen weitere Maßnahmen folgen und das Neckarvorland noch aktiver bespielt und genutzt werden."

Quelle: Stadt Mannheim am 21.12.2017

Bayern: Neuer Fuß- und Radweg von Dechsendorf nach Röhrach - Gemeinschaftsmaßnahme des Freistaats und der Stadt Erlangen

Im Nordwesten von Erlangen ist heuer ein neuer Fuß- und Radweg von Dechsendorf nach Röhrach gebaut worden. Die neue Strecke ist eine Gemeinschaftsmaßnahme des Freistaats und der Stadt Erlangen. Rund 700 Meter hat der Freistaat auf eigene Kosten errichtet, mehr als ein Kilometer die Stadt Erlangen. "Der Freistaat Bayern fördert den staatlichen Abschnitt mit rund 340.000 Euro", hat Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann bekannt gegeben. "Das Geld ist gut angelegt. Auf der viel und schnell befahrenen Strecke sind täglich 8.700 Fahrzeuge unterwegs. Der neue Geh- und Radweg erhöht die Verkehrssicherheit für die Fußgänger und Radler erheblich." Die Gesamtkosten für den neuen Fuß- und Radweg betragen rund 1,1 Millionen Euro.

Wie Herrmann weiter mitteilte, ist die neue Strecke jedoch nur ein Teil der Gesamtplanungen: "Wir wollen in Mittelfranken das Radwegenetz weiter stark ausbauen. Als nächstes Förderprojekt steht die Verbindung von Neunhof nach Eschenau entlang der Staatsstraße 2240 zwischen der Stadt Lauf a.d.Pegnitz und Markt Eckental an."

Herrmann will mit dem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 das Fahrradfahren attraktiver machen. "Wir wollen den Radverkehrsanteil an den Personenfahrten verdoppeln, von derzeit zehn Prozent bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent. Dafür nehmen wir viel Geld in die Hand", so Herrmann. Im Zeitraum von 2015 von bis 2019 sollen rund 200 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel in den Radwegebau an Bundes- und Staatsstraßen investiert werden.

Quelle: stmi Bayern am 12.12.2017 

Berlin: Gesetzentwurf für Mobilitätsgesetz sieht lückenloses Radverkehrsnetz vor

Vorgeschrieben wird im Gesetzentwurf "Teil Radverkehr" ein Radverkehrsnetz auf Haupt- und Nebenstraßen, das lückenlose Verbindungen ermöglicht. Dieses Radverkehrsnetz wird eine neue Qualität haben. Es wird aus sicheren Radwegen an Hauptstraßen bestehen, die breit genug zum Überholen sind. Dort, wo es möglich und sinnvoll ist, sollen geschützte Radstreifen geschaffen werden. Dadurch wird der Radverkehr sicherer, und es werden Menschen zum Fahrradfahren motiviert, die sich bisher nicht trauen, in Berlin Fahrrad zu fahren.

Das Mobilitätsgesetz wird jetzt dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme übergeben. Anschließend folgen der Senatsbeschluss und die Überweisung ins Abgeordnetenhaus.

Quelle: Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 12.12.2017

Berlin: Neue Minna-Todenhagen-Brücke verbindet Niederschöneweide mit Oberschöneweide

Seit Dezember 2017 steht im Südosten Berlins eine neue Verkehrsverbindung über die Spree zur Verfügung, die Treptow und Niederschöneweide mit Oberschöneweide verbindet. Die Minna-Todenhagen-Brücke und -Straße, die beidseitig mit Gehwegen und Hochbord-Radwegen ausgestattet wurde, ist ein Infrastrukturprojekt, das zugleich die Voraussetzung für einen nächsten Schritt ist: mit der Umgestaltung des Straßenraums in Nieder- und Oberschöneweide soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Eine neue BVG-Buslinie 365 verbindet nun Oberschöneweide direkt mit dem S-Bahnhof Baumschulenweg. Der Bus nahm mit der Verkehrsfreigabe der Brücke den Linienbetrieb auf.

  • Die Minna-Todenhagen-Brücke ist mit 420 Metern die zweitlängste Brücke Berlins.
  • Die vierspurige Straße ist beidseitig mit Gehwegen und Hochbord-Radwegen ausgestattet.
  • Die Gesamtkosten der neuen Straßenverbindung betrugen rund 73 Mio. Euro. Davon fielen für den Brückenbau einschließlich der Lärmschutzwände Kosten von knapp 50 Mio. Euro an.
  • Die Straße kostete 19,5 Mio. Euro, für den Grunderwerb fielen 3,3 Mio. Euro an.
  • Das Bauvorhaben wurde aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gefördert.
  • Der Bau dauerte von Dezember 2013 bis Dezember 2017.

Weitere Informationen: berlin.de/senuvk/bauen/strassenbau/spreebruecke_sov/

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 21.12.2017

Brandenburg: 1,9 Mio. Euro kommunale Eigenmittel + 2,4 Millionen Euro Investitionsfördermittel für den Radverkehr in Posdam

Torsten von Einem, Radverkehrsbeauftragter der Landeshauptstadt Potsdam, gab heute im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr einen Überblick über die für den Doppelhaushalt 2018/2019 geplanten Aufwendungen zur Förderung des Radverkehrs in der Landeshauptstadt Potsdam. Etwa 1,9 Millionen Euro möchte die Landeshauptstadt Potsdam selbst in die Hand nehmen, um das Radfahren für alle Potsdamerinnen und Potsdamer, aber auch Besucherinnen und Besucher, möglichst ganzjährig attraktiv zu machen. Hinzu kommen noch erwartete oder bereits in Aussicht gestellte Investitionsfördermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro.  

Torsten von Einem: "Wir werden wieder Investitionen tätigen um den Neubau oder Ausbau von  Radwegen  in Potsdam voranzubringen. Aber auch Maßnahmen, wie die Erneuerung und Ergänzung von Schutzstreifen / Radfahrstreifen sowie die Anpassungen von Ampelanlagen und Kreuzungen stehen auf dem Plan. Hinzu kommen die reguläre Ausbesserung von schadhaften Wegeabschnitten oder die Straßenreinigung und der Winterdienst für Radwege."

Weiterhin  ist der  Ausbau und der Verbesserung der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ein Schwerpunkt der Radverkehrsförderung in Potsdam. So soll in der Innenstadt, an ÖPNV-Haltestellen und an den Bahnhöfen, insbesondere am Hauptbahnhof, am Bahnhof Griebnitzsee und am Bahnhof Park Sanssouci das Fahrradparken verbessert werden. "Dadurch wird das Umsteigen auf Verkehrsmittel des Umweltverbundes und auch das Verknüpfen verschiedener öffentlicher Verkehrsmittel  attraktiver", so von Einem weiter.

Auch die Radwegverbindungen zu den Nachbargemeinden und zwischen den Ortsteilen soll zukünftig verbessert werden. Daher werden die Planungen für die Fuß- und Radbrücke zwischen Potsdam und Werder (Havel) weitergeführt und mit den Planungen eines Geh- und Radweges in der Bornimer Chaussee im Jahr 2018 begonnen, um diesen 2019 umzusetzen.

Weitere Projekte, die für den Doppelhaushalt 2018/2019 geplant sind, sind die Umsetzung des Uferwegeabschnitts Wasserwerk Leipziger Straße, die Vorplanung für die Strecke Kuhforter Damm/Werderscher Damm mit weitergehender Planung und der Bau des Teilabschnitts Lindenallee – Am Urnenfeld, die Planung und Bau des  Geh- und Radwegs Satzkorn – Fahrland und Planung des Geh- und Radwegs in der Max-Eyth-Allee.

Alle diese Maßnahmen sind Bausteine zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes 2017.

Quelle: Landeshauptstadt Potsdam am 12.12.2017

Hessen: Land unterstützt den Kreis Gießen bei der Entwicklung eines kreisweiten Radwegenetzes

Mit 42.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Kreis Gießen bei der Entwicklung eines kreisweiten Radwegenetzes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 60.000 Euro.

Schnell und umweltschonend ans Ziel: "Wir setzen damit unsere Nahmobilitäts-Strategie um. Unser Ziel ist ein digital vernetztes Verkehrssystem, das jeden jederzeit schnell und umweltschonend an sein Ziel bringt", sagte der Minister. "Das setzt eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs voraus: Er verursacht weder Lärm noch Schadstoffe, und auf kurzen Strecken ist er allen anderen Verkehrsträgern überlegen. Kinder und Jugendliche sind auf ihn angewiesen, wenn sie sich selbstständig bewegen wollen. Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden."

3,12 Mio. Euro für Förderung der Nahmobilität: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Danach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 20.12.2017

Hessen: Land fördert den Schwalm-Eder-Kreis bei der Entwicklung eines Radwegemanagementsystems für Nordhessen

Mit 191.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Schwalm-Eder-Kreis bei der Entwicklung eines Radwegemanagementsystems für Nordhessen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Der Schwalm-Eder-Kreis hat die Förderung federführend auch für die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner sowie für die Stadt Kassel beantragt. 

Umsetzung der Nahmobilitäts-Strategie: "Wir setzen damit unsere Nahmobilitäts-Strategie um. Unser Ziel ist ein digital vernetztes Verkehrssystem, das jeden jederzeit schnell und umweltschonend an sein Ziel bringt", sagte der Minister. "Das setzt eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs voraus: Er verursacht weder Lärm noch Schadstoffe, und auf kurzen Strecken ist er allen anderen Verkehrsträgern überlegen. Kinder und Jugendliche sind auf ihn angewiesen, wenn sie sich selbstständig bewegen wollen. Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden."

Radinfrastruktur erhalten und verbessern: Das Projekt will die Infrastruktur für den Fahrradverkehr in Nordhessen erhalten und verbessern. Die Gesamtkosten von 296.000 Euro umfassen die Bestandsaufnahme der Wegedaten, den Erwerb einer Wegemanagementsoftware und das Einpflegen von Daten. 

Förderung von Planungen, Konzepten, Öffentlichkeitsarbeit: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 20.12.2017

Hessen: Land unterstützt den Regionalpark RheinMain bei Planung, Bau und Öffentlichkeitsarbeit für ersten Abschnitt des Radschnellwegs Frankfurt-Darmstadt

Mit 310.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Regionalpark RheinMain bei Planung, Bau und Öffentlichkeitsarbeit im ersten Abschnitt des Radschnellwegs Frankfurt-Darmstadt. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Der Abschnitt soll von Darmstadt-Wixhausen über Erzhausen nach Egelsbach verlaufen und eine schnelle Radverbindung insbesondere für Pendler auf dem Weg zum Arbeits- oder Ausbildungsplatz bieten. 

Stärkung von Rad- und Fußverkehr: "Wir setzen damit unsere Nahmobilitäts-Strategie um. Unser Ziel ist ein digital vernetztes Verkehrssystem, das jeden jederzeit schnell und umweltschonend an sein Ziel bringt", sagte der Minister. "Das setzt eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs voraus: Er verursacht weder Lärm noch Schadstoffe, und auf kurzen Strecken ist er allen anderen Verkehrsträgern überlegen. Kinder und Jugendliche sind auf ihn angewiesen, wenn sie sich selbstständig bewegen wollen. Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden."

Neue Förder-Richtlinie: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 20.12.2017

Hessen: Land fördert Rad- und Fußverkehrsprojekte im Kreis Fulda

Mit 937.600 Euro unterstützt das Land Hessen Rad- und Fußverkehrsprojekte im Kreis Fulda. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag mit.  Der Großteil der Mittel geht an die Stadt Fulda. Sie erhält 490.700 Euro für den Bau des Gieseltal-Radwegs zwischen Fulda-Istergiesel und Neuhof-Giesel. Hinzu kommen 315.000 Euro für den Bau eines Fuß- und Radwegs zwischen den Stadtteilen Horas und Niesig.  

131.900 Euro bekommt die Gemeinde Neuhof für den Ersatz zweier Fußwegebrücken. Eine führt über das Hängsberger Wasser im Ortsteil Hauswurz, die andere im Ortsteil Neuhof über die Kemmete. Die dort bestehende Brücke ist einsturzgefährdet. 

"Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert die Lebensqualität in Städten und Gemeinden": "Wir setzen damit unsere Nahmobilitäts-Strategie um. Unser Ziel ist ein digital vernetztes Verkehrssystem, das jeden jederzeit schnell und umweltschonend an sein Ziel bringt", sagte der Minister. "Das setzt eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs voraus: Er verursacht weder Lärm noch Schadstoffe, und auf kurzen Strecken ist er allen anderen Verkehrsträgern überlegen. Kinder und Jugendliche sind auf ihn angewiesen, wenn sie sich selbstständig bewegen wollen. Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden."

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Danach können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 21.12.2017

Hessen: Land fördert Radwegeprojekte Raum Kassel

Mit 229.000 Euro unterstützt das Land Hessen Radwegeprojekte Raum Kassel. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag mit. 195.000 Euro erhält die Gemeinde Espenau für den Ausbau ihres Radwegenetzes, 19.600 Euro gehen an den Zweckverband Raum Kassel als Zuschuss für eine Machbarkeitsstudie für Radschnellverbindungen nach Baunatal, Vellmar und Kaufungen mit Anschluss nach Helsa. Weitere 14.400 Euro stehen dem Landkreis Kassel für Planungsleistungen zum Ausbau des Hessischen Radfernweges R4 zwischen Trendelburg und Bad Karlshafen zur Verfügung.

Ziel ist vernetztes Verkehrssystem: "Wir setzen damit unsere Nahmobilitäts-Strategie um. Unser Ziel ist ein digital vernetztes Verkehrssystem, das jeden jederzeit schnell und umweltschonend an sein Ziel bringt", sagte der Minister. "Das setzt eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs voraus: Er verursacht weder Lärm noch Schadstoffe, und auf kurzen Strecken ist er allen anderen Verkehrsträgern überlegen. Kinder und Jugendliche sind auf ihn angewiesen, wenn sie sich selbstständig bewegen wollen. Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden."

Neue Förder-Richtlinie Nahmobilität: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Danach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 21.12.2017

Hessen: Land unterstützt Brückenneubau für Radler und Fußgänger in Frankenberg (Eder)

Mit 618.700 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Frankenberg (Eder) beim Neubau einer Fuß- und Radwegbrücke über den Walkegraben sowie eines Fuß- und Radwegs zwischen der neuen Brücke und dem Illersteg. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden mit. Die neue Brücke ersetzt den vorhandenen Fußgängersteg.

Neue Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität: Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 22.12.2017

Hessen: Bad Hersfeld bekommt Landeshilfe bei unterschiedlichen Verbesserungsmaßnahmen für den Fahrradverkehr

Mit 497.200 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Bad Hersfeld bei unterschiedlichen Verbesserungsmaßnahmen für den Fahrradverkehr. Dazu gehören Wegeausbau, Beschilderung und Fahrradabstellanlagen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit.

"Wir setzen damit unsere Nahmobilitäts-Strategie um. Unser Ziel ist ein digital vernetztes Verkehrssystem, das jeden jederzeit schnell und umweltschonend an sein Ziel bringt", sagte der Minister. "Das setzt eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs voraus: Er verursacht weder Lärm noch Schadstoffe, und auf kurzen Strecken ist er allen anderen Verkehrsträgern überlegen. Kinder und Jugendliche sind auf ihn angewiesen, wenn sie sich selbstständig bewegen wollen. Mehr Fuß- und Radverkehr verbessert auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden."

Die Zuwendung erfolgt nach der neuen Richtlinie zur Förderung der Nahmobilität. Danach können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen und Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. 2017 werden danach 17 Vorhaben mit insgesamt 3,12 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 22.12.2017

Hessen: Weitere Einbahnstraßen in Bad Vilbel freigegeben

Nachdem vor Kurzem bereits die Schulstraße in der Kernstadt für das Fahrradfahren entgegen der Einbahnstraße freigegeben wurde, folgen nun weitere Straßen auf dem Heilsberg, die im Zuge der Verkehrsschau für das Radfahren entgegen der Einbahnstraße für möglich festgestellt wurden. Ab sofort kann man in folgenden Straßen auf dem Heilsberg gegen die Einbahnstraße mit dem Fahrrad fahren: Friedensstraße, Schlesienring, Samlandweg, Otto-Fricke-Straße.

Damit erhöht sich die Zahl der Einbahnstraßen, in die auch in entgegengesetzter Richtung mit dem Fahrrad gefahren werden darf, auf acht im gesamten Stadtgebiet. Schon vor der diesjährigen Verkehrsschau war dies in der Römerstraße, der Quellenstraße (beides Kernstadt) und der Carl-Schurz-Straße (Heilsberg) erlaubt. "Wir haben im gesamten Stadtgebiet rund 40 Einbahnstraßen. Hiervon erfüllen einige Straßen wichtige Rollen im innerörtlichen Verkehr. Dies sind zum Beispiel die Frankfurter Straße und die Parkstraße als sogenannter Innenstadtring. Die nun acht für den Radverkehr freigegebenen Straßen auch in entgegengesetzter Richtung erfüllen die Kriterien für die Freigabe und nur danach handeln wir", erklärt der zuständige Verkehrsdezernent und Erste Stadtrat, Sebastian Wysocki. Die Kriterien für die Freigabe sind vielfältig, unter anderem darf die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht über 30 Stundenkilometer betragen und eine ausreichende Fahrbahnbreite muss vorhanden sein. "Die Verkehrsführung muss zudem übersichtlich sein. Es ist daher bei jeder der 40 Einbahnstraßen im Stadtgebiet nötig, eine Einzelfallprüfung zu vollziehen", so Wysocki weiter.
 
Neben den nun freigegebenen Einbahnstraßen, gibt es zudem auch Straßen, für die eine Einfahrt verboten ist, jedoch der Radverkehr hier passieren darf. Diese sind der Felsenkeller, die Heinrich-Heine-Straße und die Feststraße in der Kernstadt sowie die Hohemarkstraße in Dortelweil.  "Unsere Verkehrsplanung schließt das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein. Wir sagen 'Sowohl als Auch' und nicht 'Entweder Oder', nach diesem Motto handeln wir und damit sind wir bislang gut gefahren", so Wysocki abschließend.

Quelle: Stadt Bad Vilbel am 13.12.2017

Hessen: Erste Abschnitte der längsten Fahrradstraße Hessens in Dreieich eröffnet

Mit einer kleinen Feier an der neu gestalteten Kreuzung Hainer Trift/Ernst-Ludwig-Allee hat Erster Stadtrat Martin Burlon gemeinsam mit Vertretern des Runden Tisches Radverkehr und Mitgliedern des ADFC die beiden ersten Bauabschnitte der neuen Dreieicher Fahrradstraße offiziell dem Verkehr übergeben.

"Ab sofort haben auf gut 2 Kilometer Länge, zwischen Bahnhof Buchschlag und August-Bebel-Straße, die Verkehrsteilnehmer Vorrang, die hier mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Strecke ist ein Meilenstein für die Förderung des Radverkehrs in Dreieich, sie ist aber erst der Anfang, denn wir werden nach Fertigstellung des folgenden Bauabschnitts in Dreieich die längste Fahrradstraße Hessens haben", so Erster Stadtrat Martin Burlon.

Umfangreiche Arbeiten waren in den beiden ersten Bauphasen erforderlich: Die Ernst-Ludwig-Allee, der Bogen- und Brückenweg sowie die Liebknechtstraße wurden seit Ende August umgestaltet. Pflanzbeete rechts und links gestalten die Einfahrten neu und verengen im weiteren Verlauf die Fahrbahn. Außerdem machen nun Fahrradsymbole auf der Fahrbahn und eine zusätzliche Beschilderung deutlich, welche Regeln für die Verkehrsteilnehmer ab sofort gelten.

Ansonsten bleibt es wie bisher auf der genannten Strecke an nahezu jeder Kreuzung bei der Vorfahrtsregelung rechts vor links. Ausgenommen hiervon ist die neu gestaltete Kreuzung Hainer Trift/Bogenweg/Ernst Ludwig-Allee und Hengstbachanlage - dort hat die Fahrradstraße Vorrang. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer liegt unverändert bei 30 km/h und die Fahrradstraße darf weiterhin auch von Kraftfahrzeugen befahren werden, wobei stets der Radverkehr Vorrang hat. Selbstverständlich ist auch in der Fahrradstraße das Radeln auf dem Gehweg verboten, außer für Kinder unter zehn Jahren.

Die Neugestaltung der erwähnten Kreuzung in Buchschlag bringt eine generelle Entschleunigung des Verkehrs mit sich, weil die abbiegenden Fahrzeuge engere Bögen fahren müssen. "Durch die baulichen Verengungen ist nun ein sicheres Queren der Fahrbahnen möglich. Mit Blick auf die Schulkinder, die hier täglich unterwegs sind, war dies den Teilnehmern am Runden Tisch Radverkehr besonders wichtig", so Erster Stadtrat Martin Burlon.

Auch der Verbindungsweg durch den Wald zwischen Brückenweg und Buchwaldstraße wurde grundhaft erneuert und die Streckenführung so angepasst, dass jetzt eine gleichberechtigte Kreuzung mit Liebknechtstraße und Buchwaldstraße entstanden ist.

Die Kosten für die Tiefbauarbeiten und die Markierungen waren mit gut 183.000 Euro veranschlagt, wurden jedoch unterschritten. Im kommenden Jahr ist der Bau des dritten und letzten Abschnitts von der August-Bebel-Straße bis zur Hauptstraße geplant. Als Maßnahme zum Klimaschutz wird die Fahrradstraße vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in diesem Abschnitt mit insgesamt rund 100.000 Euro gefördert. Die Gesamtmaßnahme muss aufgrund des Förderprogramms bis spätestens 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein.

Wer nachlesen möchte, welche Verkehrsregeln in der ersten Dreieicher Fahrradstraße gelten, kann sich das Informationsblatt als PDF herunter laden. Dieser Flyer wurde auch vom ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten Dieter Fröhlich an Auto-, Bus- und Taxifahrer im Stadtgebiet verteilt, damit sie sich schnell mit der veränderten Situation vertraut machen können.

Quelle: Stadt Dreieich am 09.12.2017

Hessen: Mehr E-Mobilität, mehr Radverkehr, mehr Car-Sharing, mehr ÖPNV - Marburg erhält Dieselgipfelgeld für "Green-City-Plan"

Marburg bekommt gut drei Wochen nach dem so genannten Dieselgipfel Geld aus Berlin. Marburg gehört zu den 90 deutschen Städten, in denen der zulässige Jahresmittelwert für Stickoxid in der Luft überschritten wird.

"Wir wollen die Mittel dafür nutzen, die Verbesserung der Luftqualität in Marburg schneller als bisher möglich auch mit kurzfristig realisierbaren Maßnahmen entscheidend voranzubringen", sagt Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Dr. Thomas Spies - unter anderem mit mehr E-Mobilität, mehr Radverkehr, mehr Car-Sharing, mehr ÖPNV.

Einen Förderbescheid über knapp 100.000 Euro für einen "Green-City-Plan" hat Bürgermeister und Umweltdezernent Wieland Stötzel in Berlin aus den Händen des kommissarischen Bundesverkehrsministers Christian Schmidt entgegengenommen. "Wir freuen uns über den ersten Teil des Geldes, mit dem die Erstellung unseres 'Green-City-Plans' gefördert wird", so Wieland Stötzel, "und wir sind zuversichtlich, dann später auch noch weitere Mittel aus dem Gesamttopf für die Umsetzung konkreter Maßnahmen zu bekommen".

Insgesamt wurden Förderzusagen von rund insgesamt zwölf Millionen Euro an 60 Städte übergeben. Für ihr Sofortprogramm zur Verbesserung der Luftqualität hat die Bundesregierung einen Umfang von insgesamt einer Milliarde Euro angekündigt.

Quelle: Stadt Marburg am 21.12.2017

Hessen: Landesförderung für Ausbau von Radwegen in Eschenburg

Mit rund 860.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Eschenburg beim Ausbau von vier Radwegen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,5 Mio. Euro.

Drei Meter breite Asphaltwege: Insgesamt werden vier Streckenabschnitte ausgebaut: Eiershausen – Eibelshausen (1,56 Kilometer), Eiershausen – Wissenbach (2,65 Kilometer), Roth – Gemarkungs-grenze Eschenburg (1,48 Kilometer) und Hirzenhain – Freizeitzentrum (0,76 Kilometer). Die Radwege werden drei Meter breit asphaltiert. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im April 2018 und sollen Ende 2021 abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 04.12.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Radweg an der Kreisstraße 8 im Rostocker Umland

Infrastrukturminister Christian Pegel hat einen Zuwendungsbescheid für den Neubau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 8 zwischen Bartenshagen und Parkentin im Landkreis Rostock unterzeichnet. Das Land fördert das Vorhaben mit Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gemäß der Richtlinie über die Mitfinanzierung der Investitionen in den Bau von Radwegen in kommunaler Baulast in einer Höhe von über 481.000 Euro.

Bei dem geplanten Radweg, der eine Länge von 2,6 Kilometern aufweist, handelt es sich um den 2. und 3. Bauabschnitt des Radwegs Bartenshagen – Parkentin. Er beginnt nahe der B 105 am Durchlass Rotbäk, führt durch die Ortslage Bartenshagen und endet am bereits fertiggestellten 1. Bauabschnitt des Radwegs in Richtung Parkentin.

Der Neubau des Radwegs dient der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die Kreisstraße hat hier nur eine Breite von sechs Metern. Dieser Streckenabschnitt wird in den Sommermonaten häufig von überbreiten landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt. Hinzu kommen Transporte zur Deponie Parkentin. Mit dem künftig durchgehend befahrbaren Radweg werden die Umlandverbindungen der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin nach Rostock und Bad Doberan verbessert. Dadurch werden die dortigen Arbeitsstätten und die weiterführenden Schulen für Bewohner der Gemeinde auch mit dem Fahrrad besser erreichbar sein. Außerdem wird hierdurch ein Anschluss an das mit Rad- und Wanderwegen ausgestattete Naturschutzgebiet Hütter Klosterteiche im Ortsteil Parkentin, das ein bekanntes Naherholungsgebiet im Rostocker Umland ist, hergestellt.

Der Baubeginn des Vorhabens soll im Frühjahr 2018 erfolgen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 29.12.2017

Niedersachsen: Erste Linksabbiegespur nur für Radfahrer in Delmenhorst

Den Radverkehr in Delmenhorst weiter verbessern, ausbauen und sicherer machen: Diesem Ziel kommt die Stadt wieder ein Stück näher. Erstmals wurde im Stadtgebiet eine Linksabbiegespur nur für Radfahrer eingerichtet – und zwar auf der Straße "Am Stadtwall". In Richtung Bismarckplatz können Radler ab sofort auf der Fahrbahn links abbiegen und anschließend, wie gewohnt, auf dem Radweg in stadtauswärtiger Richtung weiterfahren.

"Dadurch wird die Situation für Radfahrer in diesem Bereich deutlich verbessert", sagt Hendrik Abramowski, Fachdienstleiter Verkehr der Stadt Delmenhorst. "Unbedingt zu beachten ist aber, wie auch beim Kraftfahrzeugverkehr, der aus Richtung ‚An den Graften‘ kommende und vorfahrtberechtigte Gegenverkehr."

Wichtig: Der zwischen den nun getrennten Links- und Rechtsabbiegestreifen für Autos liegende Radfahrstreifen ist – nach einer Eingewöhnungszeit – benutzungspflichtig. Autos dürfen ihn nicht überfahren und nicht auf ihm halten. Das ist beim Schutzstreifen mit gestrichelter Markierungslinie auf der rechten Seite für rechts abbiegende Radler anders. Er ist zwar möglichst immer freizuhalten, damit die Radfahrer bis zur Ampel vorfahren können, darf aber von Autos überfahren werden.

Für die Radler gelten dieselben Ampelsignale wie für motorisierte Fahrzeuge. Dies ist laut Richtlinie dann vorgesehen, wenn Sondersignale für den Radverkehr aufgrund der örtlichen Verhältnisse nicht regelkonform positioniert werden können.

Übergangsweise bleiben zusätzlich noch die kombinierten Signale für Fußgänger/Radfahrer an der Furt am Hans-Böckler-Platz in Richtung Graftwiesen erhalten. Da das direkte Linksabbiegen für Radfahrer in der Stadt Delmenhorst noch neu ist, soll für eine begrenzte Zeit auch die traditionelle Möglichkeit zum indirekten Linksabbiegen beibehalten werden

"Wir appellieren an die motorisierten Verkehrsteilnehmer, aufgrund der geänderten und ungewohnten Verkehrsführung besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen und die Zone-30-Regelung zu beachten", sagt Fachdienstleiter Abramowski. Für ihn ist diese Maßnahme zugleich der Auftakt zur Umsetzung des Fahrradroutenkonzeptes, das im Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2014 für die Alltagsmobilität in Delmenhorst verankert ist. Die Fahrradrouten 1 (Deichhorst) und 6 (Heidkrug – Varrelgraben) sind seit längerem vom Rat beschlossen.

"Im kommenden Jahr wollen wir auf jeden Fall die Route 1 einrichten, möglichst auch die Route 6", sagt Abramowski. Weitere Strecken, die Routen 3 (Ströhen), 4 (Bungerhof) und 7 (Stickgras), sollen im kommenden Jahr in den Gremien vorgestellt werden. Zudem ist die Route 5 (Hasbergen) derzeit in der Bearbeitung.

Parallel dazu gehen auch die Arbeiten im Rahmen des Regionalen Mobilitätskonzeptes weiter voran. Diese vom Kommunalverbund federführend beauftragte Konzeption ist für Delmenhorst von zentraler Bedeutung, weil die Stadt mitten in dem Korridor des noch zu konzipierenden und zu planenden Radschnellweges Oldenburg – Delmenhorst – Bremen liegt. Erste Ergebnisse aus der Analyse erwartet Abramowski im ersten Quartal 2018.

Stadt Delmenhorst am 05.12.2017
 

Nordrhein-Westfalen: Ausbau der Schwarzbachtrasse in Wuppertal zum Fuß- und Radweg

Zur erfolgreich beantragten Förderung des Ausbaus der Schwarzbachtrasse zu einem weiteren Fuß- und Radweg für Wuppertal gratulierte Oberbürgermeister Andreas Mucke am 28.12.2017 der Wuppertalbewegung.

"Der Förderbescheid für die Schwarzbachtrasse ist ein Riesenerfolg. Dazu gratuliere ich der Wuppertalbewegung ganz herzlich. Das neue Trassenstück wird Wuppertal als Fahrradstadt bereichern und 50.000 Langerfelder Bürgerinnen und Bürgern die Anbindung zur Nordbahntrasse und damit quer durch die gesamte Stadt eröffnen. Das ist ein großartiges Projekt, und ich freue mich sehr, dass es jetzt realisiert werden kann. Wir werden die Wuppertalbewegung nach Kräften dabei unterstützen, dass schnellstmöglich die Bauarbeiten beginnen und wir bald unseren neuen Trassenast mit tollen Perspektiven für unsere Stadt nutzen können. Es ist auch ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in Wuppertal."

Die knapp 1,8 Kilometer lange Schwarzbachtrasse, die von der Langobardenstraße bis zur Grundstraße führt, soll zu einem Fuß- und Radweg ausgebaut werden und im Barmer Osten eine direkte Verbindung zur Nordbahntrasse und damit auch zum regionalen Trassennetz schaffen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium im Programm "Klimaschutz im Radverkehr". Die Fördersumme beträgt 3,25 Millionen Euro.

Quelle: Stadt Wuppertal am 28.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Zwei Monate Blaue Route in Mönchengladbach – ein Erfolg für den Radverkehr

Die Blaue Route als innerstädtische Radschnellverbindung zwischen Gladbach und Rheydt hat sich in den ersten zwei Monaten bewährt. Diese Bilanz zieht Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt. „Wir haben damit eine ganz neue Qualität für den innerstädtischen Radverkehr geschaffen, der jetzt schnell und weitgehend unabhängig vom Autoverkehr zwischen den beiden Stadtzentren fahren kann. Die Anbindung der Hochschule haben wir damit ebenfalls optimiert. Hier greift unsere Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt schon heute. In Zukunft wollen wir noch mehr an Qualitätsverbesserungen für den Fuß- und Radverkehr tun“, so Dr. Gregor Bonin mit Blick auf den Masterplan Nahmobilität, der sich aktuell in der politischen Beratung befindet und in der kommenden Ratssitzung verabschiedet werden soll.

Bei der Stadtverwaltung haben sich viele Bürger gemeldet und das Projekt Blaue Route sehr positiv aufgenommen. Das Projekt wird in den kommenden zwei Jahren weiter evaluiert, auch um zu sehen, wie diese neue Verbindung angenommen wird. Hier steht die Stadtverwaltung auch in ständigem Kontakt zum Polizeipräsidium Mönchengladbach, denn die Verkehrssicherheit steht immer an oberster Stelle. In diesem Zusammenhang weist die Stadt noch einmal auf die Verkehrsregelung in der Fahrradstraße hin:

Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden, wenn nötig muss der Kfz-Verkehr seine Geschwindigkeit noch weiter verringern. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt. Im Übrigen gelten die Vorschriften über die Fahrbahnbenutzung und die Vorfahrt.

Wichtig ist: Nur Anlieger dürfen die Fahrradstraße mit Kfz befahren, der Durchgangsverkehr muss entweder über die Rheydter Straße oder über die Theodor-Heuss-Straße / Gartenstraße fahren. Der Radverkehr hingegen muss auf der Fahrbahn fahren, die ehemals vorhandenen Radwege entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und bieten daher nun mehr Platz für den Fußverkehr.

Bisher halten sich die Verkehrsteilnehmer überwiegend sehr gut an die neuen Verkehrsregelungen. Diejenigen, die noch nicht so genau über die Geschwindigkeitsbegrenzung Bescheid wissen, werden aktuell über ein Dialog-Display an der Brucknerallee zwischen Nordstraße und Mühlenstraße an die Einhaltung der 30-km/h-Regelung erinnert. Über die Regelungen in der Fahrradstraße informiert auch ein Faltblatt, welches an alle Anwohner verteilt wurde und z. B. auch auf der städtischen Internetseite (Stichwort "Blaue Route") heruntergeladen werden kann. 

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 01.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Masterplan Nahmobilität als gesamtstädtisches Konzept zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Mönchengladbach beschlossen

Der Rat hat in seiner Sitzung 20. Dezember 2017 einstimmig den Masterplan Nahmobilität als gesamtstädtisches Konzept zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs beschlossen und zudem die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten, in die Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise (AGFS) des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen zu werden.

"Der nun verabschiedete Masterplan Nahmobilität, der ein Meilenstein für die nachhaltige Mobilitätsentwicklung in unserer Stadt ist, verfolgt das Ziel, den Stellenwert des Fuß- und Radverkehres durch Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Kommunikation und Service zu steigern. Die im Masterplan Nahmobilität formulierten Hinweise und Empfehlungen werden zukünftig bei allen Planungen, Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen zu beachten sein, um eine qualitativ hochwertige Infrastruktur im Zuge der zukünftigen Entwicklung der Stadt zu schaffen", so Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt. Über ein Jahr lang hat die Stadt Mönchengladbach gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern der Lokalpolitik und den beratenden Unternehmen am Masterplan Nahmobilität gearbeitet. Die Erstellung des 345 Seiten starken Werkes ist im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Klimaschutzteilkonzept für den Fuß- und Radverkehr mit einer Förderquote von 70 Prozent gefördert worden.

"Die systematische Förderung des Fuß- und Radverkehrs, die wir mit der konsequenten Umsetzung des Masterplans Nahmobilität erreichen wollen, wird mit dazu beitragen, dass wir attraktive und lebendige Straßenräume bekommen, die weniger als heute vom Autoverkehr, von Lärm und Luftverschmutzung beeinträchtigt sein werden. Stadtraum wird somit wieder zu Lebensraum. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Stadt, die im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg + entstehen soll", so Dr. Bonin. Hier sieht er großes Potenzial für eine qualitative Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt.

Mit dem Masterplan Nahmobilität wurden eine Gesamtstrategie zur Förderung der Nahmobilität im Rahmen des kommunalen Mobilitätsmanagements und ein Kommunikationskonzept entwickelt, ebenso aufwändige Bestandsanalysen zum aktuellen Rad- und Fußwegenetz durchgeführt. Diese weist auf Lücken und Optimierungsbedarf im Netz hin und verweist im Anschluss auf konkrete Maßnahmen, die von der Markierung von Schutzstreifen für Radverkehr bis hin zu kompletten Umgestaltung von Straßenräumen reichen. Weiterhin wurden neben Themen wie das Fahrradparken oder Fußgängerwegweisung aufgegriffen.

Im Rahmen einer Onlinebefragung, bei Dialogforen und Infoständen hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Anregungen einzubringen, auf Probleme hinzuweisen und den Plan aktiv mitzugestalten. "Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger war für die Entwicklung von Maßnahmen von besonderer Bedeutung", berichtet Carsten Knoch, Mobilitätsbeauftragter der Stadt Mönchengladbach. Darüber hinaus wurden Inhalte und Zwischenstände in Arbeitsgruppen innerhalb der Stadtverwaltung, aber auch mit Polizei und Verbänden wie dem ADFC diskutiert.

Die für ein Klimaschutzteilkonzept obligatorische Treibhausgasbilanz ist für den Masterplan Nahmobilität von der TU Berlin berechnet worden und hat für das Zieljahr 2030 aufgezeigt, dass im Verkehrsbereich ein erhebliches Reduktionspotenzial von 73.000 Tonnen CO2 pro Jahr steckt. Dies entspricht dem CO2-Ausstoss von etwa 16.500 Einfamilienhäusern. Somit wäre bis 2030 etwas mehr als eine Verdoppelung des Radverkehrsanteils gegenüber dem Referenzjahr 2010 möglich. Langfristiges Ziel ist ein Radverkehrsanteil von 25 Prozent und ein Fußverkehrsanteil von 20 Prozent, die spätestens bis zum Jahr 2050 erreicht werden sollten.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 21.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Kooperationsprojekt "Radverkehrskonzept" im Kreis Steinfurt bewilligt

Die LEADER Regionen Tecklenburger Land und Steinfurter Land gehen mit einer weiteren Projektbewilligung ins Jahresende: Das Kooperationsprojekt "Radverkehrskonzept" des Kreises Steinfurt erhielt den Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Münster.

Der Kreis Steinfurt wird als Projektträger gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Radverkehrskonzept entwickeln, das insbesondere auch die Bedürfnisse des schnellen und elektrischen Radverkehrs berücksichtigt. Grundlage hierfür soll der Entwurf eines kreisweiten, differenzierten Radwegenetzes sein. Kern des Netzes werden sogenannte Velorouten bilden, die nachfrageorientiert die Zentren im Kreisgebiet auf qualitativ hochwertigen Radwegen verbinden sollen. Ziel ist es, noch mehr Menschen zu motivieren, das Fahrrad für ihre alltäglichen Fahrten zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und in der Freizeit zu nutzen.

Das im Kreisgebiet bereits traditionell viel genutzte Fahrrad soll als umweltfreundliches, sicheres, schnelles und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel noch attraktiver werden. Das Radverkehrskonzept wird im Rahmen der Kooperation des Umwelt- und Planungsamtes mit dem Amt für Klimaschutz von einem beauftragten Ingenieurbüro erstellt.

Quelle: Kreis Steinfurt am 21.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Geplanter Radschnellweg Köln-Frechen nimmt langsam Form an

In zwei Bürgerinformationsveranstaltungen wurden die Planungen vorgestellt: Mit einem guten Monat Abstand konnten sich die Bürger von Frechen, am 14.11.2017 und in Köln am 19.10.2017 über die aktuellen Planungsfortschritte für den Radschnellweg informieren.

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat hierzu über die Kölner Informationsveranstaltung berichtet. Uwe Kloppe vom beauftragten Düsseldorfer Planungsbüro Lindschulte und Kloppe stellte bei der Informationsveranstaltung erste Ergebnisse vor. Den größten Diskussionsbedarf hatte man im Hinblick auf den ersten Abschnitt der Strecke, zwischen Universitätsstraße und Militärringstraße. Die Bachemer Straße soll dort in eine Fahrradstraße umgewandelt werden, also eine Straße, auf der Radfahrer Vorfahrt genießen und der motorisierte Verkehr sich diesem unterordnen muss. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit soll dann auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden. Hier wurden verschiedene Varianten vorgestellt wie diese Kreuzung verträglich angepasst werden kann. Unter anderem wurden Kreisverkehrslösungen und Überlegungen auf beiden Seiten der Fahrbahn jeweils drei Meter breite Radfahrstreifen anzulegen, diskutiert. Dabei gab es für die Ansätze sowohl Befürworter wie Gegenstimmen.

Die Planungen außerhalb der oben beschriebenen Streckenabschnitte sollen sich hingegen unkomplizierter gestalten. Im zweiten Abschnitt, der von der Militärringstraße durch den Äußeren Grüngürtel zur Autobahn A4 führt sowie im dritten Abschnitt, der über die Toyota-Allee in Marsdorf bis zur Autobahn A1 führt, wird es nach Einschätzung der Verwaltung nur wenige Probleme geben. Vor allem sei im dritten Abschnitt nicht mit Problemen durch wegfallende Parkplätze zu rechnen, so Andrea Gawlich, da die dort ansässigen Firmen eigene Stellplätze für ihre Mitarbeiter hätten.

Anregungen der Verbände: Die Radverkehrsverbände ADFC Köln, ADFC Rhein-Erft und Radkomm haben konkrete Verbesserungsvorschläge geäußert. Im ersten Abschnitt der Bachemer Straße von Universitätsstraße bis Militärring möchten sie, dass beide Alternativen umgesetzt werden. Danach soll der Radverkehr stadtauswärts über eine Fahrradstraße, die am Hildegardis Krankenhaus vorbeiführt, geleitet werden. Stadtauswärts sollen die Radfahrenden auf einem vier Meter breiten Radfahrstreifen auf der Bachemer Straße fahren. Sie sollen somit an zwei Knotenpunkten die Universitätsstraße überqueren, die aber von den Lichtsignalen her gleichgeschaltet sind und vom Autoverkehr als eine Kreuzung wahrgenommen werden. Die Kreuzung Bachemer Straße/Lindenthalgürtel möchten sie aufgrund der Enge für den Autoverkehr sperren. Das Stück zwischen Landgrafenstraße und Falkenburgstraße soll nur für den Anliegerverkehr frei sein. Am Militärring soll der Radverkehr durch eine breite und lichte Unterführung geleitet werden.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger / AGFS NRW (www.radschnellwege.nrw) am 11.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Radschnellweg Neuss, Düsseldorf, Langenfeld / Monheim - Verträge werden vorbereitet - Baubeginn nicht vor 2020

Die beteiligten Kommunen Düsseldorf, Neuss und Langenfeld planen als nächsten Schritt Vertrag mit Straßen NRW zu schließen.

Für den geplanten Radschnellweg von Neuss über den Düsseldorfer Süden bis nach Langenfeld und Monheim liegt der Vertragsentwurf derzeit zur Abstimmung im Landesministerium. Wie die "RP Online" berichtet, hat Düsseldorf die Mittel für den ersten Planungsschritt abgerufen. Um mit der detaillierten Planung beginnen zu können, sei jedoch eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Nach Vertragsabschluss plane man diese mit einem Vorlauf von etwa einem halben Jahr vorzubereiten. Mit fertiger Planung können Baumittel beantragt werden, so die „RP Online“. Vor 2020 könne man mit dem Baubeginn jedoch nicht rechnen.

Quelle: AGFS NRW (www.radschnellwege.nrw) am 12.12.2017

Nordrhein-Westfalen: RS1 Radschnellweg Ruhr - Grünes Licht für den Bau der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat am vergangenen Freitag zugestimmt: Der Verband wird den gesamten Eigenanteil in Höhe von 600.000 Euro für den Bau der sechs Meter breiten Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard tragen. Damit kann eine wichtige Lücke des Radschnellwegs zwischen Krupp-Park und Universität geschlossen werden.

Nun können die Ausführungsplanungen beginnen.

Im Rahmen des Ausbaus der Rheinischen Bahn zum Radschnellweg Ruhr (RS1) soll auch die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen als Lückenschluss zwischen Krupp-Park und Universität verbreitert werden. Ursprünglich war eine Breite von vier Metern vorgesehen. Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich jetzt auf rund 2,9 Millionen Euro. Das Land NRW übernimmt 80 Prozent der Aufwendungen im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP).

Bislang müssen Radfahrer, die den Radschnellweg Ruhr zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr nutzen, die Trasse verlassen und den stark frequentierten Berthold-Beitz-Boulevard überqueren. Das neue Bauwerk wird künftig diese Lücke in der Route schließen und für mehr Sicherheit sorgen. 

Der Radschnellweg Ruhr ist das infrastrukturelle Aushängeschild der Metropole Ruhr. Mit einer mehr als 100 Kilometer langen Trasse wird er ab 2020 die Städte zwischen Duisburg und Hamm verbinden. In seinem Einzugsbereich leben 1,7 Millionen Menschen. Mehr als 400.000 Arbeitsplätze liegen entlang des RS1. Mit der Trasse sollen mehr Pendler aufs Rad umsteigen als in jeder anderen Region Deutschlands.

Weitere Infos unter www.rwp.rvr.ruhr und www.rs1.ruhr

Quelle: AGFS NRW (www.radschnellwege.nrw) am 18.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Rhein-Sieg-Kreis erhält Siegel zur Fahrradfreundlichkeit

Der Rhein-Sieg-Kreis ist das 81. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Landrat Sebastian Schuster erhielt nun im Auftrag von Verkehrsminister Hendrik Wüst aus den Händen von Winfrid Pudenz und Peter London vom Verkehrsministerium NRW sowie Christine Fuchs vom Vorstand der AGFS die Aufnahmeurkunde.

"Ich freue mich sehr über die Aufnahme in die AGFS! Hinter uns liegt ein intensiver Prozess, in dem wir unsere Anstrengungen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs noch einmal verstärkt haben", betont Landrat Sebastian Schuster. "Die Auszeichnung ist aber zugleich Ansporn. Wir wollen als Kreisverwaltung der Motor sein, damit für unsere Bürgerinnen und Bürger in allen kreisangehörigen Kommunen bessere Angebote für den Umstieg vom Autoverkehr zum Rad- und Fußgängerverkehr unterbreitet werden."

Durch die Mitgliedschaft in der AGFS wird der Rhein-Sieg-Kreis in mehrfacher Hinsicht profitieren. In der AGFS gibt es einen intensiven fachlichen Austausch, so dass der Kreis Ideen und Anregungen erhält, wie heute noch vorhandene Defizite z.B. in der Wegweisung oder bei Radwegen an Kreisstraßen behoben werden können. Zudem erhält der Rhein-Sieg-Kreis Fördermittel, um seine Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Nahmobilität auszubauen.

"Gäbe es die AGFS nicht, müsste man Sie sofort gründen. Die AGFS übernimmt eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Ministerium und den Kommunen und Kreise. So werden durch die AGFS Ideen für eine bessere Nahmobilität entwickelt, die bei positiven Ergebnissen durch das Verkehrsministerium landesweit zum Standard erhoben werden können", so Winfried Pudenz.

Die Mitgliedschaft gilt zunächst für sieben Jahre. "Das Prädikat 'fußgänger- und fahrradfreundlich' ist ein Qualitätssiegel. Deshalb werden alle 81 Mitglieder regelmäßig von einer Kommission bereist. Dabei wird überprüft, welche Fortschritte bei der Infrastruktur, bei Kommunikation und Serviceangeboten für Radfahrer und Fußgänger gemacht wurden.", erklärt Christine Fuchs.

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis am 15.12.2017

Nordrhein-Westfalen: Millionenförderung für die Umsetzung des Dortmunder Konzepts "Emissionsfreie Innenstadt"

NRW-Wirtschatfsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat gab die Sieger aus dem Wettbewerb "KommunalerKlimaschutz.NRW" am 15. Dezember 2017 bekannt. Dabei geht es um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung "Investition in Wachstum und Beschäftigung".

Das Konzept mit Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Straßenverkehr, mit welchem sich die Stadtverwaltung im Juni beworben hatte, hat die Jury, bestehend aus Experten für Umwelt, Mobilität und Energie, sowie das Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie überzeugt.

Die Einteilung der Einzelmaßnahmen in die Leitthemen City, Wall(-ring), Achsen und Quartier hat beim Fördergeber besonderen Anklang gefunden, da dies ein ganzheitliches Planungsverständnis für die vielfältigen Belange der Innenstadt zeigt. Keine andere Stadt hatte einen derart umfassend konzeptionellen Ansatz gewählt.

Ergänzt werden diese vier Leitthemen um Querschnittsmaßnahmen im Bereich Kommunikation, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation.

Unter anderem plant die Stadtverwaltung, folgende Maßnahmenschwerpunkte umzusetzen:

  • Emissionsfreier Lieferverkehr
  • Förderung der Elektromobilität und Förderung des Park&Ride
  • Mobilitätsmanagement für Beschäftigte und Besucher der City, für Kitas und Schulen
  • Nahmobilitätskonzepte mit u.a. Ausbau von Car-Sharing und Fahrradparken
  • Fahrradparken und Erweiterung des Fahrradverleihsystems mit Pedelecs
  • Durchgängiges, attraktives Radwege-Angebot auf dem Wall
  • Fußgänger- und Fahrradachsen in die City
  • Entwicklung des grünen Walls und einer grünen City
  • Schnellladung von E-Fahrzeugen und E-Taxi-Fahrzeugen am Hauptbahnhof
  • Ergänzung der Leitthemen durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Marketingstrategie zur Stärkung des ÖPNVs sowie des Rad- und Fußverkehrs

Für alle Maßnahmen gilt: Der Schwerpunkt für die Wege in die Innenstadt und innerhalb der Innenstadt liegt bei der Schaffung von Alternativen zur (verbrennungs-)motorisierten Mobilität. Es geht ausdrücklich nicht darum, den Kfz-Verkehr zu erschweren, sondern attraktive Alternativen im Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV) zu schaffen sowie den vermehrten Einsatz von E-Fahrzeugen zu fördern.

Es ist das Ziel, die Erreichbarkeit der City zu stärken, nicht einzuschränken. Attraktivität und Aufenthaltsqualität der City sollen durch die Maßnahmen gesteigert werden.

Ab Herbst 2018 müssen die Maßnahmen grundsätzlich gebaut bzw. umgesetzt werden können, da ab dann der nur dreijährige Realisierungszeitraum im Rahmen der Förderung läuft. Daher stehen keine Maßnahmen im Fokus, die davon abhängig sind, dass Bundes- oder Landesregierung zunächst Gesetze ändern.

Die Maßnahmen sollen durch die Bürger und die Akteure in der Stadtgesellschaft mitgetragen werden. Sie sollen dazu beitragen, ein Umwelt- und gesundheitsbewusstes Mobilitätsverhalten zu fördern. Sie sollen zudem den Anstoß geben für weitere sowohl infrastrukturelle als auch kommunikative Umsetzungsstrategien und die Verkehrsplanungs- sowie Mobilitätskultur nachhaltig prägen.

Planungsdezernent Ludger Wilde freut sich über die gute Nachricht aus Düsseldorf als Signal der Landesregierung in die richtige Richtung: "Mit den Fördermitteln können wir modellhafte, auch mutige Ideen umsetzen, die wir aus eigenen Mitteln nicht finanzieren könnten, und wir können gemeinsam in der Stadt richtig etwas bewirken, um die Stadtluft und die Verkehrssituation für alle zu verbessern. Gleichzeitig können wir anderen Städten, die auch unter den Treibhausgasemissionen leiden, ein gutes Vorbild sein."

Quelle: Stadt Dortmund am 15.12.2017

Rheinland-Pfalz: Masterplan M³ - Mainz erhält Förderbescheid zur Entwicklung nachhaltiger Mobilität

Die Landeshauptstadt Mainz hat gestern vom geschäftsführenden Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Schmidt, als eine von 60 Kommunen den Förderbescheid für die Entwicklung kommunaler Masterpläne erhalten, mit denen die Luftqualität in den belasteten Städten verbessert werden sollen.

"Wir freuen uns, dass das Bundesministerium unseren Förderantrag mit 360.000 Euro in voller Höhe bewilligt hat. Das zeigt, dass es der Stadtverwaltung gelungen ist, binnen weniger Wochen ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, wie der Masterplan gestaltet werden kann", erklären Oberbürgermeister Michael Ebling und die zuständige Dezernentin Katrin Eder.

In dem Masterplan M³ wird die Stadt Mainz bis zum 31. Juli 2018 passgenaue Maßnahmen ausarbeiten, mit denen die Stickstoffdioxidbelastung reduziert werden können. Schwerpunkte des Masterplans sollen sein: Digitalisierung des Verkehrs, Vernetzung im Öffentlichen Personennahverkehr, Radverkehr, Elektrifizierung des Verkehrs und Urbane Logistik.

"Bislang fehlte der Stadt die Mittel, die vielen guten Ideen, die bereits vorhanden sind und nun im Masterplan M³ gebündelt werden sollen, umzusetzen. Mit den Mitteln aus dem 'Dieselfonds' besteht nun endlich die Chance, diese auch in erheblichem Maß umzusetzen. Nur so kann es gelingen, die seit vielen Jahren zu hohe Stickoxidbelastung im Stadtgebiet zu senken und ein drohendes Dieselfahrverbot abzuwenden."

Quelle: Stadtverwaltung Mainz am 20.12.2017

Sachsen: Ausbau des Radwegenetzes soll 2018 beschleunigt werden

Um den Ausbau des sächsischen Radwegenetzes zu beschleunigen, tritt das sächsische Verkehrsministerium auch 2018 kräftig in die Pedale. Bis Mitte 2018 sollen alle 543 Kilometer Radwegemaßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen der höchsten Priorität beauftragt sein. "Es ist unser erklärtes Ziel, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr landesweit nennenswert zu erhöhen und dazu das Netz für den Alltags- und touristischen Radverkehr weiter auszubauen. Dabei sind wir auf einem guten Weg, denn wir haben bereits einiges erreicht", sagt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig.

Für den Netzausbau und die Verbesserung der Qualität im Alltagsradverkehr wurden die folgenden Maßnahmen umgesetzt oder eingeleitet:

  • Die Förderung des kommunalen Radwegebaus ist vereinheitlicht und auf 90 Prozent der Kosten erhöht worden. Die Rahmenbedingungen sollen weiter vereinfacht werden.
  • Verknüpfungsstellen mit dem ÖPNV (z. B. Fahrradparkhäuser) werden mit 75 Prozent der Kosten gefördert. Grundlage ist die Richtlinie über die Gewährung von Fördermitteln im öffentlichen Personennahverkehr (RL-ÖPNV).
  • Das touristische Landesradwegenetz "SachsenNetz Rad" wird fortgeschrieben und sachsenweit mit einer aktuellen durchgängigen Wegweisung ausgestattet. Leipzig dient dafür als Pilotregion.
  • Um geeignete Korridore für Radschnellverbindungen zu ermitteln, wurde eine landesweite Potenzialanalyse auf den Weg gebracht.
  • Der Aufbau einer Radwegedatenbank mit einer systematischen Erfassung von rund 6.000 Kilometern Radwegen (SachsenNetz Rad, Bundes- und Staatsstraßen) unterstützt die Radwegeplanung und -erhaltung, die touristische Vermarktung und die Routenführung.
  • Eine Landesarbeitsgemeinschaft Radverkehr und fünf regionale Arbeitsgemeinschaften wurden etabliert, um die Radverkehrsaktivitäten in Sachsen zu unterstützen und zu koordinieren. Darüber hinaus ist die Gründung einer eigenständigen "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden" vorgesehen, wozu interessierte regionale Vertreter in Kürze angesprochen werden. Dieses neue Gremium wird den gemeinsamen Erfahrungs- und Informationsaustausch erleichtern.
  • Ein neues Gutachten trägt dazu bei, die Planungen zu vereinfachen und stillgelegte Bahntrassen – hinsichtlich der Eingriffe in den Naturschutz – leichter nutzen zu können.
  • Der Umsetzungsstand und die Inhalte der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen sollen evaluiert und aktualisiert werden. Kernpunkt ist die Fortschreibung des Radwegebedarfs an Bundes- und Staatsstraßen.

"Den Radverkehr zu stärken bleibt auch zukünftig ein vordringliches Ziel der Staatsregierung. Die Radverkehrskonzeption bildet dabei eine gute Grundlage", erklärt Martin Dulig. Gleichzeitig bremst der sächsische Verkehrsminister überzogene Erwartungen: "Der jährliche Fortschritt der fertiggestellten Radwege vollzieht sich ungleichmäßig. Der Planungs- und Genehmigungsprozess für ein Radwegebauvorhaben ist oft ähnlich aufwendig wie im Straßenbau." Gründe dafür seien erforderliche Planfeststellungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen, die europäische Umweltgesetzgebung und die bisweilen schwierige Beschaffung von Ausgleichsflächen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 14.12.2017

Sachsen-Anhalt: Magdeburg bekommt Fahrradstraße als Ergebnis eines Bürger-Workshops

Am 26. August 2017 fand in Magdeburg ein Bürger-Workshop zur Goethestraße statt. Unter dem Titel "Eine sichere Straße für alle!" wurden von 20 teilnehmenden BürgerInnen Ideen bzw. Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Goethestraße entwickelt und zusammengetragen. Die Vorschläge sind in Form eines Bürgergutachtens zusammengefasst. Im Ergebnis wurde die Umwandlung der Goethestraße zu einer Fahrradstraße vorgeschlagen.

Was ist eine Fahrradstraße?
Die Fahrradstraße soll die Attraktivität des Radverkehrs steigern. Die Verkehrssicherheit wird bei dem geringen in der Goethestraße zur Verfügung stehenden Verkehrsraum mit einer Fahrradstraße erhöht, weil der Radfahrer Vorrecht im Straßenraum hat. Wenn Autofahrer mit Zusatzzeichen zugelassen sind, können diese ganz normal die Straße mitbenutzen, müssen sich aber insbesondere mit Blick auf den Überholwunsch den Radfahrern unterordnen. In Fahrradstraßen gilt grundlegend Tempo 30. Bei freigegebenem Kfz-Verkehr gilt ebenfalls durchgängig Tempo 30. Radfahrer dürfen in der Fahrradstraße nebeneinander fahren, auch wenn Autofahrer dadurch ggf. von einem Überholen abgehalten werden. Ziel der Fahrradstraße ist die weitere Förderung des Radverkehrs und die Reduzierung von Verkehrsunfällen sowie der Unfallschwere.

Beabsichtigtes Verfahren:
Das in der Anlage enthaltene Bürgergutachten soll über den Internetauftritt der Landeshauptstadt Magdeburg veröffentlicht werden. Zudem sollen die Ergebnisse des Bürger-Workshops der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dies ist auf einer der nächsten Sitzungen der GWA Stadtfeld-Ost bzw. des Vereins Bürger für Stadtfeld denkbar. Auf Basis der Bürgervorschläge erstellt die Verwaltung eine Vorzugsvariante. Daher ist die Umsetzung einer Fahrradstraße wünschenswert. Es ist auf die Bedingungen in der Goethestraße einzugehen. Durch die Untere Straßenverkehrsbehörde wird die Vorzugsvariante geprüft. Mithilfe der Prüfhinweise folgt die Erstellung eines Verkehrszeichenplans durch das Stadtplanungsamt. Der Verkehrszeichenplan ist Grundlage für die Beantragung der Beschilderung bei der Unteren Straßenverkehrsbehörde. Im Bedarfsfall findet ein Ortstermin der Unteren Straßenverkehrsbehörde zusammen mit Stadtplanungsamt statt. Bei einer möglichen Fahrradstraße soll der Kfz-Verkehr freigegeben werden. Anlieger und Besucher können somit die Goethestraße wie bisher mit dem Kfz befahren. Es ist angedacht, die verkehrsrechtliche Anordnung durch die Untere Straßenverkehrsbehörde vorerst für ein Jahr zu befristen. In dieser einjährigen Testphase soll das Verkehrsverhalten beobachtet werden. Nach der möglichen verkehrsrechtlichen Anordnung sowie dem Verkehrszeichenplan kann das Tiefbauamt die Verkehrszeichen beschaffen und aufstellen. Im Zuge der Aufstellung der Verkehrszeichen ist eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung (Tiefbauamt mit Unterstützung durch das Stadtplanungsamt, ggf. Untere Straßenverkehrsbehörde) von hoher Bedeutung.

Quelle: Ratsinformationssystem der Landeshauptstadt Magdeburg am 12.12.2017

Sachsen-Anhalt: Ortsdurchfahrt in Allstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) mit neuem Rad- und Gehweg

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel hat die grundhaft ausgebaute Ortsdurchfahrt in Allstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) im Zuge der Landesstraße (L) 218 wieder für den Verkehr freigegeben. "Die Straße entspricht nun modernsten Regelwerken. Über die breitere Fahrbahn kann der Verkehr den Ort flüssiger und sicherer passieren als zuvor. Davon profitieren Autofahrer und Anlieger gleichermaßen", erklärte Webel bei der Verkehrsfreigabe. Das Land habe rund 1,2 Millionen Euro für die aufwendige Ertüchtigung der Strecke bereitgestellt.

Neben dem reinen Straßenbau ist auch ein neuer Geh- und Radweg entlang des rund 1,3 Kilometer langen Abschnitts gebaut worden, in den die Stadt rund 200.000 Euro investiert hat. Damit sei Allstedt nun an das Radwegenetz zur Nachbargemeinde Wolferstedt angeschlossen, erklärte Webel. Darüber hinaus wurde im Ort eine neue Bushaltestelle mit Haltebucht errichtet.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 04.12.2017

Sachsen-Anhalt: "Vela - der Radwege-Chatbot" - Start eines Pilotprojekts des Landesverkehrministeriums

Vela - der Radwege-Chatbot ist ein gemeinsames Pilotprojekt des Ministeriums für Landesentwicklung und der Verkehr und der Govii UG, einem Unternehmen der TELEPORT-Gruppe. Vela bietet einen unkomplizierten Zugang zu geplanten Radwegen an Bundes- und Landesstraßen in Sachsen-Anhalt. Die Datenbasis bilden die aktuellen Radwegebedarfspläne

Im zunächst zweijährigen Testzeitraum sollen Praxiserfahrungen gesammelt und der Chatbot Stück für Stück verbessert und erweitert werden. Hierfür bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Testen Sie Vela, stellen Sie Fragen und berichten Sie von Ihren Erfahrungen. Sie erreichen die Mitarbeiter der Pressestelle des Verkehrsministeriums unter dieser E-Mail-Adresse: presse(at)mlv.sachsen-anhalt.de.

Was Vela beispielsweise (noch) nicht geben kann, sind Auskünfte über schon vorhandene Radwege an Landes- und Bundesstraßen. Auch über Radwege in Städten und Gemeinden sowie touristische Radwege liegen keine Informationen vor.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und der Verkehr am 01.12.2017
 
Zur MLV-Mitteilung mit Link zum Chatbot
Meta Infos
Stand der Information
31. Dezember 2017
Quelle

difu

Land
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte