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September 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: 1,7 km des Velorings in Friedrichshafen eingeweiht - Fertigstellung bis 2021 erwartet

Am 9. September 2017 haben Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Vertreter aus Politik, Handel und Sport die ersten 1,7 Kilometer des neuen Radschnellweges eröffnet. Die Teilabschnitte zwischen Bodensee-Center und Mühlöschstraße und der Aistegstraße können jetzt von den Radlern befahren werden. Bis 2021 soll der insgesamt sieben Kilometer lange Veloring für rund 8,5 Millionen fertiggestellt werden.

Interessierte Radler, eine Gruppe Radfahrer des Radvereins Seerose, Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Vertreter des Gemeinderates, des Landtages, des Stadtbauamtes, des ADFC und des Planungsbüros ließen es sich trotz des kühlen und unbeständigen Wetters nicht nehmen, zur Einweihung des Velorings zu kommen. Wer Lust hatte konnte sich mit der Fahrradrikscha auf dem Veloring chauffieren oder am Coffee-Bike, der mobilen Kaffeebar auf drei Rädern, mit Kaffeespezialitäten verwöhnen lassen.

"Mit der Einweihung der ersten 1,7 Kilometer sind wir auf einem guten Weg, den Radverkehr in Friedrichshafen weiter zu fördern und den Radlern attraktive Radwege anzubieten", sagte Erster Bürgermeister Dr. Köhler.

Ende 2015 gab der Gemeinderat den Startschuss für den Veloring. Spatenstich war am 1. März 2017. Der Radschnellweg soll voraussichtlich bis 2021 als sieben Kilometer lange Radverbindung in einem Halbkreis um die Innenstadt führen. "Das Projekt ist für die Bürger unserer Stadt", so Köhler. Neben den Ausgaben für den Veloring, investiert die Stadt Friedrichshafen zusätzlich jährlich rund 500.000 Euro, dies sind umgerechnet 10 Euro pro Einwohner, in den Radverkehr.

Als ein hervorragendes Projekt bezeichnete der Kreisvorsitzende des ADFC, Karl Honnen, den Bau des Velorings. Diese schnelle Radverbindung sei wichtig für die Pendler, die mit dem Rad zur Arbeit fahren. Er dankte dem Gemeinderat, dass dieser dieses wichtige Projekt auf den Weg gebracht habe. Stellvertretend für die Händler im Bodensee-Center stellte Center-Manager Mark Jaros heraus, dass der Veloring sowohl für die Stadt wie auch für das Bodensee-Center eine ideale Radverbindung sei.

Danach durchschnitten Stadtrat Eberhard Ortlieb (Freie Wähler), Stadträtin Christine Heimpel (SPD), Stadtrat Gebhard Leiprecht (Bündnis 90/Die Grünen), MdL Klaus Hoher (FDP), Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Mark Jarosz (Center-Manager) und Karl Honnen (ADFC) das Band und gaben den Veloring frei. "Mit diesem Projekt haben wir einen wichtigen und richtungsweisenden Schritt für den Radverkehr und damit auch für den Klimaschutz gemacht", so Köhler. Nachdem das Band durchschnitten war, machten sich die Radler des Radvereins Seerose auf die 1,7 Kilometer lange Strecke und wieder zurück.

Weitere Informationen: www.radverkehr.friedrichshafen.de

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 15.09.2017

Baden-Württemberg: Wegweiser für das 1.100 Kilometer lange Alltags-Radverkehrsnetz im Schwarzwald-Baar-Kreis

Rund 1.100 Kilometer ist das Alltags-Radverkehrsnetz des Schwarzwald-Baar-Kreises lang. Um den genauen Streckenverlauf herauszufinden, mussten Radfahrer bis jetzt Planwerke sichten oder in Online-Routenplanern recherchieren. Künftig soll die Recherche leichter werden. In den kommenden Monaten wird das Radverkehrsnetz auf Grundlage eines einheitlichen Gesamtkonzeptes neu beschildert. Mit über 3.000 Wegweisern wird das Radverkehrsnetz ausgewiesen, der Auftakt dazu wurde nun in Blumberg gemacht. Um dem anstehenden Winter zuvor zu kommen, sollen anschließend zuerst die höher gelegenen Städte und Gemeinden im Schwarzwald-Baar-Kreis beschildert werden. Nachdem die Arbeiten in Blumberg abgeschlossen sind, wird die Montage der Wegweiser in Triberg und St. Georgen fortgesetzt.

 Ziel der Fahrradwegweisung ist es, den Radverkehr auf sicheren und attraktiven Strecken, die schnellstmöglich ans Ziel führen, zu bündeln. Davon profitieren nicht nur Touristen und Besucher des Landkreises, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Denn auch im Schwarzwald-Baar-Kreis steigt der Radverkehrsanteil, vor allem bedingt durch die immer präsenteren Elektrofahrräder, kontinuierlich an. Die besten Strecken sind dabei gerade den "Neu-Radlern" nicht immer bekannt.

Dies sieht auch das Land Baden-Württemberg so und unterstützt die Finanzierung des kreisweiten Wegweisungssystems mit erheblichen Fördermitteln. Zeitgleich mit den Fahrradwegweisern des Landkreises werden auch die neuen, typgleichen Wegweiser des Landes montiert. Hier erfolgte eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Land, so dass die beiden Wegweisungssysteme nahtlos ineinander übergehen und keine Lücken entstehen. Durch die enge Zusammenarbeit konnten zudem Kosten bei Ausschreibung und Montage eingespart werden. Von den Gesamtkosten in Höhe von 341.000 Euro entfallen 106.000 Euro direkt auf die Verbindungen des Landes Baden-Württemberg und Dritter. Für seine Montage- und Herstellungskosten in Höhe von 179.000 Euro erhält der Landkreis eine Landesförderung von 109.000 Euro. Der Landkreis trägt folglich 126.000 Euro.

Außerdem ist eine touristische Erweiterung schon beschlossen. Im kommenden Jahr sollen die neuen Fahrradwegweiser um ein sogenanntes Knotenpunktsystem ergänzt werden. Damit ist es möglich, individuelle Touren an Hand von Übersichtstafeln zu planen, die an 70 ausgewählten und nummerierten Knotenpunkten aufgestellt werden. Damit fördert der Landkreis den vor allem auch wirtschaftlich immer bedeutender werdenden Radverkehr weiter. Auch hierfür stehen Fördermittel in Aussicht. Der weitere Ausbau von Radwegen und der Radinfrastruktur auf Grundlage des Radverkehrsplans des Landkreises bleibt daneben eine wichtige Daueraufgabe der Städte, Gemeinden, des Landkreises und des Landes.

Quelle: Schwarzwald-Baar-Kreis am 20.09.2017

Baden-Württemberg: Karlsruhe erweitert Fahrradwegenetz - Neue Fahrradstraße in der Kaiserallee eingeweiht

Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche wurde in Karlsruhe eine neue Fahrradstraße durch Bürgermeister Michael Obert eingeweiht. Die neue Fahrradstraße befindet sich in der Kaiserallee und soll den Bürgern nachhaltige Mobilität näher bringen, sowie die Entscheidung für das umweltfreundliche Fahrrad erleichtern.

Kontinuierliche Umsetzung der Maßnahmen seit 2005: Das "20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs" wurde bereits 2005 beschlossen. In Karlsruhe wurden nach Beschluss immer mehr Haupt- und Nebenrouten gemäß des Radroutenkonzepts umgesetzt. Mit der Kaiserallee wurde nun die letzte Fahrradstraße eines Pakets, von zwölf neuen Projekten dieser Art, umgesetzt. 

Doppelt so viele Radfahrer wie Autos: Fahrradstraßen kommen dann zum Einsatz, wenn "der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist." Zählungen haben 2015 ergeben, dass an einem Werktag zwischen 6 und 20 Uhr insgesamt 580 Autos und 1.280 Radfahrer die Kaiserallee, Ecke Kochstraße, passieren.

Radfahrer haben Vorrang: Radfahrer haben in einer derart gekennzeichneten Straße Vorrang: Sie dürfen nebeneinander auf der Straße fahren und Autofahrer müssen sich an Geschwindigkeit und Gegebenheiten anpassen. Überholt werden darf nicht. Ebenso ist eine Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben. Mehr Informationen zu Fahrradstraßen und deren Umsetzung hat die AGFK-BW hier zusammengestellt

Quelle: AGFK Baden-Württemberg am 26.09.2017

Bayern: Vier mögliche Trassen in der Metropolregion Nürnberg für Radschnellwege geeignet

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann und Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly stellten am 13. September 2017 in Nürnberg die Machbarkeitsstudie für Radschnellwege in der Metropolregion Nürnberg vor. Nachdem von den ursprünglichen 21 Korridoren 7 zur weiteren Untersuchung festgelegt wurden, zeigt die neue Studie: Mehr als die Hälfte der untersuchten Strecken können die Kriterien für Radschnellwege erfüllen.
 
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden differenzierte Qualitätsstandards für ein Radschnellverbindungsnetz in der Metropolregion Nürnberg und für den Freistaat Bayern erarbeitet – "Der Bayerische Weg". Das Netz soll Radschnellwege, Radhauptverbindungen und Radverbindungen beinhalten, die sich in Bezug auf die Führungsformen, mögliche Knotenpunkte und weitere Ausstattungsmerkmale unterscheiden.

Mit den Trassen Nürnberg – Erlangen / Nürnberg – Fürth / Nürnberg – Oberasbach (nach Zirndorf; inkl. Anbindung Stein) und Erlangen – Herzogenaurach eignen sich nun gleich Vier Strecken rund um die Frankenmetropole Nürnberg für eine Umsetzung von Radschnellwegen. Herrmann betonte, dass Radschnellwege auf den Alltagsradverkehr mit einer hohen Zahl an Radfahrern, insbesondere auf starke Pendlerströme, zielen. Die potenziellen Strecken führen zum Großteil durch Kommunen der AGFK Bayern. Das zeigt, dass die Kommunen motiviert sind, den Radverkehr bayernweit voranzubringen. Die beteiligten Kommunen, der Vorstand und die Geschäftsführung arbeiten deshalb auch so intensiv mit dem Freistaat an der Realisierung der Radschnellwege.
 
Für eine zügige Umsetzung ist es nun wichtig, die Fragen der Baulast und des planungsrechtlichen Verfahrens zu klären. Die Einrichtung eines - oder mehrerer Radschnellwege – ist auch verkehrspolitisch ein wichtiges Zeichen des Freistaats, weshalb die AGFK Bayern fordert, den Kommunen bei der Baulast unter die Arme zu greifen. Durch eine Änderung des Straßen- und Wegegesetzes und die Gleichstellung von Radschnellwegen mit Staatsstraßen kann bei Radschnellverbindungen eine durchgängige und einheitliche Qualität geschaffen werden. Ebenso sollte die Durchführung von Planfeststellungsverfahren für selbstständige Radwege ermöglicht werden. Die vorgestellte Machbarkeitsstudie zeigt also Streckenführungen für ein echtes Pilotprojekt auf und könnte die Qualitätsstandards für ganz Bayern definieren.

Quelle: Verkehrsministerium Bayern, AGFK Bayern, Metropolregion Nürnberg am 14.09.2017

Bayern: Neuer Radweg zwischen Karbach und Fabrikschleichach entlang der Staatsstraße 2258 in Franken

Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck gab am 21.09.2017 in der Gemeinde Rauhenebrach den neuen Geh- und Radweg zwischen Karbach und Fabrikschleichach für den Verkehr frei. Der Staatssekretär freute sich, dass mit dem rund einen Kilometer langen Abschnitt entlang der Staatsstraße 2258 eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen werden konnte. "Die neue Strecke bringt das fränkische Radwegenetz weiter voran und macht Radfahren in Bayern noch attraktiver", so Eck. Außerdem werde die Verkehrssicherheit in hohem Maße verbessert. Die knapp 300.000 Euro staatliche Förderung seien deshalb gut angelegtes Geld.

Denn auf der schmalen kurvigen Staatsstraße kam es für die Radfahrer in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen. Umso mehr freute sich Eck über die Entscheidung der Gemeinde Rauhenebrach, hier im Rahmen des Sonderbaulastprogramms für Radwege an Staatsstraßen einen zweieinhalb Meter breiten Geh- und Radweg an der Westseite der Staatsstraße 2258 zu bauen.

Die Gesamtbaukosten betrugen rund 420.000 Euro. Davon waren etwa 395.000 Euro zuwendungsfähig und wurden zu über 75 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert. "Der Staatsregierung und auch mir persönlich liegt der Radverkehr sehr am Herzen," betonte Eck. Deshalb fördere der Freistaat kommunale Radwegeprojekte. "Wir haben aber auch den Bau von Radwegen deutlich verstärkt. Und wir wollen das Radwegenetz noch weiter ausbauen", so der Verkehrsstaatsekretär. Denn das Fahrrad sei ein äußerst attraktives Verkehrsmittel. „Es ist vor allem kostengünstig, umweltfreundlich und sehr flexibel und hat aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten großes Potential", so der Staatssekretär.

Quelle: Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr PM S44a/2017 am 21.09.2017

Bayern: Landkreis Neu-Ulm auf dem Weg zur "fahrradfreundlichen Kommune"

Der Landkreis Neu-Ulm wird wohl demnächst Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK). Die Prüfungskommission wird die Aufnahme nach einer ersten Vor-Ort-Inspektion empfehlen. Der Beitritt ist ein Punkt des insgesamt 30 Maßnahmen umfassenden Klimaschutzteilkonzepts "Mobilität", das der Kreistag am 17. März 2017 verabschiedet hat.

Mit inzwischen über 50 Kommunen - Städten und Landkreisen - als Mitglieder hat sich die AGFK Bayern zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil stetig zu erhöhen und den Radverkehr in Bayern gemeinsam zu fördern. Diese Fördermaßnahmen betreffen sowohl eine radverkehrsfreundliche Mobilitätskultur als auch den Ausbau von Radwegen und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Grundsätzlich fördert und unterstützt die AGFK Bayern die Mitglieder in den vier Säulen der Radverkehrsförderung: Öffentlichkeitsarbeit, Information, Service und Infrastruktur.

Die Prüfungskommission kam zusammenfassend zu dem Ergebnis: "Der Landkreis Neu-Ulm meint es ernst mit der Fahrradfreundlichkeit. Bis zur Verleihung des Zertifikats hat er noch eine Wegstrecke vor sich, die Startbedingungen sind jedoch gut", so formulierte es Kommissionsleiter Johannes Ziegler von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Der Fachmann lobte insbesondere, dass Radwege im Landkreis bereits fast flächendeckend vorhanden sind, diese eine hervorragende Beschilderung aufweisen und detaillierte Informationen zu den einzelnen Radwegen vorliegen.

Nachbesserungsbedarf gebe es hauptsächlich bei der Öffentlichkeitsarbeit, dem Informationsaustausch mit anderen Radverkehrsbeteiligten, dem Baustellenmanagement sowie sicheren und wettergeschützten Fahrrad-Abstellanlagen. Außerdem müsse der Fokus neben den bestens betreuten touristischen Touren auch auf den alltäglichen Radverkehr gelegt werden. Dazu sei ein Radverkehrskonzept zu erarbeiten, in dem "alle Ansatzpunkte zu einer Einheit zusammengeschnürt werden", so Ziegler.

Der Landkreis hat nun vier Jahre Zeit, seine Hausaufgaben zu machen. Dann findet die Hauptbewertung durch die AGFK-Kommission statt. Der Nachweis ist die Voraussetzung für die Auszeichnung als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern". 

Quelle: Landkreis Neu-Ulm am 21.09.2017

Bayern: Bamberger Stadtrat stimmt für Zulässigkeit des Bürgerbegehrens "Radentscheid" (Art. 18 a Abs. 8 GO)

Auf der Vollsitzung des Stadtrates der Stadt Bamberg am 27.09.2017 wurde folgende Tischvorlage einstimmig angenommen:

  1. Der Stadtrat der Stadt Bamberg nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
  2. Der Stadtrat der Stadt Bamberg stellt fest, dass das Quorum gemäß Art. 18a Abs. 6 GO durch die Abgabe von 6.645 gültigen Unterschriften erfüllt wurde.
  3. Der Stadtrat der Stadt Bamberg stellt die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens im Sinne des Arte. 18a Abs. 8 Satz 1 GO hinsichtlich der Fragestellung "Soll die Stadt Bamberg die nebenstehenden 10 Ziele verkehrspolitisch vorrangig verfolgen, damit möglichst viel davon umgesetzt werden kann?" in Verbindung mit:
Ziel 2   "Fahrradgerechte und sichere City- und Schulwegrouten"
Ziel 3   "Schutz für Radfahrende an vielbefahrenen Hauptstraßen"
Ziel 5   "Drei Kreuzungen pro Jahr für alle sicherer machen"
Ziel 6   "5.000 neue Fahrradparkplätze bis 2025"
Ziel 8   "Radschnellwege für den Pendelverkehr"
Ziel 9   "Mehr Effizienz und Effektivität bei Planung und Umsetzung"
Ziel 10 "Bamberg für mehr Radverkehr sensibilisieren"

fest. Im Übrigen wird festgestellt, dass das Bürgerbegehren hinsichtlich:

Ziel 1   "Fahrradstraßen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr"
Ziel 4   "Mehr Disziplin im Straßenverkehr für eine gegenseitige Akzeptanz"
Ziel 7   "Grüne Welle für den Umweltverbund"

unzulässig ist. Die teilweise Unzulässigkeit führt nicht zu einer Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens insgesamt

4. Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah Gespräche mit den Vertretern des Bürgerbegehrens zur weiteren Vorgehensweise zu führen.

Quelle: Stadt Bamberg am 30.09.2017

Zum Ratsinformationssystem der Stadt Bamberg und zur Seite des Radentscheids

Berlin: Zwölf Korridore für Radschnellverbindungen mit dem größten Potenzial identifiziert

Zu einer modernen Verkehrsinfrastruktur gehören auch Radschnellverbindungen: Breite Wege für den Radverkehr, die gut beleuchtet sind und auf denen man bequem, sicher und vor allem bis auf wenige Unterbrechungen ohne Stopp durchfahren kann. Radschnellverbindungen machen das Fahrrad auch auf längeren Strecken attraktiv, egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder in der Freizeit.

Senatorin Günther sagt: "In Berlin und in vielen internationalen Metropolen wächst der Anteil des Radverkehrs. Radschnellverbindungen sind ein wichtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur einer modernen Großstadt. Sie machen das Fahrrad noch attraktiver, weil auch längere Strecken sicher und in einer angemessenen Zeit mit dem Rad zurückgelegt werden können."

Bereits im Frühjahr 2017 wurden gemeinsam mit externen Partnern aus 30 vorgeschlagenen Trassenkorridoren die zwölf Korridore identifiziert, die das größte Potenzial haben. Für alle zwölf Trassenkorridore, mit einer Länge von circa 100 Kilometern, sollen in den nächsten Jahren Machbarkeitsuntersuchungen in folgender Reihenfolge erstellt werden (siehe Karte):

  • "Y-Trasse", die drei der vorgeschlagenen Trassenkorridore zusammenfasst (Betriebswege entlang der A113 sowie A100 in Verbindung mit dem Korridor zwischen Südstern und Rungiusstraße in Britz)
  • "Trasse Mitte – Tegel – Spandau" (zusammengefasst aus zwei der vorgeschlagenen Trassenkorridoren)
  • "Trasse Königsweg – Kronprinzessinnenweg"
  • "Panke-Trail" (zusammengefasst aus zwei vorgeschlagenen Trassenkorridoren)
  • "West-Route" (in Verbindung mit Radverkehrsanlagen entlang der B5)
  • "Teltowkanal-Route" (in Verbindung mit dem Radfernweg Berlin-Leipzig)
  • "Trasse Spandauer Damm – Freiheit"
  • "Trasse Nonnendammallee – Falkenseer Chaussee"

Noch 2017 soll mit der Machbarkeitsuntersuchung für die drei Korridore der "Y-Trasse" gestartet werden. Diese Untersuchung ist die erste konkrete Planungsstufe für diese Trasse. Nach Abschluss wird die neu gegründete Infra-Velo GmbH mit der weiteren Planung und Umsetzung der Radschnellverbindung auf der "Y-Trasse" beauftragt. Hierfür sieht der Koalitionsvertrag den Bau einer Fuß- und Radverkehrsbrücke über den Britzer Zweigkanal vor.

Die Vergabe der weiteren Machbarkeitsuntersuchungen wird ebenso noch in diesem Jahr vorbereitet. Diese Aufgabe soll ebenfalls der neugegründeten Infra-Velo GmbH übertragen werden.

Zusätzlich werden die Planungen für eine Radschnellverbindung im Zuge der "Tangentialen Verbindung Ost (TVO)" zwischen der B1/B5 im Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Norden und der Straße An der Wuhlheide im Bezirk Treptow-Köpenick im Süden weiter vorangetrieben.

Im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchungen soll auch ein Anschluss an die Radverkehrsanlagen der Umlandgemeinden in Brandenburg und an Radfernwege sichergestellt werden.

Für den Trassenkorridor, der auf den stillgelegten Gleisen der Potsdamer Stammbahn verlaufen sollte, wurde nach Auftrag des Abgeordnetenhauses – unabhängig von der Potenzialbewertung – die Machbarkeit einer Radschnellverbindung untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt deutlich, dass die Radschnellverbindung auf dieser Trasse nicht wirtschaftlich wäre. Denn nach dem heutigen Stand würde die Trasse nach einem bis zu fünf Jahre langen Planungs- und Umsetzungs-Zeitraum lediglich für zehn Jahre für den Radverkehr zur Verfügung stehen. Danach müsste diese dann wieder zurück gebaut werden, um die Wiederinbetriebnahme des Bahnverkehrs vorbereiten und einleiten zu können. Die Deutsche Bahn hatte darüber hinaus angekündigt, dass sie planfestgestellte Bahntrasse für eine Zwischennutzung nicht zur Verfügung stellen würde.

Den Zwischen- und Endbericht, die Machbarkeitsstudie Potsdamer Stammbahn sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/rad/schnellverbindungen

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 22.09.2017

Bremen: Fahrrad-Premiumroute von Bremen-Farge bis Bremen-Mahndorf vorgestellt

Der 2014 von der Bürgerschaft beschlossene Verkehrsentwicklungsplan Bremen 2025 sieht ein Netz von mehreren Fahrrad-Premiumrouten vor, auf denen Radfahrende besonders schnell und komfortabel voran kommen sollen. "Ein wichtiges Ziel dabei ist, die Hauptrouten im Netz für den Radverkehr weiter zu qualifizieren, die Reisezeiten im Radverkehr zu verkürzen und dadurch den hohen Stellenwert des Fahrrades in Bremen als Verkehrsmittel zu stärken und weiter zu entwickeln", so Verkehrssenator Joachim Lohse. "Mit den Premiumrouten soll darüber hinaus ein Anreiz geschaffen werden, auch größere Entfernungen als heute künftig mit dem Fahrrad zurückzulegen." Die zunehmende Nutzung von pedalbetriebenen Elektrofahrrädern (sog. "Pedelecs") bietet hierzu die Möglichkeit auch für Menschen, die ansonsten weniger sportlich unterwegs sind. Auch die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit nimmt zu. 20 bis 25 Stundenkilometer können auf Pedelecs - auch auf längeren Strecken über zehn Kilometer Länge - mühelos durchgehalten werden.

"Dazu werden leistungsfähige komfortable Verkehrswege benötigt, wie sie durch den Bau von Fahrrad-Premiumrouten entstehen sollen", konstatiert Senator Lohse. "Die Machbarkeitsuntersuchung weist nach, dass die dazu erforderlichen Standards auch innerorts, sozusagen mitten durch die Stadt, größtenteils auf den dafür vorhandenen Strecken weitgehend und mit einfachen Mitteln geschaffen werden können." Wohnstraßen werden zu Fahrradstraßen, Radwege werden aus- oder neu gebaut, vorhandene Brücken auch für den Radverkehr genutzt und unter der so genannten "Erdbeerbrücke" soll ein Tunnel die Fahrtzeit deutlich verkürzen und vor allem sicherer machen. Die gesamte Route erhält ein einheitliches Erscheinungsbild und wird von Farge bis Mahndorf auf 43 Kilometern gut erkennbar für die Radfahrenden gestaltet. Eine Wegweisung gehört selbstverständlich auch dazu.

Die zu erwartenden Kosten des Vorhabens liegen mit weniger als einer halben Million Euro pro Kilometer deutlich unter denen vergleichbarer Projekte in Deutschland, die zum Teil dreifach teurer ausfallen. Bremen ist dabei die erste Stadt, die auf einer so langen Strecke eine derartige Route innerorts führt. Auch das politisch beschlossene Netz selbst ist deutschlandweit ein Herausstellungsmerkmal.

"Die weitere Entwicklung des Radverkehrs ist dabei nicht nur umweltfreundlich und gesundheitsfördernd, sondern auch die effizienteste und preiswerteste Möglichkeit die Mobilität in einer Großstadt zu gestalten, denn die meisten Wege der Einwohnerinnen und Einwohner in unseren Städten sind kurz und fahrradtauglich", so Lohse weiter. "Radfahrende entlasten die Straßen. Davon profitieren nicht zuletzt die Autofahrer. Denn für immer neue und breitere Straßen sind weder Geld noch der Platz vorhanden."

Ein wesentliches Ziel des auch von wichtigen Verbänden getragenen Verkehrsentwicklungsplans ist die Verbesserung der Mobilität für alle Teile der Bevölkerung. Hierzu leistet die Premiumroute, nicht zuletzt durch die hohe Bereitschaft der Bremerinnen und Bremer das Fahrrad zu nutzen, einen wichtigen Beitrag.

Quelle: Land Bremen am 13.09.2017

Hamburg: Fahrradstraße Baustart für nächsten Abschnitt der Alster Fahrradachsen - Straße Alsterufer wird Fahrradstraße

Jetzt wird auch die Straße Alsterufer zwischen Alter Rabenstraße und Kennedybrücke zur Fahrradstraße umgebaut. Dieser Bereich schließt direkt an die Ende 2014 eröffnete Fahrradstraße Harvestehuder Weg an und ist Teil der Veloroute 4. Von der Neugestaltung dieses Straßenzugs profitieren auch das Alstervorland sowie seine Besucher und Anlieger. Das haben Senator Jens Kerstan, BUE und Staatsrat Andreas Rieckhof, BWVI gemeinsam mit Hamburgs Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue, dem Geschäftsführer des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer Dr. Stefan Klotz und Kay Gätgens, Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel mit einem symbolischen Spatenstich gefeiert.

Die Bauarbeiten an diesem weiteren Abschnitt der Alster Fahrradachsen haben am 4. September 2017 begonnen. Sie unterteilen sich in zwei Phasen: Bis Ende Oktober wird der Bereich zwischen Alter Rabenstraße und Fontenay umgebaut. Noch in diesem Jahr können also Hamburgs Radfahrer von der Krugkoppelbrücke bis Fontenay durchgängig auf einer Fahrradstraße fahren. Nach dem Ende der kalten Jahreszeit und dem Wegzug des amerikanischen Generalkonsulats beginnen nach jetzigem Planungsstand im März 2018 die Bauarbeiten zwischen Fontenay und Kennedybrücke. Um den heutigen verkehrsberuhigten Zustand auch künftig beizubehalten, wird für Autos der südliche Abschnitt bis Fontenay nur von der Kennedybrücke anzufahren sein.

Mit ihrem Umbau zur Fahrradstraße wird die Straße Alsterufer auf gesamter Länge 5,50 Meter breit sein, womit das Alstervorland erweitert wird. Vor allem in dem Bereich zwischen Fontenay und dem heutigen amerikanischen Generalkonsulat wird es auf der Alsterseite mehr Raum für Grünflächen geben.

"Hier entsteht ein weiterer Abschnitt von Hamburgs Premium-Radwegen. Die Fahrradstraßen auf den Alster Fahrradachsen machen das Radfahren nicht nur attraktiver und sicherer. Sie vereinfachen auch Pendlern aus vielen Teilen der Stadt den täglichen Weg zwischen Quartier und Arbeitsplatz", sagt Andreas Rieckhof, Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. "Doch nicht nur die Radfahrenden profitieren von unserer Radverkehrsstrategie, sondern alle Hamburgerinnen und Hamburger. Indem wir den Radverkehr kontinuierlich ausbauen, entlasten wir die Straßen insgesamt von ihren Lärm-, Luft- und Stauproblemen und schaffen gleichzeitig eine klare und sichere Aufteilung des Straßenraums für alle Verkehrsteilnehmer", so Rieckhof weiter.

Umweltsenator Jens Kerstan: "Ich freue mich sehr darüber, dass mit der neuen Fahrradstraße zusätzliche grüne Flächen für das Alstervorland gewonnen werden konnte. Es ist eine wirkliche Aufwertung. Die Radewegeführung wurde dem landschaftlichen Schwung angepasst und verneigt sich damit quasi vor der Schönheit des Ortes. Dass unter der Lindenpromenade an der Wasserseite nicht mehr geparkt werden kann, tut den Bäumen unendlich gut. Sie können jetzt frei von Bodenverdichtungen durch die Autos besser wachsen und damit auch deutlich älter werden."

Die Alster Fahrradachsen sind Teil des Veloroutenkonzepts der Stadt Hamburg. Die zwölf sternförmig vom Rathausmarkt in die äußeren Stadtteile verlaufenden Routen verbinden die Innenstadt mit den wichtigsten Zentren der Bezirke, und zwei Ringverbindungen erschließen die Wohngebiete der inneren und äußeren Stadt. Die Velorouten verlaufen weitgehend abseits der Hauptverkehrsstraßen, wo Radfahrer auf der Fahrbahn mitfahren können, durch Tempo-30-Zonen und auf Fahrradstraßen. Auf vielen Abschnitten sind die Velorouten bereits heute gut befahrbar. Bis 2020 sollen sie mit einer Gesamtlänge von etwa 280 Kilometern kontinuierlich ausgebaut und beschildert werden, so dass sie modernen Standards entsprechen und sicher und komfortabel zu befahren sind.

Wie im Gesamtprojekt Alster Fahrradachsen werden auch auf dem Abschnitt Alsterufer nicht nur neue Radverkehrsanlagen geschaffen. Die Straße muss ohnehin repariert werden, weshalb die Fahrbahnoberflächen erneuert und Flickstellen sowie Schlaglöcher ausgeglichen  werden. Zudem sind die neuen Asphaltoberflächen lärmreduzierend.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 11.09.2017

Hessen: Digitalkonzept zum Projekt "Radverkehrskonzept für das Gebiet des Landkreises Kassel" vorgelegt

Zwischen Frühjahr 2014 und Herbst 2017 hat die Planungsgemeinschaft Iba/Schmidt im Auftrag des ADFC Kreisverband Kassel Stadt und Land e. V. für den Planungsraum des Landkreises Kassel ein gestuftes, systematisch geplantes Radverkehrsnetz entwickelt.
 
Im Abschlussbericht findet sich die zentrale Projektdokumentation, die hier sowohl als Webversion eingesehen, wie auch als PDF-Version heruntergeladen werden kann. Der komplette fachliche Zugang zu diesem Digitalkonzept wird im Abschlussbericht umfangreich erläutert. Hier findet sich mit der Bestandsaufnahme ein aktuelles Abbild der Radinfrastruktur im Planungsraum. Für die Außenaufnahme haben die Autoren den gesamten Planungsraum mit dem Fahrrad befahren und die aktuelle Situation vor Ort im Bild festgehalten. Ferner wurden relevante Planungswerke und frei im Netz verfügbare Luftbilder analysiert. Aufbauend auf dieser Analyse wurde in der Netzplanung ein hierarchisch gegliedertes, integriertes Radverkehrsnetz für den Alltags- und Freizeitverkehr entwickelt.
 
Den Akteuren aus Politik, Verwaltung und dem bürgerschaftlichen Engagement steht mit diesem Vorschlagskonzept nun eine umfangreiche Materialiensammlung zur Verfügung, mit der die Radverkehrssituation im Planungsraum diskutiert und verbessert werden kann.
 
Quelle: ADFC Kreisverband Kassel Stadt und Land e. V. (Auftraggeber) und Planungsgemeinschaft Iba/Schmidt (Auftragnehmer) am 27.09.2017
 

Hessen: Fahrrad-Forum soll Radverkehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf voranbringen

Mit dem neuen Radverkehrsforum baut der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Bürgerbeteiligung bei der Radverkehrsentwicklung konsequent weiter aus. Die erste Zusammenkunft dieses Forums fand am 5. September 2017 im Marburger Landratsamt statt. Das Forum dient dem gegenseitigen Austausch, der Schaffung von Netzwerken und es soll fachlichen Input geben. Neben Bürgerinnen und Bürgern setzt es sich aus Vertretern von Politik, Verbänden, der Landesverwaltung, des Landkreises und der Kommunen zusammen.

Als erster Schritt haben die Mitglieder des Forums fünf Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themen "Schulradeln", "Alltagsradeln" und "Einheitliche Pflege der Radwegweisung" sowie "Schnelle Raddirektverbindungen" und "Organisation Radverkehrsforum" beschäftigen. Hierbei setzt der Kreis auf die Ideen, Erfahrungen, Netzwerke und aktive Mitarbeit der Bürgerschaft. Das Forum tagt zwei Mal im Jahr oder bei Bedarf, die Arbeitsgruppen können die Frequenz ihrer Treffen selbst organisieren.

"Eine zentrale Forderung des Radverkehrsdialogs 2016 war die Einrichtung einer dauerhaften Netzwerk- und Austauschplattform zur Förderung der Radverkehrsentwicklung, auf der eine gemeinsame Radverkehrsstrategie für den Kreis entwickelt werden soll. Diese Forderung haben wir mit dem Radverkehrsforum als Ideenschmiede und Beteiligungsmöglichkeit aufgegriffen. Dabei setzen wir auch weiterhin und ganz bewusst auf die Ideen und Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger", betonte Landrätin Kirsten Fründt. Das Ziel sei, die Radverkehrsentwicklung kreisweit, durchgängig und auf einheitlich hohem Niveau weiter voran zu treiben. Das Forum diene zudem dem konstruktiven Austausch zwischen Verbänden, Bürgerschaft, Politik und Verwaltung. Nach dem Beschluss des Kreisausschusses zur Einrichtung des Radverkehrsforums sei nun ein kontinuierlich arbeitendes und dauerhaftes Beteiligungsgremium auf den Weg gebracht worden, das jetzt Fahrt aufnehmen kann.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich für die Mitarbeit zu bewerben um sich und ihre Ideen aktiv einzubringen. Auswahlkriterien waren die Art der Nutzung des Fahrrades, also im Alltag, in der Freizeit oder dem Weg zur Arbeit, sowie Alter und Wohnort. Es wurde zudem eine ausgeglichene Besetzung durch Frauen und Männer angestrebt, die auch die einzelnen Regionen des Landkreises berücksichtigt. Zehn Bürgerinnen und Bürger – vier Frauen und sechs Männer – sind mit ihrer Expertise im Forum vertreten: jeweils drei Personen aus den drei LEADER-Regionen und eine Person aus der Universitätsstadt Marburg. Diese Mitglieder hatte der Kreisausschuss auf Basis der 21 Bewerbungen benannt.

Im Radverkehrsforum sind außerdem die für den Radverkehr zuständigen Ansprechpartner der Kommunen, die beteiligten Fachabteilungen der Kreisverwaltung und des Regierungspräsidiums sowie Vertreter der Arbeitsgruppe Nahmobilität Hessen (AGNH), von Hessen Mobil und Hessen Forst vertreten. Die Interessen der Zivilgesellschaft werden in dem Forum durch die Interessenverbände für den Radverkehr und anderer relevanter Organisationen wie der Bauernverband oder der Behindertenbeirat vertreten.

"Unser Ziel ist es auch, durch die Bereitstellung von Informationen für mehr Transparenz bei Planungs- und Umsetzungsprozessen zu sorgen", erläuterte Thomas Meyer, der Radverkehrsplaner des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Er wird die Arbeit des Forums koordinieren, das sich auf der Grundlage verbindlicher Verfahrens- und Arbeitsweisen weitgehend selbst organisieren soll. "Die Mitglieder des Forums können und sollen aktiv Probleme und Fragestellungen einbringen, um für bestehende Hindernisse oder Probleme bei der Radverkehrsentwicklung schnell praktische Lösungen zu finden", sagte Meyer. Die Fachdienste der Kreisverwaltung unterstützen das Radverkehrsforum dabei organisatorisch und fachlich.

Hintergrund: Die erste zentrale Radverkehrskonferenz im September 2015 leitete mit einem umfangreichen Bürgerbeteiligungsverfahren den Radverkehrsdialog im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein. Es folgten sechs regionale Radverkehrskonferenzen sowie eine Abschlusskonferenz im November 2016. Dabei wurden Wünsche, Ideen und Hinweise der Bürger zur Radverkehrsentwicklung und zur Radverkehrsinfrastruktur gesammelt. Eine zentrale Forderung des Radverkehrsdialogs war die Einrichtung eines Radverkehrsforums als Plattform zur Entwicklung einer langfristigen Radverkehrsstrategie für den Landkreis Marburg-Biedenkopf und seiner Kommunen.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf, 283/2017 am 06.09.201

Mecklenburg-Vorpommern: B 104 - Letzte Radweg-Lücke zwischen Pasewalk und Polen wird geschlossen

Am 19. September 2017 begann mit der Erneuerung von Durchlässen der Bau eines neuen Radwegs an der B 104 zwischen den Ortslagen Zerrenthin und Rossow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die 2,85 Kilometer sind der letzte noch fehlende Abschnitt der Radverbindung an der Bundesstraße zwischen Pasewalk und der polnischen Grenze. Mit Fertigstellung voraussichtlich zur Jahresmitte 2018 können die Radler die Strecke von etwa 20 Kilometern durchgehend auf einem straßenbegleitenden Radweg zurücklegen.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung von ca. 6.175 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 644 Lkw, zwischen Löcknitz und Pasewalk (Stand 2015) ist dieser straßenbegleitende Radweg für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Er wird in 2,50 Metern Breite überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. In der Ortslage Zerrenthin und in einem kleineren Abschnitt wegen der Baugrundverhältnisse wird der Radweg gepflastert.

Als Ausgleichsmaßnahme werden 303 Winterlinden als durchgehende Allee gepflanzt, dazu weitere 54 Bäume als Ausgleich für den bereits fertiggestellten Abschnitt zwischen Rossow und Löcknitz. Dort war nicht genug Platz für die Ausgleichspflanzung. Gleichzeitig werden zum Schutz von Autofahrern und Bäumen Schutzplanken am Fahrbahnrand errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen einschließlich Grunderwerb und Erneuerung von Durchlässen etwa 872.000 Euro. Davon entfallen ca. 647.000 Euro auf den Radweg. Die Kosten werden bis auf den Eigenanteil der Gemeinde Zerrenthin für den Gehweg in Höhe von knapp 37.000 Euro entlang der Ortsdurchfahrt vom Bund finanziert.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Nr.228/17 am 19.09.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Radweg zwischen Waase und Wusse auf der Insel Ummanz fertiggestellt

Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am 21.09.2017 den neu gebauten Radweg von Waase nach Wusse auf der Insel Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell freigegeben. "Inmitten der prächtigen Naturlandschaft der Urlaubsinsel Ummanz ist eine attraktive Etappe des Radweges entstanden. Urlauber und Anwohner können nun den Blick über die flachen Boddengewässer, weiten Wiesen und Felder noch besser genießen. Eine weitere Lücke im Radwegenetz ist nun geschlossen. Insbesondere Gäste der Insel Rügen können nun auch die Insel Ummanz besser mit dem Rad entdecken", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Schutzhütte, Bänke und Tische sind entlang des Radweges aufgestellt worden: In zwei Monaten Bauzeit ist auf der rund 1.400 Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Strecke ein Zweirichtungs-Radweg in Asphaltbauweise entstanden. Zusätzlich sind eine Schutzhütte, ein Fahrradständer sowie Bänke und Tische entlang des Weges errichtet worden. Die Etappe von Waase nach Wusse ist Bestandteil des 670 Kilometer langen Ostseeküstenradweges, der von Lübeck-Travemünde bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom führt. "Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern lässt sich sehr gut auf zwei Rädern erkunden. Deshalb ist ein gut ausgebautes Radwegenetz ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebotes im Land, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihre Ferien mit sportlicher Aktivität auf dem Fahrrad zu erleben", sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort: Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betrugen rund 304.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium hat den Ausbau aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Höhe von rund 246.000 Euro unterstützt.

Neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge in MV: In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Nr.339/17 am 21.09.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines  Rad- und Gehwegs in Waschow entlang der L04 (Landkreis Ludwigslust-Parchim)

Die Gemeinde Wittendörp im Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält vom Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern für den Bau eines Rad- und Gehwegs in Waschow Fördermittel in Höhe von 42.200 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Entlang der Landesstraße L 04 als verkehrswichtige Straße entsteht von Zarrentin nach Wittenburg ein neuer Radweg zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. In der Ortslage Waschow wird das Bauvorhaben als gemeinsamer Rad- und Gehweg mit einer Länge von ca. 420 Metern und einer Breite von 2,50 Metern gebaut. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für diese Gemeinschaftsmaßnahme betragen 65.000 Euro. Die Gesamtausgaben liegen bei 320.000 Euro.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Nr.211/17 am 05.09.2017

Niedersachsen: Land fördert den Bau von Radschnellwegen - 12-Millionen-Euro-Sonderprogramm aufgelegt

Um den Bau von Radschnellwegen zu beschleunigen, hat Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies ein "Sonderprogramm Radschnellwege" in Höhe von 12,35 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Ab sofort (Stand: September 2017) können Kommunen Förderanträge bei den jeweils zuständigen regionalen Geschäftsbereichen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Wolfenbüttel) stellen.

Verkehrsminister Olaf Lies: "Mit unserem bundesweit ersten Radschnellweg in Göttingen haben wir vor vier Jahren Maßstäbe gesetzt. Der Erfolg dieses Radschnellwegs hat uns darin bestärkt, das Sonderprogramm aufzulegen. Der Radverkehr hat sich geändert. Die Verkaufszahlen für Pedelecs und E-Bikes sind gestiegen. Radfahren ist schneller geworden, entsprechend muss auch die Infrastruktur angepasst werden. Gerade für Pendler können Radschnellwege interessant sein und zum Umstieg vom Auto auf das Rad bewegen. Ohne Gegenverkehr und Ampeln können Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit über größere Entfernungen sicher unterwegs sein. Die ursprünglichen Nutzungsprognosen in Göttingen wurden jedenfalls bei weitem übertroffen. 2016 waren mehr als eine Million Radfahrer auf dem Göttinger Radschnellweg unterwegs."

Verkehrsplaner sehen in Radschnellwegen ein hohes Potenzial. Die gewollten Nebeneffekte, wie z.B. die Verringerung von Staus und Schadstoffbelastungen, lassen Radschnellwege zu einem wichtigen Baustein eines nachhaltigen Verkehrssystems werden und sind insbesondere für Pendlerstrecken interessant. Niedersachsenweit gibt es zurzeit nur in Göttingen einen Radschnellweg. Aber auch andere Städte und Kommunen denken über den Bau eines Radschnellweges nach.

Die Förderbedingungen wurden in enger Absprache mit den Kommunen erarbeitet. Grundlage für die Förderung ist das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, NGVFG. Die maximale Förderung beträgt 75 Prozent. Förderfähig sind sowohl investive als auch planerische Kosten für Radschnellwege von einer Mindestlänge von fünf Kilometern. Das Programm läuft bis 2018.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 04.09.201

Niedersachsen: Grünes Licht für Radschnellwege nach Hamburg - Metropolregion bewilligt Trassenprüfung von Lüneburg über Harburg

Radfahren soll in der Metropolregion Hamburg künftig noch attraktiver werden: Dafür wird jetzt die Machbarkeit von acht Radschnellwegen geprüft, die für Radfahrer schnelle und direkte Verbindungen über weite Strecken ermöglichen.

Einer davon führt aus dem Landkreis Lüneburg über den Landkreis Harburg direkt nach Hamburg: nämlich von Lüneburg über Winsen, Stelle, Seevetal und Harburg. Ein weitererer Weg soll Radfahrer von Stade über Buxtehude und Neu Wulmstorf bis in die Hansestadt Hamburg bringen.

Im Frühjahr 2017 waren in einer Potentialanalyse insgesamt 33 mögliche Verbindungen untersucht worden. Am 15. September 2017 hat der Lenkungsausschuss der Metropolregion Hamburg dazu ein Leitprojekt mit Fördermitteln beschlossen, um gemeinsame Umsetzungsstandards für solche "Fahrradautobahnen" zu erarbeiten und deren konkrete Machbarkeit vor Ort auszuloten.

"Wir wollen realisierbare Trassen finden, die unsere Orte nicht nur an Hamburg anbinden, sondern auch für das Pendeln mit dem Rad vor Ort ein Gewinn sind", sagt Jürgen Krumböhmer, Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg. "Sowohl für unsere Bürgerinnen und Bürger als auch für Touristen ist ein Radschnellweg von Lüneburg nach Hamburg eine attraktive Perspektive", ergänzt Kai Uffelmann, Erster Kreisrat des Landkreises Harburg.

Hans-Hermann Bode, Kreisbaurat des Landkreises Stade, begrüßt den Startschuss für die Radschnellwege: "Wir freuen uns, dass der Raum Stade mit dem Alten Land auf diese Weise auch für Radfahrer aus Hamburg und der Region noch besser erreichbar wird. Das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto bekommt dadurch auch im Alltag einen höheren Stellenwert."

Der genaue Verlauf der beiden jeweils rund 50 Kilometer langen Radschnellwege ist noch offen. Es besteht aber Einigkeit darüber, möglichst gradlinige Verbindungen zu schaffen und die Trassenführung siedlungsnah zu gestalten, um möglichst alle Orte entlang der Strecken miteinander zu verbinden.

Bestehende Konzeptionen wie Regionale Radverkehrskonzepte sollen dabei berücksichtigt werden. Derzeit werden die europaweiten Ausschreibungen für die einzelnen Machbarkeitsstudien vorbereitet, um geeignete Planungsbüros dafür zu finden. Mit dem Beginn der Planungen wird im kommenden Jahr gerechnet.

Quelle: Landkreis Lüneburg am 15.09.201

Niedersachsen: Drei potenzielle e-Radschnellwegtrassen im Großraum Braunschweig untersucht

Gutachten für e-Radschnellwege: Im Großraum Braunschweig hat der Radverkehr - wie in vielen Regionen - eine steigende Bedeutung. Ziel ist es, den Radverkehr als echte Mobilitätsalternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV) und tragende Säule des Verkehrssystems auszubauen. Dabei richten sich die Bemühungen nicht nur auf die klassischen Kurzstrecken, sondern im Zuge des e-Bike Booms verstärkt auf längere Entfernungsbereiche und die interkommunalen Radverkehre, die für den Pendlerverkehr von besonderer Bedeutung sind.

Aus diesem Anlass hat der Regionalverband Großraum Braunschweig zwei Gutachten in Auftrag gegeben. Sie untersuchen zum einen das gesamte Verbandsgebiet und zum anderen speziell die Strecke Braunschweig – Wolfsburg.

Am 5. September 2017 stellten Detlef Tanke und Hennig Brandes vom Regionalverband, die Oberbürgermeister aus Braunschweig und Wolfsburg, Ulrich Markurth und Klaus Mohrs, sowie Manfred Günterberg von der Allianz für die Region GmbH die beiden Gutachten vor.

Drängende Fragen zum Klimaschutz und das Erfordernis für eine nachhaltige Mobilität gaben den Anlass, dass sich der Regionalverband intensiv mit dem Thema e-Radschnellwege befasse, erläutert Verbandsvorsitzender Detlef Tanke. Zeitgleich kam von den Städten Braunschweig und Wolfsburg der Wunsch, die Machbarkeit eines e-Radschnellwegs zwischen den beiden Oberzentren zu untersuchen. Der Regionalverband hat federführend diese beiden Gutachten in Auftrag gegeben.

Trassen für die drei Strecken untersucht:  Braunschweig - Wolfsburg, Braunschweig - Salzgitter-Thiede, Braunschweig - Vechelde

Für das gesamte Verbandsgebiet des Regionalverbandes haben sich, neben der Strecke Braunschweig – Wolfsburg, zwei weitere Trassen heraus kristallisiert: die Strecken von Braunschweig nach Vechelde und von Braunschweig nach Salzgitter-Thiede (Steckbriefe der Trassen in den angehängten Fact Sheets). Mit einer Länge von 9,4 und 11,2 Kilometern würde der Bau von Radschnellwegen mit rund 5,5 und 8,1 Mio. Euro zu Buche schlagen. Auf einen Kilometer Strecke berechnet sind das rund 0,59 Mio. Euro. Im Vergleich: Der Bau des Radschnellweg Ruhr (101 km), einem der bekanntesten Radschnellwege in Deutschland, kostet 184 Mio. Euro = 1,8 Mio./km.

Die im Zuge einer Studie der Metropolregion bereits 2011 untersuchte Trasse Braunschweig-Wolfenbüttel zeigte damals bereits ein durchgehend hohes Potenzial an Nutzern.

Für die knapp 25 Kilometer lange Strecke von Braunschweig nach Wolfsburg haben die Gutachter Kosten in Höhe von 18,6 Mio. Euro ermittelt. Sie bescheinigen auch einem solchen Radweg, dass er mit einem sehr positiven Kosten-Nutzen-Faktor "sehr geeignet sein könne, als Pilotprojekt angegangen zu werden."

Quelle: Regionalverband Großraum Braunschweig am 05.09.201

Zur Fahrradportalmitteilung mit weiteren Informationen

Niedersachsen: 130 zusätzliche Tempo 30-Bereiche in der Landeshauptstadt Hannover

Die Landeshauptstadt hat am 20. September 2017, das Vorgehen zur Ausweisung zusätzlicher Tempo 30-Bereiche vorgestellt. Eine neue Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung erleichtert das Ausweisen von Geschwindigkeitsreduzierungen von 50 auf 30 Stundenkilometern. 

Aktuell gibt es in Hannover rund 500 Einrichtungen, wie Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, -horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderte Menschen sowie Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser, die in Tempo 30-Zonen liegen. An 130 weiteren Einrichtungen (66 Kitas, 32 Schulen, 27 Alten- und Pflegeeinrichtungen, fünf Krankenhäusern) können künftig ebenfalls Temporeduzierungen angeordnet werden.

Anders als bislang muss nun keine "besondere Gefährdungslage", wie Unfälle vorliegen, eine "allgemeine Gefährdungslage" ist ausreichend. Diese liegt nur dann nicht vor, wenn das Überqueren der Straße bereits durch eine Ampelanlage gesichert ist, was an den verbliebenen 120 der insgesamt 700 Einrichtungen der Fall ist. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit kann in der Regel auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden, wenn die Einrichtung einen direkten Zugang zu einer Tempo 50-Straße hat oder in ihrer Nähe ein starkes Verkehrsaufkommen vorhanden ist. Auch Begleiterscheinungen wie Verkehr durch Bringen und Abholen mit vielfachem Ein- und Aussteigen, die Suche nach Parkplätzen, Straßenüberquerungen sowie das gleichzeitige Zusammentreffen von Kraftfahrzeugen, Fahrrädern sowie Fußgängerinnen und Fußgänern zählen hierzu.  

Umsetzung der neuen Regelungen: Die Länge der Abschnitte, für die Tempo 30 neu eingerichtet wird, bezieht sich auf den unmittelbaren Bereich der Einrichtung und beträgt maximal 300 Meter. Die Temporeduzierungen werden mit einem erläuternden Zusatzzeichen (Schule, Kindergarten, Altenheim oder Krankenhaus) für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer kenntlich gemacht.

Die neuen Regelungen gelten für Schulen und Kitas von 6 bis 22 Uhr an allen Wochentagen, da dort auch in den Abendstunden des Öfteren Veranstaltungen stattfinden und beispielsweise Schulhöfe auch außerhalb der Unterrichtszeiten besucht werden können. An Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern greift die neue Regelung ganztägig an allen Wochentagen, da diese auch in den Abend- und Nachtstunden zugänglich sind.   

An den Grundschulen im Stadtgebiet ist die neue Markierung bereits zum Schuljahresbeginn eingeführt worden. Die weitere Umsetzung soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Zukünftig wird damit an rund 85 Prozent der entsprechenden Einrichtungen Tempo 30 gelten.

Quelle: Landeshauptstadt Hannover am 20.09.2017

Niedersachsen: Kommunalbericht 2017 des Niedersächsischen Landesrechnungshofs - Ausleuchtung von Radwegen kann auch "ohne rechtliche Verpflichtung vertretbar sein"

Zitat: Eine rechtliche Verpflichtung zum Ausleuchten besteht für Kommunen nur in besonderen Fällen, so bei Verkehrszeichen und Fußgängerüberwegen. Zudem kann das Ausleuchten im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht an gefährlichen Straßenkreuzungen, Engpässen und scharfen Kurven, Baustellen sowie Verkehrsinseln notwendig werden, wenn "ein wirkliches Sicherungsbedürfnis besteht."

Auch vor dem Hintergrund des Haushaltsgrundsatzes der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit kann eine bewusste Entscheidung für eine Beleuchtung auch ohne rechtliche Verpflichtung vertretbar sein, wenn sie anderen festgelegten Zielen der Kommune dient.

Beispielsweise beleuchtete eine Kommune einen auf fremdem Grund verlaufenden Radweg. Sie wollte damit ihren Bürgern eine sichere Fahrt mit dem Rad zum nächsten Bahnhof in der Nachbarkommune ermöglichen. (...)

Quelle: Drucksache 17/8680, Die Präsidentin des Niedersächsischen Landesrechnungshofs, Kommunalbericht 2017, Seiten 46-47 vom 07.08.2017

Zum Kommunalbericht (pdf)

Niedersachsen: Neubau eines 5,5 Kilometer langen Rad- und Gehweges entlang der L 290 zwischen Hehlingen und Almke (Wolfsburg)

Der Neubau des 5,5 Kilometer langen Rad- und Gehweges entlang der Landesstraße 290 zwischen Hehlingen und Almke hat begonnen. Heute, Donnerstag, gaben Olaf Lies, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen und Oberbürgermeister Klaus Mohrs sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik den Startschuss. Gemeinsam wurde das Projekt mit Fahrradklingeln eingeläutet.

Damit beginnt jetzt ein weiterer wichtiger Schritt zur Schaffung eines flächendeckenden und die Ortsteile verbindenden Radverkehrswegenetzes in Wolfsburg. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Niedersachsen und der Stadt Wolfsburg. Im Zuge dieses Vorhabens erfolgt auch die Leerrohrverlegung für den Glasfaserausbau der Stadt, der durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie das Land Niedersachsen gefördert wird.

Die Kosten für die Realisierung entfallen auf beide Partner zu gleichen Teilen. An dieser Stelle investiert die Stadt rund zwei Millionen Euro in das Gesamtprojekt. Es wird mit einer Bauzeit von einem Jahr gerechnet. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind etwa 600 Meter westlich des Radweges in der Gemarkung Almke vorgesehen.

Der Radweg wird in 2,5 Meter breiter Asphaltbauweise ausgeführt. Am Ortseingang Almke wird am Beginn des Radweges eine Mittelinsel erstellt, die einen sicheren Übergang an der Stelle gewährleisten soll. Im Zuge des Streckenverlaufs wird zum Überqueren des Meneckenbaches eine separate Brücke gebaut.

Quelle: Stadt Wolfsburg am 28.09.2017

Niedersachsen: B 244: Radwegneubau zwischen Hankensbüttel (Landkreis Gifhorn) und der K123 (Sudendorfallee)

Entlang der Bundesstraße 244 zwischen Hankensbüttel (Landkreis Gifhorn) und der Kreisstraße 123 (Sudendorfallee) entsteht ein rund 370 Meter langer Radweg an der Südseite der Bundesstraße. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober andauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind grundsätzlich möglich. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 300.000 Euro, die vom Bund getragen werden.

Quelle: Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am 08.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Perspektiven der Radschnellwege in NRW - Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen

In der Antwort der Landesregierung vom 18.09.2017 heißt es unter anderem:

"Die Landesregierung wird die Radverkehrsinfrastruktur insgesamt weiter stärken. Neben der Sanierung bestehender Radwege wird genauso der Bau neuer Radverkehrsanlagen zur Verbesserung des Radwegenetzes beitragen. Radschnellwege sind dabei eine sinnvolle ergänzung des Netzes." (...)

"Die Landesregierung wird die Planung und den Bau des RS1 und der weiteren sechs Radschnellwegeprojekte des Landes weiter verfolgen." (...) 

"Aktuell sind keine weiteren Radschnellwege geplant." (...)

"Die Landesregierung wird sich dafür einsetzen, dass das Land Nordrhein-Westfalen sowohl im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans als auch aus dem Fonds 'Nachhaltige Mobilität für die Stadt' Mittel für Radschnellwege erhalten wird."

Quelle: Landtag NRW, Antwort der der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 196 vom 16. August 2017 des Abgeordneten Arndt Klocke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Drucksache 17/364

Zur kompletten Drucksache 17/657 (pdf) vom 18.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Neue Fahrradwegweisung in Mönchengladbach fertig - Freie Fahrt auf der "Blauen Route"

Seit Anfang Mai hat mags im Auftrag der Stadt rund 760 neue Wegweiser für Radfahrer im Stadtgebiet aufstellen lassen. Jetzt sind die Arbeiten für das Knotenpunktsystem abgeschlossen. Die Kosten lagen bei rund 77.000 Euro. Die Erneuerung der Fahrradwegweisung ist von der Stadt Mönchengladbach geplant und durch eine Spezialfirma im Auftrag von mags - Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe ausgeführt worden. Dabei wurden sowohl alte Wegweiser demontiert als auch neue Wegweiser inklusive der neuen Knotenpunktnummern aufgestellt.

So funktioniert das Knotenpunktsystem: Wer von Knotennummer zu Knotennummer fährt, braucht sich seine geplante Route nur noch als Nummernfolge zu notieren. Die Knotennummer, an der man sich befindet, steht über den Wegweisern mit Zielangabe. Die Knotennummern, die man als nächstes erreichen kann, sind unter den jeweiligen Zielwegweisern als Einschübe angebracht. An allen Entscheidungspunkten stehen Wegweiser (Zielwegweiser), mit Zielangaben und Angaben zur Entfernung in Kilometern. Auf der Strecke dazwischen geben nur Pfeile ohne Schrift (Zwischenwegweiser) den Verlauf für alle Routen an. Sind keine Wegweiser an einer Kreuzung vorhanden, geht es grundsätzlich geradeaus. Das Knotenpunktsystem in Mönchengladbach ist einheitlich nach dem NRW-Landesstandard mit weiß-roten Wegweisern beschildert.

Ein Baustein zur Förderung des Radverkehrs: "Mit der erneuerten Fahrradwegweisung ist Mönchengladbach jetzt schon fahrradfreundlicher geworden“, so Dr. Gregor Bonin, Technischer Beigeordneter. "Das ist ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt, denn die Förderung des Radverkehrs ist wichtig für die Attraktivität einer Stadt." Mobilitätsbeauftragter Carsten Knoch ergänzt "Radfahrer können sich jetzt durch die Knotenpunktnummern einfacher zurechtfinden. Außerdem haben wir die Anschlüsse zu den benachbarten Kreisen Heinsberg, Viersen und Neuss optimiert".

Karte gibt es kostenlos: Eine Karte mit allen Radknotenpunkten in Mönchengladbach und Umgebung ist kostenlos an den Bezirksverwaltungsstellen und in den Stadtbibliotheken erhältlich. Auch auf www.radroutenplaner.nrw.de können Sie ihre Route entlang von Knotenpunkten auch auf Mönchengladbacher Stadtbiet planen. Ebenfalls schon eingetragen sind die Knotenpunkte auf der im BVA-Verlag neu erschienenen Radwanderkarte Kreis Viersen, die im Buchhandel erhältlich ist.

Mönchengladbachs erste Fahrradstraße ist eröffnet: Die "Blaue Route" verbindet die Innenstädte von Mönchengladbach und Rheydt und führt vom Berliner Platz über die Viktoriastraße zur August-Oster-Straße, Buscher Straße, Richard-Wagner-Straße sowie Brucknerallee hin zum Marktplatz in Rheydt. Die an den blauen Fahrbahnrandmarkierungen und Beschilderungen erkennbare Route gilt als attraktive innerstädtische Schnellverbindung und Alternative zu den Hauptverkehrsachsen Friedrich-Ebert-Straße/Rheydter Straße und Theodor-Heuss-Straße/Gartenstraße.

"Wir setzen ein klares Zeichen für den Radverkehr", so der Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin bei der Eröffnung der Fahrradstraße, "denn auf der "Blauen Route" hat der Radverkehr Vorfahrt". Die Förderung des Radverkehrs und die Stärkung des Radverkehrs im Modal Split sind dabei erklärtes Ziel der Stadtentwicklungsstrategie mg +, die für eine nachhaltige und umweltfreundliche sowie gesunde Stadtentwicklung mit wachsender Qualität steht. Die steigende Bedeutung der elektrisch unterstützten Fahrräder mit hohen Geschwindigkeiten stellt weiterhin einen guten Grund dar, warum eine attraktive innerstädtische Schnellverbindung eingeführt wird.

Die Idee geht auf Initiative des Masterplanvereins MG 3.0 gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Industrie- und Handelskammer und dem ADFC zurück. Das Projekt wurde im Rahmen des Crowdfundings der Volksbank Mönchengladbach durch zahlreiche Spenden der Bürger unterstützt. "Auf diese Initiative sind wir sehr stolz", lobt Dr. Gregor Bonin alle Beteiligten und bedankt sich für die Unterstützung.

Zudem kann die Route ohne merkliche Verkehrseinschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer genutzt werden. In der Straßenverkehrsordnung gibt es eine entsprechende Beschilderung, die eine Fahrradstraße kennzeichnet. "Hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern und Fahrradfahrer dürfen nebeneinander fahren. Außerdem herrscht Vorfahrt auf der ganzen Route natürlich für alle Verkehrsteilnehmer. Die Gehwege bleiben den Fußgängern vorbehalten", erläutert Carsten Knoch, Mobilitätsbeauftragter der Stadt. "Ich gehe davon aus, dass weitere Fahrradstraßen im Stadtgebiet folgen werden und Radfahrer wie Autofahrer lernen, als gleichberechtigte Partner miteinander umzugehen", blickt Dr. Gregor Bonin nach vorne.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 06.09.2017 sowie am 20.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Planungsvereinbarung zum Bau des RS1 zwischen Straßen.NRW und der Stadt Duisburg geschlossen

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) gehört zu den wegweisenden Radverkehrsprojekten des Landes NRW. Zur Umsetzung des RS1 und weiterer Radschnellverbindungen des Landes in NRW wurde das Straßen- und Wegegesetz angepasst.

Mit der Aufnahme der neuen Kategorie Radschnellverbindungen des Landes in das Straßen- und Wegegesetz NRW können Radschnellwege analog zu Landesstraßen in die Baulast des Landes übernommen werden. Der Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW) ist damit als Aufgabenträger zuständig für den Bau und die zukünftige Unterhaltung des RS1.

Radschnellwege haben das Ziel, den veränderten Funktions- und Leistungsansprüchen des stetig wachsenden und dank Pedelecs beschleunigten Fahrradverkehrs gerecht werden. Sie schaffen attraktive Verbindungen für einen Gemeinde-, bzw. kreisübergreifenden Alltags- und Pendlerverkehr, sie entlasten Straßen und ÖPNV und haben somit eine den Landesstraßen vergleichbare regionale Verkehrsbedeutung. 

Mit 6,1 Kilometern Länge wird der RS 1 von der Mülheimer Stadtgrenze bis zum Rhein durch Duisburg führen. Zehn Anschlussstellen sind vorgesehen, sechs Brücken und zwei Unterführungen müssen gebaut werden. Zwei weitere Brücken und eine Unterführung müssen instand gesetzt werden. Der Vertrag zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau (Straßen NRW) und der Stadt Duisburg geht von Gesamtkosten der Baumaßnahme in Höhe von etwa 22 Mio. € aus. 

Die Stadt Duisburg wird die Ausbauplanung für den RS1 extern vergeben und den erforderlichen Grunderwerb vorbereiten. Beides erfolgt im Auftrag des Landesbetriebs. Damit können sowohl die Kompetenzen der städtischen Projektsteuerer genutzt als auch die durch die Stadt Duisburg erfolgten Vorplanungen für die weitere Planungsarbeit eingebracht werden. Die Vertragsparteien streben einen Baubeginn für das vierte Quartal 2019 an.

"Erfreulicherweise nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad. Umso wichtiger ist es daher, dass wir entsprechende Radwege bauen. Mit dieser Kooperation können wir Planung und Umsetzung des RS 1 zügig auf den Weg bringen", sagt Oberbürgermeister Sören Link. "Für den RS 1 ist eine Menge Ingenieurleistung erforderlich, Brücken und Unterführungen sind neu zu bauen bzw. zu ertüchtigen. Ohne diese Kooperation wäre das nicht zu stemmen", ergänzt Carsten Tum. 

"Wir von Straßen.NRW freuen uns ganz besonders über dieses Projekt und darüber, unser bisheriges Kerngeschäft des Autobahn- und Straßenbaus um die Radschnellwege zu erweitern. Als Regionalniederlassung Ruhr freut es uns besonders, dieses Projekt inmitten durch unser schönes Ruhrgebiet planen und bauen zu dürfen", meint Kathrin Heffe, Leiterin der Regionalniederlassung Ruhr bei Straßen.NRW.

Quelle: AGFS NRW (radschnellwege-nrw.de) am 13.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Gladbeck positioniert sich pro Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Das Projekt wird im Stadtplanungs- und Bauausschuss von allen Fraktionen befürwortet und der geplanten Trassenführung zugestimmt.

Der erste nördliche Streckenabschnitt des Radschnellwegs in Gladbeck wird auf der Trasse der ehemaligen eingleisigen Zechenbahn geführt, die zwischen Schultendorf und Ellinghorst verläuft. Auf diesem Abschnitt ist geplant, dass die Radfahrenden künftig getrennt vom Autoverkehr unterwegs sind. Der Beginn bzw. Endpunkt des liegt in Gladbeck Schultendorf am Bahnübergang Talstraße. Dieser Teilabschnitt mündet im Süden auf Höhe MariaTheresien-Straße in die Bottroper Straße. Auf der Bottroper Straße wird der Radschnellweg dann beidseitig mit überbreiten Radfahrstreifen realisiert.

Quelle: AGFS NRW (radschnellwege-nrw.de) am 11.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Vorrang für Fahrradfahrer in Dinslaken

Seit rund drei Wochen haben Fahrräder auf der Herderstraße und Teilen der Goethestraße deutlich Vorrang. Schilder mit der Aufschrift "Fahrradstraße" markieren hier die ganz besondere Fahrradfreundlichkeit. So dürfen Radfahrende auch nebeneinander auf der Fahrbahn fahren, müssen sich aber dabei dennoch an das Rechtsfahrgebot halten. Für Autofahrer gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Auf der Goethestraße befindet sich die Fahrradstraße im Bereich zwischen Bismarckstraße und Willy-Brandt-Straße (B8). Vor der Willy-Brandt-Straße macht ein entsprechendes Schild deutlich, dass die Fahrradstraße hier endet. Insgesamt gibt es in Dinslaken bisher an vier Stellen Fahrradstraßen. Die Förderung des Radverkehrs ist für die Stadt ein wichtiger Baustein, um das Leben in Dinslaken noch attraktiver und gesünder zu gestalten.

Quelle: Stadt Dinslaken am 21.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Auf dem Rad schneller und sicherer durch die Ahlener Innenstadt

Einbahnstraßen, der Marktplatz und weitere Radabstellanlagen stehen im Aufgabenheft der Stadt Ahlen ganz oben, um den Radverkehr in der Wersestadt noch attraktiver zu machen. In einer Bürgerinformationsveranstaltung unterrichtete die Stadtverwaltung am Dienstagabend Interessierte im Ratssaal über die Vorhaben der kommenden Wochen und Monate.

Dass die Stadt Ahlen mit ihrem Radverkehrskonzept an den Themen der Zeit arbeitet, erläuterte zu Beginn der Informationsveranstaltung Bürgermeister Dr. Alexander Berger. "Verkehrskollaps, Stickoxide, Klimaschutz, dagegen müssen wir etwas tun." Als umweltfreundliche, preiswerte und gesundheitsfördernde Alternative bekomme das Radfahren in den Innenstädten immer größere Bedeutung. In die anstehenden Maßnahmen der Stadt seien auch die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger eingeflossen, die im Rahmen der "PedAhlen"-Kampagne an Ständen, auf Veranstaltungen und per Internet Vorschläge zur Verbesserung der Radfahrsituation in Ahlen gemacht haben.

Angelika Schöning beschrieb den knappen Verkehrsraum als das Hauptproblem in den Innenstädten. Wo sich Radverkehr und Fußgänger zu nahe kommen, seien Konflikte vorprogrammiert. Auch wegen der immer schneller werdenden E-Bikes sei es heute zeitgemäß und sicherer, Radfahrer gut sichtbar im Straßenverkehr mitfließen zu lassen. Es gelte, zwei Gruppen von Radfahren zu ihrem Recht kommen zu lassen: "Die sicheren Gewohnheitsradler sind besser auf der Fahrbahn aufgehoben, damit gemütliche und schutzbedürftige Radfahrer mehr Platz haben auf Seitenstreifen." Schutzstreifen auf der Fahrbahn sollen künftig stärker die Aufmerksamkeit auf Radfahrer lenken, die im Straßenraum unterwegs sind.

Damit die Innenstadt für Radfahrer durchlässiger wird, werden weitere Einbahnstraßen wie Wallstraße und Nordenmauer für den gegenläufigen Verkehr freigegeben. Autofahrer werden durch Piktogramme und Beschilderungen auf die neue Situation aufmerksam gemacht. "Dadurch werden Lücken in einem System geschlossen, das sich in vielen Straßen der City bereits bewährt", sagte Gerrit Hegemann von den Ahlener Umweltbetrieben.

Zu den Akten gelegt worden sei der ursprüngliche Plan, die Fußgängerzone ganztags für den Radverkehr zu öffnen. Die Absicht habe in breiten Teilen der Öffentlichkeit keinen Anklang gefunden, räumte Stadtbaurat Andreas Mentz ein. "Wir haben den Widerstand als Anregung verstanden", so der Erste Beigeordnete. Die bestehende Regelung in der Fußgängerzone bleibe unangetastet. Der Marktplatz hingegen werde als Knotenpunkt für das Befahren im Schritttempo freigegeben, "was Rücksicht, aber auch Kontrollen erfordern wird." Defensiv befahren werden darf die Fußgängerzone zusätzlich zwischen Kampstraße und Steingasse.

Komfortabler soll in Ahlen auch der "ruhende Radverkehr" werden. Den Kampf angesagt hat die Stadt den berüchtigten "Felgenkillern", kniehohe Pfosten, in die das Vorderrad geschoben wird. Sie werden Stück für Stück durch Abstellbügel ersetzt, an die Fahrräder gelehnt und angekettet werden können.

Moderatorin Prof. Dr. Stefanie Bremer vom Hamburger Planungsbüro Orange Edge, das die Stadt Ahlen bei der Erstellung des Radverkehrskonzeptes berät, fand für das Vorgehen der Stadt nur positive Worte. Mit begrenztem Mitteleinsatz werde versucht, an möglichst vielen Stellen Verbesserungen herbeizuführen statt auf ein großes Leitprojekt zu setzen. Die Bürgerbeteiligung zeichne sich aus durch kreatives Mitdenken und punktgenaues Nachfragen. "Bewahren und erhalten Sie das", ermunterte sie Bürger und Verwaltung, den konstruktiven Dialog weiterzuführen. Zu einer weiteren Bürgerinformation zum Radverkehr wird die Stadt Ahlen voraussichtlich gegen Ende des Jahres einladen.  

Eine Übersicht über die kurzfristig anstehenden Maßnahmen sowie einen Ausblick auf die weiteren Planungen kann in dieser Präsentation umfassend eingesehen werden.

Quelle: Stadt Ahlen am 13.09.2017

Nordrhein-Westfalen: Dortmund hat neuen Radfahr- und Fußgängerbeauftragten

Seit dem 14. August 2017 gibt es in Dortmund einen neuen Radfahr- und Fußgängerbeauftragten: Fabian Menke. Die Amtsleiterin des Tiefbauamtes Sylvia Uehlendahl freut sich über die Verstärkung.

Sylvia Uehlendahl : "Mit Herrn Menke haben wir für das wichtige Thema des Rad- und Fußverkehrs einen jungen und zeitgleich durch seine langjährige ehrenamtliche Arbeit sehr erfahrenen Kollegen gewinnen können, der in Dortmund bereits sehr gut vernetzt ist und für das Thema „brennt“ Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm."

Fabian Menke: "Bisher habe mich ehrenamtlich auf verschiedenen Ebenen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung vor allem für die Verbesserung und Gleichberechtigung des Radverkehrs engagiert. Nun hoffe ich, mit den neuen Möglichkeiten als Radfahr- und Fußgängerbeauftragter als Teil der Verwaltung zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen und den Akteuren aus den Verbänden das Thema weiter voran zu bringen, damit Dortmund eine noch fahrrad- und fußgängerfreundlichere Stadt werden kann."

Quelle: Stadt Dortmund am 01.09.2017

Saarland: Touristischer Radverkehr - Stimmt die Infrastruktur, steigt auch die Nutzung

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ermutigt die saarländischen Kommunen, in die Infrastruktur der touristischen Radwege zu investieren. Das touristische Radwegenetz im Saarland schneide bei Radtouristen gut ab, Verbesserungspotenzial gebe es aber noch bei Einkehrmöglichkeiten und Rastplätzen. Das sagte die Ministerin bei einer Radtour durch Blieskastel, bei der sie die dort neu angelegten Fahrrad-Rastplätze besichtigte. Mit den Planungsunterlagen zu den Rastplätzen hatte sich die Stadt 2015 am Wettbewerb "Vorbildliche Rastplätze an touristischen Radwegen" beteiligt, den das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Tourismus Zentrale Saarland, dem ADFC Saar und dem Landesbetrieb für Straßenbau ausgelobt hatte. Blickweiler ging mit seinem Entwurf als Sieger des mit 5.000 Euro dotierten Wettbewerbs hervor. Altheim folgte auf dem zweiten Platz, für den es 3.000 Euro gab. Auf Platz 3 schaffte es der Entwurf aus Quierschied, der mit 2.000 Euro belohnt wurde.

Bei der Besichtigung der nun fertiggestellten Rastplätze lobte die Ministerin die Umsetzung. In Blickweiler laden eine  Hütte und eine zusätzlichen Sitz-Kombination im Freien zum Verweilen ein. Direkt am Bliestal-Freizeitweg gelegen, befindet sich der Rastplatz an einem sinnvollen Standort. In Altheim wurde  eine Schutzhütte nach Vorbild eines Keltenhauses für die Radfahrerinnen und Radfahrer errichtet. "Rastplätze, wie sie hier in Blieskastel geschaffen wurden, sind echte Best-Practice-Beispiele für andere Kommunen. Eine gute Ausstattung der Radwege steigert die Qualität des Netzes SaarRadland. Das hilft uns im Wettbewerb mit anderen Destinationen. Außerdem profitieren auch die Kommunen selbst von mehr Radtouristen: Wenn sie auf unseren Radwegen ein Päuschen einlegen, schauen sie sich vielleicht auch im Ort um und nutzen Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten."

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 06.09.2017

Sachsen: 91 Kilometer Radwege seit 2014 freigegeben, 40 Kilometer im Bau, 367 Kilometer in Planung

Am 06.09.2017 wurde der zweite Bauabschnitt des Radweges zwischen Freital und Tharandt entlang der Staatsstraße 194 freigegeben. Damit ist der 2,1 km lange Radweg von der Cossmannsdorfer Brücke in Freital bis zum Bahnhof Tharandt nun durchgängig befahrbar. Der Radweg wurde seit 2014 gebaut – 2,8 Millionen Euro wurden dafür ausgegeben.

Verkehrsminister Martin Dulig: "Ich freue mich, dass dieser für Freital und Tharandt so wichtige Radweg endlich für den Radverkehr freigegeben werden kann. Neben dem touristischen Aspekt spielt hier natürlich auch die Erreichbarkeit der Hochschule in Tharandt eine wichtige Rolle. Nicht umsonst haben wir die Strecke von Dresden nach Dippoldiswalde für das Programm Radschnellwege berücksichtigt."

Insbesondere der zweite Abschnitt an der Staatsstraße 194 war sowohl aus planerischer als auch aus baufachlicher Sicht eine Herausforderung: An der Engstelle vor und nach der Querung des Pastritzbaches mussten Fahrleitungsmasten der Bahn umgesetzt und das Stellwerk in Nähe des Bahnkörpers abgebrochen werden. Sowohl an den Stützwänden der Straße als auch dem gegenüberliegenden Steilhang waren Veränderungen nötig. Zudem mussten eine Vielzahl Leitungen verlegt werden. Dazu waren vor Beginn der Baumaßnahme vorbereitende, intensive Konsultationen mit der Deutschen Bahn für eine detaillierte Ausführungsplanung notwendig.

Verkehrsminister Martin Dulig: "So froh wie mich die Freigabe macht, nicht zuletzt an diesem Radweg zeigt sich das Dilemma des Radwegebaus: Die notwendigen Planungen werden immer komplexer und langwieriger. Einen Radweg zu bauen, ist weder einfacher noch von der Planungszeit her schneller zu bewerkstelligen, als der Bau einer Straße."

Neben den technischen Regelwerken müssen auch die Umweltbelange beachtet werden. Zudem machen die von den Maßnahmen Betroffenen aber auch die anerkannten Umweltverbände zunehmend von ihrem Recht Gebrauch, Planungen kritisch zu hinterfragen und ggf. gerichtlich überprüfen zu lassen. "Bei all der Diskussion sollte man nicht vergessen, dass sich Bauzeiträume nicht über zwölf Monate eines Jahres erstrecken können. Insbesondere die Wintermonate sind meist aufgrund der Witterung kein Baumonate."

In den kommenden Monaten folgen weitere Radwege im Freistaat: Prominentestes Beispiel wird dabei im kommenden Monat das letzte Teilstück des Elberadweges bei Königstein sein. Derzeit befinden sich an Bundes- und Staatsstraßen in Verantwortung des Bundes und des Freistaates 40 Kilometer Radwege im Bau und weitere 367 Kilometer in Planung. Dies zeigt, dass das Verkehrsministerium deutlich umgesteuert hat. Dem Radverkehr wird ein hoher Stellenwert eingeräumt, was viele Jahre in Sachsen leider nicht der Fall war. Seit dem Regierungswechsel 2014 wurden insgesamt 91 km Radwege für den Verkehr freigegeben.

Martin Dulig: "Allerdings gilt auch beim Radverkehr, dass nicht in wenigen Jahren aufzuholen ist, was zuvor an Bedarf angewachsen, teilweise liegengeblieben ist."

Mit der Änderung der Richtlinie für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben in kommunaler Zuständigkeit und der Erhöhung der Fördersätze auch für Radverkehrsanlagen im Jahr 2015, wurde bereits an wichtigen Stellschrauben gedreht. So können Kommunen Radverkehrsanlagen bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten sowie die Kosten für externe Ingenieur- und Planungsleistungen bis maximal 20 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten gefördert bekommen.
"Ich hoffe, diese zusätzliche Finanzspritze zeigt Wirkung", so Dulig. Denn oftmals wurden als Ursache für schlecht abfließende Fördergelder zu geringe Personalkapazitäten bei der Vorbereitung und Steuerung von Projekten des Radverkehrs benannt. "Es liegt nun an den Kommunen, diese Gelder auch zu beantragen und abzurufen."

Ziel ist es, so viele Radwege wie möglich bis 2025 zu bauen. Mit der Fortschreibung der Radverkehrskonzeption 2014 wurde ein Bedarf für den Bau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen von ca. 542 km in der höchsten Priorität A ermittelt. Diese Zielvorgabe soll bis 2025 umgesetzt werden. Die Realisierung ist u.a. abhängig von der Erlangung des Baurechts.

Hintergrund:
Der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur ist eine Aufgabe mit vielen Akteuren. Der Freistaat Sachsen ist größtenteils zuständig für Radwege an Bundes– und Staatsstraßen. Die Landkreise und Gemeinden sind für die Radwege in kommunaler Verantwortung zuständig. Die Entscheidung, welcher Radweg zur Förderung beantragt und tatsächlich gebaut werden soll, liegt dabei in Verantwortung der Kommunen.

Radwegdatenbank
Im Herbst 2016 wurde die Radwegdatenbank durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) eingerichtet und sukzessive mit radwegspezifischen Daten gefüllt. Sachsenweit wird der Bestand der Radrouten des radtouristischen Landesnetzes SachsenNetz Rad (Radfernwege, regionale Hauptradrouten und sonstige Strecken) und aller Radverkehrsanlagen an Bundes- und Staatsstraßen in der Baulast des Bundes bzw. des Freistaates Sachsen erfasst. Die Landkreise Leipzig, Nordsachsen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die kreisfreie Stadt Leipzig und die Landeshauptstadt Dresden wurden bereits aufgenommen. Die Datenbank soll im Jahre 2019 komplettiert sein. Ziel ist die Bereitstellung und der Austausch der radwegspezifischen Daten zwischen Behörden u.a. für Bauprogramme, Bestandverzeichnisse oder Kartenwerke.

Verkehrssicherheit
Als erste Grundregel im Straßenverkehr regelt die Straßenverkehrsordnung ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Wichtig ist, dieses Wissen und vor allem den Grundstein für korrektes Verhalten im Straßenverkehr schon frühzeitig zu vermitteln. Deshalb fördert der Freistaat auch die Verkehrserziehung an Schulen und Kindergärten. Ein wichtiger Baustein dabei ist u.a. die Radfahrausbildung im dritten und vierten Schuljahr.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 05.09.2017

Sachsen-Anhalt: Bereits über 2.500 Unterschriften für Petition "Fahrradstadt Magdeburg. Jetzt!"

Die Petition "Fahrradstadt Magdeburg. Jetzt!" des ADFC Magdeburg hat 3 Wochen vor ihrem Ende das Petitionsziel erreicht. Am 20.09.2017 wurde die Grenze von 2.000 Unterschriften in Magdeburg überschritten. Am 27.09.2017 stand der Zähler sogar schon bei 2.544 Unterschriften aus Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt.

Mit der Petition will der ADFC bessere Bedingungen für Radfahrende schaffen. Eine Kernforderung ist ein festes Budget für Radverkehr im Haushalt der Stadt. Geht es nach dem Fahrradclub, sollen mindestens 8 Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehr zur Verfügung stehen. Mit den Geldern sollen neue Radwege gebaut werden, alte instand gesetzt, Abstellanlagen geschaffen oder Öffentlichkeitskampagnen für den Radverkehr finanziert werden. Für die Durchführung solcher Projekte soll es in Zukunft, wie in vielen deutschen Städten eine Radverkehrsbeauftragte geben. Der Richtwert von 8 Euro pro Einwohner und Jahr kommt allerdings nicht vom ADFC, sondern vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur. Das hat die Zahl im Nationalen Radverkehrsplan als Mindestbetrag ausgerechnet, den Kommunen für Radinfrastruktur aufwenden sollten. Neben der Forderung nach Investitionen will der Fahrradclub mit der Petition für einen größeren Radverkehrsanteil, eine verbindlichen Anerkennung der sogenannten ERA2010, ein Regelwerk für den Bau von Radinfrastruktur, und die Zielsetzung Null Verkehrstote in Magdeburg werben.

Noch bis zum 11. Oktober 2017 können Unterstützende die Petition auf adfc-magdeburg.de/fahrradstadt unterschreiben. Nach diesem Stichtag wird sich die Plattform Open Petition, über die der ADFC die Petition organisierte, sich an die Mitglieder des Magdeburg Stadtrats wenden und sie zu ihrer Haltung zur Petition befragen. Aber auch der ADFC Magdeburg wird die Anliegen der Unterschreibenden als Lobbyverein der Radfahrenden an die Politik herantragen, so ist eine Übergabe der Unterschriften an der Oberbürgermeister in der Stadtratssitzung geplant.

Quelle: ADFC Magdeburg am 27.09.2017

Schleswig-Holstein: Maßnahmenpaket zur Radverkehrsförderung soll Pinneberg auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt voranbringen

Radverkehrsförderung – Baumaßnahmen ab 2018: Der Ausschuss Stadtentwicklung und der Seniorenbeirat haben in ihren Sitzungen im Mai und Juni 2017 die Verwaltung gebeten, ein Maßnahmenpaket für eine offensive Radverkehrs- und Fußgängerförderung vorzulegen und die notwendigen Mittel dafür in den Haushalt einzuwerben. Für die Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung am 12. September 2017 empfiehlt die Verwaltung den zuständigen politischen Gremien ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Radverkehrsförderung.

"Die Realisierung dieses Maßnahmenpaketes zur Radverkehrsförderung wird Pinneberg auf den Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt deutlich voranbringen und die Lebensqualität in Pinneberg steigern", erklärt dazu die Bürgermeisterin Urte Steinberg. "Die wirtschaftliche Attraktivität der Stadt und die Lebensqualität werden wesentlich davon bestimmt, dass auch zukünftig die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger erfüllt werden" erläutert der Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung und Bauen, Herr Stieghorst. Dies kann nur gelingen, zum einen mit einer multimodalen Vernetzung der einzelnen Verkehrsarten (KFZ Verkehr, ÖPNV, Radverkehr, Fußgängerverkehr) und zum anderen mit einer deutlichen Ausweitung des Angebotes für den Fußgänger- und den Radverkehr.

Das Investitionsvolumen der für 2018 vorgesehenen Maßnahmen beträgt ca. 1,38 Millionen Euro. Es wird angestrebt, das gesamte Maßnahmenpaket innerhalb von 5 Jahren zu realisieren. Besondere Bedeutung in diesem Maßnahmenpaket hat die Anlage von Fahrradstreifen auf den Fahrbahnen von Hauptverkehrsstraßen und die Einrichtung von Fahrradstraßen. Vorgesehen ist unter anderem die Neugestaltung des Fahltskamp, um einen komfortablen und sicheren Radverkehr parallel zum Damm in beide Fahrtrichtungen zu ermöglichen. Ein weiteres größeres Projekt ist die Umgestaltung der Elmshorner Straße durch die Anlage von Radfahrstreifen und die weitgehende Reduzierung des ruhenden Verkehrs.

Zusammen mit der im Bereich von Schulen und sozialen Einrichtungen vorgesehenen Festsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Tempo 30, werden mit diesen Maßnahmen zur Radverkehrsförderung die Möglichkeiten und die Sicherheit für den Radverkehr in Pinneberg erheblich verbessert.

Quelle: Stadt Pinneberg am 01.09.2017
 
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30. September 2017
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