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August 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Erstes Teilstück des Velorings in Friedrichshafen fertiggestellt

Am 9. September 2017 werden die ersten 1,7 Kilometer des Velorings zwischen Löwental und Manzell für die Radler offiziell freigegeben. Um 11 Uhr wird Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler und weitere Vertreter aus Politik, Handel und Verwaltung im Abschnitt zwischen der Meistershofener Straße und dem Bodenseecenter feierlich das rote Band durchtrennen. Zur Eröffnung sind die Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Mit dem neuen Veloring schafft die Stadt eine schnelle Radverbindung für den individuellen Radverkehr. Das Gesamtprojekt ist mit rund 8,5 Millionen Euro für die kommenden Jahre veranschlagt. Jetzt sind die ersten 1,7 Kilometer des Velorings fertiggestellt.

Derzeit werden die Aufmerksamkeitsfelder, Quermarkierungen, Rad- und Fußpiktogramme und die blauen Bänder auf und entlang des Velorings markiert. Die blauen Bänder werden auch auf den noch entstehenden Abschnitten des Velorings als sichtbares Zeichen angebracht.

Ab 9. September 2017 können die Radler auf den ersten beiden Teilabschnitten "Bodenseecenter" und "Mühlöschstraße" mit einer Länge von 925 Metern und dem Teilabschnitt "Aistegstraße" mit einer Länge von rund 750 Metern durchgehend radeln. Auch vom Mühlöschkreisel über die Ailinger Straße bis zum Trautenmüheweg kann damit geradelt werden. Damit sind bis Herbst 2017 rund 1,7 Kilometer der insgesamt sieben Kilometer langen neuen Radverbindung befahrbar. Parallel zum Veloring wurde in diesem Abschnitt auch eine durchgängige Verbindung für Fußgänger geschaffen.

Informationen:

  • Eröffnung Veloring am Samstag, 9. September, 11 Uhr, auf dem neuen Radweg hinter dem Bodensee-Center
  • Baubeginn: 1. März 2017 (Spatenstich)
  • Fertigstellung jetziger Bauabschnitt über 1,7 Kilometer: 9. September 2017
  • Baukosten jetzige Bauabschnitte: ca. 1,2 Mio. Euro
  • Gesamtkosten: 8,5 Millionen Euro

Quelle: Stadt Friedrichshafen am 25.08.2017

Baden-Württemberg: Neue Pendlerstrecke für Radfahrer zwischen Leonberg und Rutesheim

Die neue Strecke als Hauptverbindung im Radwegekonzept verspricht etwa 820 Radfahrten pro Tag. "Die Strecke hat nun Potenzial, eine wichtige Alltagsverbindung für Schüler und Berufstätige zu werden", so Landrat Roland Bernhard. Und weiter: "Radfahren modern und chic in unserem Landkreis zu machen, ist nicht einfach, denn wir sind hier traditionell auf Autos getrimmt."

Radverkehr bis 2025 verdoppeln: Daher ist mit dieser Investition ein großer Schritt im Radverkehrskonzept gemacht worden, der dem Ziel näherkommt, das Alltagsnetz zu verbessern und den Radverkehr bis 2025 zu verdoppeln.

Insgesamt 16,4 Millionen Euro sollen im Rahmen des Konzepts investiert werden. 777.000 Euro sind nun in den Bau des Radwegs zwischen Leonberg und Rutesheim geflossen, der Ende Juni feierlich eröffnet wurde. Immerhin 86.000 Euro gingen dabei an die Stadt Rutesheim, da dort ein fast unbefahrbarer Radweg umgebaut wurde, wofür es keine Zuschüsse gab. 

Landrat: "Gut angelegtes Geld." Landrat Bernhard begrüßt die Veränderung: "Insgesamt war diese Verbindung ein liederlicher Gehweg." Dieser ist nun auf einer Strecke von zwei Kilometern zu einem großzügigen Geh- und Radweg umgebaut worden. 

Zur Eröffnung der neuen Strecke, die in Kooperation zwischen Landratsamt, Leonberg und Rutesheim entstanden ist, waren Rutesheims Bürgermeister Dieter Hofmann, Martin Killinger (Beigeordneter), Landrat Roland Bernhard, Leonbergs Oberbürgermeister Bernhard Schuler und der Böblinger Straßenplaner Jörg Aichele gekommen.

Eigene Anbindungen und Radwege schaffen: Der Landrat zeigt sich zufrieden und lobte die gute Zusammenarbeit. Er wies auch darauf hin, dass ein Ausbau des regionalen Schnellnetzes allein nicht nütze, wenn die 26 Städte und Gemeinden nicht auch eigene Anbindungen und Radwege schaffen würden. Aichele lobte zudem auch die Berücksichtigung des Naturschutzes und die Umfahrung entsprechender Stellen entlang der Strecke.

Der neu entstandene Weg liegt nun weiter entfernt von der Straße und wird zudem auch von den Landwirten genutzt. Anregungen aus dem Leonberger Gremium wurden mit in die Planung aufgenommen und diese Wünsche in der Umsetzung berücksichtigt. 

Zukunftsperspektiven: Weitere Arbeiten werden 2018 folgen. Dann gilt es, den Radweg bis zum Krankenhaus und zum Berufsschulzentrum zu verlängern. 

Quelle: Stadt Lenonberg / Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V. am 07.08.2017

Baden-Württemberg: Sicheres Abbiegen für Radfahrer in Lahr

Die neuen Radabbiegespuren in der Max-Planck-Straße und am Doler Platz dienen der Rad- und der Fußverkehrsförderung. Bereits im Sommer 2015 wurden auf der B 415 stadteinwärts zwischen der Klostermühlgasse und der Feuerwache ein Schutzstreifen sowie am Doler Platz ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen markiert.

Anfang August 2017 ist die Radverkehrsführung auch auf den zwei Nebenästen der B 415 verbessert worden. Neue Radabbiegespuren, vorgezogene Haltelinien und aufgeweitete Radaufstellstreifen verdeutlichen nun die Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich und sorgen für ein sicheres Abbiegen.

Die Abbiegespuren bieten den Radfahrern Schutz und dürfen vom Kfz-Verkehr nicht überfahren und mitbenutzt werden. Beim Warten vor der Ampel und beim Anfahren befinden sich die Radfahrer von nun an im Blickfeld der folgenden Kraftfahrzeuge.

Diese Maßnahme dient der Unfallprävention und stellt gleichzeitig einen wichtigen Baustein der Rad- und der Fußverkehrsförderung dar.

In der Vergangenheit war es häufig zu beobachten, dass Radfahrer von der Max-Planck-Straße aus kommend als Geisterfahrer auf den Geh- und Radweg entlang der B 415 abgebogen sind, um stadteinwärts zu fahren. Ebenso verhielt es sich mit den Gehwegen am Doler Platz. Die Radabbiegespuren verdeutlichen nun die korrekte Radverkehrsführung.

Seit 2012 setzt die Stadt sukzessive ihr Rad- und Fußwegekonzept um und hat sich auch für das kommende Jahr das Ziel gesetzt, diese beiden Verkehrsarten zu fördern. Ab 2018 soll es neben der bereits bestehenden Haushaltsstelle für den Radverkehr auch eine eigene Haushaltsstelle für den Fußverkehr geben.

Quelle: Stadt Lahr am 16.08.2016

Bayern: Verkehrserhebung für schnelle Radverbindung im südlichen Landkreis München

Der Landkreis München plant, eine schnelle Verbindung für Radfahrer zwischen München-Harlaching und der Landkreisgrenze zwischen Sauerlach und Otterfing einzurichten. Weitere Anschlüsse sind in Grünwald, Unterhaching, Taufkirchen und Lanzenhaar vorgesehen.

Die Radverbindung und ihre Zuläufe sollen überwiegend auf vorhandenen Wirtschaftswegen realisiert werden, die entsprechend instand gesetzt werden müssen. In Oberhaching und Sauerlach wird die Strecke durch die beiden Orte führen.

Für die weiteren Planungen ist es erforderlich, die aktuell vorhandene Nachfrage im Fuß- und Radverkehr auf einzelnen Abschnitten zu erfassen. In Oberhaching und Sauerlach werden auf den vorgesehenen Straßenabschnitten ergänzend auch die Kfz-Verkehrsmengen sowie der Schwerverkehrsanteil gezählt. Darüber soll das Verhältnis Radverkehr zu Kfz-Verkehr dargestellt werden. Insgesamt sind drei Erhebungen an unterschiedlichen Tagen - ein Werktag innerhalb der Sommerferien, ein Werktag außerhalb der Ferienzeit und ein Sonntag außerhalb der Ferienzeit - vorgesehen.

Der erste Erhebungstag war der 22. August 2017. Hierzu wurden an 17 Standorten entlang der Strecke Videokameras installiert. Diese werden nach dem Erhebungstag unverzüglich wieder entfernt und hinsichtlich der Nutzernachfrage ausgewertet. Die Videoaufzeichnungen werden nach der Auswertung gelöscht. Weitere Erhebungen finden, je nach Witterungsbedingung, in der 40. und 41. Kalenderwoche statt.

Die schnelle Radverbindung ist ein weiteres Projekt, mit dem der Landkreis den Radverkehr in der Region fördern will. Erst im April dieses Jahres hatte der Kreistag beschlossen, eine erste Radschnellverbindung zwischen der Landeshauptstadt München und der Stadt Garching bzw. der Stadt Unterschleißheim zu verwirklichen. Im Gegensatz zu einer Radschnellverbindung erfüllt eine schnelle Radverbindung nicht voll umfänglich die hohen Standards die an eine Radschnellverbindung gestellt werden.

Für Fragen zum Projekt steht Ansprechpartner Timo Siegmund, Tel.: 089 6221-2524; E-Mail: SiegmundT@lra-m.bayern.de, zur Verfügung

Quelle: Landkreis München, Fachbereich 3.3.2 - Tiefbau und kommunale Abfallwirtschaft, am 23.08.2017

Brandenburg: Radweg Fehrbellin-Neuruppin freigegeben

Die Lücke auf dem Radweg von Fehrbellin nach Neuruppin ist geschlossen. In den vergangenen vier Monaten wurde das letzte Teilstück zwischen Dammkrug und dem Stöffiner Weg mit einer Länge von mehr als 2 Kilometern gebaut. Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse hat den Radweg am 2. August 2017 für den Verkehr freigeben.

"Mit dem durchgängigen Radweg ist die Strecke für Radfahrerinnen und Radfahrer verkehrssicherer geworden. Für Wege zwischen den beiden Orten, bietet es sich jetzt an, das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Rad zu benutzen. Darüber hinaus wird das touristische Radwegenetz des Landkreises um eine neue Strecke ergänzt.", sagte Verkehrsstaatsekretärin Ines Jesse.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat den Bau mit 358.000 Euro aus dem Programm "Mobilität" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die Gesamtbaukosten liegen bei etwa 475.000 Euro.

Das Teilstück ist das letzte von fünf Abschnitten, die in den vergangenen Jahren errichtet worden sind. Neben dem Bau des Radweges war auch der Abriss und Neubau einer Brücke über den Rhinkanal notwendig. Insgesamt lagen die Kosten für alle Bauabschnitte bei etwa 2,2 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 02.08.2017

Brandenburg: Radweg-Lückenschluss zwischen Kleptow und Carmzow (Uckermark)

Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse hat heute den Radweg von Kleptow nach Carmzow freigegeben. Die Strecke schließt die Lücke auf den Wegen für Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Prenzlau und Brüssow.

"Mit der neuen Strecke ist die Amtsgemeinde Brüssow für alle, die kein Auto haben, deutlich verkehrssicherer zu erreichen. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es jetzt eine vom motorisierten Verkehr getrennte Wegführung. Davon profitieren insbesondere die jüngeren Radlerinnen und Radler, wie auch die Gäste der Uckermark, die hier mit den Rädern unterwegs sind", sagte Staatssekretärin Jesse.

Der neue Radweg hat eine Länge von knapp drei Kilometern, die Gesamtkosten lagen bei 490.000 Euro. Das Land hat den Bau mit 300.000 Euro aus dem Programm "Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden des Landes Brandenburg" unterstützt. Bauzeit: April 2017 bis August 2017. 

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 24.08.2017

Brandenburg: Radweg zwischen Milmersdorf und Ahlimbsmühle (Uckermark) entlang der L 100 freigegeben

Verkehrsstaatsekretärin Ines Jesse hat den Radweg entlang der Landesstrasse L 100 zwischen Milmersdorf und Ahlimbsmühle im Landkreis Uckermark freigegeben. Die neue Strecke ist etwa drei Kilometer lang und verbindet Milmersdorf mit dem Radweg Templin – Joachimsthal.

"Ich freue mich, dass wir diesen Radweg einweihen können. Gerade für die Schülerinnen und Schüler ist das eine gute Nachricht, denn sie kommen jetzt verkehrssicher in die Grundschule nach Milmersdorf. Bislang war dieser Abschnitt der L 100 für alle, die Rad fahren, besonders gefährlich, weil hier viele LKW unterwegs sind. Nun bietet sich die Möglichkeit, für kurze Wege das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Rad zu benutzen. Die neue Strecke ergänzt darüber hinaus das touristische Radwegenetz der Uckermark", sagte Staatssekretärin Jesse.

Der Radweg wurde in zwei Bauabschnitten von Oktober 2015 bis August 2017 errichtet. Er hat eine Breite von 2,50 Metern und ist teilweise mit  Betonstein gepflastert, teilweise asphaltiert. Die Gesamtkosten für das Projekt lagen bei knapp 636.000 Euro. Das Land hat den Bau mit 412.000 Euro gefördert.

Die Grundschülerinnen und -schüler in Milmersdorf zeichnen sich durch eine besondere Radfahrleidenschaft aus. Bei den Uckermärkischen Kreisradfahrmeisterschaften Anfang Juli in Gollmitz haben vier Schülerinnen und Schüler den ersten, den dritten, den siebten und den neunten Platz belegt. Im Ergebnis ging der Meisterschaftspokal bereits zum zweiten Mal an die Grundschule in Milmersdorf. Nächstes Ziel ist die Landesmeisterschaft im kommenden Schuljahr.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 24.08.2017

Brandenburg: Radwegneubau entlang der B 122 in Prebelow bis zur Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern

Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat am 21. August den ersten Spatenstich für den Ausbau der Bundesstraße 122 in Prebelow gesetzt. Von der Prebelower Brücke bis zur Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern wird die Strecke grundhaft erneuert. Dabei wird auch das Entwässerungssystem saniert und ein Fußgänger- und Radweg gebaut.

"Ich bin froh, dass jetzt mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, denn für alle die in Prebelow zu Fuß oder per Rad unterwegs sind, wird die Verkehrssicherheit deutlich erhöht.  Dazu trägt auch die Ampel bei, die zur sicheren Überquerung der Bundesstraße eingerichtet wird. Auch für die Radwanderer ist der Bau dieses Abschnitts eine gute Nachricht. Denn nach Ende der Bauarbeiten, können die Strecken von Rheinsberg nach Canow und nach Kleinzerlang durchgängig befahren werden," sagte Ministerin Schneider.

Die Bundesstraße wird auf einer Länge von 463 Metern auf 6,50 Meter verbreitert, in den Kurven auch darüber hinaus, um die Passierbarkeit größerer Fahrzeuge zu verbessern. Der Fuß- und Radweg wird auf einer Länge von 548 Metern neu errichtet. Für einen Teil der Strecke ist eine Stahlspundwand erforderlich, um eine Böschung zu stabilisieren. Die Kosten für das gesamte Vorhaben liegen bei mehr als 1,3 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Im Juni 2018 sollen die Bauarbeiten beendet sein.  

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 18.08.2017

Hamburg: Straße "Alsterufer" wird zur Fahrradstraße

Die Straße Alsterufer wird ab 4. September 2017 von der Alten Rabenstraße bis zur Einmündung Fontenay saniert und zu einer Fahrradstraße umgebaut. Die Bauzeit beträgt etwa drei Monate.

Quelle: Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel am 22. August 2017

Hessen: Fahrradfreundlicher Umbau von Elisabethenstraße und Paradiesgasse in Frankfurt

Die Umgestaltung der Elisabethenstraße und der anschließenden Paradiesgasse in Sachsenhausen hat am Montag, 21. August, begonnen. Die beiden Stadträte Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen, und Klaus Oesterling, Dezernent für Verkehr, haben die Bauarbeiten mit einem symbolischen Spatenstich eingeleitet. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme im Rahmen des Programms "Schöneres Frankfurt" belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.

"Die Straße ist momentan stark auf den Autoverkehr ausgerichtet. Mit breiteren Gehwegen, neugeordneten Fahrspuren und Parkmöglichkeiten gewinnt die Strecke zwischen Walter-Kolb-Straße und Affentorplatz deutlich an Attraktivität. Dazu tragen künftig auch 14 neue Bäume bei, die das Straßenbild grüner machen und das Stadtklima verbessern", so Mike Josef.

"Für den Radverkehr stehen in dem Straßenbereich bisher keine separaten Verkehrswege zur Verfügung. Nun schaffen wir dafür Platz im Straßenraum. Die Busspur stadtauswärts wird zu einer gemeinsamen Fahrspur für Bus- und Radverkehr. Stadteinwärts entfällt die Busspur zugunsten eines Schutzstreifens für Radfahrer", führte Klaus Oesterling weiter aus.

Die Umgestaltung dient der Aufwertung des öffentlichen Raums. Neben der Erneuerung von Fahrbahn und Gehwegen ist auch der barrierefreie Umbau der Kreuzungsbereiche und Bushaltestellen vorgesehen. Mobilitätseingeschränkte Personen können die Straße in Zukunft sicherer überqueren und den öffentlichen Personennahverkehr leichter nutzen. Zudem werden die Ampelanlagen und die Straßenbeleuchtung modernisiert und Trinkwasser-, Gas-, Strom- und Telekommunikationsleitungen erneuert. Die Umgestaltung auf einer Gesamtfläche von 7.000 Quadratmetern wird in fünf Bauphasen realisiert und ist bis Anfang November 2018 abgeschlossen.

Quelle: Stadt Frankfurt am 21.08.2017

Hessen: Magistrat beschließt Umsetzung der Inhalte des Förderprojekts "Lincoln by bike" in der Lincoln-Siedlung

Die Lincoln-Siedlung wird demnächst Schauplatz und Ausgangspunkt des groß angelegten Förderprojekts 'Lincoln by bike', das den Ausbau des Radverkehrs als wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in dem derzeit neu entstehenden Quartier zum Ziel hat. Das hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt in seiner Sitzung am 09. August 2017 beschlossen. Das Projekt geht zurück auf einen Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Dort hatte sich die Stadt mit einem integrierten Konzept zur Förderung des Radverkehrs beworben und den Zuschlag bekommen. Ausgehend vom Modellquartier sollen das Maßnahmenspektrum und die gewonnenen Erfahrungen sowohl auf weitere Entwicklungsgebiete in Darmstadt als auch bundesweit adaptiert werden können. Der Förderzeitraum reicht von 2017 bis Ende 2019. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 686.422 Euro. Die Stadt erhält 90 Prozent der Kosten erstattet und beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 10 Prozent der investiven Gesamtkosten.

Verkehrsdezernentin Barbara Boczek freut sich auf die Umsetzung des Projekts: "An die gute Nachricht über unseren positiv beschiedenen Förderantrag 'Lincoln by bike', schließt sich nach dem erfolgten Magistratsbeschluss nun die Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen an. Das sind erfreuliche Aussichten nicht nur für die Bevölkerung des derzeit neu entstehenden Stadtteils Lincoln-Siedlung sondern für die gesamte Stadt. Denn wir haben nun die Chance, die Mobilität von etwa 5000 neuen Einwohnern von Beginn an mit einem integrierten Ansatz nachhaltig zu gestalten und daraus wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Dazu werden wir die Lincoln-Siedlung als Modellquartier mit einem hohen Anteil des Umweltverbunds am Modal Split entwickeln. Dem Radverkehr soll hier, begünstigt durch die Lage am Rand der Kernstadt, als Verbindungsfunktion zur Innenstadt und zu den angrenzenden Stadtquartieren, eine besondere Rolle auch ein Baustein der klimaneutralen Mobilität zukommen. Ein großes Anliegen ist die Anbindung des Quartiers an das übergeordnete Radverkehrsnetz, für Bewohnerinnen und Bewohner der Lincoln-Siedlung und der angrenzenden Quartiere und Stadtteile gleichermaßen. Damit haben die Verbindungen in und aus dem Quartier auch großen Nutzen für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadtbezirke Heimstättensiedlung, Verlagsviertel, Bessungen und An der Ludwigshöhe", erläutert Boczek.

Folgende Maßnahmen werden gefördert:

  • Radverkehrsanbindung Heidelberger Straße zwischen Lincoln-Siedlung und Innenstadt einschließlich Abstellanlagen für 42 Fahrräder
  • 206 hochwertige öffentlich zugängliche Fahrradabstellanlagen in der Lincoln-Siedlung
  • 350 hochwertige öffentliche Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt und in Eberstadt
  • zwei hochwertige Bike+Ride-Anlagen mit Abstellmöglichkeiten für je 20 Fahrräder an den quartiersnahen Straßenbahnhaltestellen Marienhöhe und Lincoln (Neubau 2017)
  • Stadtteilübergreifendes Lastenradverleihangebot "Heinerbike" mit zunächst mindestens vier Lastenrädern
  • Zwei Radverkehrszählstellen im Jahr 2017 zum Monitoring und zur Kommunikation an der Nord-Süd-Hauptroute/Heidelberger Straße
  • Begleitende Image-Kampagne für CO2-neutrale Nahmobilität mit Fokus auf den Radverkehr in Form von Neubürgerbroschüren, Fahrradstadtplänen, Informationstafeln und einem umfangreichen Kommunikations- und Beteiligungsprogramm für die Bewohnerschaft in Lincoln sowie die Nachbarschaften einschließlich Schulen

Der Förderantrag wurde in Kooperation mit der bauverein AG gestellt, die im Rahmen des Förderprojektes Fahrradabstellanlagen auf ihren privaten Flächen gefördert bekommen. In der Lincoln-Siedlung wurden im Jahr 2014 erste Wohnungen an Studierende vermietet. 2016 ist der Bezug von bereits 108 sanierten Wohneinheiten in Bestandsgebäuden erfolgt, deren Vermietung durch die bauverein AG erfolgt.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 09.08.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Dorf Mecklenburg erhält Zuschuss für Umrüstung der Geh- und Radwegbeleuchtung auf LED-Technik

Das Energieministerium bezuschusst die Umrüstung der Geh- und Radwegbeleuchtung auf LED-Technik in der Gemeinde Dorf Mecklenburg, Ortsteil Karow (Landkreis Nordwestmecklenburg) mit 96.804,18 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Dorf Mecklenburg plant, die Geh- und Radwegbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in der Schweriner Straße innerhalb der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 106 in Karow umzurüsten. Die vorhandenen 26 Leuchten werden durch 34 LED-Leuchten inklusive Masten und Kabel ersetzt.

Durch diese Maßnahme können jährlich rund 7.800 Kilowattstunden Strom und rund 4,4 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 02.08.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Neuer Geh- und Radweg in der B-104-Ortsdurchfahrt Zerrenthin (Landkreis Vorpommern-Greifswald)

In der Ortsdurchfahrt Zerrenthin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) an der Bundesstraße 104 wird noch in diesem Jahr eine 190 Meter lange Lücke des straßenbegleitenden Geh- und Radwegs geschlossen. Die Gemeinde Zerrenthin hat für die Förderung des von ihr zu finanzierenden Gehweganteils vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von 15.900 Euro erhalten. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Bau eines straßenbegleitenden Radwegs entlang der B 104 zwischen den Gemeinden Zerrenthin und Rossow. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für das Vorhaben betragen 24.600 Euro, die Gesamtausgaben rund 37.000 Euro.

Die Bundesstraße 104 ist eine wichtige West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Nr.197/17 am 27.08.2017

Zur Originalpressemitteilung

Mecklenburg-Vorpommern: Bau eines Radwegs an der Berliner Straße in Boizenburg/Elbe (Landkreis Ludwigslust-Parchim)

Am 09.08.2017 nahm Infrastrukturminister Christian Pegel gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Boizenburg Harald Jäschke den ersten Spatenstich für den Neubau des straßenbegleitenden Radwegs an der Berliner Straße in Boizenburg/Elbe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vor.

Der Radweg wird entlang des Gewerbegebiets im Ortsteil Boizenburg-Bahnhof gebaut und soll den Radweg am Ende der Wohnbebauung mit dem Radweg an der Kreuzung Berliner Straße/Gülzer Straße verbinden. Dadurch wird die Radweglücke nach Neu Gülze geschlossen. Sobald der Radweg fertig ist, können die Einkaufsmärkte im Gewerbegebiet sicherer mit dem Rad erreicht werden.

Für den Bau des rund 550 Meter langen und 2,50 Meter breiten Radwegs in Asphaltbauweise hat die Stadt Boizenburg vom Land Mecklenburg-Vorpommern Fördermittel in Höhe von 87.303,42 Euro (Fördersatz 75 Prozent) erhalten. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme liegen bei 154.440 Euro. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie über die Mitfinanzierung der Investitionen in den Bau von Radwegen in kommunaler Baulast des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Kommunale Radbaurichtlinie) aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gewährt.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 09.08.2017

Niedersachsen: Spatenstich für drei wichtige Radwege-Projekte in der Region Wolfsburg

Entlang der Kreisstraße 72 zwischen dem Ortsausgang Sülfeld und dem Ortseingang Ehmen soll in den kommenden Monaten ein rund 1,2 Kilometer langer neuer Radweg entstehen. Mit dem straßenbegleitenden Vorhaben soll eine sichere Ortsverbindung geschaffen werden. Das Projekt schlägt mit rund 450.000 Euro zu Buche. Es wird mit Fördermitteln des Landes in Höhe von etwa 270.000 Euro gerechnet. Zur Förderung des Radverkehres hat das Land die Förderquote von 50 auf 60 Prozent erhöht. In dieser Summe ist auch die vom Ortsrat gewünschte zusätzliche Querungshilfe in Höhe von 60.000 Euro enthalten, die am Ortseingang von Ehmen entsteht.

Mit einem Spatenstich gab es dazu jetzt den offiziellen Startschuss. Der Abschnitt wird mit einer Asphaltdecke in einer Breite von 2,5 Metern hergestellt. Wenn das Wetter mitspielt ist mit der Fertigstellung Anfang Dezember zu rechnen.

Insgesamt sollen in diesem Jahr die Bauarbeiten für gleich drei wichtige Radwege-Projekte beginnen. Gemeinsam mit dem Land will die Stadt Wolfsburg in dem Zusammenhang rund 4,3 Millionen Euro in die Infrastruktur für den Radverkehr investieren. Durch die Vorhaben werden wichtige Lücken im Netz geschlossen.

Ein weiteres Projekt ist der 5,5 Kilometer lange Radwegneubau entlang der Landesstraße 290 zwischen Almke und Hehlingen. Dieses ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Niedersachsen und der Stadt Wolfsburg. Die Kosten für die Realisierung entfallen auf beide Partner zu gleichen Teilen. Auch hier wird der Spatenstich in Kürze vorgenommen. An dieser Stelle investiert die Stadt rund 2,6 Millionen Euro in das Gesamtprojekt.

Außerdem soll für Rad fahrende Pendler aus Richtung Gifhorn der Radweg an der Kreisstraße 114 umgesetzt werden. Für den 2,2 Kilometer langen Neubau zwischen Ilkerbruch und Weyhäuser Weg liegen die Gesamtkosten bei rund 1,4 Millionen Euro. Zusammen mit dem vom Landkreis Gifhorn fertiggestellten Radweg westlich des Ilkerbruchs wird es somit noch in 2017 eine Verbindung nach Wolfsburg und insbesondere zum Volkswagenwerk geben. Hier ist ein ebenfalls Spatenstich im Herbst geplant.

Mit dem Bau der beiden noch ausstehenden Radwege wird auch die Breitbandinitiative der Stadt zum Anschluss der Ortsteile umgesetzt. In die Strecken werden nämlich gleich Leerrohre für die entsprechenden späteren Leitungen mit verlegt. Dadurch lassen sich Synergien in der Bauabwicklung nutzen.

Quelle: Stadt Wolfsburg am 21.08.2017

Niedersachsen: Helmstedt öffnet weitere Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung

Die Stadt Helmstedt hat verkündet, dass im August 2017 weitere zehn Straßen freigegeben werden konnten. Und das bedeutet, dass die Radfahrer in der nordöstlichen Altstadt inzwischen ein nahezu geschlossenes Netz an "durchlässigen" Straßen nutzen können. "Viele innerstädtische Ziele können nun viel schneller erreicht werden", freut sich Fachbereichsleiter Dirk Stein-Bosse nach ersten eigenen Testfahrten. "Die Entscheidung zugunsten des Fahrrades als effektives, gesundheitsförderndes und umweltschonendes Verkehrsmittel im Stadtverkehr wird für unsere Bewohner Stück für Stück erleichtert", ist auch Thomas Bode überzeugt, der neue Leiter des für die Straßen zuständigen Geschäftsbereichs III im Rathaus. Die Praxis zeigt, dass die anfängliche Unsicherheit mancher Verkehrsteilnehmer objektiv keineswegs zu einer Erhöhung der Unfallzahlen führt, im Gegenteil: Auto- und Radverkehr haben sich im Begegnungsverkehr "im Blick", müssen gegebenenfalls auch abbremsen, profitieren aber von der erhöhten gegenseitigen Aufmerksamkeit. "Dies ist ja ein im Straßenverkehr äußerst wünschenswerter Zustand", pflichtet auch Frank Kemmer vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung bei. 

Dabei hat sich die Verwaltung diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Der nachvollziehbare und begrüßenswerte Anstoß des Arbeitskreises Fahrradfreundliches Helmstedt (AK FFHE), möglichst sämtliche Einbahnstraßen zu öffnen, wurde und wird seit über einem Jahr in mehreren Begehungen von Fachleuten auf Umsetzbarkeit überprüft. Die Leichtigkeit des Radverkehrs stößt überall dort an ihre Grenzen, wo die Fahrgassenbreite unter 3 Meter sinkt und somit kein gefahrloser Begegnungsverkehr zwischen PKW und Fahrrad möglich ist. Straßen wie der Fechtboden oder die südliche Hälfte der Bötticherstraße fallen daher weg, obwohl ihre Netzbedeutung für den Radverkehr durchaus groß wäre. Dafür konnte jedoch – sozusagen als unbeabsichtigtes Nebenprodukt – auch die Kramstraße (bisher reiner Fußweg) für den Radverkehr freigegeben werden, so dass nun auch Holzberg und Markt besser miteinander verbunden sind. 

Die aktuell freigegebenen Straßen sind Kornstraße, Lindenstraße, Heinrichsplatz, Papenberg (nur Platz), Kirchstraße, Georg-Calixt-Platz, Amtsgasse, Bindegasse, Bötticherstraße (nord) und die Kramstraße. Die Zahl der freigegebenen Straßen beläuft sich somit auf insgesamt fünfzehn. Die Verwaltung wird in Kürze weitere Begehungen durchführen und weitere Einbahnstraßen zur Öffnung freigeben.

Quelle: Stadt Helmstedt am 21.08.2017

Niedersachsen: Wallenhorsts erste Fahrradstraße als Teilstück des Radschnellweges Osnabrück-Wallenhorst freigegeben

Die Gemeinde Wallenhorst hat ihre erste Fahrradstraße. Sie führt im Ortsteil Lechtingen zwischen der Moorbachstraße und der Osnabrücker Straße über den Boerskamp, die Wessels Straße und die Pyer Straße. Offiziell eröffnet wurde sie am 17. August 2017 durch Bürgermeister Otto Steinkamp und Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger im Beisein einiger Vertreter der Ratsfraktionen.

Auf dem Fahrrad nebeneinander radeln, sich unterhalten und die Geschwindigkeit bestimmen – das sind einige der Vorteile einer Fahrradstraße. Wie der Name schon sagt, ist eine Fahrradstraße eine für den Radverkehr vorgesehene Straße, die das Radfahren in Wallenhorst sicherer und attraktiver machen soll: Als bevorrechtigten Verkehrsteilnehmern steht Radfahrern hier mehr Straßenraum zur Verfügung als auf den üblichen Radwegen.

Die Fahrradstraße in Lechtingen ist dabei ein Teilstück des Radschnellweges Osnabrück – Wallenhorst, der einmal von der Großen Straße in Wallenhorst bis zum Hasetor in Osnabrück führen soll. Der Radschnellweg ist gleichzeitig auch eine Maßnahme aus dem integrierten Klimaschutzkonzept der Gemeinde Wallenhorst.

Die Gemeinde Wallenhorst möchte insbesondere Pendler dazu motivieren, auf ihrem Weg zur Arbeit, Schule, Universität etc. verstärkt das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel zu nutzen. Mit der Fahrradstraße finden Radfahrer nun im Ortsteil Lechtingen eine sichere und attraktive Route auf ihrem täglichen Weg vor.

Quelle: Gemeinde Wallenhorst am 18.08.2017

Nordrhein-Westfalen: Startschuss für Bau der grenzüberschreitenden e-Rad Bahn Kleve (D)-Nijmegen (NL) zwischen Kleve und Kranenburg

Am 26.08.17 ist in Kleve der Startschuss zum Bau der grenzüberschreitenden e-Rad Bahn Kleve (D)-Nijmegen (NL) - Teilabschnitt Kleve-Kranenburg im Rahmen eines kommunalen Zusammenschlusses der Stadt Kleve und der Gemeinde Kranenburg gefallen.

"Mit der e-Rad Bahn leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Radverkehrsförderung sowie zur nachhaltigen und grenzüberschreitenden Erschließung der Region: Schnell, sicher und umweltfreundlich verbindet sie Menschen über die Grenze hinweg", erklärt  Bürgermeisterin Sonja Northing. Auch Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg Hans-Ulrich Heiden freuen sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern und Unterstützern über die Realisierung der mit Bundes- und Landesmitteln geförderten Maßnahme.

Entlang der stillgelegten Bahntrasse zwischen Kleve und Kranenburg, die zurzeit im Draisinenverkehr touristisch genutzt wird, entsteht auf einer Länge von ca. 11,12 km (ca. 4,67 km Klever Stadtgebiet, ca. 6,45 km Kranenburger Gemeindegebiet) eine durchgängige und direkt geführte e-Rad Bahn unter Berücksichtigung aller klimaschutz- und radverkehrsrevelanter Aspekte. Die e-Rad Bahn eignet sich zur überregionalen grenzüberschreitenden Verbindung der Städte Nijmegen und Kleve. Die direkt geführte asphaltierte e-Rad Bahn ist als selbständig geführter Zweirichtungsradweg in einer Breite von mind. 3 m geplant. Im Verlauf der Strecke werden sich beispielsweise Rastplätze mit Abstellanlagen, E-Bike Ladestationen und Fahrradverleih befinden.

Der Realisierungshorizont der e-Rad Bahn liegt im Zuwendungszeitraum der Fördergeber (Bund/Land). Ziel ist es, dass die e-Rad Bahn Ende 2018 durchgängig befahrbar ist. Im Rahmen der Projektumsetzung wurde zunächst eine zeitnahe Realisierung für den ca. 0,97 km langen Abschnitt zwischen Wiesenstraße und Flutstraße vorgesehen, für den über einen Bebauungsplan Planungsrecht vorliegt. In zeitlicher Hinsicht wird die bauliche Umsetzung des 1. Realisierungsabschnitts vom August 2017 bis Mitte November 2017 erfolgen.

Das Gesamtprojekt mit einer Investitionssumme von 6,52 Mio Euro wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz durch Radverkehr durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt. Für die Strecke entlang der Bahntrasse hat der Bund seine finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 4,3 Mio Euro (70 Prozent Förderquote) zugesichert. Darüber hinaus fördert das Land Nordrhein-Westfalen mittels einer erstmalig in Nordrhein-Westfalen beispielhaft umgesetzten Co-Finanzierung mit rund 921.000 Euro den Ausbau der grenzüberschreitenden Radwegverbindung. Für die Kommunen verbleibt ein Eigenanteil von rund 1,3 Mio Euro.

Die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr (MIV) im Pendler- und touristischen Verkehr zugunsten des Radverkehrs bzw. intermodalen Verkehrs sind wesentliche Zielsetzungen der Stadt Kleve und der Gemeinde Kranenburg. Durch das Kooperationsprojekt "Bau einer grenzüberschreitenden e-Rad Bahn (D) – Nijmegen (NL); Teilabschnitt Kleve – Kranenburg" wird ein wesentlicher Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieser Ziele geleistet. Zudem wird die Region nachhaltig erschlossen und die multimodale Mobilität in der ländlichen Region langfristig verbessert.

Quelle: Stadt Kleve am 27.08.2017

Nordrhein-Westfalen: "Blaue Route" wird zukünftig die Innenstädte von Mönchengladbach und Rheydt miteinander verbinden

Aufmerksamen Radlern sind die ersten blauen Markierungen an Viktoriastraße und Buscherstraße bereits aufgefallen: Vor wenigen Tagen haben die Arbeiten an der "Blauen Route" begonnen, die zukünftig die Innenstädte von Mönchengladbach und Rheydt miteinander verbinden wird. Zurzeit lässt die "mags" die ersten Markierungsarbeiten durchführen. Nächste Woche folgt die Beschilderung.  

Die "Blaue Route" führt als Fahrradstraße vom Berliner Platz über die Viktoriastraße zur August-Oster-Straße, Buscherstraße, Richard-Wagner-Straße sowie Brucknerallee hin zum Marktplatz in Rheydt. Am 20. September 2017 findet im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vor dem Blauhaus die offizielle Eröffnung der Fahrradstraße statt.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 29.08.2017

Nordrhein-Westfalen: Rechtsabbiegen bei roter Ampel für Radfahrende in Köln

In Köln werden in weiteren Straßen Grünpfeile an Fahrradampeln montiert, um dem Radverkehr das Rechtsabbiegen zu ermöglichen, auch wenn die Fahrradampel rot zeigt. Bisher gibt es den Grünpfeil an Fahrradampeln in der Innenstadt an den Einmündungen Adolf-Fischer-Straße/Hansaring (seit Ende 2016) und seit Anfang August 2017 auch an der Maastrichter Straße/Hohenzollernring.

Am 23. August 2017 erfolgte die Anbringung eines Grünpfeils auch an den Fahrradampeln Thebäerstraße/Vogelsanger Straße im Stadtteil Ehrenfeld sowie in Kürze an der Simon-Meister-Straße/Kempener Straße im Stadtteil Nippes.

Der Grünpfeil ist ein nicht reflektierendes quadratisches Blechschild mit grünem Pfeil auf schwarzem Grund, das neben dem Rotsignal angeschraubt wird. Es ermöglicht dem Verkehrsteilnehmer, nach einem kurzen Halt wie vor einem Stoppschild bei rotem Signal vorsichtig nach rechts abzubiegen. 1994 wurde diese Verkehrsregelung aus der ehemaligen DDR in die bundesdeutsche Straßenverkehrsordnung übernommen, um in erster Linie dem Kfz-Verkehr das Abbiegen bei Rotsignal zu ermöglichen.

In Köln waren die ersten Grünpfeile bereits 1995 zu sehen, im Jahr 2000 wurden flächendeckend alle Kreuzungen in Köln überprüft und wenn möglich dafür vorgesehen. Allerdings wurde bisher ausschließlich der Kfz-Verkehr berücksichtigt, wobei der Radverkehr auch profitieren konnte, wenn er mit den Autofahrern auf der Fahrbahn geführt wurde.

Es gibt einen strengen Prüfkatalog für die Einrichtung dieser Pfeile für den Kfz-Verkehr. So dürfen dort beispielsweise sowohl der Rechtsabbieger als auch die Straße, auf die eingebogen wird, nur einspurig sein. Der entgegenkommende Linksabbieger darf keine eigene Signalisierung haben. Auf Schulwegen oder in der Nähe von beispielsweise Seniorenheimen dürfen keine Grünpfeile für den Kfz-Verkehr angeordnet werden. Die Anordnung ist nicht unumstritten, da sich Fußgänger durch diese Regelung verunsichert fühlen könnten. Darum gilt: Sollten sich an einem Grünpfeil innerhalb von zwei Jahren zwei Unfallgeschehen ereignen, die mit dieser Regelung im Zusammenhang stehen, wird dieser wieder entfernt. In Köln gibt es an etwa 50 Kreuzungen Grünpfeile.

Der Grünpfeil stellt für den Radverkehr eine Möglichkeit dar, den Verkehrsablauf flüssiger zu gestalten, allerdings nicht ohne Rücksichtnahme auf Fußgänger und andere Radfahrende zu nehmen. Trotz roter Ampel darf abgebogen werden, wenn man sich vorher vergewissert hat, dass es die Verkehrssituation zulässt und keine Fußgänger oder anderen Verkehrsteilnehmer behindert werden. Die Nutzung des Grünpfeils ist ein Angebot, eine Verpflichtung zum Abbiegen bei rot besteht nicht.

Die Prüfkriterien, die für die Anordnung des Kfz-Grünpfeils anzuwenden sind, gelten nicht in gleichem Maße für Schilder, die ausschließlich für den Radverkehr angeordnet werden. Dennoch wird auch dort die Anordnung eines Radfahrer-Grünpfeils in jedem Einzelfall gründlich geprüft.

Die Installation von Grünpfeilen an reinen Radfahrerampeln soll nun weiter ausgebaut werden. Dies kann vor allem an für Radfahrer geöffneten Einbahnstraßen erfolgen.

Die Verwaltung nimmt Vorschläge für reine Radfahrer-Ampeln, an denen die Anordnung eines Grünpfeiles eine Verbesserung für den Verkehrsablauf bedeuten kann, gerne entgegen (fahrradbeauftragter@stadt-koeln.de).

Quelle: Stadt Köln am 23.08.2017

Nordrhein-Westfalen: Landeshauptstadt Düsseldorf testet "Blaue Fahrradampeln"

Werden neue Radverkehrsanlagen geschaffen, müssen in der Regel auch entsprechende Signalanlagen erneuert oder angepasst werden. Anpassungen sind notwendig, wenn sich die Verkehrsbedingungen verändern. So wirft der Radverkehr neue Bedürfnisse auf, wie zum Beispiel separate Ampeln für das "indirekte Linksabbiegen". Hier hat die Stadt Düsseldorf Neuland betreten: Denn die besonderen Signalgeber für Radfahrer besitzen nicht den Wiedererkennungswert etablierter Verkehrssignale und sind den meisten nicht geläufig. Auch in anderen Städten sind sie nahezu gar nicht vertreten - und wenn, dann in unterschiedlicher Form.

Im Rahmen des Radwegeausbaus werden zurzeit neue Ampeln für Fahrradfahrer getestet. Diese haben neben den drei üblichen Signalen - rot, gelb, grün - noch ein blaues, druchgängig leuchtendes Signal. Es ersetzt nicht die roten, gelben oder grünen Signalkammern. Die neuen Ampeln richten sich ausschließlich an Radfahrer.

Mit den Anlagen auf der Heinrich-Heine-Allee testet die Stadt, wie die neuen Ampeln im Straßenverkehr wirken. Die technische Ausführung wird optimiert: Die Lösung, die am besten für Radfahrer erkennbar ist, wird dann als technischer Standard für alle Signale des Radverkehrs eingeführt. Die Installation der neuen Ampeln geht einher mit der Umplanung und dem Umbau von Kreuzungen.

Für die auf der Friedrichstraße eingesetzten Signalgeber für Radfahrer werden derzeit verschiedene Alternativen geprüft und mit den Erfahrungen anderer Städte abgeglichen. Auf der Breiten Straße wird ein neues Element, die "Leipziger Kombispur" erstmals angewendet: Geradeaus fahrender Radverkehr wird mit der Rechtsabbiegespur für den Pkw-Verkehr kombiniert.

Die neuen Fahrradampeln entsprechen den Vorgaben aus der Richtlinie für Lichtsignalanlagen und der Straßenverkehrsordnung. Bereits in Berlin und Hamburg anzutreffen, halten sie nach und nach Einzug in den großstädtischen Verkehr.

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf am 21.08.2017

Nordrhein-Westfalen: Städteregion Aachen - Machbarkeitsstudie für Radschnellweg Euregio in der Städteregion Aachen liegt vor

Die politischen Gremien der Städte Aachen und Herzogenrath sowie der StädteRegion Aachen beschließen die nächste Planungsphase für den Radschnellweg. Zeitnah soll der Antrag beim Verkehrsministerium NRW folgen, den Radschnellweg als Radschnellverbindung des Landes aufzunehmen.

Die Machbarkeitsstudie liegt vor. Sie berücksichtigt die Streckenführung, die von den politischen Gremien der Projektpartner im Juni 2016 aus verschiedenen Varianten ausgewählt wurde. Vorausgegangen war eine zweistufige Bürgerbeteiligung zur Prüfung der besten Streckenführung.

In der Machbarkeitsstudie wurden die planerischen Grundlagen ermittelt, Gestaltungsstandards erarbeitet und verschiedene Möglichkeiten der Streckenführung untersucht. Nach der stufenweisen Auswahl der Varianten wurde für die ausgewählte Streckenführung die Vorplanung einschließlich Kostenschätzung erstellt. Nach einem Verfahren, das u.a. im Bundesverkehrswegeplan eingesetzt wird, wurde der volkswirtschaftliche Nutzen berechnet. Der Vergleich zu dem geschätzten Kosten ergibt einen sehr guten Nutzen-Kosten-Quotient von 3,4. Die vorläufigen Fassung der Umweltverträglichkeitsstudie hat ergeben, dass die Eingriffe in Naturhaushalt und Landschaftsbild durch entsprechende Kompensationsmaßnahmen ausgleichbar sind. Im weiteren Planungsverfahren wird sie zur endgültigen Fassung weiterentwickelt, um u.a. die jüngsten Gesetzesänderungen in diesem Rechtsgebiet zu berücksichtigen.

Die genauen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie finden Sie unter: www.radschnellweg-euregio.de/aktueller-projektstand-juli-2017.html 

Quelle: Radschnellwege.nrw am 08.08.2017

Nordrhein-Westfalen: 50 Prozent der 2.600 Kölner Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet

Im Kölner Stadtteil Nippes werden weitere Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet. Derzeit gibt es im gesamten Stadtbezirk Nippes 371 Einbahnstraßenabschnitte, von denen 72 für den Radverkehr geöffnet sind. Durch die Öffnung von zusätzlichen 21 Einbahnstraßenabschnitten erhöht sich der Anteil der für den Radverkehr geöffneten Einbahnstraßen in Nippes von 19 auf 25 Prozent.  

Im Frühjahr 2013 hatte das Amt für Straßen und Verkehrstechnik allen neun Kölner Bezirksvertretungen eine Beschlussvorlage mit dem Inhalt vorgelegt, dass alle im Bezirk befindlichen Einbahnstraßen überprüft und nach Möglichkeit geöffnet werden sollen. Die Bezirksvertretung Nippes hatte darum gebeten, eine Liste der für eine Öffnung vorgesehenen Einbahnstraßen vorab nochmals der Bezirksvertretung vorzulegen.  

Im Mai 2017 hat die Bezirksvertretung Nippes der Öffnung von 23 Einbahnstraßenabschnitten zugestimmt. Davon können nun 21 Vorhaben umgesetzt werden. Die Öffnung der Xantener Straße (mit zwei Abschnitten) wird derzeit im Hinblick auf eine Anpassung des Radverkehrs an die Ampelanlage Xantener Straße/Amsterdamer Straße geprüft und bis dahin zurückgestellt.  

Durch die am 21. August 2017 erfolgte Öffnung der in südliche Richtung zu befahrenden Yorckstraße sowie der Nordstraße entstehen zusätzliche Optionen, beispielsweise für Radfahrer, die das Quartier durchqueren oder das Gymnasium am Leipziger Platz und die in der Yorckstraße befindlichen Radabstellmöglichkeiten erreichen wollen. Neben der Yorck- und Nordstraße werden nun auch Einbahnstraßenabschnitte der Mauenheimer Straße, Knechtstedener Straße, Krüthstraße, Gocher Straße, Gartenstraße und Cranachstraße für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben.  

Im Kölner Straßennetz gibt es insgesamt etwa 2.600 Einbahnstraßenabschnitte. Davon sind mehr als 50 Prozent für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet.  

Quelle: Stadt Köln am 21.08.2017

Nordrhein-Westfalen: Direkte Radverbindung am Hohenzollernring in Köln

Die Achse Maastrichter Straße - Ehrenstraße ist eine wichtige Verbindung für den Radverkehr aus dem Belgischen Viertel und Ehrenfeld in das Zentrum Kölns. Schon heute zählt man hier täglich etwa 3.500 Fahrradfahrer. Angenommen wird eine Erhöhung auf rund 7.000 Zweiradfahrer in den nächsten Jahren. Die prognostizierte Steigerung wird ursächlich mit der neuen Führung der Radverkehrsachse zusammenhängen, die nun den Hohenzollernring auf direktem Wege überquert.

Die bisherige Lösung stellte eher eine Hürde für den Radverkehr in West-Ost-Richtung dar. Bisher war es Radfahrern nur möglich, die Ringe über eine Fußgängerampel zu queren. Für die aus der Ehrenstraße kommenden Radfahrer gab es keine andere Möglichkeit, als vom Rad abzusteigen, sich rund zwanzig Meter weiter links vor der Fußgängerfurt aufzustellen und mit geschobenem Rad die Ringe bei Grün zu überqueren. Ähnlich verhielt es sich für die aus der Maastrichter Straße kommenden Radler. Auch sie wurden an diesem Umweg zwangsläufig zu Fußgängern.  

Für beide Richtungen wird den Radfahrenden nun ab dem 3. August 2017 ein eigenes Ampelsignal zur sicheren und direkten Überquerung der Ringe angeboten. Zudem wurden Aufstellflächen für diejenigen Radfahrer markiert, die auf dem Hohenzollernring unterwegs sind und in die Maastrichter Straße oder die Ehrenstraße abbiegen möchten.  

Diese Veränderung ist Teil des Radverkehrskonzeptes Innenstadt. Mit dem "Einfallstor" an der Bahnunterführung der Vogelsanger Straße bildet die Verbindung Neue Maastrichter Straße – Brüsseler Platz – Maastrichter Straße – Ehrenstraße – Breite Straße nun einen weiteren Bestandteil des so genannten "Grünen Netzes“ im Haupt-Radroutennetz. Auf dieser Strecke werden die Radfahrer im Mischverkehr mit anderen Verkehrsteilnehmern geführt. Der nicht motorisierte Verkehr überwiegt auf einem großen Teil der zu dem Grünen Netz gehörenden Verbindungen bereits heute - so auch auf der Ehrenstraße und der Maastrichter Straße.          

Die Maastrichter Straße ist in den vergangenen Monaten nach den Grundlagen des neuen Gestaltungshandbuches der Stadt Köln umgestaltet worden. Dabei wurde das Angebot an Radabstellmöglichkeiten auf 100 Stellplätze erhöht. Außerdem wurden unter anderem die Gehwege verbreitert und neue Bäume gepflanzt. Die gesamte Achse hat an Attraktivität sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer deutlich hinzugewonnen.

Quelle: Stadt Köln am 03.08.2017

Nordrhein-Westfalen: Abschnitt des Agger-Sülz-Radweges und Zuwegung freigegeben

Im Rahmen eines kreisübergreifenden Raderlebnistages wurden am 27. August 2017 der 43 km lange südliche Abschnitt des Agger-Sülz-Radweges sowie der Zuweg aus Bergisch Gladbach auf der Burg Wissem in Troisdorf feierlich freigegeben.

Landrat Sebastian Schuster freute sich, dass die Routenführung im Rhein-Sieg-Kreis schon komplett befahrbar ist: "Aufgrund vorhandener Wege waren bei uns keine großen Baumaßnahmen notwendig. Mit der durchgehenden Beschilderung erhalten die Radfahrerinnen und Radfahrer eine gute Orientierung und können die zahlreichen interessanten Orte entlang des Radweges besser erkunden." Auch nach der Eröffnung gibt es aber noch etwas Handlungsbedarf:

Aktuell endet der Agger-Sülz-Radweg jeweils noch an den Bahnhöfen in Rösrath und Overath. "Perspektivisch wird der 115 km lange Agger-Sülz-Radweg ein wichtiger Lückenschluss zwischen dem Siegtalradweg im Süden und dem Bergischen Panoramaradweg im Norden sein. Im nächsten Jahr wollen wir in die erste Baumaßnahme starten. Für alle Einwohner in den Städten und Gemeinden und für Rad-Touristen wird mit dem Agger-Sülz-Radweg dauerhaft ein attraktives Angebot und Mehrwert für die Region geschaffen", gab der Landrat des Rheinisch-Bergischen-Kreises Hermann-Josef Tebroke einen Ausblick in die Zukunft.

Auch wenn bis zur Fertigstellung aller notwenigen Baumaßnahmen noch einige Zeit vergehen wird, freute sich Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises, über diesen ersten Schritt. "Die Panorama-Radwege haben gezeigt, dass auch die Menschen im Bergischen gerne Fahrrad fahren. Es braucht hierfür aber attraktive Angebote. Der Agger-Sülz-Radweg ist für uns eine hervorragende Ergänzung des touristischen Angebotes und ein wichtiger Baustein zur Förderung der Nahmobilität."

Damit der Agger-Sülz-Radweg noch besser bekannt wird, hat Das Bergische eine Karte aufgelegt, die ab sofort verfügbar ist und in vielen öffentlichen Einrichtungen ausliegt. Informationen zum neuen Radweg können auch unter www.agger-suelz-radweg.de abgerufen werden.

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis am 28.08.2017

Rheinland-Pfalz: Stadt Koblenz ändert Beschilderungen für den Rad- und Fußgängerverkehr

"Die Stadtverwaltung beabsichtigt in den Uferbereichen des Peter-Altmeier-Ufers, des Konrad-Adenauer-Ufers und der Rheinanlagen eine Veränderung der Beschilderung für den Rad- und Fußgängerverkehr", teilte Baudezernent Bert Flöck im August 2017 mit. "Wir wollen damit, das in den letzten Jahren gestiegene Beschwerdeaufkommen sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Polizei reduzieren".

Die Konfliktsituationen in den Uferbereichen sind der hohen Bedeutung für den Rad- und Fußgängerverkehr (überregionale Radrouten, Berufspendler, Touristik, Naherholung), der bisherigen Beschilderung, aber auch dem Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer geschuldet. Die Maßnahmen wurden zwischen verschiedenen Ämtern und der Polizei abgestimmt, der ADFC wurde angehört. Hierbei wurde versucht die Interessen und den notwendigen Schutz aller Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge) zu berücksichtigen. Hier die Erläuterungen zu den Regelungen im Einzelnen:

Peter-Altmeier-Ufer: An der Mosel sollen die Fahrradfahrer nach wie vor auf der Fahrbahn fahren. Dies wird zukünftig durch einige zusätzliche Schilder und der Markierung von Fahrradpiktogrammen auf der Fahrbahn verdeutlicht. Der Gehweg war dort immer ein reiner Gehweg und wird dies auch bleiben. Die Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn sollen alle Verkehrsteilnehmer darauf hinweisen, dass der Fahrradverkehr auf der Fahrbahn geführt wird und die Aufmerksamkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer für Fahrradfahrer soll hierdurch gesteigert werden.

Danziger Freiheit + Konrad-Adenauer-Ufer: Hier wird der bisherige gemeinsame Geh- und Radweg aufgehoben, da insbesondere durch das Deutsche Eck, die Schiffsanleger und die Seilbahnstation ein sehr hohes Fußgängeraufkommen herrscht. Dem Platzbedarf und der Sicherheit der Fußgänger soll hier Rechnung getragen werden. Daher wird die Beschilderung zukünftig wie folgt aussehen: "Gehweg; Radfahrer frei". Diese Beschilderung erlaubt zwar weiterhin das Fahrradfahren in diesem Bereich, allerdings nur mit Schrittgeschwindigkeit und dem Fußgänger wird Vorrang eingeräumt. Der Radverkehr hat besondere Rücksicht auf den Fußgängerverkehr zu nehmen. Der unmittelbare Uferbereich an den Schiffsanlegern bis zur Spitze des Deutschen Ecks bleibt dem Fußgängerverkehr alleine vorbehalten. Dies wird durch entsprechende Verbotszeichen deutlich. Im weiteren Verlauf des Konrad-Adenauer-Ufers wird der Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen unverändert auf der Fahrbahn geführt. Da die Straße in diesem Bereich für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, ist der Radverkehr hier sicher und komfortabel unterwegs.

Kaiserin-Augusta-Anlagen: In den Kaiserin-Augusta-Anlagen von der Rückseite des Kurfürstlichen Schlosses bis zum Oberwerth wird die Beschilderung zukünftig wie folgt aussehen: "Gemeinsamer Geh- und Radweg". Diese Beschilderung gilt für den breiten Hauptweg der Kaiserin-Augusta-Anlagen. Hier haben Radfahrer und Fußgänger gegenseitig Rücksicht aufeinander zu nehmen. Fast im gesamten Bereich der Kaiserin-Augusta-Anlagen steht den Fußgängern neben dem gemeinsamen Geh- und Radweg auch der Leinpfad direkt am Ufer zur Verfügung. Dort ist das Fahrradfahren durch entsprechende Beschilderung untersagt, sodass auch schwächere Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit haben, ohne unmittelbaren Fahrradverkehr zu spazieren.

Quelle: Stadt Koblenz am 22.08.2017

Sachsen: Neuer Radweg an der B 96 zwischen Hoyerswerda und Bautzen

Ende Juli 2017 begannen die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau des Radweges an der B 96 (Hoyerswerda - Bautzen) zwischen den Königswarthaer Ortsteilen Caminau und Wartha. Der neue Radweg ist 2,6 Kilometer lang, 2,50 Meter breit und schließt die Lücke des vorhandenen Radwegnetzes südlich von Königswartha und den Naherholungsgebieten in Richtung Hoyerswerda.

Verkehrsminister Martin Dulig: "Aufgrund des hohen allgemeinen Verkehrsaufkommens, vor allem eines sehr hohen Anteils von Lastern, ist es wichtig, dass Radfahrer auf einem separaten Weg fahren können. Gerade an dieser Stelle der B 96 besteht dringender Handlungsbedarf. Unser Ziel ist es generell, dass gerade auf kurzen Strecken mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. Doch egal ob sie auf dem Weg zur Arbeit oder zum Badesee sind – sie müssen sicher ans Ziel kommen."

Konkret beginnt der Radweg im Bereich der Einmündung Schwalbenweg (Caminau). Er stellt die Fortsetzung zum südlich von Caminau bestehenden Radwegnetz her. Der geplante Weg verläuft rund 80 Meter östlich zur Bundesstraße, bevor er diese quert und bis zum Bauende auf der westlichen Seite weiter führt. Das Bauende des straßenbegleitenden Radweges liegt in der Ortslage Wartha, an der Einmündung der Mittelstraße. Diese ist bereits durch die entsprechende Beschilderung mit dem nördlich von Wartha bestehenden Radwegenetz verbunden.

Während des Radewegbaus wird die parallel zur Bundesstraße verlaufende Telekomfreileitung verlegt. Im Bereich der Einfahrt zur Caminauer Kaolinwerk GmbH wird zudem ein Übergang für Fußgänger/Radfahrer errichtet. Gleichzeitig erhält die B 96 aus Fahrtrichtung Hoyerswerda eine Linksabbiegespur. Die Hauptfahrspur Richtung Caminau wird nach außen verschoben und die Fahrbahn dafür verbreitert. Im Zuge des neu herzustellenden Vorflutgrabens nördlich von Caminau, wird ein vorhandener Rohrdurchlass durch einen fischottergerechten Grabendurchlass ersetzt. Unmittelbar nach dem Ortsausgang Caminau in Richtung Wartha, wird ein weiterer Fischotterdurchlass quer zur B 96 errichtet.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen rund 2,1 Millionen Euro.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 01.08.2017
 

Schleswig-Holstein: Ausbau der Kreisstraße 43 zwischen der Einmündung der L 217 und der OD Burg a. F. mit neuem Radweg

Die Arbeiten beginnen am 04.09.2017 in Höhe Feldpotthaus und enden nach ca. 1,4 km an freier Strecke ca. 1 km vor der Ortseinfahrt Burg.

Die Fahrbahn erhält eine Breite von 6,50 m. Auf der Südseite wird ein 2,5 m breiter Radweg angelegt, ebenso auch neben der bereits im 1. Bauabschnitt fertiggestellten Fahrbahn. Die Arbeiten werden bis spätestens Ende Juni 2018 abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen insgesamt ca. 3,1 Mio. €.

Quelle:  Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein am 30.08.2017

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31. August 2017
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