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Juni 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Startschuss für erste Radschnellverbindung in der Region Stuttgart - Wünsche zur Umsetzung von Radschnellverbindungen in allen Landesteilen

"Wir geben heute den Startschuss für eine erste Radschnellverbindung in der Region Stuttgart. Damit setzen wir einen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilitätsregion Stuttgart, auf einer der am stärksten belasteten Pendlerachsen der Region", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL anlässlich eines Vor-Ort-Termins am 24. Juni 2017 in Böblingen.

Das Kernstück der Verbindung ist der 3,7 Kilometer lange Abschnitt der Römerstraße. Dieser Abschnitt wird zu einer asphaltierten Radschnellverbindung mit fünf Metern Breite ausgebaut. Zudem soll die Strecke mit einem innovativen Beleuchtungskonzept versehen werden. Landrat Roland Bernhard hob die Bedeutung der Strecke für den Landkreis Böblingen hervor: "Der Ausbau, den der Landkreis jetzt anstrebt ist das Herzstück der Verbindung von Böblingen nach Stuttgart. Wir möchten Pendlerinnen und Pendler vom Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel überzeugen. Mit diesem ersten Abschnitt der Radschnellverbindung, wird der Landkreis Böblingen per Fahrrad oder Pedelec deutlich besser an die Stadt Stuttgart angebunden. Davon erhoffen wir uns einen wichtigen Schub für den Radverkehr im Landkreis Böblingen und einen höheren Anteil des Radverkehrs am Mobilitätsmix im Kreis. Diesen wollen wir bis 2025 von 10 auf 20 Prozent verdoppeln."

In Ergänzung zur zum Radverkehrskonzept des Kreises wird die Radschnellverbindung dazu beitragen, das Radfahren attraktiver zu machen. Seit 2014 ist der Kreis in der Umsetzung des Konzeptes, um den Radverkehr gezielt zu fördern. Als Zubringerstrecken werden die Anbindungen an die Städte Böblingen und Sindelfingen ertüchtigt. Aus Richtung Böblingen wird die Verbindung über den Sandweg (1,5 Kilometer) von der neu gestalteten Thermalbadkreuzung zur Römerstraße geführt. Als zusätzliche Anbindung von Sindelfingen an die Römerstraße soll das Musberger Sträßle zwischen Kreuzungsbereich K1055/L1183 und der Römerstraße saniert werden (ca. 2,2 Kilometer). Beide Strecken werden im Interesse an eine schnelle Umsetzung zunächst im bestehenden Querschnitt realisiert.

Für die weiteren Abschnitte habe man sich mit dem Landkreis und den Städten Stuttgart, Sindelfingen und Böblingen darauf verständigt, dass der Weiterverlauf der Radschnellverbindung im Rahmen von Machbarkeitsstudie untersucht werde. "Ich bin hier guter Dinge, dass die Städte dies ebenso engagiert angehen", so Hermann weiter.

Die 7,4 Kilometer lange Pilotstrecke soll genutzt werden, um schnell Erfahrungen mit dieser für Baden-Württemberg neuen Form der Radverkehrsförderung zu sammeln. Von diesen Erfahrungen sollen alle weiteren Radschnellverbindungen profitieren. Als Pionierprojekt fördert das Land die Strecke daher mit bis zu 1,4 Millionen Euro. Diese setzen sich zusammen aus einer Förderung in Höhe von ca. 740.000 Euro nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) sowie bis zu 640.000 Euro aus Sondermitteln zur Förderung von Radschnellverbindungen. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf ca. 2,2 Millionen Euro. Baulastträger ist der Landkreis Böblingen.

Verkehrsminister Hermann betonte, dass die Radschnellverbindung weiter ausgebaut werden soll: "Selbstverständlich kann es nicht bei diesem ersten Abschnitt bleiben. Als Radschnellverbindung können die Verlagerungspotenziale erst dann wirklich genutzt werden, wenn die Strecke bis in die Innenstädte und an die großen Arbeitsplatzstandorte in Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart als Radschnellverbindung weitergeführt wird. Ich freue mich, wenn der Landkreis und die drei Städte nun eine Machbarkeitsstudie zur Anbindung der Innenstädte beauftragen und auf dieser Basis die Umsetzung angehen werden. Für diese Studie übernehmen wir gerne die Kosten in Höhe von 80 Prozent. Auch die Umsetzung werden wir aktiv begleiten."

Hintergrundinformationen:

Radschnellverbindungen bieten eine attraktive Möglichkeit, auch längere Strecken zügig und sicher mit dem Fahrrad zurückzulegen. Sie werden im Zuge wichtiger Alltagspendlerachsen dort geschaffen, wo ein entsprechend hohes Potenzial besteht, um Verkehrsverlagerungen zugunsten des Radverkehrs zu erreichen. Charakteristisch für Radschnellverbindungen ist eine bevorrechtigte oder kreuzungsfreie Führung, damit verringerte Wartezeiten und erhöhte Reisegeschwindigkeiten sowie eine auf große Radverkehrsmengen ausgelegten Breite. Damit wird in erster Linie die Durchschnittsgeschwindigkeit des Radverkehrs erhöht, d. h. der Zeitverlust bspw. an Kreuzungen wird verringert.

Im Koalitionsvertrag wird die große Bedeutung von Radschnellverbindungen insbesondere vor dem Hintergrund der rasanten Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes anerkannt. Auch in der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg ist das Thema Radschnellverbindungen als wichtiger Baustein zur künftigen Ausrichtung der Radverkehrsinfrastruktur verankert. Es ist dort unter anderem das Ziel enthalten, dass bis 2025 zehn Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg realisiert werden.

In allen Landesteilen besteht ein großer Wunsch zur Umsetzung von Radschnellverbindungen. Für 29 mögliche Strecken haben 13 Landkreise und Regionalverbände die Bereitschaft signalisiert, Geld in die Hand nehmen zu wollen und Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen durchzuführen. Das Verkehrsministerium fördert entsprechende Machbarkeitsstudien zu 80 %. Wichtig ist, dass es sich bei den Strecken um potenziell verkehrswichtige Verbindungen handelt, bei denen ein großes Verlagerungspotenzial auf den Radverkehr erzielt werden kann und ein hohes Radverkehrsaufkommen zu erwarten ist. Auch müssen die Standards für Machbarkeitsstudien Radschnellverbindungen eingehalten werden.

Für die Planung und den Bau von Radschnellverbindungen hat der Landtag im Haushalt 3 Millionen Euro für 2017 bereitgestellt. Noch in diesem Jahr plant auch der Bund den Ländern zur Förderung von Radschnellverbindungen in der Baulast der Länder und Kommunen jährliche Finanzhilfen in Höhe von 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Parallel zur Förderung der Machbarkeitsstudien wird daher vom Verkehrsministerium aktuell eine landesweite Potenzialanalyse zu Radschnellverbindungen durchgeführt. Damit werden die wichtigsten Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg identifiziert sowie Qualitätsstandards und Musterlösungen ausgearbeitet.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 24.06.2017

Baden-Württemberg: Stuttgart will Radfahren noch stärker fördern - Stadt stellt nach Abstimmung mit dem Land Förderantrag zu Radschnellverbindungen

In Stuttgart sind immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs. Dazu erklärte der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, am 30. Juni 2017: "Kurze Strecken, auch in der City, legt man am schnellsten mit dem Rad zurück. Deshalb sind Radschnellverbindungen eine notwendige Ergänzung zu unserem Hauptradroutennetz."

Daher war die Stadt in den letzten Wochen in Abstimmungsgesprächen mit dem Land, welche Themen im Rahmen der geplanten Radschnellverbindungen in Stuttgart zu untersuchen sind. Dazu gehören nicht nur die Anbindung der Radschnellwege von außerhalb, sondern auch eine Machbarkeitsuntersuchung, wo im Radnetz zusätzliche urbane Radschnellwege möglich sind. 

Pätzold weiter: "Schnelle, direkte und sichere Wege sind eine Voraussetzung für Radler.  Das ist die Grundlage unserer Hauptradrouten. Wir prüfen aktuell, wo und wie wir die Radschnellwege aus der Region bei uns anbinden. Wir werden auch prüfen, wo wir Radschnellwege auch in der Stadt umsetzen können. Dazu sind wir seit Wochen in der Abstimmung mit dem Land." Stadt und Land haben gestern ein dazugehöriges Paket abgestimmt, mit dem die Stadt die Förderung im Rahmen des Landesprogramms beantragt. 

Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr Baden-Württmeberg, ergänzte: "Wir begrüßen es, dass die Stadt Stuttgart untersuchen lässt, wie schnelle, direkte, auf große Radverkehrsmengen ausgerichtete Radschnellverbindungen in Stuttgart das Radfahren verbessern und auch auf langen Strecken noch attraktiver machen können. Darin sehen wir eine große Chance zu Entlastung der Stadt von Stau, Lärm und Luftschadstoffen."

Rad-Etat soll auf fünf Millionen Euro anwachsen

Der aktuelle Rad-Etat beträgt rund drei Millionen Euro. "Wir werden dem Gemeinderat vorschlagen, die im letzten Haushalt schon erhöhte Pauschale noch einmal um jährlich zwei Millionen Euro zu erhöhen. Damit könnten wir den Radverkehr mit fast fünf Millionen Euro pro Jahr fördern", so Pätzold. Unterstützt werden soll dies auch durch zusätzliches Personal. 

Pätzold stellt klar: "In Stuttgart gibt es schätzungsweise 650.000 Räder. Tendenz steigend. Unsere Zählstationen auf der König-Karls-Brücke und der Böblinger Straße werden Jahr für Jahr von mehr Radlern passiert. Laut Bürgerumfrage des Statistischen Amts nutzt jeder Dritte mindestens einmal die Woche das Rad. Im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sind es sogar 53 Prozent. Dies sind positive Anzeichen: für die Gesundheit jedes Einzelnen, der sich auf das Rad schwingt, wie auch für die Luftqualität unserer gesamten Stadt. Die Verwaltung arbeitet intensiv am Ziel, den Anteil des Radverkehrs zu steigern."  

Der Gemeinderat hatte am Donnerstag, 29. Juni beschlossen, 50.000 Euro für eine Imagekampagne zum Radfahren in Stuttgart bereitzustellen. Noch vor der Sommerpause wird sich der Ausschuss für Umwelt und Technik mit dem "Radverkehrsförderprogramm" beschäftigen.

Quelle: Stuttgart am 30.06.2017

Baden-Württemberg: Grünpfeilschilder für den Radverkehr - Freiburg bewirbt sich für einen einjährigen Verkehrsversuch an einer ausgewählten Kreuzung

Die Stadt Freiburg bewirbt sich für einen einjährigen Verkehrsversuch beim Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg. Es soll getestet werden, welche Auswirkungen sich ergeben, wenn an einer Kreuzung mit einer speziellen Grünpfeil-Beschilderung Radfahrende trotz roter Ampel, aber unter der gebotenen Vorsicht, in die Kreuzung einfahren dürfen, um rechts abzubiegen. 

Voraussichtlich können zwei baden-württembergische Kommunen an einem bundesweiten Verkehrsversuch des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und der Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) teilnehmen. 

Die Stadt Freiburg möchte eine dieser zwei Testkommunen in Baden-Württemberg sein. Die gesamte Untersuchung geht über zwei Jahre, im ersten Jahr wird die Beschilderung vor Ort geändert und das Rechtsabbiegen für Radfahrende trotz Rotlichtampel per Grünpfeilschild zugelassen, im zweiten Jahr werden die bundesweiten Ergebnisse ausgewertet. 

Zur Auswahl stehen in Freiburg die Kreuzungen Eschholz-/ Lehener Straße und Berliner Allee/Elsässer Straße. In dem einjährigen Versuch ist das Rechtsabbiegen von Radfahrenden nur an dieser einen ausgewählten Kreuzung möglich. Im gesamten Stadtgebiet gelten die üblichen Verkehrszeichen, das heißt rote Ampeln gelten für Autos, Radfahrer und Fußgänger. 

Die Möglichkeit einer Grünpfeilregelung gibt es in der Straßenverkehrsordnung (STVO) seit 1994. Sie gilt für alle Verkehrsteilnehmenden und wird von den meisten Städten nur sehr zurückhaltend eingesetzt. In Freiburg gibt es sie bisher nicht, weil das Sicherheitsrisiko höher als der Komfortgewinn eingestuft wird. Es gibt jedoch Rechtsabbiegemöglichkeiten durch ampelgesteuerte Grünpfeile.

Quelle: Stadt Freiburg am 13.06.2017

Baden-Württemberg: Fahrrad-Zählstellen in Stuttgart jetzt auch im Internet abrufbar

Wer wissen will, wie viele Radfahrer sich in Stuttgart tummeln, kann nun mit ein paar Mausklicks auf die Daten von zwei Zählstellen in Stuttgart zugreifen. Über www.stuttgart.de/fahrradzaehlstellen hat man Zugriff auf die Daten der zwei automatischen Zählstellen in Stuttgart. Eine Zählstelle steht in der Böblinger Straße in Stuttgart-Süd, die andere an der König-Karls-Brücke, wo auch schon das Fahrradbarometer steht.

Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreszahlen lassen sich beliebig oft abfragen ebenso wie Durchschnittswerte und Spitzentage (sogenannte Schlüsselwerte). So kann jede und jeder sehen, wie sich die Fahrradförderung in Stuttgart in Zahlen niederschlägt.

"Ziel ist es, den Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehr weiter zu erhöhen. Schon jetzt profitieren wir von den Zahlen, die uns die Zählstellen liefern. Nun können alle sehen wie viele Radfahrer die Zählstellen passieren", so Claus Köhnlein, Fahrradbeauftragter der Stadt Stuttgart.

Zukunftsgerechte Verkehrsplanung

Im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung wertet man die Zählstellen regelmäßig aus, um die Verkehrsplanung und Verkehrsinfrastruktur zukunftsgerecht anzupassen. Dank der laufenden Statistik können unter anderem auch Einflüsse durch Wetter, Investitionen oder Ferienzeiten auf das Verkehrsaufkommen analysiert werden.

Dass der Anteil der Radfahrer steigt, wurde bereits 2015 in einem Gutachten des Landes festgestellt. So fahren an Spitzentagen mehr als 5.000 Radler und Radlerinnen an der Zählstelle Bad Cannstatt vorbei.

Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart am 08.06.2017

Baden-Württemberg: 640 Kilometer langes Fahrradwegweisungsnetz im Landkreis Lörrach komplett

Im Mai 2017 wurde das insgesamt 640 Kilometer lange Fahrradwegweisungsnetz im Landkreis Lörrach komplett fertig montiert.  Über Streckenpiktogramme wird auf Steigungen und Bahnhöfe hingewiesen. Auch Ortstafeln für den Radverkehr sind an den Stellen im Landkreis angebracht, an denen der Fahrradfahrer auf einer Route in eine Kommune einfährt, an der er nicht das Ortsschild für den Autoverkehr sehen kann. Die Fahrradwegweisung ist vor allem im Alltagsradverkehr für Neu-Radfahrer von Bedeutung. Ohne eine nach den Bedürfnissen des Alltagsradverkehrs ausgerichteten Wegweisung wählen sie oft die Routen, die sie bereits von Fahrten mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr kennen. Diese sind aber nicht zwangsläufig die Routen, die für den Radfahrenden sicher oder störungsfrei zu befahren sind. Abkürzungen durch geöffnete Einbahnstraßen, straßenunabhängige Radwege oder kreuzungsarme Nebenstraßen sind ohne Beschilderung oft nicht problemlos auffindbar.
 
Radverkehrsbeauftragte Leonie Wiesiollek ist insgesamt sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Dank der Fahrradwegweisung haben wir jetzt ein 640 Kilometer langes Netz, welches im Straßenraum sichtbar ist. Die Fahrradwegweisung bietet eine Orientierungshilfe für Alltags- und touristische Radfahrer und bündelt sie gezielt auf sicher befahrbaren Routen."

RadNETZ Baden-Württemberg: Im Landkreis Lörrach verlaufen 200 Kilometer ausgewiesene Landesrouten des insgesamt 7.000 Kilometer langen RadNETZes. Von den 4.500 Wegweisern gehören 1.600 zum Landesnetz. Innerhalb des Fahrradwegweisungsnetzes im Landkreis Lörrach können aufmerksame Fahrradfahrer wahrnehmen, dass die wichtigsten Achsen, die die Ober- und Mittelzentren miteinander verbinden, dem RadNETZ Baden-Württemberg angehören. Erkennbar ist das Landesnetz durch die RadNETZ-Banderolen an Wegweiserpfosten und den RadNETZ-Bodenpiktogrammen an wichtigen Entscheidungspunkten.

Kreisnetz: Das Kreisnetz ist die notwendige Verdichtung des Netzes auf Kreisebene mit einer Länge von 440 Kilometern und 2.900 Fahrradwegweisern. Entsprechend der Zuständigkeiten teilen sich auch die Kosten auf: Das RadNETZ ist mit 124.000 Euro zu 100 Prozent durch das Land finanziert. Für das Kreisnetz belaufen sich die Montagekosten auf 180.000 Euro. Der Kreis hatte hier dank einer 50-prozentigen Förderung des Landes insgesamt 90.000 Euro zu tragen.
 
Die Radverkehrsbeauftragte weist außerdem darauf hin, dass die Fahrradwegweisung für nur etwa einem Prozent der Kosten gegenüber einem Ausbau der Wegeinfrastruktur einen spürbaren Mehrwert bewirkt. Sie ist unmittelbar im Straßenraum sichtbar und damit ein direkt wirkendes und preisgünstiges Mittel der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung für die Fahrradnutzung. Gerade bei Menschen, die bisher noch nicht so häufig das Fahrrad nutzen, weckt sie die Lust auf das Radfahren.

Schäden bitte melden: Die Fahrradbeauftragte des Landkreises bittet die Bürger darum, eventuelle Schäden an den Fahrradwegweisern, wie Verdrehungen, Aufkleber oder Übersprühungen, an die E-Mail-Adresse leonie.wiesiollek@loerrach-landkreis.de mit genauer Standortangabe und möglichst mit Foto zu melden. Auch Hinweise über stehengebliebene Altwegweiser werden dankend entgegengenommen. Auf den Pfosten der Landeswegweisung sind RadNETZ-Banderolen aufgeklebt, auf denen die Wegweiser-Standortnummer genannt ist. Schäden an der Landeswegweisung werden an das Land weitergegeben.
 
Grundsätzlich wird die Wartung der RadNETZ-Wegweisung vom Land Baden-Württemberg übernommen. Die Wartung des Kreisnetzes übernimmt der Landkreis Lörrach. Die erste vollständige Wartung des Kreisnetzes hat sich der Landkreis für 2018 vorgenommen.
 
Eine Darstellung des ausgewiesenen Fahrradwegweisungsnetzes mit den Anschlüssen an Nachbarkreise und -länder finden sich auf der Internetseite des Landkreises unter www.loerrach-landkreis.de/geoportal, rechts unten, direkt zu: Fahrradwegweisungsnetz. Die touristischen Routen können hier separat gefiltert und dargestellt werden, sowie das RadNETZ Baden-Württemberg hervorgehoben werden.

Quelle: Landkreis Lörrach am 03.05.2017

Bayern: Unsichtbares wird sichtbar, Vergangenes lebendig: Deutschlands erster "Augmented Reality-Radweg" im Landkreis Fürth

Ein Ritter erwacht aus seinem Schlaf, die "schöne Else" steigt aus ihrer Gruft und ein Falke fängt zu sprechen an: Landrat Matthias Dießl hat Deutschlands ersten Augmented Reality-Radweg eröffnet: "Das ist wahrscheinlich der spannendste Radweg im ganzen Land", sagte Matthias Dießl. Unter Augmented Reality versteht man die Verschmelzung der Realität mit Computer-Effekten. Bekannt geworden ist diese Technik durch das Handy-Spiel "Pokemon", mit dem man mit dem Handy verschiedene vom Programm erzeugte Figuren in der realen Umgebung entdeckt.

"Beim Hohenzollern-Radweg steht aber die Unterhaltung besonders für Familien im Vordergrund. In überraschender Weise macht diese besondere App Unsichtbares sichtbar und Vergangenes lebendig", sagte der Landrat. Insgesamt gibt es auf dem Hohenzollern-Radweg elf Orte, die mit der App zum Leben erweckt werden können.

Übrigens: Schummeln geht nicht. Die App erkennt, ob der Radler sich tatsächlich vor der Sehenswürdigkeit befindet, nur dann werden die Objekte zum Leben erweckt.

Von Nürnberg nach Ansbach

Den Hohenzollern-Radweg gibt es schon länger, er erstreckte sich aber nur von Langenzenn bis Windsbach. Nun wurde er auf knapp 100 Kilometer erweitert und führt von Nürnberg bis nach Ansbach vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die an die Hohenzollern erinnern. Sie haben vor 600 Jahren in Franken und Brandenburg regiert.

Beim Radeln durch die Natur werden mit dem Smartphone Bauwerke und Geschichte(n) zum Leben erweckt. So erzählt beispielsweise in Roßtal die "schöne Else" von der Vergangenheit. Im Heilsbronner Münster überrascht hingegen ein animierter Ritter mit seinem Können. Ebenfalls in Heilsbronn erzählt Kurfürstin Anna aus ihrem Leben.  An der Residenz Ansbach spricht die Büste des Architekten Leopold Retti. Am Dreiherrschaftbrunnen in Fürth berichtet der Markgraf den Radlern Wissenswertes. Auf der Nürnberger Kaiserburg erzählt ein junger Falke von den Hohenzollern. In Neuendettelsau und Langenzenn werden in filmischen Szenen Ereignisse aus der Vergangenheit nachgespielt.

Neben den einzigartigen Effekten und der Geschichte der Hohenzollern bietet die App Serviceauskünfte zu Gastronomie und weiteren Angeboten entlang des Weges. Eine integrierte Navigationsfunktion erleichtert zusätzlich zur  Beschilderung die moderne Schnitzeljagd. Dadurch wird die Radweg-App zum idealen Reisebegleiter. 

Die App für die Zeitreise zurück in die Geschichte wurde von der Zirndorfer Firma Pion ONE AG entwickelt. Firmenchef Ralf Scheid erhielt für seine Geschäftsidee jüngst den Kreativpreis des IHK-Gremiums Fürth.

Gute Anbindung an Bus und Bahn

"Der neue Weg bietet auch die Möglichkeit für Touristen, etwas länger in der Region zu bleiben", erläuterte Matthias Dießl. Die gesamte Strecke des neuen Radwegs kann in zwei bis drei Tagen zurückgelegt werden und ist besonders für Familien geeignet. Durch die zusätzliche App wird Technik mit einem Ausflug in die Natur verbunden – so können auch Kinder und Jugendliche spielerisch Geschichte erleben. "Zudem gibt es entlang der Strecke eine gute Anbindung an Bus und Bahn, so dass auch Tagesausflüge ohne Auto möglich sind", sagte der Landrat. Unterwegs  gibt es natürlich auch viele Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Für den Hohenzollern-Radweg wurden die vorhandenen Radwege genutzt und miteinander durch eine entsprechende Beschilderung verbunden. Die Federführung bei der Umsetzung hatte das Regionalmanagement des Landkreises Fürth in Kooperation mit dem Tourismusverband Romantisches Franken. Kooperationspartner sind außerdem die dreizehn Kommunen entlang der Strecke und der Radfahrverein ADFC. 

Die App "Erlebnisradweg Hohenzollern" ist für iOS und Android in den Stores zu finden. Alle Informationen gibt es auch unter https://www.erlebnisradweg-hohenzollern.de

Quelle: Landkreis Fürth am 23.06.2017

Bayern: Verkehrsfreigabe des neugebauten Radweges zwischen Ochsenfurt und Mautpyramide entlang der B13 (Landkreisgrenze Würzburg und Kitzingen)

Am 22. Juni 2017 wurde der neu gebaute Radweg zwischen Ochsenfurt und der sogenannten Mautpyramide entlang der Bundesstraße 13 offiziell freigegeben. Bundesminister Christian Schmidt MdB und Stimmkreisabgeordneter Hans Herold MdL freuen sich über Radwegeausbau entlang der Bundesstraße 13.

Bundesminister Christian Schmidt MdB und Stimmkreisabgeordneter Hans Herold MdL hatten sich in der Vergangenheit intensiv für den Radwegebau eingesetzt und die Entwicklung der Maßnahme maßgeblich vorangetrieben. Zum erfolgten Abschluss der Bauarbeiten an diesem Streckenabschnitt erklärten sie: "Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Baumaßnahme. Mit dem neuen Radweg wird das Radwegenetz deutlich erweitert und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer damit wesentlich verbessert." Damit wurde die Schaffung eines durchgehenden Radweges entlang der Bundesstraße 13 mit dem Ausbau unter der Autobahnbrücke A7 abgeschlossen.

Quelle: Bundesminister Christian Schmidt MdB am 22.06.2017

Brandenburg: Bau eines Radweges zwischen Schönwalde und der Kreisgrenze Oberhavel im Zuge der Landestraße L 20

Am 29. Juni 2017 starteten die Bauarbeiten für den Bau des Radweges zwischen Schönwalde und der Kreisgrenze Oberhavel im Zuge der Landestraße L 20. Die Gesamtbaukosten betragen 450.000 Euro. 80 Prozent kommen aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union. Die Fortführung über die Landkreisgrenze hinaus in Richtung Bötzow ist geplant und wurde bereits planfestgestellt.

Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse: "Das Projekt trägt zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum bei und wird durch die EU gefördert. Der Radverkehr soll gestärkt werden, weil es gut für die Gesundheit und die Umwelt ist, das Auto öfter mal stehen zu lassen. Radwege verbinden Orte und erhöhen die Verkehrssicherheit. Mit dem Bau dieses Radweges wird eine Lücke zwischen Schönwalde-Siedlung und der Kreisgrenze Oberhavel geschlossen und damit auch das touristische Radwegenetz im Havelland ergänzt."

Anlass für den Neubau des Radweges ist die Fortführung des bereits bestehenden Radwegenetzes aus Richtung Schönwalde Siedlung über Schönwalde Dorf in Richtung Landkreisgrenze Oberhavel.

Der Radweg wird auf einer Länge von mehr als zwei Kilometer mit einer Breite von 2,50 Meter neu gebaut. Grundstückszufahrten, eine Bushaltestelle und ein Durchlass werden angepasst. Es wird eine Regenwassermulde zwischen Fahrbahn und Radweg bzw. Radweg und Grundstücksgrenze angelegt.

Die Fertigstellung ist für Oktober 2017 vorgesehen.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 29.06.2017

Hamburg: Alster Fahrradachsen - Teilstrecke 3 - Präsentation der Ergebnisse der Beteiligung und der daraus resultierenden Planung für den Abschnitt Bellevue/Schöne Aussicht

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) plant den nächsten Abschnitt der Alster Fahrradachsen. Nach der Einrichtung der Fahrradstraße im Harvestehuder Weg zwischen der Krugkoppel und der Alten Rabenstraße sowie der bereits laufenden Planung im Abschnitt Alsterufer soll nun der Abschnitt Bellevue/Schöne Aussicht umgestaltet werden. Das Ziel ist, auch am Ostufer der Außenalster eine durchgängige, schnelle und komfortable Radverkehrsverbindung herzustellen.

Teilstrecke 3: Am Donnerstag, dem 13. Juli 2017 stellt der LSBG gemeinsam mit der Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue das Konzept im Rahmen einer Ergebnispräsentation vor. Vorausgegangen war bereits eine Veranstaltung im März, in der Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Ideen eingebracht haben. Die aktuellen Pläne können ab 17.30 Uhr im Literaturhauscafé (Schwanenwik 38) angeschaut werden, die Vorstellung und Erläuterung der Planung beginnt um 19.00 Uhr.

Alle Interessierten sind herzlich zur Vorstellung der Planung und dem Konzept der Alster Fahrradachsen eingeladen. Es wird insbesondere auch auf die Auswertung der vielen eingebrachten Hinweise und Anregungen eingegangen. Im Anschluss haben alle Teilnehmer und Besucher die Möglichkeit, mit den anwesenden Planern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.

Darüber hinaus bietet der LSBG bereits vor Beginn der Veranstaltung Rundgänge durch den Abschnitt Bellevue/Schöne Aussicht an und erläutert dabei die Planung an verschiedenen Standorten. Der Start ist um 16.00 Uhr an der Krugkoppel (Westseite, Ecke Harvestehuder Weg). Für die Rundgänge wird um Anmeldung bis Freitag, 7. Juli 2017 unter fahrrad-alster@steg-hamburg.de gebeten.

Weitere Informationen stehen im Internet unter: www.hamburg.de/alster-fahrradachsen zur Verfügung.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 28.06.2017

Hessen: Neubau eines Rad- und Gehwegs entlang der B 49 als Lückenschluss im Bereich Alsfeld (Vogelsbergkreis)

Das im mittelhessischen Vogelsbergkreis gelegene Alsfeld ist bekannt für seine vielfältige historische Bebauung sowie das Fachwerk-Rathaus im Zentrum der Altstadt. Alsfeld verfügt auch über verschiedene Radwegeanbindungen. So kreuzen sich hier beispielsweise der Hessische Radfernweg R 2 als Ost-West-Verbindung mit dem Radfernweg R 4 als Nord-Süd-Verbindung.

Der nunmehr anstehende Neubau des kombinierten Rad-/Gehwegs entlang der B 49 schließt künftig die derzeit noch vorhandene Lücke im Radwegenetz zwischen der Pfefferhöhe im Westen Richtung Romrod und dem Ortseingang von Alsfeld im Osten. Damit wird auch das Gewerbegebiet "Dirsröder Feld" alsbald gut per Fuß oder Fahrrad zu erreichen sein.

Der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten erfolgte heute mit dem ersten Spatenstich. Im Beisein geladener Gäste führten diesen der Regionale Bevollmächtigte von Hessen Mobil für Mittelhessen, Ulrich Hansel zusammen mit dem Ersten Kreisbeigeordneten des Vogelsbergkreises, Dr. Jens Mischak und dem Bürgermeister von Alsfeld, Stephan Paule durch.

Insgesamt einen Kilometer lang wird der Lückenschluss für die neue durchgehende Radwegeverbindung nördlich entlang der parallel verlaufenden B 49. Sofern die Bauarbeiten wie geplant verlaufen, soll die Maßnahme aller Voraussicht nach im Mai 2018 fertiggestellt sein.

Unterteilt werden die Bauarbeiten in drei Bauabschnitte. Die Ausführung der ersten beiden Abschnitte erfolgt noch in diesem Jahr. Sobald im kommenden Jahr die Zufahrt für den neuen Windenergiepark zurückgebaut worden ist, kann dann auch der dritte und letzte Abschnitt des Radweges umgesetzt werden. Darüber hinaus wird im Zusammenhang mit dem Rad-/Gehwegebau zusätzlich im Ortseingangsbereich Alsfeld ein Fahrbahnteiler auf der B 49 als Querungsmöglichkeit hergestellt.

Nicht nur für die Radfahrer sondern auch für die Fußgänger steht künftig somit eine durchgängige und ca. 2,50 m breite aber vor allem auch eine verkehrssichere Verbindung von und nach Alsfeld zur Verfügung.

Insgesamt ca. 600.000 Euro investiert die Bundesrepublik Deutschland damit in eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement am 21.06.2017

Hessen: Ausbau des Radfernweges R 9 entlang der B 47 zwischen Riedrode und Lorsch

Am 19. Juni 2017 begannen die Bauarbeiten zum Ausbau des Hessischen Fernradweges R 9 zwischen Riedrode und Lorsch.

Die gesamten Bauarbeiten dauern voraqussichtlich bis Mitte Juli und müssen im ersten Streckenabschnitt zwischen der Bahnhofsstraße in Riedrode und der Kreisstraße K 31 unter Vollsperrung durchgeführt werden. Die beschilderte Umleitung für den Radverkehr erfolgt über die nördlich verlaufende, parallele Rothschneise.

Das auszubauende Teilstück des Fernradweges R 9 verläuft parallel zur Bundesstraße B 47 und führt teilweise durch bewaldetes Gebiet. Dieser Waldweg dient nicht nur als Rad- und Gehweg, sondern auch als Wirtschaftsweg für Hessen Forst.

Beim Ausbau der Strecke hatte man sich daher auf zwei Bauabschnitte geeinigt, die sich in Hinblick auf die Verwendung durch den Forstbetrieb unterscheiden und auf die daher unterschiedlichen Ausbaukonzepte zur Anwendung kommen:

Die Herstellung des Bauabschnitts West erfolgt durch Hessen Mobil. Auf diesem ersten, etwa 3 Kilometer großen Teilstück der Ausbaustrecke, zwischen der Bahnhofsstraße in Riedrode und der Kreisstraße K 31, soll ein asphaltierter Weg mit einer Fahrbahnbreite von 3 Metern erstellt werden. Für die Herstellung der Asphaltbefestigung ist eine Vollsperrung des Weges notwendig.

Bauabschnitt Ost, der von der Kreisstraße K 31 bis "Im Rod" verläuft, wird von Hessen Forst mit einer wassergebundenen Decke neu hergestellt.

Beim Ausbau des R 9 zwischen Riedrode und Lorsch handelt es sich um einen sogenannten Herstellungsradweg, bei dem die einmaligen Herstellungskosten von rund 265.000 Euro vom Bund getragen werden, während die Sorge für Betrieb, Erhaltung und Verkehrssicherung des Radweges von den angrenzenden Kommunen Lorsch, Bürstadt und Einhausen übernommen wird.

Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement am 14.06.2017

Hessen: Verkehrsfreigabe des neuen Rad- und Gehweges zwischen Roßdorf und Groß-Zimmern (Landkreis Darmstadt-Dieburg)

"Radfahren kommt dem Flug der Vögel am nächsten." soll der amerikanische Naturforscher Louis J. Halle gesagt haben und zunehmend mehr Menschen bewegen sich mit dem Rad, sei es zur Arbeit oder zum Entspannen in ihrer Freizeit. Im Rahmen der Sanierungsoffensive des Landes Hessen werden deshalb bis zum Jahr 2022 auch 60 neue Radwege entlang von Landesstraßen gebaut.

Seit dem 9. Juni 2017 heißt es auch zwischen Gundernhausen und Groß-Zimmern "Freie Fahrt für Radfahrer", denn mit einem feierlichen Akt wurde die neue Radstrecke entlang der Landesstrasse L 3115 für den Verkehr freigegeben.

Andreas Moritz, Regionalbevollmächtigter für Südhessen bei Hessen Mobil, begrüßte die Vertreter von Land und Kommunen, sowie zahlreiche weitere Gäste an der neuen Radwegebrücke, die ab sofort bei Gundernhausen den Erbsenbach unterführt.

"Wir freuen uns, dass mit dieser Verbindung das Radwegenetz im Landkreis Darmstadt-Dieburg weiter ausgebaut wird." befand Landrat Klaus Peter Schellhaas und Christel Sprößler, Bürgermeisterin der Gemeinde Roßdorf, fügte hinzu: "Es ist schön, dass Gundernhausen und Groß-Zimmern mit dem Rad jetzt besser zu erreichen sind."

Genutzt wurde die Strecke aber bereits bis dato von vielen Radfahrern: Rund 180 Radler an einem Tag wurden bei einer Verkehrszählung 2005 auf der L 3.115 festgestellt, bei einem Verkehrsaufkommen von rund 4.000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden. Damit waren die Einsatzgrenzen für einen separaten Radweg erfüllt, der damit auch der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient.

Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement am 09.06.2017

Hessen: B 42: Bau eines Geh- und Radweges zwischen Rüdesheim am Rhein und Landesgrenze Hessen/Rheinland-Pfalz

Im Mai 2017 haben die Arbeiten zum Bau des letzten Abschnitts des Geh- und Radwegs zwischen Rüdesheim und Assmannshausen im Zuge der B 42 begonnen.

Im Rahmen der Bauarbeiten auf dem 740 m langen Streckenabschnitt, werden auch Stützwände im Bereich des Bahndamms errichtet. Die Fertigstellung der Maßnahme wird voraussichtlich zum Ende 2018 erfolgen.

Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement am 02.06.2017

Hessen: Nordbahnhofstraße in Witzenhausen erhält 1,5 m breiten Radstreifen

Mit 532.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Witzenhausen beim Ausbau der Nordbahnhofstraße. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Nordbahnhofstraße verbindet den Bahnhof mit der Außenstelle der Universität Kassel und der Innenstadt. Risse, Setzungen und Aufbrüche sowie zahlreiche Flickstellen und beschädigte Bordsteine machen eine grundhafte Erneuerung dringend erforderlich.  Wegen des Linienbusverkehrs wird die Fahrbahn in dem rund 900 Meter langen Ausbauabschnitt 6,5 Meter breit ausgebaut. Sie erhält in Fahrtrichtung Bahnhof einen 1,5 Meter breiten Schutzstreifen für den Radverkehr, im Abschnitt zwischen Mündener Straße und Nordbahnhofsweg auch in der Gegenrichtung. Auf beiden Seiten entstehen mindestens 1,5 Meter breite Gehwege. Lediglich auf einem rund 150 Meter langen Abschnitt zwischen Wilhelm-Eckhardt-Weg und Felsenweg ist nur auf der Südseite ein Bürgersteig vorgesehen. Die Bushaltestellen erhalten hohe Spezialbordsteine, die Rollstuhlfahrern, Rollatorbenutzern, aber auch Eltern mit Kinderwagen und Reisenden mit Gepäck, den Einstieg in die Niederflurfahrzeuge erleichtern. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Juli 2017 und sollen im November 2018 abgeschlossen sein.
 
Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 07.06.2017
 
Nordrhein-Westfalen: RVR stellt Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet vor - Vorzugsvariante führt 17 Kilometer von Essen über Bottrop nach Gladbeck

"Von Zentrum zu Zentrum" – unter diesem Titel könnte der neue Radschnellweg im Mittleren Ruhrgebiet stehen. Auf einer Länge von rund 17 Kilometern sollen die Innenstädte von Essen, Bottrop und Gladbeck miteinander verbunden werden.         

Im Auftrag des RVR haben das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen aus Aachen und das Institut für Raumentwicklung und Kommunikation aus Trier gemeinsam mit den beteiligten Städten und dem Land NRW eine Machbarkeitsstudie zum geplanten Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet, kurz RS MR, erarbeitet und eine Vorzugsvariante ermittelt. Die Ergebnisse aus dieser Studie haben heute RVR-Bereichsleiter Martin Tönnes, Essens Stadtdirektor Hans-Jürgen Best, Klaus Müller, Technischer Beigeordnete der Stadt Bottrop und Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer aus Gladbeck in Essen beim Regionalverband Ruhr (RVR) vorgestellt.

Die Strecke verläuft ausgehend vom Radschnellweg Ruhr RS1 in Essen Richtung Norden über die Innenstadt von Bottrop hin zum Gladbecker Zentrum mit einer erwarteten Fahrzeit von rund 53 Minuten. Vorteile dieser Streckenführung „Von Zentrum zu Zentrum“ sind die Anbindung der Universitäten und bedeutender Arbeitsplatzstandorte, die Verknüpfung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Leihradstationen sowie die Nutzung stillgelegter Bahnstrecken.

Martin Tönnes, RVR-Bereichsleiter Planung: „Der Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet wird den RS1 optimal als Nord-Süd-Achse von Essen über Bottrop nach Gladbeck ergänzen. Beide Radschnellwege bilden das Grundgerüst für ein bereits in Planung befindliches Radschnellwegenetz für die gesamte Metropole Ruhr.“

Nach den jetzigen Planungen ist der Ausbau der favorisierten Trasse mit den Qualitätsstandards für Radschnellwege des Landes Nordrhein-Westfalens weitestgehend machbar. Wie der RS1 soll der neue Radschnellweg einen vier Meter breiten Radweg und einen 2,5 Meter breiten Gehweg aufweisen. Die Kosten für den Ausbau der Trasse sollen nach Ergebnissen der Machbarkeitsstudie insgesamt ca. 39 Millionen Euro und somit 2,33 Millionen Euro pro Kilometer kosten. Die Ergebnisse einer Nutzen-Kosten-Analyse, die die Wirtschaftlichkeit des Projektes sowie die Entlastungseffekte für das Straßennetz im mittleren Ruhrgebiet darstellt, sollen bis zum Herbst 2017 vorliegen. 

Die vorliegende Untersuchung bietet eine gute Grundlage für die weiteren Abstimmungen zwischen Straßen.NRW, den Kommunen und dem MBWSV.

Quelle: Regionalverband Ruhr am 01.06.2017
 
Nordrhein-Westfalen: Unternehmen FahrRad! informiert sich über Radschnellwege -Befahrung der Nordbahntrasse und Teilen des RS1

Nordrhein-Westfalen steht bei der Planung und dem Bau von Radschnellwegen bundesweit an der Spitze. Sie sind das Premiumprodukt der Radverkehrsförderung und haben das Potenzial für einen Quantensprung bei der Radnutzung zu sorgen.

Der Förderkreis der AGFS "Unternehmen FahrRad!" engagiert sich seit über 10 Jahren finanziell und ideell für mehr, komfortableren und sicheren Radverkehr in NRW. Dementsprechend groß ist das Interesse an Radschnellwegen. Anfang Juni war es soweit: Anstatt einer üblichen Sitzung besuchte man gemeinsam mit Vertretern der AGFS und des Verkehrsministeriums NRW die Nordbahntrasse und den Radschnellweg Ruhr RS1.

Die Exkursion startete morgens in Wuppertal. Die zehnköpfige Gruppe radelte unter der Führung von Lutz Eßrich, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Wuppertalbewegung, den innerstädtischen Teil der Nordbahntrasse ab. Sie entstand dank der beispiellosen Eigeninitiative der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger. Mit über 200.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden hatten sie maßgeblich Anteil daran, dass auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke ein 22 km langer Rad- und Fußweg entstand, der in weiten Teilen die Kriterien für Radschnellwege des Landes NRW erfüllt. Die sehr komfortabel zu befahrende Ost-West-Verbindung hat in Wuppertal einen regelrechten Fahrradboom ausgelöst. Dieser Erfolg wurde 2015 mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet.

Im Anschluss wurde mittags der Radschnellweg RS1 unter die Reifen genommen. Er ist das Leuchtturmprojekt der Radverkehrsförderung in NRW und in Deutschland. Von der geplanten 101 km langen Strecke zwischen Duisburg und Hamm sind bislang 11 km befahrbar. Auf ihnen ging es von Essen nach Mülheim an der Ruhr. Die Fahrt auf dieser qualitativ hochwertigen, schnellen und sicheren Fahrradinfrastruktur überzeugte die Vertreter von Unternehmen FahrRad! davon, dass der RS1 den neuen Mobilitätstrends Rechnung trägt und einen Gewinn für die Metropole Ruhr bedeutet.

NRW ist bei der Förderung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel auf dem richtigen Weg. Davon haben sich die Unternehmen FahrRad!-Mitglieder auf der Exkursion überzeugt. Das komfortable und sichere Radeln auf den großzügig dimensionierten Radschnellwegen wertet das Fahrrad als Mobilitätsalternative weiter auf. Um jedoch die enormen Möglichkeiten des Radverkehrs voll auszuschöpfen, ist ein landesweites Netz aus regionalen und kommunalen Radschnellwegen notwendig. Bevor diese Vision Realität werden kann, muss das Bewusstsein für die Bedeutung von Radschnellwegen weiterwachsen. Den Anfang dazu bildet eine konstruktive und zukunftsgestaltende Debatte, bei der sich die AGFS auf die wichtige Unterstützung von Unternehmen FahrRad! verlassen kann.

Quelle: AGFS NRW am 21.06.2017

Rheinland-Pfalz: Annweiler und Wernersberg im Landkreis Südliche Weinstraße sind jetzt durch einen Rad- und Gehweg miteinander verbunden

Der neu gebaute Abschnitt schließt die Lücke zwischen Annweiler und der Einmündung der K1 in die B 48. Die Strecke von der Einmündung bis nach Wernersberg wurde bereits 2002 fertig gestellt. Der jetzt neu gebaute Abschnitt hat eine Gesamtlänge von rund 1,2 Kilometern und verläuft entlang der B 48.

"Der Bau des neuen Radwegabschnitts zwischen der Einmündung der K 1 in die B 48 und Annweiler ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein für sich gesehen eher kleiner Lückenschluss im Radwegenetz die Attraktivität der bereits vorhandenen Wege deutlich steigert", sagte Staatssekretär Andy Becht bei der Verkehrsfreigabe.

Durch den neuen Wegabschnitt sind Wernersberg und Annweiler nun mit einem lückenlosen Radweg verbunden. Mit dem Lückenschluss entsteht auch eine Anbindung zum überregionalen Queichtal-Radweg, der auf seiner Gesamtroute von Hauenstein bis nach Germersheim auch durch Annweiler führt.

Während der Queichtal-Radweg als wichtige West-Ost-Verbindung für den Radverkehr und das umliegende Radwegenetz in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut wurden, musste für die 1,2 Kilometer zwischen Annweiler und der K 1 bei Wernersberg eine Lösung in vielen Abstimmungsschritten erarbeitet werden.

"Die Entwicklung der jetzt gebauten Trasse und das Abstimmen vieler Einzelheiten haben ihre Zeit gebraucht. Dadurch, dass alle zu Wort gekommen sind, stehen aber auch alle hinter dem Radweg", erläutert Staatssekretär Becht.

Die rund 630.000 Euro Baukosten werden vollständig vom Bund als Baulastträger der B 48 getragen. „Das ist auf den ersten Blick eine Menge Geld für gut einen Kilometer Radweg – wird aber verständlich, wenn man berücksichtigt, dass hier auch die Kosten für einen Brückenneubau enthalten sind“, so der Staatssekretär.

In Rheinland-Pfalz wurden 2016 rund 8,3 Millionen Euro für den Bau von Radwegen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen investiert. 21 Kilometer neue Radwegstrecke konnten so gebaut werden.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 21.06.2017

Zur Originalpressemitteilung

Saarland: Von Kastel nach Primstal - Freigabe für Primstal-Radweg Dr. Hanspeter Georgi

Nach gut einem Jahr Bauzeit ist der umfangreichste und kostenintensivste Abschnitt des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi fertiggestellt. Die Baumaßnahme beinhaltete den Neubau des straßenbegleitenden Rad- und Gehwegs zwischen dem Ortsende von Kastel und dem Ortseingang von Primstal.

Bei einem Vor-Ort-Termin gab Verkehrsministerin Anke Rehlinger den Rad- und Gehweg gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Nonnweiler, Dr. Franz Josef Barth, für Fußgänger und Radfahrer frei. Zusammen unterzogen sie die Strecke dann direkt einem Praxistest: Auf Rädern ging es gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern bis nach Primstal.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger sieht in dem realisierten Teilstück einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz der Region: "Das Saarland hat in den letzten Jahren ein für Touristen attraktives Radwandernetz geschaffen. Einzig das Primstal konnte bisher aus Kostengründen nicht mit einem entsprechenden Radweg ausgestattet werden und bildet bis heute eine Lücke im SaarRadland. Gerade in einer für Touristen so attraktiven Region wie dem Saar-Hunsrück war es höchste Zeit, diese Lücken zu schließen. Auch für die Saarländerinnen und Saarländer wird die Region so noch abwechslungsreicher und trägt damit auch zu einem florierenden Binnentourismus bei."

Der Primstal-Radweg Dr. Hanspeter Georgi durchquert auf der geplanten Gesamtroute die reizvollsten Abschnitte des Primstals. Der fast ebene Verlauf und die überwiegende Streckenführung abseits der Straßen machen die Route nicht nur besonders idyllisch, sondern auch sehr verkehrssicher.

"Mit der Freigabe des Radweges zwischen Kastel und Primstal geht ein großer Wunsch der Gemeinde Nonnweiler in Erfüllung. Durch den neuen Radweg wird die Verkehrssicherheit deutlich erhöht und die Gemeinde ist lückenlos an das bestehende Radnetz im Saarland und in Rheinland-Pfalz angebunden. Dies erhöht die Attraktivität unserer Kommune als Tourismusgemeinde ganz erheblich", so der Bürgermeister der Gemeinde Nonnweiler, Dr. Franz Josef Barth.

Zwei Teilabschnitte des Primstal-Radwegs – von Bierfeld bis Nonnweiler und von Nonnweiler bis Gomms Mühle – waren zuvor bereits fertiggestellt worden. Nun ist mit dem Abschnitt Kastel-Primstal der dritte Bauabschnitt vollendet. Neben ihrer Funktion als touristischer Radweg stellt die Strecke auch einen wichtigen Lückenschluss im Alltagsradwegenetz dar.

HINTERGRUND: Mit dem Bau des dritten Abschnitts des Primstal-Radwegs wurde am 18. April 2016 begonnen. Die Baumaßnahmen beinhalteten den eigentlichen Neubau des straßenbegleitenden Rad- und Gehwegs im Zuge der L147 auf einer Länge von rund 2.650 Metern zwischen dem Ortsende von Kastel und dem Ortseingang Primstal.

Die gesamten Maßnahmen im Projekt "SaarRadland" werden – so auch hier – jeweils hälftig aus Mitteln des Straßenbaus und der Tourismusförderung getragen. Die Baukosten für den dritten Abschnitt des Primstal-Radwegs betragen rund 2 Mio. Euro.

Weitere, derzeit in der Planung befindliche Streckenabschnitte des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi:

  • L145, Limbach - Ortseingang Schattertriesch
  • L145, Ortseingang Schattertriesch - Steinbruch Michelbach
  • Parallel der L333 ehemalige Bahntrasse zwischen Büschfeld und Limbach

Mit Fertigstellung des Abschnitts Bardenbach - Büschfeld, dem Ausbau einer alten Bahntrasse, ist der Bau des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi komplett.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr am 13.06.2017

Sachsen: Lückenschluss in Dresdner Ost-West-Radroute

Bis Ende Juni 2017 entstand auf der Winterbergstraße zwischen Liebstädter Straße und An der Pikardie ein neuer Radwegabschnitt, der damit die Lücke der Ost-West-Radroute schließt. Dabei wurde auch die Kreuzung Winterbergstraße/Grunaer Weg umgebaut und für Radfahrer optimiert. Es gibt dort und zwischen "An der Pikardie" und "Liebstädter Straße", statt wie bisher zwei Spuren, in jeder Richtung nur noch eine verbreiterte (Auto-)Fahrspur. In der Woche vom 19. bis 23. Juni 2017 erhielt der neue Radweg die notwendigen Schutzmarkierungen. Darüber hinaus wurden Verkehrsschilder umgesetzt und die Ampelschaltung angepasst.

Die Maßnahmen sind Bestandteil des Radverkehrskonzeptes für die Landeshauptstadt Dresden. Die Kosten betrugen rund 150.000 Euro.

Quelle: Landesauptstadt Dresden am 24. Juni 2017

Sachsen-Anhalt: Neuer Radweg an der Bundesstraße 244 zwischen Vogelsdorf und Dedeleben (Landkreis Harz)

Nach rund dreimonatiger Bauzeit wird am Freitag (30.06.), gegen Mittag, der neue Radweg an der Bundesstraße (B) 244 zwischen Vogelsdorf und Dedeleben (Landkreis Harz) zur Nutzung freigegeben. "Radwege verbinden Orte und erhöhen die Verkehrssicherheit auf den vielbefahrenen Straßen", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor der Freigabe. Gerade in ländlichen Regionen sei das Rad ein gern genutztes Verkehrsmittel.

Nach Informationen des Ministers sind knapp 340.000 Euro in den Bau des rund 1,2 Kilometer langen und 2,50 Meter breiten Radweges investiert worden.

Im Rahmen der Baumaßnahme musste der Sportplatz in Dedeleben im Bereich der Eckfahne um rund zwei Meter in Richtung Freibad "gedreht" werden. Dabei wurde die Böschung in diesem Bereich auf einer Länge von 40 Metern mit Betonelementen gesichert. Darüber hinaus ist ein neuer, rund 150 Meter langer und fünf Meter hoher Ballfangzaun errichtet worden.

Zwischen der Landesstraßenbaubehörde und der Gemeinde Huy ist nunmehr vereinbart worden, dass im nächsten Jahr die knapp zweieinhalb Kilometer lange Lücke des Radweges zwischen den Ortsteilen Badersleben und Vogelsdorf auf dem Bahndamm, der parallel zur B 244 verläuft, geschlossen werden kann. Dabei übernimmt die Gemeinde die Planung und bauliche Umsetzung des Vorhabens. Die Kosten in Höhe von voraussichtlich gut 500.000 Euro trägt der Bund.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 28. Juni 2017

Sachsen-Anhalt: Neubau Radweg an der B 71 zwischen Wiepke und Kakerbeck (Altmarkkreis Salzwedel)

Am 26.06.2017 begannen zwischen Wiepke und Kakerbeck (Altmarkkreis Salzwedel) die Bauarbeiten für einen neuen Radweg entlang der Bundesstraße (B) 71. "Das Vorhaben schließt die Lücke zum bereits bestehenden Radweg nach Kakerbeck", erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor dem Baustart. "Radwege verbinden Orte und tragen zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum bei", betonte der Minister. Zugleich erhöhe sich dadurch die Verkehrssicherheit an den vielbefahrenen Straßen im Land.

Nach Webels Worten werden rund eine halbe Million Euro in den neuen, gut anderthalb Kilometer langen Streckenabschnitt – beginnend am Parkplatz "Langer Heinrich" bis zur Einmündung der Landesstraße (L) 21 nach Kalbe (Milde) – investiert. Die künftige Trasse wird in Asphaltbauweise errichtet und 2,50 Meter breit sein.

Planmäßig soll der Radweg am 18. August 2017 zur Nutzung frei gegeben werden. In den kommenden Jahren ist geplant, den Radweg mit zwei weiteren Bauabschnitten bis zur Ortslage Wiepke weiterzuführen.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 23. Juni 2017

Sachsen-Anhalt: B 180 zwischen Farnstädt und der A 38-Anschlussstelle (AS) Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz und Saalekreis) mit neuem Radweg

Am 06.06.2017 begannen zwischen Farnstädt und der A 38-Anschlussstelle (AS) Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz und Saalekreis) die Arbeiten zum umfangreichen Ausbau der Bundesstraße (B) 180. "Hier werden mehr als zwei Millionen Euro nicht nur in den grundhaften Ausbau der vielbefahrenen Bundesstraße investiert, sondern auch in einen neuen Radweg entlang der Fahrbahn", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor Beginn der Baumaßnahme. Neben der Unterhaltung der wichtigen Verbindungsstraßen sei die Förderung des Radverkehrs integraler Bestandteil der Verkehrspolitik des Landes.

Nach Auskunft des Ministers gibt es für den fließenden Verkehr auf der B 180 zunächst keine Beeinträchtigungen, da mit dem Bau des Radweges begonnen wird. Erst wenn dieser fertig ist - voraussichtlich Ende Juni - beginnen die Um- und Ausbauarbeiten an der Straße selbst. Dann wird für alle Pkw und Lkw die weiträumige Umleitung über die B 180-Ortsumgehung Querfurt nach Röblingen (L  176), weiter über Erdeborn (L 164) zur B 80 bei Lüttchendorf und von hier weiter zur B 180 aktiviert.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 01. Juni 2017

Schleswig-Holstein: 6,7 Kilometer lange Veloroute verbindet den Elmshorner Nordwesten mit dem Südosten
 
Die öffentliche Einweihung der Veloroute 5 ist Schluss- und Höhepunkt des diesjährigen Stadtradelns. 97.000 Euro wurden für den Ausbau der Route investiert, auf der Radler künftig schneller, sicherer und komfortabler auf der Strecke Hasenbusch – Heidgraben unterwegs sein können. Zur Eröffnung am 1. Juli sind interessierte Radler herzlich eingeladen.

Sie ist 6,7 Kilometer lang, verbindet den Elmshorner Nordwesten mit dem Südosten. Für Radfahrer ist sie eine wichtige Verbindung, die ab dem 1. Juli mehr Komfort und Sicherheit bieten soll. Entlang der Veloroute 5 wurden die Bedingungen für den Radverkehr erheblich verbessert und innovative Konzepte der Verkehrsplanung nach modernen Standards umgesetzt. Kostenpunkt: insgesamt 97.000 Euro.

So wurde die Kreuzung Wasserstraße / Ansgarstraße / Stormstraße – sie wurde ohnehin umgebaut – für den Radverkehr optimiert. Hier lagen die Kosten, die durch das Radwegebudget finanziert wurden bei etwa 50.000 Euro. Radfahrer, die von der Ansgarstraße in die Wasserstraße abbiegen wollen, haben einen eigenen Abbieger samt eigener Ampel, die es ermöglicht, die Kreuzung zügiger und sicherer zu überqueren. Mit 43.000 Euro wurde die Kreuzung Plinkstraße / Adenauerdamm umgebaut, seitdem können Radfahrer und Fußgänger dank Verkehrsinseln die Straße sicherer überqueren. Die Radüberwege entlang des Adenauerdamms wurden zudem im Kreuzungsbereich begradigt. Doch auch zahlreiche kleinere Maßnahmen waren für die Einrichtung der Veloroute 5 nötig. Die Bordsteinabsenkung am Meisenweg als Übergang zum Hasenbusch schlug mit nur 4.000 Euro zu Buche.

Der bereits vor mehreren Jahren freigegebene Linksabbieger samt Aufstellfläche für Radfahrer an der Kreuzung Wedenkamp / Gerberstraße wurde mit Fördermitteln aus dem Hafenspangen-Bau realisiert, und das Einrichten eines Halteverbots an der Wasserstraße im Kreuzungsbereich zur Veloroute 3 wurde mit geringen Mitteln aus der laufenden Unterhaltung bewerkstelligt.

Bürgermeister Hatje: "Ich freue mich über die Eröffnung einer weiteren Veloroute und hoffe auch auf eine rege Beteiligung an der Eröffnungstour!"

Das Veloroutenkonzept, das der Umsetzung zu Grunde liegt, wird übrigens stetig überprüft. Daher wurde die Streckenführung im Norden noch etwas optimiert, um dem tatsächlichen Bedarf der Elmshorner Radfahrer gerecht zu werden.

Auch die Eichstraße und Schönaich-Carolath-Straße wurden, anders als geplant, nicht zu Fahrradstraßen umgewidmet. "Noch ist der Autoverkehr auf diesen Straßen zu dicht", erläutert die Verkehrsplanerin Ellen Unger. "Erst, wenn sich mit der Einrichtung der Veloroute der Anteil des Fahrradverkehrs deutlich erhöhen sollte, werde man die Einrichtung von Fahrradstraßen erneut prüfen", sagt Unger.

Inzwischen sind alle wichtigen Maßnahmen entlang der Route komplett. Wie es sich auf ihr fährt, das können interessierte Radler bei der feierlichen Eröffnung am Sonnabend, 1. Juli, selbst herausfinden. Um 13 Uhr lädt die Stadt Elmshorn ans Torhaus ein, von wo aus ein Teilstück der Route gemeinsam zurückgelegt werden soll. Die beiden umfangreichsten Baumaßnahmen sollen bei der Gelegenheit vorgestellt werden; sie stellen einen Haltepunkt dar. Die Route, die vom Torhaus bis zum Bookhorstweg der Veloroute 5 folgt und dann auf anderen Wegen zum Torhaus zurückführt, ist etwa 7 Kilometer lang.

Zur Eröffnung der Route wird die Verkehrsplanerin Ellen Unger eine kurze Einführung in das Thema geben. Gemeinsam mit den Politikern der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr, die die Maßnahme begleitet haben, wird sie für Fragen zur Verfügung stehen. Auch Klimaschutzmanager Markus Pietrucha wird zum Abschluss des Stadtradelns vor Ort sein.

Quelle: Stadt Elmshorn am 28. Juni 2017

Thüringen: Ausbau und die Optimierung des Radwegenetzes Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
 
Die Arbeitsgruppe AG Radverkehr des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt behandelte Anfang Juni 2017 in einer turnusmäßigen Sitzung den Ausbau und die Optimierung des kreislichen Radwegenetzes. Das derzeit größte Projekt, die Thüringer Waldrandroute von Saalfeld nach Eisenach, soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Verträge sind unterzeichnet, verschiedene Maßnahmen sind auf den Weg gebracht, so dass etwa die erforderliche Erneuerung des Brückenüberbaus über die Schwarza im Frühjahr 2018 anfangen kann. Bereits im Juni 2017 soll der Radwegebau in Königsee beginnen.
 
Zu den weitergehenden Vorstellungen für den Radverkehr im Landkreis gehört auch die schrittweise Schaffung von Erlebnisbereichen an Themenrouten. Ähnlich wie am Mühlen-Radweg Saale/Ilm und an der Bergbauroute könnte auch der Kloster-Radweg dadurch weiter aufgewertet werden. Eine Arbeitsgruppe in der Stadt Königsee-Rottenbach wird sich des Themas annehmen.
 
Ein Dauerthema in der AG ist der Saale-Radweg. Dieser ist in der ADFC-Reiseanalyse 2017 erstmals unter die Top 10 bei insgesamt 257 Radrouten gekommen. Umso wichtiger erscheint es, die Wegeführung und Beschaffenheit von Saalfeld aus flussaufwärts weiter zu verbessern. So ist die Realisierung mit einem Brückenbauwerk bei Reschwitz/Obernitz für die neue Route weit fortgeschritten, dass in Abstimmung der Stadt Saalfeld und der Gemeinde Saalfelder Höhe der Eigenanteil für eine in Aussicht gestellte Förderung durch die Thüringer Aufbaubank abgesichert werden kann. Der Auftrag für die Vorplanung ist ausgelöst. Eine Realisierung soll 2018 erfolgen. Für die weitere neue Routenführung von Reschwitz nach Hohenwarte wurden eine alternative Linienführung und deren Kosten untersucht. Es sind verschiedene Umweltbelange zu berücksichtigen, weil die Strecke durch FFH-Gebiete führen soll. Ebenfalls noch ein Stück weit in der Zukunft, aber bereits fest eingeplant im "Leitprojekt Thüringer Wald", ist ein ufernaher Weg am Hohenwarte-Stausee.

Weiterhin steht den Radlern auch in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 am Saale-Radweg bei Remschütz eine "Durststrecke" bevor. Aufgrund der Hangsicherung wird der Radweg im Bereich gesperrt, samstags und sonntags bleibt er befahrbar sein. Eine Umleitungsstrecke wird auf der anderen Saaleseite eingerichtet. Weil hier zeitgleich Kanalarbeiten stattfinden, müssen die Radler auf ca. 700 Meter Länge durch die Baustelle schieben.

Quelle: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt am 02.06.2017
 
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30. Juni 2017
Quelle

difu

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