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April 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: 300.000 Euro für die Wiederherstellung des vom Unwetter teilweise zerstörten Kocher-Jagst-Radwegs

Der auch für den Tourismus zuständige Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, hat am 13. April 2017 erneut die Gemeinde Braunsbach im Kochertal besucht. Die Gemeinde erlangte vor knapp elf Monaten bundesweite Bekanntheit, weil sie von einer verheerenden Überschwemmung mit der Folge enormer Schäden heimgesucht wurde. Wolf übergab Bürgermeister Harsch zwei Förderbescheide aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm (TIP) des Landes in der Gesamthöhe von rund 300.000 Euro. Besonders stark von den Folgen der Sturzflut betroffen war der Kocher-Jagst-Radweg. Dies hatte zur Folge, dass der für Braunsbach bedeutungsvolle Radtourismus weitgehend zum Erliegen kam. Wolf überreichte für die Behebung von Unwetterschäden auf dem Kocher-Jagst-Radweg einen Zuschussbescheid in Höhe von 200.116 Euro. Für das in Kooperation mit den Kommunen Untermünkheim und Schwäbisch Hall beantragte Vorhaben "Sanierung von drei Brücken auf dem Kocher-Jagst-Radweg" überreichte Wolf einen Bescheid in Höhe von 89.446 Euro.

Tourismusinfrastrukturprogramm: Mit dem TIP werden wichtige Investitionen in die kommunale Tourismusinfrastruktur angestoßen, um die Rahmenbedingungen für eine weiterhin positive Tourismusentwicklung zu schaffen. Der Tourismus in Baden-Württemberg ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der zu Wertschöpfung und Beschäftigung beiträgt. Landesweit bietet der Tourismus über 326.000 Arbeitsplätze.

Quelle: Ministerium der Justiz und für Europa am 13.04.2017

Baden-Württemberg: Flyer zum Radverkehr in Ulm - Wie umkurvt man als Radler am besten die Baustelle der Linie 2?

Radeln um die Baustelle herum und danach: Wie umkurvt man als Radler am besten die Baustelle der Linie 2? Und wo fließt der Radverkehr hinterher, wenn alles fertig ist? Antworten liefert ein neuer Flyer, der von der Task Force Linie 2 in Zusammenarbeit mit der Fahrradbeauftragten der Stadt Ulm und den beteiligten städtischen Abteilungen erarbeitet wurde. Er ist ab sofort erhältlich.

Bereits mit Beginn der Bauarbeiten für die Linie waren Alternativ-Routen auch für Radler ausgeschildert worden. Anlässlich der 5. FahrRad Aktionstage (28.- 30. April 2017) liegen diese auch in gedruckter Form vor. Gleichzeitig greift der Flyer („Straßenbahnlinie 2 – Rückenwind für den Radverkehr“) schon ein Stück in die Zukunft. Denn die Neuordnung des Straßenraums im Zuge des Trassenbaus eröffnet an vielen Stellen Gelegenheiten für Verbesserungen auch für Radler.

Zum Flyer und weiteren Karten

Quelle: Stadt Ulm am 28.04.2017

Baden-Württemberg: Bruchsal auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune

Mit dem Ziel den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr bis 2020 auf 15 Prozent zu steigern, tritt die Stadt Bruchsal im März der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) bei. Von der Mitgliedschaft verspricht Bruchsal sich wertvollen Erfahrungs- und Informationsaustausch mit anderen Kommunen, die den Radverkehr nachhaltig fördern.

"Wir haben uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt, nämlich fahrradfreundliche Stadt zu werden", betont Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. "Um dieses Ziel zu erreichen, investieren wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren insgesamt rund 9,5 Millionen Euro in die Umsetzung unserer Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept", ergänzt sie anlässlich des Beitritts der Stadt Bruchsal zur AGFK-BW. Vorrangig würden Maßnahmen an wichtigen Radfahrachsen umgesetzt und Lückenschlüsse des Radverkehrsnetzes durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt des Radverkehrskonzeptes ist der Ausbau der Radinfrastruktur an wichtigen ÖPNV-Punkten. Dort soll das Fahrradparken einfacher und sicherer gemacht werden, um Pendlern einen Anreiz zu bieten vom Auto auf nachhaltige Verkehrsmittel umzusteigen. Auch Schulen, öffentliche Einrichtungen und der Einzelhandel sollen zukünftig mehr Abstellanlagen für Fahrräder erhalten. "Wir wollen Bruchsal zu einer Stadt machen, in der man seine Ziele auf dem Rad sicher und schnell erreicht und in der Radfahren einfach Spaß macht", betont Petzold-Schick.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW und ihr Radverkehrskonzept ist die Stadt Bruchsal ihrem Ziel, "Fahrradfreundliche Kommune" zu werden, einen ersten Schritt näher gekommen. Denn die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedener Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Service-leistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Eine Kommune, die den Fuß- und Radverkehr bei Quartiersplanungen mitdenkt, wird zu einer attraktiven Stadt der kurzen Wege: Ärzte, Supermärkte, Schulen – alles lässt sich schnell, sicher und gesund erreichen.

Die AGFK-BW steht den Kommunen auf diesem Weg zum Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune" als starker Partner zur Seite. Sie schafft eine wertvolle Basis durch entsprechende Vorlagen - nach dem Prinzip "Zentral entwickeln, vor Ort einsetzen": Dazu gehören Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen rund ums Thema Radverkehrsförderung, Förderung des Erfahrungs- und Informationsaustausches durch Fachseminare und der Einsatz für eine gemeinsame und einheitliche Öffentlichkeitsarbeit ihrer Mitglieder – denn als Team kann man zahlreiche Vorhaben viel schneller realisieren. 

Zum Mitgliederprofil der Stadt Bruchsal: www.agfk-bw.de/verein/stadt-bruchsal. Zum Interview mit Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick.

Quelle: AGFK-BW am 05.04.2017

Bayern: Interkommunales Mobilitätskonzept verbindet Würzburg, Gerbrunn, Randersacker, Rottendorf und Theilheim

Ein attraktives Pedelec- und Radverkehrsnetzes wird künftig die Stadt Würzburg sowie die Gemeinden Gerbrunn, Randersacker, Rottendorf und Theilheim miteinander verbinden. 2018 findet in Würzburg die Landesgartenschau (LGS) statt. Im Rahmen der Vorbereitung auf dieses Ereignis und der Entwicklung des neuen Stadtteil Frauenland-Hubland sollen die Mobilitätsnetze weiter ausgebaut bzw. im Hinblick auf eine nachhaltige Mobilität erweitert werden. Einer von mehreren Mobilitätsbausteinen ist die Umsetzung eines über die Grenzen der Stadt Würzburg hinaus abgestimmten Mobilitätskonzeptes. Die Gemeinden Gerbrunn, Randersacker, Rottendorf und Theilheim haben daher gemeinsam mit der Stadt Würzburg ein solches Konzept erarbeitet, an dessen Entstehung sich auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligten. Für die Umsetzung stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative den vier beteiligten Gemeinden und der Stadt Würzburg rund 1,5 Mio Euro zur Verfügung. Damit können die erforderlichen Investitionen zu etwa 70 Prozent übernommen werden; den Rest tragen die Gemeinden und die Stadt Würzburg als Eigenanteil. Die Umsetzung soll im Jahr 2018 abgeschlossen sein. Den Fördermittelgeber überzeugte vor allem die vorbildliche interkommunale Abstimmung eines Mobilitätskonzeptes, welches auf die Förderung des Radverkehrs und eine Minderung der verkehrsbedingten Belastungen (CO2, Schadstoffe, Lärm) abzielt. Im Ergebnis soll für das östliche Stadtgebiet Würzburg und die hieran anschließenden Umlandgemeinden Gerbrunn, Randersacker, Rottendorf und Theilheim ein gemeinsames attraktives, klimafreundliches Mobilitätsnetz entstehen. Pedelec- und Radverkehrsnetz: Hauptbestandteil des Mobilitätsnetzes sind neue Rad- und Pedelec-Routen, die die Stadt Würzburg und die Umlandgemeinden verbindenden. In einem späteren Schritt ist der gemeinsame Aufbau eines Pedelec-Verleihsystems geplant. Das Pedelec- und Radverkehrsnetz zieht sich durch das östliche Stadtgebiet Würzburg und die Umlandgemeinden. Über zentrale Verknüpfungspunkte wird das Wegenetz an das überörtliche Verkehrsnetz (Bahn –und Buslinien, Personenschifffahrt auf dem Main) angebunden. Die Verbindungen des Pedelec- und Radverkehrsnetzes verlaufen hauptsächlich in den Tälern, so dass keine allzu großen Steigungen zu überwinden sind. Ergänzt werden soll das Netz durch spezielle Routen für Pedelecs, auf denen größere Steigungen bewältigt werden können.

Quelle: Stadt Würzburg am 18.04.2017

Zur Originalpressemitteilung

Bayern: Radlhauptstadt München zählt Isar-Radler - Digitale Radl-Zähl-Stele an der Isar in Betrieb genommen

Die Stele, die der künftigen Verkehrsplanung dient, nahm Projektleiter Wigand von Sassen am 7. April 2017 in Betrieb. Bereits seit Juli 2011 befindet sich auf dem Isar-Radweg an der Erhardtstraße zwischen Ludwigsbrücke und Boschbrücke eine Zählschleife für den Radverkehr. Diese wurde nun mit neuer Technik ausgestattet und durch eine digitale Anzeigenstele ergänzt. So wird gegenüber des Deutschen Patentamts für alle sichtbar gemacht, was bereits seit Jahren erfasst wird.

Morgens und abends, besonders zu den Spitzenzeiten von 8 bis 9 Uhr und von 18 bis 19 Uhr, zählte die Schleife werktags hier pro Stunde bis zu 900 Radler. Die bisherigen Zählungen ergaben, dass im Juli durchschnittlich fünf Mal so viele Radler vorbeifuhren wie im Januar. Im Jahr 2016 waren es insgesamt fast 1,2 Millionen.

"Mit Münchens erster Radl-Zähl-Stele setzen wir ein sichtbares Zeichen, dass für uns im wahrsten Sinne des Wortes jeder Radler zählt und als Verkehrsteilnehmer ernstgenommen", sagte Projektleiter Wigand von Sassen bei der feierlichen Einweihung der Stele.

Vergleichbare Radl-Zähl-Stelen gibt es inzwischen weltweit in vielen Städten, zum Beispiel in Hamburg, Kopenhagen, Amsterdam, Wien, Barcelona oder San Francisco.

Quelle: Stadt München am 07.04.2017

Bayern: Ingolstädter Mobilitätskonzept für den Radverkehr wird umgesetzt - Luitpoldstraße ist jetzt Fahrradstraße

Auf der Luitpoldstraße haben Fahrradfahrer jetzt Vorfahrt. Damit macht die Stadt Ernst mit dem umfangreichen Mobilitätskonzept für den Radverkehr, das im Herbst 2016 beschlossen wurde.

Das Konzept sieht insgesamt zehn Vorrangrouten für Radler im gesamten Stadtgebiet vor. Die erste dieser Vorrangrouten soll die sogenannte Südwest-Speiche sein, die am Brückenkopf beginnt und über die Parkstraße / Luitpoldstraße / Gemmingerstraße und Gustav-Adolf-Straße bis zur Einmündung Fauststraße führt. Als erster Teilabschnitt dieser Route wurde nun die Luitpoldstraße als Fahrradstraße mit der Zusatzbeschilderung "Kfz frei" ausgewiesen.

Auf Fahrradstraßen dürfen ausschließlich Radfahrer unterwegs sein, außer Kraftfahrzeuge sind ausdrücklich zugelassen, so wie in der Luitpoldstraße. Allerdings haben Radler stets Vorrang, auch nebeneinander fahren ist erlaubt. Das heißt, Autofahrer müssen Rücksicht nehmen und dürfen die Radler weder gefährden noch behindern, für Kraftfahrzeuge gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Vorteil für die Radler: Sie sind entspannter, schneller und vor allem sicherer unterwegs. Dies gilt umso mehr, wenn einmal ein Netz von Fahrradstraßen vorhanden ist, so wie es die Stadt plant. Damit soll der Radverkehr noch attraktiver werden und die Zahl der Radler weiter zunehmen.

Quelle: Ingolstadt am 24.04.2017

Berlin: Mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur IGA Berlin 2017

In Berlin gibt es eine umfassende Wegeführung zur IGA Berlin 2017 über die Radrouten TR7 und RR8 sowie vom S+U Bahnhof Wuhletal und der Landsberger Allee. Besucher sollen den Hinweisen eines Leitsystems, das durch das IGA Berlin 2017-Logo gekennzeichnet ist, zu den ausgewiesenen Fahrradabstellmöglichkeiten folgen.

Die primär auf Fußgänger ausgerichtete Wegeführung beginnt an Haltestationen sowie an den Parkzugängen entlang des Wuhletal-Wanderweges und führt die IGA-Besucher direkt zu den IGA-Eingängen. Die am Bahnhof S+U Wuhletal ankommenden Besucherinnen und Besucher werden über den Wuhletal-Wanderweg zum östlichen IGA-Haupteingang "Kienbergpark" in der Hellersdorfer Straße geleitet. Die IGA Berlin 2017 ist entlang der Wuhle über eine Strecke von rund 2,5 Kilometern zu erreichen.

Die Radfahrer aus Brandenburg (RR8) sowie die über den nördlichen Wuhletal-Wanderweg ankommenden Gäste werden weiter über den Wuhletal-Wanderweg zum östlichen IGA-Haupteingang "Kienbergpark" in der Hellersdorfer Straße geführt (200 Fahrradabstellplätze).

Die über den nördlichen Wuhle-Wanderweg zu Fuß ankommenden Besucherinnen und Besucher können den Eingang "Eisenacher Straße" nehmen. Für Besucherinnen und Besucher, die entlang der Radrouten RR8 aus Richtung West oder TR7 aus Richtung Nord oder Süd zur Veranstaltung wollen, empfiehlt sich der westliche IGA-Haupteingang "Gärten der Welt" am Blumberger Damm.

Alle Fahrradabstellmöglichkeiten sind für die IGA-Besucherinnen und Besucher ab April 2017 sichtbar ausgewiesen.

Quelle: IGA Berlin 2017 am 19.04.2017

Brandenburg: Wichtiger Lückenschluss im Radwegenetz am Stechlinsee zwischen Gransee und Schulzendorf

Rechtzeitig zum Start in die Radsaison wird am Stechlinsee eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Auf der ehemaligen Trasse der Stechlinseebahn zwischen Gransee und Schulzendorf wurde eine sieben Kilometer lange Asphaltbahn errichtet. Sie verbindet die Stadt Rheinsberg mit dem Bahnhof in Gransee und führt entlang des Stechlinsees. Angebunden an die Strecke sind mehrere Ortschaften. Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat die Strecke heute eröffnet.

"Ich freue mich, dass der Stechlinseeradweg jetzt lückenlos befahrbar ist. Damit hat die landschaftlich reizvolle Region einen neuen touristischen Anziehungspunkt. Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger der Region  ist der neue Radweg attraktiv. Die Orte entlang der Strecke sind jetzt schneller mit dem Rad erreichbar.  So bietet es sich an, für die kurzen Wege das Auto stehen zu lassen. Zugleich wurde mit dem Neubau der Strecke die Verkehrssicherheit für die Radler deutlich erhöht.", sagte Ministerin Schneider. 

Bei Planung und Bau des Radweges wurde auf besondere Naturschutzbelange Rücksicht genommen. Die Strecke wurde so angelegt, dass Baumfällungen auf ein Mindestmaß reduziert werden konnten. Außerdem war die Umsiedlung einer seltenen Zauneidechsenpopulation notwendig. 

Die Gesamtkosten des Projekts lagen bei 1.6 Millionen Euro. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat den Bau mit fast 1,1 Millionen Euro unterstützt.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 29.04.2017

Hessen: Darmstädter Hauptroute des Radverkehrs in Nord-Süd-Richtung bekommt Radfahrstreifen

Die Heidelberger Straße erhält auf beiden Seiten Radfahrstreifen. Der Umbau soll nach den Sommerferien 2017 beginnen. "Damit wird eine der wichtigsten Darmstädter Radfahrverbindungen deutlich aufgewertet", erklärt Baudezernentin Barbara Boczek. "Nicht nur die Bessunger, auch die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Lincolnsiedlung und die Eberstädter profitieren davon, dass sie nun auf dieser zentralen Achse sicherer und schneller ins Stadtzentrum und von dort zurück gelangen."

Die Heidelberger Straße ist im 2006 verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplan Darmstadt als Radhauptverbindung ausgewiesen; sie ist Bestandteil des regionalen Radverkehrsnetzes und Teil der Freizeitroute "Die Bergstraße". In ihrem Mittelstück, zwischen Hermannstraße und Landskronstraße, gibt es bislang jedoch weder in Nord- noch in Südrichtung ein eigenes Angebot für Radfahrer. Dieser Mangel soll nun behoben werden.

Der jetzt zur Ausführung anstehenden Planung ging in den Jahren 2012 bis 2015 eine ausführliche Machbarkeitsuntersuchung voraus. Zu den Anforderungen zählte, dass die Heidelberger Straße ihre Leistungsfähigkeit sowohl im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als auch im Individualverkehr (IV) behalten sollte. Der Platz für Fußgänger sollte nicht beschnitten werden, Straßenbäume sollten erhalten bleiben. Eingriffe in die angrenzenden Grundstücke waren nicht erwünscht, und auch die Straßenbahngleise sollten nicht verlegt werden. Die Verkehrsplaner lösten diese komplexe Aufgabe, indem sie zwischen Hermannstraße und Landskronstraße sowie Rüdesheimer Straße in jeder Richtung für den Autoverkehr künftig eine Fahrspur vorsehen. Dies ermöglicht es, auf dem verbleibenden Teil der Fahrbahn Radfahrspuren einzurichten. Zwischen Bessunger Straße und Rüdesheimer Straße können gegenwärtig noch zeitlich begrenzt Autos in zweiter Reihe – auf dem rechten Fahrstreifen – parken. Dieses Angebot entfällt künftig. Markierte Stellplätze sowie jene auf dem Trottoir werden dagegen nicht angetastet. Hinzu kommen neue Stellhilfen für  42 Fahrräder.

In Richtung Innenstadt müssen sich zwischen Moosbergstraße und Prinz-Emil-Garten künftig ÖPNV und IV denselben Raum teilen. Hier fahren die Autos nur noch auf der Straßenbahntrasse; lediglich an den Kreuzungen kommen Abbiegespuren dazu. An der Bessunger Straße wird das östliche Trottoir halbinselartig in den Fahrbahnraum hinausgezogen; auf diese Weise entsteht dahinter eine Haltebucht für Lieferanten und Kunden der Metzgerei, der Bäckerei und weiterer Geschäfte. Die Ampelsteuerungen für Autos und Bahnen werden den neuen Gegebenheiten angepasst, so dass der Verkehr möglichst flüssig gehalten wird. 

Die Gesamtmaßnahme ist mit rund 320.000 Euro kalkuliert. Für neunzig Prozent dieser Kosten erhält Darmstadt eine Förderung des Bundes, aufgrund einer erfolgreichen Teilnahme am Bundeswettbewerb "Klimaschutz im Radverkehr". Der Lückenschluss ist zudem Teil des Darmstädter Projekts "Lincoln by bike". 

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 19.04.2017

Hessen: Bürger-Workshop in Kassel leistet konstruktive Beiträge zum künftigen Radverkehrskonzept

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger – vorwiegend aktive und engagierte Radfahrerinnen und Radfahrer aus verschiedenen Stadtteilen – nutzten jetzt die Gelegenheit, um bei einem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und dem Gutachterteam über das künftige Radverkehrskonzept zu diskutieren. Fazit: Vier Stunden intensiver Arbeit erbrachten eine ganze Reihe von Ergebnissen, die in die weitere Planung einfließen werden.

Die Einführung hatten Stadtbaurat Christof Nolda und Lore Renner von der städtischen Verkehrsplanung übernommen, und das Gutachterteam stellte den Arbeitsstand vor: Auf der Basis einer umfangreichen Bestandsanalyse zu Infrastruktur, Service und Öffentlichkeitsarbeit sind 20 Abschnitte und fünf Knoten ausgewählt worden, für die beispielhaft Maßnahmen entwickelt wurden. Grundlage für das Radverkehrskonzept sind das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) und der Verkehrsentwicklungsplan VEP 2030, der bereits ein 300 Kilometer langes Radverkehrsnetz festlegt.

Zahlreiche Mitwirkende brachten konkrete Anliegen ein. Darunter waren etwa eine klare Führung des Radverkehrs oder die Berücksichtigung neuer Standards. Auch mehr Engagement zur Förderung des Radverkehrs und ein höheres Tempo bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen standen auf der Prioritätenliste. Für die fernere Zukunft im Jahr 2030 entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem einige Visionen, beispielweise eine Radverkehrspartnerschaft, eine Zielmarke von 30 Prozent Radverkehrsanteil und ein  großes Bauwerk für den Radverkehr wie eine Brücke oder ein Parkhaus.

Die Themenbereiche behandelten Lückenschlüsse, Verbesserungen an vorhandenen Radverkehrsanlagen und -knoten, Fahrradstraßen (Beispiel Goethestraße), Serviceleistungen, Fahrradparken und Öffentlichkeitsarbeit sowie konkrete Hinweise für das Planungsteam und die Verwaltung. Als wichtig benannt wurden dabei Sicherheit vor Risiko – bei hohen Kraftfahrzeug-Stärken lieber eine Radverkehrsanlage statt Mischverkehr, Sicherheitsbereiche zu parkenden Kraftfahrzeugen, größere Aufstellflächen an Knoten (Fahrradanhänger), Fahrradboxen in der City, mehr Menschen für den Radverkehr begeistern sowie Wirtschaft und Arbeitgeber motivieren, etwas für Rad fahrende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tun.

Stadtbaurat Christof Nolda bedankte sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die konstruktiven Beiträge. Die Stadt wird in einer Veranstaltung im Sommer 2017 über die Ergebnisse des Radverkehrskonzepts informieren.

Quelle: Stadt Kassel am 28.04.2017

Nordrhein-Westfalen: 9,4 Millionen Euro im Jahr 2017 für Radwege an Landesstraßen und auf stillgelegten Bahnstrecken sowie für Bürgerradwege

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt im Jahr 2017 insgesamt 9,4 Millionen Euro für Radwege an Landesstraßen sowie auf stillgelegten Bahnstrecken und für Bürgerradwege bereit. Das sieht das Radwegebauprogramm 2017 vor. Verkehrsminister Michael Groschek sagte: "Allein durch die Bürgerradwege ist das nordrhein-westfälische Radwegenetz in den letzten zwölf Jahren um etwa 300 Kilometer ausgebaut worden. Tatkräftige Bürgerinnen und Bürger, die Kommunen und die örtliche Bauwirtschaft packen gemeinsam an und werden dabei vom Verkehrsministerium finanziell unterstützt – unbürokratisch und zügig. Das ist eine Erfolgsgeschichte für NRW." Auf diese Weise entstehen 2017 insgesamt mehr als 21 weitere Kilometer an Bürgerradwegen. Das Verkehrsministerium stellt hierfür insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Radwege auf stillgelegten Bahntrassen werden um weitere knapp 18 Kilometer ausgebaut, diese Maßnahmen werden mit rund 1,8 Millionen Euro finanziert.

Der größte Anteil in Höhe von sechs Millionen Euro der insgesamt 9,4 Millionen Euro für den Radwegebau wird an bestehenden Landesstraßen investiert. Die einzelnen Bauprojekte werden auf Vorschlag des Landesbetriebs Straßenbau NRW von den Regionalräten priorisiert. Somit soll die regional bestmögliche Verteilung der Mittel gewährleistet werden. Die Informationen zum Radwegebau an bestehenden Landesstraßen sind bei den Geschäftsstellen der Regionalräte im Internet einsehbar.

Zur Summe für Radwege an bestehenden Landesstraßen kommen noch Mittel für Radwege an Bundesstraßen hinzu, die vom Bund bezahlt werden (Ansatz 2017: 7,5 Millionen Euro, Vorjahresergebnis: 5,7 Millionen Euro).

Downloads: Listen der für 2017 geplanten Bürgerradwege sowie der Radwege auf stillgelegten Bahntrassen

Quelle: Ministerium, Bauen, Wohnen, Verkehr, Stadtentwicklung am 18.04.2017

Nordrhein-Westfalen: Land unterstützt den Ausbau des RurUfer-Radweges mit rund 3,8 Millionen Euro

Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat einen Bewilligungsbescheid zur Förderung des 150 Kilometer langen RurUfer-Radweges an den Grünmetropole e. V. überreicht. Damit verbunden sind EU- und Landesmittel in Höhe von 3,76 Millionen Euro für die Städteregion Aachen und die Kreise Düren und Heinsberg.

Minister Duin: "Nordrhein-Westfalen ist Fahrradland Nummer eins in Deutschland. Mit der Förderung des RurUfer-Radweges wollen wir den Radtouristen eine weitere Qualitätsroute in unserem Land anbieten. Davon profitieren auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote entlang der Strecke und der gesamte Tourismusstandort NRW."
 
Mit den Fördermitteln werden unter anderem die Wegeinfrastruktur verbessert und Marketingmaßnahmen durchgeführt. Außerdem entstehen weitere Erlebnisorte am Rande der Strecke, die das Angebot für Fahrradtouristen erweitern. Durch die Aufwertung sollen neue Gäste angesprochen und die Fahrradroute in das Portfolio professioneller Radreiseanbieter aufgenommen werden.
 
Die Förderung des Radverkehrs in Nordrhein-Westfalen hat eine lange Tradition. Das knapp 29.000 Kilometer lange Radverkehrsnetz von NRW umfasst insgesamt 61 überregionale touristische Themenrouten auf 12.800 Kilometern. Von den zehn beliebtesten Radfernwegen in Deutschland (ADFC-Ranking) verlaufen drei durch Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk am 04.04.2017

Nordrhein-Westfalen: Jetzt auch offiziell "fahrradfreundlich" – Positives Votum für den Rhein-Sieg-Kreis

Einen ganzen Tag hatte sich die Auswahlkommission der Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) für die Bereisung Zeit genommen. Dann stand fest: Die Kommission wird Verkehrsminister Michael Groschek empfehlen, den Rhein-Sieg-Kreis in die AGFS aufzunehmen.

"Ich freue mich sehr über dieses positive Votum! Die Nahmobilität für die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis zu optimieren, liegt mir am Herzen", betont Landrat Sebastian Schuster, der die Kommission am Morgen im Kreishaus begrüßt hatte. "Durch den Tourismus stand der Radverkehr im Rhein-Sieg-Kreis schon immer im Fokus – in den letzten Jahren haben wir unsere Anstrengungen noch einmal intensiviert und auf den Alltagsradverkehr ausgedehnt."

Und das mit viel "Herzblut", wie Kommissionssprecher Peter London vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr bescheinigte, der gemeinsam mit Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, die Aufnahmeentscheidung verkündete. Der Kommission hatte das Team um Verkehrsplaner Sven Habedank einen Ausschnitt aus dem Siegkorridor präsentiert. Hier konnten in den letzten Jahren viele Maßnahmen realisiert werden, aber mit den geplanten Lückenschlüssen Windeck-Dreisel bzw. Rosbach/Au stehen auch noch weitere Projekte auf der Agenda.

Punkten konnte der Rhein-Sieg-Kreis u.a. mit dem Siegtalradweg und den dort bereits getätigten Lückenschlüssen, dem Wandermarketing, der Mitgliedschaft in der RadRegionRheinland, dem Modellprojekt "Ein Rad für alle Fälle", den Radverkehrsschauen und dem Einsatz von sog. Zählstellen, die detaillierte Informationen über den Radverkehr liefern.

Dass es aber durchaus noch "Hausaufgaben" gibt, darauf wies auch Kommissionssprecher London hin: So gilt es z.B. Wegweisungsmängel zu beheben. Auch empfahl die Kommission, den Ausbau der Radwege an den Kreisstraßen zu forcieren und hier ein Konzept zur Angebotsplanung zu entwickeln.

Dieser To-Do-Liste will man sich im Kreishaus widmen. "Gerade die kurzen Wege, die wir täglich absolvieren, bieten uns Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn es uns gelingt, die möglichst oft zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen, dann leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Mobilität und den Zielen des Klimaschutzes. Hier werden wir uns weiter engagieren", kündigen Wirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler, zuständig für die strategische Kreisentwicklung, und Verkehrsdezernent Michael Jaeger an.

Quelle: Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises am 26.04.2017

Rheinland-Pfalz: Kreis Neuwied hat sein Radroutenkonzept aktualisiert und fortgeschrieben

Der Plan dient als Richtschnur für die Entwicklung des Radverkehrs für die nächsten Jahre. Der Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr des Kreises Neuwied hat sich mit dem Thema ausführlich befasst.

Inhaltlich hat der Kreis Neuwied ausgehend vom Radwegenetz Rheinland-Pfalz ein Radroutennetz für sein Gebiet entwickelt, welches natürlich neben dem bekannten Rheinradfernweg auch die Themenradrouten beinhaltet, die durch den Kreis führen. So gibt es im Kreis Neuwied die Westerwald-Schleife der Rheinland-Pfalz-Radroute, der beliebte Radrundweg Puderbach Land, die leider immer noch lückenhafte Wiedradroute, der Westerwald-Rheinradweg (von Bendorf nach Langendernbach/Hessen) und der Limesradweg, für den die Stadt Neuwied gerade eine neue Trasse in ihrem Bereich ermittelt.

"Darüber hinaus zeigt das Kreisradroutenkonzept zahlreiche Routenvorschläge und Verbindungen für den Radverkehr auf, die oft mit nur geringen Mitteln für den Radverkehr erschlossen werden können. Dabei sind der touristische Radverkehr und der Alltagsradler zur Schule, Arbeit oder zum Einkauf im Fokus der Planer", berichtet Bernd Hasbach, von der Unteren Landesplanungsbehörde der Kreisverwaltung Neuwied.

Außerdem werden die Verknüpfungspunkte zu den benachbarten Landkreisen, auch natürlich zu denen in Nordrhein-Westfalen, aufgezeigt und es gibt konkrete Hinweise, wie und wo noch vorhandene Lücken geschlossen werden können. "Um die nachfolgenden Überlegungen zu erleichtern, wurde die Planung auf Kreisebene sehr detailliert ausgeführt. Der Plan dient als Richtschnur für die Entwicklung des Radverkehrs im Kreis Neuwied für die nächsten Jahre", betonte Bernd Hasbach.

In der Sitzung hob Achim Hallerbach die Bedeutung des Radverkehrskonzeptes hervor: "Wir wollen, dass mehr Menschen das Fahrrad benutzen. Dies ist gesund, entlastet die Umwelt, erschließt die Schönheiten unserer Heimat und macht vor allem einfach Spaß." Es würden aber nur dann mehr Menschen aufs Rad umsteigen, wenn die Wege für den Radverkehr von guter Qualität sind. Gut ausgebaute, gepflegte und beschilderte Radrouten in einem landesweiten und über die Grenzen hinaus gehenden Netz seien dazu die unbedingt notwendige Voraussetzung.

Der Ausschuss hofft nun, dass die Verbandsgemeinden die Planung aufgreifen und für ihren Bereich umsetzen. Die Planung soll dazu eine Hilfestellung sein. "Wir bitten die Verbandsgemeinde um Konkretisierung auf ihrer Ebene", so der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach abschließend und sicherte die Unterstützung der Kreisverwaltung zu.

Quelle: Landkreis Neuwied am 12.04.2017
 
Rheinland-Pfalz: 21 Kilometer neue Radwege im Jahr 2016 - Radwegenetz entlang der Landesstraßen und touristische Radwege werden 2017 weiter komplettiert
 
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 8,3 Millionen Euro in neue Radwege entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen investiert. 21 Kilometer neue Radwege sind entstanden. Auch im Jahr 2017 werden weitere Radwege gebaut.

"Auch der Radverkehr gehört zur Infrastruktur – und wir investieren", hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mit Blick auf den Radwegebau im vergangenen Jahr Bilanz gezogen. 21 Kilometer neue Radwege sind im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz entstanden. 8,3 Millionen Euro flossen in den Bau von Radwegen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Damit wuchs das Radwegenetz auf insgesamt 1.884 Kilometer.

"Besonders freut es mich, dass der Rhein-Radweg zu den beliebtesten Radwegen in Deutschland gehört", sagte Wissing mit Blick auf eine Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, die den Rhein-Radweg unter die TOP 3 der Fernwege listet. Die Radfernwege in den großen Flusstälern des Landes seien das Rückgrat des rheinland-pfälzischen Radwegenetzes, sagte Wissing. Fertig gestellt wurden u.a. zwei weitere Bauabschnitte des Mittelrhein-Radwegs im Zuge der B 42 zwischen Kaub und der hessischen Landesgrenze.

Investiert wurde auch abseits des Radfernwegenetzes. So seien die Radwege im Zuge der L 367 zwischen Niederstaufenbach und Altenglan und im Zuge der L 382 zwischen Niederkirchen und Hefersweiler fertiggestellt worden, sagte Wissing.

Erfreut zeigte sich Wissing über die Anstrengungen der Kreise. Hier stellte der Minister den Bau der Radwege an der K 4 zwischen Winnweiler und Imsbach, an der K 11 zwischen Mainz-Drais und Mainz-Finthen sowie an der K 34 zwischen Zornheim und Mommenheim heraus. In den vergangenen Jahren förderte das Land kommunale Radwege an klassifizierten Straßen mit rund 7,3 Millionen Euro. Entstanden sind u.a. Radwege zwischen Partenheim und Wörrstadt sowie zwischen Dannenfels und Bastenhaus.

Auch in 2017 wird es neue Radwege geben. So werde am Mosel-Radweg zwischen Klotten und Cochem weitergebaut, für die der Bund insgesamt 8,3 Millionen Euro bereitstellt. Auch das Teilstück des Ahr-Radwegs in der Ortslage Ahrbrück und der dritte Baubschnitt des Mittelrhein-Radwegs in der Ortslage Kamp-Bornhofen werden in Angriff genommen. Im Zuge des Sieg-Radwegs steht zwischen Niedergüdeln und Dasberg entlang der B 62 ein wichtiges Teilstück an.

Ebenso wird das Radwegenetz entlang der Landesstraßen in 2017 weiter komplettiert; u.a. an der L 295 zwischen Niederoßbach und Emmerichenhain sowie an der L 414 zwischen Gau-Odernheim und Biebelnheim.

Den Radfahrern legte der Minister die Internetseite www.radwanderland.de des Landes mit dem integrierten Radroutenplaner ans Herz.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 13.04.2017

Sachsen: Chemnitztalradweg um 5,7 Kilometer verlängert

Am 8. April 2017 wurde ein neues 5,7 Kilometer langes Teilstück des Chemnitztalradweges gemeinsam durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dem Zweckverband Chemnitztalradweg und der Stadt Chemnitz freigegeben.

Radfahrer, die von Chemnitz aus auf dem Chemnitztalradweg unterwegs sind, können nun ab der Unteren Hauptstraße in Wittgensdorf offiziell bis in den Claußnitzer Ortsteil Markersdorf weiterradeln.

Quelle: Stadt Chemnistz am 07.04.2017

Sachsen-Anhalt: STARK V-Förderung für Um- und Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße in Sangerhausen

Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder übergab einen STARK V-Fördermittelbescheid in Höhe von über einer Million Euro an den Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen, Ralf Poschmann. Mit 1.019.094,58 Euro fördern der Bund und das Land Sachsen-Anhalt den Um- und Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße, einer Hauptverkehrsstraße in Sangerhausen. Geplant ist die Erneuerung der Fahrbahn sowie der Geh- und Radwege. Zudem werden die Grünanlagen umgestaltet und der Verkehrslärm wird reduziert.

Finanzminister André Schröder: "Mit der Ernst-Thälmann-Straße wird eine der wichtigsten Straßen im Herzen von Sangerhausen saniert. Egal, ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs; egal wohin - die erneuerte Straße wird für alle schöner und sicherer."

Hintergrund: Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt, die als Antrags- und Bewilligungsstelle fungiert, hat die Zuwendungsbescheide erlassen, die die vollständige Finanzierung beider Projekte mit über 550.000 Euro vorsieht. Das Förderprogramm STARK V stellt finanzschwachen Kommunen Mittel für Investitionen in ihre Infrastruktur zur Verfügung. Der größte Teil der Fördermittel (90 Prozent) stammt vom Bund. Sachsen-Anhalt stellt den eigentlich von den Kommunen zu zahlenden Eigenanteil aus dem Landeshaushalt zur Verfügung (10 Prozent). Die geförderten Projekte werden somit vollständig aus dem Programm STARK V finanziert, die Kommunen müssen keinen Eigenanteil erbringen.

Quelle: Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 021/2017 am 28. April 2017

Thüringen: Ausbau der L 1011 Bleicherode-Großbodungen - Verbindung Radwegenetze Eichsfeld und Nordhausen
 
Beide Straßenabschnitte wurden größtenteils auf der alten Trasse ausgebaut. Zur Verbesserung der Linienführung gab es Abschnitte, in denen Kurvenbegradigungen durchgeführt wurden oder aber zur Verbesserung von Sichtverhältnissen, geringe Trassenverschiebungen erfolgten. Es wurden im Zusammenhang mit dem Streckenbau die Knoten mit der Landesstraße L 2061, der Kreisstraße K 6 und der Landesstraße L 1014 ausgebaut. Durch diese neue Linienführung und die verbesserten Querschnitte wurde eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht und die Verkehrssicherheit verbesserte sich wesentlich.
 
2. Bauabschnitt: 1,786 km Haupttrasse / 0,234 km Anbindungen / 1,651 km Radweg
3. Bauabschnitt: 2,791 km Haupttrasse / 0,184 km Anbindungen / 2,612 km Radweg    

Gleichzeitig wurde entsprechend dem Radwegekonzept des Freistaates Thüringen entlang der L 1011 ein neuer Radweg gebaut, der nun das Radwegenetz des Eichsfeldes mit dem von Nordhausen verbindet.
 
Quelle: Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr am 10.04.2017
 
 
 
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30. April 2017
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difu

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