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März 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Startschuss für den Veloring (8,5 Millionen Euro) in Friedrichshafen

Nachdem der Gemeinderat am 14. Dezember 2015 den Grundsatzbeschluss für den Veloring getroffen hat, gaben Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Vertreter des Gemeinderats und des Stadtbauamtes, des ADFC und der bauausführenden Firmen nun den Startschuss für den Bau Veloringes zwischen Löwental und Manzell. Das Gesamtprojekt ist mit rund 8,5 Millionen Euro für die kommenden Jahre veranschlagt.

"Unser Ziel ist es, durch schnelle Radverbindungen den individuellen Radverkehr zu erhöhen", so Dr. Stefan Köhler. Das bestehende Hauptradwegenetz, das vorwiegend strahlenförmig auf das Stadtzentrum zuläuft, soll durch einen halbkreisförmigen Veloring, der um den Stadtkern verläuft, und teilweise auf der Trasse eines stillgelegten Industriegleises verläuft, ergänzt werden. Da es für die Fußgänger noch eine separate Fläche geben wird, entsteht als Synergieeffekt eine adäquate, durchgängige Verbindung für die Fußgänger.

Es ist vorgesehen, den Veloring in fünf Abschnitten zu bauen. Der erste Abschnitt führt von Manzell bis zum Fallenbrunnen. Baubeginn ist für 2018 vorgesehen. Abschnitt 2 beginnt in Fallenbrunnen und führt entlang der  B 31 neu bis nach Waggershausen. Der Baubeginn ist für 2019/2020 (im Zuge B 31 neu auf Tunneldeckel mit Anschlüssen) geplant.

Der Abschnitt 3/1 reicht vom Colsmanknoten bis zur Riedleöschstraße (Kreisel Alfred-Colsman-Platz bis Kreisel Meistershofener Straße /Sportpark). Der Abschnitt 3/2 "Bodenseecenter" bildet den Lückenschluss zwischen dem Kreisverkehr Meistershofener Straße und Mühlöschkreisel. Dieser Teilabschnitt wird als erster umgesetzt. Abschnitt 4/1 reicht vom Mühlöschkreisel über die Ailinger Straße bis zum Trauenmühleweg. Dieser Teilabschnitt soll als zweites umgesetzt werden. Der Abschnitt 4/2 führt vom Trautenmühleweg, die Aistegstraße, die Querung Flugplatzstraße zur Paulinenstraße/Ravensbuger Straße. Im Jahr 2019 soll dann mit dem Abschnitt 5 entlang der Rotach (in Abhängigkeit zum Hochwasserschutz) begonnen werden.

Weitere Informationen: www.radverkehr.friedrichshafen.de

Quelle: Stadt Friedrichshafen am 01.03.2017

Baden-Württemberg: Einweihung der neugestalteten Bismarckstraße in Mannheim mit Landesverkehrsminister Hermann - größte Einzelmaßnahme im Mannheimer Lückenschluss-Programm - neuer Radfahrstreifen mit einer Freigabe für den Busverkehr

Für viele Radfreunde ist es ein weiteres Highlight im Jahr des Radjubiläums: Der große Lückenschluss im Mannheimer Radverkehrsnetz, der es ermöglicht, dass nun die Radler sicher und komfortabel über die Bismarckstraße fahren können. Außerdem sind die Universität und der Hauptbahnhof seit Abschluss der Arbeiten optimal an das Radnetz angebunden. Möglich macht dies die neugestaltete Verkehrsführung auf der rund 1,5 Kilometer langen Bismarckstraße, die als Bundesstraße eine große verkehrliche Bedeutung genießt.

Im Zuge der Neugestaltung wurden neben einem Radweg, ebenso eine Umweltspur gebildet, die Ampeln auf den neuesten Stand gebracht und die Barrierefreiheit erhöht. Eingeweiht wurde die neue Verkehrsführung jetzt mit einer Fahrrad-Rundfahrt mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Verkehrsminister Winfried Hermann, Baubürgermeister Lothar Quast, Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala und zahlreichen Vertretern des Gemeinderats und weiteren Gremien.

"Wir feiern in diesem Jahr gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg '200 Jahre Fahrrad'. Und zu einem großen Jubiläum in einer Stadt gehört auch immer, dass nicht nur gefeiert wird sondern auch etwas Nachhaltiges entsteht. Die neu gestaltetete Bismarckstraße ist ein wichtiges Element unserer nachhaltigen Stadtentwicklung", begrüßte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz Verkehrsminister Winfried Hermann und die zahlreich erschienen Gäste im Ehrenhof des Mannheimer Schloss.

Die Bismarckstraße ist nicht nur eine wichtige innerstädtische Route für den Radverkehr – sie ist auch Teil des RadNETZ-Baden-Württemberg. Verkehrsminister Winfried Hermann: "Es ist erfreulich, wie engagiert die Städte und Gemeinden die Umsetzung des RadNETZ angehen. Die Stadt Mannheim zählt hier mit der Fertigstellung der Bismarckstraße nun zu den Vorreitern. Durch den Ausbau konnte nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch Flächen zugunsten des Umweltverbundes umverteilt werden. Ich bin mir sicher, dass die Gelder von Stadt, Land und Bund hier sehr gut angelegt sind und die Maßnahme einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Mobilität und zur Verkehrssicherheit leistet."

Zudem ergänzt Minister Hermann: "Die Stadt Mannheim baut nicht nur die Infrastruktur für den Radverkehr aus. Sie engagiert sich als Geburtsstadt des Fahrrades in diesem Jahr zudem außerordentlich beim Jubiläum 200 Jahre Fahrrad. Dabei wollen wir Mannheim unterstützen. Ich freue mich daher sehr, Ihnen eine Förderung in Höhe von 119.000 Euro für das Projekt: 'Monnem-Bike – Das Festival' überreichen zu können." Das Festival am 10. und 11. Juni in Mannheim ist ein Highlight des Fahrrad-Jubiläums 2017.

Die Bismarckstraße ist die größte Einzelmaßnahme im Mannheimer Lückenschluss-Programm. Mit der nun durchgeführten Umbaumaßnahme ist die Stadt dem großen Ziel, den gesamten City-Ring durchgängig mit Radverkehrsanlagen auszustatten, ein großes Stück näher gekommen. Vor dem Beschluss des 21-Punkte-Programms gab es entlang des City-Rings so gut wie kein Angebot für Radfahrer. Mit dem Abschluss der Maßnahme "fahrradfreundliche Umgestaltung der Bismarckstraße" sind mittlerweile über die Hälfte des Rings geschafft. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Planken kommt bis zum Spätsommer mit dem Plankenkopf ein weiteres wichtiges Stück hinzu.

Am 24. August 2015 wurde mit den Umbauarbeiten zur Radverkehrsführung in der Bismarckstraße begonnen und die Fakten sprechen für sich: Die Fläche des überplanten Gebietes beträgt auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern rund 24.000 Quadratmeter. Auf dieser Fläche wurde eine 2.200 Meter lange Radwegführung hergestellt. Im Streckenabschnitt L 4 bis A 5 wurde zudem eine drei Meter breite "Umweltspur" eingerichtet. Hierbei handelt es sich um einen Radfahrstreifen mit einer Freigabe für den Busverkehr. Im Vergleich zu Bussonderfahrstreifen dürfen Busse einen solchen Sonderfahrstreifen benutzen, müssen dies aber nicht. Linksabbiegende Fahrzeuge erhielten drei zusätzliche Linksabbiegespuren, um negative Auswirkungen auf den Längsverkehr ausschließen zu können. Auch für den Fußverkehr konnten beispielsweise durch die Schaffung einer ebenerdigen Ampel geregelten Querung von der Ostseite des Hauptbahnhofs deutliche Verbesserungen erzielt werden. Zudem wurden im Zuge der Maßnahme große Teile der Bismarckstraße saniert und grundhaft erneuert.

All diese Arbeiten wurden unter der Aufrechterhaltung des Verkehrs durchgeführt. Damit die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich gehalten werden konnten, erfolgten die Umbauarbeiten in 72 Bauphasen, sodass dem Kfz-Verkehr jederzeit mindestens eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung stand. Die Hauptmaßnahme konnte termingerecht und im vorgegebenen Kostenrahmen am 21. Dezember 2016, nach 15 Monaten Bauzeit, abgeschlossen werden. Nach der Winterperiode wurden in den letzten Wochen die Markierungen aufgebracht, sodass die nun fertige Bismarckstraße an die Bevölkerung übergeben werden konnte.

Trotz der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und dem Lückenschluss war die Umbaumaßnahme von Handel und Politik nicht unumstritten, da ein Verkehrskollaps befürchtet wurde. OB Kurz ist sich der Bedeutung der Bismarckstraße, der Zufahrt aus der Pfalz in die Stadt, bewusst. "Natürlich benötigen wir für unsere Wirtschaft und für unseren Handel leistungsfähige Hauptverkehrsstraßen. Aber wir haben gezeigt, dass nicht jede Neugestaltung des Verkehrsraums automatisch den totalen Verkehrskollaps und massive Umsatzeinbußen beim Handel nach sich zieht", warb er zudem für eine zukünftige breitaufgestellte Sichtweise auf Umbauprojekte in der Verkehrsinfrastruktur. Die Auswirkungen auf den Autoverkehr wurden im Vorfeld der Maßnahme intensiv, unter anderem mit einer Verkehrssimulation, untersucht. Diese kam zum Ergebnis, dass sowohl die Grüne Welle beibehalten werden kann als auch Leistungsfähigkeit für den Autoverkehr nur in der Spitzenstunde geringfügig gemindert wird.

Die Stadt Mannheim erhielt zur Herstellung der rund fünf Millionen Euro teuren Maßnahme vom Land Baden-Württemberg nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Zuschüsse in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. 

Quelle: Stadt Mannheim am 20.03.2016

Zur Originalpressemitteilung (mit Fotos)

Baden-Württemberg: Förderprogramm Kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur / Bauprogramme Radwege an Bundes- und Landesstraßen / RadNETZ ausbauen und beschildern / Ausbau Radschnellverbindungen – Förderung Machbarkeitsuntersuchungen

Förderprogramm Kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur: Das Förderprogramm Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur 2017-2021 umfasst mehr als 350 Maßnahmen. Neu in das Programm aufgenommen wurden in diesem Jahr 84 Maßnahmen mit Gesamtkosten von rund 37 Mio. Euro. Für die Umsetzung des Förderprogramms sind 2017 über 21 Mio. Euro eingeplant. Gefördert werden u.a. bauliche Radwege, Rad- und Fußwege, Gehwege, Schutzstreifen, Abstellanlagen, Beschilderung, Querungshilfen, Brücken, Unterführungen und Fahrradstraßen. Ein Drittel der geförderten Radverkehrsinfrastruktur dient der Umsetzung des RadNETZ-Baden-Württemberg.

Bauprogramme Radwege an Bundes- und Landesstraßen: Auch der Radwegebau an Bundes- und Landesstraßen wird 2017 kontinuierlich vorangetrieben. 2017 planen die Regierungspräsidien an Bundesstraßen 13 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 6 Mio. Euro und einer Gesamtlänge von rund 18 km neu zu beginnen. Fünf dieser neuen Maßnahmen sind Bestandteil des Rad-NETZ-Baden-Württemberg. An Landesstraßen planen die Regierungspräsidien 2017 38 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 19 Mio. Euro und einer Gesamtlänge von rund 59 km neu zu beginnen. Sieben dieser neuen Maßnahmen sind Bestandteil des RadNETZ Baden-Württemberg.

RadNETZ ausbauen und beschildern: Seit 2016 setzen Land und Kommunen gemeinsam das RadNETZ-Baden-Württemberg um. Das RadNETZ verbindet landesweit alle Ober- und Mittelzentren über definierte Hauptrouten. Insgesamt hat das RadNETZ im Zielnetz 2030 eine Länge von ca. 7.000 Kilometern. Mehr als 700 Kommunen werden daran angeschlossen sein. Die Strecken des RadNETZ, die den „Startnetz-Standard” und damit die Anforderungen an sichere Befahrbarkeit erfüllen, werden durchgehend und einheitlich nach aktuellem Stand der Technik gut sichtbar beschildert. Bisher wurden vier Stadt- und Landkreise beschildert und auf ca. 600 km über 2.800 Schilder installiert. Im Jahr 2017 werden weitere 24 Kreise auf rund 2.500 km mit Schildern versehen. Über die Hälfte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg ist dann sichtbar an das RadNETZ Baden-Württemberg angeschlossen. Das Land wird bis Ende 2017 insgesamt 1,4 Mio. Euro in die Beschilderung investiert haben.

Ausbau Radschnellverbindungen – Förderung Machbarkeitsuntersuchungen: Radschnellverbindungen dienen dazu, die Fahrt mit dem Rad durch schnelle, direkte Verbindungen über längere Distanzen attraktiv zu machen. Für Planung und Bau von Radschnellverbindungen stellt die Landesregierung im Jahr 2017 erstmals 3 Millionen Euro bereit. "Radschnellverbindungen machen das Pendeln über längere Entfernungen attraktiv und schaffen so mehr Mobilität mit weniger Stau, Lärm und Luftver-schmutzung", sagte Minister Hermann und ergänzte: "Deshalb wollen wir die Schnellwege jetzt mit Nachdruck angehen. Bis 2025 wollen wir mindestens 10 Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg realisieren." Aktuell führt das Verkehrsministerium eine Potentialanalyse durch, um im ganzen Land systematisch potentiell geeignete Relationen für Radschnellverbindungen zu identifizieren. Für die 10 wichtigsten Radschnellverbindungen wird eine Kostenschätzung vorgenommen. Zudem werden im Rahmen der Potentialanalyse die Standards für Radschnellverbindungen genauer definiert. Die Regierungspräsidien fördern zudem ab sofort Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen mit 80 Prozent. Auch an der Umsetzung wird sich das Land aktiv beteiligen. Ein Radvorrangnetz in Freiburg, das vom Land mit 2,7 Mio. Euro gefördert wurde, steht 2017 weitgehend vor dem Abschluss. "Freiburg hat Pionierarbeit geleistet und inzwischen über 30 Prozent Anteil am Radverkehr", so Hermann weiter.

ANHANG 1 Radwegebau an Landesstraßen
ANHANG 2 Radwegebau an Bundesstraßen
ANHANG 3 Programmaufnahme LGVFG
ANHANG 4 Radschnellverbindungen Baden-Württemberg

Quelle: Ministerium für Verkehr am 24.03.2017

Bayern: Streckenvarianten für eine Radschnellverbindung von München nach Unterschleißheim und nach Garching - Untersuchungsergebnisse liegen vor

Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) und das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen haben im Auftrag des Landkreises München zwei mögliche Streckenvarianten für eine Radschnellverbindung von München nach Unterschleißheim und nach Garching auf ihre Machbarkeit untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung liegt nun vor. Variante eins führt von München (Neuherberg) entlang der B13 nach Unterschleißheim und über den U-Bahnhof Garching Hochbrück bis zum Forschungszentrum der TU München in der Stadt Garching. Die zweite Variante der Trasse verläuft ebenfalls entlang der B 13 bis nach Unterschleißheim. In Richtung Garching Forschungszentrum geht es über die Fröttmaninger Heide und den Keltenweg. Beide Varianten wurden u.a. nach Kosten, Nutzerpotenzialen, verfügbaren Flächen und Anbindung an den ÖPNV bewertet.

Die Gutachter empfehlen Variante eins durch das Gewerbegebiet Hochbrück als Vorzugsvariante, da sie folgende Vorteile hat:

  • sehr gute Anbindung von bedeutenden Quell- und Zielpunkten
  • unmittelbare Führung durch Hochbrück
  • sehr gute Anbindung des S-Bahn-Haltepunktes sowie des Gewerbegebietes Lohhof über kommunales Radnetz
  • unmittelbare Anbindung des Forschungszentrums sowie potenzielle Weiterführung der RSV Richtung Freising möglich
  • potenzielle Verknüpfung von Oberschleißheim – Hochbrück – Garching – Forschungszentrum möglich
  • schnelle, direkte Verbindung zwischen München-Nord und Unterschleißheim
  • sehr hohe Nutzerzahlen auf den RSV zu erwarten
  • hoher Ausbaustandard möglich (94 Prozent höchster Ausbaustandard)

Auf den Bürgerveranstaltungen wurde das gesamte Planungsverfahren und das Ergebnis als Präsentation und auch in einer Ausstellung vorgestellt. Alle Ausstellungsplakate und die Präsentation stehen hier zum Download bereit.

Quelle: Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) am 21.03.2017

Bayern: Freisinger Innenstadt wird fahrradfreundlich

Die Stadt Freising hat mit der Umgestaltung ihrer Innenstadt begonnen. Wesentliches Ziel ist die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs durch das Einrichten eines verkehrsberuhigten Bereichs. Hierzu wird die derzeitige Trennung der Verkehrsteilnehmer aufgehoben und der gesamte Straßenraum niveaugleich und barrierefrei ausgebaut.

Im Zuge der Neugestaltung soll sich die Situation für die Freisinger Radler und der zahlreichen Radltouristen erheblich verbessern. Neben der durchgängigen Befahrbarkeit mit fahrradfreundlicher Oberfläche ist die Neuerrichtung von 610 Abstellmöglichkeiten vorgesehen. Diese sollen sowohl dezentral als auch an den Eingängen zur Innenstadt in Form überdachter Sammelplätze mit zusätzlichen Serviceangeboten wie Schließfächern angeboten werden. Die Umgestaltungsmaßnahmen sollen bis 2024 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://innenstadt.freising.de/

Quelle: AGFK Bayern am 08.03.2017

Zur AGFK-Mitteilung

Bayern: Durchgängiges Radverkehrsnetz im ganzen Freistaat für den Alltagsverkehr / Radschnellwege für München und Nürnberg

Mit einem Neun-Punkte-Plan will Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen verdoppeln, von zur Zeit zehn Prozent bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent. Dazu setzt Herrmann auf verbesserte Bedingungen für die bayerischen Radler, so Herrmann bei einem Fachgespräch zum Radverkehrsprogramm Bayern 2025 beim Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs in München.

So will der Freistaat ein durchgängiges Radverkehrsnetz in ganz Bayern für den Alltagsverkehr entwickeln, das alle Gemeinden verbindet. Herrmann: "Dieses Netz soll alle Hauptorte der bayerischen Gemeinden miteinander verbinden, es soll durchgängig beschildert werden und der Freistaat wird die Kosten für die Erstaufstellung der Beschilderung übernehmen."

Für den Ausbau der Radwege an Bundes- und Staatsstraßen sollen bis 2025 jährlich rund 40 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln investiert werden. In Ballungsräumen München und Nürnberg stehen dabei Pilotprojekte zu Radschnellwegen im Mittelpunkt. Herrmann hält Radschnellwege für einen guten Ansatz, um vor allem in den dicht besiedelten Gebieten den Alltags- und Pendlerverkehr in deutlich höherem Maße mit dem Fahrrad abzuwickeln.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr am 30.03.2017

Bayern: Augsburg beteiligt sich am bundesweiten Evaluierungsprojekt RADeval

Was bringt der Radwege-Ausbau? - Stadt Augsburg wird mit Projekt in Neuburger Straße Teil des bundesweiten Evaluierungsprojekts RADeval

Grundsätzlich ist die Wirkung von Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs bislang wissenschaftlich wenig erforscht. Die Technische Universität Dresden führt daher zusammen mit sechs Pilot-Kommunen das Forschungsprojekt RADeval zur Evaluierung von Radverkehrs-Maßnahmen durch. Eine davon ist die Stadt Augsburg, die den Ausbau einer verkehrssicheren und attraktiven Infrastruktur für den Radverkehr als wesentlichen Baustein des Projekts Fahrradstadt betrachtet.

Situation vor und nach Umbau evaluieren: Die Stadt Augsburg wurde mit dem geplanten Ausbau der Radwege entlang der Neuburger Straße zwischen Lechhausen Schlössle und der Lechbrücke in das Forschungsprojekt aufgenommen. Für diese Maßnahme hatte der Stadtrat im Juli 2016 den Grundsatzbeschluss gefasst, die bauliche Umsetzung ist für das Jahr 2018 vorgesehen. Das bietet die Möglichkeit, nun die Situation vor und nach dem Umbau zu analysieren. Die Stadt plant die beim RADeval gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Maßnahmen zu übertragen und freut sich über die wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung bei der Bewertung der Maßnahme.

Praktische Hilfestellung für Kommunen: Ziel von RADeval ist es, Kommunen praktische Hilfestellungen bei der Planung und Durchführung von Evaluierungen im Bereich Radverkehr an die Hand zu geben. Dies soll die Hürden für die Durchführungen von eigenen Evaluierungen senken und die Qualität der angestrebten Evaluierungsprojekte erhöhen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

Eine detaillierte Projektbeschreibung und weitere Informationen finden sich unter www.verkehrsoekologie.de/forschung/forschungsprojekte/radeval

Quelle: AGFK Bayern am 23.03.2017

Bremen: Alte Neustadt in Bremen wird Fahrrad-Modellquartier - Bundesumweltministerium stellt 2,4 Millionen Euro aus dem Klimaschutzfonds zur Verfügung

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und die Hochschule Bremen haben sich gemeinsam in einem wettbewerblichen Verfahren um Fördermittel im "Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr" der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) für ein "Fahrradmodellquartier Alte Neustadt Bremen – von der Fahrradstraße zur Fahrradzone" beworben. Nun sind nach vielen Verhandlungsrunden die Förderbescheide für die Umsetzung des Fahrradmodellquartiers den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (1.576.361,00 Euro) und die Hochschule Bremen (834.835,00 Euro) eingetroffen.

Senator Dr. Joachim Lohse, zuständig für die Fragen aus Stadtentwicklung, Verkehr und Umweltschutz freut sich: "Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nimmt mit ihrem Förderprogramm das Thema Klimaschutz im Stadtverkehr ernst. Fahrradförderung ist nicht nur Klimaschutz, sondern entlastet den Stadtverkehr insgesamt." Verkehrssenator Lohse möchte die Pionierrolle Bremens weiter ausbauen. "Bremen ist eine Fahrrad-Stadt. Hier haben viele fahrradpolitische Innovationen wie die Fahrradstraße einen Ursprung. Diese Tradition wollen wir gerne fortsetzen. In der Alten Neustadt soll nun die erste Fahrradzone der Republik entstehen."

In einer Fahrradstraße hat der Radverkehr Vorrang. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist - oder es durch die Maßnahmen zu erwarten ist. In Fahrradstraßen darf nebeneinander geradelt werden. Der Autoverkehr ist "Gast" und deshalb ist auch das Tempo in Fahrradstraßen von vornherein auf 30 km/h begrenzt. Diese Rahmenbedingungen sollen für das gesamte Quartier zwischen Osterstr./Westerstr., Langemarckstr., der Rolandstraße und den Neustadtswallanlagen gelten.

Damit dieses Gebiet auch wirklich fahrradfreundlich wird, sollen mit den Fördermitteln aus dem Klimaschutzfonds nun die Straßen in der Alten Neustadt zwischen Osterstraße / Westerstraße, Langemarckstraße und den Wallanlagen umgestaltet werden. Wo heute Kopfsteinpflaster das Radfahren unbequem macht, sollen Asphaltstreifen in der Fahrbahn ein glattes Fahren ermöglichen. Hierbei wird zum Beispiel die Kleine Johannisstraße komplett saniert werden. Auch die Lahnstraße ist im Maßnahmenpaket enthalten.

Von besonderer Bedeutung sind bessere Querungsmöglichkeiten der großen Verkehrsachsen Langemarckstraße und Westerstraße, um das Quartier in Richtung Neustadtbahnhof / Woltmershausen sowie zur neugestalteten Stadtstrecke an der Weser besser anzuschließen. Dies gilt genauso für eine bessere Erreichbarkeit des zentralen Versorgungsbereichs an der Westerstraße. Insgesamt wird auch der Fußgängerverkehr durch das Freihalten von Gehwegen mittels einer konsequenten Ordnung des Parkens in den neuen Fahrradstraßen deutlich gestärkt.

Mit einem verkehrsberuhigten Bereich am Neustadtswall soll der Campus der Hochschule noch enger zusammenwachsen.

Neue Fahrrad-Abstellmöglichkeiten, Leihfahrräder, E-Bike-Ladestationen und ein Fahrradreparatur-Café für die Hochschule Bremen Auf zusätzliche Fahrrad-Abstellmöglichkeiten an allen drei Standorten, ausleihbare Fahrräder und Lastenräder, E-Bike-Ladestationen und ein Fahrradreparatur-Café auf dem Campus Neustadtswall darf sich die Hochschule Bremen (HSB) freuen.

Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey unterstreicht in diesem Zusammenhang die Funktion der Hochschule: "Die HSB ist ein Knotenpunkt im Quartiersnetzwerk in der dynamisch sich entwickelnden Neustadt. Mit den bewilligten Maßnahmen zur Förderung der klimagerechten Mobilität tragen wir dazu bei, die Alte Neustadt zu einem lebendigen Viertel der Innenstadt weiterzuentwickeln. Dabei sehen wir uns in einer zentralen Rolle mit dem Ziel eines 'Campus Neustadt' als Modell für eine wissensbasierte Innenstadtentwicklung."

Das Projekt "Fahrradmodellquartier" ist eingebettet in das Klimaschutzkonzept der Hochschule. Der Maßnahmenkatalog beinhaltet Ergebnisse und Empfehlungen zu Klimaschutz und Klimaanpassung in zentralen Handlungsfeldern. Initiiert wurde es von der School of Architecture der HSB und dem ADFC.

Die Maßnahmenpakete der Hochschule beziehen auch die Standorte nahe Flughafen und in der Werderstr. mit ein – z. B. mit verbessertem Fahrradparken und Lademöglichkeiten für E-Bikes an allen drei Standorten.

Die Sprecher des Beirates Neustadt, Jens Oppermann und Ingo Mose, betonen: "Der Beirat hat die Bewerbung als Fahrrad-Modellquartier gefordert. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Fördermittel in die Neustadt zu holen. Die gemeinsame Umsetzung mit dem Verkehrssenator, der Hochschule, dem Ortsamt, zusammen mit den Initiativen vor Ort, dem Gewerbe und Kultureinrichtungen unterstützt der Beirat gerne."

Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon: "Die Alte Neustadt ist ein besonderes Quartier – mit seiner Mischung von Wohnen, Gewerbe, Hochschule und Einrichtungen wie der Shakespeare Company und dem Modernes oder dem Südbad. Das Miteinander funktioniert auch deshalb vergleichsweise gut, weil es so viel Radverkehr gibt. Der Antrag hat auch deshalb eine breite Unterstützung gefunden, weil alle etwas davon haben. Es macht den Stadtteil attraktiver".

Der ADFC hat das Antragsverfahren aktiv unterstützt. Der Landesvorsitzende Tobias Wolf betont: "Bremen als Fahrradstadt hat heute einen Verkehrsanteil von 25 Prozent. Mit solchen Modellmaßnahmen kann man einen Sprung nach vorne machen und mehr Menschen für das Fahrradfahren gewinnen. Das Modellquartier wird auch mit der Umgestaltung des Deiches und dem Bau der Stadtstrecke eine bessere Anbindung an die geplanten Premiumrouten bekommen."

Im August 2016 hatten die Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft nahezu einstimmig die Bewerbung zum Fahrradmodellquartier unterstützt. Auch der Bürgermeister Dr. Carsten SIeling und Uwe Beckmeyer haben sich in Berlin für den Bremer Gemeinschaftsantrag stark gemacht.

Quelle: Hochschule Bremen am 06.03.2017

Zur Originalpressemitteilung mit weiteren Informationen

Hamburg: Bezirk Altona sucht Vorschläge und Konzepte für den Strandweg Oevelgönne

Elbstrand: Vorschläge und Konzepte für den Strandweg Oevelgönne?

Ein barrierefreier Zugang zum Strand? Die Situation für Spaziergänger/ -innen und Radfahrer/ -innen ist derzeit im Bereich des Elbstrandes Övelgönne erschwert. Daher soll ein ergebnisoffener Prozess angestoßen werden, um die Situation für alle zu verbessern. Hierzu bittet das Bezirksamt Altona alle interessierten Bürgerinnen und Bürger um Ideen und Lösungsvorschläge.

Vorschläge können bis zum 30.04.2017 per Mail an das Postfach: strand-oevelgoenne@altona.hamburg.de eingereicht werden.

Der Elbstrand im Bereich Övelgönne ist ein für Hamburg einzigartiger Ort. Hier können die Hamburgerinnen und Hamburger das ungezwungene Strandleben mit der maritimen Kulisse des Hafens genießen. Diese Besonderheit gilt es zu bewahren und sie mit der besseren Erreichbarkeit für alle zu verknüpfen. In Ihren Lösungsvorschlägen für einen Strandweg soll versucht werden, allen Interessen so weit wie möglich gerecht zu werden. Zu berücksichtigen sind daher die Bedürfnisse von Spaziergängern, Familien mit Kinderwagen, Fahrradfahrerinnen, Menschen mit Gehbehinderungen, der Anwohnerinnen und Anwohner, der Gäste der ortsansässigen Gastronomie und der Nutzerinnen und Nutzer des Strandes.

Hintergrund ist die ungefähr 1000 Meter lange Unterbrechung des Geh- und Radweges entlang des Elbufers im Bereich des Strandabschnitts Övelgönne. Der etwas oberhalb des Strandes gelegene, knapp zwei Meter schmale Gehweg entlang der Kapitänshäuser ist für den Radverkehr gesperrt, da der Platz an schönen Tagen kaum für die Fußgängerinnen und Fußgänger ausreicht. In diesem Zusammenhang hat die Bezirksversammlung Altona das Anstoßen eines ergebnisoffenen Prozesses beschlossen.

Quelle: Stadtbezirk Hamburg-Altona am 20.03.2017
 

Hessen: L 3115 - Neubau eines Radweges zwischen Gundernhausen und Groß-Zimmern

Seit September 2016 laufen Bauarbeiten zur Herstellung eines straßenbegleitenden Radweges zwischen Roßdorf-Gundernhausen und Groß-Zimmern. Zudem haben Anfang März 2017 die Bauarbeiten zur Herstellung einer neuen Geh- und Radwegbrücke begonnen, die im Verlauf des neuen Radweges den Erbsenbach unterführt. Hier entsteht ein Brückenbauwerk mit rund 8.70 Metern Spannbreite in Rahmenbauweise. Die Kosten zur Errichtung der Brücke betragen etwa 112.000 Euro und werden vom Land Hessen getragen.

Der neue rund zwei Kilometer lange Rad- und Gehweg verläuft südlich der Landesstraße und beginnt im Nordosten von Gundernhausen und endet an der Schillerstraße am Ortseingang von Groß-Zimmern.

Quelle: Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement Südhessen am 09.03.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Weiterbau des 8,4 km langen Radwegs an der B 104 Malchin - Stavenhagen

Die Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Ina-Maria Ulbrich hat am 15.03.2017 mit dem Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz Jens Krage den Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des Radwegs an der Bundesstraße 104 vom Ortsausgang Malchin bis zum Abzweig nach Duckow vorgenommen.

Der Radweg in Asphaltbauweise wird straßenbegleitend in einer Breite von 2,50 Metern auf einer Länge von 700 Metern errichtet. Die Kosten, die der Bund übernimmt, belaufen sich auf 160.000 Euro. Voraussichtlich bis August soll das Vorhaben abgeschlossen sein.

Die Gesamtbaumaßnahme an der B 104 erstreckt sich auf einer Länge von 8,4 Kilometern vom Ortsausgang Malchin bis zum Ortseingang Stavenhagen. Der erste Bauabschnitt vom Abzweig Kölpin bis zum Ortseingang Stavenhagen ist bereits fertiggestellt. Der noch in Planung befindliche dritte Bauabschnitt wird die Lücke vom Abzweig Duckow bis zum Abzweig Kölpin schließen.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Nr.32/17 am 10.03.2017

Niedersachsen: 24-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs in Wolfsburg als Broschüre erschienen

Das Leitbild Radverkehr hat die Stadt Wolfsburg nun auch als gedruckte Broschüre aufgelegt. Die Publikation enthält das 24-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs nebst Erläuterungen. Das Leitbild wurde durch den Rat der Stadt im Mai 2016 beschlossen. Seitdem arbeitet die Stadtverwaltung intensiv an der Umsetzung der Ziele und legt hierbei ein beachtliches Tempo vor.

So ist die Stadt Wolfsburg dem Leitbild folgend der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen beigetreten und profitiert nun vom Erfahrungsschatz und der Zusammenarbeit in diesem Netzwerk. Weiterhin wurde die Fußgängerzone Mittlere Porschestraße für Radfahrer außerhalb der Geschäftszeiten freigegeben. Noch bis in den Sommer gilt diese Testphase, die anschließend bewertet wird.

Darüber hinaus wurden in der südlichen Porschestraße fast sämtliche Vorderradklemmen durch 79 Anlehnbügel ersetzt. Dabei wurden auch die Abstellmöglichkeiten vor der Sparkasse aufgestockt. Schritt für Schritt werden einzelne Radwegebenutzungspflichten überprüft und gegebenenfalls aufgehoben, wie zuletzt in der Breslauer Straße.

Mit der neuen Themenroute "AllerHoheit" wurde zudem in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Gifhorn ein neues Freizeitangebot für hiesige Radfreunde und Radtouristen entwickelt und umgesetzt. Nicht zuletzt wurde eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Radschnellweges zwischen Braunschweig und Wolfsburg durchgeführt und von der Stadt Wolfsburg intensiv begleitet und unterstützt.

Auch wichtige Lückenschlüsse im Radverkehrsnetz kommen voran. So fließen 4,3 Millionen Euro, die zu einem Großteil aus Fördermitteln und Landesbeteiligungen refinanziert werden, in die Radwege zwischen Almke und Hehlingen (Landesstraße 290), zwischen Sülfeld und Ehmen (Kreisstraße 72) und entlang der Kreisstraße 114 östlich des Ilkerbruchs.

Um Auskunft über das Mobiltätsverhalten der Mitarbeiter zu erhalten, wurde innerhalb der Stadtverwaltung eine Umfrage über die Fahrradnutzung für den Arbeitsweg und die Dienstwege durchgeführt, um gegebenenfalls nutzerspezifische Anforderungen formulieren zu können. Allein die Anzahl von über 670 Rückmeldungen im Rahmen der Umfrage lässt ein starkes Interesse vermuten.

Im Mai 2017 wird eine weitere beschilderte Freizeitradroute in die Velpker Schweiz eröffnet. Diese ist eine Zusammenarbeit der Stadt Wolfsburg, der Samtgemeinde Velpke und Oebisfelde. Erneut beteiligt sich Wolfsburg in diesem Jahr sowohl an der bundesweiten Aktion Stadtradeln als auch am regionalen Radevent Sattelfest. Die Broschüre Leitbild Radverkehr ist in den Infoständen der Rathäuser A und B sowie den Bürgersprechstellen ausgelegt und steht Ihnen hier zum Herunterladen bereit.

Quelle: Stadt Wolfsburg am 17.03.2017

Niedersachsen: Radweg-Neubau entlang der L 554 zwischen Emmenhausen und Lenglern (Landkreis Göttingen)

Im Zeitraum vom 16. März bis zum 7. April wird im Zuge des Radweg-Neubaus an der L 554 zwischen Emmenhausen und Lenglern (Landkreis Göttingen) die Fahrbahn über den Durchlass der Harste verbreitert. Dies teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim mit.

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim am 09.03.2017

Dänemark, Deutschland, Österreich, Tschechien: Einrichtung eines Radfernweges Wien-Prag-Berlin-Kopenhagen geplant

Im Rahmen der ITB 2017 wurde, laut einer Mitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, eine Vereinbarung mit Tourismusvertretern aus Dänemark und Niederösterreich vorbereitet, die im Juni 2017 mit dem Ziel des Aufbaus eines Radfernweges Wien-Prag-Berlin-Kopenhagen unterzeichnet werden soll. Schon jetzt zählt ein Teilstück, der Radfernweg Berlin-Kopenhagen, zu den beliebtesten Fernradwegen der Deutschen. In der Gunst der deutschen Gäste ist dieser laut aktueller Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) um drei Plätze auf Platz sieben gestiegen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Nr.84/17 am 13.03.2017

Rheinland-Pfalz: Deutsch-luxemburgischer Naturpark bald auch barrierefrei erlebbar

Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel. "Ich freue mich, dass wir damit den Startschuss für das Interreg A-Projekt 'Barrierefreiheit ohne Grenzen' im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark geben können", sagte die Ministerpräsidentin in Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz.

Das grenzüberschreitende Projekt hat zum Ziel, eine gemeinsame Strategie für den barrierefreien Naturtourismus im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark zu entwickeln. "Barrierefreiheit und Naturtourismus sollen so verbunden werden, dass der Naturpark für alle erlebbar gemacht wird", betonte Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium. "Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine touristische Zukunftsaufgabe."

Geplant sind barrierefreie Wanderwege, an die wichtige Sehenswürdigkeiten der Grenzregion anschließen. Die Wanderrouten sind – mit breiten Wegen und ausreichend Sitzmöglichkeiten – auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Auch eine neue grenzübergreifende Rad- und Wanderbrücke Wintersdorf-Rosport zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Wander- und Radwege mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr soll entstehen. Ein barrierefreies Informations- und Servicecenter soll in Rosport als Best-Practice für Tourist-Informationen ausgebaut werden. Darüber hinaus ist geplant, die Hot Spots des Natur- und Kulturerbes im Naturpark barrierefrei zu erschließen. "Hierdurch sollen neue Zielgruppen gewonnen und ein Komfort für alle Gäste und die Bevölkerung in der Grenzregion erreicht werden", so Landrat Dr. Streit, Verbandsvorsteher des federführenden Projektpartners Naturpark Südeifel. Der Deutsch-Luxemburgische Naturpark umfasst Teile der Eifel beiderseits von Sauer und Our. Er wurde 1964 durch einen Staatsvertrag zwischen Luxemburg und Rheinland-Pfalz gegründet und ist der erste grenzüberschreitende Naturpark in Westeuropa...

Weitere Informationen zum Förderprogramm "Interreg V A" im Internet unter mwvlw.rlp.de/de/themen/wirtschafts-und-innovationspolitik/interreg

Quelle: Staatskanzlei RLP am 13.03.2017

Sachsen: Schlossbrücke in Riesa-Gröba eröffnet - Elberadweg aus der Riesaer Innenstadt in Richtung Strehla wieder befahrbar

Am 11. März 2017 wurde die Schlossbrücke in Riesa-Gröba wieder geöffnet. Damit ist der Elberadweg aus der Riesaer Innenstadt in Richtung Strehla auf seiner ursprünglichen Route befahrbar. Für den Bau einer Hochwasserschutzanlage musste der Radweg für etwa 2,5 Jahre über die B182 umgeleitet werden.

Die neue rund zwei Kilometer lange Hochwasserschutzlinie in Riesa-Gröba wird seit 2014 gebaut. Bis zum Sommer 2017 sollen die gesamten Bauarbeiten abgeschlossen sein. Durch Spundwände und Deiche werden künftig die Wohngebiete Kirchstraße/Dammweg und Steinstraße, die Kläranlage Riesa sowie die Elblandphilharmonie, die Kirche und das Schloss Gröba vor Hochwasser geschützt sein, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100). Dafür investiert der Freistaat Sachsen mehr als 10 Millionen Euro.

Quelle: Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen am 10.03.2017

Sachsen-Anhalt: Land und Kommunen engabgieren sich für den Ausbau und Erhalt des Elberadweges / Neuer Elbe-Havel-Radweg von Magdeburg nach Berlin soll Radtourismus noch attraktiver machen

Der Elberadweg bleibt auch 2017 in der Erfolgsspur: Die Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) haben ihn bereits zum 13. Mal in Folge und erneut mit großem Abstand zum beliebtesten deutschen Radfernweg gewählt. Das gab der ADFC auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin bekannt.

Das positive Votum der Pedalritter freut auch Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: "Der Elberadweg bleibt das Nonplusultra für deutsche Radtouristen. Wer auf dem Drahtesel aktiv Urlaub machen will, der kommt an Sachsen-Anhalt nicht vorbei, sondern sollte mittendurch fahren. Eine Radtour entlang der Elbe besticht vor allem durch die große landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Der Elberadweg ist damit ein ganz zentraler Baustein im  Aktivreiseangebot des Reiselandes Sachsen-Anhalt."

Für Willingmann ist der erneute Spitzenplatz des Elberadweges eine Bestätigung für die gute Arbeit aller beteiligten Partner: "Die Touristiker treten bei Angebotsgestaltung und Vermarktung weiter kräftig in die Pedale. Zudem engagieren sich das Land und die Kommunen für den Ausbau und Erhalt des Radwegs. Das zahlt sich aus. Und durch den neuen Elbe-Havel-Radweg von Magdeburg nach Berlin wird das Angebot am Elberadweg künftig noch attraktiver."

Der Elberadweg verläuft auf rund 300 Kilometern in Sachsen-Anhalt. Für die touristische Vermarktung unterstützt das Land Sachsen-Anhalt seit Jahren die Koordinierungsstelle Mitte des Elberadweges, die beim Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide angesiedelt ist.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, Nr.: 016/2017 am 10.03.2017

Sachsen-Anhalt: Neubau Radweg entlang der B 244 zwischen Dedeleben und Vogelsdorf (Landkreis Harz) / Radwegenetz wächst jährlich um rund zehn Kilometer

Am 31.03. 2017 haben in Dedeleben (Landkreis Harz) die Arbeiten für den Bau eines neuen Radweges nach Vogelsdorf begonnen. "Damit wird das schon jetzt mehr als 1.250 Kilometer umfassende Radwegenetz entlang der Bundes- und Landesstraßen in unserem Land um einen weiteren Kilometer erweitert", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel beim Spatenstich. "Gut ausgebaute Radwege sind immer ein Gewinn für die Verkehrssicherheit", betonte der Minister. Zudem förderten sie die touristische Erschließung einer Region. In den Neubau des exakt 1.119 Meter langen und 2,50 Meter breiten Radweges entlang (östlich) der Bundesstraße (B) 244 würden rund 326.000 Euro investiert, erläuterte Webel. Bei planmäßigem Verlauf der Arbeiten könne das Vorhaben bereits Mitte Juli dieses Jahres abgeschlossen werden.

Einige Fakten zum Radwegenetz in Sachsen-Anhalt: Das Straßennetz in Sachsen-Anhalt umfasst 2.145 Kilometer Bundesstraßen und 4.074 Kilometer Landesstraßen. Allein für den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen sind in den zurückliegenden zwölf Jahren knapp 70 Millionen Euro ausgegeben worden. Das Radwegenetz entlang von Bundesstraßen wird pro Jahr um rund zehn Kilometer erweitert. An Landesstraßen kamen bisher jährlich knapp fünf Kilometer hinzu. Mehr als 550 Kilometer der Bundesstraßen (25,8 Prozent) und rund 565 Kilometer der Landesstraßen (13,9 Prozent) verfügen bereits über Radwege oder wie es fachlich richtig heißt: sind mit Radverkehrsanlagen ausgestattet. In Radweg-Kilometer ausgedrückt sind das 634 Kilometer an Bundesstraßen und 629 Kilometer entlang unserer Landesstraßen. Die Differenz zu den Angaben bezogen auf Straßen-Kilometer resultiert aus dem Fakt, dass bei den Radweg-Kilometern auch beidseitige Radwege an Bundes- und Landesstraßen erfasst sind, die dann bei der statistischen Netzerfassung doppelt zu zählen sind.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Nr.: 027/2017 am 31.03.2017

Thüringen: 101 Einbahnstraßen in Erfurt für den Radverkehr freigegeben

Radfahrer dürfen Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren, wenn dies entsprechend der Richtlinien angeordnet ist. Im März 2017 werden zu den bestehenden 94 nun weitere sieben Einbahnstraßen im Erfurter Stadtgebiet geöffnet.

Im Norden sind dies die Adalbertstraße und die Karlstraße, im Osten die Jonny-Schehr-Straße und im Süden der Stadt die Humboldtstraße, der Hirnzigenweg, die Rubensstraße und die Grünewaldstraße.

Durch den Straßenbetriebshof des Tiefbau- und Verkehrsamtes erfolgt die Änderung der Beschilderung. Das jeweilige Einfahrtverbot wird mit "Rad frei" und die blauen Einbahnstraßenschilder mit "Rad in beiden Richtungen" ergänzt.

Quelle: Stadt Erfurt am 01.03.2017

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Stand der Information
31. März 2017
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difu

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