Sie sind hier

Februar 2017

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Land fördert Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen 2017 mit drei Millionen Euro

Für die Planung und den Bau von Radschnellverbindungen hat der Landtag Baden-Württemberg insgesamt drei Millionen Euro im Haushalt 2017 bereitgestellt. "Wir wollen weniger Pendler im Auto und mehr auf dem Fahrrad. Radschnellverbindungen können die Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene entlasten und so einen wichtigen Beitrag zur Stauvermeidung und zur Luftreinhaltung leisten", so Verkehrsminister Winfried Hermann anlässlich der Bekanntgabe der neuen Fördermöglichkeit. "Mit einer attraktiven Förderung von Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen möchten wir die Planung von Radschnellverbindungen beschleunigen. Mit einer Länge von 5 bis 25 Kilometern sind Radschnellverbindungen geeignet, auch längere Wege auf das Fahrrad zu verlagern. Dies ist insbesondere auch vor dem Hintergrund der rasanten Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes zu sehen."

Auch im neuen Bundesverkehrswegeplan wurden seitens des Bundesverkehrsministeriums für 2017 Zuweisungen zur Förderung von Radschnellverbindungen an die Länder in Aussicht gestellt. Dazu Verkehrsminister Hermann: "Es freut mich, dass der Bund das Thema Radschnellverbindungen ebenfalls vorantreibt. Nun ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit den Stadt- und Landkreisen sowie den interessierten Regionalverbänden schnellstmöglich planerische Vorkehrungen für den Bau von Radschnellverbindungen treffen."

Stadt- und Landkreise sowie Regionalverbände können bei regionalen Machbarkeitsstudien eine Förderquote des Landes in Höhe von 80 Prozent erhalten. Damit soll eine kurzfristige Beteiligung der Kommunen und eine schnelle Umsetzung ermöglicht werden. Förderfähig sind Machbarkeitsstudien zu möglichen Radschnellverbindungen, bei denen ein großes Verlagerungspotenzial vom Pkw-Verkehr auf den Radverkehr erzielt werden kann und ein hohes Radverkehrsaufkommen im Alltagsradverkehr zu erwarten ist. Die Förderung erfolgt zunächst einmalig im Jahr 2017. Die Entscheidung über die Bewilligung erfolgt in der Reihenfolge des Antragseingangs im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die Grundsätze sowie die Standards zur Förderung der Machbarkeitsstudien für Radschnellverbindungen sind unter Fahrradland BW eingestellt.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 23.02.2017

Zur Originalpressemitteilung mit weiteren Informationen

Bayern: Radverkehrsprogramm Bayern 2025 - 400 Millionen Euro von 2016 bis 2025

Mit dem neuen Radverkehrsprogramm Bayern 2025, das Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann am 23.02.2017 auf der Freizeitmesse f.re.e in München vorgestellt hat, soll der Radverkehr in Bayern kräftig in Schwung kommen. "Bayern soll bis 2025 ein durchgängiges Radverkehrsnetz erhalten. Dabei wollen wir auch die Infrastruktur sowie die Verkehrssicherheit für Radler weiter verbessern", kündigte Herrmann an. 400 Millionen Euro sollen von 2016 bis 2025 vor allem in den Radwegebau entlang von Bundes- und Staatsstraßen investiert werden. Bei allen Aktivitäten der Radverkehrsförderung sind die Kommunen in Bayern unsere wichtigsten Partner.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr am 23.02.2017

Berlin: Potenzial und Machbarkeit von Radschnellverbindungen wird überprüft

Über Radschnellverbindungen wird in Berlin zurzeit intensiv diskutiert. Radschnellverbindungen sollen Anreize schaffen häufiger das Fahrrad zu benutzen – insbesondere auch auf Wegestrecken, die länger als fünf Kilometer sind. Das lohnt sich, wenn man mit dem Rad sicher und fast so schnell unterwegs sein kann, wie mit dem Auto. Dazu noch bequem, aber vor allem gesund und umweltfreundlich.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat eine Arbeitsgemeinschaft mit einer umfassenden Studie zu Radschnellverbindungen in Berlin beauftragt. Im ersten Teil der Studie werden insgesamt 30 geeignete Trassenkorridore gesucht, die entsprechende Realisierbarkeit geprüft und deren Potenziale bewertet. Vorschläge aus der öffentlichen Diskussion und Beiträge vom ADFC und BUND fließen hierbei mit ein. Die zwölf Korridore mit der besten Bewertung werden dann im Detail weiter untersucht.

Im zweiten Teil werden die Korridore mit dem höchsten Potenzial einer detaillierten Machbarkeitsuntersuchung unterzogen. Die beauftragte Arbeitsgemeinschaft legt Entwurfsvorschläge für rechtlich und verkehrstechnisch machbare Strecken vor und ermittelt die entsprechenden Kosten für die Umsetzung. Dann werden alle Ergebnisse und Erkenntnisse miteinander verglichen und ausgewertet. Als Ergebnis der Studie werden Handlungs- und Umsetzungsempfehlungen ausgearbeitet. Aufgrund des Auftrags aus dem Abgeordnetenhaus erfolgt eine Machbarkeitsuntersuchung für den Trassenkorridor der Potsdamer Stammbahn bereits vorab.

Die 30 Trassenkorridore stehen fest und sind bewertet. Derzeit erfolgt die Festlegung der zwölf Korridore für die im nächsten Schritt weitere Detail-Untersuchungen vorgenommen werden. Die ersten Ergebnisse zur Machbarkeitsuntersuchung der Stammbahn-Trasse sind Ende März 2017 zu erwarten. Bis Ende 2017 werden Machbarkeitsuntersuchungen für mindestens zwei weitere Trassenkorridore durchgeführt.

Das Ziel für die aktuelle Legislaturperiode ist, mit der Umsetzung erster Radschnellverbindungen zu beginnen und die detaillierten Machbarkeitsuntersuchungen für weitere potenzielle Trassenkorridore in Berlin durchzuführen.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 25.02.2017

Zur Original SenUVK-Mitteilung mit Download Bericht zum Zwischenstand (pdf; 2,4 MB) und der Karte mit Routenvorschlägen (pdf; 564 KB)

Berlin: Neue Verkehrsführung für Radfahrer am Moritzplatz erhält Auszeichnung - "Goldene Klingel" würdigt den Rückgang der Unfallzahlen am Moritzplatz um 37 Prozent

Der ummarkierte Moritzplatz wurde von der BUNDjugend als Beispiel gelungener Verkehrsführung für Radfahrende mit der “Goldenen Klingel” ausgezeichnet.

Vom 15. Juli 2016 bis zum 24. September 2016 waren alle Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, positive und negative Beispiele für den ersten Berliner Fahrradpreis zuzusenden. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählte eine Jury die Sieger. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz freut sich über die Auszeichnung für den Moritzplatz.

Der fast kreisförmige ampellose Moritzplatz mit 4 einmündenden Straßen wird innerhalb von 12 Stunden von rund 7.300 Radfahrenden befahren. Im Verhältnis zum gesamten Fahrzeugaufkommen des Moritzplatzes liegt der Anteil der Radfahrenden bei rund 21 Prozent.

Insbesondere die Fahrten von Radfahrenden im und aus dem Kreisverkehrsplatz heraus waren vor der Ummarkierung besonders gefahrvoll. Durch Veränderungen wurde u.a. die Fahrbreite im Kreis für den Kfz.-Verkehr auf minimal 5,5 m reduziert und die Verkehrsfläche für den Radverkehr auf maximal 3,4 m verbreitert. Die markierten Radverkehrsführungen wurden an den Einmündungen rot unterlegt und erhielten eine Unterteilung in verschiedenen Richtungsspuren. Ergänzend hierzu wurde zur Verbesserung der Überquerbarkeit eine Mittelinsel in der Prinzenstr. (Süd) gebaut.

Nach der Umsetzung haben sich innerhalb eines Jahres die Unfallzahlen mit Beteiligung von Rad Fahrenden um ca. 37 Prozent verringert. Auf der Nord-Süd-Achse (Prinzenstraße bzw. Heinrich-Heine-Straße) ging die Zahl auf einen erfassten Fahrrad-Unfall zurück. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sowie die pauschalen Unfallkosten verringerten sich innerhalb von 12 Monaten um rund 50 Prozent.

Quelle: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) am 14.02.2017

Berlin: Ergebnis der Zulässigkeitsprüfung an Vertrauenspersonen des Volksbegehrens "Volksentscheid Fahrrad" übermittelt

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat am 27.02.2017 die Vertrauenspersonen über das Ergebnis der Zulässigkeitsprüfung des beantragten Volksbegehrens "Volksentscheid Fahrrad" informiert. In die Prüfung waren die Senatsverwaltungen für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, für Stadtentwicklung und Wohnen, für Wirtschaft, Energie und Betriebe, für Finanzen und für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung als fachlich berührte Ressorts einbezogen. Da Zulässigkeitsmängel festgestellt worden sind, müssen die Vertrauenspersonen förmlich unterrichtet werden.

Den Vertrauenspersonen wurde mitgeteilt, dass das Volksbegehren in seiner gegenwärtigen Fassung unzulässig wäre. Insbesondere für die im Gesetzentwurf des Volksbegehrens vorgesehenen Regelungen über die Einrichtung von Fahrradstraßen und sonstigen Radverkehrsanlagen dürfte in ihrer gegenwärtigen Fassung die erforderliche Gesetzgebungsbefugnis des Landes Berlin fehlen.

Die Vertrauenspersonen wurden allerdings zugleich darüber informiert, dass eine Behebung der Zulässigkeitsmängel durch Änderung des Gesetzentwurfs auch im erreichten Verfahrensstadium nicht von vornherein ausgeschlossen ist. Würden die Vertrauenspersonen einen geänderten Gesetzentwurf formgemäß vorlegen, hätte die Innenverwaltung nach § 17 Abs. 3 des Abstimmungsgesetzes zu prüfen, ob die vorgesehenen Änderungen den Gegenstand des Volksbegehrens unberührt lassen. Ist das der Fall, wären die Änderungen auch im jetzigen Verfahrensstadium noch möglich.

Mit Blick auf den bereits begonnenen Dialog zum Radgesetz wurden die Vertrauenspersonen außerdem darüber informiert, dass das laufende Volksbegehrensverfahren mit ihrer Zustimmung zunächst ausgesetzt werden könnte, um den Ausgang dieses Dialogs abzuwarten.

Bleibt der Gesetzentwurf unverändert und kommt es nicht zu einer Aussetzung des Verfahrens, hätte die Innenverwaltung den Gesetzentwurf – vorbehaltlich der förmlichen Entscheidung des Senats – dem Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin vorzulegen. Nur der Verfassungsgerichtshof ist nach dem Berliner Abstimmungsgesetz befugt, die Unzulässigkeit eines beantragten Volksbegehrens endgültig festzustellen.

Quelle: Senatsverwaltung für Inneres und Sport am 27.02.2017

Brandenburg: Radwegneubau an 15 Streckenabschnitten von Bundes- und Landesstraßen im Jahr 2017

2017 hat der Landesbetrieb Straßenwesen 157 Projekte auf der Liste. Die Vorhaben reichen von der Fortführung größerer Autobahnvorhaben bis hin zur Sanierung von Ortsdurchfahrten, die im Rahmen des 100-Millionenprogramms für Landesstrassen durchgeführt werden. Vorgesehen sind auch die Erneuerung von Deckschichten auf Bundes- und Landesstrassen, der Neubau von Radwegen und die Instandsetzung von Brücken. Insgesamt verfügt der Landesbetrieb Straßenwesen in diesem Jahr über ein Budget von 450 Mio. Euro Bundes- und Landesmittel für Investitionen und den Straßenbetrieb.

Auf den Bundesfernstraßen wird mit Sanierungsarbeiten auf zahlreichen Streckenabschnitten begonnen. Einige der 2016  begonnenen Projekte, werden in diesem Jahr fortgesetzt.  Neu gebaut werden auch Radwege an 15 Streckenabschnitten von Bundes- und Landesstraßen. Die Gesamtübersicht zu allen Bauvorhaben in diesem Jahr ist unter ls.brandenburg.de abrufbar.

Insgesamt werden in diesem Jahr mehr als 450 Millionen Euro für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von Straßen eingesetzt. 314 Millionen Euro kommen aus Bundesmitteln, etwa 137 Millionen aus Landesmitteln. Darin enthalten sind 22,5 Millionen Euro, die in diesem Jahr für Projekte aus dem 100-Millionen-Euro-Programm eingeplant sind.

Quelle: MIL Brandenburg am 10.02.2017

Brandenburg: Rad- und Fußverkehr in der Mobilitätsstrategie 2030

Brandenburg hat eine neue Mobilitätsstrategie. Das Papier mit acht Kernpunkten zur Sicherung der Mobilität im Land hat das Kabinett Anfang 2017 auf Vorschlag von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider gebilligt. An der Erarbeitung der "Mobilitätsstrategie 2030" hatten sich Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Interessensverbände und Verkehrsunternehmen beteiligt. Sie hatten bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen ihre Ideen zur Mobilitätspolitik in Brandenburg eingebracht.

Die Mobilitätsstrategie setzt konkrete Ziele. Dazu gehört ein einheitlicher Takt im Nahverkehr auf der Schiene. Weiteres Ziel ist, den Öffentlichen Personennahverkehr sowie den Rad- und Fußverkehr gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zu stärken. Der Anteil der umweltfreundlichen Fortbewegung am Gesamtverkehr soll bis 2030 auf mehr als 50 Prozent angehoben werden. Zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie wird unter anderem noch 2017 der Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2018 bis 2022 neu aufgestellt. Zudem wird eine gemeinsame Mobilitätskonferenz mit Berlin etabliert, um die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland weiter auszubauen.

In der Strategie heißt es: Anlagen für den Rad- und Fußverkehr haben eine zentrale Rolle für die innerörtliche Mobilität. Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit stellen an die lokalen Wegenetze besondere Anforderungen bei der Gestaltung, der Barrierefreiheit und der Funktionsvielfalt in urbanen Wohn- und Mischgebieten. Das gilt auch besonders vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung und dem Bestreben der Städte, die Kernlagen städtebaulich aufzuwerten und eine "Stadt der kurzen Wege" zu entwickeln. Durch die Zunahme von Radverkehrsanteilen in verdichteten Siedlungsbereichen und neue Nutzergruppen (Elektrofahrräder) ändern sich auch die Qualitätsanforderungen an die Infrastruktur.

Brandenburg hat in den Radverkehr/Radverkehrsanlagen stark investiert und sich mit einem Radverkehrsanteil von 13 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen zu einem echten Fahrradland entwickelt. Seit 1995 wurden rund 215 Millionen Euro in Radwege an Bundes- und Landesstraßen investiert. Darüber hinaus fördert das Land touristische Radwege, sowie den Bau von Geh- und Radwegen an kommunalen Straßen. Das Land hat aufgrund seiner Topografie, der demografischen Entwicklung und der durchschnittlichen Entfernung zu Alltagszielen ein großes Potenzial zur Nutzung des Fahrrades. Das gilt sowohl für den Alltagsradverkehr als auch für den touristischen Radverkehr. Der Fahrradtourismus hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. In Brandenburg gibt es rund 7.000 Kilometer regionale und überregionale touristische Radrouten-Trassen, auf denen rund 12.000 Kilometer verschiedener Radrouten verlaufen. Das regionale Radwegenetz im ländlichen Raum hat für die Mobilität der dort lebenden Menschen und den Tourismus eine erhebliche Bedeutung.

Insgesamt stehen aktuell rund 2.000 Kilometer straßenbegleitende Radwege an Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg zur Verfügung. Mittlerweile ist rund die Hälfte aller Außerortsradwege an Bundes- und Landesstraßen älter als 15 Jahre. Ähnliches gilt auch für die geförderten touristischen Radwegen. Die Erhaltungskosten werden daher in der Zukunft ansteigen und bis zu 50 Prozent des Budgets ausmachen. Das begrenzt die Möglichkeiten für Neubauvorhaben.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 07.02.2017

Hamburg: Neue Radfahrstreifen am Grindelberg zwischen Isestraße und Hallerstraße

Seit August 2016 arbeitet der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) an der Modernisierung der Radwege im Grindelberg. Im Abschnitt zwischen Isestraße und Hallerstraße werden  unter anderem Radfahrstreifen neu angelegt und die vorhandenen Rad- und Gehwege erneuert. Außerdem saniert der LSBG die Fahrbahn  und verbreitert diese zum Einbau einer Wendesperre zwischen den Busfahrstreifen.

Bis Ende 2016 hat der LSBG bereits den Bauabschnitt zwischen Isestraße und Schlankreye/Oberstraße auf beiden Seiten fertiggestellt. Hierbei wurde auch die Radwegführung im Bereich der Isestraße umgebaut. Ziel der Umplanung war eine geradlinige und komfortable Radwegführung.  Zur Vermeidung von Umwegen für Radfahrende, sollte die Erreichbarkeit des von dem Grindelberg weg führenden Armes der Isestraße über die an der Haltestelle Hoheluftbrücke befindliche Fußgänger- und  Radfahrerquerung ermöglicht werden. Der Radweg wurde deshalb im Zweirichtungsverkehr vor den Säulen des Hochbahnviaduktes angelegt. Die Furten über die Isestraße wurden mittels roter Markierung hervorgehoben. Nach dem Umbau zeigte sich jedoch, dass diese technisch und rechtlich einwandfreie Verkehrsführung von den Verkehrsteilnehmern nicht so angenommen wird wie beabsichtigt. Insbesondere der nach rechts in den Grindelberg einbiegende KFZ-Verkehr führt hierbei in Kombination mit dem Zweirichtungsradverkehr zu Problemen. Aufgrund des starken Fokus auf den Verkehr im Grindelberg zur Findung einer Einfahrtslücke, ziehen Autofahrer häufig auf den freizuhaltenden Radfahrstreifen vor und übersehen von rechts ankommende Radfahrer.

Nach Analyse der Situation haben der LSBG und die zuständigen Behörden beschlossen, die neue Radwegführung zurückzubauen und die Radfurt in den Bereich der vorhandenen Zebrastreifen zurückzulegen. Die Arbeiten beginnen ab dem 22. Februar 2017 und dauern voraussichtlich zwei Wochen.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 17.02.2017

Hamburg: Rotherbaum - An der Verbindungsbahn/Bundesstraße zwischen Rentzelstraße und Grindelallee - Schutz- und Radfahrstreifen

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) plant im Zuge der Förderung des Radverkehrs den Straßenzug An der Verbindungsbahn/Bundesstraße zwischen Rentzelstraße und Grindelallee. Die Radfahrer sollen Schutz- und Radfahrstreifen erhalten und Nebenflächen werden instandgesetzt. Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes der Fahrbahnoberfläche ist außerdem eine Erneuerung der Asphaltdeckschicht erforderlich.

Zur Vorbereitung der Baumaßnahme müssen insgesamt fünf Bäume gefällt werden. Diese Baumfällungen erfolgen am Mittwoch, den 22. Februar 2017. Zum Ausgleich werden nach Abschluss der Bauarbeiten sieben neue Bäume gepflanzt.

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 20.02.2017

Zur Originalpressemitteilung

Hamburg: Selbstleuchtendes Material - Rot-Grün will neue Wege gehen und Radverkehrsanlagen im Kreuzungsbereich farblich markieren

Farbliche Markierung von Radverkehrsanlagen - Sichtbarkeit und Akzeptanz erhöhen: Rot-Grün will neue Wege gehen und Radverkehrsanlagen im Kreuzungsbereich farblich markieren. Dabei soll in einem Pilotprojekt auch geprüft werden, ob selbstleuchtendes Material verwendet werden kann. Durch die farbliche Hervorhebung soll die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Radverkehrsführung vor allem in Kreuzungsbereichen befördert werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Regierungsfraktionen in die Bürgerschaft eingebracht.

Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "An vielen Stellen in der Stadt wird die Radverkehrsführung erneuert. Weil es meist sicherer ist, wird an vielen Stellen der Radverkehr auf Schutzstreifen oder Radfahrstreifen auf die Fahrbahn verlagert. Für manche Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ist das aber noch ungewohnt. Durch die farbliche Hervorhebung der Radverkehrsführung wollen wir die Sichtbarkeit und Akzeptanz sowohl bei Radfahrenden als auch bei Autofahrenden erhöhen. Dabei wollen wir auch innovative Wege gehen und prüfen lassen, ob Material verwendet werden kann, das tagsüber die Sonnenenergie speichert und nachts dann leuchtet. In Polen wird derzeit die Verwendung von fluoreszierendem Splitt für Radwege erprobt."

Dazu Lars Pochnicht, Radverkehrsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Radfahrstreifen und Schutzstreifen erhöhen die Verkehrssicherheit und sind wesentlich komfortabler. Doch sie sind für viele Radfahrende noch neu und erst einmal ungewohnt. Darum ist für eine hohe Akzeptanz eine deutliche Wegeführung des Radverkehrs und ein hohes Maß an Sichtbarkeit notwendig. Besonders in Kreuzungsbereichen halten wir es darum für sinnvoll, Radverkehrsanlagen durch eine Einfärbung hervorzuheben. Um die Wege für Radfahrende so sicher wie möglich zu gestalten, werden wir auch einen Pilotversuch mit selbstleuchtendem Material durchführen. Polen und die Niederlande erproben diesen Ansatz bereits."

Quelle: gruene-fraktion-hamburg.de am 01.02.2017

Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein: Potenzialanalyse für Radschnellwege in der Metropolregion Hamburg vorgelegt

Eine Analyse der Technischen Universität Hamburg zeigt die Erreichbarkeitsvorteile von Radschnellwegen in der Metropolregion Hamburg auf. Die vorliegenden Projektergebnisse und die in diesem Bericht dargestellten Hinweise sind eine fundierte Entscheidungshilfe für die Politik und Fachplanung beim weiteren Umgang mit dem Thema Radschnellwege.

Quelle: Metropolregion Hamburg am 16.02.2017

Hessen: Projekt "Mobilität für alle" - Erstes Werkstattgespräch in Hanau-Großauheim - Anforderungen für einen sicheren Radverkehr

Die Bedingungen für zu Fuß Gehende und Fahrrad Fahrende im Stadtteil zu verbessern, ist das Ziel eines Projektes, das gemeinsam mit Großauheimer Bürgerinnen und Bürgern dieser Tage auf den Weg gebracht wurde. Hanau gehört mit dem Stadtteil Großauheim zu fünf Pilotkommunen, die vom Land Hessen für den "Nahmobilitäts-Check" ausgewählt wurden und die bei der Erstellung eines Nahmobilitätskonzeptes gefördert werden.

Viele Jahre stand der Autoverkehr im Zentrum der Betrachtung, wenn es um Mobilität in der Stadt ging. Immer deutlicher wird jedoch in Zeiten des Klimawandels, auf Grund von demografischen Veränderungen und bezogen auf Urbanität und Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld, dass insbesondere für zu Fuß Gehende und diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind, mehr getan werden muss. Stärkere Beachtung müssen zudem diejenigen erfahren, die wegen körperlicher Einschränkungen wie Seh- oder Gehbehinderungen auf angepasste Wege angewiesen sind. Schließlich gilt es, auch auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, die sich im städtischen Raum bewegen, stärker einzugehen.

In dem Projekt "Nahmobilitäts-Check"  arbeitet die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) gemeinsam mit Planungsbüros für die Kommunen Individuelle Lösungen aus. Zentral für die Erstellung dieses Konzeptes ist für die Stadt Hanau die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Der Nahmobilitäts-Check ist daher eingebettet in den in Großauheim stattfindenden Stadtteilentwicklungsprozesses, organisiert von Claudia Häring, Stabsstelle Stadtteilentwicklung und Lothar Hain, Stabsstelle Demografischer Wandel.

In dem jüngsten Werkstattgespräch umriss Angelika Gunkel vom Fachbereich Nachhaltige Strategien was unter Nahmobilität zu verstehen ist und welche konkrete Auswirkungen auf die Lebensqualität und Gesundheit erwartet werden können. Lothar Hain stellte das Projekt "Nahmobiliäts-Check" vor. Als Fachreferenten zeigte Ulrich Klee vom ADFC Main-Kinzig auf, welche Anforderungen für einen sicheren Radverkehr nötig sind und Marc-Eric Peter vom Blinden- und Sehbehindertenbund machte deutlich, auf welche Rahmenbedingungen zu achten ist, um Barrierefreiheit zu gewährleisten.

In Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Anwesenden anschließend sehr engagiert mit Großauheim, analysierten bevorzugte Wege und die genutzten Verkehrsmittel. Dabei wurde zusammengetragen, welche Hindernisse, Hürden oder auch gelungene Wegeführungen im Sinne der Nahmobilität im Stadtteil vorhanden sind. Moderiert wurden die Arbeitsgruppen von Claudia Häring, Angelika Gunkel und Gerhard Wrase, Abteilung Verkehr und Straßenbewirtschaftung vom Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur und Service. Für die Erfassung der Belange von Kindern und Jugendlichen wird eine weitere Veranstaltung von Carolin Kornberger vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hanau vorbereitet.

Die gesammelten Erfahrungen und Anregungen werden derzeit ausgewertet. Neben dem Blick auf die Wege im Stadtteil selbst sind insbesondere auch die Verbindungen wichtig, die eine Vernetzung zu weiteren Stadtteilen darstellen. In Großauheim sind durch die Bahnlinien und Bahnübergänge sowie durch die Landesstraße viele Barrieren vorhanden, deren trennende Wirkung abgemildert werden könnte. Beim Erschließen der Potenziale zur Verbesserung wird ein Verkehrsbüro unterstützen.

Quelle: Stadt Hanau am 14.02.2017

Niedersachsen: Emsland-Route gewinnt weiter an Attraktivität -Landkreis und Kommunen erhalten Zuschlag bei Wettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr"

Meppen. "Die für die radtouristische Entwicklung des Emslandes besonders wichtige Emsland-Route wird für Touristen und Alltagsradler nun noch attraktiver", sagt Landrat Reinhard Winter. Möglich wird dies durch eine 70-prozentige Förderung durch den Bund. 374.000 Euro erhält der Landkreis Emsland, der sich gemeinsam mit der Samtgemeinde Werlte und der Gemeinde Twist erfolgreich am Wettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" des Bundeministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beteiligt hatte.

Unter dem Titel "Integrierte Weiterentwicklung der Emsland-Route zu einer alltagstauglichen Radverkehrsroute" konnte der Wettbewerbsbeitrag überzeugen. Insgesamt 535.000 Euro sollen bis 2018 in den Ausbau der Route investiert werden. Ziel ist es unter anderem, durch erhebliche Veränderungen der Routenführung sowohl den Internationalen Naturpark Moor mit dem Moormuseum und der Gemeinde Twist als auch den Naturpark Hümmling mit der Gedenkstätte Esterwegen und der Samtgemeinde Werlte direkt in die Route einzubinden. "Um hier eine entsprechend gute Beschaffenheit der Wege herzustellen, müssen insgesamt rund 5,5 km Strecke angefasst werden. Darüber hinaus soll die Emsland-Route durch die Ortsmitten führen, so dass die dortigen Angebote stärker von Radtouristen wahrgenommen werden können", erläutert Winter. Konkret werden drei km Radweg im Naturpark Hümmling sowie 2,5 km Radweg im Internationalen Naturpark Moor neu gebaut, um die Anbindung der Naturparke, der Orte und Sehenswürdigkeiten abseits von verkehrsbelasteten Straßen zu ermöglichen.

Dadurch gelinge es auch, die Emsland-Route deutlich von anderen Fernradwegen abzugrenzen. "Derzeit sind die Streckenführungen mit der des Emsradwegs, der Dortmund-Ems-Kanal-Route und der Hase-Ems-Route in vielen Abschnitten deckungsgleich. Das wird sich nun künftig ändern und führt dazu, dass die Emsland-Route, die dann durch die Ortschaften führt, damit ein Alleinstellungsmerkmal erhält", betont Winter. Insgesamt 40 Informationstafeln an den Ortseingängen sowie an den Abzweigungen der Emsland-Route von den Fernradwegen sollen aufgestellt werden. Die Beschilderung wird über das touristische und kulturelle Angebot in den Gemeinden informieren und soll so möglichst viele Radfahrer in die Ortsmitten lenken.

"Durch die Verlegung der Strecke erfährt die erfolgreiche Emsland-Route eine weitere Aufwertung. Ziele wie das Theikenmeer in Werlte und der Eleonorenwald in Vrees gehören nun ebenfalls zur Strecke. Wir danken speziell auch Uwe Carli von der Emsland-Touristik für seine engagierte Unterstützung und die dadurch entstehenden enormen Chancen für den Tourismus", sagt Samtgemeindebürgermeister Kewe.

"Ich begrüße den Ausbau und die Berücksichtigung der neuen Zusatz-Route und bin froh darüber, dass damit die Naturparkregion Bourtanger Moor/Bargerveen im Innersten für die Gäste erschlossen wird und sich präsentieren kann, die Erschließung zu den Niederlanden inbegriffen. Das hat Vorteile für unsere touristischen Einrichtungen wie beispielsweise das Erdölmuseum und die örtliche hervorragende Gastronomie", betont Bürgermeister Schmitz.

Aber nicht nur Touristen sollen angesprochen werden, auch die emsländischen Bürgerinnen und Bürger sollen damit einen Mehrwert erhalten: "Die Emsländer verbringen viel Freizeit auf dem Rad. Sie werden feststellen, dass die Routen auch im Alltag gut zu nutzen sind. Im Ergebnis hoffen wir damit auf eine dauerhafte Stärkung des Radverkehrs im Emsland. Das Fahrrad wird – auch im Hinblick auf die immer größer werdende Zahl von E-Bikes – damit immer mehr eine Alternative zum Auto", betont Winter.

Die Emsland-Route erstreckt sich auf eine Länge von rund 300 km. Auf einem kreisweiten Rundkurs führt sie von Salzbergen über Lingen und Meppen bis hoch nach Papenburg und dort über Sögel, Haselünne und Spelle wieder nach Salzbergen

Quelle: Landkreis Emsland am 10.02.2017

Niedersachsen: Modellprojekt Tempo 30 - Kommunen sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Interesse an einer Projektteilnahme zu bekunden

Die Eckpunkte für das "Modellprojekt Tempo 30" stehen fest: Unter der Federführung des niedersächsischen Verkehrsministeriums hat eine Expertengruppe die wesentlichen Rahmenbedingungen für den Modellversuch Tempo 30 festgelegt. Demnach soll der Modellversuch eine Laufzeit von drei Jahren haben und auf einzelnen Strecken in Kommunen unterschiedlicher Größe durchgeführt werden. Ziel des Modellprojektes ist es, Daten über die Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss zu erhalten. Eine flächendeckende Anordnung von Tempo 30 oder die generelle Absenkung der innerörtlichen Richtgeschwindigkeit stehen nicht im Fokus.

Staatssekretärin Daniela Behrens: "Mit diesem Modellversuch untersuchen wir erstmals fundiert und verlässlich, welche Effekte Tempo 30 Strecken tatsächlich auf den Verkehrslärm, die Luftreinhaltung und den Verkehrsfluss haben. Daneben sollen auch die Akzeptanz der Geschwindigkeitsreduzierung, Auswirkungen auf den Fuß- und Radverkehr und auch den öffentlichen Personennahverkehr sowie etwaige Verlagerungseffekte untersucht werden. Wir brauchen als nächsten Schritt Kommunen, die intensiv am Thema mitarbeiten und den Kriterien genügen."

Um am Ende verlässliche Daten zu erhalten, sollen sowohl Großstädte bzw. Großstadtregionen mit typischen Stadtteilzentren sowie Mittel- und Kleinstädte, z. B. mit typischen Geschäftsstraßen als auch kleinere Orte mit typischen Ortsdurchfahrten untersucht werden. Im Frühjahr sollen Kommunen die Möglichkeit erhalten, ihr Interesse an einer Projektteilnahme zu bekunden. Voraussetzungen für eine Teilnahme sind neben den oben genannten Kriterien Überschreitungen bei Luftschadstoffen oder Verkehrslärm. Als weitere Kriterien können die Verkehrsstärke auf dem jeweiligen Streckenabschnitt sowie die Anwohnerdichte herangezogen werden. Eine aktive Mitarbeit der Kommunen wird erwartet. Voraussichtlicher Projektstart ist 2018, da nach der Auswahl der Kommunen erst der Ist-Stand ermittelt werden muss, bevor es dann konkret zur Anordnung von Tempo 30 kommt. Die Untersuchung wird von einem unabhängigen Gutachterbüro durchgeführt und vom Runden Tisch begleiten. Die Projektverantwortung liegt beim niedersächsischen Verkehrsministerium.

Quelle: Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 13.02.2017

Niedersachsen: Gemeinsam mit dem Land - Wolfsburg investiert 4,3 Millionen im Radwegebau

In die Infrastruktur für den Radverkehr investiert die Stadt Wolfsburg in 2017 insgesamt rund 4,3 Millionen Euro, die zu einem Großteil aus Fördermitteln und Landesbeteiligungen refinanziert werden. Es handelt sich um den Neubau von drei Radwegen. Alle Projekte sollen in diesem Jahr zumindest noch begonnen werden. Durch die Vorhaben werden wichtige Lücken im Netz geschlossen.

Mit 5,5 Kilometern ist dabei der Radweg entlang der Landesstraße 290 zwischen Almke und Hehlingen der längste zusammenhängende Neubau. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Niedersachsen und der Stadt Wolfsburg. Die Kosten für die Realisierung entfallen auf beide Partner zu gleichen Teilen. Nun ist die Bereitstellung der Finanzmittel und somit ein vorzeitiger Baubeginn durch das Land zugesagt worden. Die Umsetzung soll demnach in der zweiten Jahreshälfte beginnen. An dieser Stelle investiert die Stadt rund 2,6 Millionen Euro in das Gesamtprojekt. Der Landesanteil beträgt rund 1,2 Millionen Euro.

Für Rad fahrende Pendler aus Richtung Gifhorn ist der Radweg an der Kreisstraße 114 ein wichtiges Vorhaben. Für den 2,2 Kilometer langen Neubau zwischen Ilkerbruch und Weyhäuser Weg liegt nun der Förderbescheid des Landes Niedersachsen vor. Zusammen mit dem vom Landkreis Gifhorn fertiggestellten Radweg westlich des Ilkerbruchs wird es somit noch in 2017 eine Verbindung nach Wolfsburg und insbesondere zum Volkswagenwerk geben. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,4 Millionen Euro, wobei eine Förderung von 620.000 Euro zugesagt ist.

Mit dem Bau dieser beiden Radwege wird auch die Breitbandinitiative der Stadt zum Anschluss der Ortsteile umgesetzt. In die Strecken werden nämlich gleich Leerrohre für die entsprechenden späteren Leitungen mit verlegt. Dadurch lassen sich Synergien in der Bauabwicklung nutzen.

Außerdem wird für Radfahrer entlang der Kreisstraße 72 zwischen Ehmen und Sülfeld durch einen eigenen, straßenbegleitenden Radweg eine sichere Ortsverbindung geschaffen. Auch hierfür ist der Förderbescheid des Landes inzwischen vorhanden. Die Ausschreibung für den rund einen Kilometer langen Abschnitt läuft, sodass zeitnah mit dem Bau begonnen werden kann. Das Projekt schlägt mit rund 312.000 Euro zu Buche, wovon etwa 160.000 Euro über Fördermittel abgesichert sind.

Quelle: Stadt Wolfsburg am 21.02.2017

Nordrhein-Westfalen: Alle sieben nordrhein-westfälischen Radschnellwege auf einer Homepage. Planungen für OWL und Münsterland schreiten voran

Ab sofort haben die nordrhein-westfälischen Radschnellweg-Projekte ihre eigene Homepage: Dort können sämtliche Informationen zu den insgesamt sieben Maßnahmen auf der neuen Website www.radschnellwege.nrw  abgerufen werden.

Standards für Radschnellwege, Planungsstände, Baufortschritte und weitere hilfreiche Informationen zu den Radschnellwegen in NRW werden dort gebündelt präsentiert. "Unsere Radschnellwege sind eine Erfolgsstory. Mit dieser Homepage wollen wir den Menschen zeigen, was in ihrer Region passiert und wie es um die Projekte steht. Denn so viel ist klar: Angesichts des zunehmenden Straßenverkehrs werden die Radschnellwege unsere mobile Zukunft wesentlich beeinflussen", sagte Verkehrsminister Michael Groschek anlässlich der Freischaltung.

Momentan plant der Landesbetrieb Straßenbau den Weiterbau des Radschnellwegs Ruhr (RS1) von der Uni Essen bis an die Stadtgrenze zu Bochum. Die Stadt Mülheim baut momentan den Abschnitt von Mülheim Hauptbahnhof bis zur Ruhrbrücke. Hier ist bereits in diesem Sommer mit einer Fertigstellung zu rechnen. Dann soll auch der Spatenstich zur Sanierung der Ruhrbrücke und zum Weiterbau bis zum Campus der Hochschule Ruhr West erfolgen. Der Abschnitt Mülheim Hauptbahnhof bis zur Uni Essen wird noch aufgewertet in dem der rund zehn Kilometer lange Abschnitt mit einer durchgängigen Beleuchtung, Markierungen und wegweisender Beschilderung versehen wird.

In konkreter Planung befinden sich auch bereits zwei andere Projekte: Der Abschnitt Bocholt-Rhede des Radschnellweges Westliches Münsterland (RS2) im Münsterland und der Abschnitt Löhne-Bad Oeynhausen beim Radschnellweg OWL.

Quelle: Ministerium, Bauen, Wohnen, Verkehr, Stadtentwicklung, Presse, Service am 22.02.2017

Nordrhein-Westfalen: Mönchengladbach - Erste Ergebnisse zum Masterplan Nahmobilität liegen vor

Das Thema Nahmobilität liegt den Mönchengladbachern am Herzen. Das zeigte die Resonanz des 2. Dialogforums, zu dem die Stadt eingeladen hatte. Mit dem Masterplan Nahmobilität erstellt die Stadt derzeit ein Gesamtkonzept zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Im Fokus der Untersuchung steht das Gesamtnetz Radverkehr mit einer Länge von 420 Kilometern. Auf Basis der komplexen Untersuchung sollen in den kommenden Jahren die Bedingungen für Fuß- und Radverkehr systematisch verbessert werden. Über den aktuellen Sachstand informierte Carsten Knoch, Mobilitätsbeauftragter der Stadt, die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger beim 2. Dialogforum.

Nach einem ersten Dialogforum mit Bürgerbeteiligung, einer Online-Befragung und einer Bestandsaufnahme liegen nun die Analyseergebnisse vor. Die beiden von der Stadt mit einem Gutachten zum Masterplan Nahmobilität beauftragten Expertenbüros haben in der Analyse, in die alle Ergebnisse aus dem 1. Dialogforum und der Online-Befragung eingeflossen sind, die wesentlichen Knackpunkte herausgestellt. Auffälligste Ergebnisse: 47,8 Prozent aller Radfahrer fühlen sich auf Gladbachs Straßen weniger sicher und 20,9 Prozent sogar unsicher. "Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Infrastruktur verbessern muss", so der Mobilitätsbeauftragte Carsten Knoch. Ganz anders die Sicht der Fußgänger: 62,2 Prozent der Befragten fühlen sich eher sicher, 21,6 Prozent sogar sehr sicher und nur 3,5 Prozent unsicher.

Auf die Frage, welche Streckenabschnitte und Straßenkreuzungen besondere Gefahren für Radfahrer mit sich bringen, wurden Schwachstellen benannt, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen, sich allerdings auf Verkehrsachsen befinden, wie etwa die Bismarckstraße mit den meisten Nennungen, gefolgt von Fliethstraße, Hohenzollernstraße, Erzberger und Hittastraße sowie Dahlener Straße. "Die Analyseergebnisse zeigen auch, dass zusammenhängende und sternförmig von den Zentren verlaufende Streckenzüge wie etwa zwischen den beiden Zentren oder von der Mönchengladbacher City nach Neuwerk wichtig sind. Hier müssen zukünftig die noch bestehenden Lücken im Netz geschlossen werden", so Carsten Knoch weiter. Dabei müssten es nicht immer ausgebaute Radwege sein, sondern Angebotsstreifen oder Radfahrstreifen.

Die Ergebnisse des 2. Dialogforums und der vier Dialoge vor Ort fließen in das Gutachten zum Masterplan Nahmobilität ein, das Ende April 2017 vorliegen und anschließend in die politische Beratung gehen soll. Anschließend sollen erste Maßnahmen für größere Projekte wie etwa die Radschnellwege an den Start gehen. "Wir sind aber bereits schon seit einiger Zeit im Stadtgebiet mit kleineren Maßnahmen aktiv", so Carsten Knoch mit Blick auf neue Markierungen für den Radverkehr nach Fahrbahnsanierungen und Kanalbaumaßnahmen sowie die Freigabe von Einbahnstraßen und Fußgängerzonen.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 10.02.2017

Nordrhein-Westfalen: 4,5 Millionen Euro für die Sanierung von Geh- und Radwegen an Landesstraßen im Jahr 2017

Der Schwerpunkt der Investitionen im nordrhein-westfälischen Landesstraßenbau liegt auch 2017 in der Sanierung vorhandener Straßen: Der Ansatz für das Erhaltungsbudget wird in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich erhöht. Insgesamt stehen mehr als 127 Millionen Euro für Erhaltungsmaßnahmen bereit. Das sind rund 12 Millionen Euro mehr als in 2016.

 "86 Millionen Euro davon investieren wir in die Sanierung von kaputten Fahrbahnen und Brücken", sagte Verkehrsminister Michael Groschek. "Für die Sanierung von Geh- und Radwegen sind weitere 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Die restlichen Mittel werden vor allem für kleinere und unvorhersehbare Vorhaben eingesetzt. Unser Ziel ist es, die Qualität des vorhandenen Straßennetzes weiter zu verbessern."

Neben der Erhaltung investiert das Land weitere 50 Millionen Euro in den Neu-, Um- und Ausbau von Landesstraßen und inklusive die Errichtung von Radwegen an diesen Straßen. Insgesamt sollen in diesem Jahr somit landesweit rund 177 Millionen Euro für die Landesstraßen eingesetzt werden.

Quelle: MBWSV Nordrhein-Westfalen am 09.02.2017

Sachsen: Vier Radschnellwege beim Bund angemeldet

Ab Juni 2017 stellt der Bund die Förderung von komfortablen und nahezu kreuzungsfreien Rad-Trassen sogenannten 'Radschnellwegen' in Aussicht. Aktuell wird dazu eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern erarbeitet. Im September 2016 wurden alle Bundesländer gebeten, ihren Bedarf an möglichen Rad-Schnellverbindungen zu benennen.

Die Landesregierung hat die Strecken Pirna-Meißen, Radeberg-Dippoldiswalde, Halle-Leipzig-Markleeberg und Markkleeberg-Elster beim Bund angemeldet, wie aus einer Kleinen Anfrage der Abgeordneten Katja Meier, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Drs.-Nr.: 6/8151, Thema: Bedarf und Förderung von Radschnellwegen in Sachsen, hervorgeht.

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag am 23.02.17

Weitere ausführliche Informationen auf der Seite der Fraktion der Grünen im sächsische Landtag: www.gruene-fraktion-sachsen.de

Schleswig-Holstein: Elmshorn - 11 städtische Velorouten werden sukzessive ausgebaut - Stadt veröffentlicht Radfahrer-Stadtplan

Erstmals stellt die Stadt Elmshorn einen Stadtplan speziell für Radfahrer vor. Auf ihm sind die Velorouten verzeichnet, auf denen Radler künftig besonders komfortabel durch die Stadt kommen sollen. Noch sind nicht alle Routen eingeweiht. Mit kontinuierlichen Baumaßnahmen und einem jährlichen Budget von 200.000 Euro soll sich das jedoch ändern. Den Plan gibt’s kostenlos im Rathaus.

Für Verkehrsplanerin Ellen Unger ist der Veloroutenplan eine Herzensangelegenheit: "Als ich vor dreieinhalb Jahren bei der Stadt Elmshorn anfing, wollte ich die Routen mal abfahren. Und musste feststellen: Es ist gar nicht so einfach, die zu finden", so Unger. Dabei nimmt der Radverkehr in Elmshorn einen hohen Stellenwert ein, der auf Grundlage des Veloroutenkonzeptes auch weiterhin gefördert werden soll.

Ein wichtiger Baustein sind dabei die insgesamt elf Velorouten, die wichtige Teile Elmshorns und auch das Umland verbinden. Dank des neuen Stadtplans lassen sich die Routen nun leichter finden. Mehr noch: Auf der Rückseite hält der Plan wichtige Verkehrsregeln für Fahrradfahrer bereit, erklärt moderne Verkehrskonzepte wie Fahrradstraßen und Schutzstreifen. Auch die ÖPNV-Anbindung Elmshorns ist dargestellt. "Wir zeigen auch mit dem Plan ganz klar, dass wir uns den Umweltverbund – also öffentlichen Personennahverkehr und Fahrradverkehr – in Elmshorn auf die Agenda geschrieben haben", sagt Bürgermeister Volker Hatje. Der Plan solle dazu einladen, das Fahrrad häufiger zu nutzen und die bereits fertiggestellten Velorouten einmal selbst auszuprobieren. Dank des praktischen Formats – der Plan lässt sich auf Hosentaschenformat falten – ist die Karte auf Wunsch immer mit dabei.

Die insgesamt elf Velorouten der Stadt sollen sukzessive ausgebaut werden. 200.000 Euro stehen dafür pro Jahr zur Verfügung. So werden Stück für Stück Maßnahmen nach modernen Erkenntnissen umgesetzt, die das Radfahren in Elmshorn komfortabler und sicherer machen. Das Budget bedeutet aber auch: Der Ausbau der Routen ist eine langfristige Maßnahme. Bereits fertiggestellt ist die Veloroute 3 (Sibirien – Liether Moor), in diesem Jahr – voraussichtlich anlässlich des Stadtradelns – wird Route 5 (Hasenbusch – Heidgraben) eröffnet werden können. Auch Route 4 (Bokholt-Hanredder – Kurzenmoor) steht kurz vor der Fertigstellung, wird jedoch erst nach dem Brückenbau an der K23 eröffnet. Eine Beschilderung der Velorouten ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.

Den übersichtlichen Plan gibt es kostenfrei am Empfang des Elmshorner Rathaus und auf elmshorn.de ist er als Download verfügbar.

Quelle: Stadt Elmshorn am 15.02.2017

Schleswig-Holstein: Radweg von Blomescher Wildnis bis Elskop im Kreis Steinburg – Land gibt 1,5 Millionen Euro
 
Dem seit langem geplanten Neubau eines Radweges zwischen den Gemeinden Blomesche Wildnis und Elskop nördlich von Glücksstadt steht nichts mehr im Wege: Wie Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele am 27. Februar 2017 in Kiel sagte, habe das Land die Förderung des Bauprojektes bewilligt und wird sich mit 1,5 Millionen Euro an dem 2,5 Millionen Euro teuren Gesamtprojekt des Kreises Steinburg beteiligen. Der Baubeginn ist – je nach Wetterlage – noch für März vorgesehen.

Wie Nägele sagte, soll der vier Kilometer lange Radweg an der Kreisstraße 7 auf der Anliegerstraße "Am Altendeich" beginnen und nach 650 Metern entlang der Kreisstraße 48 bis zur Landesstraße 118 führen. "Damit gewinnen wir auf diesem Abschnitt ein großes Stück mehr an Verkehrssicherheit", so der Staatssekretär.

Die Umsetzung der Bauarbeiten erfolgt durch den Kreis Steinburg. Gefördert wird der Radweg aus den Mitteln des Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetzes Schleswig-Holstein (GVFG-SH).

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie am 27.02.2017

Schleswig-Holstein: Neubau eines Radweges entlang der B431 von St. Margarethen nach Brokdorf
 
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Itzehoe, beabsichtigt, die Fahrbahn der B431 zwischen St.Margarethen und Brokdorf auf einer Länge von rd. 2,0 Kilometern auszubauen und einen neuen Radweg anzulegen.

Zur Vorbereitung dieser Straßenbaumaßnahme müssen diverse Bäume gefällt und straßenbegleitender Bewuchs beseitigt werden. Diese Arbeiten werden spätestens am 28.02.2017 beendet sein. Danach beginnen die eigentlichen Bauarbeiten am Radweg.

Quelle: LBV-SH Niederlassung Itzehoe am 08.02.2017

Meta Infos
Stand der Information
28. Februar 2017
Quelle

difu

Land
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Schleswig-Holstein
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte