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November 2016

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Freiburg baut das RadNETZ aus

50.000 Euro Sonderförderung vom Land bewirken zahlreiche Verbesserungen

Das Land hat in den letzten beiden Jahren gemeinsam mit gut 700 Kommunen und Landkreisen ein Landesradnetz erarbeitet. Das RadNETZ ist ein flächendeckendes, durchgängiges Netz alltagstauglicher Fahrradverbindungen entlang der wichtigsten Siedlungsachsen im Land. Es verbindet alle Mittel- und Oberzentren im Land und soll künftig landesweit einen guten Standard für den Radverkehr bieten.

Aktuell sind die angrenzenden Kommunen in der Umsetzungsphase, welche durch das Land finanziell unterstützt wird. Freiburg konnte durch eine Förderung von rund 50.000 Euro durch ein Sonderprogramm vom Land Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen entlang der RadNETZ-Strecken durchführen.

Durch Freiburg führen zwei Strecken: In Ost-West-Richtung verläuft das Radnetz zwischen Kirchzarten und Breisach auf der Rad-Vorrang-Route FR1 entlang der Dreisam. In Nord-Süd-Richtung verläuft es von Emmendingen und Waldkirch über Gundelfingen kommend in Freiburg auf der Wildtalstraße, dem Burgdorfer Weg, der Sautierstraße, dem Rotteckring, der Kronenstraße und schließlich der Basler Landstraße weiter Richtung Schallstadt und Bad Krozingen. 

Derzeit verbessert das Garten- und Tiefbauamt (GuT) beide Strecken für die Radlerinnen und Radler, deren Kosten das Land im Rahmen eines Sonderprogramms komplett übernimmt. 

So wurde bereits an der Basler Landstraße an der Gemarkungsgrenze zu Schallstadt am Reiterhof die Vorfahrt des Radverkehrs gegenüber abzweigenden Wirtschaftswegen durch die Markierung von Furten und entsprechender Beschilderung neu geregelt. Die ebenfalls hier liegende Querung zu einem auf der anderen Straßenseite abzweigenden Radweg Richtung Wendlingen wurde durch einen neuen Asphaltstreifen erleichtert. 

In der Basler Landstraße werden derzeit zwischen Wihlerweg und Kreisverkehr Uffhauser Straße auf beiden Seiten Schutzstreifen für den Radverkehr angelegt. Stadtauswärts wird der bislang unsicher über Grundstückszufahrten führende Radweg aufgehoben und durch einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn ersetzt. Auf dem Radweg gab es immer wieder Konflikte zwischen Auto- und Radverkehr. 

Auf der anderen Straßenseite wird stadteinwärts ebenfalls ein Schutzstreifen angelegt, der in den bestehenden Radstreifen vor dem Kreisverkehr übergeht. Ein Schutzstreifen ist durch eine unterbrochene Linie gekennzeichnet und darf beispielsweise bei einem entgegenkommenden LKW überfahren werden. Dies natürlich nur, wenn kein Radfahrender behindert oder gefährdet wird. Schutzstreifen werden bei engeren Straßenräumen wie in der Basler Landstraße eingesetzt und sind ein inzwischen bundesweit bewährtes Element der Radverkehrsführung. Die Führung des Radverkehrs soll so in diesem Abschnitt deutlich sicherer werden. 

In der Basler Straße/Ecke Sepp-Allgaier Straße wurde in einer Grundstückzufahrt das grobe Pflaster entfernt, Bürger hatten hier über den rutschigen Belag geklagt. Die Vorfahrt des Radverkehrs vor einbiegenden Fahrzeugen wird jetzt durch Markierungen auf dem neuen Asphalt deutlicher, in der Umgebung wurden weitere Markierungen ergänzt und aufgefrischt. 

Am Dreisamuferradweg FR1 werden in der nächsten Zeit größere Bereiche des Radweges - besonders in Kurven oder an einer steileren Böschung - mit einer neuen Randmarkierung versehen. Diese Markierung wird bei Dunkelheit reflektieren und soll so die Sicherheit der Radfahrenden in der Nacht verbessern. Der FR1 ist einer der am stärksten genutzten Radwege im Stadtgebiet, in großen Teilen ist er auch mit Beleuchtung versehen.

Quelle: www.fahrradland-bw.de / Stadt Freiburg am 15.11.2016

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Baden-Württemberg: Ambitioniertes Fahrradprogramm in Karlsruhe nimmt Fahrt auf

Ein weiterer Meilenstein in der Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrer in Baden-Württemberg ist nun in Karlsruhe gelegt worden. Die Heimatstadt des Fahrrad-Erfinders Freiherr von Drais erhielt Anfang November 2016 eine weitere Fahrradstraße. Gemeinsam enthüllten Vertreter der Stadt und der Bürgerverein Nordstadt an der Knielinger Allee die entsprechenden Verkehrsschilder. Peter Cernoch (Vorsitzender des Bürgervereins) und Gerhard Schönbeck (Leiter des städtischen Tiefbauamtes) eröffneten ganz offiziell. Die neuen Verkehrsschilder bekommen zudem Unterstützung durch Fahrradstraßenpiktogramme, die den Radlern den Weg freigeben und diese wichtige Route für Zweiräder von nun an markieren. 

Radfahrer haben Vorrang

Somit ist die neu entstandene Fahrradstraße für motorisierte Fahrzeuge nur noch mit "mäßiger Geschwindigkeit" (< 30 km/h) befahrbar und Radfahrer haben Vorrang. So dürfen Radfahrer zum Beispiel auch nebeneinander radeln, der Autoverkehr muss sich an ihnen orientieren. Auch wenn Autofahrer "zu Gast" sind, sollte man sie als Radfahrer aber nicht absichtlich behindern – denn das in der Straßenverkehrsordnung verankerte Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gilt für alle Verkehrsteilnehmer.

Vorteil für die umliegenden Institutionen und Anwohner

"Die Einrichtung der Fahrradstraße sollte die Radler ermuntern, dort selbstbewusst zu radeln und sich nicht vom Autoverkehr zur Seite drängen zu lassen.", so Lothar Dunker vom Bürgerverein. "Gerade für die Studierenden der Hochschulen, die in den Wohnheimen der Nordweststadt wohnen, ist die Fahrradstraße von Vorteil", ist sich Peter Cernoch sicher, und auch für die Beschäftigten sowie Besucher des Städtischen Klinikums sei die Fahrradstraße ein Gewinn.

Ambitioniertes Fahrradstraßenprogramm in Karlsruhe

Innerhalb von zwölf Monaten wurden nun zehn neue Fahrradstraßen eröffnet, was auch personell anspruchsvoll war, wie Tiefbauamtsleiter Schönbeck resümiert: "Ich freue mich, dass die Einrichtung der Fahrradstraße beim Bürgerverein Nordstadt auf solch positive Resonanz trifft. Karlsruhe hat sich ein ambitioniertes Fahrradstraßenprogramm vorgenommen." Die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs veröffentlicht auf einer eigens für den Radverkehr erstellten Seite laufend Informationen zu aktuellen Entwicklungen an. Die ambitionierten Umbaumaßnahmen sind Teil des 20-Punkte-Programms der Stadt, mit dem Ziel "Karlsruhe zur Fahrradstadt Nr. 1 in Süddeutschland zu machen".

Quelle: www.fahrradland-bw.de am 11.11.2016

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Baden-Württemberg: Neuer Radweg im Landkreis Böblingen zwischen Gärtringen und Rohrau

Im Landkreis Böblingen laufen die Arbeiten für den Bau eines Radweges zwischen Gärtringen und Rohrau entlang der Kreisstraße. Diese Maßnahme ist Bestandteil des Radverkehrskonzeptes des Landkreises.

"Der Ausbau der Verbindung zwischen Gärtringen und Rohrau ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes im Kreis Böblingen", so der Landrat Roland Bernhard. "Der bereits bestehende Radweg ist eine wichtige Alltagsverbindung mit einem hohen Schülerverkehrsanteil, jedoch zu schmal und im Bereich der Brücke an der A81 schadhaft." Im Radverkehrskonzept des Landkreises sei deshalb ein Ausbau des bestehenden Radweges vom Kreisverkehr an der Böblinger Straße in Gärtringen bis zur Brücke über den Krebsbach, auf eine Breite von 2,50 Metern vorgesehen.

Förderung des Landes

Gleichzeitig soll die Verkehrsführung im Bereich der Autobahnbrücke so verändert werden, dass die Strecke übersichtlicher wird. Der Landkreis investiert für diese Verbesserung rund 250.000 Euro. Die Maßnahme wird vom Land Baden-Württemberg in Höhe von rund 50 Prozent der Kosten gefördert.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 24.11.2016

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Bayern: Zählstelle im Radweg - Radfahrer in Augsburg werden gezählt

Auf der Konrad-Adenauer-Allee werden jetzt die Radfahrer gezählt. In Nähe Königsplatz wurde eine Zählstelle im Radweg eingebaut. Sie registriert alle Radler, die in beiden Richtungen unterwegs sind. Auf dem Internet-Portal des Projektes Fahrradstadt sind die Zahlen einsehbar. Dazu einfach auf die Box "Radzählstation" klicken. Präsentiert wird sowohl die Summe der Radler vom Vortag wie auch die Gesamtzahl seit Beginn der Zählung im September. Zusätzlich gibt es weitere Informationen:

  • Anzahl der Radler aufgeteilt nach Fahrtrichtung
  • Anzahl der Radler nach Wochen
  • Anzahl der Radler nach Monaten
  • Spitzenwerte (Tage, Wochen, Monate)
  • Durchschnittswerte (Tag, Woche, Monat)

Der radstärkste Tag im Mess-Zeitraum war demnach der 29. September 2016. An diesem Donnerstag fuhren insgesamt 3.635 Radler über die Induktionsschleife zwischen Hallstraße und Kapuzinergasse. Am gestrigen Donnerstag, 17. November, waren es immerhin 2.093 Fahrräder.

Daten wichtig für Verkehrsplanung

In der Konrad-Adenauer-Alles als innerstädtische Nord-Süd-Achse konzentriert sich der Radverkehr. So liegt ein repräsentativer Zählquerschnitt vor. Im Lauf der Zeit soll er auch Entwicklungen im Radverkehr abbilden. Bewährt sich die Datenerfassung, ist die Einrichtung von weiteren Rad-Zählstellen an aussagekräftigen Querschnitten im Stadtgebiet denkbar.

Die Kosten für die Anschaffung und Einrichtung dieser ersten Zählstelle werden durch die Förderung von 5.000 Euro durch das Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr in etwa gedeckt.

Quelle: Stadt Augsburg am 18.11.2016

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Bayern: Verkehrssicherer Ausbau der S2253 mit neuem Radweg zwischen Sugenheim und Markt Bibart

Die Staatsstraße 2253 zwischen der B 8 bei Markt Bibart und der B 470 bei Bad Windsheim wird in mehreren Abschnitten verkehrssicher ausgebaut. Der erste Teilabschnitt von Sugenheim nach Hürfeld ist jetzt fertiggestellt. Die Straße wurde auf einer Länge von zwei Kilometern auf durchgehend 6,50 Meter verbreitert. Zudem wurden zwei enge Kurven entschärft und eine Lingsabbiegespur ergänzt. Den Ausbau des Radweges neben der Straße förderte der Freistaat mit 840.000 Euro.

Als erheblichen Zugewinn für die Verkehrssicherheit bezeichnete Eck den neuen Radweg. Eck: "Die Bürgerinnen und Bürger können jetzt sicher von Sugenheim nach Hürfeld und weiter bis zum Bahnhof in Markt Bibart radeln, ohne dabei die Staatsstraße überqueren zu müssen." Dazu wurde der bestehende Feldweg durchgehend asphaltiert und die Lücken mit 2,5 Meter breiten Radwegen geschlossen. Der Ausbau des bayerischen Radwegenetzes ist Eck ein großes Anliegen. "Wir unterstützen hierbei die beiden Marktgemeinden Sugenheim und Markt Bibart und fördern den Radweg mit knapp 80 Prozent der förderfähigen Kosten", erläuterte Eck.

In den kommenden Jahren sollen rund 16 Millionen Euro in den Ausbau der Staatsstraße 2253 zwischen Bad Windsheim und Markt Bibart investiert werden. "Neben dem kürzlich fertig gestellten Ausbau südlich von Berolzheim ist der Bau von Ortsumgehungen von Rüdisbronn und von Deutenheim vorgesehen. Auch den Abschnitt nördlich von Berolzheim wollen wir verbessern. Danach folgen südlich von Bad Windsheim der Ausbau zwischen Breitenau und Ickelheim sowie die Ortsumfahrung von Ickelheim", so Eck.

Insgesamt 394 Millionen Euro stellt der Freistaat Bayern allein im Jahr 2016 für seine Staatsstraßen zur Verfügung. Die baulichen Investitionen belaufen sich dabei wie seit 2014 auf 250 Millionen Euro. Rund 150 Millionen Euro davon sind für die Bestandserhaltung und 100 Millionen Euro für den Um- und Ausbau vorgesehen. Für den Doppelhaushalt 2017/ 2018 ist eine Erhöhung des jährlichen Ansatzes für den Um- und Ausbau auf 120 Millionen Euro geplant.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, PM S53a/2016 am 28.11.2016


Hamburg: Hammer Landstraße bekommt Radfahrstreifen

Die Fahrbahn der Hammer Landstraße ist zwischen Sievekingdamm und Diagonalstraße in einem schlechten Zustand. Vorhandene Risse, Löcher und Spurrinnen erfordern eine Sanierung, um die Substanz der Straße für die tägliche Verkehrsbelastung  und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dauerhaft zu erhalten. Zum Abschluss der Arbeiten werden in 2017 die Fräs- und Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. Der Zustand und die Führung der Radwege werden ebenfalls verbessert. Zukünftig wird der Radverkehr komfortabel auf Radfahrstreifen geführt. Dadurch werden die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer in Zukunft deutlich schneller und besser gesehen werden. Um den Raum dafür zu gewinnen, werden die Fahrbahnen nach Norden verbreitert, die vorhandenen Radwege zurückgebaut und die Nebenflächen an die neue Radverkehrsführung angepasst.

Der LSBG erneuert die Deck- und Binderschicht und markiert danach die Radfahrstreifen. Die Arbeiten sind in drei Abschnitte unterteilt und beginnen mit der Verbreiterung der Fahrbahn für den Radfahrstreifen. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 4. Dezember 2016. Je nach Witterungsbedingungen setzt der LSBG die Arbeiten ab März 2017 wieder fort.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 03.11.2016

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Hessen: Gesamtstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt bündelt Vielzahl einzelner Maßnahmen zum Radverkehr

OB Partsch: "Es geht um Klimaschutz und die Gesundheit der Bürger und Bürgerinnen"

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist einem ambitionierten Klimaschutzkonzept verpflichtet. Um dessen Ziele zu erreichen, setzt sie im Bereich Mobilität auf die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs, ganz wesentlich aber auch auf die Förderung des Radverkehrs.

"Der Radverkehr hat in der Wissenschaftsstadt Darmstadt enorme Bedeutung", sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. "Er hilft zum einen, den Anteil des Autoverkehrs in Darmstadt und damit Lärm und Luftschadstoffe zu reduzieren. Zum anderen ist der Radverkehr selbst eine gesunde Fortbewegungsart, die jeder einzelnen Bürgerin und jedem Bürger unmittelbar zugutekommt – wir haben hier also einen doppelten Nutzen."

In den vergangenen fünf Jahren sind in Darmstadt eine Vielzahl von Maßnahmen zum Neubau, Ausbau und zur Ertüchtigung von Radwegen vorgenommen worden. "Diese Maßnahmen verbessern nicht nur jeweils die Situation vor Ort", betont Oberbürgermeister Jochen Partsch, "sie sind vielmehr Teil einer Gesamtstrategie, die unsere Stadt schon seit dem Koalitionsvertrag von Grünen und CDU 2011 verfolgt. Zum einen arbeitet die Wissenschaftsstadt daran, das Radwegenetz zu vervollständigen und in einen besseren Zustand zu versetzen. Zum anderen gibt es viele weitere Bemühungen, Menschen das Umsteigen auf das Fahrrad leichter und sympathischer zu machen. Ich erinnere hier zum Beispiel an die stetig wachsende Zahl von Leihfahrrädern und Fahrradstationen, die in Zusammenarbeit von Call-a-bike, HEAG mobilo, den ASten und der Wissenschaftsstadt zur Verfügung gestellt werden – dies ist ein Angebot, das, wie jeder im Stadtbild sehen kann, sehr gut angenommen wird."

Diese Gesamtstrategie zielt also darauf, die Akzeptanz und die Nutzung des Verkehrsmittels Fahrrad zu fördern und eine ständige Erhöhung des Radverkehrsanteils am allgemeinen Verkehr zu erreichen. Sie umfasst Maßnahmen zur Integration des Radverkehrs, zur baulichen Verbesserung im Straßennetz und zur Förderung der Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern. Aus der Vielzahl der bisher umgesetzten baulichen Maßnahmen seien drei hervorgehoben:

  • 2013 wurde in der Bleichstraße zwischen Grafenstraße und Steubenplatz ein Rad- und Schutzstreifen abgetrennt und entsprechend markiert – erstmals haben Radfahrer in dieser vielgenutzten Ost-West-Verbindung der Innenstadt so die Möglichkeit, schnell und sicher voranzukommen.
  • 2015 wurde in der Eschollbrücker Straße vom Haardtring bis nahe zum Groß-Gerauer Weg der Radweg in Richtung Innenstadt erneuert; damit ist nicht nur die Situation im Westen Bessungens und im Umfeld eines großen Einkaufszentrum verbessert worden, diese Ertüchtigung dient auch der wichtigen Verbindung von der Heimstätte zur Innenstadt.
  • 2016 hat Darmstadt mit der Pankratiusstraße eine zweite Fahrradstraße in Betrieb genommen, die ebenfalls Teil einer zentralen Radverkehrsachse ist: von der Innenstadt ins Martinsviertel, zum Bürgerpark mit seinen Schulen und Sporteinrichtungen und darüber hinaus in Richtung Arheilgen. Dazu zählt auch die nun sicherere Querung großer Kreuzungen.

"Mir ist es wichtig hervorzuheben, dass nicht in jedem Fall der gesonderte und baulich vom übrigen Verkehr abgetrennte Radweg das richtige und beste Angebot für Radfahrer ist", sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. "Zum einen sieht die Straßenverkehrsordnung zum Beispiel solche klassischen Radwege in Tempo-30-Zonen gar nicht vor, und auch die Einrichtung von Tempo-30-Zonen gehört zu unseren Zielen, um Verkehr zu entschleunigen und Lärm zu mindern. Zum anderen gibt es Fahrradfahrer, die solchen Radwegen eher ablehnend gegenüberstehen und lieber als gleichberechtigte Teilnehmer des gesamten Verkehrs gesehen und wahrgenommen werden wollen."

In solchen Fällen müssen entsprechende Schutzbereiche, zum Beispiel  abgetrennte Schutzstreifen, geschaffen werden. In Bereichen mit besonderem Gefährdungspotential, etwa an Knotenpunkten, muss der Radverkehr vorrangig und sicher in den Verkehrsfluss eingegliedert werden.

Die steigende Bedeutung des Radverkehrs bildet sich auch im städtischen Haushalt ab. Waren im Jahre 2012 noch gut 100 000 Euro die für Fahrradabstellanlagen, Reparaturen und Neubauten speziell für Radwege bereitgestellt worden, so waren es 2016 schon 600 000 Euro, und 2017 wird diese Zahl weiter ansteigen. In diesen Zahlen nicht enthalten sind die Maßnahmen, die bei Straßensanierungen und den großen Ausbaumaßnahmen wie in der Bismarckstraße erledigt werden. Hier kann der Anteil der Baukosten für die Radwege bis zu  20 Prozent erreichen, was bei Bausummen von mehreren Millionen Euro einen erheblichen Betrag darstellt. Neben Neubau, Ausbau und Sanierung im Radwegenetz gibt es viele weitere Maßnahmen, um den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu erhöhen. Hier setzt die Stadt bereits bei den ganz jungen Verkehrsteilnehmern an und hat einen speziellen Fahrradstadtplan, den "Schüler-Radroutenplaner", herausgegeben. Um mehr Schülerinnen und Schüler zum Radfahren zu animieren, werden zudem in Abstimmung mit den Schulleitungen Fahrradabstellanlagen im Umfeld von Schulen vorrangig aufgestellt.

"Wichtig ist uns auch hier die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Austausch von Ideen und Wünschen, von Anregungen und Kritik", sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch. Darmstadt beteiligt sich daher an den öffentlichen Diskussionen, stellt Kommunikationsplattformen im Internet zur Verfügung und veröffentlicht Informationen, etwa auf der Internetseite der Wissenschaftsstadt und des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes. Der besseren Kommunikation zwischen Stadt und Verkehrsteilnehmern dient auch die Weiterentwicklung des Runden Tisches "Radverkehr" zum Runden Tisch "Nahmobilität".

In den kommenden Jahren werden die Anstrengungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf all diesen Themenfeldern verstärkt. Auch hier seien stellvertretend nur einige Projekte genannt. Geplant oder in Arbeit sind Neumarkierungen in der Gräfenhäuser Straße, die Ausweisung der Heinrich-Fuhr-Straße als Fahrradstraße mit einer besseren Führung am Breslauer Platz, eine Neuordnung in der Otto-Röhm-Straße, eine verbesserte Querung der Teichhausstraße, die Neugestaltung der Frankfurter Straße bei Merck, und – was fernere Projekte betrifft – zum Beispiel der Fahrrad-Schnellweg von Darmstadt nach Frankfurt.

"Damit zeigen wir, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt ihre eigenen Ziele zum Klimaschutz wie die zu einer modernen Form urbaner Mobilität ebenso ernstnimmt wie die Anliegen der radfahrenden Bürger und Bürgerinnen – in der Erwartung, dass ihre Zahl stetig zunimmt", erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt am 17.11.2016

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Hessen: Lücken im Radwegenetz auf dem Gebiet der Stadt Kelsterbach werden geschlossen

Mit 525.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Kelsterbach beim Ausbau von fünf Radwegabschnitten. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am 14.11.2016 in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit über die Hälfte der Gesamtkosten.

Lücken im Radwegenetz werden geschlossen: Die fünf Abschnitte messen zusammen knapp 1,5 Kilometer und sollen eine 2,5 Meter breite neue Asphaltdecke erhalten. Der Hauptteil der Fördersumme (rund 350.000 Euro) fließt in den Mainuferradweg. Ziel ist eine durchgehende Radverbindung am Südufer. Hierfür entstanden in den vergangenen Jahren mit Fördermitteln des Landes Hessen die Ölhafenbrücke in Raunheim sowie der Opelsteg in Rüsselsheim. Nun wird der Mainuferradweg im Bereich des Kelsterbacher Hafens verbreitert und etwas verlegt, so dass steile Steigungen wegfallen.

Ausgebaut werden auch zwei zum Mainuferradweg hinführende Radwege sowie ein Abschnitt am Mönchwaldsees und der Riedwiesenweg. Damit werden Lücken im Radwegenetz geschlossent. Die Bauarbeiten sollen im Dezember 2017 abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 14.11.2016

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Hessen: Ausbau der Badestrände, Wander- und Radwege rund um den Diemelsee

Rund 2,15 Mio. Euro investiert das Land in die Wander- und Radwege sowie die Badestrände rund um den Diemelsee. Dies teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Montag mit. Dies soll den Tourismus stärken und den See noch attraktiver für Urlauber machen. Der Zuschuss geht an die Gemeinde Diemelsee, die unter anderem plant, den Rundwanderweg um den See an einigen Stellen zu verbreitern und zu befestigen sowie Lücken zu schließen. Die von dort abzweigenden Höhenwege sollen durch einen neuen, zwei Kilometer langen Rad- und Fußweg ergänzt werden. Im Ortsteil Heringhausen soll ein Zugang zu einem exponierten Felssporn entstehen.

Am Südufer soll ein durch den Wald führender und häufig vernässter Radweg auf einer Länge von 1900 Metern ausgebaut und befestigt werden. Im gesamten Wegenetz soll die Beschilderung mit QR-Codes ausgestattet werden, die zu digitalen Karten verbinden.

Infrastruktur für Badegäste

Der Badestrand in Heringhausen soll eine Wasserrutsche erhalten, der Zugang zum Bootsanleger soll erleichtert werden. Im Bereich "Hohes Rad/Seebrücke" wird ein Sandstrand mit Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie öffentlicher Toilette angelegt. Auch am Badestrand im Bereich Kotthausen/Am Fresenberg sind Verbesserungen vorgesehen.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 14.11.2016

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Hessen: Haushaltsberatungen für das Jahr 2017: 8 Mio. Euro für kommunale Radwege und 4 Mio. Euro für Radwege an Landesstraßen

Im kommenden Jahr wird Hessen weitere Impulse für nachhaltige Mobilität, eine leistungsfähige Dateninfrastruktur und die Ausbildungsförderung geben. Dies kündigte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am 23.11.2016 in der Haushaltsdebatte des Landtags an.

Für Sanierung, Planung und Bau von Straßen stehen 144 Mio. Euro (+ 7,0 Mio.) zur Verfügung. "Das ist deutlich mehr als die 128 Mio. Euro, die im letzten Amtsjahr der Vorgängerregierung real ausgegeben wurden", sagte der Minister. Darin enthalten sind 54 Mio. Euro Planungsmittel für Maßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen. 3 Mio. Euro sind vorgesehen für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an Landesstraßen und ortsgerechten Umbau, 4 Mio. Euro für Bau und Qualitätserhaltung der Radwege an Landesstraßen. Radwege werden auch außerhalb des Landesstraßenbauprogramms auf kommunaler Ebene gefördert: Dafür sind 8,0 Mio. Euro reserviert, hinzu kommen 4,0 Mio. Euro für die Verbesserung des Fußverkehrs und anderer Formen der Nahmobilität.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 23.11.2016

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Mecklenburg-Vorpommern: Lückenschluss im Usedom Rundweg am Rankwitzer Hafen

In der Gemeinde Rankwitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag den neuen Radweg vom Ortsausgang bis zur Hafen-Zufahrt offiziell freigegeben. "Mit dem neuen Radweg kommen wir den Wünschen der Radfahrer nach erhöhter Verkehrssicherheit und mehr Komfort nach. Zugleich ist die Etappe ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum lückenlosen Radwegenetz im Landkreis Vorpommern-Greifswald. So können wir die Region touristisch weiter stärken", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Attraktive Radwegeetappe auf der Insel Usedom entstanden

Die Gemeinde Rankwitz liegt im Lieper Winkel auf der Insel Usedom. Der jetzt fertiggestellte Radweg wurde auf einer Länge von 1.029 Metern und einer Breite von zwei Metern ausgebaut und ist Bestandteil des Usedom Rundweges. Zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen, die Strecke über Liepe bis Warthe weiterzuführen. "Radwege sind ein essentieller Bestandteil des touristischen Angebotes in Mecklenburg-Vorpommern. Viele unserer Urlauber nutzen ihre freie Zeit, um die herrliche Natur mit dem Fahrrad zu erkunden. Mit der Fertigstellung der Radwegeetappe auf der Insel Usedom ist eine weitere attraktive Strecke entstanden", sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten für den Radweg betragen rund 425.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) in Höhe von rund 367.000 Euro

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Nr. 499/16 am 24.11.2016

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Mecklenburg-Vorpommern: 491 touristische Radwege seit 1991 gefördert

Seit 1991 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 491 Radwege unter anderem aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW), aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) und aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt. Insgesamt sind von den Städten und Gemeinden Investitionen in Höhe von rund 177 Millionen Euro in den touristischen Radwegebau getätigt worden, die mit knapp 125 Millionen Euro gefördert wurden.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen insgesamt neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Radfahrer können im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Nr. 499/16 am 24.11.2016

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Nordrhein-Westfalen: Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Köln-Frechen

In einem europaweiten Verfahren konnte sich das Ingenieurbüro Lindschulte + Kloppe aus Düsseldorf gegen eine Vielzahl von Wettbewerbern durchsetzen. Die nun ausgewählten Generalplanerhaben bereits mit der Planung einer Machbarkeitsstudie begonnen. Sobald erste Planungsergebnisse vorliegen, sollen Bürgerinnen und Bürger durch verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen in das Vorhaben einbezogen werden. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie wid mit dem Land NRW sowie allen involvierten politischen Gremien, der weitere Verlauf der Planung besprochen.

Der Radweg zwischen Köln und Frechen wird die Universität zu Köln direkt mit dem Bahnhof Frechen verbinden.

Quelle und weitere Informationen: AGFS NRW am 30.11.2016

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Nordrhein-Westfalen: RVR (Regionalverband Ruhr) stellt geplante Infrastrukturprojekte für Ausbau von Radwegen und Halden online

Unter www.rwp.rvr.ruhr stellt der Regionalverband Ruhr (RVR) im Internet zwölf touristische Infrastrukturprojekte vor, die im Rahmen des "Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW" realisiert werden. Einige Maßnahmen wie die Asphaltierung des Grünen Pfads in Duisburg/Oberhausen oder der Erzbahntrasse in Gelsenkirchen/Herne werden bereits umgesetzt, andere befinden sich noch in der Planungs- bzw. Qualifizierungsphase wie der Bau der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen. Anhand der Internetseite und einer interaktiven Karte können Interessierte sich über die Maßnahme selbst, den Stand der Umsetzung, die Förderung und die Lage informieren.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Ausbau der Tourismusinfrastruktur unter anderem aus Mitteln der Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Der RVR arbeitet in Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium und den Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster an der weiteren Verbesserung der regionalen Radwegeinfrastruktur im Ruhrgebiet. Ziel ist es, die Metropole Ruhr unter der neuen Dachmarke RAD.REVIER.RUHR als Radreiseregion vom ADFC zertifizieren zu lassen. Neben dem weiteren Ausbau der Radwegeinfrastruktur und dem Aufbau eines Knotenpunktsystems nach niederländischem Vorbild sollen auch sechs ausgewählte Haldenstandortorte attraktiver durch Rast- oder Spielplätze gestaltet werden.

Quelle: Regionalverband Ruhr (RVR) am 18.11.2016

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Nordrhein-Westfalen: Der Radschnellweg RS1 auf auf der Leinwand

Der Regionalverband Ruhr und das Land NRW planen den längsten Radschnellweg Deutschlands von Duisburg bis Hamm. Seine Premiere feierte der Imagefilm Ende September 2016 in Düsseldorf. Für das knapp fünfminütige Video kamen unter anderem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und zahlreiche Kleindarsteller zusammen, um gemeinsam auf den Abschnitten des RS1 zu radeln. Insgesamt wurde dafür eine Woche gedreht.

Was die Radfahrer erwartet, zeigt dieser Imagefilm:

Quelle: Regionalverband Ruhr (Radschnellweg RS1: Offizieller Imagefilm auf YouTube)  am 30.11.2016

Zur Mitteilung des Regionalverbandes Ruhr


Nordrhein-Westfalen: RS1 – mehr als nur ein Verkehrsprojekt / RVR, Städte und Kreis entwickeln gemeinsam Zukunftskonzept für Wohnen, Gewerbe und Freiraum entlang des Radschnellwegs Ruhr / Land sichert Finanzierung zu

Metropole Ruhr. Die Realisierung des Radschnellwegs Ruhr rückt auch das städtebauliche Umfeld entlang des RS 1 in den Fokus. Wie können Wohn- und Gewerbegebiete sowie Freiräume von der Innovationskraft des Radschnellwegs Ruhr profitieren? Dazu entwickelt der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam mit den zehn Anrainerkommunen Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen, Hamm sowie dem Kreis Unna ein umsetzungsfähiges Zukunftskonzept. Der RVR-Planungsausschuss gab heute grünes Licht  für das Vorhaben "RS1 als Innovationsband für eine integrierte Stadtentwicklung".

Geplant wird für einen zehn Kilometer breiten und über 100 Kilometer langen Korridor, in dem 1,8 Millionen Einwohner leben. Im Rahmen der Initiative "StadtUmland.NRW" unterstützt das NRW-Städtebauministerium das Kooperationsprojekt in der zweiten Phase des Wettbewerbs zunächst mit 200.000 Euro.

Grundlage des Kooperationsvorhabens und der beim Ministerium eingereichten Projektskizze bildete der Workshop über den Gesamtraum RS1, den der RVR gemeinsam mit dem Lenkungskreis der Städteregion Ruhr 2030 durchführte. Eine vom Ministerium eingesetzte Jury hat das Projekt "RS1 als Innovationsband für eine integrierte Stadtentwicklung" für die zweite Phase der Landesinitiative nominiert. In dieser Wettbewerbsstufe werden jetzt die städtebaulichen, ökonomischen und ökologischen Potenziale entlang des RS1 analysiert und kreative Ideen für eine neue Qualität des Wohnens, Arbeitens und Lebens erarbeitet.

Die zweite Phase der Landesinitiative "StadtUmland.NRW" endet Anfang Mai 2017 mit einer zweiten Jurysitzung. Auf Empfehlung des Auswahlgremiums benennt das NRW-Städtebauministerium einen oder mehrere Sieger. Die Preisträger werden dann bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Projekte finanziell unterstützt.

Quelle: Regionalverband Ruhr (RVR) am 16.11.2016

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Saarland: Landeshauptstadt Saarbrücken beschließt Verkehrsentwicklungsplan 2030 - Radverkehrsanteil soll auf 10-12 Prozent steigen

Nach einem rund zweieinhalb Jahre andauernden Planungsprozess hat der Saarbrücker Stadtrat am 22. November 2016 dem Verkehrsentwicklungsplan mehrheitlich zugestimmt. Mit dem Beschluss wurden die Weichen für eine attraktive Gestaltung des Verkehrs in Saarbrücken für die nächsten 15 Jahre gelegt. Bis 2030 sollen mehr als 100 Maßnahmen umsetzt werden. Dafür sind Investitionen in Höhe von 6,7 Millionen Euro eingeplant.

Aufbauend auf den bestehenden Zielen der Saarbrücker Verkehrsplanung soll der Anteil des Umweltverbundes (Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV) zulasten der Nutzung des Automobils weiter gestärkt werden. Die relativen als auch die absoluten Veränderungen bei der Verlagerung werden beim Radverkehr am höchsten ausfallen, da zum einen der Radverkehr bislang in Saarbrücken deutlich unterrepräsentiert ist, und sich zum anderen durch die zunehmende Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes sowie den allgemeinen Fahrradboom deutliche Verlagerungen ergeben werden (Zielwerte: 10-12 Prozent).

Aus dem Zielkonzept des Verkehrsentwicklungsplans leiten sich die Handlungsfelder des VEP ab. Sie gliedern die Themenbereiche des integrierten Handlungskonzeptes. Das integrierte Handlungskonzept zeigt die empfohlenen Strategien und Maßnahmen auf, um die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans zu erreichen.

Kapitel 5.2 des integrierten Handlungskonzeptes beschreibt das Handlungsfeld (B) Radverkehr. Darin wird die "Erweiterung und Qualifizierung des Radverkehrs-Zielnetzes als Daueraufgabe" behandelt. Dazu gehört ein Netz von "Radkomfortrouten" sowie die "Schließung von Netzlücken/Optimierung der Radinfrastruktur". Im Detail werden in dem von den Büros Planersocietät/GGR erstelltem Papier "Empfehlungen für die Radinfrastruktur auf den wichtigsten Routen des Radverkehrs-Zielnetzes" beschrieben. Die "Prüfung des Einsatzes von Fahrradstraßen", die "Weitere Öffnung von Einbahnstraßen", die "Fahrradfreundliche & sichere Gestaltung von Kreuzungen", Vorschläge zur Verbesserung der "Verkehrssicherheit für Radfahrer", "Systematischer Ausbau und Unterhaltung der Radabstellanlagen", "Mängelbehebung, Baustellenverkehrsführung, Reinigung und Winterdienst", "Serviceangebote für den Radverkehr", "Öffentlichkeitsarbeit und Organisation/Marketingstrategien" und die "Prüfung eines Fahrradverleihsystems für Saarbrücken (nur Machbarkeitsstudie)" runden das Kapitel zum Radverkehr ab.

Download: Handlungskonzept VEP Saarbrücken (pdf, Radverkehr auf den Seiten 63-104)

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken am 30.11.2016

Weitere Informationen: www.vep.saarbruecken.de/handlungskonzept/integriertes_handlungskonzept


Schleswig-Holstein: Bau eines 3,2 Kilometer langen Radwegs zwischen Schülp und Jevenstedt bei Rendsburg

Freie Bahn für den Bau eines 3,2 Kilometer langen Radwegs zwischen Schülp und Jevenstedt bei Rendsburg. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer jetzt dem Kreis Rendsburg-Eckernförde mitteilte, wird das knapp 1,1 Millionen Euro teure Bauvorhaben vom Land mit knapp 650.000 Euro gefördert. Der Radweg soll an der Kreisstraße 43 entstehen. Erste Vorbereitungen finden noch in diesem Jahr statt, der eigentliche Bau im Frühjahr 2017.

Wie Meyer am 28.11.2016 in Kiel sagte, werden die Bauarbeiten von der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) vorbereitet und von der Gemeinde Schülp ausgeführt. "Mit dieser Förderung und dem Bauprojekt machen wir den Verkehr zwischen den beiden Gemeinden ein großes Stück sicherer und entsprechen zudem einem dringenden Wunsch aus der Region", sagte der Minister.

Das Geld für die Förderung, das an die Gemeinde Schülp geht, stammt aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG).

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein am 28.11.2016

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Thüringen: Radwanderweg "Goldene Aue" wird weiter ausgebaut

"Attraktive und sichere Radwege tragen dazu bei, dass mehr Menschen mit dem Rad fahren und das wünschen wir uns für Thüringen. Der neue Abschnitt zwischen Heringen und Auleben schließt eine Lücke auf dem Radweg 'Goldene Aue' und erhöht die Sicherheit für die Radfahrer", sagte der Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, Klaus Sühl, in Heringen (Landkreis Nordhausen). Sühl übergab am 16.11.2016 den Förderbescheid des Landes über 525.700 Euro an Landrat Matthias Jendricke und Heringens Bürgermeister Maik Schröter.

Das Land fördert den 790.200 Euro teuren Bau mit 75 Prozent aus dem Programm kommunaler Straßenbau. Der Eigenanteil des Landreises beträgt demnach 238.000 Euro, die Stadt Heringen unterstützt das Projekt mit 26.500 Euro.

Der Radweg entlang der Kreisstraße 27 zwischen Heringen und Auleben wird drei Kilometer lang und zwei Meter breit sein. Die Arbeiten sollen in der ersten Jahreshälfte 2017 beginnen. Wegen fehlender Eigenmittel des Landkreises Nordhausen hatte sich der Baubeginn verzögert, nachdem der erste Abschnitt 2011 fertiggestellt wurde.

Über den Radwanderweg "Goldene Aue" können Touristen und die Bevölkerung Nordthüringens regionale Naherholungsangebote erreichen. Er ist insgesamt etwa 42 Kilometer lang und führt von Bennungen über Tilleda, durch das Kyffhäusergebirge, Sittendorf, Kelbra, Auleben, Heringen nach Nordhausen.

Quelle: Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am 16.11.2016

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30. November 2016
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