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Verkehrsbefragung SrV 2018

Radverkehrsanteil in Berlin deutlich gestiegen - Autoverkehrsanteil nimmt weiter ab

Ein Fahrrad vor dem Brandenburger Tor
Ein Fahrrad vor dem Brandenburger Tor © Ralf Winkler

Verkehrsbefragung SrV 2018 für Berlin: Ergebnisse zum Modal Split aus der Haushaltsbefragung 2018/19 liegen vor – In den vergangenen Jahren ist der Radverkehrsanteil deutlich gestiegen

Berlins Trend zur Nutzung des Umweltverbunds (Öffentlicher Personennahverkehr, Rad- und Fußverkehr) hat sich in den vergangenen Jahren weiter verstärkt: Die Mobilitätswende hat nicht nur längst begonnen, sie kommt in Fahrt. Dies belegen die aktuellen Ergebnisse der Haushaltsbefragung "Mobilität in Städten – SrV" der Technischen Universität (TU) Dresden, im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Das Verhältnis von Umweltverbund zum motorisierten Individualverkehr (MIV) liegt aktuell bei rund 74 Prozent Umweltverbund und rund 26 Prozent MIV. Vor fünf Jahren entfielen lediglich 70 Prozent auf Bahnen, Busse, Rad- und Fußverkehr. Während der Fußverkehr und der ÖPNV ihre Anteile gesamtstädtisch in etwa halten konnten, hat sich der Anteil des Radverkehrs seit 2013 deutlich erhöht: um rund fünf Prozentpunkte. Diese Erkenntnisse korrespondieren mit den Verkehrszählungen, die im öffentlichen Raum durchgeführt werden.

Es liegen dazu auch umfangreiche Bezirksdaten vor. Diese Daten machen deutlich, dass sich in den letzten Jahren in den einzelnen Stadtvierteln einiges im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung verändert hat. In allen Bezirken ist der Anteil des MIV zurückgegangen – und in fast allen Bezirken erfolgte eine Verschiebung zugunsten des ÖPNV und des Radverkehrs. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Berlins Bevölkerung insgesamt gewachsen ist und der Verkehr daher über alle Verkehrsträger zugenommen hat.

Für die Untersuchung wurde die Wohnbevölkerung in Berlin und in mehr als 100 deutschen Städten und Gemeinden nach der gleichen Methode im identischen Zeitraum zu ihrer Verkehrsteilnahme befragt.

Die TU Dresden hat für die vorliegende Untersuchung von Februar 2018 bis einschließlich Januar 2019 eine Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten durchgeführt – in Berlin nach 2008 und 2013 bereits zum dritten Mal. Die Adressen der Haushalte wurden aus dem Einwohnermelderegister per Zufallsverfahren generiert. Die Teilnahme an der Erhebung war freiwillig. Mit der Durchführung der Erhebung hatte die TU Dresden das Leipziger Institut Omnitrend GmbH beauftragt. Dort wurden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur wissenschaftlichen Auswertung an die Universität übergeben.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bedankt sich bei den mehr als 40.000 Berlinerinnen und Berlinern, die sich an der Befragung zu ihrem Mobilitätsverhalten beteiligt haben. Die Daten zeigen uns, welche Entwicklung die Verkehrsgewohnheiten in der Stadt tatsächlich nehmen und helfen dabei, verkehrspolitische Strategien und Maßnahmenschwerpunkte zu definieren.