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Nordrhein-Westfalen

Rad- und Wanderweg auf ehemaliger Bahntrasse zwischen Mülheim und Essen (Grugabahn) eröffnet

Mülheim/Essen. Freie Fahrt vom Essener Süden durchs Mülheimer Stadtgebiet in Richtung Norden bis in den Emscher Landschaftspark haben ab heute Radler und Wanderer. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat die Ausbauarbeiten auf der ehemaligen Bahntrasse (Grugabahn) zwischen Essen-Rüttenscheid und Mülheim-Heißen abgeschlossen und den kombinierten Rad- und Wanderweg offiziell freigegeben.

Vor zwei Jahren hatte der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) mit dem Kauf der 4,5 Kilometer langen ehemaligen DB-Güterbahntrasse einen entscheidenden Schritt hin zur radtouristischen Erschließung der Region getan. Der jetzt fertig gestellte Weg schließt an den bereits 1997/1998 ausgebauten Radwanderweg vom Ruhrtal nach Rüttenscheid an.

Die reizvolle Strecke verläuft in weiten Teilen entlang des Borbecker Mühlenbachs und verbindet den Essener Grugapark mit dem Mülheimer Stadtteil Heißen. Die Bevölkerung der anliegenden Wohngebiete kann die ehemals schwer zugängliche Trasse jetzt über Rampen und Treppen erreichen. Doch nicht nur die direkten Anwohner werden von dem Radweg profitieren: Der neue Rad- und Wanderweg ergänzt das etwa 700 Kilometer lange radtouristische Netz "Route der Industriekultur per Rad" des RVR und ist ein weiterer wichtiger Baustein für ein zusammenhängendes Radwegenetz im Revier.

Der Radwanderweg verläuft auf dem Schotterbett der alten Bahntrasse. Nach Demontage der Schwellen ist die Strecke dreieinhalb Meter breit ausgebaut und mit einer wasserverbundenen Decke versehen worden. Die Instandhaltung des Weges liegt zukünftig bei den Städten Mülheim und Essen.

Zur alten Bahntrasse gehören sieben Brücken. Fünf davon wurden von Grund auf saniert, zwei konnten abgerissen werden, da sie nicht mehr benötigt wurden. 115.000 Quadratmeter Grünfläche wurden nach ökologischen Gesichtspunkten mit heimischen Gehölzen bepflanzt. Insgesamt investiert der RVR für Kauf und Umbau rund 3,28 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher Lippe (ÖPEL) mit 90 Prozent.

Meta Infos
Stand der Information
15. März 2005
Quelle

http://www.rvr-online.de/medien/aktuelles/Presseinfo.shtml?131

Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradtourismus
Fahrradthemen
Tourismus
Schlagworte
Radfernweg