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Postautos nahmen 2014 in Graubünden 26.000 Fahrräder mit

PostAuto-Region Graubünden / PostAuto-Station Bahnhof Chur: Ein Velo wird am Postauto-Veloträger befestigt.
PostAuto-Region Graubünden / PostAuto-Station Bahnhof Chur: Ein Velo wird am Postauto-Veloträger befestigt. © Die Schweizerische Post AG

In Graubünden transportierten die Postautos 26.000 Velos

Der Radsport gewinnt im Tourismus immer mehr an Gewicht. PostAuto wollte daher wissen, wie oft Radfahrer in Graubünden mit dem ÖV fahren. Die Ergebnisse der ersten Erhebung liegen nun vor. Gegen 26.000 Fahrräder, E-Bikes und Trottinetts haben die Postautos von Juni bis Oktober 2014 mittransportiert. Um Engpässe zu vermeiden, hat PostAuto diesen Sommer zudem als schweizweite Neuerung den Fahrradanhänger bike porter in Graubünden getestet. Die Pilotphase wird auf 2015 ausgedehnt.

Im Kanton Graubünden sind gegen 75 Prozent der ÖV-Fahrten dem Freizeitverkehr zuzuordnen. Wie viele dieser Prozente der Biketourismus generiert, ist statistisch nicht belegt. Doch mit rund 4.000 Kilometern signalisierter Routen ist Graubünden schweizweit die führende Bikeregion. Erstmals hat PostAuto in der diesjährigen Hauptsaison die Anzahl der transportierten Velos detailliert erfasst. Das Resultat: Von Anfang Juni bis Ende Oktober wurden 25.860 Velos von ihren Besitzern im Postauto mitgenommen - das sind mehr als 170 pro Tag. Dabei war der August mit gut 7.000 Velos der stärkste Monat der Sommer- und Herbstsaison. Mit einem Anteil von 88 Prozent waren die Mountainbikefahrerinnen und -fahrer die häufigsten PostAuto-Kunden, gefolgt von den Alltagsvelo-, Rennvelo-, E-Bike- und Trottinettfahrenden. Trotz des kühlen und feuchten Sommerwetters nahmen die Biketransporte auf manchen Strecken zu. So zwischen Chur und Lenzerheide sowie in der Region Thusis. Im Prättigau hingegen war das wahrgenommene Bedürfnis kleiner als in vergangenen Jahren.

Um einen Trend aufzeigen zu können und auch die Auswirkungen des Förderprojekts GraubündenBIKE des Kantons quantitativ zu erfassen, wird PostAuto in der Saison 2015 wiederum eine Erhebung machen und danach zusammen mit dem Kanton allfällig nötige Maßnahmen prüfen.

Pilotversuch wird verlängert

Eine Maßnahme, um künftig mehr Fahrräder und Bikes transportieren zu können, wird bereits umgesetzt. Damit das Ein- und Ausladen im Fahrplanverkehr möglichst schnell vonstatten gehen kann, setzte PostAuto in Graubünden von Juni bis Oktober 2014 als Pilotversuch ein Exemplar des bike porters ein. Der mit graubündenBIKE und der Mayer AG in Trimmis entwickelte Anhänger wurde auf verschiedenen von Fahrradfahrern gut frequentierten Linien auf Probetournee geschickt. PostAuto zieht eine positive Zwischenbilanz. Ungefähr 300 Fahrräder hat der bike porter von Juni bis Oktober durch die Region Mittelbünden transportiert. Um die 2.000 Kilometer hat er dabei zurückgelegt. Der 2,5 Meter breite und 3,7 Meter hohe bike porter kann 15 Velos und auch E-Bikes aufnehmen und dennoch speditiv be- und entladen werden. Dank zwei Plattformen, die sich hydraulisch absenken und verschieben lassen, müssen auch die schweren E-Bikes von ihren Besitzern nicht mit Muskelkraft an den Heckträger oder in den Anhänger gehievt werden.

Das Ziel lautete: Wenn an einer Haltestelle eine Gruppe von Bikern ihre Velos mittransportieren will, sollte der Selbstverlad dank dem bike porter weniger als eine Minute in Anspruch nehmen. Denn im Fahrplanverkehr ist es unabdingbar, dass der Ein- und Auslad möglichst schnell vonstatten geht. Dieses Ziel konnte in dieser ersten Saison nicht immer erreicht werden, hemmten doch das recht hohe Gewicht von 2,4 Tonnen und die noch zu träge Hydraulik der zwei Plattformen den Betriebsfluss. Die Fahrgäste brauchten mehr Zeit beim Aufladen. Unter anderem, weil viele Bikes sehr breite Lenker und Pneus haben und es somit aufwändiger ist, die Velos zu befestigen.

Im Betrieb hat PostAuto Verbesserungsmöglichkeiten evaluiert und wird den Anhänger zusammen mit den Partnern über den kommenden Winter technisch entsprechend anpassen. Die schlechten Witterungsbedingungen während des Sommers verunmöglichten eine umfangreichere Nutzung, so dass die Verantwortlichen die Testphase auf 2015 ausdehnen, um aussagekräftigere Ergebnisse zu erhalten. Nach der zweiten Testphase im Frühling und Sommer 2015 wird dann entschieden, ob der bike porter serienmäßig produziert wird und auch in anderen Regionen der Schweiz zum Einsatz kommt.

Zahlen zum Velotransport auf PostAuto-Linien im Kanton Graubünden 2014

  Rennvelos Alltagsvelos Mountainbikes E-Bikes Trottinetts Total
Juni 162 351 3621 64 7 4205
Juli 262 598 5869 86 32 6847
August 167 493 6211 110 22 7003
September 131 218 4058 47 14 4468
Oktober 66 174 3056 51 0 3337
Gesamt 788 1834 22'815 348 75 25'680

Quelle und weitere ausführliche Informationen:

Meta Infos
Stand der Information
5. Dezember 2014
Quelle

PostAuto Schweiz AG (www.postauto.ch)

Land
Schweiz
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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