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Radwegebau in den Bundesländern

November 2015

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg

Einweihung der Fahrradstraße Fürststraße in Tübingen

"Die Umgestaltung der Tübinger Fürstenstraße in eine Fahrradstraße ist ein gelungenes Beispiel für vernetzte Mobilität. Sie bietet den Fahrradfahrern eine schnelle Anbindung an die Innenstadt. Dort ist die Weiterfahrt mit Bussen und Bahnen möglich. Bike and Ride ist somit gelebte zukunftsorientierte Mobilität in Tübingen", so Landesverkehrsminister Winfried Hermann bei der feierlichen Eröffnung der Fahrradstraße Fürststraße in Tübingen am 02.November. "Die Fürststraße entlang der Steinlach ist für den Süden Tübingens der schönste und ruhigste Weg in die Stadt. Aus der kaputten Holperstrecke haben wir jetzt eine hoch attraktive Fahrradstraße gemacht", zeigte sich auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zufrieden. Auf der rund 1,2 Kilometer langen Fürststraße in der Tübinger Südstadt haben Radfahrer jetzt freie Fahrt.

Mit dem Umbau der Fürststraße als Fahrradstraße haben Radfahrende dort absolute Vorfahrt und dürfen nebeneinander fahren. Lediglich am Knotenpunkt mit der Heinlenstraße gilt aus Gründen der Verkehrssicherheit wie bisher "rechts vor links". Die Knotenpunkte wurden umgestaltet, um die bevorrechtigte Fahrradstraße kenntlich zu machen. Dafür wurden die Gehwege entlang der Fürststraße in den Einmündungen auf der Seite der Bebauung durchgezogen. Zudem wurde an den Einmündungen die durchgehende Fahrbahn verengt, um das Queren für Fußgänger zu erleichtern und Aufmerksamkeitsbereiche herzustellen. Die Fürststraße ist auch weiterhin für Kraftfahrzeuge frei gegeben, so dass die Grundstücke und öffentlichen Parkplätze erreichbar sind. Generell gilt dort Tempo 30.

Der Umsetzung ging ein umfangreicher Planungsprozess mit Beteiligungen voran. Sowurde diese Maßnahme bspw. mit der Stadtplanung, der Verkehrsbehörde, der Verkehrspolizei und dem Stadtverkehr abgestimmt. Damit die Belange der mobil eingeschränkten Personen angemessen berücksichtigt sind, wurde die Maßnahme mit dem Beauftragten für barrierefreies Bauen besprochen. Vor dem Beschluss durch den Ge-meinderat wurde die Maßnahme im Forum Radverkehr diskutiert. Hier sind verschiedene Institutionen, Verbände und Gemeinderatsfraktionen vertreten. Zudem wurde im Stadium der Ausführungsplanung ein Sicherheitsaudit durchgeführt. Auch hieraus wurden relevante Hinweise in der Umsetzung berücksichtigt. Die Anwohnenden wurden in einer Abendveranstaltung über diese Maßnahme informiert.

"Mit 25 Prozent Radanteil an allen Verkehrsmitteln ist Tübingen Vorreiter beim Radverkehr", lobte Minister Hermann. Die Einrichtung von Fahrradstraßen ist Teil der Radverkehrsförderung der Universitätsstadt Tübingen. Nach der Max-Eyth-Straße und einem Teil der Eberhardstraße ist die Fürststraße die dritte Fahrradstraße im Stadtgebiet. Die Gesamtkosten für den Umbau der Fürststraße betrugen rund 650.000 Euro. Davon übernimmt das Land Baden-Württemberg 121.200 Euro. Die Baumaßnahme erstreckte sich über einen Zeitraum von rund 6 Monaten.

Für den Radverkehr stellt die Fürststraße eine wichtige regionale Verbindung zwischen dem Steinlachtal Richtung Hechingen und der Universitätsstadt Tübingen dar. Innerstädtisch wird durch sie eine Verbindung zwischen der Innenstadt und den StadtteilenDerendingen/Gartenstadt sowie der Südstadt hergestellt. Im südlichen Bereichgrenzt ein großes Schulzentrum an, im nördlichen die Innenstadt und der Hauptbahnhof. Diese Bedeutung zeigt sich auch in der städtischen und in der landesweiten Radroutenplanung: Im städtischen Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2010 wird sie als Hauptroute ausgewiesen. Im landesweiten Netz ist sie ein Teil des RadNETZ Baden-Württemberg. In der nördlichen Verlängerung besteht eine Verbindung zum Neckartal-Radweg.

Quelle: MVI Baden-Württemberg am 02.11.2015

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Baden-Württemberg

Elf neue Fahrradstraßen in Karlsruhe bis Frühjahr 2016

Die Stadt wird bis Frühjahr 2016 elf zusätzliche Straßen einweihen, in denen Radfahrer Vorrang haben. Den Start machte am Freitag die Bahnhofstraße.

Karlsruhes Erster Bürgermeister Wolfram Jäger höchstpersönlich legte Hand an, als am Freitag das große Fahrradstraßen-Piktogramm auf die Fahrbahn gebracht wurde. Die Bahnhofstraße ist die erste von elf Straßen, die die Stadt bis Frühjahr 2016 neu als Fahrradstraße ausschildern lässt.

Teil des Radförderprogramms
"Radstraßen sind ein Baustein im 2005 vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Radförderprogramm", betonte Jäger. Rund 20 Straßen hatte die Verwaltung auf ihre Eignung als Fahrradstraße geprüft. Attestiert wurde sie letztlich der Gutsch-, Sophien- und Hirschstraße, der Garten-, Seminar-, Bismarck- und Hoffstraße sowie der Nördlichen Hildapromenade, der Knielinger und der Hagsfelder Allee, wo die bestehende Radstraße verlängert wird.

Autos sind nur zu Gast
Anwohner wird die Stadt über die Einführung der Fahrradstraße vor ihrer Haustür informieren und offene Fragen beantworten. "Autos sind in der Fahrradstraße Gäste", sagte Jäger. Die Radlerinnen und Radler geben das Tempo vor, sie dürfen auch nebeneinander fahren. Autofahrerinnen und -fahrer dürfen sie nur noch ausnahmsweise überholen und nicht schneller als mit 30 Stundenkilometern unterwegs sein.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. am 04.11.2015

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Baden-Württemberg

Bau eines Geh- und Radwegs entlang der L 320 zwischen Göttlishofen und Christazhofen (Gemeinde Argenbühl)

Durch neuen Geh- und Radweg an der L 320 wird die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöht. Am 9. November 2015 begann das Regierungspräsidium Tübingen mit dem Bau eines Geh- und Radwegs entlang der L 320 zwischen Göttlishofen und Christazhofen (Gemeinde Argenbühl). "Mit dem neuen Geh- und Radweg werden die örtlichen Verkehrsverhältnisse verbessert und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer deutlich erhöht", so Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur. Die Maßnahme gehört zum Radwegeprogramm des Landes und ist in der Radwegenetzkonzeption des Landkreises Ravensburg mit hoher Dringlichkeit eingestuft.

Der rund 1,7 km lange und in der Regel 2,5 m breite Geh- und Radweg schafft eine durchgängige Verbindung der beiden Teilorte Göttlishofen und Christazhofen für Fußgänger und Radfahrer. Von Göttlishofen kommend verläuft er bis zur Einmündung der K 8012 südlich der L 320 und quert dort auf die nördliche Seite. In diesem Bereich wird die L 320 auf einer Länge von rund 200 m verbreitert, damit eine Querungshilfe zum sicheren Queren der Fahrbahn hergestellt werden kann.

Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen soll der Geh- und Radweg bis Mai 2016 fertiggestellt werden. Die Baukosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 650.000 Euro und werden vom Land getragen.

Quelle: MVI Baden Württemberg am 06.11.2015

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Baden-Württemberg

Stadtverwaltung Sindelfingen verdeutlicht Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht mit zusätzlichen Piktogrammen auf der Fahrbahn

Neue Rad-Piktogramme verdeutlichen Verkehrssituation in der Sindelfinger Ziegelstraße

Mit neuen Radpiktogrammen wird von nun an die Verkehrssituation in der Ziegelstraße verdeutlicht. Radfahrer und KfZ-Verkehr teilen sich hier die Fahrbahn. Fahrradfahrer dürfen weiterhin auch den Gehweg nutzen - Fußgänger haben Vorrang.

Die Stadtverwaltung Sindelfingen hat im Jahr 2010 die Radwegbenutzungspflicht in der Ziegelstraße aufgehoben. Hintergrund war, dass der Radweg auf der rechten Straßenseite zu schmal ist und somit nicht mehr den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung entspricht.

Der Radverkehr darf seitdem auf der Fahrbahn fahren. Wer Bedenken hat, sich die Fahrbahn mit dem Kfz-Verkehr zu teilen, darf weiterhin auf dem Gehweg fahren. Radfahrer haben somit die freie Wahl: dies ist mit der "Radverkehr frei-Beschilderung" verdeutlicht. Im Gehwegbereich hat der Fußgänger Vorrang. Der Radverkehr muss sich dem Fußgänger anpassen.

Da die Beschilderung nicht allen Verkehrsteilnehmern geläufig ist, hat die Stadtverwaltung im Rahmen der "Arbeitsgemeinschaft Rad" beschlossen, die Verkehrssituation durch Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn transparenter zu gestalten.

Quelle: Stadt Sindelfingen am 16.11.2015

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Baden-Württemberg

Neue Radstreifen in Bietigheim-Bissingen

Zur nachhaltigen Förderung des Radverkehrs in Bietigheim-Bissingen hat die Stadt einen neuen Schutzstreifen auf dem Gröninger Weg eingerichtet – gemeint ist der Bereich auf der Fahrbahn, der durch eine gestrichelte und mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnete Markierung auf der Fahrbahn abgegrenzt ist. Zunächst gibt es den Schutzstreifen nur auf dem Abschnitt zwischen der Tankstelle und dem Kreisverkehr Gröninger Weg/Buchstraße. In einem nächsten Schritt ist geplant, den Schutzstreifen auf beiden Seiten fortzuführen.

Mit der Ausweisung von Radstreifen im vorhandenen Straßenraum gibt die Stadt Bietigheim-Bissingen den Radfahrern mehr und mehr Gelegenheit, sich gleichberechtigt im Straßennetz neben den Autofahrern zu bewegen. Denn Schutzstreifen machen Radfahrer für die Autofahrer sichtbar: Sie tauchen nicht plötzlich an Kreuzungen auf, sondern werden durchgehend auf einer eigenen Spur im Verkehr mitgeführt. Aber nicht nur Rad- und Autofahrer profitieren von der neuen Radverkehrsführung, sondern auch Fußgänger sind sicherer unterwegs. Denn Radfahrer haben nun ihren eigenen Bereich auf der Fahrbahn und kommen den Fußgängern auf dem Gehweg nicht mehr in der Quere.

Vier Regeln ermöglichen, dass der Verkehr mit dem neuen Schutzstreifen problemlos weiterrollt. Es gilt: Nebeneinander statt Gegeneinander.
- Grundsätzlich ist der Schutzstreifen für die Radfahrer reserviert. Als Autofahrer darf man ihn nur im Bedarfsfall, ohne die Fahrradfahrer zu gefährden, überfahren.
- Parken auf dem Schutzstreifen ist nicht erlaubt, nur das Halten bis zu drei Minuten (das Fahrzeug darf nicht verlassen werden; wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt).
- Schutzstreifen dürfen von Radfahrern nur in Fahrtrichtung benutzt werden (Radfahrer fahren immer auf der rechten Straßenseite). Geister-Radler gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer überdurchschnittlich.
- Radfahrer dürfen auf dem Schutzstreifen an der Ampel rechts an wartenden Autos vorbei fahren.

Bietigheim-Bissingen ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW). Als Mitglied der AGFK-BW verfolgt Bietigheim-Bissingen das Ziel, den Radverkehr nachhaltig zu fördern.

Quelle: Stadt Bietigheim-Bissingen am 19.11.2015

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Bayern

Radverkehrsplan Bayern: Internetumfrage zur Stärkung des Radverkehrs

Am 17. November 2015 startete eine bayernweite Internetumfrage, um den Radverkehr in Bayern noch gezielter zu stärken. Wie Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann bekannt gab, richtet sich die neue Umfrage an alle Fahrradfahrer in Bayern. "Wir möchten die Radverkehrsförderung in Bayern noch mehr auf die Bedürfnisse unserer Radlerinnen und Radler ausrichten", beschrieb der Verkehrsminister die Zielrichtung der Befragung. "Wir wollen wissen, wo genau die Schwerpunkte liegen. Entsprechend werden wir den neuen Radverkehrsplan für Bayern gestalten."

Herrmann appelliert deshalb an alle Radlerinnen und Radler: "Bitte nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und machen bei unserer Online-Umfrage mit. Mit Ihren wertvollen Hinweisen können wir unser Radlland Bayern noch attraktiver machen."

Die Internetbefragung läuft laut Herrmann bis einschließlich 18. Dezember 2015. Der Fragebogen kann unter http://q.bayern.de/umfrageradverkehr abgerufen werden.

Neuer Radverkehrsplan Bayern: Wie der Minister erläuterte, werden in dem neuen Radverkehrsplan die zentralen Weichen für die weitere Förderung des Radverkehrs in Bayern gestellt. "Insbesondere geht es uns um den Ausbau der Radinfrastruktur, eine verbesserte Beschilderung, mehr Verkehrssicherheit und eine möglichst optimale Verknüpfung zum Öffentlichen Personennahverkehr", fasste Herrmann zusammen.

Anhang: Fragebogen (im docx-Format)

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr am 17.11.2015

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Bayern

Landkreis Augsburg: Maßnahmen für die kommenden Jahre

Der Landkreis Augsburg möchte in den kommenden Jahren die Nahmobilität weiter fördern. Herr Thomas Huber, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises berichtet im AGFK-Blog über die angestrebten Aufgaben:

Der Landkreis Augsburg hat in den letzten Jahren vielfältige Aktivitäten zur Förderung des Radverkehrs realisiert. Neben dem Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur auf den Kreisstraßen sind hier die Ausweisung von verschiedenen Routen im Landkreis mit einem FGSV-Leitsystem sowie umfangreiche Arbeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (Internetsite, Erfolgreiche Teilnahme am Stadtradeln Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit") anzuführen.

In den kommenden Jahren wird der Landkreis Augsburg die Förderung der Nahmobilität als ein wichtiges Ziel sowohl hinsichtlich der Mobilität als auch als bedeutender Standortfaktor der prosperierenden Wirtschaftsregion weiter systematisch fördern. Auf der Grundlage eines Grundsatzbeschlusses werden die existenten Arbeiten dem Planungsansatz "Radverkehr als System" mit den vier Säulen Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation folgend in enger Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und den Gemeinden sowie dem Augsburger Verkehrsverbund systematisch umgesetzt werden. Dies beinhaltet folgende Hauptaufgabenfelder:

1. Die Förderung des Fahrradverkehrs als zentraler Baustein eines nachhaltigen multimodalen Mobilitätssystems wird als Querschnittsaufgabe zwischen den jeweiligen Fachämtern des Landratsamts, den kreisangehörigen Kommunen, dem AVV, der Deutschen Bahn AG, der Polizei und dem Staatlichen Bauamt angesehen. Hierzu werden u.a. durch den Arbeitskreis Radverkehr entsprechende Arbeits- und Abstimmungsstrukturen geschaffen.

2. In enger Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden wird ein zusammenhängendes Kreisradverkehrsnetz für den Alltagsverkehr und den Freizeitverkehr für den Landkreis Augsburg erstellt. Dieses Netz soll anschließend mit einem Leitsystem gemäß FGSV vor Ort visualisiert werden. Streckenabschnitte in Baulast des Landkreises werden sukzessive fahrradfreundlich gestaltet.

3. Das Landratsamt des Landkreises Augsburg wird hinsichtlich der Kriterien eines fahrradfreundlichen Arbeitgebers des ADFC fahrradfreundlich umgestaltet.

4. Gemeinsam mit den Kommunen des Landkreises werden fahrradfreundliche Standards für die einzelnen Aufgabenfelder Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation erarbeitet. Diese werden anschließend durch die jeweiligen Kommunen bzw. Baulastträger sukzessive umgesetzt werden. Damit unterstützt der Landkreis Augsburg die Kommunen im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung und trägt dazu bei, fahrradfreundliche Standards im gesamten Landkreis flächendeckend umzusetzen.

Mit diesen Maßnahmen nimmt der fahrradfreundliche Landkreis Augsburg seine Vorbildfunktion wahr und setzt zusätzlich im Rahmen seiner Aufgabenzuweisung gemeinsam mit den Kommunen Standards zur fahrradfreundlichen Gesamtentwicklung des Landkreises. Die oben genannten Planungen sollen interkommunal mit der angrenzenden Stadt Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg abgestimmt werden.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern) am 20.11.2015

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Berlin

Berliner Radverkehrsnetz wächst weiter - Radstreifen in der Gaußstraße freigegeben

Umweltstaatssekretär Christian Gaebler weihte am 17. November 2015 den neu angelegten Radstreifen in der Gaußstraße ein. Die Gaußstraße ist die zehnte Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf, in der Radstreifen im Rahmen des Berliner Infrastrukturprogramms für den Radverkehr markiert wurden.

Staatssekretär Gaebler: "Die Freigabe des Radstreifens in der Gaußstraße ist ein weiterer Schritt in der kontinuierlichen Umsetzung der Berliner Radverkehrsstrategie. Vor allem im Innenstadtbereich ist das Fahrrad mittlerweile zur umweltschonenden Alternative zum Auto geworden. Mit den neu eingerichteten Radstreifen erhöhen wir die Sicherheit im Straßenverkehr und bieten den vielen Fahrrad fahrenden Berlinerinnen und Berlinern ein immer umfangreicheres Angebot."

Berlin verfügt insgesamt über 1.100 km Radwege sowie 300 km Radstreifen. In den nächsten Jahren folgen weitere 100 km Radstreifen.

Das Kennzeichnen einer eigenen Fahrspur erleichtert Radfahrern die Benutzung stark befahrener Hauptverkehrsstraßen. In den meisten Fällen sind eigene Fahrradspuren nicht nur kostengünstiger und schneller zu realisieren, sondern auch sicherer als konventionelle Radwege. Wesentliche Gründe dafür sind die Einhaltung des nötigen Sicherheitsabstands und der bessere Sichtkontakt zum Kfz-Verkehr.

Radstreifen gliedern sich in Radfahrstreifen oder Schutzstreifen für den Radverkehr. Schutzstreifen werden mit einer unterbrochenen Leitlinie auf die Fahrbahn aufgetragen und mit Fahrradpiktogrammen gekennzeichnet. Auf der Fahrbahn markierte Radfahrstreifen hingegen zeigen eine durchgezogene Linie und sind mit einem Radwegschild gekennzeichnet.

Weitere Informationen: Verkehrsplanung: Radverkehr

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt am 17.11.2015

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Brandenburg

B 273: Durchgängig Radwege entlang der Ortsdurchfahrt Nauen

Verkehrsministerin Kathrin Schneider gab am 16. November 2015 mit dem Vorstandsvorsitzenden des Landesbetriebes Straßenwesen, Albrecht Klein und einem Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur die ausgebaute Ortsdurchfahrt Nauen im Zuge der B 273 für den Verkehr frei.

Kathrin Schneider: "Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Nauen ist ein gutes Bespiel für die Verknüpfung der verkehrlichen Erfordernisse mit den besonderen Anforderungen an die historische Altstadt. Die Ortsdurchfahrt Nauen ist jetzt für alle Verkehrsteilnehmenden attraktiver: Ampeln wurden durch Kreisverkehre ersetzt, was den Verkehr flüssiger macht, Radwege sind jetzt durchgängig angelegt und es gibt ausreichend Zebrastreifen für die Fußgänger. Der Baumbestand in der Berliner Straße konnte erhalten werden."

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Nauen erfolgte in vier Bauabschnitten von 2008 bis 2015. Die ausgebaute Strecke beträgt 3,2 Kilometer Fahrbahn und 0,5 Kilometer Radweg. Es wurden vier Kreisverkehre und fünf Bushaltestellen neu angelegt. Außerdem wurden Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle neu verlegt. Der Ausbau hat insgesamt rund 12 Millionen Euro gekostet. Der Bund hat 8,7 Millionen Euro bereitgestellt.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 13.11.2015

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Hessen

R1: Ausbau des Fulda-Radfernweges auf Kasseler Stadtgebiet vollendet

Nach acht Monaten Bauzeit ist der neue Wegeabschnitt des Radfernweges R1 auf Kasseler Stadtgebiet nun fertiggestellt. Der etwa fünf Kilometer lange Bauabschnitt beginnt hinter dem Restaurant Landhaus Meister und führt entlang der Fulda bis zur Stadtgrenze der Gemeinde Fuldatal.

Stadtbaurat Christof Nolda: "Der R1 ist einer der am meisten befahrenen Radwege in Hessen. Tausende Radtouristen, die auf der Route von Bremerhaven nach Füssen unterwegs sind oder künftig die neue Radroute "Deutsche Einheit" von Bonn nach Berlin fahren, finden jetzt auf Kasseler Stadtgebiet beste Bedingungen vor." Der neu asphaltierte Wegeabschnitt lade aber auch die Kasseler Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Freizeitgestaltung im schönen Fuldatal ein, ergänzte Nolda. Ob Wandern, Walken, Joggen, Inlinern oder Spazierengehen – der ausgebaute Streckenabschnitt biete Spaß und Möglichkeiten, etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Der Radfernweg ist nun auf drei Meter verbreitert worden und hat eine Asphaltdecke erhalten. Dadurch konnte die Verkehrssicherheit für Radler und Fußgänger zusätzlich erhöht werden, sagte der Stadtbaurat. Gleichzeitig habe man durch die Maßnahme die Unterhaltungskosten für diesen Streckenabschnitt senken können.

Die teilweise sehr schmale Wegeführung machte es erforderlich, die Steilböschungen auf einer Länge von insgesamt 1,5 Kilometern mit Steinkörben (Gabionen) zu sichern. Die einst gefährlichen Entwässerungsmulden wurden durch Kastenrinnen mit Abdeckung ersetzt.

Unter den großen Kastanienbäumen an der Metzelsteinstraße wurde ein Rastplatz mit Tischen und Bänken sowie einer Informationstafel errichtet. Im weiteren Streckenverlauf laden neue Sitzbänke zu einer Radlerpause ein.

Der Ausbau des Wegeabschnitts erforderte darüber hinaus umfangreiche naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Die morschen Amphibienschutzelemente aus Holz wurden auf einer Gesamtlänge von etwa 1100 Metern durch Aluminiumleitbleche ersetzt. Zur besseren Führung der Krötenwanderung wurden zwei neue Krötentunnel unter der Fuldatalstraße gebaut. Die bereits bestehenden Tunnel wurden gereinigt und instandgesetzt. Als weitere Ersatzmaßnahmen werden in einem alten Gartengelände ein Reptilienbiotop angelegt und eine Feldgehölzhecke angepflanzt

Stadtbaurat Nolda: "Mit der Zusage der Gemeinde Fuldatal, den Wegeabschnitt von der Stadtgrenze bis zur B3 im Schocketal im kommenden Jahr ebenfalls auszubauen, wird eine wichtige Lücke des touristischen Radwegenetzes in Hessen geschlossen." Damit erfülle der Weg alle Qualitätskriterien des ADFC als 4-Sterne-Radweg.

Die Gesamtbaukosten für diese Maßnahme lagen bei rund 2 Millionen Euro. Das Land Hessen förderte die Maßnahme mit 1,35 Millionen Euro.

Quelle: documenta-Stadt Kassel am 02.11.2015

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Hessen

Radfernweg R2: 408.000 Euro für neue Trasse Mottgers-Altengronau (Gemeinde Sinntal)

Mit 408.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Gemeinde Sinntal bei der Erneuerung und Verlegung des Radfernwegs R2 zwischen den Ortsteilen Mottgers und Altengronau. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Das Land trägt damit 80 Prozent der Gesamtkosten.

Neue Route durch Naturschutzgebiet

Der R2 verläuft auf diesem Abschnitt derzeit durch den Wald und entlang der ICE-Strecke. Er ist nicht durchgängig asphaltiert; starke Steigungen machen ihn selbst für geübte Radfahrer nur schwer zu befahren und für Familien mit Kindern kaum zumutbar. Künftig soll die Route durch ein weiter südlich gelegenes Naturschutzgebiet verlaufen, bestehende Wirtschaftswege ausnutzen und eine 2,50 Meter breite Asphaltdecke erhalten. Aus Gründen des Naturschutzes kann die Maßnahme erst zwischen August und Oktober 2016 realisiert werden.

"Eine durchgängige gute Befahrbarkeit ist ein wichtiger Faktor für die Qualität - und damit auch für den Erfolg - eines Radfernweges. Daher begrüßt der ADFC Hessen eine mit den Erfordernissen des Naturschutzes abgestimmte Routenverlegung des R2", sagte der Landesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Norbert Sanden.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 30.11.2015

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Mecklenburg-Vorpommern

Radweg an der B 208 von Bobitz bis Beidendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) freigegeben - Durchgehende Radwegverbindung bis Wismar

Die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium Ina-Maria Ulbrich hat am 10. November 2015 den straßenbegleitenden Radweg von Bobitz bis Beidendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) an der Bundesstraße B 208 nach einer Bauzeit von gut drei Monaten für den Verkehr freigeben.

Der 2,8 Kilometer lange neue Radweg beginnt unmittelbar hinter dem Bahnübergang am Ortsausgang von Bobitz und endet am Ortseingang von Beidendorf. Der 2,5 Meter breite Radweg, der mit Asphalt befestigt worden ist, verläuft auf bisherigen Ackerflächen auf der südöstlichen Seite der B 208 abseits der Alleebäume. Hierdurch konnte die vorhandene Kastanienallee geschützt werden. Die Kosten des Radwegebaus von rund 500.000 Euro werden vom Bund getragen.

An der B 208 ist mit der Freigabe dieses Bauabschnittes ein durchgängig befahrbarer Radweg zwischen Bobitz und Metelsdorf von 7,2 Kilometer Länge entstanden. Zwischen Bobitz und der Hansestadt Wismar gibt es nunmehr eine durchgehende Radwegverbindung.

Im Gesamtverlauf der B 208 besteht von der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein bis Wismar nur noch eine Radweglücke von 2,9 Kilometern zwischen Schönhof und Bobitz. Diese soll voraussichtlich bis 2018 geschlossen werden.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr.195/15 am 06.11.2015

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Mecklenburg-Vorpommern

Radweg an der L 32 zwischen Jatznick und Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) freigegeben

Infrastrukturminister Christian Pegel hat am 26.11.2015 die offizielle Verkehrsfreigabe des neuen Radweges entlang der Landesstraße 32 von der Einmündung der B 109 bei Jatznick bis zum südlichen Ortseingang der Stadt Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vorgenommen.

Der alte, 1,5 Meter breite Radweg wurde Anfang der 90er Jahre errichtet und war zuletzt aufgrund seines schlechten Zustandes kaum noch befahrbar. Entstanden ist nun ein 2,5 Meter breiter Radweg mit einer Gesamtlänge von rund 4,65 Kilometern.

Die Baumaßnahme gliederte sich in zwei Bauabschnitte. Der erste, 2,65 Kilometer lange Abschnitt führt vom Anschluss der B 109 bei Jatznick bis zum Ortseingang von Hammer. Der zweite, rund 2 Kilometer lange Abschnitt führt vom Ortsausgang Hammer bis zum Ortseingang Torgelow.

Die Baukosten beider Bauabschnitte in Höhe von insgesamt rund 654.000 Euro wurden aus EFRE-Mitteln finanziert.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr.201/15 am 26.11.2015

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Meckleburg-Vorpommern

B 105: Radwegneubau zwischen Rövershagen und Gelbensande (Landkreis Rostock)

Ende November 2015 begannen zwischen Rövershagen und Gelbensande (Landkreis Rostock) die Bauarbeiten für einen Radweg an der B 105.

Im ersten Schritt werden zur Baufeldfreimachung Bäume abgenommen und weiteres Gehölz gerodet. Im Anschluss an diese Vorarbeiten beginnt im Frühjahr 2016 der eigentliche Bau des Radweges. Ein konkreter Fertigstellungstermin wird sich aus dem weiteren Bauablauf heraus ergeben.

Der Radweg beschreibt den 3. Teilabschnitt der Verbindung Rostock-Bentwisch mit Altheide entlang der B 105. Er wird ca. drei Kilometer lang und 2,50 Meter breit. Der Bund trägt die Kosten von rund 550.000 Euro. Der Lückenschluss bis Altheide soll 2019 gebaut werden.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Nr.205/15 am 26.11.2015

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Nordrhein-Westfalen

RS1: Modellstrecke für den Radschnellweg Ruhr in Mülheim eröffnet

Schnell und direkt mit dem Rad von Essen nach Mülheim - Land, RVR und die beteiligten Städte eröffnen neuen Abschnitt des Rad- und Fußwegs "Rheinische Bahn" als Modellstrecke für den Radschnellweg Ruhr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den Abschnitt der Rheinischen Bahn auf Mülheimer Stadtgebiet in der Qualität eines Radschnellwegs ausgebaut. Der rund fünf Kilometer lange und sechs Meter breite Rad- und Fußweg verläuft von der Brücke Reuterstraße bis zum Mülheimer Hauptbahnhof. Die vollständig ausgebaute Bahntrasse "Rheinische Bahn" vom Essener Universitätsgelände bis Duisburg soll das Herzstück der "A 40 für Radfahrer" quer durch die Metropole Ruhr sein.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel eröffneten am 27. November 2015, gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, Horst Becker, den Oberbürgermeistern aus Mülheim an der Ruhr und Duisburg, Ulrich Scholten und Sören Link sowie Stadtdirektor Hans-Jürgen Best die neue Strecke.

"Der heute eröffnete Radweg ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Kurs zum Radschnellweg Ruhr von Duisburg bis Hamm. Mit diesem städteverbindenden Abschnitt zwischen Essen und Mülheim zeigen wir schon heute, wie zukunftsweisende Mobilität in Ballungsräumen künftig aussieht", bekräftigt RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel. "Das einstimmige Votum der Stadträte und des Kreistags Unna sowie die große Begeisterung der Menschen für eine zentrale Ost-West-Achse in der Metropole Ruhr bestärken uns in unserer Absicht, den Radschnellweg Ruhr konsequent bis Duisburg auszubauen."

Minister Groschek zeigt sich zuversichtlich: "Der Radschnellweg Ruhr ist ein Projekt mit bundesweiter Strahlkraft. Mit dem RS1 von Hamm bis Duisburg wird das Ruhrgebiet zum Wegbereiter für eine moderne, umweltschonende, gesunde und nachhaltige Mobilität. Über 60 Prozent der befragten Bürger haben sich im vergangenen Jahr für den RS1 ausgesprochen, 21 Prozent würden hier in Zukunft zusätzlich mit dem Rad zur Arbeit fahren. Ich bin sicher, das werden noch mehr, wenn sie buchstäblich erfahren, wie entspannt und zügig man auf der großzügig ausgebauten Referenzstrecke pedalieren kann."

"Die Erreichung der Klimaschutzziele ist ohne Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens nicht möglich. Nichtmotorisierte Nahmobilität auf solch attraktiven und weitgehend kreuzungsfreien Radschnellwegen ist ein wichtiger Baustein zu weniger Emissionen im Verkehr", unterstreicht Staatssekretär Horst Becker den Umweltaspekt der Radwege. "Deswegen hat das Haus von Minister Remmel die fertiggestellten Abschnitte In Mülheim und Essen auch mit insgesamt 12,2 Millionen Euro aus dem früheren ÖPEL-Programm in Verbindung mit dem EFRE gefördert. Aber Radfahren hält auch fit und gesund und macht ganz besondere Freude, wenn man bei kurzen und mittleren Strecken oft noch schneller von Haus zu Haus kommt, als dies mit dem PKW durch die Staus der Fall ist."

Die Rheinische Bahn, das Herzstück des Radschnellwegs Ruhr

Der neue Rad- und Fußweg auf der ehemaligen Gütertrasse der Rheinischen Bahn verläuft vom Abzweig Grugatrasse in Essen parallel zu den Bahngleisen bis zur Rampe Max-Kölges-Straße in Mülheim an der Ruhr. Der vier Meter breite, asphaltierte Rad- und der zwei Meter breite Fußweg aus einer Kiesschicht (einer wassergebundenen Decke) sind durch einen halben Meter breiten Schotterstreifen voreinander getrennt. Ausnahmen bilden Wegeanschlüsse oder Kabeltrassen. An diesen Stellen wurde durchgehend gepflastert. Auf den Brücken wird der Weg zudem schmaler.

Für die neue Strecke wurden elf Zugänge geschaffen, drei Treppen, vier Rampen bzw. vier ebenerdige Einstiege. Der wichtigste Zugang zur Trasse befindet sich auf der Nordseite des Bahndamms in Mülheim. Parallel zur Max-Kölges-Straße wurde in den ehemals steilen Böschungsbereich eine Rampe gebaut, die auch Rettungs- und Pflegefahrzeuge nutzen können. In Höhe des Mülheimer Hauptbahnhofs bietet eine Treppe den direkten Zugang zur Innenstadt. Zwei weitere Treppen mit Radschienen führen zur Brückstraße und zum Eppinghofer Bruch / Winkhauser Bachtal. Rampen sind an Geitlingstraße, Leybankstraße und Körnerstraße. An Inselstraße, Alexanderstraße, Eppinghofer Bruch und der Otto-Hue-Straße befinden sich ebenerdige Einstiege.

Die Gesamtausbaukosten für den neuen Wegeabschnitt belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro. Das Projekt wurde gefördert durch die EU zu 50 Prozent und durch das Land NRW zu 30 Prozent. Die verbleibenden 20 Prozent sind Eigenmittel des RVR.

Im Endausbau der ehemaligen Güterbahntrasse "Rheinische Bahn" entsteht ein 21 Kilometer langer Abschnitt des künftigen Radschnellwegs Ruhr vom Essener Universitätsgelände bis Duisburg. Mit den Essener und Mülheimer Teilstücken ist fast die Hälfte der Strecke fertig. Die beiden Innenstädte sind jetzt kreuzungsfrei und steigungsarm zu erreichen. In Kürze wird der Radweg bis zur Hochschule Ruhr-West weitergeführt.

Radschnellweg Ruhr nimmt Tempo auf

Die Planung des Radschnellwegs Ruhr (RS1) zwischen Hamm und Duisburg ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. In allen Kommunen liegt jetzt ein Grundsatzbeschluss vor, das Projekt weiterzuverfolgen. Bund, Land und Kommunen werden nun die zentralen Fragen der Finanzierung und Trägerschaft für solch eine innovative Infrastruktur diskutieren und gemeinsam Lösungen finden, um die Idee "Radschnellweg Ruhr" Wirklichkeit werden zu lassen

Die Machbarkeitsstudie zum geplanten Radschnellweg Ruhr (RS1) macht deutlich, dass ein neuartiger, sicherer und schneller Radweg quer durch die Metropole Ruhr von Duisburg bis Hamm möglich ist. Das Nutzungspotenzial für den bundesweit ersten Radschnellweg in einem Ballungsraum ist enorm. Allein im nahen Einzugsbereich der geplanten Trasse leben rund 1,8 Millionen Einwohner sowie 430.000 Erwerbstätige und 150.000 Studierende. Sechzig Konzernzentralen liegen an der geplanten Strecke.

Die erstmals für ein Radwegeprojekt durchgeführte Nutzen-Kosten-Analyse zeigt, dass jedem Euro eingesetzter Investitionskosten ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen von nahezu fünf Euro gegenübersteht.

Mit dem Radschnellweg werden täglich 50.000 Autos (mit etwa 400.000 PKW-Kilometern) weniger die Straßen in der Region belasten. 16.600 Tonnen Kohlenstoffdioxid können eingespart werden.

Der Radschnellweg Ruhr verbindet auf einer Länge von über 101 Kilometern zehn Stadtzentren und vier Universitäten. Er soll von Duisburg über Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen bis nach Hamm verlaufen.

Weitere Informationen: www.rs1.ruhr

Quelle: Regionalverband Ruhr am 27.11.2015

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Nordrhein-Westfalen

Mönchengladbach: Freigabe von 45 Einbahntraßen für den Radverkehr

Im kommenden Frühjahr 2016 heißt es für Radfahrer auf zahlreichen Einbahnstraßen in der Mönchengladbacher City: Freie Fahrt auch in Gegenrichtung. Eine Untersuchung der Stadtverwaltung hat jetzt ergeben: Die meisten Einbahnstraßen in den Stadtteilen Gladbach und Eicken – genau 45 von 60 überprüften Strecken - können für Radler in beide Richtungen freigegeben werden. Dies hat die Verwaltung jetzt in der Bezirksvertretung Nord mitgeteilt. Die entsprechenden Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen werden im Frühjahr durchgeführt. Dazu stehen 59.000 Euro im Radwegenetz-Programm zur Verfügung.

Lediglich fünf Straßenabschnitte erfüllen die Kriterien für die Freigabe nicht, zehn weitere sollen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal untersucht werden. Dowwnload: Liste der untersuchten Straßen 45 Einbahnstraßenabschnitte in Gladbach und Eicken (in der Liste grün markiert) werden im Frühjahr 2016 für Fahrradfahrer in Gegenrichtung freigegeben.

Hintergrund: Schon im Jahr 2009 hat der Gesetzgeber die Regeln zur Freigabe von Einbahnstraßen für Radverkehr in Gegenrichtung stark vereinfacht. Seither gilt: Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind – Tempo 30 Straßen sollten ausreichend breit und übersichtlich sein - müssen die Straßen für den Radverkehr auch in Gegenrichtung freigegeben werden. Grund für die Neuregelung war, dass es in den meisten Fällen keinen sachlichen Grund gibt, den Radverkehr wie den Kfz-Verkehr der Verkehrsbeschränkung "Einbahn" zu unterwerfen. Auch Verkehrssicherheitsgründe sprechen entgegen der landläufigen Meinung für Radverkehr gegen die Einbahnrichtung. Die Unfallzahlen im Radverkehr gehen nach Analysen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) durch Freigabe der Einbahnstraße für Radverkehr in Gegenrichtung sogar zurück. Die Erfahrungen haben auch gezeigt, dass sich die verschiedenen Verkehrsteilnehmer selbst auf engstem Raum gut arrangieren können, wozu gelegentliche Ausweichstellen genügen. Die Mönchengladbacher Erfahrungen mit der Öffnung von Einbahnstraßen bestätigen die bundesweite Entwicklung. Zahlreiche Einbahnstraßen, so unter anderem in der Rheydter Innenstadt, konnten bereits für den Radverkehr geöffnet werden.

Quelle: Stadt Mönchengladbach (Presse-Service) am 13.11.2015

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Rheinland-Pfalz

Trier: Stadtrat beschließt Radverkehrskonzept Trier 2025

Der Trierer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 17. November 2015 nach siebenjähriger Diskussion des "Radverkehrskonzept Trier 2025" beschlossen.

Das Radverkehrskonzept stellt als Konkretisierung des Mobilitätskonzepts Trier 2025 einen zentralen Baustein zur Förderung des Umweltverbundes dar. Durch die Erhöhung des Radverkehrsanteils soll zu einem insgesamt effizienteren Verkehr, einer allgemeinen Verkehrsentlastung, der Minderung von Abgasen und Lärm sowie der Förderung der Gesundheit beigetragen werden. Ein attraktives und sicheres Radverkehrsnetz erhöht die Mobilitätsmöglichkeiten der Bevölkerung.

Am 05.02.2013 wurde das Mobilitätskonzept Trier 2025 ("Moko") einstimmig vom Stadtrat beschlossen. Darin wurden die bereits 2009 im Stadtrat beschlossene Erhöhung des Radverkehrsanteils von 9 auf 15 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen in der Stadt Trier erneut bestätigt und als Zielwert bis 2025 definiert. Neben einzelnen konkreten Radverkehrsmaßnahmen wurde im Moko die Erarbeitung bzw. Aktualisierung des Radverkehrskonzepts festgeschrieben.

Das Radverkehrskonzept konkretisiert das Mobilitätskonzept 2025 (Moko) hinsichtlich des Bausteins Radverkehr und ist mit dem Tiefbauamt und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Es umfasst im Wesentlichen die Maßnahmen des ursprünglichen, im Vorgriff zum Moko erarbeiteten Entwurfs zum "Teilkonzept Radverkehr 2020" aus dem Jahr 2010. Neben einer Anpassung der methodischen Vorgehensweise an das Moko wurden auch inhaltliche Aktualisierungen, die sich vor allem aus den Vorgaben des Moko ergeben haben, eingearbeitet. Zusätzlich wurden auch weitere Maßnahmen ergänzt, die unabhängig vom Moko z.B. aufgrund anstehender Straßensanierungen oder vertiefenden Erkenntnisse aus anderen Planungen bzw. Beteiligungsverfahren für notwendig erachtet wurden.

Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt Trier am 17.11.2015

Zur Beschluss-Vorgang mit allen Anlagen zum Download im Ratsinformationssystem der Stadt Trier

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Sachsen

Land und Bund untersützen Ausbau des Elsterradweges im Stadtgebiet Leipzig

Die Landesdirektion Sachsen hat der Stadt Leipzig, Verkehrs- und Tiefbauamt, einen Zuwendungsbescheid für den Ausbau des Elsterradweges im Stadtgebiet Leipzig-Großzschocher zwischen Teilungswehr und Bahnübergang der Bahnstrecke Plagwitz-Markkleeberg (Abschnitt Weg "Am Teilungswehr", nördlich der Brückenstraße in der Gemarkung Leipzig-Großzschocher) übergeben.

Das Vorhaben wird mit einem Zuschuss in Höhe von 159.122 Euro durch den Bund und den Freistaat Sachsen aus dem Programm der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" unterstützt. Dies entspricht einer Förderung in Höhe von 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 217.158 Euro.

Fördergegenstand der Maßnahme ist der 4. Bauabschnitt im Stadtgebiet Leipzig-Großzschocher zwischen dem sogenannten Teilungswehr und dem Bahnübergang der Bahnstrecke Plagwitz-Markkleeberg. Die Länge des Planungsabschnittes beträgt 515 Meter.

Der Ausbau des Elsterradweges als Radfernweg, der durch das Gebiet der Stadt Leipzig führt, ist eine vorrangige Maßnahme im "Handlungskonzept für den Radverkehr in der Stadt Leipzig". Der Ausbau der kommunalen Infrastruktur, vornehmlich durch Verbesserung der Wegbeschaffenheit des Geh- und Radweges, soll der touristischen Weiterentwicklung des Gebietes dienen.

Durch die Realisierung des Vorhabens wird ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Attraktivität des Fahrradtourismus der Stadt Leipzig und eine Verbesserung der Verbindung mit der Region Leipzig geschaffen.

Die Umsetzung der Maßnahme soll bis Anfang 2016 abgeschlossen sein.

Quelle: Landesdirektion Sachsen am 25.11.2015

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Sachsen

Zwickau: Fußgängerzone in der Äußeren Plauenschen Straße generell für den Radverkehr geöffnet

Die Äußere Plauensche Straße bleibt nach einem Verkehrsversuch für den Radverkehr weiterhin geöffnet.

Mitte Mai 2015 wurde die Fußgängerzone in der Äußeren Plauenschen Straße generell für den Radverkehr geöffnet. Das Ordnungsamt prüfte, ob sich die Verkehrssicherheit der Passanten und die freizügige Befahrung durch Radfahrer vereinbaren lassen. Zudem galt sie zeitgleich auch als Umleitungsstrecke für Fahrradfahrer während der umfangreichen Baumaßnahme Kreisigstraße.

Das Ergebnis des fast 6-monatigen Testlaufs ist positiv. Bis auf zwei Hinweise Anfang Mai sind im Ordnungsamt bis heute keine weiteren Beschwerden eingegangen. Demzufolge bleibt die Äußere Plauensche Straße auch weiterhin für den Radverkehr, unter Rücksichtnahme auf Fußgänger, frei befahrbar.

Bislang war in diesem Bereich das Fahrradfahren ausschließlich in der Zeit von 18 bis 10 Uhr zugelassen.

Quelle: Ordnungsamt der Stadt Zwickau am 25.11.2015

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Sachsen-Anhalt

L5: Neuer Radweg zwischen Arendsee und Schrampe (Altmarkkreis Salzwedel)

Noch rechtzeitig vor Einbruch des Winters wird entlang der Landesstraße 5 zwischen Arendsee und Schrampe (Altmarkkreis Salzwedel) ein neuer Radweg gebaut. Am 09.11.2015 begannen dafür die ersten Arbeiten. "Gerade in ländlichen Regionen ist das Rad ein gern genutztes Verkehrsmittel", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor dem Baustart. Insofern bildeten Radwege wichtige Verbindungen zwischen den Orten. Der neue Radweg sei für Anwohner und Altmarktouristen gleichermaßen von großer Bedeutung und künftig deutlich sicherer zu nutzen, betonte der Minister.

Das Land investiert nach Webels Worten rund 65.000 Euro in den knapp 300 Meter langen Abschnitt, der am Bahnübergang in der Salzwedeler Straße von Arendsee beginnt und am Abzweig in Richtung Schrampe endet. Der neue Radweg wird in Asphaltbauweise errichtet.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr. Nr.: 134/2015 am 06.11.2015

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Stand der Information
30. November 2015
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