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Kölner Fahrradverleihsystem KVB-Rad

Nextbike gewinnt Ausschreibung für die nächsten fünf Jahre

KVB-Rad
KVB-Rad © KVB / Stephan Anemüller

KVB-Rad: Nextbike gewinnt Ausschreibung des Leihradangebotes - Sehr erfolgreiche Bilanz nach fünf Jahren

Das Vergabeverfahren für das Leihradangebot der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ist beendet. Die nextbike GmbH (Leipzig) ist auch in der nächsten Vertragsperiode Kooperationspartner der KVB. Das Unternehmen setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung durch. Nextbike wird auch in den nächsten fünf Jahren den täglichen Service leisten und gemeinsam mit der KVB für das KVB-Rad als gute Mobilitätsalternative stehen. Der Vertrag kann bis zu zweimal um ein Jahr auf maximal sieben Jahre verlängert werden.

Die Produktions- und Lieferzeit der neuen Leihradgeneration beträgt acht Monate. Das neue Angebot wird zum Frühjahr 2021 auf dem gesamten Stadtgebiet Köln an den Start gehen und die nun fünf Jahre alten Räder ablösen. Die Kunden können sich über viele Verbesserungen an den Rädern, aber auch über Bewährtes, wie die 30 Freiminuten je Ausleihe für VRS-Stammkunden, freuen. Die Flotte des KVB-Rades wird zunächst auf 3.000 Leihräder vergrößert. Die Vergrößerung der Flotte auf bis zu 7.000 Räder und 300 eBikes ist möglich. Derzeit sind rund 1.500 Leihräder im Einsatz.

Und es wird in der Kölner Innenstadt – wie bisher – eine "Flexzone" zur Ausleihe der Räder geben, die durch eine neue "Stationszone" in den Kölner Vororten ergänzt wird. Damit wird das Leihradangebot auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. In der Stationszone können die KVB-Räder nur an festgelegten Stations-Standorten ausgeliehen und zurückgegeben werden. Zwischen den beiden Zonen kann aber beliebig gewechselt werden. Die Räder kennen künftig permanent ihre Position und können jederzeit die Kunden dabei unterstützen, die Ausleihe oder Rückgabe an den dafür vorgesehenen Standorten vorzunehmen. Dies sorgt u. a. auch dafür, dass Räder sich nicht auf dem 400 Quadratkilometer großen Gebiet vereinzeln, sondern an den Nachfragehotspots zur Verfügung stehen.

Insbesondere in der Ortungstechnik sowie in den digitalen Ausleih- und Rückgabeprozessen konnte mit den Bietern zusammen ein neues und innovatives Leihradsystem entwickelt werden, das dem Kunden eine einfache und intuitive Nutzung ermöglicht aber auch den Wünschen der Bürger nach einem aufgeräumten Stadtbild Rechnung trägt.

Mit dem Start des Leihradangebotes in 2015 verkörperte das KVB-Rad als erstes digitales Leihrad den innovativsten technischen Stand. Dieses wird auch mit den neuen KVB-Rädern wieder der Fall sein.

Die ersten fünf Jahre des Leihradangebotes waren sehr erfolgreich

Die Bilanz der ersten fünf Jahre KVB-Rad ist sehr gut. Insgesamt fanden 4,5 Millionen Fahrten (Ausleihen) statt. Hierbei war das Jahr 2018 mit über 1,22 Millionen Fahrten das bisher beste. Nahe an diesem Wert gelangte auch das Jahr 2019 mit fast 1,20 Millionen Fahrten. Anfang Mai 2020 wurden insgesamt rund 149.000 registrierte Nutzer verzeichnet. Für Köln mit 1,1 Millionen Einwohnern ist das durchaus beachtenswert. Die durchschnittliche Fahrtdistanz über alle Ausleihen der ersten fünf Jahre beträgt 1,66 Kilometer Luftlinie.

Die Besonderheit des Angebotes liegt darin, dass die Inhaber von Zeittickets des Verkehrsverbundes VRS das KVB-Rad während der ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenfrei nutzen können. Die Chipkarte mit dem VRS-Ticket kann zur Buchung der Räder genutzt werden. Ein großer Vorteil ist, dass das KVB-Rad in den ÖPNV integriert wurde. Es macht keinen Unterschied, mit welchem Verkehrsunternehmen innerhalb des VRS die Nutzer ihren Zeitticket-Vertrag geschlossen haben.

Die Nutzer des KVB-Rades besitzen unterschiedliche Zeittickets. Spitzenwerte fallen dabei mit 39 Prozent der Fahrten auf Inhaber des SemesterTickets der Universität Köln und mit 26 Prozent auf Inhaber des JobTickets. Aber das KVB-Rad wird auch von Kunden genutzt, die kein VRS-Zeitticket besitzen und ab der ersten Minute für das KVB-Rad zahlen müssen: 25 Prozent der Fahrten fallen auf diese Gruppe. Eine besonders stark ausgeprägte Saisonalität gibt es nicht. Naheliegender Weise wird von April bis September mehr gefahren als in den anderen Monaten. Im Mittel der ersten Jahre machen die "schönen" Monate etwa 62 Prozent der Fahrten aus und weiteren Monate etwa 38 Prozent.

Meta Infos
Stand der Information
13. September 2020
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Quelle

Kölner Verkehrs-Betriebe AG

Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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