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"Frelo" Vergabe erfolgt

"nextbike" betreibt Freiburger Fahrradverleihsystem

Freiburger nextbike-Frelo-Leihrad
Freiburger nextbike-Frelo-Leihrad © Freiburger Verkehrs AG / nextbike

"Frelo" Vergabe erfolgt: "nextbike" aus Leipzig betreibt Fahrradverleihsystem

Das Fahrradverleihsystem "Frelo" wird voraussichtlich Mitte kommenden Jahres mit 400 Rädern und 55 Stationen seinen Betrieb in Freiburg aufnehmen. Betreiberin des Systems wird die "nextbike GmbH" aus Leipzig sein, deren Angebot bei einer europaweiten Ausschreibung alle Anforderungen und Qualitätsvorgaben von Stadt und Freiburger Verkehrs AG (VAG) erfüllte und somit den Zuschlag erhalten hat.

Der Vertrag läuft bis Ende 2024. Vertragspartnerin von nextbike ist die VAG. Deren Vorstand Oliver Benz macht die Rolle des Verkehrsunternehmens deutlich: "Seit 117 Jahren organisiert die VAG mit Straßenbahn- und Busverkehren einen beträchtlichen Teil der Mobilität in Freiburg. Jetzt sind wir in einer Phase, in der wir unsere Expertise als Mobilitätsdienstleister auf weitere Mobilitätsarten ausdehnen und sozusagen multimodal werden. Unser Ziel ist es mittelfristig auch, bestehende und neue hinzukommende Mobilitätsangebote digital zu vernetzen."

Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag ergänzt dazu: "Es geht uns beim Fahrradverleihsystem darum, das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die vielen Touristinnen  und Touristen der Stadt um einen weiteren Baustein zu erweitern. Vor allem für Menschen, die mit Bus und Bahn in Freiburg unterwegs sind oder mit dem öffentlichen Verkehr nach Freiburg kommen, erweitert das Fahrradverleihsystem den Aktionsradius abseits der Haltestellen und stellt eine gute Ergänzung zum ÖPNV dar. Gemeinsam mit der VAG machen wir es den künftigen Nutzerinnen und Nutzern noch leichter, ohne Auto in Freiburg mobil zu sein."

"Wir haben uns sehr über den Zuschlag gefreut", erklärt nextbike Gründer und Geschäftsführer Ralf Kalupner. "Freiburg ist eine wunderschöne Stadt, in der durch unser öffentliches Fahrradverleihsystem der Radverkehrsanteil weiter gefördert werden wird. Auch wenn man ein eigenes Rad hat, gibt es viele Situationen, in denen man "Frelo" nutzen kann, z.B. in Kombination mit dem ÖPNV oder für Radtouren mit dem Besuch."

Bevor "Frelo" endgültig starten kann sind noch einige Vorarbeiten notwendig. So beginnt im Januar zum Beispiel in enger Abstimmung von VAG, Garten- und Tiefbauamt und nextbike die Planung und Positionierung der 55 angestrebten Fahrrad-Standorte, die über das gesamte Freiburger Stadtgebiet verteilt sein sollen.

Das Verleihsystem
Die VAG und die Stadt haben sich für ein stationsbasiertes System entschieden, bei dem die Räder nicht wild abgestellt werden. Dadurch soll ein geordnetes und sicheres Aufstellen der Leihräder gewährleistet sein. Nutzerinnen und Nutzer können sich ein Leihrad an einer Station ausleihen und an derselben oder an einer beliebigen anderen Station wieder zurückgeben.

Der Ausleihvorgang:
Um eines der Fahrräder nutzen zu können ist eine einmalige Registrierung über Smartphone-App, Homepage, Terminal oder Telefonhotline notwendig. Die Räder selbst sind dann über die genannten Kanäle und mittels einer Kundenkarte ausleihbar. An zehn Stationen können sich zudem auch Personen, die spontan radeln möchten und kein Smartphone besitzen, mittels dort befindlicher Terminals informieren, anmelden und ein "Frelo" leihen.

Die Tarife:
Pro 30 Minuten Fahrt wird in der Regel 1 Euro fällig. Für all jene, die mit nextbike ein Abo für bestimmte Nutzungszeiträume abschließen, ist die erste halbe Stunde jeder Fahrt kostenlos. Auch für alle, die eine RegioKarte über eines der Abos beziehen (RegioKarte Erwachsene im Abo; RegioKarte Schüler, Azubi im Abo; RegioKarte Job; JobTicket BW), sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt umsonst. Gleiches gilt für Studierende der Albert-Ludwigs-Universität und der Musikhochschule, die im Rahmen einer Kooperation für eine geringe, im Semesterbeitrag enthaltene Summe, die Räder für die erste halbe Stunde jeder Fahrt kostenlos nutzen können und für die folgenden Nutzungszeiten nur den halben Preis zahlen werden.

Wer ist nextbike?
nextbike wurde im Jahr 2004 in Leipzig gegründet. Die Bike Sharing-Pioniere betreiben derzeit in mehr als 60 deutschen Städten und aktuell 27 Ländern öffentliche Fahrradverleihsysteme. Das Freiburger Verleihsystem wird mit dem neuesten Radmodell von nextbike ausgestattet, das zwar robust, aber für ein Leihfahrrad dennoch relativ leicht ist. Die Fahrräder haben ein smartes, integriertes Rahmenschloss und verfügen über 7 Gänge.

Finanzierung
Die Stadt Freiburg stellt gemäß einem Gemeinderatsbeschluss für die Finanzierung des Systems einen Zuschuss von höchstens 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Dieser wird aus Mitteln der Übernachtungsteuer finanziert.

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Stand der Information
21. Dezember 2018
Weitere Informationen
Quelle
Freiburger Verkehrs AG
Land
Baden-Württemberg
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