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Marburg

Neue Radverkehrsbeschilderung soll Orientierung erleichtern

Fahrradwegbeschilderung mit Hauptwegweisern Routenpiktogrammen und touristischen Hinweisen in Brandenburg
Fahrradwegbeschilderung mit Hauptwegweisern Routenpiktogrammen und touristischen Hinweisen in Brandenburg © Alexander Hunger

Leichter, sicherer und ohne Umwege mit wegweisender Radverkehrsbeschilderung

Eine sachgerechte und wegweisende Beschilderung des Marburger Radverkehrs soll künftig die Wegefindung erleichtern, Umwege vermeiden und auch die Sicherheit für den Radverkehr erhöhen.

Die für eine entsprechende Beschilderung notwendigen Leistungen mit einem Gesamtsvolumen von ca. 34.000 Euro werden in den nächsten Tagen, wie Oberbürgermeister Egon Vaupel hierzu mitteilt, auf der Basis eines entsprechenden Magistratsbeschlusses ausgeschrieben. "Diese Beschilderung ist auch deshalb sinnvoll, weil aus Ortsunkenntnis von vielen Radfahrern/innen oft Hauptverkehrsstraßen, da die entsprechenden Fahrradrouten nicht bekannt sind, genutzt werden", begründet Vaupel die Maßnahme. Bereits im Januar 2003 beauftragte der Fachdienst Tiefbau die TOuR GmbH Marburg-Biedenkopf mit der Erarbeitung eines Konzepts zur wegweisenden Beschilderung des Radverkehrs in Marburg. Im Zuge der Haushaltsberatungen mussten jedoch Einsparungen vorgenommen und die ursprünglich eingeplante Summe von 50.000 Euro auf nunmehr 34.000 Euro reduziert werden. Die Planung wurde auf dieses Volumen hin aktualisiert. Der Marburger Radverkehrsbeirat hat dem reduzierten Wegweisungskonzept in der Sitzung vom 07. April 2005 zugestimmt. Die Stadt Marburg erhält für die wegweisende Beschilderung des Radverkehrs Zuwendungen nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) in Höhe von ca. 23.800,00 €, der Förderbescheid ist am 16. Juni 2005 eingegangen.

Zur Maßnahme selbst:

Im Zuge des Marburger Radwegweisungssystems sollen sowohl touristische Aspekte als auch der Alltags-Radverkehr berücksichtigt werden. Grundlage für den Beschilderungsplan ist im Wesentlichen die "Radwanderkarte der Stadt Marburg", die im Zuge des Radverkehrsplans der Stadt Marburg (1998) entwickelt wurde. Entsprechend dem Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr sollen die Schilder mit grüner Schrift auf weißem Grund versehen werden. Es kommen Tabellenwegweiser, Pfeilwegweiser und Zwischenwegweiser zum Einsatz. Tabellenwegweiser werden an allen relevanten Zufahrten vor einem Knotenpunkt montiert, Pfeilwegweiser zeigen direkt in die zu fahrende Richtung und werden von allen Straßen sichtbar zentral an einem Mast im Knotenpunkt befestigt. Vor einem Versatz oder zur Bestätigung der Routenführung auf der Strecke kommen quadratische Zwischenwegweiser mit Fahrradsymbol und Richtungspfeil zum Einsatz.

Folgende Ziele werden ausgewiesen:

Stadtteilziele:

Cölbe, Wehrda, Waldtal, Nordstadt, Ortenberg, Stadtmitte, Weidenhausen, Südviertel, Ockershausen, Cappel und Gisselberg

Punktuelle Ziele:

* Herausragende Baudenkmäler (Elisabethkirche, Altstadt)

* Bürgernahe Verwaltungsstandorte (Agentur für Arbeit, Stadtbüro, Rathaus, Polizei, Landratsamt)

* Dienstleistungsstandorte (Hauptpost, Hauptbahnhof, Südbahnhof, Kaufpark Wehrda, "Kaufpark Cappel", Volkshochschule, Jugendherberge, Campingplatz, Stadtbücherei)

* Bedeutende Universitätsstandorte (Mensa, Philosoph. Fakultät, Alte Universität, Universitäts-Bibliothek, Universitäts-Klinikum)

* Herausragende Schulstandorte (Leopold-Lucas-Straße)

* Sportstätten (Georg-Gaßmann-Stadion, AquaMar, Hallenbad Wehrda)

* Theater (TnT, Schwanhof, Wagonhalle, Stadthalle)

* Museen (Ernst von HülsenHaus, Mineralogisches Museum)

Quelle: Stadt Marburg / http://www.marburg.de/detail/46560

Meta Infos
Stand der Information
11. August 2005
Quelle

Magistrat der Universitätsstadt Marburg / Presseinformationen

Land
Hessen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen