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Berlin

Neubau einer Fuß- und Radwegüberführung über die Spree im Bezirk Treptow-Köpenick

Berlin: Der neue Kaisersteg in Ober- und Niederschöneweide
Berlin: Der neue Kaisersteg in Ober- und Niederschöneweide © Andreas Steinhoff / Wikimedia

Kaisersteg wird zukünftig Ober- und Niederschöneweide wieder verbinden

Im Beisein der Senatorin Ingeborg Junge-Reyer wird am heutigen 9. November 2005 der erste Rammschlag für den Neubau der Fuß- und Radwegbrücke „Kaisersteg“ vollzogen.

Ingeborg Junge-Reyer: „Der Kaisersteg ist ein verbindendes Element, das nicht nur symbolisch einen großen Brückenschlag darstellt. Der Südosten Berlins und vor allem die beiden benachbarten Stadtteile Nieder- und Oberschöneweide befinden sich im Umbruch. Der Strukturwandel seit 1989 ist hier besonders erlebbar. Der Verlust der alten Industrien eröffnet jedoch auch Chancen für die Wohnquartiere in Ober- und Niederschöneweide, in Baumschulenweg und Johannisthal. Aus der Vogelperspektive erkennt man die Vorzüge besonders gut: grüne Oasen, interessante Architektur und zwischendurch das blaue Band der Spree. Und der „Kaisersteg“ wird über das „blaue Band“ hinweg an dieser Stelle zukünftig die Stadtteile Oberschöneweide und Niederschöneweide wieder verbinden. Am 22. April 1945 sprengten die Nazis die von der AEG 1897/98 errichtete Brücke. Nach 60 Jahren werden nun wieder die Anwohner, aber auch FHTW-Studenten und hoffentlich auch bald viele Touristen die Brücke benutzen können.“

In Oberschöneweide soll der innovative Ansatz aus der Gründerzeit der AEG mit der Nutzung der traditionellen Industriebauten weitergeführt werden: Modernes verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistung, Wissenschaft und Forschung an der FHTW und ambitionierte Gegenwartskunst mit den „Schauhallen“ erhalten in Oberschöneweide eine ganz neue Chance und Dimension.

In Niederschöneweide wird ein neues Stadtteilzentrum den Kern für die urbane Ergänzung der bestehenden Wohnnutzung bilden. Damit werden die bisherigen Barrieren des Industriegürtels am Spreeufer geöffnet.

Die gemeinsame Zukunft beider Stadtteile liegt in der Hinwendung zur Spree, der Nutzung der veränderten zentralen Wasserlage außerhalb des Zentrums und der Entwicklung und Verknüpfung der Ufer über Stiche, Promenaden und neue Brücken. Eine dieser neuen Brücken wird der „Kaisersteg“ sein:

Der nördliche Uferanschluss erfolgt in der Nähe der Laufener Straße und der südliche Uferanschluss in der Hasselwerder Straße. Der Steg wird als Schrägseilbrücke mit Pylon ausgeführt. Der 32 m hohe Pylon wird auf einem in der Spree stehenden Pfeiler aufgesetzt.

Die als Fuß- und Radwegüberführung konzipierte Brücke wird eine nutzbare Breite von 5 m haben und eine Länge zwischen dem Nord- und dem Südwiderlager von 140,3 m.

Das Nordwiderlager und der Pylonpfeiler werden mittels Spundwandkästen direkt in der Spree gegründet und das Südwiderlager wird an Land in der Hasselwerder Straße errichtet. Für die Überwindung des Höhenunterschieds von der Brückenebene zur Hasselwerder Straße wird eine Rampe gebaut. Im Norden schließt die Brückenebene höhengleich an das bestehende Ufer an.

Der für die Gründung des Nordwiderlagers auszuhebende Boden ist kontaminiert und wird einer geordneten Entsorgung zugeführt. Die Montage des Pylons und des Brückenüberbaus erfolgt mittels Schwimmkran vom Wasser aus und auch für den Antransport der Teile wird der Wasserweg genutzt.

Die Fertigstellung ist für Herbst 2006 vorgesehen. Damit wird ein weiteres Sanierungsziel der beiden Sanierungsgebiete Nieder- und Oberschöneweide realisiert. Die Gesamtkosten für den Kaisersteg belaufen sich auf ca. 3,3 Mio. €. Hiervon werden 75% durch die Europäische Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), 8,33% durch die Bundesrepublik Deutschland und 16,67% durch das Land Berlin getragen.

Ein Bild des Brückenbauwerks kann unter:

stadtentwicklung.berlin.de

angesehen werden.

Zur Originalpressemitteilung unter:

stadtentwicklung.berlin.de

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Stand der Information
9. November 2005
Quelle

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

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