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Nationaler Radverkehrskongress 2009 in Berlin eröffnet

Tiefensee: "Das Fahrrad boomt. Fahrradfahren liegt im Trend. Die Zahl der Fahrradfahrten ist seit 2002 um 10 Prozent auf rund 28 Millionen täglich angestiegen. Wir wollen noch mehr Menschen zum Umsteigen bewegen und fördern deshalb den Radverkehr in Deutschland noch intensiver. Heute fällt der Startschuss für ein neues Fahrradverleihsystem zusammen mit der Deutschen Bahn, dem Land Berlin und den Verkehrsunternehmen, das wir in Berlin erproben wollen. Denn unser Ziel ist ein umweltfreundlicher, bezahlbarer Stadtverkehr für alle. So machen wir unsere Städte lebenswerter. Lärm, Gestank, Luftverschmutzung, Unfälle, Staus, drangvolle Enge auf den Straßen müssen reduziert werden. Wir werden das Fahrrad optimal in den öffentlichen Personenverkehr einbinden. Jeder, der ein Ticket für ein öffentliches Verkehrsmittel hat, fährt eine halbe Stunde kostenlos. Wer Bus und Bahn fährt, kann sich zum Beispiel an der Haltestelle ein Rad ausleihen und damit zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Sportplatz fahren. Wir schaffen so ein noch dichteres umweltfreundliches öffentliches Verkehrsnetz, unabhängig vom Auto, ohne nervtötende Staus und endlose Parkplatzsuche."

Pilotprojekt "Öffentliches Leihfahrrad" mit DB Rent GmbH
Das Bundesverkehrsministerium fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro. Es läuft bis Ende 2011. Ab sofort wird das System entwickelt. Die Laborphase startet im Herbst in Berlin. Dann werden die ersten Verleihstationen und Räder aufgebaut und getestet. Insgesamt sollen im Rahmen dieses Projektes 1.250 Räder an mindestens 50 Stationen verfügbar sein. Hierfür werden spezielle Stelen entwickelt und an Straßen und Plätzen aufgestellt. Dort kann der Ticketinhaber das Rad buchen, ohne wie bisher ein Handy benutzen zu müssen. Die Fahrräder können an diesen Stelen zurückgegeben und über eine Funkverbindung wieder abgeschlossen werden. Wenn erfolgreich, soll das System in weiteren Städten in Deutschland eingeführt werden.

Modellversuch "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme"
Das Bundesverkehrsministerium hat über das Pilotprojekt hinaus einen bundesweiten Modellversuch "Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme" ins Leben gerufen.

Tiefensee: "Hierfür stellen wir zusätzlich 10 Millionen Euro zur Verfügung. Innerhalb der nächsten drei Jahre fördern wir Vorhaben, die Fahrradverleihsysteme im Verbund mit dem öffentlichen Personenverkehr voranbringen. Für die Einbindung von sogenannten Pedelecs, von Fahrrädern mit elektrischer Trethilfe, stehen zusätzliche Fördermittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro bereit. Alle Städte und Gemeinden, Kommunen, Landkreise und regionale Kooperationen, Verkehrsunternehmen und -verbünde sind aufgerufen, spannende Projekte einzureichen."

Radverkehr weiter fördern. Klima schützen.
"Mit jährlich 100 Millionen Euro bauen und verbessern wir Radwege an Bundesstraßen und Wasserwegen. Wir unterstützen fahrradfreundliche Projekte und Aktionen, schaffen Öffentlichkeit und sorgen für mehr Verkehrssicherheit. Radfahren ist Gesundheitsvorsorge und aktiver Klimaschutz in Einem. Lassen Sie auf kurzen Strecken in der Stadt Ihr Auto stehen, schwingen Sie sich aufs Rad. Mit Verlagerung von 30 Prozent der innerstädtischen Autofahrten bis 6 Kilometer lassen sich pro Jahr rund 7,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das Fahrrad ist Nullemissionsfahrzeug und Spritsparer Nummer 1. Gerade bei langfristig steigenden Benzinpreisen garantiert es bezahlbare Mobilität für alle", so Tiefensee.

Preisverleihung "best for bike"
Der Nationale Radverkehrskongress 2009 findet heute und morgen in Berlin statt. Am Freitag werden die Gewinner des vom Bundesverkehrsministerium finanzierten Wettbewerbs "best for bike" bekanntgegeben. Ausgezeichnet wird die "fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres". Dieser Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Zudem wird die "fahrradfreundlichste Persönlichkeit" geehrt. Die Preisverleihung beginnt um 11:30 Uhr.

Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
7. Mai 2009
Quelle

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), PM Nr.: 087/2009

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