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Sachsen

Mehr Raum für Radfahrer

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Mit der neuen Radverkehrskonzeption hat die Sächsische Staatsregierung ihre mittel- bis langfristigen Ziele zur Förderung des Radverkehrs und zum Ausbau eines sicheren, leistungsfähigen Radwegenetzes in Sachsen festgeschrieben. „Wir freuen uns, dass Rad fahren in Sachsen immer beliebter wird - als besonders flexibles, umweltfreundliches Verkehrsmittel in den Innenstädten, für den Freizeitsport oder als aktives Tourismusangebot“, sagte der für Verkehr zuständige Minister Thomas Jurk (SPD) nach der Zustimmung des Kabinetts heute in Dresden. „Diesen Trend wollen wir unterstützen. Unsere Konzeption ist ein Leitfaden für alle, die Radwege planen, bauen, beschildern und vermarkten.“

In Hoyerswerda wird heute beispielsweise bereits ein Fünftel aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, in Dresden und Leipzig sind es deutlich mehr als zehn Prozent. Untersuchungen zeigen, dass unter idealen Bedingungen die Zahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege in Sachsen verdoppelt werden kann. Neben dem Ausbau und der Vernetzung der Radwege müssen sich Radfahrer auch orientieren, ihre Räder sicher und leicht zugänglich abstellen und Dienstleistungsangebote nutzen können. Wie bei anderen Verkehrsträgern ist die Verknüpfung mit Bus und Bahn von entscheidender Bedeutung.

Mit dem SachsenNetz Rad soll ein touristisches Netz aus Radfernwegen und regionalen Hauptradrouten entstehen, das auch durch Serviceleistungen, wie Übernachtungsangebote und Gastronomie, attraktiv für Tagestouristen, Radurlauber und Radfernwanderer ist. Sachsen durchziehen zehn Radfernwege, sieben davon sind länderübergreifend. Der Radtourismus erlebt seit Jahren deutliche Zuwachsraten. 2,25 Mio. Deutsche verbrachten 2003 einen mehrtägigen Urlaub größtenteils auf dem Rad. Das war im Vergleich zu 2002 ein Anstieg 12,5 Prozent. Ein Zehntel der Deutschen plant in den nächsten drei Jahren mindestens eine Radreise. „Mit dem Elberadweg, dem Spreeradweg und dem Oder-Neiße Radweg haben wir bereits Magneten für Radtouristen. Wenn unser Angebot stimmt, kann Sachsen künftig noch stärker vom Wachstum dieses Tourismussegments profitieren“, so Minister Jurk.

Da für den Ausbau der Radwege unterschiedliche Träger in der Verantwortung sind, ist die Radverkehrskonzeption eine wichtige Grundlage für zukünftiges Handeln auf allen Ebenen. Die Radverkehrskonzeption gibt Hinweise zu Gestaltungs- und Fördermöglichkeiten und schreibt Qualitäts- und Beschilderungsstandards fest.

Nach dem heutigen Kabinettsbeschluss wird die Radverkehrskonzeption jetzt dem Sächsischen Landtag übergeben. Im Anschluss an die Behandlung im Ausschuss „Wirtschaft, Arbeit und Verkehr“ wird die Konzeption eingeführt, veröffentlicht und unter anderem in den Regierungspräsidien, Straßenbauämtern, Regionalen Planungsstellen, Landkreisen und im Landtourismusverband präsentiert.

Die Radverkehrskonzeption kann im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit angefordert werden.

Meta Infos
Stand der Information
8. November 2005
Quelle
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit
Land
Sachsen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradtourismus
Radverkehrsplanung und -konzeption
Fahrradthemen
Planungen/Konzepte/Strategien
Tourismus