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Berlin/Brandenburg

Landesfinanzierung für das "Schaufensterprojekt" Pedelec-Korridor festgelegt

Reichweitenanzeige am Pedelec
Reichweitenanzeige am Pedelec © Doris Reichel

Der Berliner Verkehrssenator Müller sagte anlässlich der Senatsentscheidung: "Viele Pendler aus dem Umland der Stadt können in Zukunft ihren Arbeitsplatz in Berlin mit einem Elektrorad besser erreichen als mit dem Auto: Ihre Kosten für den Arbeitsweg sind damit geringer, der Bedarf an Parkflächen am Arbeitsort sinkt und Treibhausgase, Schadstoffemissionen und Verkehrslärmbelastungen werden vermieden. Es geht uns also nicht nur darum, lediglich den Verbrennungsmotor durch einen E-Antrieb auszutauschen, es geht darum, die Vorteile des Elektroantriebs durch eine intelligente Rahmenstrategie voll auszuschöpfen."

Hintergrund ist unter anderem, dass sich die Hauptstadtregion (Berlin und Brandenburg) im wichtigen Zukunftsfeld der Elektromobilität als Referenzstandort etablieren möchte. Elf Projekte sollen mit bis zu 20,1 Millionen Euro durch die Länder Berlin und Brandenburg gefördert werden. Diese sind Teil des vom Bund prämierten Konzeptes "Internationales Schaufenster der Elektromobilität Berlin-Brandenburg". 2012 hatte die Bundesregierung in einem Wettbewerb aus 23 Regionen vier für das "Schaufenster Elektromobilität" ausgewählt: Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern-Sachsen und Niedersachsen. Mit den geförderten Projekten der sogenannten Marktvorbereitungsphase wird das Ziel verfolgt, Deutschland zum Leitanbieter und zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln.

Ziel des "Schaufensterprojekts" Pedelec-Korridor:

  • Mit Fokus auf dem Beruf- und Ausbildungsverkehr sollen Berufspendelnde, die im stadtnahen Umland wohnen und in der Stadt arbeiten, zum Umstieg vom PKW auf Pedelecs bewegt werden. Das Pedelec - als individuelles, umweltfreundliches, platzsparendes, gesundheitsförderndes und innovatives Verkehrsmittel – und Lösungen, die seine Verbreitung im Berufspendlerverkehr forcieren, sollen ins Schaufenster gestellt werden.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Ein Schwerpunkt des Projekts ist das Thema "Sicheres Pedelecparken". Als Hemmnis der Pedelecnutzung hat sich neben den hohen Anschaffungskosten das hohe Diebstahlrisiko durch unzureichende Abstellmöglichkeiten herauskristallisiert. Diverse Lösungen, insbesondere an Bahnhöfen, werden detailliert geplant und umgesetzt.
  • Im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements werden Betriebe im Korridor akquiriert, um auf Ihren Betriebsgeländen sicheres Parken und Laden anzubieten. Den Mitarbeitern werden für einen Zeitraum von ca. 2-3 Monaten testweise Pedelecs zur Verfügung gestellt.
  • Die erfolgte Nutzung und Akzeptanz der Pedelecs wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung dokumentiert. Ebenso erfolgt der Wissenstransfer zu sämtlichen Erkenntnissen über das Gesamtsystem Pedelec in Expertenworkshops, Informationsveranstaltungen und über das Fahrradportal im Internet (www.nrvp.de/pedelec)
  • Weil das Berliner Stadtgebiet mit der für Pendlerverkehre wichtigen Umlandregion für einen Modellversuch zu groß ist, hat man sich für einen beispielhaften Korridor entschieden, der innerhalb der Pedelecdistanz (ca. 5 bis 10 km) sehr unterschiedliche Stadträume beinhaltet. Der Korridor umfasst den Berliner Stadtbezirk Steglitz-Zehlendorf sowie die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf sowie die Stadt Teltow und schließt somit den hochverdichteten urbanen Raum um die Schlossstraße in Steglitz ebenso wie die suburbanen Räume im südwestlichen Umland mit ein. Zudem kennzeichnen eine hohe Kaufkraft, eine Vielzahl von Einfamilienhäusern, hohe Pendlerzahlen und sehr hoch belastete Straßen diesen Raum.

Quelle und weitere Informationen:

Meta Infos
Stand der Information
14. März 2013
Quelle

NRVP.de / difu / Land Berlin

Land
Berlin
Brandenburg
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen