Sie sind hier

Sensortechnologie zur Radfahrererkennung

Künstliche Intelligenz hilft Verkehrsströme in London besser zu verstehen

Cycle Superhighway 2 in Stratford
Cycle Superhighway 2 in Stratford © Cmglee / Wikimedia

Künstliche Intelligenz hilft Verkehrsströme in London besser zu verstehen

In London wird es mithilfe künstlicher Intelligenz für die hauptstädtische Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) einfacher zu verstehen wie Radfahrende oder Zu-Fuß-Gehende die Straßen nutzen. Die Sensoren erfassen nicht nur Radfahrende, sondern auch Zu-Fuß-Gehende, Pkw, Lkw, Lieferwagen, Motorräder und Busse.

Die Sensoren sammeln rund um die Uhr Daten, die ein wesentlich detaillierteres Bild davon vermitteln, wie die Straßen Londons genutzt werden. Alle von den Sensoren aufgenommenen Videos werden innerhalb von Sekunden verarbeitet und verworfen, sodass keine persönlichen Daten gespeichert werden. TfL ist dabei, 43 weitere Vivacity-Sensoren an 20 zentralen Standorten in London einzuführen, um Daten zu sammeln und weitere Tests durchzuführen, um die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten, die die Technologie bietet, zu verstehen.

Sensoren arbeiten mit 98-prozentiger Genauigkeit

Seit 2018 hatte TfL an zwei stark frequentierten Standorten entlang der Millbank die Verkehrsdatenerfassung mit Sensoren der Firma "Vivacity Labs" getestet. Die Sensoren nutzen künstliche Intelligenz, um Verkehrsteilnehmer zu erkennen und zu entscheiden, welches Verkehrsmittel sie benutzen. Der Wettbewerbsversuch, bei dem die Technologie zum ersten Mal in London eingesetzt wurde, zeigte, dass die Vivacity-Sensoren bis zu 98 Prozent genau sind.

Daten dienen als Planungsgrundlage für die Anlage neuer Radwege

Daten über die Anzahl der Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, sind ein wichtiger Teil der Planung von TfL für neue Radwege durch London. Da das Netz weiter wächst, wird TfL Daten aus Quellen wie den Sensoren nutzen, um herauszufinden, wo Investitionen in neue Infrastruktur gezielt eingesetzt werden können. Mit den Maßnahmen soll mehr Menschen das Gehen und Radfahren erleichtert werden, damit Londons Luft besser wird, Gesundheitsprobleme abnehmen und der Klimanotstand bekämpft wird. Die Londoner Mobilitätsstrategie zielt darauf ab, dass bis zum Jahr 2041 rund 80 Prozent der Fahrten zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden.

Die Sensoren sind Teil eines umfassenderen Programms zur Modernisierung des derzeitigen Straßennetzes und haben das Potenzial, mit den Lichtsignalanlagen und Verkehrsleitstellen in Echtzeit zu kommunizieren, was die hauptstädtische Verkehrsbehörde in die Lage versetzen könnte, das Verkehrsgeschehen besser regulieren zu können.