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Radverkehrsinfrastruktursystem (RadVIS) geht in die Testphase

Konzeption und Dokumentation aller Radnetze in Baden-Württemberg

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© Land Baden-Württemberg

Radverkehrsinfrastruktursystem (RadVIS) geht in die Testphase - Konzeption und Dokumentation aller Radnetze in Baden-Württemberg

Die Mobilitätszentrale Baden-Württemberg (mobiZbw) testet gemeinsam mit zukünftigen AnwenderInnen im zweiten Halbjahr 2021 die Funktionen und die Nutzerfreundlichkeit des neu entwickelten Radverkehrsinfrastruktursystems (RadVIS). Erstmals werden alle Radverkehrsnetze in einer zentralen Datenbank erfasst und in einem System sichtbar gemacht – bundesweit ein absolutes Novum.

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat 2019 die mobiZbw damit beauftragt, das landesweite RadNETZ sowie weitere Radwege auf kommunaler Ebene zusammenzuführen und hierfür eine Anwendung zur Planung, Dokumentation und Bearbeitung von Radverkehrsdaten zu entwickeln. Das Projekt Radverkehrsinfrastruktursystem (RadVIS) wird genau diesen Anforderungen gerecht.

Seit dem 1. Januar 2021 befindet sich ein Entwicklerteam, bestehend aus Mitarbeitenden der mobiZbw und der beauftragten Dienstleister, in der Entwicklungsphase und hat gute Ergebnisse erzielt, die nun mit dem Test-System vorgestellt werden. Hierfür hat die mobiZbw die zukünftigen Anwender*innen eingeladen, die verschiedenen Funktionen zu testen. Die Testphase dauert voraussichtlich 3 Monate und startet Anfang Juli. Das System setzt keine IT- oder GIS-Kenntnisse voraus. Die Nutzer*innen haben die Möglichkeit, RadVIS eingehend zu testen und in regelmäßigen Abständen Feedback zu den verschiedenen Funktionen zu geben. Die Hinweise unterstützen das Entwicklerteam dabei, das System den Wünschen und Erwartungen der Nutzenden anzupassen.

Nach Abschluss der Testphase wird RadVIS in den Produktivbetrieb starten. Alle Personen, die mit den Aufgaben der Radverkehrsplanung betraut sind, erhalten einen Zugang. Ziel ist es, die Radverkehrsplanung vor Ort zu vereinfachen, durch die Bündelung aller radverkehrsrelevanten Daten im RadVIS.

Die Vorteile von RadVIS für beteiligte Akteure im Überblick:

  • Darstellung aktueller Verlauf und Maßnahmen RadNETZ Baden-Württemberg
  • Erleichterte Abstimmung mit Nachbargemeinden zu Anschlüssen des Radnetzes
  • Erfüllung der Datenveröffentlichungspflichten aus EU Delegiertenverordnung 2017/1926 / INSPIRE Richtlinie
  • Einfaches WebGIS zur Erfassung von Radinfrastruktur ohne Notwendigkeit, eigenes System aufzubauen
  • Keine Doppelterfassung für Kommunen, die eigenes System führen durch Schnittstellen zum Datenaustausch
  • Zentrale Datenquelle für eine Vielzahl Radverkehrsinformationen (Unfallzahlen, touristische Radwege, ÖPNV-Haltestellen, Verkehrsstärken, ...)
  • Optionale, konfigurierbare Mängelmelderfunktion für Radinfrastruktur, die über Schnittstellen in ggf. vorhandene kommunale Mängelmelder integriert werden kann
  • Für Planung, Abstimmung, Umsetzungsdokumentation und auf Wunsch zur Kommunikation kommunaler Radinfrastrukturmaßnahmen nutzbare Maßnahmenverwaltung
  • Landesweiter Fahrrad-Routing-Service
Meta Infos
Stand der Information
14. Juni 2021
Weitere Informationen
Quelle
Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH NVBW (aktivmobil-bw.de) // Difu (A.H.)
Land
Baden-Württemberg
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte