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Dauerzählstellen / Ausbau der Lastenradförderung

Köln steigt weiter auf das Fahrrad um

Karte der Standorte Langzeiterhebung Radverkehr in Köln
Karte der Standorte Langzeiterhebung Radverkehr in Köln © Stadt Köln, Amt für Straßen und Verkehrstechnik - Verkehrsplanung

Kölnerinnen und Kölner sind weiterhin vermehrt auf dem Rad unterwegs

Köln steigt weiter auf das Fahrrad um: Im ersten Halbjahr 2019 wurden an den elf Dauerzählstellen im Kölner Stadtgebiet insgesamt 5.682.732 Radfahrende gezählt. Im Vergleich zum annähernd gleich warmen und trockenen ersten Halbjahr 2018 bedeutet dies ein Anstieg um zwei Prozent.  

Die am häufigsten frequentierten Zählstellen entsprechen den Spitzenreitern des Jahres 2018: Auf Platz eins steht dabei die Venloer Straße mit 915.974 Radfahrenden (ein Plus von zwei Prozent), gefolgt von der Zülpicher Straße mit 785.707 (plus drei Prozent) sowie dem Neumarkt mit 720.715 (plus ein Prozent).  

Die prozentual höchste positive Veränderung ist an der Zählstelle Bonner Straße mit einem Anstieg von neun Prozent festzustellen. Auf der Bonner Straße nimmt gleichzeitig der Kfz-Verkehr signifikant ab und ist im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 um knapp zwölf Prozent gesunken.  

An zweiter Stelle steht der Vorgebirgspark mit einem Plus von acht Prozent. Gründe für diesen Anstieg können die beiden im Februar 2019 fertiggestellten Baumaßnahmen auf der Vorgebirgstraße und der Ulrichgasse sein. Die dortigen Umbauten zu kompletten Radverkehrsachsen finden bei den Radfahrenden offensichtlich großen Anklang.  

Bedingt durch die Baustelle auf der Mülheimer Brücke ist linksrheinisch am Niederländer Ufer hingegen ein Rückgang von etwa drei Prozent zu verzeichnen (353.049). Auch wegen einer Baustelle und der damit verbundenen Sperrung eines Teils des Weidenwegs in Köln-Poll lässt sich der Rückgang von etwa vier Prozent auf 257.604 Radfahrende an der Messstelle Alfred-Schütte-Allee erklären. 

 

Lastenradförderung durch die Stadt Köln: Hauptausschuss beschließt Ausweitung des Förderbudgets auf 1,9 Millionen Euro

Der Hauptausschuss der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 5. August 2019 in einer Dringlichkeitsentscheidung der Erhöhung des Budgets für die Lastenradförderung auf die Summe von insgesamt 1,9 Millionen Euro zugestimmt. Mit diesem Betrag können alle bis zum Stichtag 30. Juni 2019 bei der Stadt eingegangenen Förderanträge bewilligt werden, sofern diese die Anforderungen aus den Förderrichtlinien erfüllen. Insgesamt sind bis zu diesem Datum rund 900 Anträge bei der Stadt eingegangen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: Mit diesem Förderprogramm setzen wir einen weiteren Anreiz, vom Auto auf ein alternatives Verkehrsmittel umzusteigen. Das ist pro-aktiver-Klima- und Umweltschutz und unterstützt die klimafreundliche Mobilität in Köln".

55 Prozent der Anträge kamen aus dem Gewerbe. Neben Handwerkern waren auch zahlreiche freiberuflich Tätige aus dem Bereich Medien und Gesundheit dabei. Aus Sicht der Verwaltung besteht insbesondere bei dieser Zielgruppe ein großes Verlagerungspotenzial hin zum Rad. Rund 45 Prozent der Anträge wurden von Privatpersonen, die sich in Gemeinschaften organisiert haben, sowie von Vereinen aus den Bereichen Sport und Soziales gestellt. Erfreulich ist auch, dass mit den Bewilligungen für Haushaltszusammenschlüsse (mindestens drei Haushalte) rund 700 Familien gefördert werden können. Bereits im Frühjahr waren die ersten geförderten Lastenfahrräder in Köln unterwegs und die ersten Gelder an die Antragstellenden ausgezahlt. Die Prüfung und Bewilligung der Anträge wird sukzessive fortgeführt.