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Brandenburg

"Knotenpunktwegweisung" im Landkreis Barnim eingeführt

Nach niederländischem Vorbild wird nun auch in Brandenburg ein Knotenpunktsystem für Radfahrer entwickelt. Wie die Märkische Oderzeitung am 03.12.2013 berichtet, geht es beim "Radeln nach Zahlen" nicht um die richtige Reihenfolge. Ausflügler oder Touristen auf dem Rad entscheiden selbst, wo es langgeht - unterwegs und ganz spontan oder auch nach Plan. Anstelle aufwändiger Wegbeschreibungen oder Geodaten helfen schlichte Nummern bei der Orientierung. So verbirgt sich hinter der Zahlenfolge 50-10-11-51-66 beispielsweise die Umrundung des Grimnitzsees mit Ankunft am Bahnhof Joachimsthal.

Die Umsetzung der Knotenpunktwegweisung hat der Landkreis Barnim nach einer externen Konzepterarbeitung selbst in der Hand, sie wird im Dezember 2013 abgeschlossen sein. Jeder Knotenpunkt, der an einer Kreuzung aus Fern- oder Regionalradwanderwegen im Landkreis entstanden ist, ist zudem mit einer Informationstafel in Form einer Übersichtskarte ausgestattet. Diese Karte stellt die Knotenpunkte in der jeweiligen Umgebung dar, sodass sich der Radler sogar ohne eigene Karte sehr gut orientieren kann.

Das Prinzip der Knotenpunktwegweisung wurde unter anderem im November 2013 auf der Radkonferenz im Barnimer Land vorgestellt. Ein wesentlicher Vorteil ist die Flexibilität, denn der Radfahrer kann sich an jedem Knotenpunkt neu entscheiden, wie seine Route aussehen kann.

Ein gewisses Routenangebot mit einer gewissen Dichte sollte jedoch vorliegen, damit man jeweils Rundtouren von etwa 20 bis 30 Kilometern Länge anbieten kann. Darüber hinaus müsse die Beschilderung entsprechenden Standards genügen. Denn die roten Knotenpunkt-Nummern werden an vorhandenenen Wegweisern installiert. Im Barnim stimmen die Voraussetzungen offenbar. Inbegriffen sind nun fast 610 Kilometer, ein Netz, das deckungsgleich mit dem Vier-Wege-Konzept des Kreises ist. 130 Kilometer auf Radferndwegen, 230 auf Regionalrouten und 230 auf Verbindungswegen gehören dazu. Auch die Anbindung an Knotenpunkte außerhalb des Landkreises ist denkbar.

Für den Landkreis Oberhavel wird zurzeit ein ähnliches Konzept erarbeitet. Auch die Kreise Havelland und Ostprignitz bereiten Knotenpunkte vor, in der Uckermark ist das Vorhaben in der Planungsphase. Nun ist der Barnim der erste Kreis im Land, der flächendeckend mit den Knotenpunkten arbeitet. Knapp 57.000 Euro dafür stammen aus dem EU-Förderprogramm Leader, über 33.000 Euro aus dem Kreisetat. Ahrensfelde, Bernau, Werneuchen und Eberswalde haben die Wegweisung eigenfinanziert.

Quellen und weitere Informationen:

Meta Infos
Stand der Information
5. Dezember 2013
Quelle

Difu / Landkreis Barnim (www.barnimerland.de / www.barnim.de) / Märkische Oderzeitung (www.moz.de)

Land
Brandenburg
Handlungsfelder NRVP
Infrastruktur
Fahrradtourismus
Fahrradthemen
Infrastruktur
Tourismus
Schlagworte
Radfernweg