Sie sind hier

Forderungen für ein fahrradfreundliches Schulumfeld

Jugendkampagne "FahrRad! Fürs Klima auf Tour" 2020 beendet

VCD-Klimatour
VCD-Klimatour © vcd.org

VCD-Jugendprojekt FahrRad!: Tausende Kinder und Jugendliche treten für die Umwelt in die Pedale

Beim VCD-Jugendprojekt "FahrRad! Fürs Klima auf Tour" haben tausende Jugendliche viele Tonnen CO2 eingespart, indem sie auf das Fahrrad umgestiegen sind. Damit alle Kinder eigenständig und sicher unterwegs sein können, muss es überall sichere Fuß- und Radwege geben. Der VCD fordert deshalb gemeinsam mit AKIONfahrRAD ein fußverkehrs- und fahhradfreundliches Schulumfeld.

Rund 3.400 Teilnehmende konnten im Jahr 2020 im Rahmen des Jugend-Fahrradwettbewerbs "FahrRad! Fürs Klima auf Tour" des ökologischen Verkehrsclub VCD dutzende Tonnen an CO2 einsparen. Die Jugendlichen sind von März bis August bundesweit zusammengerechnet fast eine halbe Million Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Das entspricht mehr als elf Weltumrundungen. Damit sparten die zehn bis 18-Jährigen Teilnehmenden rund 64 Tonnen CO2 ein. Ziel des Projekts ist es, dass mehr Kinder und Jugendliche selbstständig aufs Fahrrad steigen, statt im Auto der Eltern mitzufahren. So fallen Bring- und Abholwege weg und die Jugendlichen sparen mit jedem gesammelten Fahrradkilometer aktiv klimaschädliche Emissionen ein.

Stephanie Päßler, VCD-Projektleiterin von "FahrRad! Fürs Klima auf Tour": "Das Fahrrad steht wie kaum ein anderes Verkehrsmittel für Klimaschutz und Freiheit und genau das macht unser Jugendprojekt so erfolgreich. Das Fahrrad bietet für Jugendliche auch in Zeiten von Corona eine tolle Möglichkeit, unabhängiger von ihren Eltern zu werden, da sie nicht darauf angewiesen sind, dass ihre Eltern sie mit dem Auto fahren. Außerdem ist das klimafreundliche Fahrrad das optimale Fortbewegungsmittel für die umweltpolitisch engagierte 'Fridays for Future'-Generation."

Ihre gefahrenen Kilometer konnten die Jugendlichen online eintragen und damit an einem Wettbewerb teilnehmen. Sie begaben sich dabei auf eine virtuelle Tour durch Deutschland und Europa, beantworteten Quizfragen und lernten jede Menge Wissenswertes zum sicheren Fahrradfahren und zum Klimaschutz. Die Gewinner-Schule des Hauptpreises von 500 Euro für die Klassenkasse ist in diesem Jahr die (ehemalige) Klasse 9d des Ratsgymnasiums Wolfsburg in Niedersachsen. Sie erradelten insgesamt über 16.000 Kilometer.

Ulrich Fillies, Vorsitzender des Beirats der Initiative AKTIONfahrRAD: "Es freut mich sehr, dass auch in diesem Jahr - trotz Corona und der damit verbundenen Einschränkungen - so viele Jugendliche an unserem Projekt teilgenommen haben. Das Fahrrad hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten als krisenfestes Verkehrsmittel bewährt. Ich hoffe, dass viele das Radfahren für sich entdeckt haben und auch beibehalten werden."

Eine verbesserte Radinfrastruktur und Mobilitätsbildung sind dringend nötig, damit noch mehr Kinder und Jugendliche ihre täglichen Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Das legen die Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage nahe, bei der die Teilnehmer Maßnahmen für sichere Schulwege bewerten sollten. 98 Prozent der Befragten gaben an, sichere Überquerungsmöglichkeiten (sehr) wichtig zu finden. Neun von zehn Teilnehmern nannten Radfahrunterricht in den Schulen als (sehr) wichtige Maßnahme für sichere Schulwege.

Darauf aufbauend hat der VCD gemeinsam mit der AKTIONfahrRAD Forderungen an Bund, Länder und Kommunen aufgestellt, um Kindern und Jugendlichen ein fahrradfreundliches Schulumfeld zu ermöglichen. Dazu zählt unter anderem die Umsetzung von Tempo 30 im gesamten Schulumfeld sowie die Verankerung von Mobilitätsplanung in den Lehrplänen. Die "FahrRad!"-Kampagne des VCD wird von der AKTIONfahrRAD unterstützt, die das Projekt finanziell und ideell mitträgt, sowie von vielen Unternehmen aus der Fahrradbranche. Seit Start des Projekts im Jahr 2006 haben sich insgesamt 76.000 Kinder und Jugendliche beteiligt.