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Mecklenburg-Vorpommern

Initiative "Kombiniert mobil" - Kommunen entwickeln Ideen für Mobilität der Zukunft

Fahrradparken am Bahnhof
Fahrradparken am Bahnhof © Martina Hertel

Die Initiative "Kombiniert mobil – Verkehrsmittel vernetzen" des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung geht in die nächste Runde: Eine Jury wählte die Projekte aus, die nun mit Unterstützung eines Planungsbüros zu konkreten Mobilitätskonzepten weiter entwickelt werden sollen. Ausgewählt wurden die Ideen, die die Hansestädte Greifswald und Stralsund sowie das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte eingereicht hatten.

Im Rahmen der Initiative "Kombiniert mobil" waren kommunale und regionale Akteure aufgefordert, Konzepte zu entwickeln, die zur Verbesserung der intermodalen Mobilität beitragen. Der flexible Übergang von einem zum anderen Verkehrsmittel soll erleichtert werden, um das Zurücklegen von Wegen durch die Kombination von Bus, Bahn, Pkw, Taxi, Fahrrad und Fußverkehr attraktiver zu machen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern. Diese sogenannte "intermodale Mobilität" wird nach Einschätzung von Verkehrsexperten in Zukunft eine große Rolle spielen.

Die Initiative hat das Infrastrukturministerium im Rahmen der Aufstellung des Integrierten Landesverkehrsplans Mecklenburg-Vorpommern angestoßen. Hintergrund sind die sich ändernden Anforderungen an den öffentlichen Verkehr der Zukunft. Der Integrierte Landesverkehrsplan wird sich schwerpunktmäßig mit der Vernetzung und Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger beschäftigen.

Die Initiative "Kombiniert mobil" soll auf der kommunalen Ebene die konkrete Verbesserung von intermodaler Mobilität anstoßen und voranbringen. Die Ergebnisse sollen in den Integrierten Landesverkehrsplan Eingang finden.

Die Auswahl traf eine Jury auf Grund von Ideenskizzen, die die Kommunen bis Ende September 2013 einreichen konnten und in denen darzustellen war, wie die Kommunen die intermodale Mobilität verbessern wollen.

Die Hansestadt Greifswald möchte mit ihrem Konzept ein ganzes Bündel von Maßnahmen auf den Weg bringen. Dazu gehören beispielsweise die Ausweitung des CarSharing auf gewerbliche Nutzer, die Einführung einer Mobilitätskarte für Busse, CarSharing und BikeSharing, die Einbeziehung von CarSharing und Fahrrad in ein betriebliches Mobilitätsmanagement größerer Unternehmen und der öffentlichen Hand, eine Rad-/Mobilitätsstation am Hauptbahnhof und eine bessere intermodale Mobilität mit dem Umland.

Die Hansestadt Stralsund möchte vor allem für Berufspendler und Touristen die kombinierte Nutzung von Bahn, Bus, Pkw, Fahrrad und Fußverkehr attraktiver machen, um so den Individualverkehr im Weltkulturerbe Altstadt zu reduzieren. Dazu sollen u.a. die Erreichbarkeit von Park&Ride-Anlagen verbessert, die Informationen über attraktive Fußwege in die Altstadt und Anschlussbeziehungen kundenfreundlicher gestaltetet und die Fahrpläne besser auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt werden. Dies soll in Zusammenarbeit mit touristischen Einrichtungen wie dem Ozeaneum und Unternehmen als Arbeitsgeber (z.B. eine größere Bank) erfolgen.

Das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte möchte gemeinsam mit der Bürgerinitiative ProSchiene Mecklenburgische Seenplatte, Verkehrsunternehmen und anderen Akteuren die Kombination verschiedener Verkehrsmittel im ländlichen Raum weiterentwickeln. Dazu sollen vor allem ein integriertes Verkehrskonzept für die Region entwickelt und eine internetbasierte "Mobilitätsplattform" auf den Weg gebracht werden, die umfassende Informationen über die Möglichkeiten der Mobilität in der Region präsentieren soll. Zielgruppen sind zum einen die Touristen, zum anderen Berufspendler und Schüler.

In den nächsten Monaten entwickeln die ausgewählten Kommunen ihre eingereichten Skizzen zu einem intermodalen Mobilitätskonzept weiter. Dies erfolgt unter Begleitung eines Verkehrsplanungsbüros. Dafür stehen insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Eine Präsentation der Ergebnisse des Verfahrens soll im Mai 2014 stattfinden.

Weitere Informationen zum Integrierten Landesverkehrsplan

Download Papier (pdf): Integrierter Landesverkehrsplan: Initiative "Kombiniert mobil – Verkehrsmittel vernetzen" (Ziele, Ablauf, Zeitschiene, Ansprechpartner)

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Zur Originalpressemitteilung

Meta Infos
Stand der Information
14. Januar 2014
Quelle

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, PM Nr. 05/14 (www.regierung-mv.de)

Land
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