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VCÖ-Studie

Immer mehr Österreicher fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit

Den höchsten Anteil an radfahrenden Beschäftigten hat Vorarlberg, den niedrigsten Wien. In absoluten Zahlen fahren in Niederösterreich die meisten mit dem Rad zur Arbeit. Der VCÖ fordert bessere Bedingungen zum Radfahren im Alltag. Zudem soll Mobilitätsmanagement bei Betrieben stärker gefördert werden.

Rund 187.200 Beschäftigte fahren regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit, das sind um 41.200 mehr als im Jahr 2001, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. "Immer mehr entdecken die Vorteile des Fahrrads. Klimaschutz, das steigende Gesundheitsbewusstsein und die höheren Spritpreise sind wesentliche Motive dafür, dass mehr Österreicher mit dem Rad zur Arbeit fahren", stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest.

Der VCÖ weist darauf hin, dass Österreichweit etwa jeder 20. Beschäftige mit dem Rad zur Arbeit kommt. "Spitzenreiter ist Vorarlberg, wo jeder 10.

Beschäftige zur Arbeit radelt. Vorarlberg fördert seit gut fünfzehn Jahren das Radfahren. Viele Betriebe betreiben vorbildhaftes Mobilitätsmanagement. Auch die anderen Bundesländer können das Niveau Vorarlbergs erreichen", betont VCÖ-Experte Blum.

Die "rote Laterne" trägt Wien mit 2,7 Prozent, wobei Wien stark aufholt und die höchsten Zuwachsraten aufweist. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass in absoluten Zahlen in Niederösterreich die meisten Beschäftigten mit dem Rad zur Arbeit fahren, nämlich 32.700. Knapp dahinter folgt die Steiermark mit 32.100. "Die Beschäftigten, die in Österreich zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren, vermeiden pro Jahr rund 31.500 Tonnen CO2", macht VCÖ-Experte Blum auf den großen Beitrag zum Klimaschutz aufmerksam.

Der VCÖ fordert bessere Bedingungen zum Radfahren in Österreich. Entlang von Freilandstraßen soll es mehr Radwege geben. Im Ortsgebiet kann mit Radfahrstreifen und verkehrsberuhigten Zonen das Radfahren zur Arbeit erleichtert werden. Die Radwegbenützungspflicht sollte rasch abgeschafft werden. "Immer mehr Österreicher fahren Rad, es gibt auf den jetzigen Radwegen zu wenig Platz. Das Unfallrisiko steigt dadurch. Es sollte daher den Radfahrern selber überlassen sein, ob sie lieber den Radweg oder die Straße benützen", erklärt VCÖ-Experte Blum.

Zentral ist auch, ob die Betriebe und Unternehmen durch Mobilitätsmanagement Anreize zum Radfahren setzen. So sollte es Abstellplätze und Duschen geben. Der VCÖ schenkt anlässlich des autofreien Tages allen Fußgängern und Radfahren eine Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung. Einfach unter www.vcoe.at anfordern.

VCÖ: Immer mehr Österreicher fahren mit Rad zur Arbeit (Jahr 2006 in Klammer Zuwachs seit dem Jahr 2001)

  • Österreich: 187.200 (plus 41.200)
  • Wien: 20300 (plus 8.700)
  • Vorarlberg: 17.600 (plus 3.700)
  • Tirol: 21.600 (plus 4.100)
  • Steiermark: 32.100 (plus 5.900)
  • Salzburg: 20.300 (plus 3.800)
  • Oberösterreich: 28.400 (plus 4.900)
  • Niederösterreich: 32.700 (plus 7.800)
  • Kärnten: 10.500 (plus 1.600)
  • Burgenland: 3.700 (plus 700)

Quelle: VCÖ 2007

VCÖ: Vorarlberg hat höchsten Anteil von radfahrenden Beschäftigten (Anteil der Beschäftigen, die mit Fahrrad zur Arbeit kommen)

  • Vorarlberg: 9,8 Prozent
  • Salzburg: 7,6 Prozent
  • Tirol: 6,1 Prozent
  • Steiermark: 5,7 Prozent
  • Niederösterreich: 4,3 Prozent
  • Oberösterreich: 4,2 Prozent
  • Kärnten: 4,2 Prozent
  • Burgenland: 2,9 Prozent
  • Wien: 2,7 Prozent
  • Österreich: 4,8 Prozent

Quelle: VCÖ 2007

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Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
20. September 2007
Quelle

Verkehrsclub Österreich (VCÖ)

Land
Oesterreich
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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