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Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V.

Handlungsempfehlungen "Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule"

Handlungsempfehlungen "Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule"
Handlungsempfehlungen "Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule" © AGFK Niedersachsen/Bremen

AGFK Niedersachsen/Bremen: Aktuelle Handlungsempfehlungen - Mobilität umdenken im Lockdown

Mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs ergeben sich auch Fragen rund um den Schülerverkehr: Wie kann dieser in Einklang mit den aktuellen Bestimmungen und Empfehlungen sicher und infektionsarm gestaltet werden? Öffentliche Verkehrsmittel stellen nun neue Herausforderungen im Schülerverkehr dar, wo bisher vor allem Kfz-Elterntaxis im Fokus standen. Zufußgehen und insbesondere Radfahren können eine gute Alternative sein und helfen beispielsweise, andere Verkehrsträger zu entlasten. Dieses Papier stellt Möglichkeiten vor, wie der Schülerverkehr verbessert werden kann.

Raum zum Zufußgehen und Radfahren schaffen

Das Fahrrad erweist sich auch in der aktuellen Situation als das Verkehrsmittel der Wahl. Da es auf dem Rad besonders einfach ist, Mindestabstände einzuhalten, gilt es als ansteckungsarmes Verkehrsmittel. Aus diesem Grund können Schülerinnen und Schüler auch gemeinsam den Weg zur Schule zurücklegen (zu Fahrradabstellanlagen siehe unten). Zudem stärkt regelmäßiges Bewegen an der frischen Luft das Immunsystem. Schülerinnen und Schüler sollten daher so oft wie möglich zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen oder gebracht werden.

Nicht alle Radverkehrsanlagen sind jedoch ausreichend dimensioniert, um wachsende Radverkehrsströme aufzunehmen. Gleiches gilt für Gehwege. Aus diesem Grunde haben im In- und Ausland verschiedene Städte damit begonnen, Flächen für den Fuß- und Radverkehr temporär zu vergrößern. Weltweite Beachtung und Nachahmer fand dabei die Einrichtung von temporären geschützten Radfahrstreifen ("PopUp Protected Bike Lanes") in Berlin, deren Regelpläne zwischenzeitlich in verschiedenen Sprachen übersetzt wurden. Die neuen Radverkehrsanlagen entstanden auf den äußeren Kfz-Fahrspuren bzw. auf geeigneten Kfz-Parkspuren. Die Umsetzung erfolgte mit Standardbaustellenabsicherungen.

Nicht überall stehen Flächen wie in Berlin zur Verfügung, so dass andere Maßnahmen erforderlich sind, um den zunehmenden Radverkehr sicher abzuwickeln. In Frage kommen beispielsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen, Einbahnstraßen, Durchlasssperren oder Vollsperrungen für den Kfz-Verkehr.

Auch Gehwege sind häufg zu schmal, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Sofern Kfz-Parkstände vorhanden sind, können dort Halteverbote angeordnet werden. So erhalten Zufußgehende mehr Raum, um mit Abstand aneinander vorbeizugehen...

Weiterer Inhalt des Papiers Handlungsempfehlungen "Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule":

  • Bannmeilen für Kraftfahrzeuge einrichten
  • Fahrradparksituation verbessern
  • Bonussysteme zur Motivation einführen
  • Alternativen zur Schulbusnutzung aufzeigen
Meta Infos
Stand der Information
30. Mai 2020
Weitere Informationen
Quelle
AGFK Niedersachsen/Bremen
Land
Deutschland
Bremen
Niedersachsen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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