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"Deutsche Fahrradbotschaft"

Gründungsinitiative im Rahmen der Konferenz Velo-city in Nantes

Screenshot des Online-Angebots der Deutschen Fahrradbotschaft
Screenshot des Online-Angebots der Deutschen Fahrradbotschaft © www.deutsche-fahrradbotschaft.de

Der ADFC hat am 2. Juni 2015 im Rahmen der Fachkonferenz Velo-city in Nantes die Deutsche Fahrradbotschaft® vorgestellt, eine Plattform, mit der die führende Rolle Deutschlands in Sachen Radtourismus und Fahrradindustrie auch international gestärkt und besser vermarktet werden soll. Nach dem Modell der Fahrradbotschaften von Dänemark und den Niederlanden soll die Deutsche Fahrradbotschaft® das Fahrradland Deutschland sowie die Kompetenzen seiner Unternehmen und Institutionen international bekannt machen.

Neben Bundesministerien und Außenwirtschaftsförderung sollen Hersteller, Stadtmöblierer, Bikesharing- und Verkehrsunternehmen, Fahrradhandel, Verbände, Radreiseregionen und Radfernwege, Tourismusorganisationen, Reiseanbieter, Forschungseinrichtungen, Städte, Planungsbüros sowie Institutionen, die sich für nachhaltige Mobilität und Verkehrssicherheit einsetzen, potenzielle Mitglieder der Deutschen Fahrradbotschaft® sein.

Die erste offizielle Präsentation der Deutschen Fahrradbotschaft® ist für die Velo-city 2016 geplant.

Hintergrund
Kopenhagen und das entspannte Radfahren in den Niederlanden gelten weltweit als die Modelle für Radverkehrsförderung der Zukunft. Sie werden international immer wieder vorgestellt und als Lösungen präsentiert.
Die Erfolge deutscher Unternehmen und Institutionen werden im Ausland völlig unzureichend dargestellt. Dabei sind viele deutsche Fahrrad- und Komponentenhersteller Weltmarktführer. Mehr als die Hälfte ihrer Produktion geht in den Export.
Der deutsche Markt ist der Schlüsselmarkt in Europa. Das E-Bike hat in Deutschland seinen Erfolgszug angetreten, und Deutschland ist die führende Radtourismusdestination der Welt.
Deutsche Hersteller bauen Fahrradstationen und Fahrradabstellanlagen auf der ganzen Welt. Viele deutsche Städte stehen weltweit für guten Radverkehr. Planungsbüros, Forschungsinstitutionen und Berater bringen deutsches Know-how in die Welt.
Deutschland ist Gastgeber der Weltleitmesse für das Fahrrad. Und nicht zuletzt ist das Fahrrad – das 2017 sein 200-jähriges Jubiläum das Fahrrad feiert – eine deutsche Erfindung.
International findet keine Kommunikation zum deutschen Fahrrad-Expertenwissen statt. Das dänische und das niederländische Know-how sowie die Expertise deren Unternehmen hingegen werden sehr deutlich kommuniziert und immer wieder strategisch platziert.
Davon profitieren beide Länder stark: Dänische Planungsbüros und Stadtmöbelhersteller verkaufen ihre Fahrrad-Ideen und Produkte in die ganze Welt. Kopenhagen wirbt als die lebenswerteste Stadt der Welt sehr erfolgreich für den eigenen Standort. Die Niederlande stehen so unangefochten für das Fahrrad, dass sie sich als "the world's cycling experts" darstellen und so die Leistungen ihrer Unternehmen weltweit verkaufen können.
In Dänemark und in den Niederlanden haben sich die Beteiligten in "Fahrradbotschaften" organisiert und Hersteller, Städte, Verkehrsunternehmen, Berater sowie Verbände haben sich, unterstützt durch die jeweilige Außenhandelsförderung, zusammengeschlossen.
Angesichts der Verstädterung ist der "Sustainable Urban Transport" weltweit ein zentraler Wachstumsmarkt – und das Fahrrad ein wichtiger Baustein in diesem Markt. Deutsche Unternehmen und Planer leisten hierzu bereits wichtige Beiträge – das muss auch international kommuniziert werden.

Quellen und weitere Informationen:

Meta Infos
Stand der Information
4. Juni 2015
Quelle

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) - www.adfc.de / www.deutsche-fahrradbotschaft.de / www.german-cycling-embassy.de

Land
Deutschland
Frankreich
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte