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Unterirdische Abstell-Karusselle für 6.480 Fahrräder in Tokio

Größte automatische Fahrradgarage der Welt in Japan

Fahrradbügel an einer Straßenbahnhaltestelle
Fahrradbügel an einer Straßenbahnhaltestelle © Alexander Hunger

Am Kasai-Bahnhof in Tokio können in unterirdische Abstell-Karusselle insgesamt 6.480 Fahrräder eingeschoben werden. Auch an anderen Orten Japans sind unterirdische Hochtechnologie-Abstellsysteme im Einsatz. Die Betreiberfirma hat bereits an anderen Orten in ganz Japan automatische Abstellanlagen mit 1.000 Stellplätzen im Einsatz.

Die Abstellanlagen sind vom japanischen Stahlwerk JFE entwickelt worden, das bereits 10 solcher Abstellanlagen verwirklichte. Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit kennzeichnen das System, so der Hersteller. Allerdings muss das Fahrrad vorher von seiner äußeren Form an die Automatik des Systems durch einen eventuellen Umbau angepasst werden, um sicher zu stellen, dass das System wirklich zügig funktioniert.

Kasai Automated Bicycle Parking

Eingeschoben wird das Fahrrad in eine Rinne, dann zieht der Nutzer eine Chipkarte durch ein Lesegerät, anschließend öffnet sich eine Fahrstuhltür, das Fahrrad wird automatisch in die Öffnung hinein befördert, um innerhalb weniger Sekunden zu verschwinden. Das Abholen funktioniert ebenso, die Chipkarte wird eingelesen und das Fahrrad erscheint innerhalb von 20 bis 30 Sekunden bei seinem Besitzer.

Der erste sogenannte Fahrradbaum wurde 2006 in Betrieb genommen. Das unterirdische Abstellsystem an der Kasai-Station schließt 10 Karusselle ein, in die übereinander je 18 Fahrräder gestapelt werden. Insgesamt gibt es dort 36 10er-Karusselle. Mittlerweile gibt es auch überirdisch errichtete Abstellanlagen. Die Abstellgebühren liegen bei rund 20 Dollar pro Monat.

Ein anderer großer Anbieter für automatische Fahrradparksysteme ist die Firma GIKEN mit ihrem Produkt "Eco Cycle", wie die folgenden Filme veranschaulichen.

On scaling bike parking space in Tokyo by going underground

With an estimated 9 million cyclists, Tokyo has a parking problem. Japanese engineering firm Giken Seisakusho believes the solution involves going underground. Their Eco Cycle underground bike parking is only 8.15 meters in diameter, but it can store up to 204 bicycles. The idea began with underground car parking (Eco Park) 20 years ago. They later moved into parking bicycles below ground and today the firm has 47 Eco Cycle units: 28 in Tokyo and 19 in other Japanese cities. Giken’s Tsunenobu Nozaki gave us a tour of one of their smart underground systems at Tokyo’s Hachioji Train Station that spins bikes into a parking spots as deep as 11 meters in just 13 seconds. (by Kirsten Dicksen, faircompanies)

 ECO Cycle (GIKEN LTD., Stand 2017)