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Forschungsvorhaben Geisterradeln: Kampagne entwickelt

Geisterradeln-Kampagne zur freien Nutzung

Logo der Kampagne
© Fachhochschule Erfurt

Geisterradeln-Kampagne zur freien Nutzung

Radfahrer, die sich entgegen der Fahrtrichtung bewegen, leben gefährlich. Sie werden auch als "Geisterradler" bezeichnet. Etwa jeder 10. Unfall mit Radfahrerbeteiligung ist ein Geisterradel-Unfall. Häufig sind sich jedoch die Radfahrenden der Gefährdung durch das Radfahren in falscher Richtung nicht bewusst. Besondere Gefahrensituationen ergeben sich dabei vor allem in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen, da Radfahrende aus falscher Richtung von Kfz-Fahrern nicht erwartet und damit nicht wahrgenommen werden.

Diesem Problem hat sich die Fachhochschule Erfurt angenommen. Im Rahmen eines aus Mitteln des Nationalen Radverkehrsplanes und der AGFK-Th geförderten Forschungsvorhabens wurde eine Kampagne entwickelt, die für die Gefahren des Geisterradelns sensibilisieren soll. Diese GEISTERRADEL-Kampagne läuft derzeit in der Stadt Erfurt mit großformatigen Motiven. Im Rahmen der Kampagne werden zudem interaktive Displays getestet, die den Radfahrenden sofort Rückmeldung über Ihr Verhalten mit dem Slogan "Sei kein Geisterradler!" geben.

Interaktives Display in Erfurt:

Online ist inzwischen auch die Geisterradel-Kampagnen-Website. Unter www.geisterradeln.de gibt es Informationen und Materialien zur Kampagne. Der Fokus liegt hierbei auf der Unterstützung von Kommunen, Verbänden und Initiativen bei der Durchführung ihrer Verkehrssicherheitsarbeit. Auf der Website stehen alle für die Kampagne Geisterradeln entwickelten Motive zum kostenfreien Download zur Verfügung. Dies umfasst Motive für Poster, Postkarten und Buttons. Auch ein Clip zum Thema Geisterradeln wurde für die Kampagnenarbeit gedreht. Dieser Clip kann z.B. auf externen Webseiten zur Präventionsarbeit eingebunden werden.

Clip zum Thema Geisterradeln:

Grundlage einer guten Verkehrssicherheitsarbeit ist jedoch immer ein entsprechendes Infrastrukturangebot, welches zeitsparend und ohne Umwege nutzbar ist. Auch hier setzt das Forschungsvorhaben an. Es werden Empfehlungen für Kommunen bezüglich der Planung eines guten Radwege-Angebotes ausgearbeitet. Im Fokus steht dabei die Führung an querungsarmen Hauptstraßen und Brücken, an Geschäftsstraßen sowie in Kreuzungs­be­reichen.

Kontakt:
Juliane Böhmer
Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen der Fachhochschule Erfurt
E-Mail: juliane.boehmer@fh-erfurt.de

Meta Infos
Stand der Information
22. Juni 2020
Weitere Informationen
Quelle
Fachhochschule Erfurt
Land
Deutschland
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte