Sie sind hier

Nordrhein-Westfalen

Freizeitbus Borken ab Mai 2007 mit Fahrradanhängern unterwegs

Nachdem bereits ein Fietsenbus die Nord-Süd-Achse von Gronau bis Borken bedient, verkehrt der Freizeitbus nun auf der Ost-West-Achse im Südkreis zwischen Isselburg und Reken (erweitert bis zum Kettelerhof in Lavesum).

Im Vergleich mit dem Fietsenbus, der in der Adressatengruppe ausschließlich auf Fahrradfahrer ausgerichtet ist, soll der Freizeitbus unterschiedliche Zielgruppen ansprechen:

1. Die Radfahrer
2. zusätzlich Inlineskater, Wanderer und auch Nordic-Walker.
3. Familien mit Kindern, die Freizeiteinrichtungen besuchen.
4. Kulturinteressierte, die Museen besuchen.

Im Umlauf werden zwei Busse fahren, die jeweils mit einem Fahrradanhänger ausgestattet sind, auf dem 15 Fahrräder transportiert werden können. Die Beschaffung der zwei Fahrradanhänger (ein Modell, das im norddeutschen Raum vielfach genutzt wird) mussten 22.000 € aufgewendet werden. Zu 80 % wird die Anschaffung mit Landesmitteln gefördert.

Der Bus fährt 4-mal täglich in jede Richtung. Das bedeutet, dass Nutzer die Möglichkeit haben, vormittags zu zwei verschiedenen Zeiten zu einem Ziel zu gelangen, und nachmittags gibt es zwei Rückfahrmöglichkeiten.

Die Fahrtstrecke ist 76 Kilometer lang, die Fahrzeit beträgt 2 Stunden, 21 Minuten, 28 Haltestellen. 16 Haltestellen befinden sich an zentralen Punkten der Ortsteile und haben vorrangig den Zweck, Nutzer abzuholen, während 12 Haltestellen (teilweise neu eingerichtet) angefahren werden, die an Freizeitzielen liegen. Mit Ausnahme des Abschnittes zwischen Borken und Bocholt verläuft die Linie nicht über vorhandene Regiobus-Linien, sondern über Nebenstrecken (z.B. Borken nach Heiden über Marbeck und von Bocholt nach Isselburg über Holtwick, Spork und Suderwick).

Sobald erste Erfahrungen mit dem Freizeitbus vorliegen, soll bereits wieder daran weitergearbeitet werden. Mit dem Verkehrsausschuss des Kreistages ist vereinbart, dass ein Gesamtkonzept für Freizeitbusse im Kreis Borken entwickelt werden soll. Dabei wird zunächst die Frage sein, wie Fietsenbus und Freizeitbus angeglichen werden können, es geht aber auch um ein einheitliches Marketing, um gleiche Angebotsbedingungen, die Fragen der vollständigen Flächendeckung auch für heute nicht eingebundene Gemeinden (6 Städte und Gemeinden Raesfeld, Velen, Gescher, Vreden, Legden und Schöppingen sind bisher nicht unmittelbar an die Freizeitbusse angebunden) und es geht um eine sinnvolle Verknüpfung des Buskonzeptes mit dem Touristikkonzept.

Beworben wird der Freizeitbus mit einem Faltblatt, das Routenvorschläge für Radfahrer, Inline-Skater und Wanderer beschreibt. Er hat das gleiche Format wie der Hauptflyer und ist im Bus, bei den Städten und bei den Touristinfos zu bekommen. Alle Materialien sind kostenlos.

Die Fahrradroute verläuft parallel zur Buslinie, aber natürlich in viel schönerem Gelände. Die Chance, die der Freizeitbus hier bietet, ist ihn so zu nutzen, dass man gegen den Wind mit dem Bus fährt und mit dem Wind auf dem Fahrrad. Es handelt sich ausschließlich um Radwege aus dem Radelpark, die Wege sind daher gut ausgeschildert.

Alle Informationen findet man auch im Internet unter freizeitbus-borken.de oder kreis-borken.de/freizeitbus. Auch mit Plakaten, Busaufklebern, mit den Aushängen an den Bushaltestellen wird auf den Freizeitbus aufmerksam gemacht. Ferner werden Freizeitaktivitäten unterstützt, die von Vereinen organisiert werden und dazu den F 1 nutzen (z.B. organisierte Rad- oder Wandertouren).

Die Westfalen Bus GmbH unterstützt die Verbreitung der Internetseite mit insgesamt 50 Trailern, die über Radio WMW ausgestrahlt werden.

Zur Originalpressemitteilung

Meta Infos
Stand der Information
27. April 2007
Quelle

Pressedienst des Kreises Borken / presse-service.de

Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen