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Rechtsabbiegen bei Rot

Französische Hauptstadt Paris führt Regelung dauerhaft ein

Radverkehr und Fußgänger
© Jörg Thiemann-Linden

Fahrradfahrer in der französischen Hauptsstadt Paris dürfen nun dauerhaft an vielen roten Ampeln geradeaus weiterfahren bzw. nach rechts abbiegen, weil die Probezeit an einigen Ampeln seit 2012 keine gravierenden Probleme zu Tage förderte. Der Versuch ergab, dass Radfahrer flüssiger voran kamen und Konflikte zwischen Radfahrern und Autofahrern verringert wurden. Zwischen Juli und September 2015 werden alle geeigneten Lichtsignalanlagen in Paris umgerüstet.

Die entsprechende Regelung wurde in Frankreich bereits 2012 eingeführt. Demnach ist es an Lichtsignalanlagen, die mit den entsprechenden Zusatzschildern ausgestattet sind, den Radfahrern erlaubt, an einer roten Ampel rechts abzubiegen oder geradeaus zu fahren, sofern keine Rechtsabbiegerspur existiert. Sie haben dabei die Vorfahrt der anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere den Vorrang der Fußgänger zu beachten.

Ziel der Regelung ist es, den Fahrradverkehr in der Stadt einfacher und sicherer zu machen, indem Situationen reduziert werden sollen, in denen sich Radfahrer bedrängt fühlen oder sich im toten Winkel motorisierter Fahrzeuge befinden.

Das Zeichen existiert in zwei alternativen Formen: als Schild oder als Ampelsignal. Die Freigabe erstreckt sich jeweils nur auf diejenige Fahrtrichtung, die angezeigt wird. Man darf also nicht rechts abbiegen, wenn nur ein Geradeaus-Pfeil zu sehen ist, und umgekehrt.

Die Anbringung solcher Zeichen erfolgt in Frankreich durch die Kommunal- bzw. die Departement-Verwaltungen, die unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit nach freiem Ermessen entscheiden, ob und wo solche Zeichen installiert werden.