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Bundesamt für Güterverkehr (BAG)

Förderung raumplanerisch wegweisender Radverkehrsprojekte in Cottbus

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Schrittmacher für den Strukturwandel: BMVI fördert raumplanerisch wegweisende Radverkehrsprojekte in Cottbus

Die Stadt Cottbus gestaltet für die Zeit nach der Braunkohle einen großen Teil des Stadtgebietes um – und setzt dabei ganz auf den Radverkehr. Das BMVI fördert den Bau der zentralen Verbindungsachse vom Stadtzentrum zum entstehenden Bergbaufolgesee sowie die Planung des späteren Radrundwegs um den See mit rund 4.600.000 Euro. Das Bundesamt für Güterverkehr ist Projektträger für das Förderprogramm.

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit seinem Förderprogramm die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Zudem hat die Bundesregierung am 03. Juni 2020 ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Krise beschlossen. In Ergänzung dieser Maßnahmen erhöht das BMVI die Förderquoten im Programm zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland.

Als sichtbares Zeichen des Strukturwandels entsteht bis zum Ende des Jahrzehnts auf dem Gebiet eines ehemaligen Braunkohletagebaus der etwa 1.900 Hektar große Cottbusser Ostsee. Dieser soll zum einen attraktives Naherholungsgebiet, zum anderen auch gestalterischer Impulsgeber für die ganze Region sein. Der entstehende See wird entlang der ehemaligen Betriebsstraße von einem ca. 27 km langen Radrundweg umschlossen werden, der die zahlreichen städtebaulichen und touristischen Schlüsselprojekte der Stadt Cottbus sowie weiterer Anrainergemeinden integriert. Verkehrlich setzen die Planenden dabei von Beginn an auf ein attraktives Radverkehrsangebot und dessen intermodale Verknüpfung mit dem ÖPNV.

Begleitend wird die Cottbusser Innenstadt im Rahmen eines innovativen städtebaulichen Gesamtkonzepts zum entstehenden Hafengebiet am Cottbusser Ostsee hin entwickelt, sodass auf dem verbindenden ehemaligen Gewerbegebiet u.a. neue Wohnquartiere und ein Energiecampus als Forschungs- und Entwicklungsstandort entstehen sollen. Der zentrale Korridor zwischen Innenstadt und See soll dabei als Radweg mit möglicher späterer Ergänzung durch eine ÖPNV-Trasse ausgebaut werden. Neben der verkehrlichen Funktion soll die 1,6 km lange Seeachse zudem durch eine ansprechende Freiraumplanung und ein begleitendes Kunstprojekt besondere Akzente setzen und den strukturellen Wandel der Stadt frühzeitig erlebbar machen.

Die förderfähigen Gesamtausgaben betragen für die Seeachse rund 3.000.000 Euro und für die Planung des Radrundwegs um den Cottbusser Ostsee rund 1.600.000 Euro, die Ausgaben werden jeweils zu 100 % durch den Bund finanziert. Beide Vorhaben sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort "Förderprogramme" auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.

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Stand der Information
23. April 2021
Weitere Informationen
Quelle
Bundesamt für Güterverkehr (BAG) // Difu (A.H.)
Land
Brandenburg
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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